mein erster Blogeintrag – how exciting is that?????

ich durfte schon an vielen sogenannten „Schulen“ – internationalen Colleges, nationalen Konservatorien, Musikhochschulen und Universitäten unter-richten – meistens Schlagzeug, mein absolutes Lieblings- und Hauptinstrument, aber auch A&R Management und Artist Development sowie – und das machte mir eigentlich den grössten Spass – Vorlesungen in Sachen „Stage Performance“ und mein klarer Favorit: „Creative Identity“, wo ich versucht habe, eine Schar von Musik Studierenden und teils Verirrenden auf einen gemeinsamen Pfad zu ihrem grössten Schatz zu führen: zu sich selbst.

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An allen mir sowohl als Lehrer als auch als Studierender und Lernender bekannten Schulen kam der grösste Input  in den meisten Fällen von aussen – da gab es plötzlich entweder „richtig“ oder „falsch“, „Vor – Bilder“ und „Nach – macher“, „Idole und Ideale“, da gab es „Benotung“ und Fehler“ und im Handgepäck frei haus mitgeliefert zugleich die Angst vor Beidem. Da galt es sich skills anzueignen, im besten Sinne täglich stundenlang sein heiliges „Instrument“ zu lernen, zu üben und das über eine jahrelange Aus – Bildung, mit Prüfungen. Bewertungen und Beurteilungen. Gut, Und dann ? wenn man alles „richtig“ gelernt und gemacht hat und einen vorzüglichen Abschluss hingelegt hat – was dann ??? Hat man sich bis dahin eigentlich irgendwann einmal überlegt, für wen und warum man eigentlich Musik macht / spielt ?

Glaubt man bis dahin tatsächlich, dass Musik so etwas wie ein Supermarkt der skills ist und man heute auf Latin, morgen auf Rock und übermorgen einen auf HipHop macht ??? oder geht es da tatsächlich mehr oder weniger ausschliesslich um Perfektionismus, den schönen und richtigen TON oder muss man im weiteren Musikerleben eigentlich tatsächlich nicht mehr seine alten Lehrer und die akademisch ge – bildete Kollegenschaft begeistern, die Deine CDs und Alben, analog oder digital, geschenkt bekommen wollen –  sondern vielleicht einfach tatsächlich ganz normale, Musik liebende Menschen, die sich noch Konzerttickets kaufen – so etwas wie „berühren“ ???

In vielen Diskussionen , unter anderem mit  internationalen Trommelkollegen wie meinem lieben Freund Jojo Mayer back from the dayz in NYC  haben wir beide wiederholt festgestellt, dass wir inzwischen junge MusikerInnen für Situationen und Realitäten ausbilden, die es in den meisten Fällen so gar nicht mehr gibt?

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Vielleicht ist ja der perfekte TON gar nicht wirklich in der Lage zu „berühren“, vielleicht ist alles richtig und „perfekt“ gesungen schlicht und einfach nur fad, weil ohnehin in Massenware tagtäglich auf allen mainstream Kanälen vor – handen, und erst bei weniger perfekten aber emotional und spirituell hochwertigen Darbietungen, wo eine Stimme die Chance hat aus einer Emotion heraus zu brechen, erst emotionale „Be – Rührung“ möglich ist, an einem Punkt und an einer Ecke, wo alle alten Lehrer und meist inzwischen selbst unterrichtenden, also lehrenden Ex Kollegen spätestens die Nase rümpfen? Wo und wie lernt man das – „berühren“, „begeistern“ – Räume in Energie zu tauchen und Herzen, Seelen & Ärsche zu bewegen ??? Liegt tatsächlich an dieser Bruchstelle zum angestrebten und akademisch vergötterten Perfektionismus das Wunder der Magie ?

http://www.pimpmyband.live ist ein Versuch mit Musikern besonders auch in diese Richtung zu gehen, Mut zu machen, Mut zum Fehler machen, zum Finden einer eigenen, wenn auch möglicherweise vollkommen unkonventionellen Stimme , als Artist, als KünstlerIn, als Band – authentisch – also „unverwechselbar“ zu sein, und mal nach innen zu hören und mal auf aussen zu scheissen. Einen Weg gemeinsam mit euch zu euch zu finden, spirituell, mit skills, know how, feeling, guidelines, Kreativität und Inspiration auf einem Weg „to make music & magic happen“.

cheers, der aX

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