#70 Corona ist keine Krise, sondern eines der Symptome einer gesellschafts – klimatischen Krise unvorstellbaren Ausmasses

Ich höre immer und immer wieder, egal wo, egal von wem, egal von welcher Seite, in welchem Kontinent oder Land dieser Erde: „Wenn diese heimtückische Corona Krise, mit der angeblich niemand gerechnet hätte, diese Pandemie und zugleich angeblich grösste Herausforderung seit dem 2. Weltkrieg, dem Allheilmittel Impfung sei Dank, endlich vorbei sein wird, werden wir uns der daraus grössten resultierenden Wirtschaftskrise aller Zeiten mit allen Kräften und mit aller Aufmerksamkeit widmen müssen.“

Aufmerksamkeit

Viele behaupten, nicht mehr zu können, der ganzen Sache überdrüssig und Corona müde zu sein. Viele glauben gegen ein Virus demonstrieren zu müssen, oder eben gegen die verzweifelten Massnahmen und Mittel, der Pandemie und ihren Auswirkungen auf die Gesellschaft und jedem einzelnen zu begegnen und gegenüberzutreten zu müssen. Oft unter dem Vorwand, „sich nichts von niemandem vorschreiben zu lassen“ und sich nicht bieten zu lassen, sich von den diversen Regierungen, den Erkenntnissen der Wissenschaft, den klaren, zumeist durchaus sinnvollen Massnahmen dagegen abhängig machen zu müssen. Und den Mund und Nasenschutz, die sogenannte Maske, als Zwangsverordnung und angeblich eindeutige Zeichen einer Freiheitsberaubung zu werten, wohl bemerkt, zugleich mit den Mobiltelefonen in den Taschen, permanent Selfies schiessend, um diese dann ohne Bedenken, im Handumdrehen auf den diversen, sogenannten sozialen Medien, den social networks, dem Nummer 1 Tool für die Spaltung unserer Beziehungen, Familien, Freund- , Gemein- und Gesellschaften, ohne irgendein Problem und ohne den unken einer Angst um die persönliche Freiheit, problemlos zu veröffentlichen. Hauptsache wir haben alle die Freiheit zu unserer eigenen Meinung, koste es was es wolle.

Freiheit

Dass der Wunsch ,“sobald wie möglich wieder zum Normalen zurückkehren zu können oder dürfen“, mindestens genau so absurd ist wie das Bemühen, um jeden Preis, sich nach dieser Corona Krise wieder einem Wirtschaften wie bisher, so schnell und ansatzlos wie möglich, widmen zu müssen, damit alles wieder so funktionieren könne, wie bisher. Wir haben anscheinend im Kollektiv mit unseren individuell besonders phantasievoll gestalteten Scheuklappen und stetig an der Leine unserer Handies, verstoppelt und verkabelt Gassi gehend, sehr erfolgreich verdrängt, wie krank wir, unsere Gesellschaft, unsere Erde, unser Haus und Hof und Heim, unser Garten, unser Wasser, unsere Luft und Liebe eigentlich schon viel zu lange sind. Wie wir glauben, mit unserer Erde weiterhin sorglos und unverantwortlich allen zukünftigen Generationen gegenüber umgehen zu können, uns als Teil der Natur weiterhin arrogant, ignorant und profit- und konsumgeil ohne Rücksicht auf irgendwas oder irgendwen weiterhin zu verleugnen, ist nur ein Spiegel dessen, wie weit wir uns inzwischen selbst von unserem Mensch sein entfernt haben und wie wenig bis gar nicht wir uns inzwischen überhaupt selbst noch zu spüren imstande sind.

unser Haus, Hof und Heim…..

Dass all dem die grösste Krise aller Zeiten zu Grunde liegt, auf die seit den 70iger Jahren unter vielen anderen seit damals, lange vor eine Greta oder einem Dalai Lama, der „Club of Rome“ regelmässig aufmerksam machte, wie ich mich aus meinen Gymnasium Zeiten und diversen Referaten diesbezüglich noch erinnern kann, eine Krise, die sich unaufhaltsam täglich weiter in Ihrer Dynamik in diversen , sogenannten Feedback Loops beschleunigt und immer rasanter entwickelt, ist eine uns alle und mit uns alle Lebewesen dieser einzigen Erde , die uns als zu Hause geschenkt und anvertraut wurde, bedrohende Krise, gegen die es weder eine Impfung noch einen Test, einzig und allein ein schon längstens mehr als dringend fälliges „Aufwachen“ gegenüber geben wird müssen: die Klimakrise, von der wir alle seit langem täglich „wissen“, von der wir alle aber weiterhin stur im Kollektiv die Augen, Ohren, sämtliche Sinne als auch unseren Verstand verschliessen, solange es eben schon irgendwie gut gehen wird. Nach uns die Sintflut.

Klimakrise

Ein Wirtschaften wie bisher, eine rein auf Leistung und Effizienz fokussierte Gesellschaft können wir uns schlicht und einfach nicht mehr leisten, wenn wir uns noch den Funken einer Lernfähigkeit im letzten Winkel unseres Bewusstseins bewahrt haben mögen. Arbeit, wie wir es inzwischen gewohnt zu sein scheinen, bullshit Jobs anstatt erfüllender und Sinn stiftender Berufe und Tätigkeiten wird es sehr bald für nichts und niemanden mehr geben. Bildung geht inzwischen an allen aktuellen „Ist“ Zuständen dieser unser aller kollektiven Wahrnehmung der Welt, in der wir nach wie vor aber hoffentlich in Zukunft so nicht mehr miteinander leben werden müssen und den damit einhergehenden Möglichkeiten, Herausforderungen und Chancen zugleich vollkommen vorbei. Profit für einige, vergleichsweise extrem wenige Aktienbesitzer, Börsenbetreiber, Konzern -, Handels- und Industrie Bonzen auf unser aller Kosten „muss“ ein für allemal ein Auslaufmodell von vorvorgestern gewesen sein.

bewusst – Sein

Alles was zu riesig, zu gigantisch, zu gross, zu einheitlich wird oder geworden ist oder werden will ist ungesund. Alles, wo nach dem Begriff „-Industrie“ steht braucht in Wahrheit niemand, führt immer zu riesigen Profiten einiger weniger auf unser aller Kosten und vor allem auf Kosten aller zukünftigen Generationen unserer Kinder und Kindeskinder. Regional vor global, klein und fein und angemessen vor gigantisch, international und billig, weil den wahren Preis von „billig“ immer jemand bezahlen muss.

Der uns allen äusserst schmackhaft verkaufte Egoismus und sogenannte Individualismus, der sich unter anderem darin äussert, dass wir alle in den selben Jeans oder Slim Fit Anzügen herumlaufen, das ein und selbe Handy verwenden, den selben bullshit Jobs hinterherlaufen oder uns auf eben diese bereitwillig umschulen lassen, die selben Junk Food Stores, Tankstellen, Grosseinkaufszentren , Fetzenläden, Telefonanbieter, Pflichtschulen und Universitäten, Fitnesscenter, Reisebüros, all inclusive Urlaube und all inclusive Leben konsumieren und frequentieren, in den selben Fertigwohnungen hausen und die selben Fertigmenüs essen , weil man uns das Kochen verlernt hat, wo uns tagtäglich Apps zum besseren Atmen, effizienteren Arbeiten, zum zeitsparenderen Leben systematisch entmündigen, wo wir Autos fahren, die sich alle immer ähnlicher sehen – all das hat uns alle miteinander und immer öfter gegeneinander, immer schneller und immer atemloser in die grösste Vereinsamung seit es Menschen gibt, bis zur individuellen und kollektiven Verzweiflung, hineingetrieben.

die Einsamkeit des Individualismus

Gemeinsam einsam, hat einmal jemand gesagt. Miteinander, füreinander, mit einem gemeinsamen Anliegen, auf dem Pfad zu einem gemeinsamen Gelingen, Profit zu unser aller Gemeinwohl, nachhaltig, bei vollem, zu unser aller innerer und äusserer Gesundheit und Wohlbefinden verantwortungsvoll und liebevoll aufgewachtem Bewusstsein, er – füllend, Sinn stiftend und Sinn voll miteinander und voneinander lernend, Generationen übergreifend, einander unterstützend und helfend und weiter ent – wickeln – dort geht es lang, auch wenn dorthin noch keine achtspurigen Autobahnen betoniert sein mögen.

der Pfad zu einem gemeinsamen Gelingen

Aufwachen. Zuhören. Inne halten. Aufeinander ein – gehen. Sich an der Hand nehmen. Mut zur Stille und Ruhe statt Dauer Ablenkung und Konfrontationsgetöse. Miteinander. Füreinander. Da Sein. Nicht schneller, höher, stärker sondern die Langsamkeit wieder ent – decken. ohne Angst vor einem „Fehler“ machen. gesund vor perfekt. würdevoll und wahrhaftig. gemeinsam. miteinander. In unseren individuellen Stärken zum Wohle aller. Nicht permanent der Verlockung zu unterliegen ausser sich für oder gegen etwas ein- oder auftreten und argumentieren zu müssen, sondern zur Abwechslung einmal in Ruhe einfach bei sich bleiben.

#69 „Eine einzige, einfache, klare Erkenntnis kann uns vom Corona Frust und immer grösser werdender Verwirrung befreien“

Ich schau mir das jetzt geduldig, seit fast einem ganzen, wirklich richtig ver – rückten Jahr, mit dem wahrlich kaum jemand gerechnet hatte, seit Lockdown Monaten ohne Konzertauftritte, seit Wochen unter extrem eingeschränktem sozialem Über – Leben und Tagen immer grösser werdender Verwirrung, Hilf- und Hoffnungslosigkeit vielerseits, sehr genau und aufmerksam an. Erste Reihe fussfrei sozusagen, so wie viele und die meisten von uns. Und komme, je länger das Corona Thema uns alle in festem Griff hat in Anbetracht inzwischen zahlloser Pressekonferenzen voll leerer Versprechungen, permanenter Irrtümer und immer wieder falscher und falscherer Prognosen und Annahmen, kombiniert mit einer, allen Widersprüchen und Fakten zum Trotz, nach wie vor von akuter Selbstbeweihräucherung und Wettbewerbs Siegersehnsucht chronisch infizierten Regierungsriege, immer klarer zu folgender Einsicht und Erkenntnis, die ich hier gerne mit wen immer es interessiert oder auch nicht, quasi als freiberuflicher, unfreiwillig unbezahlter und ebenso unfreiwillig arbeitsloser Künstler, freier Universitätslektor ohne Lehrmöglichkeiten und frei denkender Mensch und nicht als Regierungsberater teilen möchte:

Lock down

Es wird mir immer klarer, dass so gut wie alle zumeist unfreiwillig Beteiligten und oft freiwillig Unbeteiligten, die sogenannten Verantwortlichen sowie die Verantwortungslosen einem gemeinsamen, riesengrossen, fatalen Irrtum auf den Leim gegangen zu sein scheinen und stur nach wie vor zu gehen scheinen, der wie ein Wachstumsbeschleuniger und Kunstdünger für alle möglichen und unmöglichen Verschwörungs- und anderen Theorien, falschen Prognosen, sinnlosen Zukunftsforschungen, widersprüchlichen Expertenmeinungen, nachvollziehbarer und unbestimmter Ängste, ernster Sorgen, grosser Frustrationen und vollkommen verständlichen Hilflosigkeiten hauptverantwortlich ist. Ohne Konjunktiv. Vollkommen klar und eindeutig.

klar und eindeutig

Inzwischen versuchen diverse Reserve Machiavellis, Second Hand Trumps und politische Kleinanleger populistisches Kapital aus den Folgen dieses Irrtums, dieses fatalen Denkfehlers zu schlagen. Unzählige Diskussionen drehen sich hoffnungsloser als die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus im Kreis und über – sehen , für mich immer unverständlicher und nicht mehr nachvollziehbar dieses eine, wesentliche Detail, diesen anscheinend kollektiven Denkfehler.

