#84 „Kreativität – Creativity“

Ja, ich weiss. Es ist nur meine kreative Auseinandersetzung mit dem Thema Zweisprachigkeit, zwiesprachiger Botschaften, da ein Gutteil meiner Kontakte eben nicht Deutsch, sondern eine andere Sprache spricht, und die meisten davon, so meine ich zumindest zu wissen, zumindest der englischen Sprache mächtig sein dürften.

meine Bank

Während meiner 8 Jahre in den USA in den späten 80igern bis Mitte der 90iger Jahre und dem klaren Ziel nach den ersten Wochen dort, die Sprache auf jeden Fall so gut lernen zu wollen, dass mich nicht jede waschechte Amerikanerin und Amerikaner dort nach meinen ersten Sätzen fragt, woher ich denn eigentlich komme, was mir übrigens in relativ kurzer Zeit sehr gut gelungen gewesen zu sein scheint, und nach Jahren US amerikanischen Denkens und Träumens (ja, tatsächlich, das ist anders als auf ösi deutsch ) hat sich bei mir auch eine latente Zweisprachigkeit in Form eines american österreichisch deutschen Kauderwelsches teilweise noch bis heute breitgemacht, die ich erst jetzt langsam wieder in den Griff zu bekommen scheine. Inzwischen habe ich nämlich wieder die Einzigartigkeit der deutschen Sprache, da besonders der österreichischen Version und auch der steirischen Mundart, des steirischen Dialekts wieder richtig schätzen und lieben gelernt. Nur eines ist gewiss: bestimmte präzise Begriffe und Formulierungen gibt es oft nur in einer der Sprachen.

Denken und Träumen

Laut Wikipedia bedeutet Kreativität folgendes:

Kreativität ist die Fähigkeit, etwas zu erschaffen, was neu oder originell und dabei nützlich oder brauchbar ist.[1][2] Darüber hinaus gibt es verschiedene Ansätze, was Kreativität im Einzelnen auszeichnet und wie sie entsteht.

nützlich

Das Wort Kreativität bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch vor allem die Eigenschaft eines Menschen, schöpferisch oder gestalterisch tätig zu sein. Falsch ist jedoch die verbreitete Vorstellung, dass Kreativität nur mit Berufen oder Tätigkeiten aus den Bereichen der bildenden Kunst und der darstellenden Kunst verbunden sei (art bias).[3]

gestalterisch tätig sein…..

Es wird zwischen alltäglicher (small c) und außergewöhnlicher (Big C) Kreativität unterschieden.[4] Außergewöhnliche Kreativität ist die herausragende (meist objektive) Kreativität wie auf der Ebene der Genies. Alltägliche Kreativität ist die (meist subjektive) Kreativität, die sich bei den meisten Menschen beobachten lässt, wie das Umgestalten eines Gartens oder das Improvisieren beim Kochen.[4][5] Dabei existieren viele Übergänge von alltäglicher und außergewöhnlicher Kreativität. Beide entwickeln sich in einem Zusammenspiel von Begabungen, Wissen, Können, intrinsischer Motivation, Persönlichkeitseigenschaften und unterstützenden Umgebungsbedingungen.[6][7][8]

Zusammenspiel

Andere Autoren unterscheiden zwischen problemlösender Kreativität, die zur Lösung einer vorgegebenen Aufgabe erforderlich ist, und schöpferischer Kreativität, die der Erkundung künftiger Möglichkeiten dient. Winkelhofer nennt diese beiden Formen „normative“ bzw. „erforschende“ Kreativität.

Erkundung künftiger Möglichkeiten

Hmmmm….. Naja. In meiner kleinen Welt nicht so voll und ganz am Punkt. „Die Fähigkeit, etwas zu erschaffen…..“ heisst es da, was mich sozusagen in den Rang und Status des Er – Schaffenden befähigt, sprich bzw. Umkehrschluss: was immer ich er – schaffe gehört mir??? Echt jetzt? Und „neu, originell, nützlich und brauchbar“ soll es auch noch sein müssen??? Dessen bin ich mir erst recht nicht so sicher – siehe die genialen Landschaftsverpackungen von Christo – wie nützlich und brauchbar sind die denn?? oder eine Symphonie von Beethoven, oder das gesamte Werk von Mozart ??? oder Michelangelo’s „Denker“ in Florenz, „Dürer’s Hase“ oder Van Gogh’s Sonnenblumen??? braucht es wirklich eine Sinnstiftung als Legitimation für Kreativität,? einen „Nutzen“? einen „Sinn“ ?

