#75 Wir dürfen uns von unseren ReGierungen nicht mehr weiter aus unserer menschlichen Mitte drängen lassen!

Das sind nicht nur für mich die wirklich schockierenden, an Unmenschlichkeit und brutaler mitmenschlicher Kälte und Eiszeit kaum mehr zu überbietenden Schlagzeilen und Berichte des ORF und des Falter von heute Morgen, Donnerstag den 28.Jänner2021:

Schülerinnen trotz Protesten abgeschoben

Trotz Protesten sind drei Schülerinnen heute Früh nach Georgien und Armenien abgeschoben worden. Eine Kundgebung mit rund 160 Personen – darunter Nationalratsabgeordnete der Grünen, der SPÖ und NEOS – wurde kurz vor 5.00 Uhr aufgelöst. Laut Polizeisprecher Daniel Fürst war die noch vor 3.00 Uhr gestartete Kundgebung in der Zinnergasse in Simmering nicht angemeldet. Via Durchsagen wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst aufgefordert, sich an die CoV-Vorschriften zu halten. Zuvor seien die Abstände nicht eingehalten, aber von den meisten Masken getragen worden.

Foto © Christopher Glanzl APA

Hier dazu die Twitter Nachricht vom Falter Chefredakteur Florian Klenk; Falls ihr geschlafen habt. Das ist in den letzten drei Stunden passiert. Drei Kinder warteten drei Stunden im Bus auf die Abschiebung. Draußen Wega, scharfe Hunde und eine Hundertschaft an Polizisten. pic.twitter.com/5evv2g9tQ8— Florian Klenk (@florianklenk) 28. Januar 2021

Vorgehen „unverhältnismäßig“

An der Protestaktion nahmen in der Nacht auch mehrere Nationalratsabgeordnete teil. Neben dem Grünen Asyl- und Sicherheitssprecher Bürstmayr waren seitens des Juniorpartners in der Koalition der Grüne Klimaschutzsprecher Lukas Hammer, Bildungssprecherin Sybille Hamann und Netzpolitiksprecher Süleyman Zorba vor Ort. Von der SPÖ nahm Nationalratsabgeordneter Jan Krainer an dem Protest teil, seitens der NEOS Stephanie Krisper.

Foto © Christopher Glatzl APA

Bürstmayer bezeichnete das Vorgehen am Donnerstag als „unverhältnismäßig“, das Bild vor Ort habe aufgrund der großen Polizeipräsenz fast an einen „Antiterroreinsatz“ erinnert. Die Räumung der Sitzblockade durch die Polizei sei zwar grob, aber kurz gewesen – „es gibt am Polizeieinsatz nicht weiß Gott was zu bekritteln“, sagte er. „Aber es geht ein bisschen in Richtung Verbannung. Ich bin als Anwalt viel gewohnt, das tut mir weh.“

Bürstmayer sprach von einem „besonderen Fall“. Denn die Kinder seien in Österreich aufgewachsen, die ältere Tochter habe „gerade einmal zwei Jahre (zwischenzeitlich, Anm.) in Georgien verbracht“, die übrige Zeit in Österreich. Er vertrete „grundsätzlich die Rechtsmeinung, Kinder haben eigene Rechte, sie haben ein eigenes Recht auf Privat- und Familienleben“, so Bürstmayr – er leite das Recht nicht nur von dem der Eltern ab. Auch sei die letzte Rückkehrentscheidung der Behörden schon ziemlich alt gewesen. Sie stammt laut dem Anwalt der Familie, Wilfried Embacher, aus dem September 2019. Man könne also davon ausgehen, dass sich seitdem eine wesentliche Änderung des Sachverhalts ergeben hat. Nach einem laut Embacher im Mai 2020 gestellten Antrag auf Bleiberecht sei aber nichts geschehen, bis dann die Abschiebung durchgeführt wurde.“ © ORF

