#42 Das Feuer im Salamander, die Sonne hinter dem Nebel und „mir geht es gut“

Es ist einer dieser endlos grauen, nebelverhangenen Novembertage, wo einem die Kälte durch jede noch so kleine Ritze langsam aber sicher reinzukriechen imstande scheint, aber die Luft so unfassbar und spürbar feucht, erfrischend und ohne Zweifel richtig kerngesund ist. Ein Novembertag, wie ich sie früher als Sonnenkind schlicht und einfach schwer bis gar nicht ertragen konnte, aber heute imstande bin, diesen voll zu geniessen und mich förmlich darin zu baden. Obwohl ich heute nicht, wie sonst immer, in die Donau rein gewatet bin. Mein goal ist ja, in diesem vollkommen verrückten Jahr das „in die Donau Eintauchen“ bis einschliesslich Dezember durchzuziehen. Mich dabei irgendwie von allem Corona BlaBlaBla, allen diesbezüglichen Zweifeln, Befürchtungen, und der Frage, ob es sich nun um Intuition oder Angst handelt, dass ich plötzlich das Gefühl habe, mich für oder gegen etwas entscheiden zu müssen, für oder gegen eine Umarmung mit meiner Liebsten einzutreten, zu argumentieren und dabei wissen, wer da in mir mit wem in mir sich heftigst zu argumentieren bemüht, diesen für mich sehr ungewohnten mindfuck erfahren und schlussendlich damit irgendwie zu Rand kommen zu müssen – mich von all diesem Tratsch, Geplapper und Quatsch im heilenden Wasser und in der Kälte der gar nicht soooo kalten Donau rein zu waschen. Und bis dahin, also bis Dezember, ist es ja nun wirklich nicht mehr weit.

Nebel ohne Horn

Und so bin ich da jetzt heute unterwegs , gut eingepackt mit meinem Puch Radl im dichten Nebel der Donau entlang in einer von mir nicht wirklich liebsten Zeit des Jahres, wo von Tag zu Tag die Tage rasant kürzer und das Licht gnadenlos weniger zu werden scheint. Wo uns am Ende dieser dunklen Zeiten nur mehr ein Adventkranz, ein mit unzähligen Kerzen erleuchteter Christbaum oder das knisternde Feuer im Kamin bis hin zu den Osterfeuern dann darüber hinwegtrösten können. Wenn ich mich auf irgendeine Weise wie durch ein jährliches Wunder einmal bis zur Wintersonnenwende am 21. Dezember, ein Tag vor dem Geburtstag meines Vaters, irgendwie durch hanteln konnte, beginnt ab dort mit jedem länger und heller werdenden Tag das Licht der Hoffnung und Zuversicht heller und wärmer in mir zu strahlen. Es wird wieder besser und mir geht es wieder richtig gut.

Wassertropfen

Den Nebel aber liebe ich für seine mystischen, geheimnisvollen und magischen Qualitäten, die ihm in meiner Wahrnehmung innezuwohnen scheinen. Zumindest hält er extrem toll für fantasievolle Fotos her, die einen auf ihre Weise verzaubern können und mich in eine Welt weit jenseits jeder himmelgescheiten Coroana Pressekonferenz zu entführen imstand sind. Alleine dafür bin ich gerade extrem dankbar.

Und ich schicke ein paar dieser , wie mir scheint, mystischen und wunderbaren Fotos von der Donau via sms direkt zu meiner Liebsten, wo auch immer sie gerade sein mag und sie antwortet prompt: „Unglaublich!!! Hier scheint die Sonne.“ Was für eine geniale Bemerkung das ist: Hier scheint die Sonne – ja, hier, bei mir, scheint sie ja auch, nur wahrnehmen kann ich sie gerade ob des dichten Nebels kaum bis gar nicht. Sie, die Sonne scheint ja auch, wenn es hier an der Donau mitten in der Nacht und stockdunkel ist, nur ist da gerade die liebe Mama Erde zwischen uns und es scheint tatsächlich so, als würde sie nicht scheinen. Obwohl sie „immer“ scheint. Seit Milliarden von Jahren. Tag aus, Tag ein, Tag und Nacht, Frühling, Sommer, Herbst und Winter und eben hier, bei mir. Jetzt. Weit über dieser Nebelsuppe, in der ich mit ein paar versprengten Wanderern, einem Entenpärchen und ein paar Möwenschwadronen gerade rum schwimme.

Möwen Nebel Kunstflugstaffel

Und als ich wieder kurz stehen bleiben muss, um ein weiteres mystisches Foto zu schiessen, da sehe ich es: Das Feuer im Salamander, keine 20 Zentimeter von meinem Vorderrad entfernt. Regungslos, quasi im Schritt verharrend, aber total aufmerksam und präsent wie es sich für einen Prachtkerl wie diesen zauberhaften Feuersalamander, diesem kleinen, mit knallgelben Feuerpunkten besprühten Drachen einfach gehört. Ruhig, stoisch, ja – fast majestätisch verharrt er da, glasklar in diesem von uns Beiden geteilten, nebelverhangenen Augenblick.

Das Feuer im Salamander

Wen meine ich denn eigentlich mit „mir“, wenn ich sage: „mir“ geht es gut? Und wer ist denn „ich“, der das zu meinen scheint und sich zugleich darüber wundert? Ist es nicht hoch interessant, dass die Sonne immer und ewig „scheint“ und dass uns auch manchmal etwas „dämmert“, dass etwas irgendwie zu sein „scheint“? Beides „scheint“. Es „scheint“ so zu sein. Nur wer entscheidet denn zwischen „Sein“ und „Schein“? Die Vernunft? Unsere konditionierten Muster? unser gelerntes, kognitives Wissen? Eine Formel ? eine Regel? ein Gesetz? ein System? wer weiss eigentlich in mir, wie es „mir“ geht und traut sich das so ohne jeden Zweifel zu sagen, sich gegen alle Zweifel des Geistes und der Persönlichkeit so zweifellos zu behaupten? Wie weiss ich denn, dass die Sonne auch hier bei mir im dichtesten Nebel scheint obwohl ich sie weder sehen noch kaum bis gar nicht spüren kann? Wie geht das, dass ich, ohne das Feuer im Salamander zu sehen, keine 20 cm vor ihm mein Rad aus der vollen Fahrt kommend, anhalte, wo ich mich gerade noch auf ein vollkommen anderes Motiv konzentriert hatte?

Klarheit jenseits des Nebels der Gedanken

All das scheint mir weit jenseits aller denkbaren Gedanken, Systeme, Regeln und Formeln zu scheinen. Das scheint ganz wo anders, aber um so heller und klarer. Weit jenseits jeder Akrobatik, jeder Verführung, jeden Zweifels, jedes mind fucks, jeder „Bewegung im Kopf“, jeder Illusion, jeder Ein – Bildung und Vor – Stellung, jedes gelernten oder geschriebenen Wissens, jedes verstandenen Faktums, jeder kombinierten Einsicht und jeder gelernten Regel eines zweifelnden, Schuld und Sühne, Rache, Wut, Zorn, Verletzlichkeit, Opferdaseins verteilenden Geistes. Wer sagt und entscheidet denn in mir was „gut“ ist, was mir „gut“ tut, was sich „gut“ anfühlt? Wer oder was weiss denn überhaupt was „gut“ ist? Gut für wen? meinen Geist? Meine Gedanken? Mein ego? MeinHerz? Meine Seele? Meine kalten Füsse???

„mir geht „es“ gut – was ist denn dann das „es“? Wenn ich dieser Tage manchmal meine Mutter auf Skype frage, wie „es“ ihr geht, dann antwortet sie oft folgendermassen: „Es geht mir“ . Fantastisch. Es geht mir, also bin ich. Das reicht doch schon mal vollkommen, oder? es geht mir. Punkt.

Wer nimmt denn „wahr“, dass das mind gerade mit mir fuckt? dass meine Gedanken mich quälen? wen quälen sie denn da, wenn ich sage „mich“? wer ist dieses „mich“? Mein Ego? Meine konditionierte Persönlichkeit? oder beobachtet da etwas wesentlich Tieferes, wesentlich fundamentaleres, Wahrhaftigeres, Namen- und Raum- und Zeitloses, nicht er – klär – bares – etwas, auf das man nur hindeuten, hinweisen aber selbst als solches nicht fassen kann. Weder in Worte, noch in Gedanken, noch in Konzepten, noch in Regeln, noch in Formen, noch in Farben, noch in Räumen, noch in Theorien oder Hypothesen. Man kann nur darauf hinweisen, wie man darauf hinweisen kann, dass Augen alles sehen können, nur sich selbst eben nicht. Aber jede und jeder kann sich dessen bewusst – sein und werden.

Lassen wir es für heute einmal „gut sein“. Fragen über Fragen. Nebel und Klarheit. Licht und Dunkel. Denken und Bewusst – Sein. Alles Liebste und Beste, euer Alex

#42 Worum geht’s eigentlich?

Ich würde uns allen in diesen „Lock Town“ Zeiten sehr gerne ans Herz legen, auf nichts und niemanden zu warten. Nicht darauf zu hoffen, dass alles je wieder so werden möge wie vorher. Das wird es hoffentlich nie mehr werden. Uns nicht in unserem Fuchs- oder Dachsbau, in unsere Höhlen und Erdlöcher zurückzuziehen, die man uns mangels wesentlich besserer, sinn – vollerer, wert – vollerer und gesünderer Ideen , sicher nicht rein zufällig, zwangsverordnen musste.

Wald

Hören wir doch bitte auf, uns unsere Seelen, Herzen und Bäuche, teilweise aus Frust und Angst vor der so gesunden langen Weile, noch voller zu schlagen als viele von uns das beim ersten Lock Down schon so erfolgreich praktiziert haben. Auch bitte nicht die miesesten TV Programme, die schlimmsten Nachrichten der Welt, die stumpfsinnigsten Video Games zusammen mit Unmengen von Alkohol, Schokoladetafeln und Bags of Chips wahllos in uns reinzuschütten.

Nein, bitte um unser aller geistigen, körperlichen, emotionalen, psychischen und spirituellen Gesundheit wegen, bitte, bitte nicht. Wir stopfen uns damit nur bis oben hin mit vollkommen schädlichem Kram und ungesundem Scheiss voll, damit weder noch irgend etwas Kreatives raus noch etwas Inspirierendes, tatsächlich Berührendes, Wahrhaftiges rein kann. Wir mutieren uns dadurch selbst nur zu noch unglücklicheren Parade Konsumenten als das die meisten von uns ohnedies schon sind.

Himmel

Nutzen wir diese wundervolle „Generalpause“ . Nicht um dies und das zu „tun“, nicht um unbedingt dies und das schaffen oder er – reichen zu müssen. Lassen wir die Pause einfach wirken. Es läuft nichts weg, und wenn etwas wegzulaufen scheint, lassen wir es doch einfach laufen. Bleiben wir in Bewegung. An der frischen Luft. In der Sonne, im Regen, auf der Erde und im Wind. Bei weit geöffneten Fenstern und Türen. Lasst uns tief und frei durchatmen. Bewegen wir uns auch im Geiste. Lesen wir ein Buch , oder lesen wir unseren Kindern oder Enkeln eines vor oder schreiben wir am besten selbst eines.

Weilen wir uns bitte so lang wie möglich. Bewegen wir unsere Körper, am besten draussen und nicht nur von der Couch zum Kühlschrank und wieder zurück. Selbst Kochen. Gesund Essen. Viel Grün. Trinken wir viel Wasser, guten Kaffee und Kräutertees. Wer zu den Glücklichen gehört, die nach wie vor Arbeit haben oder arbeiten dürfen – freut euch. Freut euch, denn allzu viele von uns dürfen und können dies gerade nicht.

Freude

Akzeptieren wir sie, diese für uns alle so wichtige Zäsur, diese himmlische Pause, mit all ihren Herausforderungen, home schooling, distance learning, geschlossene Schulen und Kindergärten, Home Office, abgesagte Konzerte, gecancelte Pläne, geschlossene Gesellschaft, und wehren wir uns nicht gegen das „was ist“. Stopfen und stöpseln wir uns bitte nicht voll und zu, sondern machen wir uns leer, so leer es nur irgendwie geht – von allen Ängsten, Konzepten, Plänen, Analysen, Träumen, Vorstellungen, Bedenken, Sorgen, Beurteilungen, Bewertungen, Anliegen, Bedürfnissen, Zwängen, Süchten, Blähungen, Zweifeln, Gedanken, Begierden, Vorwürfen, Verteidigungen, Schuld, Wut, Aggressionen, Apathien, Namen, Status, Identität, Persönlichkeit, die diversen „Rollen“, denen wir glauben perfekt gerecht werden zu müssen, sei es Mutter oder Doktor, Lehrer oder Schüler, Professor, Hofrat, Hausfrau, Kind, Opa, Tochter, andere Limitierungen, alles, was uns in irgendeiner Form oder Gestalt gefangen hält und von allem, was uns sonst noch so voll macht ohne uns zu er – füllen, zu inspirieren, zu erfreuen, den Mut haben, einmal all das wie lange und permanent getragene Kleider abzulegen, In Ruhe. In der Stille. Trauen wir uns ruhig hungrig zu sein, hungrig zu bleiben, Machen wir uns leer – denn, wie der geniale Mooji zu sagen pflegt: ein volles Glas kann nicht er / ge – füllt werden.

Der sanfte Strom

Darum versuchen wir doch einmal in Ruhe und in Stille, ohne Ab – Lenkung in diesen folgenden, wegweisenden, heilenden Worten von Mooji zu marinieren. Baden wir einfach einmal mal eine Weile darin. Einfach so.