Die Er – Lösung aus all der derzeit akut bestehenden Wirrnis rund um Testungen, Impfplänen und wiederholt zitierter und bemühter letzter Marathon Kilometer, immer wieder bemühter „nur noch ein paar Wochen“ liegt an einem, vorsätzlich oder unbewusst fehlgeleiteten Bewusstsein, indem man von Wettläufen mit der Zeit spricht, und die Aufmerksamkeit aller auf ein inzwischen immer wieder, schon X -mal verschobenes Datum, entweder für Beendigungen von Lockdowns, für den Beginn von Lockerungen, Hotel-, Geschäfts und Schulöffnungen, Grenzschliessungen, Verordnungsbeginnen und Gesetzesänderungen fokussiert, anstatt auf das einzig wahre, wahrhaftige, was es gemeinsam zu erreichen gilt und gibt: Die Zahl 25 (oder, wenn es nicht anders gehen darf oder soll: 50), die Zahl der 7 Tage-Inzidenz, die mit Stand heute bei 128 liegt.

nur noch ein paar Wochen…..

Wikipedia: Während der Coronaviruspandemie dient in Deutschland und Österreich eine Sieben-Tage-Inzidenz (auch 7-Tages-Inzidenz) als Richtwert für die Erklärung einer Region zu einer Epidemie-Region.[2] Die 7-Tage-Inzidenz ist die Anzahl der an sieben aufeinanderfolgenden Tagen in einer Region gemeldeten positiven PCR-Tests pro 100.000 Einwohner. Ab einem Wert von 50 wurden die Maßnahmen zur Kontaktreduzierung lokal verschärft. Weltweit ist die 14-Tage-Inzidenz ebenfalls sehr gebräuchlich.

das Wahrhaftige

Warum sehe ich das so? Ganz klar: da ersparen wir uns mit einem Schlag das ganze vollkommen sinnlose Geschwafel um ein inzwischen , für jede und jeden wahrnehmbar, prognostiziertes , immer wieder verschobenes Datum für alle und jeden, was vollkommen verständlich zu Frustrationen, Aufbegehr, Zorn, Wut, Ohnmacht, Hilflosigkeit und immer grössere Verwirrung sorgen MUSS.

Vielleicht muss sich der Herr Kanzler und seine hochbezahlte Marketingabteilung ja nur, zwar bestimmt schmerzlich, aber ohne Zweifel, dringend notwendig, schlicht und einfach nur von den prophetischen Ambitionen und dem unter allen Umständen aufrecht zu erhaltenden Prophetenstatus trennen, um sich aus dem verwirrenden Vorhersagen- und falschen Prognosen Korsett zu befreien, weil es das unter keinen Umständen weiterhin wert sein kann und darf. Es hilft nicht. Niemandem. Punkt.

schlicht und einfach…..

Einzig und allein der Fokus auf diese Zahl und die von uns allen gemeinsame Anstrengung, diese Zahl gemeinsam zu erreichen, schafft Klarheit und ist ein klares Ziel , was derzeit alle brauchen und jeder braucht. Und dann geht wieder alles Mögliche auf. Nicht mehr und nicht weniger. Den entbehrlichen Rest der ganzen politischen, wissenschaftlichen, medialen und persönlichen Diskussionen und aller damit einhergehenden Inszenierungen, Erklärungen und unglücklichen Vorher – Sagen kann man sich damit ein für allemal schenken.

Die gestrige Pressekonferenz mit dem Kanzler, dem Gesundheitsminister, einem Vizerektor und Wissenschaftler, dem Bürgermeister Ludwig und dem steirischen Landeshauptmann war ein wirklich positives, schönes Signal in Richtung eines Schulterschlusses, aber leider in Verknüpfung mit der Nennung eines weiteren absurden Datums in Form des 8. Februars anstelle dem einzig klaren Ziel , diese Zahl 25 (oder notfalls eben nur 50, wobei einigen Wissenschaftlern in Wahrheit die Zahl 0 das wahre Ziel ist), zusammen mit gezielten Testungen und einer sinnvollen Impfaufklärung gemeinsam zu erreichen.

Gesundheit uns allen

Alles Liebste und Gesundheit uns allen, passt auf euch, auf eure Liebsten und aufeinander gut auf, Euer AleX

# 68 Arbeit und Bildung

Österreich hat einen neuen „Arbeitsminister“, in den viel Hoffnung gesetzt wird und eine seit Jahrzehnten, nach wie vor konsequent und tunlichst vermiedene, sowie seit eh und je, inzwischen schon schmerzlich vermisste Bildungsreform mit einem allerdings mehr als entbehrlichen Bildungsminister. Nun, warum bringe ich hier zwei Bereiche miteinander zum Tisch, die auf den ersten Blick, und zwar nur auf den ersten, angeblich nichts bis kaum etwas miteinander zu tun haben könnten, zu tun haben wollen oder zu tun haben müssen?

….

Es scheint sich alles um Themen wie den „Kostenfaktor Arbeit“, „Vollbeschäftigung“, „Mehrbeschäftigung“, „Dringende Reform der Gewerbeordnung“, „Homeoffice“, „Schaffung neuer Arbeitswelten durch Flexibilisierung“, „Bürokratieabbau ohne Nachteil für den Bürger“, „Wirtschaftsverständnis in der Bildung“, „Mut und PLanungssicherheit“, „Umschulungen“, „Jobs und Stellenangebote“, „Kurzarbeit“, „Rekordarbeitslosigkeit“, „AMS – Service für Arbeitssuchende“, „Arbeit und Pensionen“, „Teilzeitbeschäftigung“, „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, „Job Plattformen“, „Job Börsen“ und Job Suchmaschinen“, „Arbeitsministerium“, „Karrieren“, „Studenten Jobs“, Nebenjobs“, Personalvermittlungen“, “ „Berufsanerkennung“, „Unternehmer“, „Dienstnehmer“, „Lehrstellenbörsen“, „Arbeitsmärkte“, „Abeitsmarktdaten“, „Arbeitslosengeld“, „Branchen“, „Digitalisierung“, „Bewerbungen“, „Weiterbildungsmöglichkeiten“, „Erwerbstätigkeit“ und vieles, ähnliches mehr zu drehen.

Arbeit

Laut Wikipedia steht Arbeit für:

Beruf

Unter „Bildung“ findet sich auf Wikipedia unter anderem folgendes sehr Interessantes: Bildung ist ein sprachlich, kulturell und historisch bedingter Begriff mit sehr komplexer Bedeutung. Eine präzise, oder besser noch einheitliche Definition des Bildungsbegriffs zu finden, erweist sich daher als äußerst schwierig. Je nach Ausrichtung und Interessenlage variieren die Ansichten darüber, was unter „Bildung“ verstanden werden sollte, erheblich. „‚Bildung‘ verweist auf Bild und damit zurück auf die bis in unser Jahrhundert aufgegriffene […] Genesispassage (1. Buch Mose 1,26f.), nach der Gott den Menschen nach seinem Bilde geschaffen hat. Gleichzeitig ist es diesem Geschöpf verboten, sich ein Bild Gottes zu machen.“

Bild

Nach Bernward Hoffmann wird Bildung als die Entfaltung und Entwicklung der geistig-seelischen Werte und Anlagen eines Menschen durch Formung und Erziehung verstanden. „Der Begriff ist abgeleitet vom ‚Bild‘, einer Sache Gestalt und Wesen zu geben. Das Wort Bildung ist heruntergekommen zur Bezeichnung bloßen Formalwissens. Bildung ist dann nicht weit von Einbildung entfernt oder bezeichnet nur das, was gesellschaftliches Nützlichkeitsdenken der Herrschenden gerade für wichtig erachtet.“

Um dem Theorie-Dilemma zu entgehen, einseitig die subjektive oder objektive Seite der Bildung zu erhöhen, kennzeichnet sie Tobias Prüwer als einen offenen Prozess, der sich insbesondere als ein sprachlich vermitteltes Situieren im Verhältnis von Ich, Welt und sozialer Mitwelt vollzieht. Er schlägt eine „postmoderne“ Variante vor: „Skepsis und Kritik stellen wesentliche Merkmale der Bildung dar: Differenzieren und Unterscheiden legen die Grundlage für selbständiges Ermessen und eine souveräne Urteilskraft, schärfen und relativieren das individuelle Weltbild. Bildung zielt auch auf das Offene und Mögliche, das innerhalb der Sachzwanglogik aus den Augen gerät. In der im Bildungsbegriff verankerten Anerkennung der verschiedenen und gleichrangigen Lebensformen liegt zudem ein radikal-demokratisches Element.“

das Offene und Mögliche

Während in unserem Alltagsdenken und -handeln der Bildungsbegriff stark mit Begriffen wie „Belehrung“ und „Wissensvermittlung“ verbunden ist, wurde er seit Wilhelm von Humboldt in der Theorie und der Programmatik erweitert. Nach Hartmut von Hentig komme „dem Wort Bildung seither das Moment der Selbständigkeit, also des Sich-Bildens der Persönlichkeit“ zu.[9] Humboldt selbst führte dazu aus: „Es gibt schlechterdings gewisse Kenntnisse, die allgemein sein müssen, und noch mehr eine gewisse Bildung der Gesinnungen und des Charakters, die keinem fehlen darf. Jeder ist offenbar nur dann guter Handwerker, Kaufmann, Soldat und Geschäftsmann, wenn er an sich und ohne Hinsicht auf seinen besonderen Beruf ein guter, anständiger, seinem Stande nach aufgeklärter Mensch und Bürger ist. Gibt ihm der Schulunterricht, was hierfür erforderlich ist, so erwirbt er die besondere Fähigkeit seines Berufs nachher so leicht und behält immer die Freiheit, wie im Leben so oft geschieht, von einem zum anderen überzugehen.“

Freiheit

Der deutsche Hirnforscher, Prof. Gerald Hüther, meint dazu unter anderem folgendes: „Wir Menschen sind und bleiben ja alle Suchende. Wir müssen erst herausfinden, worauf es für ein gelingendes und glückliches Leben ankommt. Dabei laufen wir ständig Gefahr, uns in uns selbst und mit anderen zu verwickeln. Oder uns gar auf dieser Suche zu verirren. Auch ich habe mich in meinem Leben oft genug geirrt und verwickelt, aber wie sonst hätte ich lernen können, mich daraus auch immer wieder zu befreien? Ein guter Schulabschluss ist kein Indikator für Intelligenz, sondern für Anpassungsfähigkeit.“

Suchende

Soweit, so gut. Langsam merken wir jedoch, wie das eine das andere bedingt, wie Bildung mit Arbeit und Arbeit mit Bildung durchaus zusammenhängt, zusammenhängen darf und kann. Der derzeit bestehende Bildungs Status Quo spiegelt einzig und alleine leider genau das, was die vormals „herrschende Klasse“, die heute die Themen Wirtschaft, Jobs und Profit „bestimmende Klasse“ von uns Menschen für das möglichst reibungslose Funktionieren Ihrer Gewinnmaximierungsmodelle mit tatkräftger Unterstützung ihrer Handlanger und Vollzugsgehilfen in der Politik erwartet: es braucht eben nicht selbstständig denkende, empathische, verantwortungsvolle, möglichst un – abhängige und kreative Menschen sondern möglichst unglückliche, unmündige, von diesem und jenem abhängige, obrigkeitshörige, unter – richtete Konsumenten. Wo das „Haben“, Status, Form und Besitz alles zählt und das „Sein“ nichts. Was man gewinnt, was man so schnell und effizient wie möglich unter zu Hilfenahme aller Mittel jenseits vieler bis aller Skrupel und unter möglichst optimiertem Einsatz der Ellbogen er – reicht . All das zählt. Wo Zeit Geld ist und nicht eine schnöde Illusion. Wo alles zählt was zahlt und wo nichts zählt was nur „ist“. Wie die Natur zum Beispiel. Oder ein Tier-, Pflanzen oder Menschenleben eben.

