Also jetzt mal ganz provokant und frech, wie es nun mal so meine Art ist: „gute“ Musik fährt Dir entweder in den Arsch und in die Beine oder bewegt dein Herz und Deine Seele oder Beides, aber unterm Strich bewegt sich „was“ – es bewegt sich immer etwas wenn die Wellen und Frequenzen von Musik auf einen treffen, dem kann sich niemand wirklich entziehen, musikalisch oder unmusikalisch, selbst taub oder nicht. Das ist inzwischen wirklich in vielen Studien selbst für die grössten Zweifler unter euch wissenschaftlich hinreichend erforscht und erwiesen.

Musik bewegt: Herzen, Ärsche, Gehirnströme, Atome, Menschen, Tiere, Pflanzen ja, selbst Planeten gleichermassen, Gemüter, Neuronen, Quanten, Tanten, Omis & Opis, Babies, geboren oder ungeboren, den Kreislauf, Gedanken, Ringelspiele, Maiaufmärsche, Ballett, Menuett, Polka, Boogie Woogie, Salsa und Walzer, Soka und Reggae, Tango, BBoyz, Primadonnen und Königinnen der Nacht, Gangster, Priester, Schüler, Lehrer, Mama, Papa, Kind, HipHop, Quick Step, Break Beat, Techno, Strawinsky, Mozart, Falco, die Stubmmusi, David Guetta, Derwische, Medizinmänner, Schamanen, Trommelweiber – Bewegung und Tanz, ein Ausdruck unseres Lebens, unserer Lebendigkeit, unserer Spiritualität, unseres „Mensch seins“, unserer Lebensfreude, unserer Urkraft, unserer Verbundenheit jenseits aller zumeist selbst geschaffenen Mauern, Wände, Zäune und Ängste.

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man müsste demnach also eigentlich auch annehmen, dass Musik und Tanzen bzw. Bewegen und Bewegung so etwas wie eine untrennbare Einheit darstellen, ein „match made in heaven“ quasi, wenn da nicht unter anderem die österreichische Urheberrechts Organisation AKM wäre, die seit gefühlten Ewigkeiten Musik in E (ernste) Musik und in U (Unterhaltungs) Musik einteilen würde, was soviel bedeutet und heisst wie: ein E-Musik Komponist ist Tantiemen anteilsmässig wesentlich höher eingestuft als ein U-Musik Komponist, was den aus meiner Sicht nach wie vor extrem anmassenden Trugschluss nahelegt: Tanzmusik ist qualitativ grundsätzlich einmal minderwertig. Bam! Und die wahre für mich vollkommen unglaublichste Tragödie ist: dagegen stemmt und wehrt sich bis zum heutigen Tage nicht wirklich jemand, Nein, und damit nicht genug: So wird das auch noch oft in unseren westlichen Musikschulen, Universitäten und Konservatorien gelehrt und unter – richtet.

Das erklärt natürlich sofort einiges: mein lieber Freund, Bassist und Bandkollege Oliver Steger der Jam Band „CAFÉ DRECHSLER“ , http://www.cafedrechslerband.com , mit dem zusammen ich für Tausende tanzende Ärsche weltweit nicht nur in dieser Band primär verantwortlich zeichne, hat sich kürzlich zusammen mit mir in einem Gespräch extrem gewundert, warum es nicht viel mehr derartige Bands, besonders auch von jungen Musikern gibt, die sich zu einem guten Teil einer improvisierten Tanzmusik hingeben und widmen.  Dazu möchte ich noch kurz erklären, was denn überhaupt eine sogenannte „Jam Band“ ist: das ist eine Band die vollkommen frei improvisierend Musik macht, ohne Noten, ohne Absprachen oder Anweisungen vorab oder während des Musizierens, also „Musik gnadenlos und ausschliesslich im Hier und Jetzt“ – und in unserem Fall eben oft „Musik zum Tanzen“.

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unser bescheidenes Resumé: anscheinend bekommt an den meisten dieser Schulen und Einrichtungen Musik, sobald man sich primär um Stimmungen und den Transport bestimmter stimmiger Gefühle widmet, oder noch wesentlich schlimmer, sobald sie tanzbar wird und ist, etwas Verdächtiges, Anrüchiges. Da geht die gesunde , archaisch urtümliche, meinetwegen spirituelle und die akademische Schere sofort weit auseinander. Dort geht es anscheinend eher um den „ewig loosing battle“ von jeder Art von sogenannter technischer „Perfektion“ , the more complicated and brainy the better. Und weil man sich dann ja in diesem Dunstkreis permanent bewegt und zuerst einmal sich selbst, die Kollegen und ehrenwerten Professoren beeindrucken will, merkt man diese nicht immer gesunde Dynamik erst mal gar nicht, sondern sie wird eben tagtäglich gefüttert und gepflegt. Das Aufwachen kommt dann erst vor dem Schultor viel, viel später. Da fragen sich dann viele studierte Musiker, warum in vielen erfolgreichen Bands „nicht studierte“ Sänger, Bassisten, Gitarristen und Drummer, also MeisterInnen des Gesangs und des Wortes sowie Instrumentalisten gefragt und oft am erfolgreichsten sind ? Nun, das erklärt sich damit eigentlich von selbst. Weil es eben noch andere Arten von „Perfektion“ und skills gibt, skills und know how. welches tatsächlich „be – rührt“ und eben „bewegt“.

My vote: Let,s dance, scheissts euch nix, und wenn der Opa heult, die Oma und die Kindergarten Kids zu eurem sound shaken, habt ihr wirklich etwas ganz, ganz Wunderbares vollkommen richtig gemacht.

cheers, euer aX

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