Eintauchen

And you know that all of this is just a play, don’t you? It has to be a play. Every day fresh – who writes this play? This play…..The Infinite One. Every day this play is going on and every character has a role in it, even the Viruses have a role to play.

Und ihr wisst dass das alles nur ein Spiel ist, ja? Es muss ein Schauspiel sein. Jeden Tag neu – wer schreibt dieses Theaterstück ? Dieses Schauspiel – Das Unendliche. Dieses Spiel läuft jeden Tag und jeder Charakter hat eine Rolle darin, sogar die Viren spielen ihre Rolle.

Grün


Even the worms. If you go to the belly of the earth,you find creatures there: every one of them is playing their role perfectly. Every one, even the dung beetle,
even the tape worm, the flea, everything.
Everybody has a role they play in this great play, the great play of consciousness, the great dream of consciousness.

Selbst die Würmer. Wenn man tief in den Bauch der Erde geht findet man dort Geschöpfe: Jedes einzelne von ihnen spielt seine Rolle perfekt. Jede einzelne Kreatur, sogar der Mistkäfer, selbst der Bandwurm, der Floh, alles. Jede und jeder hat ihre und seine Rolle in diesem grossartigen Spiel, das grosse Schauspiel des Bewusstseins, der grosse Traum des Bewusstseins.


No rehearsal- Take one. First take. Take one, give one, take one. And because there is no rehearsal, you can just relax because everything you do is in the play already . you like it? It’s very nice, huh?
You can’t do anything wrong,even your mind is in the play. The only thing is – you must know that.

Keine Probe – Take one. erster Take. Take one, gib einen, nimm einen. Und weil es keine Probe gibt, könnt ihr euch einfach entspannen, weil alles was Du machst bereits Teil dieses Spiels, dieses Theaterstücks ist. das ist doch nett, oder? Ihr könnt nichts falsch machen, selbst euer Verstand ist Teil des Stücks. Die Sache ist nur – dessen müsst ihr euch bewusst sein.

fall


There is something that’s not in the play but even your mind is in the play. so you can just relax, let your thoughts go. Only thing – don’t identify with them. Remember. You are just the ultimate witness of it.
Who is in the balcony watching all this? The Supreme Lord of the Universe. And you.

Etwas ist nicht Teil dieses Schauspiels, aber selbst euer Verstand spielt seine Rolle. Also kannst Du Dich einfach entspannen und Deine Gedanken loslassen. Einzig – identifiziere Dich nur ja nicht mit ihnen. Du bist nur der ultimative Beobachter all dessen. Und wer sitzt oben am Balkon und sieht sich all das an? Der höchste Schöpfer des Universums. Und DU.

sky


You all know what I’m talking. but now it’s been made very clear. Both your body and your mind, and your emotions – all of it is already a part of the play – the great play. Just don’t be confused – that it is You.
You are the witness.You get the feeling, even the feeling, that it is you, is part of the play.

Ihr wisst alle genau wovon ich spreche. Nur jetzt wurde es unmissverständlich klar und deutlich gesagt. Dein Körper, dein Verstand und deine Emotionen – alle haben bereits ihre Rollen in diesem Stück – das grossartige Schauspiel. Aber lasse dich nicht verwirren und glauben, das wärest DU. Du bist der Beobachter. Du hast dieses Gefühl, und selbst dieses Gefühl, als wärest das tatsächlich Du, ist Teil des Schauspiels.


be empty first, because you can not fill a full cup.
Mooji 2014

zuerst musst Du leer sein, weil ein volles Glas kann man nicht füllen. Mooji 2014

Alles Liebste und bleibt gesund, AleX

#41 wo bleibt das „Gschäft“ wenn kaum jemand mehr einkauft und viele Läden geschlossen sind?

Würde man das dann einen „erfolgreichen Geschäftsabschluss“ nennen können? Zumindest dieser Art von „Gschäftlmacherei“ wenn schon kein Ende, dann zumindest zum wiederholten male eine Generalpause setzen müssen,um uns bewusst werden zu dürfen, wie dies bisher so gut wie fast überall auf diesem Planeten üblich war und leider immer noch ist? Dieses den Profit verniedlichende ur österreichische Wort „Gschäft“ wird sowohl für den deutschen Begriff „Laden“ als auch für den Begriff „Profit“ gleichermassen verwendet.

„shopping“ – wer glücklich ist, kauft angeblich nicht…..

Diese ganzen äusserst zweifelhaften Strategien in Zusammenhang mit der sogenannten Corona Krise umzugehen, diesem sich von einem Lockdown zum nächsten hanteln, damit dazwischen und danach nur ja so gut und soviel „Gschäft“ wie möglich gemacht werden kann, um ja so oft und so bald wie möglich „wie früher“ weiterzuwurschteln, mit vielem inzwischen ja wirklich „geht gar nicht“ Unmöglichem, auf eine äusserst fragwürdige, zumindest grundsätzlich vollkommen hinterfragenswerte Art und Weise der allgemein üblen und üblichen „Gschäftlmacherei“.

Na gut, Herr Blümel – der Minister unserer Finanzen, meint: „Konsum, holen wir nach dem Lock Down nach“. Da erklärt sich gleich mal so ziemlich alles von selbst. Beim Verfolgen der aktuellen Budget Diskussionen und Wortverdrehungen im Parlament sehe ich mich grossteils verschiedensten Polit – Zombies, Wirtschafts – Robotern und Realitäts – Aliens gegenüber, wo man sich wirklich ernsthaft die Frage stellen muss, in welchem Segment der schon lange nicht mehr aktuellen Geschichte, in welcher Phantasie, vor allem von sich selbst im Kontext zu einer riesigen Kluft zu dem, was tatsächlich Sache ist, unfassbar viele stecken geblieben zu sein scheinen. Bei den meisten weiss ich beim besten Willen nicht mehr, wovon und wozu diese überhaupt reden. Da kann einem schon Angst und bange werden wie da lustig Milliarden in vorvorgestrige Konzepte und Realitäten, grossteils von narzisstischen Selbstdarstellerinnen und Konzerndienern investiert werden sollen. Ein Graus.

Dazu heute, hört, hört, im österreichischen Mainstream Medium Nummer 1, auf der Startseite von orf.at auszugsweise folgender, höchst interessanter, wesentlich realitätsnäherer Leitartikel: Das Coronavirus löste eine weltweite Wirtschaftskrise aus, die laut Prognosen der Weltbank bis zu 115 Millionen Menschen in extreme Armut stürzen könnte. Gleichzeitig erreichte das Vermögen der Reichen und Superreichen „neue Höhen“, wie aus dem „Billionairs Report“ hervorgeht. Einige Millionäre und Millionärinnen sahen sich daher dazu veranlasst, höhere Steuern zu fordern, selbst der Papst wurde zum Kapitalismuskritiker und das Weltwirtschaftsforum startete bereits eine neue Initiative mit dem Titel „The Great Reset“ (Dt.: „Der große Neustart“).

Die US-Soziologin Eisler fordert seit Jahrzehnten einen wirtschaftlichen Wandel. Ihr Buch „Die verkannten Grundlagen der Ökonomie“, das nun erstmals auch auf Deutsch erschienen ist, scheint inmitten der Coronavirus-Krise relevanter als je zuvor. Das Coronavirus und der damit einhergehende Zusammenbruch der globalen Wirtschaft habe, so Eisler, viele tiefgehende Probleme des derzeitigen Systems aufgedeckt. Doch: „Wir können die Spielregeln ändern.“

Im Vorwort ihres Buches beschreibt sie das heutige Wirtschaftssystem als „weder nachhaltig noch gerecht“. Es sei nicht in der Lage, aktuelle oder zukünftige Herausforderungen zu bewältigen. Die Pandemie zwinge uns daher, unser „altes Normal“ zu hinterfragen, schließlich ließen sich Probleme nicht mit der gleichen Denkweise lösen, mit der sie geschaffen wurden, zitiert Eisler hier Einstein. „Wir müssen zu einem Wirtschaftssystem übergehen, das ich ‚Caring Economy of Partnerism‘ genannt habe“, sagt Eisler mit ruhiger, aber bestimmter Stimme. Eisler zeichnet im Gespräch mit ORF.at ein detailliertes Bild eines wirtschaftlichen Partnerschaftssystems, das auf Fürsorge aufbaut. Fürsorge gegenüber Menschen und der Natur.

Natur pur

Es ist ein Modell, das den Wert von Umweltschutz sowie von Pflege und Fürsorge, beginnend bei der frühesten Kindheit, anerkennt, indem „überlebensnotwendige“ Beiträge von Privathaushalten, Kommunen und der Natur auch wirtschaftlich berücksichtigt werden. Ein Wandel der Wirtschaft könne schließlich nur gelingen, wenn neu definiert werde, was als wirtschaftlich produktiv gilt, so die Überlegung. Eislers Center for Partnership Studies hat daher die Kennzahl des Sozialen Wohlstandsindex entwickelt, die – anders als das Bruttoinlandsprodukt (BIP) – die Rentabilität von Investitionen in Fürsorge für Mensch und Mitwelt sichtbar macht. Denn erst durch den achtsamen Umgang mit wertvollem Human- und Naturkapital kann „wahrer“ Wohlstand erzeugt werden. Mrs. Eisler im TED Talk: https://youtu.be/f9cMcTWWDkU

Wie geil ist das denn. Hoch offiziell, vom Staatsfunk, dem inoffiziellen Propaganda Medium der türkis grünen Regierung, unserem geliebten ORF „wie wir“ verbreitet, während der Kanzler und seine Adjutanten Mantra artig nach wie vor hartnäckig die Illusion, „es wird bald alles wieder so wie früher sein“ daher beten, weil Ihnen offensichtlich um keinen Preis der Welt etwas besseres einfallen will, oder darf, oder kann, als den inzwischen schon an der Mauer klebenden Zug von vorgestern noch einmal und noch einmal mit dem Gaspedal am Anschlag, begleitet von den salbungsvollen Pressekonferenzen in Slim Fit Anzügen an die fast schon vollkommen zerbröselte Mauer zu fahren, koste es was es wolle. Lock Down mangels weitsichtiger und nachhaltiger, innovativer Pandemie Bewältigungskonzepte kann jeder. So weitermachen wie bisher, obwohl schon jedes Kind weiss, dass wir nicht mehr so weitermachen dürfen, auch. Ewig Gestriges wird man auch auf Kurze Sicht als selbst erkorener Messias in Form des Lieblingsschwiegersohnes einer ganzen Armee von Grossmüttern auch in Österreich nicht mehr viel länger als modern, zeitgemäss und „als Zukunft“ im Retourgang für blöd verkaufen können.

In Zeiten wie diesen, wo wir wirklich schon vieles besser wissen, wo es in Bhutan seit Jahren so etwas wie ein „Brutto National Glück“ gibt, muss man hierzulande den Lock Down natürlich von langer Hand ankündigen, damit es noch einmal so richtig raschelt in den Kassen, und die Leute nicht nur nebeneinander und übereinander in langen Schlangen und Häufen vor den Geschäften sich auf den Zehen herumtrampeln, um noch das eine oder andere Schnäppchen, das eine oder andere Sonder – Angebot abzustauben, während das Virus eine fette sich gegenseitig befruchtende, wundersame Vermehrungsparty feiert.

„Geht,s der Wirtschaft gut, geht,s uns allen gut“ ist eine extrem böse wie gleichermassen doofe Illusion. Wenn die Aktienkurse an den Börsen steigen heisst das gar nichts, ausser dass die Superreichen gerade wieder einmal ihre Gewinne verdoppeln, aber , wie oben beschrieben, sich im selben Zeitraum die Armut verdoppeln bis verdreifachen kann. Das liest sich aber aus den Börsen- und Aktienkursen nicht ab. Also können wir auch dieses Modell, inklusive Börsen, Shareholder, Aktienbesitzer und Spekulanten, Grosskonzernen, Aktiengesellschaften einschliesslich Industrien jener Art inzwischen getrost auch wirklich endgültig vergessen. All das braucht in Wahrheit wirklich keine Sau.

Was wollen wir denn noch wem , ausser uns für blöd, „verkaufen“ und vermarkten lassen? Welche „Gschäftln“, welche Geschäftszweige und Kaufzwänge darf es denn heutzutage überhaupt noch geben dürfen? Oh Tannenbaum – das Weihnachtsgeschäft rund um die stille, hochheilige Pracht des Profits, um das jetzt viele zittern? den Liebe, Freude, Eierkuchen Valentinstag? Faschingskrapfen? Ballsaison? das Osterhasengeschäft? Der jedes Jahr herbeigesahnte Wintertourismus mit Bergen von Kunstschnee mit bis zum Abwinken vermarktetem faulem Hüttenzauber im Designer Dirndl und Lederbadehosen? im Land der Berge stranden mit Hansi Hintersteher? Narzisstenfest? Urlaub am Bergbauernfriedhof in Hintertupfing? Almrausch und Edelscheiss? ein Achterl Weinviertel? Salzburger Testspiel Nockerl & Mozart’s balls? Wiener Schnitzel Schweine? Baugründe in Kitzbühel oder am Wörthersee zum Schnäppchenpreis für ölschleichende Araber und Wodkafeste Russenmafiabosse? Mountainbiking Paradiese, Sommertrottelbahnen, Schischaukeln, Komasaufen, Thermenoasen, Winter Sale, Spring Sale, Summer Sale, Black Friday!!!! 50% OFF, 5 zum Preis von einem, Fremden Verkehr, Abenteuer Tourismus, Erlebnis Gastronomie, Aus – Verkauf, meine Damen und Herren, komplett Aus – Verkauft.

