#92 „Beton“

Als ein in der vormals wundervollen Oststeiermark mit ihren sanften erotischen Hügeln aufgewachsener Jugendlicher, ursprünglich in Irdning, in der schon eher schroffen Obersteiermark geboren, dann von meinen Eltern im zarten Alter von 6 Jahren zuerst widerwillig, heute mit grosser Dankbarkeit für die beste Kindheit von allen nach Kirchberg am Walde, in Grafendorf bei Hartberg deportiert und später in Gleisdorf bis zu meinen Teenager Tagen in das dortige Gymnasium gehend aufgewachsen, wo ich dann schlussendlich freiwillig, zwecks Matura Abschlusses, mit 16 in das mir inzwischen ebenfalls ans Herz gewachsene Burgenland emigrierte. So komme ich jetzt, nach Umwegen über Boston, NYC und Berlin inzwischen seit mehr als 20 Jahren in Wien lebend, nur mehr relativ selten in die Oststeiermark. Vornehmlich um dort meine Mutter zu besuchen, die inzwischen mit Ihrem Mann in eben diesen sanften Hügeln über dem Raabtal um Gleisdorf wohnt und lebt.

die sanften erotischen Hügel der Oststeiermark

Ich kenne diesen traumhaften, inzwischen traurig schockierenden Blick von der Schloss Freiberger Gegend aus auf das einst fruchtbare, grüne, pumperlgesunde und damals vornehmlich landwirtschaftlich genutzte Raabtal seit mehr als 45 Jahren sozusagen wie meine Westentasche und kann die inzwischen grossflächige Verwüstung, Verunstaltung, Vernichtung und Zubetonierung wertvollsten landwirtschaftlich nutzbaren Bodens zugunsten riesiger Fabriken, in denen grossteils Schrott und Ramsch produziert wird, den wirklich, auf guat steirisch, keine Sau braucht und in 10 bis 15 Jahren mit Sicherheit auch kein Mensch mehr brauchen wird, schlicht und einfach nur mit fassungslosem Entsetzen, allergrösster Abscheu und einer riesigen Portion Wut im Bauch gegenüber treten.

systematische Zubetonierung, anscheinend alles egal

Was geht da in den für ein derartiges Verbrechen an der Natur, der Landschaft, dem Landschafts – Bild und schlussendlich auch an der Lebensqualität von Mensch und Natur und Nahversorgung Verantwortlichen in deren Köpfen, in deren Herzen und in deren offensichtlich nicht vorhandener Verantwortung und anscheinend vollkommen abhanden gekommener, auch nur in irgendeinem Ansatz von nachhaltiger Zukunftsvision, allen jetzt dort leben „müssenden“ und vor allem allen zukünftigen Generationen gegenüber vor ??? Ein sehr ähnliches Bild kenne ich von meinen morgendlichen Radtouren raus aus Wien Richtung Norden entlang der Donau aus dem Grossraum Klosterneuburg bis hinauf nach Tulln. Der genau gleiche, identische Wahn – und Irrsinn einer grössenwahnsinnigen, verirrten, verpeilten, Gehirn gewaschenen sowie zerstörerischen Truppe Unverantwortlicher und inkompetenter Macher an verantwortungsvollen und Kompetenz erfordernden Positionen , die offensichtlich tatsächlich in dem Ihnen eigenen Wahn zu glauben scheinen, bzw. es uns trefflich glauben weis machen zu können, fortschrittlich, modern und zukunftsorientiert zu sein und auch so zu handeln.

Lebensqualität

„Wir haben in Österreich beim Brotgetreide bereits jetzt nur mehr einen Selbstversorgungsgrad von 86%, bei Kartoffeln von 80%, bei Gemüse nicht einmal 50% und bei Soja sogar nur 15%. Vom Beton können wir nicht abbeißen.“ so Dr. Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung und stv. Aufsichtsratspräsident der ÖBB-Holding .

Wir sind beim Flächenverbrauch – trotz abnehmender Tendenz – Europameister im negativen Sinn. Wir haben die höchste Supermarktfläche und das dichteste Straßennetz. Allein in den letzten 25 Jahren haben wir hierzulande durch Verbauung 150.000 Hektar Äcker und Wiesen verloren. Das entspricht der gesamten Agrarfläche des Burgenlands. Wenn man bedenkt, dass uns täglich weitere Agrarflächen für die heimische Lebensmittelproduktion in der Größenordnung von aktuell rund 20 Fußballfeldern abhandenkommen, dann ist diese Entwicklung grob fahrlässig. Nur mit ausreichend Boden sind wir in der Lage die Selbstversorgung nicht weiter zu gefährden.

grob fahrlässige Entwicklung

„Wir können uns nicht mehr selbst ernähren“
Und das hat Konsequenzen: „Wir können uns nicht mehr selbst ernähren“, sagt auch Biologin Ursula Stockinger vom Naturkundemuseum in Graz, die sich mit dem Thema beschäftigt hat. „Wenn wir das nicht können, müssen wir Nahrungsmittel zukaufen – und dafür werden anderswo Flächen gerodet.“ Außerdem sind Wiesen wichtige Speicher von CO2 – es gilt: je weniger Grünflächen, desto mehr Klimawandel. In den Städten verhindert der Beton Abkühlung in den Sommernächten.