Nutzen

Dass man Kreativität im Bewusstsein nicht ausschliesslich bei den sogenannten, klassischen „Kreativen“ verorten oder bei diversen „Genies“ parken sollte, ist mit Sicherheit vollkommen richtig. Und bitte lassen wir doch endlich ab von dieser unfassbar unglücklichen Bezeichnung der „Kunst – oder Kultur Schaffenden“ . Kreativität ist in Wahrheit, in meinem Bewusstsein, so natürlich und selbstverständlich und alltäglich wie Atmen, wie Sehen, Hören, Schmecken, Riechen, Fühlen, Verdauen oder Schwitzen. Einfach ein natürlicher, integrierter Teil des menschlichen Bewusst und Da Seins, auch wenn das vielen nicht bewusst ist oder bewusst sein oder werden will.

selbst verständlich…..

Erst kürzlich habe ich von einer Studie gehört , dass Menschen, die sich regelmässig körperlich betätigen, angeblich besonders kreativ sein sollen. Das Ganze hat man in etwa folgendermassen betitelt: „Es gibt eine eindeutige Verbindung zwischen körperlicher Ertüchtigung und Kreativität. Eine neue Studie zeigt, dass Menschen mit den lebhaftesten Fantasien / Imaginations auch die lebhaftesten / aktivsten Körper besitzen“. Was soll das jetzt heissen? Dass Kreativität die Summe lebhafter Phantasien und Vorstellungskraft ist? Also ein Produkt oder Nebenprodukt eines besonders regen Geistes? = Verstandes?

Imaginations

Weiter im Text: “ Das Resultat: Menschen, die sich viel bewegen, haben mehr originelle Ideen als andere“. So ein Unsinn. Kreativität ist doch nicht die Summe origineller Ideen besonders fitter Menschen, oder doch? Steven Hawkins sah das mit Sicherheit etwas anders, Albert Einstein mit Sicherheit auch, von den genialen , wunderbaren, geistig angeblich behinderten (was das auch heute immer noch heissen mag) Künstlern in Gugging ganz zu schweigen. Welch traumhafte Werke diese Menschen tagtäglich in diese Welt zu bringen imstande sind. Das kann doch nur eine leistungsgesellschaftlich infizierte Überlegung bzw. bewertende Studie sein. Anders kann ich mit das nicht erklären oder vor – stellen.

viel bewegen

Den Terminus „Problemlösende Kreativität“ – find ich ja auch wirklich hoch interessant. Abgesehen davon, dass es natürlich oft kreativere Herangehensweisen an Herausforderungen gibt als andere, erschöpft sich die Kreativität mancher Zeitgenossen oft darin, sogenannte Probleme überhaupt erst einmal zu schaffen, manchmal absurderweise sogar um sie anschliessend wieder bravourös lösen zu können. Ist es nicht vielmehr so, dass in An – Betracht und in der An – Wesenheit, dem puren „Da Sein“ von Kreativität Probleme sich, wie hier behauptet, nicht nur „lösen“, sondern erst gar nicht in Er- Scheinung treten bzw. einfach sich ihrer Manifestation und Existenz entledigen?

Foto @ Sandra Mauerhofer

Ich orte ein paar leise, aber wesentliche Missverständnisse, zumindest in der Wahrnehmung von Kreativität in meiner kleinen Welt: Kreativität ist doch lebendiger , integrierter Bestandteil „jedes“ menschlichen, schöpferischen, spielerischen Da – Seins, gehört aber niemandem. Der Anspruch , dass Mensch der alleinige Schöpfer , der Kreator alles Kreativen sei, ist schlicht und einfach ein grober Irrtum. Künstler sind in meinem _Verständnis vielmehr ein Sprach-, Farb-, Ton-, Spiel-, Tanz-, Form-, Gestalt – Rohr für was auch immer sich durch die Künstlerin, den Künstler manifestieren, mitteilen, erlebbar, spürbar, erfahrbar machen kann und will. Je mehr das Rohr, der Kanal, der Channel ihre und seine skills geübt hat, je mehr man sich der Kreativität hinzugeben in der Lage ist, desto weniger steht sie oder er dem Schaffensprozess mit ihrem Ego oder übersteigerten intellektuellen Ansprüchen im Weg. Sprich: das „Denken“ wird im Idealfall vollkommen transzendiert. Wie auch das Ego. Sorry liebe geistvolle intellektuelle Hochseilakrobaten.