„if you make your stance in the mind, you have to play by the rules of the mind. and the rules of the mind are time, and effort and identity. and then you go around, you merry go around. it’s not so merry actually. you go around for quite a little while. because it is creating time, producing time, selling time. selling effort, selling believe, selling concepts, selling duality, selling distance, selling separation, selling promises, trying to sell God, selling truth.“ Mooji

Alles Liebste und bleibt gesund,

AleX

#40 Lock Down

Nachdem sich so gut wie die ganze Welt derzeit mit einem Symptom namens COVID19 herumschlagen zu müssen scheint, nachdem alle Mainstream Medien quasi rund um die Uhr Bilder von Fallzahlen, Todeszahlen, Bilder von hoffnungslos überfüllten Intensivstationen und über nichts anderes als hastige Verzweiflungstaten und -strategien , von den so genannten Lockdown Massnahmen hier wie dort berichten, scheint die wahre Ursache dieser sicher nicht letzten Pandemie, die uns heimsuchen wird müssen, bis wir schlussendlich im Kollektiv aufzuwachen bereit sein werden, nach wie vor vollkommen ignoriert, vergleichsweise in Ihrer tatsächlichen Relevanz heruntergespielt und stur verleugnet zu werden. Die eigentliche Ursache für all diesen Wahnsinn, diesem vollkommen sinnentleerten Wettlauf nach Nirgendwo, nach der Illusion, morgen wieder genau so aufsperren und weitermachen zu können wie bisher, auf eine unpackbare, unverfrorene Un- Art und Ignoranz, die ihresgleichen erst einmal finden muss.

Einer all dem zugrunde liegenden Katastrophe, gegen die es weder Masken, noch Impfungen, noch Sicherheitsabstände noch enug Intensivbetten gibt und der man auch mit allen Lock downs dieser Welt nicht sinnvoll beikommen wird können und kann: die Klimakrise.

Die gnadenlose, mutwillige Vernichtung unser aller Lebensbasis und aller Wesen, die zusammen und in einer natürlichen Symbiose mit sich und uns, also: mit – einander darauf lebten und bis heute noch leben: unserer Erde und unser aller Mutter Natur, mit der wir aus reiner Profitgier und Konsumsucht glauben, uns nicht mehr arrangieren zu müssen. Von der wir tatsächlich zu glauben scheinen, dass sie uns gehört. Nur weil wir in unserem kollektiven Rausch konsequent verlernt haben, auf sie zu hören. Balance zu achten, die unser Dasein hier erst ermöglicht. In der irren und vollkommen ver – rückten Annahme, sie zu besitzen ohne zu erkennen, dass wir ohne sie über kurz oder lang nicht mehr lange hier sitzen können werden, nicht in der Lage sein werden zu Atmen, zu Trinken, zu Kaufen, zu Verkaufen, gierig auf ihre und unser aller Kosten immense Profite zu machen, zu Beten und mit Sicherheit mehr verlieren werden als wir je glaubten besitzen zu müssen: unser aller Leben.

Natur

In der öffentlichen Diskussion wird laut Wikipedia im Rahmen der COVID-19-Pandemie immer wieder auch die Bezeichnung Lockdown (englisch für „Abriegelung, Ausgangssperre“)[18] als sprachliches Surrogat für „Massenquarantäne“ verwendet,[20][21] wobei (obligatorische) Massenquarantäne eine formalere Bezeichnung als Lockdown darstellt.[22] Diese Bezeichnung hat sich im Zuge der Pandemie weltweit durchgesetzt und wurde in mehrere Sprachen integriert. Erst am 25. März 2020 bezeichnete die WHO die Distanzierungsmaßnahmen als „sogenannte Lockdown-Maßnahmen“, obwohl der Begriff Lockdown schon davor kursierte.[23] 

lock down

Annette Klosa-Kückelhaus beschreibt im Neologismenwörterbuch Neuer Wortschatz rund um die Coronapandemie des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache den Lockdown-Zeitraum als „Zeitraum, in dem fast alle wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten auf politische Anordnung hin stillgelegt sind (z. B. zum Infektionsschutz)“.[28] Das Merriam-Webster’s Collegiate Dictionary beschreibt den Lockdown-Zustand als:

„Ein vorübergehender Zustand, der von Regierungsbehörden auferlegt wird (wie beispielsweise während des Ausbruchs einer Epidemie), bei der die Menschen in ihren Häusern bleiben und Aktivitäten außerhalb des Hauses, die öffentlichen Kontakt beinhalten (z. B. zum Essen ausgehen oder an großen Versammlungen teilnehmen), unterlassen oder einschränken müssen.“[29]

shopping manie bevor es zu spät ist

Die verheerende Corona-Pandemie ist nach Ansicht der berühmten Primatenforscherin und Umweltaktivistin Jane Goodall durch einen respektlosen Umgang des Menschen mit Natur und Tieren ausgelöst worden. „Unsere Missachtung der Natur und unsere Respektlosigkeit gegenüber den Tieren haben die Pandemie verursacht“, sagte Goodall.

Die 86-Jährige rief zu einem anderen, bewussteren Umgang mit der Umwelt auf, um künftige Katastrophen zu verhindern. „Wenn wir beispielsweise den Wald zerstören, werden die verschiedenen Tierarten, die ihn bewohnen, gezwungen, auf engerem Raum zu leben. Krankheiten werden von einem Tier auf das andere übertragen – und eines dieser Tiere, das gewaltsam in die Nähe des Menschen gebracht wird, wird diese wahrscheinlich infizieren“, erklärte die britische Forscherin, die insbesondere durch ihre Arbeit mit Schimpansen in Afrika berühmt wurde.

Dr. Jane Goodall

Zudem sieht die Forscherin die Jagd auf Tiere, die Wildtiermärkte in Afrika und Asien sowie eine auf Fleischkonsum ausgerichtete Intensivlandwirtschaft als „Bedingungen, die den Viren die Möglichkeit geben, von einer Spezies auf die andere und auf den Menschen überzuspringen“. Sie begrüße die Schließung von Märkten in China, auf denen lebendige Wildtiere zum Verkauf angeboten wurden, und hoffe, dass das vorübergehende Verbot zu einem „dauerhaften“ werde und andere asiatische Länder dem Beispiel folgten.

Nur wer denkt zur Zeit an all das? Wer sieht bzw. ist bereit die Verantwortung für die tatsächliche Ursache hinter dem Symptom der Pandemie zu erkennen? Welche Politiker, welche Konzerne, welche Banken, welche Industrien, welche Konsumenten sind bereit sich vom Symptom dem tatsächlichen Problem zuzuwenden? kaum welche bis gar KEINE! und warum ist das so? Ganz einfach: Weil das bedeuten würde, dass nach dem Lock Down niemand mehr ruhigen Gewissens wieder uns glauben machen und annehmen dürfte, wieder dort aufsperren zu können, wo vorher zugesperrt wurde. Weil man diese Zwangspausen eigentlich nutzen könnte endlich entlang des schon lange vorhandenen Besseren Wissens, dass es so ohnedies nicht mehr weitergehen kann bzw. darf und endlich den vielerorts bereits vorhandenen Lösungen zugeführt werden müssten.

Weil es unser ganzes Konsumverhalten, unsere Definitionen, von „wer wir eigentlich glauben wer wir sind“, unsere Werte, die Begriffe Arbeit, Profit, Würde, Leben, Gesundheit, Einkommen, Auskommen und Bildung und vieles mehr komplett auf den Kopf stellen müsste und das anscheinend niemand wirklich will. „Verändern sollen sich bitte die anderen, nicht ich mich. Einschränken sollen sich doch bitte zuerst einmal all jene, die immer so sieben gescheit daher reden, ich werde sicher auf nichts verzichten. Wie komme ich dazu nicht mehr reisen und in der Weltgeschichte herumfliegen zu dürfen wie es mir persönlich und meinem Billigstflug Kontostand eben passt“ – so tönt es aus dem Rest Regenwald.

…..

Ich persönlich wurde vor etwa einem Monat auch ausgesperrt, und zwar von den sogenannten „sozialen Netzwerken“ namens fb, Facebook und Instagram, nachdem ich ein geniales Foto des für seine vormals für riesige Aufregungen und Furore sorgenden Kampagnen für die italienische Modemarke Benetton in den 90ern berühmt berüchtigten Fotokünstlers gepostet hatte, ein Bild des italienischen Meisterfotografen Oliviero Toscani, welches eine schwarze Frau zeigt, die ein weisses Baby stillt. Und im Zuge meiner Bemühungen, die accounts wieder zu reaktivieren wurde ich auch zusätzlich noch gehackt und bin bis zum heutigen Tag draussen.

photo © Oliviero Toscani

Für die von mir betreuten Initiativen und Künstlerseiten eine Katastrophe. Für mich persönlich ein Geschenk des Himmels. Ich war mir schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr so nahe, fast vollkommen unberührt von all diesen Spaltungsaggressionen und Meinungsgewittern, in Frieden, Ruhe und Freude mit meiner Familie, mit meiner Liebsten, mit meiner Mutter und ihrem Liebsten, mit meinen Kindern, Enkelkindern, mit meinem Leben und meinen Träumen von einer gesünderen, sich heilenden und sich gegenseitig inspirierenden Welt.

Diese Chancen, die sich durch einen Lock down, oder einen Lock out, durch einen Ausschluss oder ein Zusperren ergeben, diese Scheunentüren und riesigen Fenster die sich öffnen werden und jederzeit für jeden und jede öffnen können, wenn wir diese als Fluch gut getarnte Geschenksverpackung einfach wirklich entschlossen auszupacken bereit sind. Wenn wir endlich tun, wovon wir tausend Stunden liebend gerne träumen und vor allem am Liebsten nur reden, evaluieren, abwägen, ent – scheiden, analysieren.

Wenn wir endlich meinen, was wir sagen anstatt nur um unser Gedachtes, unser Gesagtes, aber nicht Getanes, erbittert und verbissen zu kämpfen. Wenn wir endlich erkennen, nicht verstehen, er – kennen, dass jede und jeder, dass ich für dieses, mein Leben und wie ich oder meine Gedanken es zu interpretieren gedenken. Oder wie ich tatsächlich imstande bin, egal wie es sich mir darstellt oder mein mind mir darzustellen versucht, es zu akzeptieren und zu 100% anzunehmen bereit bin. Bereit bin, dafür meine volle Verantwortung zu tragen und sonst niemand, der oder dem man dafür ganz leicht die Schuld geben könnte. Dann würde endlich Wesentliches, Grundsätzliches, Essentielles in jedem unserer eigenen und unserem gemeinsamen Leben weitergehen können.

In diesem Sinne: was wird sich tun die nächsten Wochen? ich werde an meinem Buch weiterarbeiten während Buchhandlungen und Bibliotheken geschlossen bleiben, meine täglichen Morgenübungen absolvieren, mit meinem Rad so oft wie nur möglich in die Natur radeln und , wann immer möglich, und solange das noch geht, kurz in die Donau eintauchen, unser Café Drechsler Jubiläumsalbum mit einer Reihe wundervoller Gäste, grossteils online. fertig produzieren während ich vor 2o abgesagten Konzerten sitze und alle Konzerthäuser und Musikclubs bis auf weiteres geschlossen wurden, um Förderungen dafür ansuchen und hoffentlich dafür bekommen, mit meiner Tochter und meinen süssen Enkelinnen telefonieren, mit meiner Mama skypen, mit meinem mit mir in einer Männer WG lebenden Sohnemann Musik machen, mit meiner Liebsten in der frischen Herbstluft spazieren gehen, gute Bücher lesen, viel Üben, möglichst oft und gut Kochen, viel Tee, Kaffee und Wasser Trinken, frei Atmen, gesund Essen und mich möglichst wenig von meinen Gedanken, von meinem mind und den Medien gefangen halten lassen in einer Illusion und virtuellen Realität der Sorgen, Zweifel und Ängste, die meine nicht ist. Und einfach, so oft es geht, in Stille „Sein“

my bike

even when we are being locked down, don’t lock yourself out. take the chance to move on. in a better, healthier and more joy- and blissful way. don’t waste any of your time, space and thoughts to go back regretting the „good old times“. they passed. they are past. they actually never happened the way our minds are making us believe.

Euer AleX

above the clouds, there is no rain

#39 11:11 oder: wer suchet kann schwer gefunden werden

„Doppelt-Uhrzeit 11:11 Uhr: Ihr Schutzengel spricht zu Ihnen, hören sie zu, was er zu sagen hat!“ meint dazu die astrozone.de. Oder die Zeitschrift Woman meint: „Es passiert immer wieder – es gibt Zeiten, in denen man regelmäßig um 11:11 auf die Uhr schaut. Diese Zwillingszahl soll unser Unterbewusstsein an seinen Seelenplan erinnern, heißt es aus esoterischer Sicht!“ OK, bin jetzt wirklich nicht sooooo der Esofreak, aber eine besondere Beziehung zu 11:11 habe ich, zugegebenermassen schon immer, seit ich denken und zählen kann, gut möglich allerdings schon wesentlich länger.

In der Numerologie steht die 11 jedenfalls für Neuanfänge. Und bei einer Uhrzeit 11:11 ist das Potenzial, einen neuen Weg einzuschlagen, nochmal um ein Vielfaches höher (11. November? noch besser!). Sieht man also gehäuft das 11:11-Phänomen, ist es – laut Esoterik – ein Anzeichen dafür, dass es Zeit ist, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Es kann aber auch ein Hinweis darauf sein, dass um einen herum etwas schief läuft oder nicht gut für einen ist. Oder dass man schlussendlich im nebelig, scheiss feucht kalten November gestrandet scheint.