Überschwemmungen drohen
Und auch bei Naturkatastrophen spielt das eine wichtige Rolle: „Lockerer Boden ist wie ein Schwamm“, erklärt Stockinger. Ist er zubetoniert – oder auch durch zu schwere Erntemaschinen zerstört -, kann der Boden das nicht. Bei starkem Regen drohen Überschwemmungen. Das hat Auswirkungen auf die Sicherheit der Menschen, aber auch auf Wirtschaft und Tourismus. Stockinger: „Obwohl wir das alles wissen, machen wir weiter.“ Wie leider auf vielen anderen Gebieten auch, zumeist befeuert und getrieben von einer unermesslichen Arroganz und Ignoranz und , im wahrsten Sinne des Wortes, „bodenloser“ Profitgier.

Klimawandel

„Wir haben eine Raum-Unordnung“, sagt Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der ÖHV. „Österreich ist zersiedelt. Es wird von den Ländern zu wenig kontrolliert.“ Ähnlich sieht Stockinger die Lage: „Wenn am Land gebaut wird, dann auf super Agrarflächen. Es wäre gut, die Raumordnung vollkommen zu überarbeiten.“

„Was einmal tot ist, bleibt tot“
Deswegen sollte die Divise laut den Experten lauten: Alte, leer stehende Gebäude renovieren statt neue auf die grüne Wiese stellen. „In Österreich gibt es 40.000 Hektar leer stehende Immobilien“, erklärt Weinberger. „Es ist aber nach wie vor günstiger, neu zu bauen.“ Es sei große Vorsicht geboten, denn: „Was an Boden einmal tot ist, bleibt tot.“

Selbstversorgung good bye

Offensichtlich geht es aber wo anders auch durchaus anders wie der folgende Artikel der Zeitschrift „Profil“ zeigt: Profil Update am 19.2.: Wiener Neustadt reagiert auf die von profil im Folgenden öffentlich gemachte Studie des Umweltbundesamts und verhängt eine Bausperre für das gesamte Stadtgebiet.

Der Wiener Neustädter Bürgermeister Klaus Schneeberger (ÖVP) hat es geahnt. Seine florierende Gemeinde im Süden Wiens ist im Begriff, Geschichte zu schreiben. Sie könnte die erste komplett zugebaute Stadt Österreichs werden – und das noch vor dem Jahr 2050. Wiener Neustadt hat 6100 Hektar Gesamtfläche, 40 Prozent davon sind bereits verbaut. Weitere 1330 Hektar sind heute zusätzlich als Bauland gewidmet. Wächst die Stadt weiter wie bisher, so neue Modellrechnungen des Umweltbundesamts, wird sie bald keine freien Äcker und Wiesen mehr haben. Nur das kleine geschützte Wäldchen im Südwesten bliebe übrig.

was einmal tot ist, bleibt tot

Bürgermeister Schneeberger will das nicht zulassen. Vor allem die einzigartigen Trockenrasen seiner Gemeinde, auf denen im Spätfrühling das silbrig glänzende Federgras im Wind wogt und die selten gewordenen Ziesel ihre Gänge graben, sollen nicht angerührt werden. „Da können Sie mich beim Wort nehmen.“ Schneeberger ist seit vier Jahren im Amt. Wiener Neustadt bade aus, was seine Vorgänger verbrochen hätten, sagt er. 2017 hat er ein externes Planungsteam mit einem Flächenentwicklungsplan beauftragt, der 2020/2021 fertiggestellt werden soll. Den Wiener Neustädtern mache das Zubetonieren große Sorgen, sagt der Bürgermeister. In Bürgerversammlungen beraten sie nun darüber, wie ihre Gemeinde in Zukunft aussehen soll. Rückwidmungen schließt Schneeberger nicht aus. Er verspricht: „Über die bereits gewidmeten Flächen hinaus wird es keine Neuwidmungen außerhalb des Stadtkerns geben.“

Natur

Wie wird das restliche Österreich 2050 aussehen? Bauen wir weiter wie bisher, werden bis dahin weitere 5260 Quadratkilometer Grünfläche verschwinden – das entspricht dem Doppelten der Fläche Vorarlbergs. Eine Studie des Umweltbundesamts hat nun für die kommenden Jahre vier Regionen analysiert, die beispielhaft für ganz Österreich stehen: Wiens Süden, die Umgebung von Leibnitz in der Steiermark, das Inntal in Tirol und das noch recht landwirtschaftlich geprägte Waldviertel, das ebenfalls zunehmend zersiedelt wird. „Dabei geht nicht nur fruchtbares Ackerland verloren, sondern auch wertvolle Lebensräume der Kulturlandschaft wie artenreiches Grünland, Streuobstwiesen und Moore“, sagt Studienautor Franz Essl von der Universität Wien. Das dramatische Sterben der Tiere und Pflanzen (70 Prozent sind seit 1986 verschwunden; siehe profil 03/2019) wird weitergehen. Der Flächenfraß beschleunigt zudem den Klimawandel: Verschwindet zu viel Boden unter Asphalt, wird er zum Speichern von Wasser und CO2 unbrauchbar. Naturkatastrophen sind programmiert. (Profil)

