#150 „Die am Weg – warten“

Es gibt sie – JETZT – überall. Am Rande der Wege, ob im Burgenland, oder in der Steiermark, ob im Wiener Umland oder in Niederösterreich, ob entlang stark befahrener Autobahnen oder Bundesstrassen, ob entlang von ausgebauten Radwegen oder etwas abseits gelegeneren Schotterstrassen, ob entlang stiller, einsamer Waldwege oder kaum frequentierten Pfaden – dort leuchten sie uns in ihrem hoffnungsvollen, unverwechselbaren Himmelblau oft bereits aus weiter Ferne klar erkennbar entgegen, säumen geduldig alle Strassen, Wege und Pfade gleichermassen – die Wegwarten, die auf uns am Weg warten und erfüllen mit ihrem Leuchten, zumindest mein Herz, mit Freude und Zuversicht und bestätigen mich immer wieder in der Gewissheit, mich noch am rechten Weg zu befinden.

Da werde ich auch zugleich immer wieder augenblicklich im Anblick dieser ruhigen, unaufdringlichen Präsenz dieser wunderblauen Weggefährten an so etwas wie ein Naturgesetz, zumindest in meinem Bewusstsein, erinnert: An all die Engel, die vollkommen unerwarteten Helferleins, die Beschützer und Förderer auf dem Weg, für den ich mich, mehr oder weniger mutig aber klar entschieden habe zu gehen. Da scheinen sie dann plötzlich alle aus dem Nichts aufzutauchen und begleiten mich, zumeist ungefragt und unaufgefordert ein Stück des Weges, machen mir Mut, stehen mir zur Seite und unterstützen mich und helfen mir oft diesen meinen Weg zu gehen auf oft unglaubliche und unvorstellbare Weise.

Sie sind allerdings garantiert nie zur Stelle, solange man glaubt sich mit Ent – Scheidungen rumplagen zu müssen, alle Pro und Kontra Listen auf der Suche nach der „guten“ oder „besten“ Scheidung immer wieder durchkauen oder abwägen zu müssen, solange man unentschlossen auf der Stelle tritt oder an seinen mehr oder weniger komfortablen Komfortzonen auf Biegen und Brechen festhält, wenn man sich Rahmen – Bedingungen stellt oder vergeblich beste Voraus – Setzungen sucht, ab wann und unter welchen Konditionen man überhaupt erst daran denken könne oder bereit wäre, aus dem Hafen auszulaufen, mutig Segel zu setzen, was wie wann wo und warum so und so unbedingt sein müsste, damit man überhaupt ernsthaft erwägen könnte, dem Sog nachzugeben, sich dem Ruf des Herzens und der Seele hinzugeben, den Ein – Wänden und Vor – Schlägen des Verstandes und seiner Zweifel, Sorgen, Befürchtungen, Ängste, Prognosen und Wetter – und sonstigen himmelgescheiten Vorher – Sagungen zu widerstehen, um sie schlussendlich allesamt elegant wie ein scheinbar alles blockierendes und verunmöglichendes Hindernis im Geiste, welches mit dem Hadern, Zögern und Warten immer grösser zu werden scheint, zu umschiffen und schlussendlich einfach mutig loszugehen .

Aber wenn man einmal losgegangen ist, zuversichtlich, frohen Mutes, oft durchaus auch in das Ungewisse, in meist vollkommen unbekanntem Gewässer, aber getragen von diesem in uns brennenden und lodernden Feuer, einem klaren, manchmal stillen aber umso stärkeren Ruf folgend, ohne konkreten Plan zwar, auch ohne konkretes Ziel, aber im Wissen, dass man gut beraten ist, diesem Weg jetzt vertrauensvoll und wagemutig zu folgen, dann sind sie plötzlich alle da, die guten Geister, die ich so gerne Engel nenne. Als hätten sie am Rande des Weges genau in diesem Augenblick, im Hier und Jetzt, nur auf uns gewartet, möglicherweise mitten in der Einöde vollkommen unbekannten Terrains, oft wenn sich schon erste Anzeichen einer gewissen Mut- und Hilflosigkeit, oder von Orientierungslosigkeit und Erschöpfung breit zu machen begonnen hatten, waren sie plötzlich da, wie das Amen im Gebet sozusagen.

Ein wahres Wunder, das ich schon so oft in diesem Leben er – leben durfte, immer klarer , immer bewusster und inzwischen zu einer Gewissheit gewachsen, dass dem immer so ist, wenn ich nur der Stimme meines Herzens und meiner Intuition vollkommen, ohne 1% Zweifel zu vertrauen bereit bin und allen Ein – Wänden zum trotz einfach losgehe, mich der Ungewissheit hinzugeben bereit bin.

In vielen Biographien kommt man dann oft an genau dieser Stelle nicht vorbei, die dann in etwa immer sehr ähnlich folgendermassen lautet: „Und ich hätte mir nie träumen lassen oder zu denken gewagt, dass das solche Dimensionen annehmen würde, dass etwas derartig unglaublich Tolles und Wundervolles daraus entstehen könnte“. Ja, alleine das führt uns an die Grenzen dessen, was wir seit viel zu langer Zeit immer wieder priorisieren, verehren und vollkommen zu Unrecht in einen in Wahrheit nicht existenten Himmel heben: Das Denken, die Allmacht des Ver – Standes , der da rumsteht und plötzlich alles zu blockieren besser weiss, die Übermächtigkeit der Prognosen, Bewertungen, Einschätzungen, Vorsichtsmassnahmen, Verunsicherungen, Zweifel, Be – Denken und Ängste des selben.

„In dem Augenblick, in dem man sich endgültig einer Aufgabe verschreibt, bewegt sich die Vorsehung auch. Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wären, geschehen, um einem zu helfen. Ein ganzer Strom von Ereignissen wird in Gang gesetzt durch die Entscheidung, und er sorgt zu den eigenen Gunsten für zahlreiche unvorhergesehene Zufälle, Begegnungen und Hilfen, die sich kein Mensch vorher je so erträumt haben könnte. Was immer du tun kannst oder wovon du träumst, fang es an. In der Kühnheit liegt Genie, Macht und Magie.“ Johann Wolfgang von Goethe

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pimpmyband11

Alexander A. Deutsch UMAN United Music Angels Network moerdermusic productions & international artist & project development music . consulting . uncoaching, production . lectures . kick ass drums https://pimpmyband.live www.cafedrechslerband.com www.facebook.com/alexander.a.deutsch https://eiblinskidrums.com/2018/07/19/im-gespraech-mit-alex-deutsch we are the seeds of awakening in a sleeping world So, Don't Sleep!!!

2 Gedanken zu „#150 „Die am Weg – warten““

  1. ich gebe Johann Wolfgang von Goethe recht, weil ich mich hin und wieder – kühn – finde ja und die wunderhübsche hellblaue Wegwarte erwartet unsere Aufmerksamkeit und wartet wie das Fahrrad von Alexander, die Natur zu erkunden, danke Alexander für die hübschen Worte, zu welchen Dich die Wegwarte erweckt hat und dieses wunderhübsche Bild -Wegwarte und Fahrrad – muss in die Geschichte eingehen – die Ma

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