Wikipedia hat uns dazu folgendes zu berichten: „Eine gesonderte wissenschaftliche Untersuchung des 11:11-Phänomens gibt es bislang nicht, da es aus wissenschaftlicher Sicht zum einen irrelevant und zum anderen durch die gängigen wissenschaftlichen Erkenntnisse abgedeckt ist.“ Naja, irrelevant – da ist sie schon wieder einmal, diese wissenschaftliche Arroganz, die vielen relativ einfach und simpel zu machenden Erkenntnissen , zumindest aus meiner Sicht, immer wieder heftigst im Wege steht.

Ähnlich einer von mir schon allzu oft und seit langem beobachteten Arroganz so mancher studierter, akademischer Jazzmusiker , die sich, zugegeben, jahrelang übend und entbehrend in die Vokabel und Materie dieser Musikform vertiefen müssen um dann überhaupt erstmal, im übertragenen Sinne, einen einzigen, einfachen Satz für die Mitmusiker einigermassen verständlich sprechen zu können. Aber die exact selben, studierten und von Skalen, Polyrhythmen und Alterationen geschüttelten Genies scheitern dann oft an einfachsten Klassenzimmer oder grosse Bühnen Aufgaben dieser und jener Rock, HipHop, Soul, R&B oder einfach Pop Künstlerinnen, auf die man aus ihrer Sicht ohnedies oft nur mit grösster Nicht Wertschätzung und Missachtung herabschauen muss. Sie scheitern immer und immer wieder am scheinbar Einfachsten.

An der Überheblichkeit ihres Geistes, der es ihnen schier unmöglich macht, einen simplen, einfachen Beat ohne permanenter x beliebiger Variationen in einer klaren, einfachen Struktur über mehr als 4 Takte , idealer Weise einen ganzen Song lang, in seiner vollen Intensität, Groove und Spannung halten zu können, und dabei zum einen strikt in der Form des Songs zu bleiben und zum anderen Spass am Musizieren zu haben und das Publikum zum Shaken zu bringen.

Es scheint einfach ZU einfach, und andererseits anscheinend wieder doch nicht, weil eben eher Mikro- als Makrokosmos, eher „weniger ist mehr“, und deshalb kann man es einfach nicht glauben oder sieht das Ganze, weil an der Oberfläche ja so irrsinnig lächerlich simpel, strikt ausschliesslich aus der überlegenen Vogelperspektive an, um dann festzustellen, dass es vielleicht noch andere Qualitäten als komplexe, komplizierte Kon- und Obstruktionen des Geistes geben könnte, die sehr wohl auch ihren tieferen Sinn und ihre hohe Bedeutung haben.

An dieser und ähnlichen Überheblichkeiten des Geistes scheitert eigentlich so ziemlich jede unglaublichst einfache Möglichkeit einer einfachen und simplen Erkenntnis in vielen oft sehr einfachen Belangen der menschlichen Befindlichkeiten, ihrer Interpretationen, Analysen und Wahrnehmungen. Man kann es nicht glauben, das es, und „es“ steht hier für vieles bis alles, tatsächlich soooo einfach sein kann. Der Geist zumindest will uns aus dieser Geiselhaft der Gedanken nicht und nicht entlassen müssen. Denn wenn er das täte, wo käme er dann hin?

Abgesehen davon dass riesige Berufsfelder und – sparten davon leben, uns auf verworrenen, immens komplexen und scheinbar komplizierten Wegen unter grossen finanziellem und zeitlichem Aufwand und Mühe wohin zu führen, wo wir ohnedies die ganze Zeit schon waren, besser : sind. Nur darauf hinweisen konnte uns niemand und einfach bemerkt haben wir es auch nicht, weil es „einfach zu unglaublich einfach “ sein muss, meint der heilige Geist.

Meine Liebste hat mir von einem osteopathischen Zauberer erzählt, der seine Klientinnen, unter ihnen auch viele Kinder, mit seinen begabten Händen oft schon Innerhalb von Minuten an das heftigst ersehnte Ziel der Erleichterung zu bringen imstande ist, der aber oft noch eine halbe Stunde einfach so salbungsvoll rumgemacht hat, damit ja alle Beobachter in die Lage kommen konnten, dieses Geschenk tatsächlich glauben, erkennen und annehmen zu können. Sie könnten sich ja sonst unmöglich vorstellen , wie einfach es ihm eigentlich zu – gefallen war. Jetzt musste er sich quasi sinn – los schwierig und noch unbedingter möglichst langwierig immer wieder im Angesicht von lauter ungläubigen Thomassen gezwungen sehen, sich erst den Wert seines heilenden Tuns erarbeiten zu müssen. Weil es eben nicht einfach sein kann und darf, und weil nicht sein kann was nicht sein darf, sagt der heilige Geist.

Und jetzt behaupte ich einfach verwegen aufgrund meiner ureigenen Erfahrungen und Erkenntnisse folgendes: Wer suchet, der findet selten bis nicht, weil sie oder er immer nur im Rahmen ihrer und seiner Vorstellungskraft und Phantasie, ihrer und seiner Konditionierungen und Glaubenssätze zu suchen imstande ist. Ausserdem ist die oder der Suchende ja nicht anwesend im Hier und Jetzt, um gefunden werden zu können, da sie bzw, er ja zumeist im Tunnelblick unterwegs auf einer oftmals verbissenen Suche ist. Dabei wäre es doch genau so unglaublich einfach: sich einfach finden zu lassen und zwar von Möglichkeiten, Chancen, Scheunentoren, Türen und Fenstern, die weit ausserhalb jeder Vorstellungskraft unseres mit dem Suchen beschäftigten Geistes liegen. Leicht lässt sich das an Hand vieler Biographien nachlesen: „ich hatte ja keine Ahnung von dieser Dimension“ oder „ich hätte das ja nie zu träumen gewagt“

„Jetzt fällt mir der Name nicht und nicht ein“. kennt jede und jeder. und in dem Moment, indem man aufhört angestrengt und verbissen, mit aller Konzentration zu suchen, fällt er einem zu und ein, findet einen der Name sozusagen. Google stiehlt ja den meisten von uns regelmässig und immer öfter diese Erkenntnis.

„Die Zahlenfolge 11:11 ist aufgrund ihrer esoterischen Bedeutung auch von der Popkultur rezipiert worden, so etwa in den Horrorfilmen 11-11-11 – Das Tor zur Hölle und 11/11/11 – Das Omen kehrt zurück. Ferner tragen zahlreiche Musikstücke und Alben den Titel „11:11“, bspw. von Sasha SökolRegina SpektorMaria Taylor und Rodrigo y Gabriela.“ heisst es weiter auf Wikipedia.

Zum Schluss noch ein paar Betrachtungen aus Sicht der Betreiber der britischen Website Ascension Now: „You will note that seeing 11:11 frequently creates synchronicities in your life. 11 is a double digit and is therefore considered a Master or Power Number.  In Numerology 11 represents impractical idealism, visionary, refinement of ideals, intuition, revelation, artistic and inventive genius, avant-garde, androgynous, film, fame, refinement fulfilled when working with a practical partner.

SPIRITUAL PSYCHOLOGY:  
Carl Jung, the father of analytical psychology, was fascinated by numerology.  Not only did he study various numbers and their meanings, but he also looked at how (and why) our culture was (and still is) fascinated with numbers.
Jung bezeichnet mit dem von ihm eingeführten Begriff sowohl das Phänomen als auch das hypothetisch dahinterstehende Prinzip. Er verwendet den Begriff „synchronistisches Prinzip“ öffentlich erstmals 1930 in seinem Nachruf für Richard Wilhelm:[1] „Die Wissenschaft des I Ging beruht nämlich nicht auf dem Kausalprinzip, sondern auf einem bisher nicht benannten – weil bei uns nicht vorkommenden – Prinzip, das ich versuchsweise als synchronistisches Prinzip bezeichnet habe.“

Zum Schluss sei noch erwähnt dass ich in den 90igern ein Musiklabel namens 11:11 gründen wollte, „Mouth2mouth“ gewann allerdings mit einem knappen Vorsprung an mindfuck dieses Rennen 😉 Und dass der Leitspruch: „Wir suchen nicht, wir lassen uns finden“ der wesentlichste Baustein am Fundament der Erfolgsgeschichte eines gemeinsamen Weges mit der Künstlerin Anna F. , heute „Friedberg“ und mir war. http://www.friedbergmusic.com

#38 Wert- & SinnVolles Schaffen. Bitte um eure Hilfe, Input und Unterstützung

„In a time of destruction, create something: a poem, a parade, a community, a school, a vow, a moral principle; one peaceful moment.“
„Schaffe und kreiere etwas in Zeiten der Zerstörung: sei es ein Gedicht, eine Vorführung, eine Gemeinschaft, eine Schule, ein Gelübde, einen moralischen Grundsatz; oder einfach einen friedvollen Moment.“
Maxine Hong Kingston, http://www.gratefulness.org

Liebe Förderer, Gönner, Supporter, Interessierte und Inspirierte, mögliche zukünftige Partner, potentielle Investoren, Unterstützer, Helferinnen und Engel jeglicher Art:

Worum geht es: es geht nicht um Ein- ,Um- oder Ausbildung, es geht nicht um Um- oder Einschulungen, es geht nicht um leistungsorientiertes Training, es geht nicht um optimierte, hochkomplexe Persönlichkeitsentwicklungen, Management- Selbsterfahrungscamps oder rein erfolgsorientiertes, Effizienz basiertes Power Coaching. Nein. Es geht schlicht und einfach um BILDUNG auf der Höhe der Zeit, genauer gesagt: um ein Arbeiten und gemeinsames Schaffen und Sein mit den wahren Meistern diverser Sparten, Genres und zum Teil aussterbender Berufe.

Auf eine Bildungs – Reform wollen wir nicht mehr länger warten müssen. Es geht uns ja wirklich nicht um „bullshit Jobs“ mit sehr oft relativ kurzem Ablaufdatum sondern um echte Berufe , deren Motor nicht Effizienz, Optimierung oder Angst, die Mieten nicht mehr bezahlen zu können, ist, deren Motivation nicht in erster Linie schneller finanzieller persönlicher Reichtum auf Kosten anderer sondern Erfüllung, Berufung und Sinnhaftigkeit sind, deren Ziel nicht schnelles Glück oder gewinnmaximierter Erfolg für sich selbst sondern nachhaltiges, kreatives Schaffen, zu Gunsten eines Gemeinwohls und eben die Freude daran sind.

Natur pur

Oder wie es der Vertreter einer der wunderbarsten sowie Sinn – vollsten Bildungsinterpretationen, die mir seit langem über den Weg gelaufenen sind, namens MathEthik, Horst Dorner, so glasklar und unmissverständlch ( siehe dazu bitte auch meinen vorangegangenen Blog #35) zu formulieren weiss:

„Die globalen Problemlagen sowie deren existenzielle Herausforderungen erfordern in vielen Bereichen ein Neudenken, ein Neuverstehen und eine Neugestaltung. Bildung gehört dabei ohne Zweifel zu den wirkmächtigsten Bereichen, wenn es um Themen wie Armutsbekämpfung, Inklusion, Digitalisierung, Wirtschaftsentwicklung, Nachhaltigkeitsumsetzung, Demokratieentwicklung und Zukunftsfähigkeit geht.

Es geht um eine Erweiterung von Denkräumen und Fühlräumen mit Hilfe mathEthischer Steuerungskultur, die unterschiedlichste Menschen befähigt, komplexe Herausforderungen durch Verstehen und Gestaltungskraft zu bewältigen und gleichzeitig, im Austausch mit anderen, kollektive Intellligenz zu kreieren. Bildung in dem üblichen Sinne wie sie in der überwiegenden Anzahl von Bildungseinrichtungen praktiziert wird, ist NICHT geeignet, die festgefahrenen Sackgassen zu durchbrechen. Diese Bildung ist vielmehr entscheidend am dramatischen Zustand unserer Welt beteiligt. 

Sog statt Druck

Die Steuerungskultur des UNTER-richtens ist monopolartig etabliert. Sie zerstört menschliche Potentiale, weil sie Menschen entsolidarisiert, entfremdet, manipuliert, domestiziert, entwürdigt und beliebig brauchbar macht. In der Folge entstehen daraus massive psycho-physische Krankheitsbilder. Wir brauchen eine Kultur des AUF-richtens, um Menschen eine ganzheitliche Teilhabe in allen Lebensbereichen zu ermöglichen. MathEthische Steuerungskultur ist AUF-richtend, praxisnah und wissensgenerierend. MathEthische Steuerungskultur ist universell und zeitlos ästhetisch und durch x-fache wissenschaftliche Erkenntnisse aus Medizin, Psychologie, Soziologie, Biologie, Physik, Chemie, Philosophie, usw. abgesichert.“

Der Ausgangspunkt oder nennen wir es: der Hafen unseres ambitionierten Vorhabens, dem Schaffen und gleich einer Hebamme, einem ins Leben bringen einer völlig neuen Bildungsoase auf der Höhe der Erkenntnisse unserer herausfordernden Zeiten sozusagen, ist eine wundervolle Oase voller Wunder im traumhaften Südburgenland in Form eines mit sehr viel Feingefühl restaurierten und von Helga und Eric als exklusives Gästehaus ins Leben wachgeküssten Arkadenhofes, der inzwischen inklusive Grund, herzerfrischender Wald- und Wiesenluft, exklusiven Vogelkonzerten und fruchtbarstem Zauberboden zu erwerben ist, inmitten einer archaisch, gesunden Landschaft der sie liebevoll umarmenden Mutter Natur.