Lebensräume

Und so sieht ein weiterer, derzeit neben einer irren Agrarsubventonsstrategie der EU für Grossunternehmer und einer massenproduzierenden Agrarindustrie in Zeiten, wo inzwischen schon jedes kleine Kind weiss, dass die gesunden Strukturen immer klein sind, ein weiter Bauern vernichtender Wahn- und Irrsinn aus:

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Langer Rede kurzer Sinn: Es ist da wie dort immer und immer wieder das genau Gleiche, das ewig gleiche und selbe Muster, welches sich immer klarer und inzwischen für immer mehr und Menschen eindeutig nachvollziehbar herauskristallisiert: Beton im und vor dem Kopf bewirkt und verursacht Beton auf Äckern, Wald- und Wiesenflächen. Wie wir mit der Natur umgehen, ist nur ein Spiegel dessen, wir wir Menschen mit uns selbst umgehen: lieblos, verantwortungslos, in einem ständig fiktiven Wettbewerb, immer auf der rasenden und ruhelosen Suche nach dem „nächst Besseren“, auch nach einem „nächst besseren Menschen“, weil wir einfach nicht glauben wollen oder können, genug zu sein, weil wir nicht verstehen können, dass es nicht nur OK , sondern einzigartig wunderbar ist, „perfekt nicht perfekt“ zu sein, weil was IST wir entweder überhaupt nicht mehr wahrzunehmen noch zu schätzen noch zu umarmen geschweige denn zu lieben imstande sind.

Beton vor dem Kopf

Und so läuft er uns immer schneller davon, der Fort – Schritt, unserer tiefsten und eigentlichen Bestimmung, ganz Mensch sein dürfen, uns als das bedingungslos anzunehmen und lieben zu können einschliesslich alles Wunderbaren, nicht Perfekten, was eben genau das, diese Essenz beinhaltet und ausmacht. Ein digitalisiertes Leben in Beton mit künstlicher Lunge, falschen Titten, geborgtem Geld, Umschulung statt Bildung und virtueller künstlicher Intelligenz in Anbetracht all dieser realen, analogen Dumm- und Blödheit zwar irgendwie auch verständlich, wird allerdings das, was wir noch „Leben“ nennen können, nicht zu retten imstande sein.

Beton aussen und innen

Weil die künstliche Intelligenz vergessen, bzw. nie ein Bewusstsein dafür entwickelt haben wird, worum es für uns fühlende und bewusste Wesen eigentlich geht: nicht um mehr und mehr und schneller und höher und effizienter und optimierter und profitabler und immer besser kalkulierbareres unmenschliches zu machen und zu „Tun“ sondern um wieder ein wahrhaftiges „Mensch Sein“ zu verwirklichen und ein solcher auch bleiben, zumindest wieder werden zu dürfen. Denn diese Erde wird ohne Zweifel wesentlich besser auch vollkommen ohne uns, ohne unsere kollektive Ignoranz, Ohnmacht und Dummheit und auch ohne jede künstlich konstruierte Intelligenz besser als zuvor und besonders JETZT auszukommen wissen.

Veröffentlicht von

pimpmyband11

Alexander A. Deutsch UMAN United Music Angels Network moerdermusic productions & international artist & project development music . consulting . uncoaching, production . lectures . kick ass drums https://pimpmyband.live www.cafedrechslerband.com www.facebook.com/alexander.a.deutsch https://eiblinskidrums.com/2018/07/19/im-gespraech-mit-alex-deutsch we are the seeds of awakening in a sleeping world So, Don't Sleep!!!

Ein Gedanke zu “#92 „Beton“”

  1. Wer von allen sich Verantwortlich Fühlenden darf sich die Kühnheit erlauben, über
    das Volk welches auf Umweltschutz (jeder Einzelne) das Recht hat, mitzubestimmen,
    das Land, die Städte zu verbetonieren DA MUSS ein Gesetz geschaffen werden, über Umwelt mitzubestimmen!!! UNS allen Menschen die wir in unserer schönen Umwelt
    leben-ich rufe alle Menschen auf, diesem Geschehen entgegenzuwirken!!! Denken Sie nicht an verreisen müssen – denken Sie an unsere Kinder, Kindeskinder an die Zukunft! Machen wir alle einen PUNKT es ist fünf nach zwölf – – schlafen Sie gut . .
    machen Sie schon heute was und nicht morgen – – dann ist es zu spät!!!

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