#81 „Tirol oder mia san mia“ Der wilde Westen der Bananenrepublik

Also eigentlich fand ich die Tiroler, das einerseits sehr katholisch und von Andreas Hofer, Schützenvereinen, seinen imposanten Bergen, Gletschern und Bergsteigern und an gscheiten Tiroler Speck und Schnaps geprägte Gebirgsvolk generell, und da besonders natürlich die, die ich persönlich kennen lernen durfte, immer extrem sympathisch, auf ihre eigene Weise manchmal zwar etwas verschroben, stur und dickköpfig aber durchaus vielem gegenüber sehr offen und aufgeschlossen.

in die Berg

Das geht seit vielen , inzwischen Jahrzehnten, sehr, sehr gut über ganz liebste enge , persönliche Freunde wie den genialen, in L.A. lebenden und arbeitenden Filmkomponisten Gernot Wolfgang aus Innsbruck, den mindestens ebenso genialen Ausnahmekünstler Werner Pirchner, den ich auch noch persönlich kennen lernen durfte über den, genau so „genialen“ Ausnahme Trompeter und Outreach Festival Organisator Franz Hackl aus Schwaz, den ich in den 90ies in NYC kennen lernen durfte, mit seinem berühmten Instrumentenbauer Papa, den ehemaligen Studienkollegen , Saxophonisten und vorrangig, Blasmusikkomponisten Florian Bramböck, den kultigen Pianisten, Singer und Songwriter Martin Klein, den leider viel zu früh verstorbenen Promoter und A&R sowie Musikmanager Christof Moser bis hin zu einem lieben Tiroler Bekannten, der vor Jahren die inzwischen in London lebende Singer Songwriterin Anna F. und mich mit Lenny Kravitz zusammengebracht hatte, was schliesslich als Opening Act in Form einer ganzen Europa Tour Lenny’s, zu Beginn mit dem ersten Konzert in der Innsbrucker Olympiahalle, seinen für uns alle überraschenden Lauf nahm bis hin zu Melanie Bong, der famosen Jazzsängerin, ursprünglich aus Landeck, wunderbaren Konzert Locations mit jeweils traumhaft engagierten und bestens organisierten Teams wie der Eremitage in Schwaz, der alten Gerberei in St. Johann, den jeweils alten Kinos des Art Clubs in Imst und das alte Kino Landeck, dem Treibhaus in Innsbruck, dem Salzraum und dem Stromboli in Hall und nicht zuletzt, dem Komma in Wörgl.

Altes Kino Landeck

Aber was geht da seit den Corona Covid 19 Zeiten im Kontext mit diversen Landtagsabgeordneten, Bürgermeistern, Fremdenverkehrswirtschafterei und Tourismus Kaiser bis hin zu den Seilbahnwirtschaftern, Wirtschaftsbonzen bis zum erzkonservativen Landeshauptmann vom zu trauriger Berühmtheit gelangten Ischgl, und einer dabei aus Profitgier und Geiz getriebenen Ignoranz und offensichtlichen Schluderei, die europaweit in der ersten Welle für eine unglaubliche Verbreitung des Virus gesorgt hat bis hin zur dort seit Wochen ausgebrochenen , sogenannten , angeblich extrem ansteckenden „Südafrika Mutation“ des Covid Virus vor sich, an dem dort inzwischen angeblich um die 300 Personen erkrankt sein sollen ?

Alte Gerberei St.Johann

Da wird knallhart professionelle Täter Opfer Umkehr betrieben. Da will in der erzkatholischen Hochburg unter keinen Umständen weder jemand schuld, und noch weniger verantwortlich an auch nur irgend etwas gewesen sein. Da wird allen Ernstes behauptet, man solle doch endlich aufhören, europaweit auf Tirol hinzuhauen und solle sich lieber fragen, wer die 2 – 3 Hanseln waren, die das Virus nach Ischgl gebracht hätten, als die Tiroler dafür verantwortlich zu machen, dass in Folge der laxen bis gar nicht bis absichtlich extrem hinausgezögerter und verspäteter Massnahmen sich zig Tausende Europäer von den dortigen Massentourismus Schi Mekkas und extrem überfüllten Nachtlokalen Ballermann Style aus in kürzester Zeit mit dem Virus angesteckt hatten.