Ein Hafen für Träume, Konzepte und Visionen, die endlich mit vollen Segeln in der Realität landen wollen, weil sie schon viel zu lange nur in unseren Herzen blühen und schlummern. Ein Ort aller Generationen, eines gesunden, inspirierenden und nachhaltigen Miteinanders, des gegenseitigen Auf – Richtens und eines miteinander und voneinander Lernens, des Austausches, der Neugier, der angewandten Kreativität, der wahren Meister, der Wunder, der Natur, der Lebensfreude, des Mutes und der Inspiration, von Wissen und Weisheit, der Skills, des Handwerks und von Fertigkeiten, bevor sie Gefahr laufen, immer weiter aus unserem Bewusstsein zu verschwinden oder endgültig verloren zu gehen.

ein neu zu gehender, spannender Weg , keine mehrspurige, ausgefahrene Autobahn

Ein Platz für Berührungen, Inspiration, Innovation und Kreativem Schaffen weit jenseits jedes Wettbewerbes, weil wir nicht verlieren dürfen, was nicht gewonnen, sondern nur gepflegt, verbessert, wieder ins Bewusstsein gerufen und erhalten werden darf, indem es immer wieder weitergegeben werden muss – von Mensch zu Mensch, von Generation zu Generation, vom Opa zum Enkerl, von der Mutter zum Sohn, von Künstlern an die Kunstliebhaber und ein Publikum, das es nicht nur zu beeindrucken sondern vor allem zu berühren gilt, von Tieren über Pflanzen zum Menschen und wieder retour, vom Kind zum Baum zum Bach zum Wald, von Kindern an die Erwachsenen, von den wahrhaftigen Meistern an eine immer grösser werdende Zahl von nach Sinn und Wahrhaftigkeit Suchenden.

Wahrhaftigkeits- und Weisheitsvermittlung, Inspiration , Beflügeln, Auf – richten statt Unter – richten, ein Genre- Fächer- und Generationen übergreifendes neue Türen, Tore und Fenster öffnen sind Begriffe und Herangehensweisen, die schon längstens in den allumfassenden und weitreichenden Begriff BILDUNG integriert werden müssen. Es ist höchste Zeit, endlich an all das mit dem Wissens- und Erfahrungsstand auf der Höhe unserer Zeit vollkommen neu gedacht, innovativ, mutig und frisch abseits aller bis dato zum geht nicht mehr, beinahe seit Maria Theresias Zeiten ausgetretenen Pfade und immer öfter in eine Irre und Leere führenden Bildungsautobahnen heranzugehen.

Die britische Professorin, Bildungs Cosultant Helen Gaunt, mit einem klaren Verweis auf in Grossbritannien bereits seit längerem bereits bestehenden, ähnlichen Bildungsergänzungseinrichtugen, formuliert es so: „Wir leben in einer VUCCA Welt: schnelllebig, unvorhersehbar wie nie zuvor, komplex, chaotisch und ambivalent. Die Auswirkungen dessen haben ein riesengrosses Ausmass erreicht. Ob Sie darüber nachdenken, sich in der „flüssigen“ Gesellschaft zurechtzufinden, wie Zygmunt Bauman und Umberto Eco es ausdrückten; oder eine „flache, flache“ Welt, wie Pascal Gielen behauptet, bringen unsere derzeitigen Verhältnisse beispiellose Chancen, Herausforderungen und Verantwortlichkeiten für Musiker, Künstler und Kreative mit sich.

Diese Themen rufen uns zu grundlegenden Fragen auf, was es heißt, Künstler zu sein, sich mit der Gesellschaft zu verbinden, im Dialog mit der Gesellschaft zu stehen, sowie zu wichtigen Fragen, wie man tatsächlich Dinge geschehen lässt, oft auf neue, unerforschte Weise. Kein Wunder also, dass es notwendig ist, einige Lücken zwischen einer traditionellen Lehrlingsausbildung und den Möglichkeiten zu schließen, sich als zeitgenössischer Musiker, Künstlerin und Kreative voll zu engagieren. Dies führt zum Konzept des „Künstlers als Schöpfer in der Gesellschaft“ oder als „kreativer Unternehmer“.

Und dies erfordert große Vorstellungskraft und Kreativität – künstlerisch und pragmatisch – die Bereitschaft und Gewohnheit, sich das Unvorstellbare vorzustellen und die unerwarteten oder unvorhergesehenen Punkte miteinander zu verbinden.
Etwas riskieren. Das Unbekannte tolerieren können.“

In jedem Fall muss endlich Schluss sein, radikal unglaublich wunderbares, wert – volles und vielseitig vorhandenes, kreatives und innovatives Potential und der Freude am sinnvollen gemeinsamen und eben nicht einsamen Schaffen, Lernen, Tun und Sein bereits in seinen Ansätzen und Anfängen kategorisch vorsätzlich in ungeahntem Ausmass zu vernichten. Genau das sollten wir uns als Gesellschaft und Gemeinschaft wirklich nicht mehr länger leisten.


Sei es beispielsweise im Bereich sämtlicher künstlerischer Bildungsinstitutionen, von zahlreichen Musikschulen bis hin zu unzähligen Universitäten und Colleges, wo es primär inhaltlich immer mehr um ein „Beindrucken“, um Perfektion, um ein „sich Vermarkten“, oft um grosses TamTam für wenig bis kaum wahrnehmbarer Inhaltlicher Tiefe und Substanz aber dafür oft umso flachere, schrillere, glitzernde Oberflächlichkeit, ein „Gewinnen“ müssen verschiedenster Wettbewerbe nach den absurdesten Kategorien zu gehen scheint, anstatt um ein Innehalten, ein „Berühren“ und Abholen des Publikums, der Leser, Der Museums-, Ausstellungs-, Theater-, Kino- und Konzertbesucher im Kern und in den Raum unser aller Essenz.

Um diesen Faktor an Magie, Tiefe und Wahrhaftigkeit, der nicht mal schnell, schnell um die nächste Ecke zu kaufen oder via App in kürzester Zeit herunterzuladen oder sich anzueignen ist, genau darum geht es uns. Genau das macht eben den Unterschied zwischen wahrhaftigen Künstlern, den echten , authentischen Meistern im Gegensatz zu deren akademischer summa cum laude Vorzugsabsolventen für jede und jeden im Nu spür- und erfahrbar, aus. Oft verzweifelt Suchende auf den formatierten Pfaden analytisch, grossteils auf Leistung gedrillter und auf Perfektion fokussierter Unterrichtssysteme und Programme. Ein über weite Strecken gescheiterter Versuch, ein künstlerisches „begnadet sein“ und oft damit einhergehender vollkommen unorthodoxer und einzigartiger Herangehens- und Schaffensweisen in vergleichsweise plumpe Fächer, Muster und Formeln zu pressen.

Die genialen Songwriter und Produzenten Jimmy Harry, Ian Dench & Anna Friedberg

Perfektion wird da oft verwechselt mit zum Teil alles andere als „perfekter“ Meister – schafft. Perfektion und deren Früchte, die die stete Angst vor dem Fehler machen der Studierenden unweigerlich in sich tragen muss. Tiefe des Ausdrucks wird immer mehr mit Content verwechselt, Beeindrucken mit Berühren und so weiter.

Die „Produkte“ und Resultate dieser Herangehensweisen erleben wir dann nur allzu oft in Form zahlreicher, oft ver – irrter, in ihrer Schaffenskraft aus Angst vor dem Fehler machen massiv eingeschränkter, gehemmter, unfreier und überforderter, sogenannter, am kulturellen Fliessband arbeitender Kunstschaffender . Ein schreckliches Wort. Bei uns hast Du , haben Sie die Möglichkeit, Raum und Zeit und vor allem ein JETZT, und zwar nicht das Jetzt der Zeit, sondern das zeitlose JETZT, mit wahrhaftigen Meistern zu teilen, zu erfahren, zu bearbeiten und schlicht und einfach nur zu „sein“, die wahre Meisterschaft und die ihr innewohnende Essenz zu erkennen…..

photo © Roko Dražin
photo © Roko Dražin

Oder sei es in anderen Bereichen wie Architektur, Wohnbau, jeder Form von echtem, wahrhaftigem Handwerk, und einem all dem zu Grunde liegendem Gefühl und Gespür für Form, Farbe, Licht, Schatten, Kontrast, Raum und Proportion welches nicht im Obiregal zu finden ist. Wo, nur als ein Beispiel, eben durch eine Flut von Baumärkten und Apps gleichermassen eine horrende Zahl von skills und Know How höchstwahrscheinlich für immer verloren gegangen sein werden.

Oder wie wir als Gesellschaft, als eine Gemeinschaft überhaupt noch imstande sein wollen, im Einklang mit der Natur, dem Wald, dem Wasser, der Landwirtschaft, Mensch, Pflanzen und Tier mit Grund und Boden nachhaltig, respekt- und sinnvoll mit unseren gemeinsamen und inzwischen extrem begrenzten Resourcen zu arbeiten, zu leben, geschweige denn: zu überleben.

Der Arkadenhof

WIR sehen uns nicht als „Konkurrenz“ oder „Mitbewerber“ zu den derzeitig existierenden Schulen und Bildungseinrichtungen sondern als eine offen ausgesprochene Einladung zu einer konstruktiven Zusammenarbeit, als eine Gemeinschaft von Menschen, die all ihre Möglichkeiten miteinander ausschöpfen wollen = Potentialentfaltung. Einem sinn – vollen und beflügelnden Miteinander und lebendigen Austausch, als ein attraktives Angebot in Form einer mehr als notwendigen Ergänzung in Form einer Bereicherung sowohl für alle Lernwilligen als auch alle Lehrenden, wobei da die klarer Rollenverteilung immer mehr in den Hintergrund tritt, weil immer jede und jeder eigentlich beides ist.

Ein Ort, um die Sehnsucht einer immer grösser werdenden Zahl sowohl an Studierenden als auch Vermittelnden nach Tiefe, Wert- schätzung, Nachhaltigkeit, Sinnhaftigkeit, Er – Füllung, Freude, Enthusiasmus, Wahrhaftigkeit, einer authentischen Weitervermittlung und Weiterentwicklung von Skills, besonderer künstlerischer und handwerklicher Fähigkeiten sowie neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse nicht nur zu stillen, sondern im Besonderen zu wecken, zu beschützen und zu beflügeln.

UNS geht es um das Schaffen eines einzigartigen Experimentierfeldes, in gewisser Weise ähnlich einer Sandkiste oder einer bunten, innovativen Spielwiese, ein Spielraum für das eigene Gestalten, vom Objekt zum Subjekt, geistiger, körperlicher und spiritueller Nahrung, für alte, junggebliebene und blutjunge Kreative, Künstlerinnen, Neugierige, mutige Schöpfer und Handwerker aller, besonders der aussterbenden und bedrohten sowie der innovativen und brandneuen Arten, um einen Boden für echte zukünftige Visionäre, um einen sich ständig erneuernden, erneuerbaren und sich immer wieder regenerierenden Bildungsorganismus auf Augenhöhe mit unseren besonders herausfordernden Zeiten. Wir können alle viel bis alles voneinander lernen, das ist jetzt die Zeit genau dafür.

http://www.der-arkadenhof.at

Grundfläche 21.012 m2, Wohnfläche 626 m2, Nutzfläche 996 m2, 14 Zimmer, 5 Bäder, 6 WCs, 2 Balkone, 3 Terrassen, 1 grosser Garten mit Pool, 3 Stellplätze, 1 Keller,
Heizwärmebedarf 87 kWh/m2a, Altbau, ursprüngliches Baujahr 1900, neuwertig, letzte Sanierung 2016

Dielen, Steinboden, Terrakotta, Solarenergie, Pellets Befeuerung, Holz, Kamine, Einbauküche(n), Wohnküche / offene Küche, Ostbalkon, Südbalkon, Westbalkon, Südostbalkon, Südwestbalkon, Bad mit Fenster, Badewanne / Dusche(n), Kabel/SatellitenTV, Garage, Parkplatz, Swimmingpool, eigener Grundwasser Brunnen ( nicht angeschlossen), Wasch/Trockenraum, Wintergarten, Fahrradraum, Abstellraum, Gartenbenutzung, Wellnessbereich, Möbliert . Kaufpreis: 2,4 Mio Euro

Wir suchen Finanzierungs-, Förderungs- , Sponsorenmodelle, Finanzierung, Förderungen, Zuwendungen, Unterstützungen für den Kauf der Immobilie und des Grundstücks, für ein darauf noch zu errichtendes Seminargebäude mit 10 – 15 Zimmern, einer Küche, zwei grossen Gemeinschaftsräumen, einem Studio und mehreren Terrassen in energieautarker Vollholzbauweise der Firma http://www.thoma.at, ein Gebäude, welches gänzlich, jahraus, jahrein ohne Heizung und Klimaanlage auskommt, die Kosten für das beste Team der Welt, Promotion, Marketing und für den laufenden, innovativen Workshop- , Kurs- , ergänzenden Studiums- und Seminarbetrieb.

Gemüse / Obst aus eigenem Permakultur Anbau

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Zielgruppen:

Jung & Alt, ganz Jung und ganz Alt, Künstlerinnen, Kreative, Handwerker, Suchende, Studierende, Schöpfer, Gestalter, Neugierige, ambitionierte Amateure und Profis, Feige, Mutige und Neuem Aufgeschlossene oder Gruppen, Seminarveranstalter und Initiativen, die für ihre Seminare eine speziell dafür geeignete Infrastruktur in einem besonders zauberhaften, unvergesslichen Ambiente suchen

Universität für Musik und darstellende Kunst Graz, Palais Meran

potentielle Kooperationspartner: Landemusikschulwerke, Gymnasien und Fachhochschulen, Kunst- und Musikhochschulen , Universitäten, Konservatorien aus den verschiedensten Bereichen, sowie Berufsorientierte Schulen und Lehrlinge aus diversen Meisterbetrieben , Universitäten für Bodenkultur, Management und Artist Development, Produzentinnen und Künstlerinnen / Bands, WIFI und AMS, Kreative, Arbeitsgruppen, Seminarveranstalter und Bildungsinitiativen, die für ihre Seminare eine speziell dafür geeignete Infrastruktur in einem besonders zauberhaften, unvergesslichen Ambiente suchen, aus Österreich, den umliegenden Ländern und der gesamten EU A/DE/CH/SLOVENIEN/SLOVAKEI/TSCHECHIEN/KROATIEN/ITALIEN

#37 Ohne Kunst & Kultur wird es nicht nur still, sondern karg, arg, kalt & leer…..

