#130 „one year ago – ein Jahr später“

Diese Gedanken habe ich vor ziemlich genau einem Jahr, damals noch sehr aktiv, auf fb geteilt, und sie scheinen mir genau so aktuell wie damals zu sein. Check it out, if you like – macht euch selbst ein Bild:

macht euch selbst ein Bild:

Wen immer es interessiert: was ich zu sehen und zu hören vermag, was mir schmeckt und wovor mir graut, was sich in mir so zusammen denkt, oder mein Versuch, mir einen Reim auf dies und das Wahrgenommene zu machen, was ich nicht verstehe, was ich spüre, wie sich das anfühlt und was das intuitive Viech in mir dazu meint, woher wir wahrscheinlich kommen und wohin wir möglicherweise gemeinsam weitergehen könnten, was ist – JETZT – und was ich weiss, tief im Kern meiner bewussten Essenz.

Vorweg eine Analogie, die mir heute am Rad, teilweise im Regen, in diesen sehr stürmischen Zeiten, durch Felder und Auwälder, über Treppelwege und Trampelpfade entlang der Donau zugeflogen ist: Ich kenne eine grossartige, fantastische Chinesische Akupunktur Ärztin, die aus einer Dynastie von Generationen extrem erfahrener und erfolgreicher Ärzte kommt. Erfolgreich im Sinn von Heilerfolgen. Zu ihr gehe ich seit Jahren immer wieder, da sie mir, meiner Seele und meinem Körper schon in so vielen Situationen ärgste Operationen und heftigste Medikamente erspart hat.

Seit Jahren schicke ich eine Vielzahl meiner Bekannten, Freunde, Studentinnen, Schüler und Familienmitglieder zu ihr, von denen viele am Anfang oft skeptisch bis ablehnend eigestellt waren, aber am Ende immer von Schmerzen und Sorgen erlöst, erleichtert, sich Operationen erspart, geheilt, hoch zufrieden und glücklich waren und nach wie vor sind. Mein Satz, der alle bislang überzeugte, es zu versuchen, ist immer noch der selbe: „Du musst nicht daran glauben, es funktioniert trotzdem.“

„Du musst nicht daran glauben, es funktioniert trotzdem.“

Mit Covid-19, diesem Corona Virus, ist es ähnlich: Man muss nicht daran glauben, man kann egal welche Meinungen dazu haben, man kann dies und jenes bezweifeln, dies und das vermuten und diskutieren, man kann Schuldige , Verantwortliche suchen oder glauben gefunden zu haben, man kann sich auf sein sogenanntes Recht auf Freiheit berufen, man kann es verleugnen, mit dem Kopf im Sand ignorieren, sich darüber lächerlich machen, zynisch und sarkastisch, ängstlich und verzweifelt versuchen, sich der Realität verweigern oder sich ihr stellen, man kann Teil einer sogenannten Risikogruppe sein oder nicht, Faktum ist: Das Covid-19 Virus mit der zur Zeit bestehenden, weltweiten Pandemie existiert fix, ohne 1% Zweifel, und zwar unsichtbar, aber nach wie vor. Es ist keine Erfindung, es ist auch kein Witz oder schlechter Scherz, es kann jede und jeden treffen und es ist hoch ansteckend, like it or not.

ohne 1% Zweifel

An dieser Stelle möchte ich mich einmal von ganzem Herzen bei unserem Gesundheitsminister Anschober und seinem Team bedanken, der uns so sachlich, unaufgeregt und klar durch diese Herausforderung begleitet und uns, zumindest bis jetzt, in vergleichsweise sichere Gewässer geführt hat, bis ihn das Diktat und der Druck einer um jeden Preis, Profit vor Menschenleben, getriebenen Wirtschaft und des Konsum Wahnsinns jäh gestoppt zu haben scheint und eine ganze Nation in einer allgemeinen Verunsicherung mit dem Trostpflaster Kaufrausch stehen gelassen wurde.

Jetzt kann man natürlich leicht blöd und zynisch daherreden, dass alle Massnahmen übertrieben bis sinnlos gewesen sein mögen. Das derzeit „noch“ vorliegende Resultat an relativ wenig Erkrankten als auch an Corona Verstorbenen und einem Krankensystem, welches nie bis an seine Grenzen kommen musste, einer Natur, die, so nebenbei aber sicher nicht unwesentlich, seit langem wieder einmal voll durchatmen und aufblühen durfte und einer Bevölkerung und politischen Parteien, die sich zur wunderbarsten Abwechslung von allen einmal in respektvoller Solidarität üben konnten, sind das Resultat der gemeinsamen Bemühungen der letzen 6 Wochen.

Trostpflaster: Kaufrausch? oder Natur?

Und JETZT? die gesamte Kultur-, Kunst-, Musik-, Club-, Festival-, Theaterszene wurde radikal von der vollen Blüte auf Null Komma Null gecrasht, gestoppt, ersatzlos gestrichen, alles Verboten, Kein Einkommen von einem Tag auf den anderen, kein Ausweg – Kompensationen lassen seit Wochen trotz grossartiger Ankündigungen auf sich warten. die Wirtschaft, der Handel, die Tourismusindustrie schiebt die volle Panik, und anstatt diese Chance wahrzunehmen und zu nutzen, etwas aus der Vergangenheit und vor allem der Gegenwart zu lernen, zu erkennen, dass die Wurzel des meisten Übels, auch dieser Pandemie, eine seit Jahrzehnten kranke, neoliberale, globalistische, ausschliesslich Profit orientierte, in ihren letzten Zuckungen auf der wirtschaftlichen Intensivstation liegende, seit langem künstlich beatmete „Systemkrise“ mit Herzschrittmacher ist, versucht man stattdessen so schnell wie möglich wieder dorthin zu rasen, wo man hergekommen ist.

