wo wohnt in der Kunst im Allgemeinen und in der Musik im Speziellen denn eigentlich Kreativität, der sogenannte „Spirit“ oder ist ohnedies alles nur eine Frage von Attitude, Show, Schein Versus Sein, Marketing Tussen & Promotion Heinzis, Frechheit & Scheiss Dir Nix ?

Nach einer Umfrage gibt es unter Teenagern nichts Begehrenswerteres als „berühmt“ zu werden oder zu sein. Und das gut, leicht und lecker um mehr oder weniger jeden Preis. Wo es auch reichen würde, ein einziges mal und sehr wahrscheinlich zugleich das letzte Mal im Leben vom Donauturm zu springen um es zumindest auf die Titelseiten der Österreich Zeitung oder der Krone zu schaffen da tun es bei vielen oft auch diverse, meist grässlichste und menschenverachtende sowie vollkommen talentbefreite Casting Shows jenseits irgendwelcher grossartiger skills. da zählen oft einzig und allein Quote und am Besten tiefste Emotion, wo dann am Ende die einzigen Gewinner meistens nur die diversen perversen TV Shows, deren Eigentümer und Macher sind, alles andere verschlingt in no time der Mantel des Vergessens. Und jeder junge an sich glaubende und an sich arbeitende junge Mensch, noch schlimmer, wenn es sich dabei tatsächlich um auf „Entdeckt werden“ hoffende junge KünstlerInnen und Bands handelt, sind da am Ende des Tages arme benutze Schweine und verbrannte Talente, die einem eigentlich aus vollem Herzen wirklich nur sehr leid tun können.

Künstler wie Yung Hurn zeigen natürlich sehr eindrucksvoll dass quasi mit Mega Attutude allein eigentlich auch mega Karriere zu machen ist. Cro hingegen, der eigentlich aus der Werbebranche und vom Marketing kommt hat auch bewiesen, dass die skills aus diesen Bereichen inklusive der Maske des Geheimnisvollen und der Anonymität zumindest für einen sehr gelungenen Karriere Start sicher nicht schaden konnten. Da gibt es ohne Zweifel viele unzählige nationale wie internationale Beispiele und Fallstudien dafür, dass die richtige oder besser gesagt, möglichst skurile und kräftige Attitude, kreatives sowie schräges Marketing , fette Egos und ebenso fette Sponsoring Budgets oder Markenkooperationen sicher einiges bewirken können.

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Nach über 40 Jahren als professioneller internationaler Musiker, Musikproduzent, Artist Developer und Mensch gewordener Künstler im Musikschaffen und im Haifischtank des Musikbizzz kann ich all dem mit der nötigen Portion Humor da und dort ja noch einiges abgewinnen, aber in Wahrheit gehen mir diese ganzen aufgeblasenen Egos, Strategen, narzistischen Wunderkinder , Selbstdarsteller und Wichtigtuer , für die der Walden Pond der Kunst- und Musikszene seit eh und je ein idealer Aufenthaltsort und Tummelplatz war und ist, vollkommen am Arsch vorbei. Alleine die Behauptung, dass „man selbst“ ja jetzt so furchtbar und unfassbar kreativ sei, unglaublich geniales geschaffen hätte, ja dass man tatsächlich sich und das ewig unterschätzt geglaubte eigene Genie quasi als Eigentümer der geschaffenen Kunst, Musik, welchen Werkes auch immer glaubt zu sein, sieht und fühlt,   diese ganze Fachtrottelei, Wichtigmacherei und Überhöhung der eigenen Bedeutsamkeit kann ja in Wahrheit und in Anbetracht von Wahrhaftigkeit nur ein riesengrosser wie künstlerisch fataler Irrtum sein. Irgendjemand sehr weiser hat einmal gesagt. „Don’t believe your own hype“ – ja, da steckt sehr viel Wahres und Weises in diesem Satz.

Wie schon vorher einmal an anderer Stelle bemerkt , waren und sind alle wirklich grossen und grossartigen Künstler und Kreativen, von denen ich die riesen Ehre hatte eine relativ beachtliche Schar selbst und persönlich kennen lernen zu dürfen, allesamt im Grunde ihres Wesens zumeist extrem bescheidene, nicht selten auch unsichere, oft liebenswerte und gut geerdete, ja sogar erschreckend simpel und schlicht gestrickte wenn auch zuweilen nach aussen hin mega crazy und „ver – rückte“ Individuen, die allesamt zum einen sehr gut in touch mit der Wurzel ihres Seins in Einklang sind und erkannt zu haben scheinen, dass am Ende nicht sie selbst das Wunder und die Magie der durch die Kunst entstandenen und spürbare Grossartigkeit für sich selbst zu verbuchen hatten, sondern dass der Spirit der Kreativität diese wunderbaren und berührenden Werke sich nur durch sie buchstäblich manifestiert und realisiert und spür-, hör-, bestaun-, seh-, les-, fühl- und greifbar gemacht hatte und immer wieder macht und machen wird.

Dass all dies ein höchst spiritueller Akt und Prozess ist, der in seiner Vollendung und Sinnhaftigkeit nur dann wirklich geschehen und funktionieren kann, je weniger diesem Prozess diverse Egos, Eigeninteressen und Wichtigmachereien im Wege stehen, in einer Atmosphäre und einem Urvertrauen, wo man nichts bestimmtes „will“ oder muss, niemanden, sich selbst eingeschlossen, etwas „beweisen muss“ sondern sich nur der reinen Freude der Manifestation, dem Sein und dem Schaffungsprozesses hinzugeben braucht ohne sekundäre zu erreichende Ziele oder Feedbacks zu verfolgen.

Vorausgesetzt natürlich, dass man vorher seine 10 000 Stunden sein Instrument oder eben die Stimme „geübt“ hat, damit Inspiration, Kreativität, Energie und Spirit ungehindert und frei fliessen und sein können 😉

Da geht,s und gings in Wahrheit immer lang, und alles andere, wo alleine Egos und Attitudes das Geschehen bestimmen und beherrschen,  ist mit Sicherheit etwas vollkommen anderes. peace , euer aX

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