Sein

Wenn man in der „Schule“ jungen Menschen als erstes jeden Enthusiasmus einschliesslich der meisten ihrer Träume raubt, nicht auf ihre Talente und besonderen Fähigkeiten und Stärken eingehen will, sie permanent be- und entwertet und ihnen statt dessen ein Bildungskorsett in Richtung des perfekten Konsumenten und dem braven, ängstlichen und hörigen Bürger unter – richtet und an – tut anstatt sie aufzurichten, zu ermutigen und zu fördern, braucht es uns wirklich nicht wundern, warum es immer weniger Berufene und Berufe gibt und sich immer mehr bis alle fast ausschliesslich nur mehr um sogenannte „bullshit Jobs“ anstellen, bewerben oder glauben, sich auf eben solche „umschulen“ lassen zu müssen, um weiterhin ihre überteuerten Mieten zu bezahlen und ihr Auskommen weiterhin finanzieren zu können.

Auf – richten

Ich treffe immer wieder Menschen, die behaupten, vollkommen unmusikalisch zu sein, obwohl es das erwiesenermassen schlicht und einfach nicht gibt. Sehr wohl aber tatsächlich existierende, unter – richtende Be – Lehrende und Be – Wertende, die Ihnen das irgendwann mit Erfolg weis gemacht haben. Oder liebevolle Herzensmenschen, die ernsthaft von sich behaupten, zwei linke Hände zu haben: in Wahrheit hatten sie oft nur einen einzigen, beschissenen frustrierten Lehrer. Das reicht, um einem ursprünglich mit Potential, Kreativität, Enthusiasmus und Talenten gesegneten Menschen sein weiteres Leben für immer zu versauen.

Potential

Es wird heftigst diskutiert über alles rund um einen fast schon fiktiven Begriff „Arbeit“, ohne eben diesen Begriff auf der Höhe der Zeit jemals definiert, geschweige denn dringend „neu definiert“ zu haben.

…..

Der deutsche Philosoph Richard David Precht hat genug davon, dass – aus seiner Sicht – die Arbeitswelt von morgen gern schön geredet wird, dass es heißt, in der digitalen Zukunft gibt es auch weiter Jobs für jeden, man müsse nur die Chancen nutzen und sich weiterbilden. „Wenn Sie 20 Jahre als Busfahrer gearbeitet haben, werden Sie nicht einfach Virtual-Reality-Designer“, ist Precht überzeugt. Nicht jeder sei zum IT-Experten geboren. Es gebe zwar noch einige Bereiche, in denen der Mensch weiterhin dem Roboter überlegen sein werde – etwa das Handwerk („Ein Roboter kann keine Heizung reparieren“) oder im sozialen „Kümmerer-Bereich“ (Schulen, Kindergärten, Ärzte). Grundsätzlich aber rate er dringend zur intensiven Diskussion über das bedingungslose Grundeinkommen und der Abkehr von der Leistungsgesellschaft, in der der Wert eines Menschen über seinen Verdienst definiert werde. Es sei ein Fehler von Gewerkschaften und Betriebsräten, dass sie sich dieser Debatte bisher verschließen würden.

Diese Zukunftsgläubigkeit geht Precht eindeutig auf die Nerven. Das „Festhalten am kitschigen Arbeitsbegriff“ sei falsch, man müsse „raus der Leistungsgesellschaft“. Auch künftig werde es noch reichlich zu tun geben, allerdings sei die Frage, ob man dafür auch Geld kriege. 

Virtual Reality Designer

Vor ein paar Tagen hatte ich eine wirklich nette Unterhaltung mit einer älteren Dame mit Hund, die ich auf einer meiner Radexkursionen vor einer Bäckerei am Rande der Stadt in der Warteschlange davor getroffen hatte. Nachdem sie mir erklärte, dass einer Ihrer Enkel wohl Musiker ist und , wie ich eben auch, Alexander heisst, der aber ursprünglich, so wie ch auch, Medizin studieren wollte, war sie nicht nur freudig berührt ob dieser offensichtlichen Parallelen sondern auch offensichtlich total erstaunt, irgendwo zwischen Ungläubigkeit als auch Bewunderung , dass ich schon seit ich denken kann, immer Musiker werden wollte und es seit inzwischen über 45 Jahren auch tatsächlich bin.

Radexkursion

Sie wollte zum einen wissen, ob ich denn davon leben könnte, was ich mit „gestorben bin ich daran bis heute nicht“ lachend beantworten konnte. Und dann meinte sie, wie ich das denn sähe heutzutage? Ich sagte ihr, dass in Anbetracht des exzessiven Verlustes an Arbeit und rasanten Verschwinden von immer mehr Arbeitsplätzen weltweit, einhergehend mit einer gewissen Absurdität der Berufsstände „Zukunftsforscher“ und „Arbeitsmarktanalysten“, ich jedem jungen Menschen nur dringend ans Herz legen kann, allen Unkenrufen zu Trotz vertrauensvoll jenen Weg zu verfolgen, wofür sie innerlich brennen und wovon sie träumen. Da können sie einmal grundsätzlich nie falsch sein und dieser Weg wird sich allen äusseren Umständen gegenüber immer bewähren und erfüllend sowie Sinn stiftend sein.

Sinn…..

„Was Hännschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“, heisst es. „Was Hans glaubt nicht zu können, wurde Hännschen erfolgreich ausgetrieben“ müsste es besser heissen. Solange wir immer mehr Jobs ergreifen oder uns ausschliesslich um Jobs bemühen, wo wir entweder das meiste Geld verdienen oder wir Studien inskribieren aus den selben oder ähnlichen Gründen oder wo wir zumindest Aussicht auf möglichst viel Freizeit haben werden, haben wir sowohl in Sachen Bildung als auch in Sachen Arbeit im Sinne des Wohles des Individuums als auch der Menschheit so gut wie alles falsch verstanden, falsch weitergegeben, falsch unter – richtet und einfach vollkommen verkehrt gemacht bis total vergeigt.

„Hännschen“ ist neugierig 😉

Wir brauchen neue Zukunftsorte und Lernplätze, soviel ist sicher, wo wir alle voneinander lernen dürfen und können, ohne jemanden, der oder die glaubt alles zu wissen nur weil sie oder er etwas „studiert“ hat oder in diesem oder jenem „unter – richtet“ wurde. Wir müssen uns trauen und den Mut und die Initiative haben, uns wieder gegenseitig „Aufzurichten“ Jung und Alt, versiert und neugierig, erfahren und wissbegierig, dort geht,s lang.

Siehe bitte auch: https://pimpmyband.live/2020/11/09/38-wert-sinnvolles-schaffen-bitte-um-eure-hilfe-input-und-unterstutzung/

#67 Das Geheimnis des Lebens ist „zu sterben bevor Du stirbst“ – find death, before death finds you

Diese Aussage beschäftigt mich wirklich schon seit langem, aber ganz besonders in der Stille, besonders in der Ruhe der Natur in den letzten Monaten, Wochen und Tagen. Nur konnte ich bislang beim besten Willen keinen tieferen Sinn darin sehen, die Be – Deutung dessen bis heute nie so richtig ergründen, obwohl es wirklich immer schon sehr bedeutungsvoll aus der Tiefe meines Seins zu mir gesprochen hatte.

B – Deutung

Was soll denn das zum Teufel heissen: „Sterbe, bevor du stirbst“ – „find death. before death finds you“? Jetzt sind gestern und heute zwei meiner spirituellen Lieblingslehrmeister, der aus Jamaika stammende, in Grossbritannien aufgewachsene und in Portugal lebende Mooji und der deutsche, in England aufgewachsene und in Kanada lebende Eckhart Tolle innerhalb weniger Stunden mit diesen identen messages, mit diesen bedeutungsvollen aber für mich bis heute nicht wirklich Sinn stiftenden Gedanken, scheinbar vollkommen unabhängig voneinander, via youtube in ihrer geballten Klarheit sowie zugleich Sanftmut auf mich eingestürmt. Und jetzt verstehe ich nicht nur, was damit immer gemeint war, sondern jetzt erkenne ich klar und deutlich, was all das zu bedeuten hat, was „es“ damit auf sich hat und was „es“ meint.

Gedanken

„Solange der EGO Verstand dein Leben regiert, findest du keine wirkliche Ruhe; du kannst nicht friedlich oder erfüllt sein, ausser in Augenblicken, in denen du bekommen hast, was du wolltest, in denen gerade ein Verlangen erfüllt wurde. Da es sein Selbstgefühl immer von äusseren Dingen ableitet, besteht das Ego aus Identifikationen. Auch muss es ständig verteidigt und gefüttert werden. die häufigsten Ego – Identifikationen haben mit Besitz, Arbeit, mit sozialem Status und Anerkennung zu tun, mit Wissen und Bildung, körperlicher Erscheinung, besonderen Fähigkeiten, Beziehungen, persönlicher und familiärer Geschichte, Glaubenssystemen, oft auch mit Identifikationen wie Politik, Nationalität, Rasse, Religion und Ähnlichem.

Nichts davon bist DU. Findest du das beängstigend? Oder ist es eine Erleichterung? All diese dinge wirst Du früher oder später aufgeben müssen. Vielleicht findest du es noch schwer, das zu glauben. Ich will gewiss nicht, dass du glaubst, deine Identität sei in keinem dieser Dinge zu finden. Du wirst selbst herausfinden, dass das wahr ist. Du wirst es spätestens dann wissen, wenn der Tod naht. Der Tod nimmt alles weg, was du nicht bist. Das Geheimnis des Lebens ist, „zu sterben, bevor du stirbst“ – und heauszufinden, dass es keinen Tod gibt.“ Eckhart Tolle

Das Geheimnis des Lebens

Also ich finde das extrem befreiend, befreiend von einer Menge an Dingen, Zwängen, Erwartungen, eigenen und denen anderer, Status, Karrieren, Biographien, Besitz und so weiter. Damit macht all das auch erst Sinn, warum ich mir nie meiner eigenen Geschichte und Biographie so vollkommen bewusst bin, warum ich selten bis nie mit meiner eigenen Biographie schlafen gehe und als erstes im Bade meiner eigenen Wichtigkeit auch wieder aufstehe. Dass ich dieses Curriculum Vitae kaum bis nie am Schirm habe, ausser ich brauche es für ein Bewerbungsschreiben oder eine Förderung, wo ich mich dann immer wundere und wirklich staune, dass tatsächlich ich, meine Person, meine Persönlichkeit, all das schon gemacht, geschaffen und produziert haben soll.

…..