Auf Covid-19 geschissen. Fatal, wenn man mich fragt, und zwar aus vielen Gründen. Eine Bekannte hat mir heute erzählt, dass man z.B. in Pakistan davon ausgeht, dass man sich noch mindestens 2 Jahre mit dieser Pandemie beschäftigen wird müssen.

wieder dorthin rasen, wo man hergekommen ist

JETZT könnte man allerdings diese geschenkte Zeit, diese Generalpause, diesen uns alle in die Knie zwingenden Stillstand, diesen Ausnahmezustand konstruktiv und im Sinne des Gemeinwohls nutzen anstatt da oder dort sofort wieder billiges politisches Kleingeld und mittels Gewalt und Lügen teuren Profit auf unser aller Kosten zu generieren. Man könnte jetzt mutig, bedacht und unter zu Hilfenahme aller kompetenten Kräfte auf Augenhöhe auf den jeweiligen Gebieten völlig neuen Ufern entgegensteuern, neue, nachhaltige Konzepte entwickeln, eine wesentlich ausgeglichenere Verteilungsgerechtigkeit mittels Vermögens- , Kapital-, Transaktionssteuern, Umverteilung herstellen, das Thema Arbeit vollkommen neu definieren, sinn – volle Berufe vor Bullshit – Jobs, sich an kreative Bildungs- und Gesellschaftskonzepte heranwagen, vermehrt kleinere und damit auch gesündere weil weniger anfällige kleinere Strukturen schaffen , der Kultur und Kunst wieder den Raum schenken, den sie braucht um wirken zu können, jene Berufe, die mit den beschissensten Honoraren unser aller Ärsche jetzt gerade retten, endlich auch finanziell jene Wertschätzung entgegenbringen, die Applaus nicht wettmachen kann, verstehen, das auch Künstler sich nicht vom Applaus alleine ernähren und ihre Miete zahlen können und, und, und.

…..und, und, und

Und was passiert? Nichts von all dem, anscheinend haben wir noch immer nichts kapiert. Menschen scheissen auf Abstand und den Maskenzwang, als wäre das Erdbeben mit vorgestern endlich vorbei, feiern ihre Freiheit auf Kosten der Gesundheit von Vielen, von uns allen und fühlen sich super frei und toll dabei. Vielleicht sollte man an jeder Strassenecke aufzeichnen , wie lang ein Meter wirklich ist, scheiss auf Baby Elefanten. Vielleicht sollte man die Leute daran erinnern, dass man Gehirn aus- UND einschalten kann, dass mit – denken möglich ist, und mit – fühlen etwas sein könnte, was man selbst vielleicht auch mal irgendwann sehr gut brauchen kann.

WIR brauchen jetzt ein Bewusstsein das über schwarz – weiss, richtig – falsch, Freund – Feind, dumm – gescheit, Arschloch – Buddy ganz weit über das bisher kollektiv Erlernte hinaus geht. Jede und Jeder von uns kann irgendetwas ganz besonders gut, das sonst niemand kann, weiss etwas ganz spezielles das anderen so nicht bewusst ist, hat Talente, eine Bestimmung, die keine und kein anderer hat, fühlt , wie kein anderer fühlt, sieht, wie kein anderer sieht, hört , wie kein anderer hört, hat eine Phantasie wie sonst niemand – das Arschloch zeigt mir vielleicht etwas, was ich so noch nie gesehen habe, in dem, was für manche schlecht ist, können wiederum andere etwas extrem Gutes entdecken, Gescheite machen oft die grössten Dummheiten und sogenannte Dumme haben schon unglaubliches entdeckt…

ent – decken

UNSER ALLER FREIHEIT UND KRAFT LIEGT IN UNSER ALLER GEMEIN SAMEN BUNTEN VIELFALT IN EINEM WERT SCHÄTZENDEN, LIEBE VOLLEN MIT EINANDER.

dort geht,s lang. my 5 cents, alles Liebste, AleX

Lorenz Raab, Phil Nykrin, Oliver Steger, AleX Deutsch
photo © Eckhart Derschmidt

Veröffentlicht von

pimpmyband11

Alexander A. Deutsch UMAN United Music Angels Network moerdermusic productions & international artist development music . consulting . production . lectures . kick ass drums https://pimpmyband.live www.cafedrechslerband.com www.bartolomeybittmann.at www.facebook.com/alexander.a.deutsch

Ein Gedanke zu “#130 „one year ago – ein Jahr später“”

  1. Wenn man das Gelesene in sich verspürt, daß sich in einem was rührt, verweise ich auf das – ent – decken – angegeben vom Verfasser, ja, es gibt eine Unmenge von Menschen, welche sich in diesen Zeiten neu entdecken ! Ich brauche mich nur umsehen, was Nachbarn, Bekannte, Freunde, Verwandte, vor allem unsere Kinder, Kindeskinder, alles für sich ändern, ändern müssen, mich selbst einbezogen – – – mutig bleiben – danke, dass es Menschen gibt, die uns aufmuntern – – – – –

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