Lock – Down. Schicht. Nichts geht mehr. Zusperren, Einsperren, Ausgangssperren, Absperren, Wegsperren, Talsperren, Gastrosperren, Veranstaltungssperren – Isolieren, Oma, Opa, Onkel, Tante , damit Ihnen nur ja nichts passiert. Lieber und Besser nicht „Leben“ um die Illusion, nicht irgendwann an irgendetwas, und sei es bei bester Gesundheit an reiner Altersschwäche, sterben zu müssen, um jeden Preis der Welt aufrecht zu erhalten. Es darf am anscheinend Besten einfach nicht mehr gelebt werden, weil wir schlicht und einfach nicht mehr sterben dürfen. Nicht an Herzinfarkt oder gebrochenem Herzen, nicht an der Last an Schuld, Zweifeln, Angst und Krebs, nicht an Sorgen, Stress oder Schlaganfall, nicht an Altersschwäche und auf gar keinen Fall an Corona.

(anti)Social distancing – Abstand halten. Sich bitte nur ja nicht zu nahe kommen. 1 1/2 bis mindestens 2 Meter, Babyelefanten, Distance – Learning, die Lehre des Abstand Haltens. Bloss sich und seine Liebsten, einschliesslich dem Hamster und dem Hunderl, nicht gefährden durch vollkommen unnötige, ungewissenhafte, unter Umständen lebensgefährliche Nähe. KEIN Händeschütteln. KEIN Umarmen. Kein Schulter klopfen. Kein Streicheln. Küssen schon gar nicht. Am besten zur Sicherheit nicht einmal Lächeln, denn das könnte fälschlicherweise als eine Einladung zum Nähertreten missinterpretiert werden. Bitte nicht. Du darfst alles, nur nichts und niemanden „berühren“ oder dich auf keinen Fall unter keinen Umständen „berühren lassen“. Nackte Angst.

Aber genau das ist doch, zumindest in meiner Wahrnehmung , was Kunst und, bitte nicht das zutiefst unglückliche und vollkommen unpassende Wort „Kulturschaffende“ verwenden ( sicher die Kreation eines in vielen Belangen zu Kurz gekommenen Leistungsfanatikers), was also Künstler, wahrhaftige, echte, authentische Künstler hauptsächlich tun: uns „berühren“, uns mit Verschiedenstem auf vielfältigste Weise in Berührung zu bringen. Nicht beeindrucken. Nicht unterhalten. Nicht bespassen. NEIN. Berühren. Und zwar zutiefst. Tief in unserer Essenz, dort, wo es keine Erklärungen, Begriffe, Analysen, Begründungen, Verstehen oder Formeln weder gibt noch braucht. Und doch weiss jede und jeder ganz genau wie es ist, zutiefst berührt und bewegt zu werden. Ja, man kann das natürlich oft auch fühlen, aber besonders „Wissen“ tut man es, wenn es ist. Im Tiefsten erkennt man diese für uns Menschen so wichtige und essentielle Berührung als was es ist. es macht uns erst zu jenen, die wir in unserer tiefsten, uns alle verbindenden Essenz sind: Menschen, die dafür und davon leben, die es wie ein Grundnahrungsmittel, wie Wasser, Brot, Luft und Liebe zum Leben brauchen: zu berühren und berührt zu werden.

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Mein lieber Freund und Café Drechsler Band Kollege Uli Drechsler hat das erst kürzlich so schön demonstriert und formuliert: „also grüssen tu ich Dich mit der Faust oder mit dem Ellbogen sicher nicht. So hält man doch Leute von sich fern oder so verteidigt man sich, aber so begrüsst man doch nicht seine Freunde.“ Und wie recht er doch hat – er hat damit nicht nur mir dankenswerter Weise damit meine Augen und mein Herz geöffnet. Und seither kann und will ich das auch nicht mehr.

Café Drechsler Band

Ja, Kunst ist in der Tat vorrangig kein „Business“. Auch die Musik ist in ihrer Essenz kein „Business“, auch wenn inzwischen ganze Berufsparten geschaffen und als professionelle Kunst- und Kulturparasiten in den diversen niederen und hohen Schulen in Heerscharen ausgebildet und auf die Künstlerinnen und die Veranstaltungsszene losgelassen werden, nur weil wir uns weis machen und einreden lassen, so etwas oder so jemanden unbedingt zu brauchen. Keine Steuern ohne Berater, Keine Kunst ohne Marketing. Kein Überleben ohne entsprechende linke oder rechte Agenten. Kultur und Kunst sind in ihrer Gesamtheit auch keine „Entertainment Industrie“, auch wenn gigantische Parasiten und Kulturpiraten wie zum Beispiel Spotify oder Youtube uns glauben machen, sich an den gestohlenen Früchten der „Kulturschaffenden“ widerspruchslos, vollkommen legitim den Bauch vollfressen zu dürfen während ganze Horden verstöpselter Entertainment Junkies und zu Konsumenten mutierte Zeitgenossinnen und Fashion Victims sich darin bestätigt fühlen und glauben, dass Musik selbstverständlich nichts kosten darf. Denn wer kann denn nun wirklich, seien wir uns ehrlich, denn schon davon leben?

Inwiefern spüren wir uns denn überhaupt noch? Wie weit haben wir uns denn inzwischen von unseren eigenen Berührungen mit unserem Selbst, mit unserem Sein bereits entfernt, dass wir all dem unwidersprochen und unwidergedacht stumm, verstöpselt, auf Autopilot und mit Navi so verpeilt wie noch nie in unserer jungen Menschheitsgeschichte wie die Lemminge so schnell und so schick wie möglich zu folgen bereit sind? Wem oder was folgen wir denn da eigentlich wirklich? Von wem sind oder werden wir denn da getrieben ??? Jetzt, wo wir doch wirklich alle schon langsam wissen, dass es SO sicher nicht mehr weiter gehen darf und kann?

AleX & Aydin Esen

Es scheint mir wie ein verzweifelter Versuch, die sich immer rasanter breitmachende innere Leere als zwangsbeglückte Konsumjunkies, zu denen wir spätestens in unseren Schulen als Objekte sehr erfolgreich systematisch er – zogen und mutiert wurden und nach wie vor werden, mit Ramsch und Kramsch, den wirklich keine Sau braucht, der immer nur kurz befriedigt, aber einen immer unglücklich auf der Jagd nach dem Nächst Besseren weiter rasen und gierig weiter hungern lässt, bis oben hin voll zu stopfen, damit wir den inneren Hilfeschrei und unseren gesunden Hunger nach wahrhaftigen Berührungen aus unserer tiefsten Essenz nur ja nicht mehr hören und spüren müssen.

Foto © Eckhart Derschmidt , Jamaaladeen Tacuma, Wolfgang Puschnig und AleX

Und genau solche, nach diesem unglücklichen Muster gestrickte Menschen verordnen nun die Schliessung aller relevanten, für unser Mensch sein so wichtigen Kultur-, Kommunikations- und Berührungsstätten, sprechen Auftrittsverbote aus, verbieten Konzerte, Ausstellungen, Theatervorführungen, und Berührungen jeder Art, schlicht und einfach nur, weil sie ausschliesslich ein Konsumenten Bewusstsein besitzen und glauben, dass sowieso alles nach dem selben Kaufen, Kaufen, Kaufen Schema funktionieren muss. Dass, wenn der Supermarkt wieder aufsperrt, dann vollkommen automatisch wieder alle Senf, Klopapier und Desinfektionsmittel kaufen kommen und haben müssen während man den Künstlern ja ohnedies links und rechts die Kohle reinstopft für nichts und wieder nichts. Also die brauchen sich bitte ned beschweren.

Nur wissen diese Menschen eben nicht, es ist ihnen schlicht und einfach nicht bewusst, dass Kunst und Kultur vollkommen anderen Gesetzen folgen, dass Musiker und Künstler nicht vorrangig des schnöden Mammons wegen Musiker oder Künstler geworden sind, wie das meistens bei den so genannten „bullshit jobs“ der Fall ist. Dass Musik, Kultur und Kunst in erster Linie eben keine Industrien sind. Dass ein Theater kein Supermarkt ist und auch nie so funktionieren wird, dass Kunst eben keine, wie fälschlicherweise aus einem Konsum Mindset heraus immer wieder hartnäckig behauptet wird, einfach auch nur eine Entertainment Industrie ist. Da geht es nicht um Unter – Haltung sondern um Haltung, nicht um flache, kreischende, grelle, alles andere brüllen übertönende extrem flache Oberflächen sondern um Tiefe. Da geht es um wesentlich feinfühligere, essentiellere, gesündere und lebenswichtigere Dinge als um den möglichst günstigen Erwerb der neuesten Playstation oder den geilsten Billig Burger bei Mäck Vomit um die nächste Ecke. Da geht es nicht vorrangig um Konsum, um wahllos bis zur Bewusstlosigkeit in sich reinstopfen und fressen bis zum geht nicht mehr, sondern um Kultur, um ein bewusstes Berührt werden und Geniessen, um ein Spüren, was geht, wie es uns eigentlich geht. Um das, was uns in erster Linie zu Menschen und eben nicht zu Kannibalen und Konsumenten macht.

Und Jetzt? Sollen wir das wirklich alles nicht mehr dürfen? Maulkorb, Mund und Nasenschutz, Sonnenbrillen, Plastikhandschuhe, Kopfhörer, Ohrstöpsel, Maske, Neopren Taucheranzug. Musik & Dance Clubs, Ausstellungen, Museen, Theater, Bühnen, Opernhäuser, Konzerthäuser, Galerien, KulturCafés, Kleinbühnen, Kinos – alles GESCHLOSSEN? eine von allem unberührte GESCHLOSSENE GESELLSCHAFT sozusagen. Weil Kunst eben berührt, besonders wenn der Konsument doch hin und wieder auch etwas menschelt. Wegen der „Gesundheit“ warat’s, meinen sie, die Virologen, die Experten, die Wirtschaft, die Minister, der Handel, der Tourismus, die Konsumenten, der Papst, die Industrie, die Konzerne und ihre Marionetten vulgo Politiker – NICHT BERÜHREN, und um Gottes Willen nur ja nicht BERÜHREN LASSEN – zugunsten unser aller Gesundheit. Echt jetzt?

father& son / AleX & „Origami Punani“

Nachtrag:

Kunst – was soll das denn überhaupt können, heissen, sein? Nun, das meint Wikipedia dazu: Das Wort Kunst (lateinisch ars, griechisch téchne[1]) bezeichnet im weitesten Sinne jede entwickelte Tätigkeit von Menschen, die auf WissenÜbungWahrnehmungVorstellung und Intuition gegründet ist (Heilkunst,[2] Kunst der freien Rede). Im engeren Sinne werden damit Ergebnisse gezielter menschlicher Tätigkeit benannt, die nicht eindeutig durch Funktionen festgelegt sind.[3] 

brothers

Kunst ist ein menschliches Kulturprodukt, das Ergebnis eines kreativen Prozesses.[5] Das Kunstwerk steht meist am Ende dieses Prozesses, kann aber auch der Prozess bzw. das Verfahren selbst sein. Ausübende der Kunst im engeren Sinne werden Künstler genannt. Die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs Kunst, die sich als Gegensatz zur Natur auf alle Produkte menschlicher Arbeit beziehen konnte, hat sich zwar erhalten (wie z. B. in Kunststoff). Jedoch versteht man seit der Aufklärung unter Kunst vor allem die Ausdrucksformen der schönen Künste.

Goethe meint dazu folgendes: „Kunst und Wissenschaft sind Worte, die man so oft braucht und deren genauer Unterschied selten verstanden wird, man gebraucht oft eins für das andere, und schlägt dann gegen andere Definitionen vor: ich denke, Wissenschaft könnte man die Kenntnis des Allgemeinen nennen, das abgezogene Wissen, Kunst dagegen wäre Wissenschaft zur That verwendet. Wissenschaft wäre Vernunft, und Kunst ihr Mechanismus, deshalb man sie auch praktische Wissenschaft nennen könnte. Und so wäre denn endlich Wissenschaft das Theorem, Kunst das Problem.“

brothers

Kultur bezeichnet laut Wikipedia im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbstgestaltend hervorbringt – im Unterschied zu der von ihm nicht geschaffenen und nicht veränderten Natur. Nach der weiter gefassten Definition sind Kulturleistungen alle formenden Umgestaltungen eines gegebenen Materials, beispielsweise in TechnikLandwirtschaft, Essenszubereitung oder bildender Kunst, aber auch geistige Gebilde (etwa die cultura animi „Geisteskultur“ bei Cicero) oder „Subkulturen[1] wie MusikSprachenMoralReligionRechtWirtschaft und Wissenschaften. Der südafrikanische Medizinanthropologe Cecil Helman hat Kultur 1984 in Bezug auf das Verhalten des Menschen definiert: es sei ein System von „Richtlinien“ für das Individuum als Mitglied einer bestimmten Gesellschaft.[2]

Lady Gaga & Nietzsche © Marko Brajković

Der Begriff der Kultur ist im Lauf der Geschichte immer wieder von unterschiedlichen Seiten einer Bestimmung unterzogen worden. Je nachdem drückt sich in der Bezeichnung Kultur das jeweils lebendige Selbstverständnis und der Zeitgeist einer Epoche aus, der Herrschaftsstatus oder -anspruch bestimmter gesellschaftlicher Klassen oder auch wissenschaftliche und philosophisch-anthropologische Anschauungen. Die Bandbreite der Bedeutungsinhalte ist entsprechend groß und reicht von einer rein beschreibenden (deskriptiven) Verwendung („die Kultur jener Zeit“) bis zu einer vorschreibenden (normativen), wenn bei letzterem mit dem Begriff der Kultur zu erfüllende Ansprüche verbunden werden.