Unglaublich eigentlich – und zugleich doch so unfassbar irrelevant und unwichtig. Niemand ist ja wirklich nur was man tut oder gemacht hat, besitzt oder glaubt noch unbedingt tun zu müssen. Ja, liebe Karriere Schmieder und Erfolgsleitern Kraxler, Ellbogen Techniker, Herzinfarkt an Wärter, Burnout Opfer und voll gepimpte, up the Ying Yang optimierte, mega effiziente Competition Victims und Wettbewerbs Champions. Ich bin. Punkt. enough. Das reicht vollkommen.

reicht vollkommen

Mooji meint unter anderem, dass so gut wie alle von uns felsenfest in der Illusion unserer Persönlichkeiten gefangen sind, weil wir ja anscheinend tatsächlich glauben, dass wir das sind, was wir denken und fühlen und uns dadurch voll mit unseren Gedanken, Überzeugungen, Emotionen, Ängsten identifizieren. Aber in Wahrheit ist all das immer nur ein stetes Kommen und Gehen, wie die Wolken, die der Wind über den Himmel unseres selten wachen oder meistens träumenden oder schlafenden Bewusstseins bläst.

what a guy…..

Aber etwas in uns kann genau das Beobachten, etwas in uns spürt, sieht die Welle der Angst, die Euphorie, den Zorn, die Gier, die Lust, die Trauer und Verzweiflung in uns hochsteigen und auch wieder verschwinden. Das – „es“ – unser wahrhaftiges Selbst, nicht das Ego, ist stiller Zeuge und Beobachter all der Gedankengewitter, Sorgen, Nöte, Begierden, Neid, all dessen, aber von all dem vollkommen unberührt, nicht be- oder verurteilend, ungeboren, weil immer hier und da, ohne Alter, ohne Agenda, zeitlos – unsterblich. Und selbst dieser Beobachter kann bewusst wahrgenommen werden. Durch das Bewusst – Sein. Dort geht,s lang, in Liebe, in Frieden, in Freiheit – das Leben.

Leben…..

#66 Wo ist denn dieser Tage wirklich „vorne“ – wo geht’s lang?

Nachdem wir alle, zumindest sehr viele von uns, seit geraumer Zeit, leider nicht so sehr Klimakrisen als eher Pandemie bedingt, wie ein Haufen aufgeschreckter und aufgescheuchter Hühner laut gackernd herumzulaufen scheinen, sollten wir uns bitte gerade JETZT die Zeit und Musse nehmen, in uns zu gehen und unsere Herzen fragen, wo es von hier aus lang gehen könnte bzw. wie wir konstruktiv weitermachen oder ob wir eher so weiterwurschteln wollen wie bisher, was uns ja genau hierher gebracht hat, was dann doch nicht so super fantastisch toll sein kann, wie es uns manche, allen die letzten Jahre und Jahrzehnte gemachten Erfahrungen und Erkenntnissen zum Trotz, immer noch hartnäckig weiss zu machen versuchen.

JETZT

Wenn ich mir anhöre, was zum Beispiel der Nachfolger der frisch abgedankten, österreichischen Familien -und Arbeitsministerin so von sich gibt, bin ich mir nicht sicher, ob wir tatsächlich nach wie vor nicht lernfähig sind oder ob die Ignoranz noch immer eindeutig das Kommando übernommen zu haben scheint. Dieser redet weiterhin von „Wachstum“ der Wirtschaft und Rettung von Arbeitsplätzen in Form von grösstenteils bullshit Jobs, die ohnedies kaum jemand mehr machen oder haben will. Und das in einer Zeit, wo diese Regierung in einer grossflächigen, noch nie da gewesenen und grosszügigsten Finanzierungskampagne der heiligen Kuh einer möglichst flächendeckenden „Digitalisierung“ ihr Heil zu finden glaubt, was alleine schon eine systematische Arbeitsplatz Vernichtungskampagne erster Klasse ist. Laut ORF wolle er rascher zurückkehren auf den „Wachstumspfad“ sowie den Standort stärken. Und der kurze Kanzler will Österreich wieder „zu alter Stärke“ führen.

„Wachstumspfad“

Folgende Fragen tun sich auf: Wohin will Österreich’s Wirtschaft denn weiterhin uneingeschränkt glauben wachsen zu müssen bzw. zu dürfen, und vor allem: zu wessen Gunsten und um welchen Preis? Koste es was es wolle ? Koste es vor allem „Wem“ was es wolle? und wer oder was bitte genau ist „es“? Welchen Stand an welchem Ort will man denn für wen oder wozu genau stärken und was am „Alten“ war denn nun bitte wirklich „stark“?

stark?

So gut wie alle wollen, dass sie „wieder normal leben können“, am Besten so, wie bisher bzw. wie bis vor Covid 19. Aber was heisst und bedeutet denn das genau?

Wollen wir weiterhin unsere 99Cent Billig Schnitzel täglich in die Pfanne knallen, auch wenn inzwischen so gut wie alle wissen, dass die süssen „Ja Natürlich“ Schweinchen unter furchtbaren Bedingungen, in Massentierhaltung mit Spaltböden mit wenig bis keinem Bewegungsraum vollgepumpt mit Antibiotika ein immer schnelleres Mastferkel Dasein, was man schwer bis gar nicht als „Leben“ bezeichnen können wird, hinter sich bringen müssen? Oder weiterhin wöchentlich bis täglich unsere 5.- Euro T-shirts, Blusen, Hosen oder Hemden bei den diversen Billigstläden und Ketten kaufen, auch wenn wir alle bereits wissen, dass davon die meisten mit Hilfe von Kinder- und Frauenarbeit unter menschenunwürdigen, schrecklichen Bedingungen, grossteils in Pakistan, China oder Indien hergestellt werden und die dort lebenden Menschen, die dortigen Flüsse, Trink- und Grundwasser im Zuge dessen systematisch, rücksichts- und verantwortungslos immer mehr und mehr vergiftet werden ? Billig hat auch seinen Preis. Und „jemand“ muss den bezahlen – „immer“. Egal ob Kinder, Frauen, unsere Enkel und zukünftigen Generationen oder eben Schweine. Kein Scheiss.

Billig hat auch seinen Preis

Wollen wir uns weiterhin fette SUVs mit Super Bonus zulegen, um damit von Floridsdorf nach Favoriten, von Klosterneuburg nach Kagran und wieder retour zu fahren? Wollen wir weiterhin mit Billigstfluglinien in Scharen und Horden in Billigst All Inclusive Urlaube fliegen und flüchten obwohl die Umwelt und die Natur schon mehr als auf einem Stock gehen? gnadenlose Umweltzerstörung, immense Luft- und Wasserverpestungen und jede Un- Art von Massentourismus Wahnsinn All Inclusive? Wollen wir uns weiterhin im Kollektiv auf die Suche nach Arbeit, oder besser gesagt, bullshit Jobs machen, nur um weiterhin, ganz normal wie bis vor kurzem eben, unsere weit überhöhten Mieten, unsere Autos und Zweitautos auf Pump, unsere TV Riesenbildschirme, Handys, Laptops und Notebooks zu bezahlen ? Oder wollen wir schlussendlich doch zur Besinnung kommen und den Mut fassen um Raum und Platz zu machen, für all das was da eigentlich und wahrhaftig in uns allen brennt, auch wenn es nur ein stilles, flackerndes Kerzenlichtlein ist, wofür wir oft nur geheim und im Stillen leidenschaftlich brennen oder irgendwann einmal gebrannt haben, nennen wir es Berufe von Berufung, die uns, und damit auch unsere Liebsten, tatsächlich mit Sinnhaftigkeit und Freude erfüllen könnten?

Besinnung

Wollen wir unsere einzigen, kostbaren, wertvollen Leben, die wir zu „haben“ glauben, ohne weiteres weiterhin für die Profitgier einiger weniger Konzern- , Firmen- und Industrie Bonzen, den diversen, für die Wirtschaft ach so wichtigen Bruttosozialprodukten, an denen kaum bis nichts „sozial“ ist, den Börsen und ihren Aktienhaien, Shareholders und Profit Abzockern vergeuden um am Ende langer, oft menschenunwürdiger und mühsamster Leidens- und Lebenswege noch die jeweiligen Pensionen gekürzt zu bekommen? Zu bereuen, nicht das getan zu haben, wovon wir immer träumten oder uns nicht getraut haben, genau das zu tun? Kinder in Schulen schicken, die auch weiterhin nicht ihre Talente erkennen, geschweige denn fördern werden und damit ungeniert weiterhin massenhaft kreatives, innovatives Potential verbrennen um viel zu viele junge Menschenleben und deren Träume für immer auf einen Weg zu den besten Konsumenten zu schicken, für die wir letztendlich „ausgebildet“ oder schliesslich „umgeschult“ werden?

aus – gebildet und um – geschult

Sind wir denn überhaupt noch fähig oder willig, etwas dazu zu „lernen“? Uns und unser Verhalten in vielen Bereichen zu unserem eigenen Vorteil zu verändern? Oder haben wir inzwischen schon vollkommen den Kontakt zu unserem „Mensch sein“ verloren, weil uns tagtäglich eingetrichtert und reingehämmert wird, dass wir ja „Konsumenten“ sind und anscheinend „vorrangig nur das“ zu sein haben, die eben existieren und den Sinn ihres Daseins damit ausreichend begründet finden, um in erster Linie zu konsumieren, solange und auf welch mannigfache Art und Weise es eben irgendwie geht?

Konsumenten, und keiner geht hin…..

Irgendwann haben wir ja noch verstanden und „gelernt“, dass Sicherheitsgurten in Autos oder Sturzhelme bei Motorradfahrern keine Freiheitsberaubung sind sondern in inzwischen abertausenden Fällen tagtäglich Leben und Lebensqualität retten können. Irgendwann haben wir doch grossteils akzeptiert und verinnerlicht dass die Erde keine Scheibe sondern eine wunderschöne Kugel ist. Irgendwie ist es uns ja anscheinend gelungen die Pocken weltweit so gut wie für immer auszurotten, und kaum jemandem bis annähernd niemandem ist dadurch ein riesengrosser Schaden entstanden. Wir haben ja auch lernen dürfen, dass moderate, tägliche Bewegung an der möglichst frischen Luft in der Natur und gesunde, am besten täglich selbst gekochte Ernährung mit einem hohen Gemüse Anteil für uns nicht nur gesund ist sondern sich das Leben auf diese Weise extrem reicher, angenehmer und leichter leben lässt.

wir sind alle eins….

Wir müssen deshalb ja nicht auf alles lieb gewonnene verzichten, aber aus der uns schon fast erdrückenden Fülle verantwortungsvoller, nachhaltiger, weitsichtiger und gesünder zu schöpfen lernen und dabei zu nicht aus den Augen zu verlieren, wann man satt und ab wann man übersättigt ist und besonders, was ich, meiner, mir, mich für Du, deiner, Dir, dich bedeuten mag. Weil WIR eben wirklich alle eins sind, miteinander verbunden sind, ob uns das nun bewusst ist oder nicht und das Gerücht und der permanente, populistische und populäre Verweis auf „die Anderen“ eine einzige furchtbare, zerstörerische, polarisierende sowie traurige, uns alle isolierende und voneinander trennende Illusion ist.

ich, meiner, mir, mich – du, deiner, dir, dich

“ The answer is not in further development of conceptual thinking, or another way of putting it: more information is only more information, because we live in the so called „information age“and you can get all the information on your computer. That is quite amazing. Before you had to buy the Encyclopedia Brittannica, and now you can Google and Wikipedia all those things. All the human knowledge is there, but…..