Foto © ORF

Wo und wann bitte wohnen und leben wir hier eigentlich? Sind das die sogenannten Vertreter unser aller Interessen? Die von uns gewählten Verteidiger von Recht und einem zivilisierten, menschlichen Miteinander? Wohin soll uns das denn „führen“? Nicht genug, dass man Kinder in griechischen und bosnischen Lagern verrecken und von Ratten anfressen lässt, nicht genug, dass man per Anordnung allen hilfsbereiten Österreicherinnen und Österreichern, allen hilfsbereiten Gemeinden, Privatpersonen, menschlich gesunden Gemeinschaften – ja , die gibt es hier in diesem Lande auch, und zwar jede Menge davon – trotz Aufforderungen durch zahlreiche NGOs, die Caritas, die Diakonie, die Katholische Kirche, den Bischof , den Superintendenten, den Kardinal und den Bundespräsidenten und vielen anderen seit Wochen und Monaten das Recht verweigert, diese Kinder und ihre Familien bei uns aufzunehmen.

Nicht genug, dass man Kinder auf diese Art und Weise in einer Nacht und Nebelaktion, auch das ist eigentlich selbst erklärend, feige, brutal und jede menschliche Regung verleugnend ausser Landes bringt. Kinder, die hier zur Schule gehen, die die meiste Zeit ihres Lebens in Österreich mit ihren Freundinnen und Freunden verbracht haben, jene Freunde und Schulkameradinnen und Kameraden, die eben jenen von der Abschiebung betroffenen heute Nacht, vergeblich zwar, helfen wollten. Wie viel Trauma und brutal verletzte Kinderseelen ist so etwas denn eigentlich wirklich wert? Sind wir uns als Gesellschaft das wirklich wert? Da ist, zumindest in meiner Wahrnehmung, wer oder was Mensch ist und was Menschlichkeit bedeutet und auch weiterhin bedeuten dürfen muss, wo sie anfängt und wo sie eindeutig nicht mehr vorhanden sein will und darf, vollkommen Schluss mit jeder Art von Toleranz, geschweige denn eines „still Hinnehmens“. So geht das ganz sicher nicht. Nicht mehr. Und auch nicht weiter.

Auch wenn diese international scheinbar extrem populäre Gepflogenheit, immer radikaler und rücksichtsloser in immer unmenschlichere und Menschen vollkommen unwürdigere Bereiche mit allen Mitteln der Macht vorzudringen, uns mit aller Brutalität und Gewalt aus unserer menschlichen Mitte zu drängen, unter dem feigen Deckmäntelchen, hier ja nur für Recht und Ordnung zu sorgen. Auch wenn diese Art einer brutalen, gezielten und bewussten Werte Verschiebung und anscheinend höchst notwendigen, willkommenen Ablenkung dem einen oder anderen Minister hier oder dem einen oder anderen anderen Regierungschef dort sicher sehr gut in den Trümmer- und Scherbenhaufen ihres eigenen Krams passen mag.

Nur irgendwann, und zwar JETZT, muss da wirklich im Sinne der uns allen verbleibenden Reste von Menschenwürde radikal Schluss damit sein, auch wenn es da mancherorts und leider, wie man sieht, auch hierzulande bereits schon länger als uns offensichtlich bewusst und lieb ist, 5 nach 12 zu sein scheint. Es muss in unserer Gemeinschaft und Gesellschaft jetzt einen Ruck geben, eine Grenze gezogen werden, und zwar keine juristische, politische, brutale oder taktische sondern schlicht und einfach, klipp und sonnenklar, eine friedliche und menschliche. Eine Grenze der Herzen ohne Grenzen ❤

Veröffentlicht von

pimpmyband11

Alexander A. Deutsch UMAN United Music Angels Network moerdermusic productions & international artist development music . consulting . production . lectures . kick ass drums https://pimpmyband.live www.cafedrechslerband.com www.bartolomeybittmann.at www.facebook.com/alexander.a.deutsch

Ein Gedanke zu “#75 Wir dürfen uns von unseren ReGierungen nicht mehr weiter aus unserer menschlichen Mitte drängen lassen!”

  1. Grenzen der Herzen ohne Grenzen – ein HOCH diesen Worten – wir Österreicher haben darüber noch und noch – nachzudenken – wie grauslich das Ganze auf uns hier lebenden Österreichern gewirkt hat – – – – –

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