😉

Alles Liebste, Kopf Hoch, Augen und Herz auf, Verstand ein, Ignoranz und Ego aus, und durch 😉 AleX

#36 an Tagen wie diesen…..

Wie geht es uns an Tagen wie diesen? Was geht an Tagen wie diesen? Wie geht es uns, uns als Gesellschaft, uns als Gemeinschaft, uns als Familien, uns als Freunde? wie geht es mir? mit mir? am ersten Tag des 2.Lock – downs, nach einer langen Nacht mit viel zu wenig Schlaf, nach einer sehr dunklen Nacht der Angst und des Terrors, in der bis jetzt 4 Menschen sterben mussten, mutwillig, sinn – los hingerichtet und weitere 17 zum Teil schwer verletzt in Krankenhäusern liegen, während anderswo vollkommen lautlos hunderte Kinder verhungern müssen. Täglich, ohne Krankenhäuser, ohne genug zu Essen oder sauberem Wasser, ohne medizinische Betreuung. Wo man anderswo aus reiner Profitgier täglich hunderte Hektar Regenwald und X Tierarten vernichtet. Wo durch Bomben und Waffen made in Germany, Austria, France, Great Britain, Russia, China und USA und anders wo hunderte, mindestens ebenso unschuldige Menschen genau so mutwillig und sinn – los hingerichtet werden, deren Familien und Überlebende sich auf den Weg aus ihrer Heimat machen „müssen“ um anderswo über – leben zu können. Wie geht es mir und uns vor der Nacht der aktuellen US Präsidentschaftswahlen, dem Land der begrenzten Unmöglichkeiten, mit einem mehr als fragwürdigen Zu-, Ein- , Um- und Ausgang, wo dort viele Menschen in den Städten schon jetzt ihre Geschäfte verbarrikadieren aus Angst vor Ausschreitungen? Was sollen oder müssen wir uns jetzt besser ganz genau anschauen um was genau daraus zu lernen, oder zu verstehen, am Besten: was gilt es zu erkennen? hier, dort, egal wo eigentlich, ob hier, in der Hauptstadt der Insel der vormals Seligen – in Wien oder sonst wo auf dieser scheinbar immer kleiner werdenden Welt ?

Wolken über Wien und anderswo

Versteht mich bitte nicht falsch: mein volles Mitgefühl für die Verletzten, die Verängstigten, Traumatisierten und Hinterbliebenen, keine Frage. Es ist furchtbar wie dünn diese Illusion Sicherheit eigentlich in Wahrheit ist.. „Es war ein 20 jähriger radikaler Islamist“ sagen sie hier in Wien, in Deutschland, in Frankreich, in den USA und sonst wo. Ein „20 jähriger“ Islamist hat allein, oder mit ein paar Komplizen, 4 Menschen umgebracht und 17 andere zum Teil schwer verletzt.

Die Schulen geschlossen, Dauerberichterstattung auf allen Kanälen, Kondolenzschreiben und Ausdruck des Beileids aus vielen Ländern, von vielen Staatsoberhäuptern, den US Präsidentschaftskandidaten, Frankreichs Präsident, Russlands Präsident, die deutsche Kanzlerin….. was ist ein 20jähriger Mensch in der Lage an Zusammenhängen tatsächlich zu verstehen, wirklich zu erkennen, was diese, seine Tat bedeutet. Alles – oder nichts? oder ist er von langer Hand, die mit Sicherheit nicht seine eigene war, auf diese Tat von Kindesbeinen an „vorbereitet“ worden und glaubt sich jetzt im Himmel, im Paradies? Das Gehirn, die Hand, die ihn schon als Kind gefüttert hat mit dem Gift des Hasses und der Spaltung, mit einem Bewusstsein, etwas ganz besonderes zu sein, jemand, dessen Namen sämtliche Medien dieser Welt spätestens Morgen überall nennen, drucken und wissen werden während er bereits im Himmel thront, zusammen mit den hunderten anderen, namenlosen, verhungerten Kindern, von denen niemand etwas wissen will…..

Himmel

Da glauben sie jetzt, endlich einen gemeinsamen Feind erkannt zu haben und dadurch vereint zu sein, indem sie diesen Pseudo Feind, dieses Feind – Bild gleich einem Schattenboxer mit allen zu Gebote stehenden Mitteln bekämpfen, diese „anderen“ – den Feind unserer Lebensart, wie es der Österreichische Kanzler nannte, den Feind der Freiheit und der Demokratie, wie der österreichische, mein Präsident, meinte, den Feind Europas wie es der französische Präsident und die deutsche Kanzlerin meinten – doch in Wahrheit haben sie nichts erkannt oder erkennen wollen oder zugegeben, erkannt zu haben – absolut fucking gar nichts!

Oder haben jene Hände, die uns unsere Gedanken, Überzeugungen und Glaubenssätze fütterten, uns gelehrt, relativ komfortabel mit dieser und jener Lüge zu leben? leben zu müssen?

Jenes absolut tödliche, alles Gesunde vernichtende Gift, das sich wie von selbst vermehrt, wenn man es streut, oft nur berührt, heisst SPALTUNG, und hat seine langen, die ganze Welt umnetzenden Wurzeln in einem Konzept, welches auch tief in allen unseren Egos verwurzelt ist, einer sehr profitträchtigen Idee namens „die anderen“. Egal was: Hauptsache „Die Anderen“ – das sind die Bösen, die Schlechten, die, die nicht zu UNS gehören, nicht zu uns gehören dürfen, jene, die wir Aug um Auge und Zahn um Zahn, mit allen Mitteln bekämpfen müssen, koste es was es wolle, mit allen Waffen, Industrie- und Agrarindustrieförderungen, Atomkraftwerken, Börsen, Aktiengesellschaften, Pharmakonzernen und Öllobbies, Wirtschaftsabkommen, Tourismus-, Reise- und Kreuzfahrtindustrien, Maklern und Spekulanten dieser Welt. Und der Boden, in dem diese Wurzeln oft ewig lange unentdeckt, unbemerkt im Stillen aber umso heftiger vor sich hinwachsen und hinschlummern heisst: Hass , reichlich gedüngt mit dem Saft, der stinkenden Jauche der Profitgier einiger weniger, von denen man oft genau so wenig weiss, wie von den hunderten täglich in Anonymität, einsam und leise vor sich hin verhungernden Kindern.

photo © Max Parovsky
photo © Max Parovsky

In Wahrheit sind wir „eins“ – so schwer das auch zu glauben . oder besser: zu erkennen sein mag. Spaltung ist eine mega profitable Illusion und sonst für absolut gar nichts gut. Oder wie irgendwann einmal angeblich so ein Typ das so trefflich auf den Punkt sagen konnte: „Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan, das hab ihr mir getan“. das heisst das: genau das. Wir sind alle miteinander , in unserer Essenz verbunden, weit jenseits jeder Glaubens – Richtung, Welt – Anschauung, Ab – Stammung, Her – Kunft, Vor – Lieben, Nach – Lässen, Stamm – Bäumen, Haut – Farbe. Weit jenseits all jener und dieser Konstrukte unseres Konditionierten Bewusstseins ist ein weites, von all dem leeres, unberührtes Land, ein stiller, friedvoller, warmer Herzensraum in dem wir alle miteinander wahrhaftig ver – eint sind, wie im Himmel, so auf Erden.

#35 MathEthik – Vom Unter-richten zum Auf-richten

Nachdem BILDUNG ja wirklich eines meiner absoluten Lieblingsthemen ist: Schon mal etwas von MathEthik gehört? Nein? Ein super spannendes und zeitgemässes Thema und Konzept für HEUTE, den Zeiten wie diesen. Alleine schon der Pfad „Vom Unter – richten zum Auf – richten“ spricht Bände.

Was mir ja schon seit gefühlten Ewigkeiten schwer gegen den Strich geht ist die Tatsache, dass wir in unserem mehr als gründlichst hinterfragenswerten sogenannten Bildungssystem seit vielen Jahren, ja: Jahrzehnten wenn nicht sogar Jahrhunderten uns hartnäckig in einem mehr oder weniger ein- und demselben Einbildungsgefängnis befinden, wo wir anscheinend alle gelernt haben oder lernen mussten, dass es ganz „normal“ und angebracht sei, Tonnenweise Unmengen an wertvollem kreativem, innovativem sowie wert- und sinnvollem Potential oft schon in seinem Keim vorsätzlich zu ersticken, damit wir uns ja nicht zu toll oder zu schnell oder zu brilliant als Gesellschaft und Gemeinschaft weiterentwickeln mögen. Seit ich auf der Welt bin, und das ist inzwischen auch schon über ein halbes Jahrhundert lang, wurde bis heute noch keine einzige der seit eh und je geplanten, versprochenen und extrem wichtigen, weil lebens- und überlebensnotwendigen Bildungsreformen weder konkret unter Beteiligung der jeweils hellsten Köpfe im Land umgesetzt noch in auch nur irgendeiner sinnvollen Weise in Angriff genommen. Warum?

Darauf mögen die folgenden Worte und Erläuterungen aus dem Munde und Herzen eines genialen Zeitgenossen namens Horst Dorner, einem pensionierten Volksschuldirektor der über 40 Jahre lang das mathetische Steuerungsprinzip an den Kindern angewandt hat, Erkenntnis und Einblick gewähren. Die Resultate der Karrieren und Lebenswege dieser Kinder sprechen Bände. Bitte sehr: all das muss gehört, verbreitet, erkannt und dringend umgesetzt werden.

„Die globalen Problemlagen sowie deren existenzielle Herausforderungen erfordern in vielen Bereichen ein Neudenken, ein Neuverstehen und eine Neugestaltung. Bildung gehört dabei ohne Zweifel zu den wirkmächtigsten Bereichen, wenn es um Themen wie Armutsbekämpfung, Inklusion, Digitalisierung, Wirtschaftsentwicklung, Nachhaltigkeitsumsetzung, Demokratieentwicklung und Zukunftsfähigkeit geht.

Es geht um eine Erweiterung von Denkräumen und Fühlräumen mit Hilfe mathEthischer Steuerungskultur. MathEthik kann als Impulsgeberin zur Hebung der Humanisierungspotentiale beitragen.

Ich vertrete eine Steuerungskultur, die unterschiedlichste Menschen befähigt, komplexe Herausforderungen durch Verstehen und Gestaltungskraft zu bewältigen und gleichzeitig, im Austausch mit anderen, kollektive Intellligenz zu kreieren. Bildung in dem üblichen Sinne wie sie in der überwiegenden Anzahl von Bildungseinrichtungen praktiziert wird, ist NICHT geeignet, die festgefahrenen Sackgassen zu durchbrechen.

Diese Bildung ist vielmehr entscheidend am dramatischen Zustand unserer Welt beteiligt. Daran sind nicht die Lernenden schuld, daran sind nicht die Lehrenden schuld, daran sind nicht die Politiker*innen schuld und daran sind nicht die Bildungswissenschafter*innen schuld! Es ist unser Verständnis und unsere Praxis wie wir mit erhöhter Komplexität umgehen und mit welcher Steuerungskultur wir herangehen.

Die Steuerungskultur des UNTER-richtens ist monopolartig etabliert. Sie zerstört menschliche Potentiale, weil sie Menschen entsolidarisiert, entfremdet, manipuliert, domestiziert, entwürdigt und beliebig brauchbar macht. In der Folge entstehen daraus massive psycho-physische Krankheitsbilder.

Wir brauchen eine Kultur des AUF-richtens, um Menschen eine ganzheitliche Teilhabe in allen Lebensbereichen zu ermöglichen. MathEthische Steuerungskultur ist AUF-richtend, praxisnah und wissensgenerierend. MathEthische Steuerungskultur ist universell und zeitlos ästhetisch und durch x-fache wissenschaftliche Erkenntnisse aus Medizin, Psychologie, Soziologie, Biologie, Physik, Chemie, Philosophie, usw. abgesichert.“

Vielen herzlichen Dank. Bitte das mal genüsslich auf unseren Kleinhirnrinden zergehen lassen. Alles Liebste, euer AleX

Danke an Joerg Weisser für diesen Nachtrag:

Was ist ‘Mathetik’?

  • Mathetik betrachtet schulisches Lernen aus dem Blickwinkel des Schülers und charakterisiert das Verhältnis zwischen Lehrperson und Lernenden als ‚symmetrisch‘ und ‚herrschaftsfrei‘. Das bedeutet, Schüler und Lehrperson stehen auf einer Ebene. Die Lehrperson ist nicht ‚Herr‘ des Lernenden, sondern Lernberater und helfender Erzieher.
  • Mathetik – verstanden als Gegenpol zur (lehrerorientierten) Didaktik – schließt das unterrichtliche Voranschreiten vom ‚konkreten‘ hin zum ‚formalen Operieren‘ ein. Sie relativiert die in der ‚Lernziel-orientierten Didaktik‘ betonte, dezidierte Evaluation dahingehend, dass eine punktgenaue ‚Lernzielkontrolle‘ häufig nicht möglich und sinnvoll ist.
  • Mathetik impliziert das ‚konstruktivistische‘ Verständnis von Lernen, das dieses als aktiven, selbst-organisierenden Prozess versteht, bei dem die je eigenen ‚Wirklichkeiten‘ des Individuums von diesem ‚konstruiert‘ werden.
  • Mathetik bezieht darüber hinaus die ‚ganzheitliche‘ Sichtweise des Schülers mit ein. Dabei greift der im vorliegenden Zusammenhang unterschiedlich belastete Begriff der ‚Ganzheitlichkeit‘ auf die Ganzheitstheorie zurück, die im Sinne einer humanistischen Persönlichkeitstheorie zu verstehen ist. Sie sieht jede einzelne Handlung des Menschen im Zusammenhang mit seiner Gesamtpersönlichkeit und erkennt alle Erfahrungen, die er mit sich und seiner Umwelt macht, als umfassendes Erleben und integratives Zusammenwirken.