Human evolution does not consist in finding more information. You don’t evolve by getting more and more information, in fact: the more information you gather the more confused you get if you are not connected with the „being“. Of course you know more than Jesus did 2000 years ago and you know a hundred thousand times more than the Buddha did. But that’s not vital, it,s knowledge but it,s not knowing.

So human evolution is not completely abandoned in conceptual thinking. No, to be able to use conceptual thinking without being trapped in conceptual thinking.
So it’s to transcend conceptual thinking, transcend meaning: you don’t remove it, you go beyond it, but it’s still there for you to use, but not for you to be used by…..“ Eckhart Tolle

„Die Antwort findet man nicht in der Weiterentwicklung des konzeptuellen, analytischen Denkens oder, um es anders auszudrücken: Mehr Information ist nur ein mehr an Information, nur weil wir anscheinend im sogenannten „Informationszeitalter“ leben und wir alles an Informationen auf unseren Computern und Mobiltelefonen jederzeit und überall abrufen können Das ist doch ziemlich erstaunlich. Früher mussten wir dafür die Encyclopedia Britannica kaufen und jetzt können Sie all diese Dinge „Googeln“ oder auf „Wikipedia“ finden. Das gesamte menschliche Wissen ist vorhanden, aber …..

Die menschliche Evolution besteht nicht darin, mehr Informationen zu finden. Sie kann sich so nicht weiter entwickeln, indem wir stetig mehr und mehr Informationen erhalten: Je mehr Informationen wir sammeln, desto verwirrter werden wir, wenn Information nur mit dem „Menschen“, aber nicht mit seinem „Sein“ verbunden sind. Natürlich wissen wir mehr als Jesus vor 2000 Jahren und wir wissen hunderttausendmal mehr als Buddha. Aber das ist nicht wichtig. Es ist analytisches, konzeptionelles Wissen im Sinne von Information, aber es ist nicht tieferes, wahrhaftiges, eben nicht konzeptionelles Wissen, möglicherweise sogar Weisheit

Evolution…..

Die menschliche Evolution ist also durch rein konzeptuelles Denken sicher nicht vollständig zum Scheitern verurteilt. Nein, es geht nur darum, konzeptionelles Denken anwenden zu können ohne darin gefangen zu sein Es geht also in gewisser Weise darum, das rein konzeptionelle und analytische Denken zu überwinden
und zu transzendieren im Sinne von: man entsorgt es nicht sondern man geht darüber hinaus. Es ist immer noch für uns da aber nicht umgekehrt“ Eckhart Tolle

Ich wünsche uns wirklich allen alles Liebste und eher das Bessere als das Beste, das Weise und das Leise, das Nachhaltige, Verantwortungsvolle, Gemeinsame über dem Trennenden und das Gesunde in unser aller Sinn möge sich durchsetzen können dürfen. Euer AleX

#65 „Dämonkratie“

Sturm auf das Kapitol in Washington DC. Von militanten, grossteils rechten, eingeschworenen sowie fanatischen Trump Anhängern. Auf die bis dato fast heilige Wiege der US Amerikanischen Demokratie. Die USA, ein bislang weltweites Vorzeigemodell in Sachen Demokratie und in oftmals eigener Sache, selbsternannte Weltpolizei – eine für mich immer schon mehr als fragwürdige Rolle, aber damit scheint jetzt mal vorläufig endlich Schluss zu sein. Nachdem der Mob ein paar Stunden zuvor vom amtierenden US Präsidenten dazu nicht nur aufgefordert, sondern mit eindeutigen Worten angestachelt und ermuntert wurde.

Trump beharrt ja wider aller Erkenntnisse , unzähligen Nachzählungen, Untersuchungen und einer Vielzahl an eindeutigen Gerichtsbeschlüssen zum Trotz nach wie vor und hartnäckig darauf, dass diese Wahl ihm und seinen Wählern gestohlen worden sei. Keine (Welt)Polizei weit und breit. Kein National Guard wie sonst in hoher Zahl bei den Black Lives Matter Demonstrationen vor nicht all zu langer Zeit. Mit Stunden Verspätung bestätigt allerdings dann der Senat, dessen Mitglieder zuvor vor dem aufgebrachten Mob ausser Haus und in Sicherheit gebracht werden mussten, den neugewählten Präsidenten Joe Biden. Trump ist aber noch knappe zwei Wochen in Amt und mehr als fraglichen Würden. Eine politische sowie demokratische Bauchweh- und Zitterpartie steht ins weisse Haus.

…..ins Licht

Was geht da ab? nicht an der Oberfläche, sondern in meiner Wahrnehmung, und sicher nicht nur in meiner, schon seit Langem und schon viel zu lange scheinbar unbemerkt, unentdeckt, unspektakulär, fast still und leise? Es scheint, als sei da oft schon nicht mehr drin was aussen drauf steht. Gut möglich, dass unsere vormals gut beschützten, von jeder und jedem respektierten, an sich sehr gut funktionierenden Demokratien im Sinne „aller in Ihr lebenden Mehr- und Minderheiten“ still und leise, aber konstant und mit offensichtlich klaren Zielen von innen systematisch ausgehöhlt werden.

Zum Teil durch populistische und totalitäre Strömungen, deren Poltergeister und ihren Hampelmännern, von Trump über Boris Johnson und Mr. Farrage, dem wir unter anderem zu guten Teilen das Brexit Desaster zu verdanken haben, dem Brasilianischen Indigenen Vernichter und Hasser und systematischen Regenwaldzerstörer Bolsonaro, über die deutsche AfD und Orbans Fides Partei und ja, leider bis hin zu den Österreichischen FFen und deren populistisch wesentlich stilsichereren und talentierteren Türkisen, denen man ein gewisses Drüberfahr – Gen sicher auch nicht ganz absprechen können wird und noch unzähligen anderen in diesen zunehmend demokratieunterminierenden Gewässern.

Gewässer

Demokratie, wie wir sie bis vor nicht allzu langer Zeit noch schätzten und zu kennen glaubten, wurde in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer mehr zu einer Farce, zu einer immer weniger sagenden Hülle unter deren Deckmantel sich manche Despoten, selbsternannte Herrscher und zu huldigende Heilige, Bestechung, Korruption, Betrug und Fake News immer breiter gemacht haben.

Das hatte zur Folge, dass die Menschen mit Recht des Umstandes überdrüssig geworden sind, dass jene, die von Ihnen unter riesigem und lautstarkem, grellem medialem TamTam und der Hilfe von Marketing Millionen, gut möglich: eher Milliarden, gewählt werden wollen, in Wahrheit immer weniger bis gar nicht mehr bereit sind, für die Wähler und die Menschen, die in diesen jeweiligen Ländern leben und Steuern zahlen, zu arbeiten oder vornehmlich zu deren gemeinsamen Wohl am Start sind. Vieles scheint zu einem riesig aufgeplusterten Spektakel, einer billigen Talk- oder Casting Show voller Fake News, Unaufrichtigkeiten, Lügen, doppelten Böden, über Jahrzehnte verschleppte Gerichtsverfahren, Provokationen und Verantwortungslosigkeiten, gespickt mit Ignoranz, Besserwisserei und pandemischer Inkompetenz verkommen.

da ist schon Moos darüber gewachsen…..

Der Umstand, dass vielerorts ein gemeinsamer Aufstand entweder sehr lange bis auf ewig auf sich warten lässt, im obrigkeitshörigen Österreich mit Sicherheit am Längsten, bzw. die Mittel und Wege, den durchaus berechtigten Unmut zu äussern immer öfter mehr als fraglich und hinterfragenswert sind und die meist verantwortungslosen Verantwortlichen diese dann liebend gerne und mit Freude, medial zumeist bestens unterstützt, in einem einzigen fiesen Abwaschen mit Rechtsradikalen, Verschwörungstheoretikern und Impfmuffeln in einen lauwarmen Topf glauben werfen zu können.

Aussichten…..

So geschehen auch gestern Abend in der ZIB2 durch unseren Aussenminister, der vor ein paar Tagen, in enger Abstimmung mit unserer vormals „christlich sozialen“ Regierung strikt und vehement gegen die Aufnahme von Kindern und Familien eingetreten ist, die neben anderen menschenunwürdigen Grauslichkeiten des nächtens von Ratten angefressen werden, und sich mit seiner Regierung nach wie vor geschlossen verweigert, zumindest ein paar hundert von Ihnen aus den katastrophalen Lagern in Griechenland nach Österreich zu holen, obwohl es hierzulande dafür grosse Aufnahmebereitschaft gibt von Seiten verschiedener Gemeinden, Kommunen und Familien, unterstützt von allen Kirchen, so gut wie allen NGOs und auch „meinem“ Bundespräsidenten. Anscheinend ist Menschlichkeit uncool und darf schlicht und einfach nicht mehr sein. https://tvthek.orf.at/profile/ZIB-2/1211/ZIB-2/14077559/Aussenminister-Schallenberg-Trump-kann-sich-Verantwortung-nicht-entziehen/14831851

da ist der Himmel ins Wasser gefallen…..

Nun: Dagegen sein , wogegen auch immer, ist, oberflächlich betrachtet, sicher eine durchaus nachvollziehbare und oft auch legitime Massnahme, aber zugleich auch immer nur die B-Seite der ein und selben Medaille. Der Schnee, den ein Schneepflug oder das Geröll, das ein Bagger scheinbar weg stemmt, wird auf ihren grossen Schaufeln allerdings rasant zunehmend grösser, schwerer und mächtiger bis beides sich, schneller als man scheuen kann, in Lawinen verwandelt hat. Gegendruck erzeugt immer noch mehr Druck, sodass sich schlechte, ungesunde, ungerechte Situationen dann immer weniger aufzulösen imstande sind, sondern sich immer mehr verhärten bis sich viele nur mehr in eine scheinbare Ausweglosigkeit verrennen.

der Pfad…..

Der Pfad, uns aus dieser dualistischen Hölle, in der wir alle auf die eine oder andere fiese Weise, scheinbar ohne die geringste Chance auf ein Entrinnen, auf ein Freilassen gefangen zu sein glauben, scheint mir einzig und allein in einer kollektiven Bewusstwerdung , einer radikalen, glasklaren, für manche sicher kaum vorstellbaren aber gerade deshalb umso notwendigeren gesellschaftlichen Bewusstseinsänderung auf uns zu warten. Einer vollkommenen Neudefinition von wer wir sind, wie wir glauben leben, zusammenleben, kommunizieren, konsumieren, uns einender inspirieren, kreativ befeuern, denken, einander helfen, von und miteinander lernen, uns unterstützen oder einfach uns selbst und das Gegenüber wahrnehmen zu müssen oder besser: zu können und dürfen.

Klarheit…..

Frei nach dem Motto: „Stell dir vor es ist Krieg, und keiner geht hin“. Wie wunderbar diese Aussage doch ist. „Keine und keiner geht hin“ und NICHT alle sind gegen den Krieg, NEIN. NICHT HINGEHEN, SICH NICHT HIN- und HINEINTREIBEN LASSEN, in was auch immer. Egal von welcher oder auf welcher Seite. Stattdessen symbolisch die Machete auspacken, die Ärmel aufkrempeln, das Hirn ins Herz holen und einmal ordentlich und gründlich in Ruhe und Stille, am besten in der Natur durchlüften, wirklich auf unsere Herzen hören und beginnen, neue, gesunde, dem Gemeinwohl dienliche Wege in den verfahrenen, verworrenen, und zugewachsenen Dschungel zu schlagen, und in der Tat, mutig zu lernen, vollkommen neue, uns Menschen wesentlich würdigere Wege, weit abseits der für uns alle breit ausgetrampelten und schon X-mal vorgekauten, zubetonierten, 8spurigen Autobahnen als angeblich liebenswerteste Konsumenten, kränkste Patienten, bravste BürgerInnen und die begehrenswertesten WählerInnenn aller Zeiten, zu gehen.

gesund…..