Foto @ Sandra Mauerhofer

Einfach wie, vergleichsweise, mit grosser Freude und Vergnügen Auto zu fahren. Wo man nicht permanent an Kuppeln, Schalten, Verkehrszeichen, Rückspiegel, Verkehrsregeln, Polizisten, Ampeln, Blinker, Gas geben, Bremsen, Fahrschullehrer und Strassen- und Wetterberichte „denken muss“ sondern schlicht und einfach „fährt“. Egal woher , egal wohin. Es fliesst. Man fliesst. Und man kann sich daneben blendend unterhalten, eine tiefsinnige Unterhaltung führen, eine gute Radiosendung aufmerksam verfolgen oder einfach die Landschaft geniessen oder ganz schlicht und einfach „nur“ fahren.

we are

Je weniger Ego der „Kunst – schaffenden“ im kreativen Sein und Schaffen involviert ist, desto „genialer“, klarer, berührender die Schöpfung. Natürlich sind kreative Werke immer zugleich extrem verschieden und mannigfaltig wie wir Menschenwesen nun einmal auch sind, weil jede und jeder anders hört, sieht, riecht, schmeckt und duftet, aber in Wahrheit immer ausserhalb von Kriterien wie richtig und falsch, gut oder schlecht, wert“voll“ oder wert“los“ aber immer stark im Sinne von „in der Essenz berührend“. Zugegeben: vermutlich eine harte Breitseite und Attacke auf das mir immer schon höchst suspekte Konzept des „Copy Rights“ – des Urheber Rechtes, des sich zum alleinigen Schöpfer und Besitzer und Inhaber erhebenden Menschen, durch den sich das Universum auszudrücken vermag. Man verwechselt hier meines Erachtens permanent den Holzfäller mit der Axt, die Köchin mit der Bratpfanne und den Tischler mit dem Hobel.

© Copy Rights

Die Kreativität „gehört“ meines Erachtens niemandem, sondern sie „ist“ in jedem, die Fähigkeit Gestalt und Form zu geben, die Gabe inne zu haben, ihr Ausdruck zu verleihen – jede und jeder „kann“ das, wenn man den analytischen Verstand und die Angst, die Angst Fehler zu machen zu vergessen imstande ist und die skills der Verwirklichungs“technik“, die nie Selbstzweck sein kann, wie das irrtümlich oft an Kunstuniversitäten man zu vermitteln bemüht scheint. Jede und jeder kann, macht und atmet das im täglichen Leben, in täglichen Handlungen, im täglichen Sein und Tun. Auch die Natur kann das, wenn man wach und offen sie und sich in ihr wahrzunehmen weiss. Wie da manche Bäume wachsen, manche Vögel singen, manche Wolken sich formen, manche Seen sich in die Landschaft einfügen, manche Flüsse fliessen, Bäume singen, welch farbenprächtige Käfer und Schmetterlinge , Blumen und Pflanzen, verschiedene Meereswellen, Klänge, Bühnenbilder, Lichteffekte, Farben und Formen es gibt – also ist die Kreativität auch, nicht nur, aber auch, erfassbar durch jene, die und den sie zu berühren imstande ist.

Bäume singen

Sie, die Kreativität, darf alles und muss nichts. Sie kann heilen, helfen, beflügeln, bewegen, berühren, entstehen lassen, erschaffen, begeistern, in Tränen auflösen, vor den Kopf stossen, verstören, Erwartungen zerstören, überraschen, zum Nachdenken anregen, zum Staunen veranlassen, in Stille hüllen, in Ruhe besänftigen, in Aufruhr versetzen, Frieden stiften, Gelingen ermöglichen, Freude und Trauer vermitteln, zutiefst ergreifen und höchst beglücken, Berge versetzen und Gräben schliessen oder einfach nur „Sein“ – sie ist quasi eine Schwester der Liebe und ein Kind der Wahrhaftigkeit. Kein Selbstzweck. Keine Eitelkeit. Kein „etwas beweisen müssen oder wollen“. Und auch kein Beeindrucken. Sondern immer viel weiter auf der Seite und der Tiefe eines wahrhaftigen Berührens.