jo ned hinhaun

Jetzt waren ein paar Tiroler auf Gaude in Südafrika, und da will natürlich niemand genau wissen, wer denn diese möglicherweise waren und haben die Mutation nach Tirol importiert, wonach inzwischen seit Wochen mehr als 300 Personen nachweislich mit genau diesem Virus infiziert worden sind – vaschtoascht? Jetzt hat man von Seiten unserer Bananenrepublik Regierungsmannschaft mit heute den landesweiten 3.!!! Lockdown gelockert, alle Geschäfte wieder aufgesperrt und , Gott sei dank, auch weder die Schulen, wenn auch im Notbetrieb, trotz steigender 7 Tages Inzidenz, die noch immer über 100 liegt und nicht bei 50, wie man sich das vor dem Lockdown ursprünglich mit grossen, salbungsvollen Ver – sprechungen vorgenommen hatte. Und die täglichen Neuerkrankungen bleiben seit Wochen mehr oder weniger konstant um die 1.500. Lockerungsmassnahmen JETZT?!? versteht eigentlich von Deutschland bis nach Italien kein Mensch.

kein Mensch

Und was machen die Tiroler? Sie legen sich einem Landeslockdown für Tirol, der eigentlich seit Wochen dringend angesagt sein müsste, um die Verbreitung dieser Mutation zu verhindern, mit all Ihnen zur Verfügung stehenden Geschützen , Inklusive Verschwörungstheorien gegen den Gesundheitsminister, gegen Wien und gegen die Bundesregierung vehement in einer an den Haaren herbeigezogenen Opferphilosophie dagegen und verunmöglichen diese dringend notwendige und von so gut wie allen Experten dringend empfohlene Verordnung. Nein, damit nicht genug. Der Tiroler Wirtschaftskammer Boss droht offen in der ZIB, dass, wenn man einen Lockdown verordnen würde, man sie, die Tiroler in Richtung Gesundheitsminister und Regierung, endlich einmal richtig kennen lernen würde. Und was machen die Bananenstauden Verwalter? Nichts. N.I.C.H.T.S. – sie „empfehlen“ eine Reisewarnung für Tirol!?!

Reisewarnung

Und was macht Tirol? Es sperrt wie alle anderen Bundesländer den Handel, die Schulen, Dienstleister und Geschäfte wieder auf, weil man ja genau so „fair“ behandelt werden will wie der Rest Österreichs, nur mit dem klitzekleinen , feinen aber in seinen Konsequenzen nicht vorhersehbaren Unterschied, dass dort mindestens 300 Menschen mit dieser Mutation herumlaufen und sonst nirgends. Ob das gescheit, gesund, verantwortungsvoll und „fair“ ist, dem Rest Österreichs und Europas gegenüber, sei wieder einmal dahin gestellt.

fair

Eine Frage stellt sich mir: Was ist wichtig? Die Gesundheit oder die Wirtschaft und der Profit? Was ist wichtiger? Die Wirtschaft oder die Gesundheit? War nicht zuerst und ursprünglich die Wirtschaft für die Menschen da und ist es jetzt allerdings schon viel zu lange vollkommen umgekehrt? Ist das noch gesund in vielerlei Hinsicht?

ois ans

Bitte siehe auch: https://pimpmyband.live/2021/02/05/78-eine-typisch-osterreichische-losung/

Veröffentlicht von

pimpmyband11

Alexander A. Deutsch UMAN United Music Angels Network moerdermusic productions & international artist & project development music . consulting . uncoaching, production . lectures . kick ass drums https://pimpmyband.live www.cafedrechslerband.com www.facebook.com/alexander.a.deutsch https://eiblinskidrums.com/2018/07/19/im-gespraech-mit-alex-deutsch we are the seeds of awakening in a sleeping world So, Don't Sleep!!!

Ein Gedanke zu “#81 „Tirol oder mia san mia“ Der wilde Westen der Bananenrepublik”

  1. Was speziell in den Tirolern und Tirolerinnen wichtig ist? Geld!!!!! Der Reibach macht die Politik, besonders in Tirol und dem ordnet sich die Verwaltung und die Politik willig unter. Das war schon „immer“ so und wird oder soll auch so bleiben. das haben alle Verantwortlichen so gelernt und diesem Diktat beugen sie sich willig. Dieses Bild zeigt sich mir seit dem Desaster von Ischgl aber auch Im ÖSV, im Fremdenverkehr im Umgang mit den Gletscherregionen und den neuen Schipisten, bei Baubewilligungen in ökologisch sensiblen Gebieten, in der Vergangenheit bei Wasserkraftwerksbauten und Staudämmen. Der Volkskundler Hans Haid hat diese Praxis schon und andauernd in seinen Büchern und Interviews angeprangert.

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