Wählen wir das Leben, wählen wir den Frieden, wählen wir doch endlich Menschlichkeit und keine faulen Programme. Wählen wir Würde und keine Be- und Verurteilungen. Wählen wir doch bitte endlich und stattdessen eine Gemeinschaft und Gesellschaft voller inspirierender, kreativer, kompetenter, Mut machender, empathischer Mitmenschen, um miteinander, gemeinsam, auf der Höhe unseres gemeinsamen Wissensstandes und all unserer gemeinsamen Skills und Fähigkeiten ein neues, gesünderes, menschenwürdigeres, liebevolleres, klügeres, weitsichtigeres, nachhaltigeres, wahrhaftigeres, JA – demokratisch im besten Sinne – ein lebenswertes JETZT für alle zu schaffen. Modelle dafür gibt es schon genug . JA, WIR KÖNNEN DAS – WATCH!

#64 Was ist eigentlich noch „normal“ an der Normalität?

Der Mensch (Homo sapienslateinisch für „verstehender, verständiger“ oder „weiser, gescheiter, kluger, vernünftiger Mensch“) ist nach der biologischen Systematik eine Art der Gattung Homo aus der Familie der Menschenaffen, die zur Ordnung der Primaten und damit zu den höheren Säugetieren gehört. Allgemeine Eigenschaften der Menschen und besondere Formen menschlichen Zusammenlebens werden in der AnthropologieEthnologie und Soziologie untersucht.

Mensch

Als gäbe es tatsächlich keinen vollwertigen, psychisch, seelisch, spirituell und physisch, ganzheitlich gesunden, vollständigen, intakten „Menschen“ mehr weit und breit. Das sind auf jeden Fall nur ein paar jener Zeilen, die uns derzeit täglich zum braven Bürger, zum ängstlichen Patienten und zum hörigen Konsumenten schlagen:

Offizieller Impfbeginn nun doch früher

7-Tage-Inzidenz liegt bei 169

US Kapitol gestürmt: Tote und Dutzende Festnahmen

Im November 1,5 Prozent an Schulen positiv

CoV-Impfungen in Wien bereits in e-Impfpass

EU-Kommissarin: „Engpass“ bei Impfstoffproduktion

Hotels wollen Tests für Gäste, um aufsperren zu dürfen

„Schändlich“ Unruhen lösen international Entsetzen aus

Tokio ruft Notstand aus

Extradosis aus Biontech-Impfstoffampulle vor Zulassung in EU

Onlinenetzwerke sperren Trumps Konten

Warnung vor neuer SARS-CoV-2-Variante

Frankreich will bald Hunderte Impfzentren eröffnen

Türkisches und griechisches Boot kollidieren

Papst am Dreikönigstag: „Leben ist keine Talentshow“

Papst Franziskus hat bei einer Messe im Petersdom am Hochfest der Epiphanie die Gläubigen aufgerufen, Hoffnungslosigkeit und Ich-Bezogenheit abzulegen…..

…keine Talentshow

…..wobei ich die letzte Schlagzeile, globale Ansteckungsangst, medialer Impfterror, oder das HerumTrumpeln auf den Grundfesten der Menschenrechte und der Demokratie dahingestellt, bei Weitem am geilsten finde. Was für ein Papst, der die Dinge ganz klar und wahrhaftig beim Namen nennt. It still could be a lot worse, soviel ist sicher. Ist das sicher?

Normalität

Wikipedia meint dazu folgendes: „Normalität bezeichnet in der Soziologie das Selbstverständliche in einer Gesellschaft, das nicht mehr erklärt und über das nicht mehr entschieden werden muss. Dieses Selbstverständliche betrifft soziale Normen und konkrete Verhaltensweisen von Menschen. Es wird durch Erziehung und Sozialisation vermittelt.[1]

In der Psychologie bezeichnet Normalität ein erwünschtes, akzeptables, gesundes, förderungswürdiges Verhalten im Gegensatz ç.[2]

wir…..

Also mir scheint zumindest, dass inzwischen eher das Unerwünschte, Behandlungsbedürftige, Gestörte, abweichendes Verhalten, das arrogant Aufgeblasene, totalitär Protzende, das psychisch Kranke, Ver – rückte, das ignorant auf Menschenrechte, auf die Natur und die Umwelt „Geschissene“ auf der Klaren Überholspur der achtspurigen Geister – Autobahn zur sogenannten Normalität zu sein. Als wäre all das langsam und immer unsicherer das inzwischen schon Selbstverständliche, über das anscheinend gar nicht mehr diskutiert werden muss. Wo ist er uns denn abhanden gekommen, „der verstehende, verständige“ oder „weise, gescheite, kluge, vernünftige Mensch“? Werden wir uns denn überhaupt noch irgendwo je wieder finden oder „neu – er – finden“ können? All das erfüllt sicher nicht nur mich mit erheblichem Potential teilweise grossen Unbehagens.

…..finden

Für mich, den 6jährigen Alex etwa, war es anno dazumal ganz normal, einen täglichen Fussmarsch von einer 3/4 Stunde, ohne Mobiltelefon in der Tasche aber fantastischen Geschichten meiner reichlich vorhandenen Fantasie und echten, spannenden Abenteuern auf dem Weg, in die Schule und danach wieder retour nach Hause, zu gehen. Heute ist es anscheinend ganz normal mit Handy und Notebook in der Tasche von vielen Eltern bis direkt vor das Schultor gebracht und dort auch wieder abgeholt zu werden. Es war auch ganz normal, ohne Handy einen ganzen Tag lang im Wald, im Stall, im Feld, oder sonst wo, egal zu welcher Jahreszeit, zu verbringen, ohne dass sich ein Elternteil auch nur den Funken einer Sorge gemacht hätte.

Abenteuer

Es war auch vollkommen normal, eine Kindheit ohne Fernsehen, ohne Computer, ohne Mobiltelefone und Laptops mit ausreichend Platz für kaum aufkommende Lange Weile zu Verfügung zu haben und nicht süchtig sein zu müssen nach Ablenkung, nach Unterhaltung, nach Freizeitprogramm, Digitalen Welten, virtuellen Abenteuern und Freizeitstress ohne auch nur einen Funken Ruhe, Stille oder einfachem „Nichts Tun zu müssen“ als Boden für unser Wohlbefinden und unsere Kreativität.

Normal war auch, dass mich Freunde oder Bekannte oder sogar „noch Unbekannte“ auf der gegenüberliegenden Strassenseite sofort zurückgerufen hatten, nachdem ich Ihre Namen rief und sie nicht voll verkabelt und verstoppelt mit dem starren Blick in ein Niemandsland auf ihrem Handy mich gar nicht mehr wahrzunehmen imstande sind. Normal war auch, dass man neue Freunde oder Freundinnen im Bus, eben auf der Strasse, in der Schule oder an der Uni kennen lernen konnte und nicht via Sozialer Netzwerke oder Dating Plattformen wie Tinder & Co, wo der potentielle Traummann oder Traumfrau gut möglich haarscharf an einem vorbeischrammt, während man seine Tinder Kontakte am Handy evaluiert. Normal war auch nicht, dass inzwischen an die 40% aller Haushalte Single Haushalte sind.

Voll mit „Hören“ und keinen Raum zum „Horchen“, voll mit Sehen, Schauen und Gesehen werden“ und kein Raum zu „Erkennen und Entdecken“, voll mit dem steten Drang zu „Beeindrucken“ und kaum Platz für echte, wahrhaftige Berührungen, randvoll mit „Konsumzwang“ ohne Raum zu „Schaffen, Träumen, Gestalten und Kreieren“, voller „Druck“ mangels „Sog“, voller „Unglück“ mangels echter „Freude“, in der eigenen Kraft zu sein und voll bedingungsloser Liebe, zuallererst einmal uns selbst gegenüber. Uns vollkommen nicht optimiert und ungepimpt an – nehmen können, in all unserem perfekten Imperfektionismus, inklusive, bei sehr oberflächlicher Betrachtung, aller wunderbaren Fehler und angeblichen Makel, bei tieferer Erkenntnis und Bewusstsein, voller Einzigartigkeit und dem Geschenk der Essenz unseres inneren Diamanten.

genügend Raum

Kein Fokus auf den Mangel und die Fehler sondern auf die Fülle, den Mut neue Pfade zu gehen und echte Chancen zu erkennen und auch zu ergreifen. „Damals, scheint mir, hatte man generell, zumindest gefühlt, noch wesentlich mehr innere Freiheit, weil bedeutend weniger vollkonsumiert und an äusseren Reizen übersättigt, und grundsätzlich viel weniger Angst um dies und das als dies heute der Fall ist.

wahrhaftige Berührungen

Für mich, als 16jähriger Alex, war es ganz normal, von zu Hause aus- und in die weite Welt hinaus zu ziehen. Heute wohnen viele Kinder, zumindest in unseren westlichen Industriestaaten, oft bis weit jenseits ihrer 30iger mit oder bei Ihren Eltern.

…..in die weite Welt hinaus

Es scheint, als wären heute Schmetterlinge und kein Schnee zu Silvester normal, als sei es heute vollkommen normal, viel zu wenig oder gar keine Zeit zu haben, nie, für nichts und niemanden, nicht einmal für uns selbst, weder für menschlich Wesentliches, Gesundes noch Grundlegendes, enorm Wichtiges, weil der zur Verfügung stehende Raum, der damals übrigens genau so gross war wie heute, nun inzwischen aber randvoll gestopft zu sein scheint, mit Produkten, Verlockungen, Haben Müssen, Zeug, Tasks, Plänen, Listen, Konzepten, Junk und Ramsch, Terminen, Verordnungen und Stress, was zum „Mensch sein“ kaum jemand braucht, was jedoch als unglücklicher Konsument, als braver Bürger, optimierter „bullshit Job Holder“ und auf die eine oder andere Art mehr oder weniger kranker Patient extrem essentiell und wichtig ist, sowohl für den Handel, die Wirtschaft, als auch jede Variante von „Industrie“, das dauernd weiter zu wachsende Bruttonationalprodukt, die Karriere, die Miete, den All Inklusive Urlaub, für die fallenden und steigenden Börsenkurse und ihre profitgeile Kientel.

Schmetterlinge zu Silvester

Um unsere menschliche Mitte, unsere menschlich gesunde Normalität wieder finden zu dürfen und zu können, sollten wir uns in Ruhe und selbst verordneter Stille wieder dessen besinnen, was es ist, was uns zu liebevollen, friedvollen, sozialen, verstehenden, verständigen, weisen, gescheiten, klugen, vernünftigen, kreativen Wesen, eben in der Essenz zu uns Menschen macht und wo wir wieder lernen dürfen, integrierter Teil und nicht weiterhin ignorante, arrogante, abgehobene Herrscher einer Natur, „der Anderen“ und dieses, unseres Paradieses Erde mit all seinen darauf zusammen mit uns lebenden Schwestern, Brüdern und allen Lebewesen sein zu müssen.