Zusammengefasst wendet sich Mathetik beispielsweise gegen eine technisierte Unterrichtsvorbereitung und gegen ein lehrerzentriertes ‚Durchziehen‘ des Unterrichts am Schüler vorbei. Sie postuliert, immer wieder einen Wechsel der Perspektive vorzunehmen und das bewusste, strukturierte Lehren im Unterricht stets neu, ‚ganzheitlich‘ vom Lernen des Schülers aus zu betrachten, das – wie genannt – ‚konstruktivistisch‘ geprägt erscheint. Daraus folgt für die Lehrperson, sich einem relativistischen Standpunkt zu verpflichten und zu einer Haltung aufgefordert zu sein, welche die eigenen Beurteilungen stets in Frage stellt. In der Konsequenz heißt das, Lehren vor allem als strukturiertes, umfassendes Angebot an den Lernenden zu sehen, das nicht nur auf der Inhalts-, sondern auch auf der Beziehungsebene abläuft. Damit beinhaltet es einerseits das Lernen selbst und spricht andererseits nicht nur die Kognition, sondern auch Emotion, Motivation und Volition (Willen) des Lernenden an.

Siehe auch zum Download den Aufsatz von Chott: Die Entwicklung des MATHETIK-Begriffs und seine Bedeutung für den Unterricht der (Grund)Schule !
Siehe auch zum Download Aufsatz von Schlömerkemper!
Siehe auch zum Download die Ganzschrift von Wolf Dieter Kohlberg und Thomas Unseld: Mathetik – Mathetics – Mathétique 2007


Didaktik und Mathetik sind die Wissenschaften vom Lehren und Lernen. Ihr Gegenstand ist die Beziehung zwischen Mensch und Information, einmal der Konsolidierung und ihrer Abgabe (Lehren) und zum anderen der Elaborierung und ihrer Annahme (Lernen). Unter der Vorgabe von Unterrichtszielen sind sie an der Auswahl der Fachinhalte, etwa für Lehrpläne, beteiligt. Sie liefern einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung einer modernen naturwissenschaftlichen Grundbildung. Beide bilden den institutionellen Ort, an dem moderne Gesellschaften die Natur fachunterrichtlicher Prozesse kritisch betrachten. Sie berücksichtigen und nutzen aktuelle Erkenntnisse aus der Pädagogischen Psychologie, der Neurophysiologie und Hirnforschung („Neurodidaktik“) sowie der Kommunikations- und Kognitionspsychologie wie auch der Informationstechnologie. Als Lehr- und Lernwissenschaft sind sie stets einer Fachwissenschaft beigeordnet. Sie wählen bedeutsame Inhalte aus und harmonisieren die fachwissenschaftlichen Ansprüche mit den Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie Bedürfnissen unterschiedlicher Adressatengruppen. Ziele, Inhalte, Orte, Formen und Methoden des Unterrichtens werden zu reproduzierbaren Unterrichtseinheiten aus Einzelstunden verbunden. Ihre Untersuchungsobjekte sind die Planung, Durchführung und Analyse des Unterrichtens und Berichtens. Sie beschreiben den historischen Gang ihres Faches, begründen die Unterrichtsprinzipien und entwickeln Unterrichtsmodelle aus der Methodik. Die Didaktik und Mathetik eines Faches bilden die Berufswissenschaft des Lehrers und sind verbindlicher Teil der Aus- und Fortbildung von Lehrern. Auf dem Wege von Reflexion und Evaluation der Unterrichtsergebnisse leisten beide einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung von Lehrkompetenzen und damit zur Qualitätssicherung von Unterricht. Theoriegeleitete Praxiskontrolle und praxis-kontrollierte Theorieentwicklung dienen der Auflösung des Praxis-Theorie-Dilemmas in der Lehrerbildung. Didaktik und Mathetik suchen nach objektivierbaren Regelhaftigkeiten innerhalb des Lehr-Lernprozesses, des Erziehens und des Sichbildens. Beide Wissenschaftsbereiche formulieren praxisrelevante Hypothesen. Diese überprüfen sie mit eigenen Forschungsziel ist der Erkenntnisgewinn zur kontinuierlichen Optimierung fachbezogener Ausbildung und allgemeiner Bildung in Schulen und ähnlichen Einrichtungen. Die Ergebnisse lehrwissenschaftlicher Forschung dienen den Lehrern und allen, die sich die Vermittlung von fachwissenschaftlichen Aussagen und damit die Verbesserung der Urteils- und Argumentationsfähigkeit in einer emanzipierten Gesellschaft zur Aufgabe gemacht haben (Wissenschaftsjournalisten, Marketingfachleute, Politiker, Fachwissen-schaftler u.a.) und stehen der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung. Didaktik und Mathetik besitzen überdies eine politische Dimension, da sie wesentlich zur aufgeklärten Gleichberechtigung, und damit zur Entscheidungsfreiheit und –sicherheit der Mitglieder demokratischer Gesellschaften beitragen und einer Emotionalisierung sowie Radikalisierung nachhaltig entgegenwirken.

Siehe auch zum Download den Beitrag von Michael A. Anton zur Mathetik in der Chemie
Siehe auch: Mathetik Literatur! Click here! 
Siehe auch: Mathetik Websites! Click here!

#34 Die Lebenswichtigsten Corona Massnahmen

* geht oder fahrt, am besten mit dem Fahrrad, so oft und so lange wie möglich an die frische Luft, mindestens täglich

* Sein in der Natur, idealerweise und am besten: immer! ansonsten: täglich

* Sonne, Wind, Wasser, Sauerstoff und Erde sind unsere Grundnahrungsmittel

* Gift- und Genfreie Lebensmittel, am besten von den lokalen Biobauern – sprich: Obst und Gemüse der jeweiligen Saison oder , noch besser: aus dem eigenen Garten

* täglich selbst Kochen = zugleich Meditation

* kein Zucker, zumindest kein weisser, raffinierter Industriezucker

* wenig bis kaum Alkohol

* kein bis kaum Tabak und Nikotin

* Musik, Kunst, Tanz, Kultur täglich bis immer

* trinke täglich soviel und sooft wie möglich in erster Linie klares, reines. lauwarmes Wasser, diese alle Lebewesen verbindende knallharte, sanft schmeichelnde, tosende bis dampfend und verdunstend unsichtbare Göttin sowie gesunde Kräuter Tees und besten Kaffee

* mässiger Sport bzw. tägliche Bewegung in der frischen Luft

* gehe so oft wie möglich barfuss

* Yoga, Tai Chi oder Chi Gong, täglich

* Meditieren, täglich – mindestens 20 Minuten, wenn du glaubst keine Zeit zu haben: 40 Minuten

* Arbeit die Freude macht und Herz und Seele weit vor dem Bankkonto erfüllt

* Wenn Du in einem Beruf arbeitest für den Du brennst, den du liebst und wo Du voller Enthusiasmus bist, gibt es dafür immer Bedarf

photo © Friedrich Michael Geyer
photo © Friedrich Michael Geyer

* Liebe Dich selbst, sei gut zu Dir und zu deinen Nächsten

* mache Dinge, die der Gemeinschaft helfen oder zu gute kommen

* lebe so oft es geht immer im Hier und Jetzt, dem einzigen Punkt ausserhalb der imaginären Strecke der Zeit den es tatsächlich und wahrhaftig gibt

* mache was Dich mit Freude und Glück erfüllt, egal was andere meinen oder sagen

* mache Dich unabhängig von den ach so wichtigen schlechten UND guten Meinungen und Bewertungen anderer

* ich persönlich lese seit Jahren keine, absolut „keine“ Zeitungen mehr, ausser es wird mir dezidiert von Freunden meines Vertrauens der eine oder andere Artikel empfohlen, und schaue seit Wochen auch nicht mehr Zeit im Bild, TV generell oder Ähnliches, bin auch nur mehr wirklich sporadisch auf fb bzw. derzeit ohnedies geblockt, verweigere so gut wie alle Apps auf meinem phone und ich kann all das wirklich nur wärmstens empfehlen. Beides probiert, in Sachen Lebensqualität kein Vergleich. Du versäumst garantiert nichts, was es für ein glückliches, angstfreies und erfülltes Leben braucht, ganz im Gegenteil

* konzentriere Dich statt dessen auf Menschen, Tiere, Pflanzen, Dinge, Projekte, Gruppen, Vereine, Dörfer, Städte, Regionen, Initiativen, Länder, Communities wo man nicht nur schon weit abseits vom Mainstream und dem Diktat des ewigen Wettbewerbes denkt, sondern auch schon wesentlich bewusster agiert und handelt im Sinne der Nachhaltigkeit und des Gemeinwohls. Dazu zwei extrem inspirierende Filme, die der Seele gut tun: „Tomorrow“ eine verzweifelte weltweite Entdeckungs- und Erkundungsfahrt einer französischen jungen Schauspielerin und ihrer Familie voller wunderbarer Überraschungen – Link: http://www.tomorrow-derfilm.at/ und ein nicht minder wunderbarer Film das österreichischen Regisseurs Erwin Wagenhofer namens „But Beautiful“ – Link: https://www.but-beautiful-film.com/

* erlaube Dir Dinge zu tun, die man angeblich nicht macht oder nicht darf oder die sich nicht gehören, denn diese Momente gehören ganz Dir und Du beschenkst Dich damit am meisten

* trau Dich einzigartig zu sein und lebe ohne Furcht jenen besonderen Menschen, der sich durch Dich spüren und ausdrücken und in deiner Kreativität wachgeküsst erleben will

* sei und bleibe neugierig für alles vermeintlich Neue, Fremde, Unbekannte und scheinbar Unsichere und besonders das angeblich Un- Mögliche

* sei Dir gewiss, dass Sicherheit, wie auch Zeit, eine Illusion ist und es tausend prozentig Sicherheit wie auch Zeit nicht gibt

* vertraue den Zeichen, Rufen, Geschenken und Einladungen deines Lebens, folge seinen Winks und Hinweisen ohne Angst und ohne Zweifel und spüre deinen „Flow“

* 1% Zweifel ist auch Zweifel* Trau dich Deine Komfortzonen, diese scheinbar seit Ewigkeiten ausgebauten, geistigen und emotionalen mehrspurigen Autobahnen immer wieder zu Gunsten neuer , noch wenig bis noch gar nicht gegangener Pfade in neue, noch unbekannte Welten zu verlassen. Dort küsst Dich das Leben unmittelbar und Du schmeckst sofort dessen vollen, warmen und bittersüssen Geschmack

* Sei mutig und lerne Schritt für Schritt deiner Intuition voll und ganz zu vertrauen

* Liebe bedingungslos und sei „kind“, Dich und Dir selbst gegenüber, Deiner Familie und allen anderen, die Deine Wege nie zu – fällig kreuzen, sondern Dir immer etwas zu sagen oder zu zeigen haben

* Konzentriere Dich auf das „Sein“ und trau Dich dem Trieb, dem Gebrüll Deines Egos, etwas um jeden Preis „Haben“ zu müssen, zu widerstehen. Die Sandkiste muss Dir nicht gehören, in der du gerne spielen darfst

* Sei Dankbar und bedanke Dich täglich für alles was in deinem Bewusstsein „ist“ – das ist das Tor zur Zufriedenheit und ein Garant mit noch wunderbareren Lebensgeschenken überrascht zu werden

* Stelle Dich mutig und furchtlos den Herausforderungen deines Lebens und akzeptiere den jeweiligen Augenblick so wie er eben nun mal ist

* Erkenne, dass Du nicht Deine Gedanken und Deine Emotionen „bist“ sondern der Himmel hinter den Wolken der Emotionen und Gedanken

* Der grösste Unruhestifter und Überbringer sinnlosen Leids ist meistens das Ego, welches sich an deinen Gedanken, Ängsten, Zweifeln und Sorgen aus der Vergangenheit und an der Illusion einer nur scheinbar vorhersehbaren Zukunft sowie Beurteilungen, Verurteilungen und Bewertungen den nimmersatten Bauch voll schlägt und festfrisst und Dich mit allen erdenklichen Tricks, Verkleidungen, Masken und Mitteln genau dort gefangen halten will

* sei furchtlos, frech, unangepasst und frei

* die Tatsache, dass es auch dieses Virus neben tausenden anderen gibt, NICHT ignorieren aber auch nicht einer Panik anheim fallen, aber stattdessen verantwortungsvoll sich und besonders den anderen gegenüber dementsprechend agieren und respektvoll handeln inklusive öfter gründlich Händewaschen, möglichst 1 1/2 bis 2 Meter Abstand dem Nächsten gegenüber einhalten und wo der Anstand eines solchen Abstandes nicht einzuhalten ist – Mund- und Nasenschutz verwenden. Das ist die Übung für uns ALLE, die wir alle miteinander verbunden sind, ob wir das wissen, wollen, bemerken oder nicht