#63 „Zwischenzeit – zwischen den Zeiten, zwischen den Jahren“

Das Alte scheint noch nicht ganz vorbei, das Neue hat noch nicht wirklich begonnen. Das alte Jahr, das neue Jahr. Das Alte, das Neue. Altes, Neues. Nach langer Zeit wieder einmal endlich ein paar Tage am Stück in Ruhe, in Musse, in Liebe zusammen mit meiner Liebsten verbringen zu dürfen, und miteinander mit ihr und meinem Sohnemann ein vergleichsweise ruhiges und mangels Abend füllender Raketen und Böllerattacken entspanntes Silvester zu verbringen, sind, neben vielen anderen, unfassbar schönen, vollkommen unerwarteten und wert – vollen, ganz besonderen und besonders berührenden Geschenken des noch jungen Jahres, definitiv die Highlights der letzten Tage.

Foto © Sandra Mauerhofer

Vielleicht liegt es auch an der besonderen Konstellation dieser letzten Tage und Wochen: inklusive dem nachfolgenden Sonntag 3 Weihnachtsfeiertage in a row, die mein Sohn und ich, zusammen mit meiner Mutter und ihrem Liebsten in meiner geliebten Steiermark verbringen durften oder eben Silvester an einem Donnerstag, dann Freitag Neujahrsfeiertag und gleich darauf ein Samstag und dann gleich wieder ein Sonntag, dass zumindest ich meine Orientierung im Zeitraster noch vollkommener als sonst verloren habe und quasi die letzten Tage mehr oder weniger „zeitlos“, scheinbar zwischen den Zeiten, unterwegs bin und war.

unterwegs…..

Abgesehen von der Tatsache eines wunderbaren Weihnachtsgeschenks in Form einer Förderung durch den österreichischen Musikfonds für unser „Café Drechsler“ Jubiläumsalbum unmittelbar vor den Weihnachstfeiertagen, sowie Herzensdeschenke meiner geliebten Kinder und Enkelkinder, haben mich weitere, ganz besondere Geschichten zutiefst beschenkt und berührt.

berühren

Da gab es dieses ganz spezielle Weihnachtskonzert unter der Leitung der italienischen „Eule“ Ricardo Muti, mit den wunderbar konzertierenden Wiener Philharmonikern aus einem menschenleeren Musikvereinssaal. Wie immer in diesem Raum der einzigartigen Akustik, wunderschön dekoriert mit feinsten Blumenarrangements, mit unzähligen Kameras perfekt eingefangen. Eingebettet in sehr perfekt gestylte und offensiv zu beeindrucken gemachte Österreich Werbefilmchen in Richtung weiterer, mit Bangen erwarteter und erhoffter Gewinne einer Tourismusindustrie vor einem weltweiten Millionenpublikum via TV und dem ORF, als der Maestro am Ende des Konzertes diese gesamte, perfekt formatierte Inszenierung mit der Öffnung eines riesigen, unprätentiösen Scheunentors der Menschlichkeit in Form einer, zumindest mich zutiefst berührenden, seinerseits offenbar gänzlich unvorbereiteten, leidenschaftlichen und emotionalen Rede zum Wert und der enormen Wichtigkeit der Musik, der Kunst und Kultur als „die“ Basis für eine gesunde Gesellschaft jäh durchschnitt und mir aus dem Nichts die Tränen runterschiessen liess ob der Klarheit, Wahrhaftigkeit und zutiefst berührenden Worte der wahren Werte an eben dieses Millionenpublikum als auch zugleich allen Staatsoberhäuptern und Regierungschefs ins virtuelle Stammbuch geschrieben.

Impfen, Impfen, Testen, Testen, nicht, auf keinen Fall, um keinen Preis an Covid 19 erkranken, geschweige denn sterben dürfen aber zugleich das Leben zu verbieten, es zumindest jenseits aller menschlichen Zwischen – Räume für Berührungen jeder Art so drastisch einzuschränken bis unmöglich zu machen, geht eben nur sehr, sehr schwer, und kann und darf auf Dauer gar nicht gehen. Kaufen ja – Kultur Nein, Schifahren und Eisträume Ja, Schulen aber zu, und zugleich alle Konzerte , Theateraufführungen abgesagt und alle Ausstellungen, Kaffeehäuser und Kinos zu geht in Wahrheit auf einem menschlichen Parkett gar nicht zusammen.

Natur: JA

Wenn mir jemand wann auch immer vorher gesagt hätte, dass ein Neujahrskonzert in der Lage sei, mich zutiefst zu Tränen zu berühren, ich hätte laut gelacht und es niemandem geglaubt. Danke Maestro Muti für dieses wunderbare, vollkommen unerwartete Neujahrsgeschenk an menschlicher und emotionaler Tiefe, Aufrichtigkeit und, heute mehr denn je, wichtiger, weil inzwischen so selten gelebter Wahrhaftigkeit.

…..

Das „Alte“ macht noch eine Menge Gedöse, bevor es endgültig sich bereiterklärt, dem „Neuen“ Platz zu machen. Man sieht, man spürt, man weiss das langsam aber sicher überall. Ob in den USA, ob in Brasilien, ob hier in Österreich oder sonst wo auf der Welt, ob in leeren Konzertsälen oder auf randvollen Schipisten und Intensivstationen, ob in geschlossenen Theatern und Kaffeehäusern oder randvollen Einkaufsstrassen, ob in leeren Opernhäusern oder ebenso leeren Versprechungen. ich kann es schon sehen, ich weiss, es ist schon da, ich kann es förmlich riechen, wie ich den Schnee seit Kindheitstagen riechen kann – „Das Neue“, auch wenn sich das Alte bemüht, jetzt noch besonders laut stinken zu müssen.

Das Neue…..

Gestern durfte ich noch ein sehr berührendes Konzert vor einer Hand voll Freunden im leeren grandiosen Musikclub Porgy & Bess spielen, eines von 2 innerhalb der letzten beiden Wochen, mit wunderbaren Menschen auf der Bühne und tausenden vor den Bildschirmen und Computern weltweit. Die paar anwesenden Menschen im Club waren sichtlich sehr berührt, diese Initiative des Porgy & Bess und seinem Manager Christoph Huber ist extrem beeindruckend und essentiell wichtig. Sie zeigt allen Lockdowns zum trotz allabendlich Musiker, die derzeit kaum bis nicht in der Lage sind, von der Musik leben zu können, aber immer, besonders auch in diesen schwierigen Zeiten bereit sind, dafür zu brennen. FÜR die Musik, FÜR die Kunst zu leben, notfalls und wie derzeit gezwungenermassen eben leider üblich, auch ohne Publikum. Denn das ist, was wahrhaftige Künstler eben tun. Und auch das lässt sich in Wahrheit nicht mit ein paar Almosen bezahlen oder noblen Spenden kaufen oder mit Katastrophenfonds auf pecuniäre Weise vermeintlich mit einem Gönnerhaften „passt schon, die (die Künstler) brauchen sich wirklich nicht aufregen“ ruhig stellen oder wegsperren

für die Kunst

Und was an diesem wunderbaren Signal aus dem Porgy&Bess noch so verdammt wesentlich und eye and ear and heart opening ist: die jeweiligen Konzerte können nur und ausschliesslich zum tatsächlichen Konzerttermin gestreamt und abgerufen werden, und sind weder beliebig jederzeit wiederhol oder immer und überall konsumierbar, wie es inzwischen bei fast sonst allem üblich scheint und fast alles andere uns immer und jederzeit bereitwillig verkauft wird. Weil wahrhaftige Berührungen nicht zu „konsumieren“ sind, weil sich dafür keine App erfinden lassen wird, weil es sich dabei um ein zutiefst verankertes menschliches Bedürfnis handelt und eben um keinen „Bedarf“, welcher mittels eines noch so super innovativen Start Ups oder gewinnträchtigen Businessmodells gedeckt werden will und kann.

Foto © Sandra Mauerhofer

Ich kann das jeweilige Konzert wirklich nur dann, wenn es eben tatsächlich im hier und jetzt passiert und wann es tatsächlich IST, sehen und hören und dabei sein, oder ich habe es eben, wie so vieles anderes auch, verstoppelt, verplant, vergessen, verspielt, verirrt, verkabelt, verzockt, perfekt abgelenkt verpasst, das hier und JETZT. Das einzig Wahrhaftige das IST. Wunderbar. Tausend Dank. Auf das Neue das schon da sein können will…..

JETZT IST…..

Und dem Wort „Zwischenzeit“ käme eine besondere, vollkommen „neue“ Bedeutung zu. Wir hätten die besten Chancen mit der besten aller Zwischenzeiten seit eh und je, auf vollkommen neuen, bis dato kaum oder noch gar nicht befahrenen Pisten und in vollkommen neuen Zielen zu landen, wenn wir uns trauen, die „alten“ über Bord zu werfen und sowohl die Pisten als auch die Ziele als auch uns selbst vollkommen „neu“ zu definieren, zu denken, zu sehen und anzunehmen

alles Liebste, euer AleX

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#62 „Neujahrsvorsätze sind doch vollkommen sinnlos…“

Warum finde und sage ich das? die Antwort scheint mir sehr einfach und simpel: weil wir uns damit selbst sehr gerne auf den Leim gehen, um nicht zu sagen: wir betrügen uns selbst. Wenn wir Jahr für Jahr auf Silvester warten müssten , um etwas in unseren Leben zu verändern, hätten wir alle um die durchschnittlich 70 – 90 Chancen, Veränderungen an unseren Leben vorzunehmen. Eine doch sehr karge und bescheidene Ausbeute und infame Ausrede zugleich, oder?

In Wahrheit kann jede und jeder von uns tagaus tagein, täglich, stündlich, immer, egal wann und wo, am Besten hier und JETZT das eine oder andere in ihrem oder seinem Leben ändern. Ohne grosse Silvesterinszenierung. Ohne grosse „Vor – Sätze“ und dann lange, verkaterte Erklärungen im Beipackzettel der Marketingabteilung des Verstandes, warum dies und das wieder nicht klappen wollte oder konnte. „Es“ kann gar nichts, nur „Wir“, nur „Du“ und „ich“ können etwas verändern. Mit einer gesunden Basis aus Erkenntnis und Klarheit, mit vollherzigen Entschlüssen und nicht mit gedankenakrobatischen, sogenannten „logischen“ Argumenten. Nein. Jede und Jeder kann das immer und jeder – Zeit machen, tun und „sein“ lassen.

Ich höre auch permanent Ansagen wie „Hoffentlich wird 2021 besser als dieses beschissene Jahr 2020“. Tja, liebe Freunde der Beatmusik. Wer auch immer glauben mag so denken oder fühlen zu müssen, hat aus all den Chancen, den Herausforderungen, den Winken mit den grössten Zaunpfeilern und den ganzen zum Teil katastrophalen Vor – Fällen dieses wundervollen Jahres voller blauer Wunder und ihren unmittelbaren Folgen und Auswirkungen auf buchstäblich alle von uns den tieferen Sinn und Zweck hinter ihren und/oder seinen Lektionen noch immer nicht erkennen können, geschweige denn etwas daraus lernen und dann umsetzen und anwenden wollen.

So viele geballte Chancen auf der internationalen, globalen Weltbühne gab es schon wirklich sehr, sehr lange nicht mehr. Vielleicht noch nie. Und „retten“ wird uns nicht eine Digitalisierung, kein G5, weder Profitmaximierungen noch Börsengewinne, oder weiterwurschteln und -wirtschaften wie bisher, ein sehnlichstes Herbeiwünschen und „Warten“ auf die so guten alten Zeiten, auf „wie es früher war“ und nie mehr sein wird, sondern nur , einzig und allein ein globaler, längst fälliger Gesinnungs- und Bewusstseinswandel. Eine tiefe in uns allen ja schon länger aufkeimende oder vielen bereits klar ersichtliche Erkenntnis. Ein Wissen, dass wir so schon lange nicht mehr weitermachen können noch dürfen. Dass Vieles bis so gut wie alles neu gedacht, neu definiert, neu ge- und erfunden werden muss, und zwar mit der Basis eines endlich „In Würde Mensch sein Dürfens von allen – bedingungslos“.

Viele von uns, besonders auch Politiker, Wirtschafts- und Industrie Bonzen, sehen sich als Opfer dieser verdammten Pandemie, die angeblich kein Mensch braucht und die uns alle Pläne versaut, die Einkommensmöglichkeiten und Profitprognosen vieler ausradiert hat, bis auf die wenigen Ausnahmen, bei denen sich die Einnahmen und Umsätze aufgrund der Pandemie nicht nur verdoppelten sondern oft sogar vervielfachen konnten.

Den Börsen scheint es ja richtig gut zu gehen, was ja nur soviel heisst, dass die privatisierten Gewinne , die besonders in diesen Zeiten oft von Steuergeldern, also unserem, öffentlichem Geld gestützt und gefördert wurden, oft eine wesentliche Maximierung durch diese Krise und die Hilfe einer längst vollkommen am Menschen vorbei agierenden Politik einfahren durften. Der Bitcoin Kurs schiesst in den Himmel, die Aktiengesellschaften und Industrien aller Art jubeln, bis auf jene, die eh schon lange wissen, dass ihr Ende eigentlich schon längst Geschichte sein sollte. Und im selben Atemzug reden dann alle von der Opfer – Täter Umkehr, wo gerade das hier das beste Exempel seit langem dafür ist.

Wir sind die Täter und eben NICHT die Opfer dieser Pandmie, weil die Pandmie nicht eine Ursache sondern ein symptom ist. Und zwar für unseren Raubbau an der Natur, unser gewissenloses, egoistisches Handeln und konsumsüchtiges Agieren ohne Skrupel oder geschweige denn: Moral. Weil wir unsere Lebensbasis mutwillig und profitgeil täglich tatkräftig in ungeahntem und unvorstellbarem Ausmass zer – stören und dort die Ursachen für weltweit sich verbreitende Pandemien zu suchen sind, ohne einer Bereitschaft, etwas dadurch erkennen zu wollen.

Ohne Bereitschaft Verantwortung , nicht nur für unsere aufgeblasenen persönlichen und kollektiven Egos, sondern eben für eine gesundende Welt, die dringend eine Chance auf Heilung braucht, besonders für zukünftige Generationen, unsere Kinder, Enkel und Kindeskinder, zu übernehmen.Jede und jeder von uns ist da gefragt. Nícht irgendwelche schnell ausfindig gemachte Schuldige, für dies und das angeblich „Verantwortliche“ nur um sich bequem vor der eigenen Verantwortung zu drücken. Nein , es be – trifft uns alle: dich und mich und UNS.

Nein, WIR BRAUCHEN DIESE PANDEMIE um endlich aus unserem selbst inszenierten Albtraum aufwachen zu dürfen, und wenn all das und 3, 4, 5 Lockdowns in Folge uns noch immer nicht einer Erkenntnis nahe bringen können, werden wir wohl noch weitere Pandemien oder ähnliche, von uns selbst geschaffene Katastrophen brauchen, bis wir endlich tun, und endlich stoppen und sein lassen, wovon in Wahrheit bereits ja fast schon jede und jeder weiss, was endlich, bitte, danke zu tun, ein für alle mal zu stoppen und bitte endlich endgültig ein für allemal zu unter – lassen ist.

Die Chance des Aufwachens ist da, aber wenn wir uns jetzt tatsächlich immer noch trauen, glauben zu müssen, diese verschlafen, verstressen, verkonsumieren, verzetteln, verspekulieren, verraten, verrechnen, vertrödeln, verpassen, verstreichen lassen, verplempern, versaufen zu müssen und uns tatsächlich nichts Besseres einfällt als sie motschkernd, auf ewig gestriges wartend, konsum- und profitgeil , verstöpselt, verkabelt digitalisiert, unbewusst bis zum geht nicht mehr, in permanentem Wettlauf mit sich selbst und allen anderen, so schnell und effizient wir möglich und niemand weiss wirklich mehr, wohin eigentlich, orientierungslos, hoffnungslos verirrt, voll gefressen mit Nichts als lautem, grellem, süssem JUNK und ausgehungert an allem Wesentlichen, Wahrhaftigen, an allem Gesunden, fried- und freudvollem vorbeiziehen zu lassen, dann wird es das wohl gewesen sein, mit unseren rühmlichen , vergleichsweise 5 Sekunden auf diesem wundervollen Planeten.

Prosit Neujahr.

#61 „ja ich weiss, ABER……..“

ja, ich weiss, …..aber ich mach’s trotzdem, ja ich weiss …aber ich versuche es so oder so, ja ich weiss ….aber no risk, no fun, ja ich weiss …..aber so leicht lasse ich mich nicht von etwas abbringen, ja ich weiss eh, aber …..was soll ich machen, ja ich weiss …..aber wer weiss…….

…..wer weiss

ja, gewusst habe ich es eigentlich eh, aber ….ich wollte es nicht wahr haben, ich habe es immer gewusst, aber…… dann war s plötzlich zu spät, ja, gewusst haben es alle, aber …..niemand wagte den ersten Schritt zu tun, gewusst haben es alle, aber …..wenn wir nur gewusst hätten, was für Konsequenzen all das haben kann, dass wir alle es wussten, hat uns leider auch nicht geholfen…. ja, wenn ich das gewusst hätte, dann…….. dass ich es von vornherein eigentlich schon immer besser gewusst habe, hilft mir jetzt leider auch nix

…..nix

Mich interessiert erst mal, welche Kraft, welche Macht, welche Energie sich hinter dem Wort „aber“ so gut zu verstecken weiss, und was für eine Kraft, Macht und Energie es letztendlich ist, wider unseres „besseren Wissens“, uns gegen unsere Intuition und/oder Vor – Ahnung handeln, oder nicht handeln zu lassen oder einfach all dem gegenüber in sturer Scheuklappen Ignoranz zu verharren

aber

Ich hätte da so eine, meine These: Intuition kommt nicht aus dem begrenzten Universum des Verstandes, der Logik oder des analytischen, mit der Zeit auf die ein oder andere Weise akkumulierten Wissens, sondern, und so nenne ich es jetzt einmal: aus der Tiefe unseres „Ur wissens“, weit jenseits jeder Wissen – schafft, Gelerntem, Erforschtem und tausende mal Versuchtem, Schlaumeierei, Wiffzack Attitude und Besser Wisserei, nichts von all dem, was man mit dem Begriff Wissen gleich einmal in Zusammenhang bringen möchte. Dabei handelt es sich um ein seit Tausenden Jahren in uns schlumerndes „Ur Wissen“ , welches primär nicht über unseren Verstand, die Welt unserer Gedanken, Konzepte, Rezepte, Regeln, den sogenannten Fakten und überprüfbaren und zur einzig gültigen Realität erhobenen und erforschten sowie evaluierten, mit dem Realitätsgütesiegel Nummer 1zertifizierten Wahrnehmungs- und kognitiven Wissensbereich erschlossen werden kann, sondern über die uns allen inne wohnende, bei der einen mehr, dem anderen weniger verschütteten Klarheit der Intuition. Etwas „zu wissen“ ohne es jemals zuvor gelernt, erforscht oder zertifiziert haben zu müssen.

Klarheit

Der Treibstoff, oder besser gesagt, das Cleenex, das Ajax, das Fensterputzmittel für die klare Sicht auf das Urwissen der Intuition ist das uneingeschränkte, absolute, nie hinterfragte Vertrauen in sie. Die Leiter zum Fenster ist die Kreativität. Und der Dreck am Fenster der Klarheit zur Intuition ist der Zweifel, der wiederum seinerseits im Verstand zu Hause ist und sich dort breit und sehr bequem gemacht hat. Er ist dort mehr oder weniger nicht nur zu Hause sondern quasi einer dessen unumschränkter Herrscher. Und, wie mein ehemaliger Lieblingsfeind es einmal so treffend am Punkt zu formulieren wusste: „1% Zweifel ist auch Zweifel“! zweifellos ist das so.

Zweifel Los

Noch nie gab es soviel Forschung in jede Richtung, noch nie gab es so viele Lösungen für alle anstehenden und uns mehr und mehr bedrohenden Probleme, Herausforderungen und Katastrophen, noch nie gab es so viele bereits im Kleinen als auch im Grossen bestens funktionierende und oft schon seit Jahren, ja sogar Jahrzehnten durchaus erfolgreich praktizierte Modelle einer anderen, gesünderen Herangehensweise zu so gut wie jedem unserer Lebensbereiche, sei es Energie, sei es Wirtschaft, sei es Bildung, Schule, sei es die Land – Wirtschaft, seien es Nahrungsmittel, sei es Umweltschutz, Natur, Innovation, Kreativität, die wertvollen Schätze gesunder Böden und unsere Bodenschätze, sei es Gesundheit und Heilung, sei es Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft, Neudefinition von Gesellschaft und Gemeinschaft, Gleichberechtigung, Wertschätzung, Respekt, sei es Verwaltung, sei es Demokratie, sei es Profit, sei es Geld, Wasser, Luft, Erde, sei es Besitz, sei es gesund Altern, Architektur, sei es in sozialen und kommunalen Belangen, sei es im Umgang mit der Natur, sei es in Sachen Nachhaltigkeit, verantwortungsvoller Weit- und Voraussicht im Hinblick auf die zukünftigen Generationen, gesünderem Wohnen, Kleidung, Arbeit, Handwerk, Kunst, Kultur, Einkommen, Auskommen, freiwillige Sozialarbeit, Freizeit und, und, und…..

…..und, und, und

Aber noch nie schien dieses ABER so allmächtig und riesengross wie heute und aus mir grossteils unerklärlichen Gründen, die ich weder akzeptieren noch nachvollziehen können will, noch immer erfolgreicher zu sein, allem zum Trotz, uns genau daran zu hindern, das Bessere, das Gesündere, das Friedlichere, das Sinnvollere, das Nachhaltigere, das Wertvollere, das „Gscheitere“, das schliesslich allen zu Gute kommende zu tun oder eben endlich zu lassen, obwohl wir es alle besser wissen, schon immer besser gewusst haben und noch nie so ohne Zweifel wussten wie JETZT.

These 2: das „aber“ ist einfach nur ein Wegweiser, eine Aus – rede für die eigene Bequemlichkeit. Ich habe ein paar durchaus liebenswerte Bekannte die ihre reichlich vorhandene Intelligenz fast ausschliesslich dafür missbrauchen, sich die besten Ausreden der Welt als Basis ihrer ebenso reichlich vorhandenen Bequemlichkeit zurecht zu zimmern 😉

JETZT
The key word for our time is practice. We have all the light we need, we just need to put it into practice.
Peace Pilgrim © http://www.greatfulness.org

Zum Schluss möchte ich noch diesen wunderbaren philosophischen Artikel auf die Heldinnen des „Nichts Tuns“ und die oft unspektakuläre, lebensrettende Kraft der Intuition teilen. Macht es besser oder im Zweifelsfall lieber nix 😉 Alles Liebste, AleX

https://www.philomag.de/artikel/helden-des-nichttuns