Berge versetzen und Gräben schliessen

Sie gehört sich immer selbst, wie die Musik, Literatur, Malerei, Architektur, Ikebana, Zen, Oper, Breakdance, Graffiti, Ballett, Schauspiel, Film, Fotographie, wie ein Baum, ein Fluss, eine Wiese oder ein Ameisenhaufen, wie all das, was wir zu sehen imstande sind, zugleich niemandem und immer sich selbst gehört, wie das was wir zu hören imstande sind sich selbst gehört, was wir zu spüren, schmecken und riechen, fühlen und wissen sich selbst gehört. Sie ist, und muss nichts können oder bedeuten. Keinen Sinn machen und keinen Zweck erfüllen, nichts und niemandem dienen, und ist trotzdem so wertvoll, so voller Wert, Bescheidenheit, Wucht, Grösse, Erdung und himmlischer Wahrhaftigkeit zugleich, wie kaum etwas anderes es sein könnte. immer. ewig. und besonders – JETZT! Lebe. Liebe. Sei Du. Trau Dich Du und kreativ zu Sein.

Trau Dich Du Sein

In meiner ganz persönlichen kleinen Welt eines, wie wir alle, lebenslang bewusst Kreativen ist Kreativität, Kunst, Kultur ein Grundnahrungsmittel, solange es da „ist“ kaum wahrgenommen wie eben das Atmen, aber lebensbedrohlich, wenn plötzlich nicht mehr vorhanden, nicht mehr sein dürfend, nicht mehr wahrgenommene Berührung in der Tiefe unseres essentiellen Seins. Das ist die furchtbare Realität einer scheinbar alternativlosen, inzwischen schon lebensbedrohlichen, weil viel zu langen Lock down Politik und Strategie. Es geht nicht um Events, es geht nicht um Veranstaltungen, es geht nicht um Sektoren oder Branchen, nicht nur um Jobs und Umsätze, die generiert werden wollen, weder um Kultur – Schaffende oder konsum- und/oder leistungsorientierte Gemeinschaften noch um kulturelle Jobgaranten, noch um Marketing oder irgendein Produkt – es geht um ein menschliches Grundnahrungsmittel, um den Hunger und Durst danach, wieder analog berührt und eben nicht ausschliesslich digital beeindruckt werden zu können oder dürfen, egal ob wir uns das nicht mehr leisten können wollen oder nicht. Es darf sich nicht „rechnen müssen“ sonst haben wir uns alle ganz, ganz grob verrechnet und sind über kurz oder lang in unserer menschlichen Essenz verdurstet und verhungert.

alle Ohren hören still

bevor ich auf eine Bühne gehen kann, egal ob vor 5, oder 50, oder 500, oder 5000 oder 50.000 wahrhaftig anwesenden Menschen, nicht vor leeren Konzertsälen und unzähligen Kameras, mache ich mich zu allererst leer, so leer wie möglich, im oft einzig stillen Örtchen, welches hinter Bühnen zur Verfügung steht und sperre mich dort gerne mal 5 Minuten ein. Dann gehe ich in einem Bewusstsein, nichts und niemandem etwas beweisen, zeigen oder irgendwie beeindrucken zu müssen, mich selbst eingeschlossen, und zugleich nichts falsch machen zu können, einfach weil ich liebe was ich tue und es schon so oft liebevoll ermöglichen durfte, wie ein 3 jähriger Bub in der Sandkiste, der mit dem roten Bagger seines Freundes spielen darf, mit genau dieser grossen Freude und der Gewissheit, dass es mega geil und fantastisch, magic und wunderbar werden wird, nur weil ich mit eben dieser Freude mitmachen darf , alleine oder mit meinen Mitaktivistinnen und Mitgestaltern auf unser Wohnzimmer Bühne, egal wie gross oder klein, und gebe mich zu 100% dem hin, was ich am meisten zu tun liebe und lasse durch mich zu einem Publikum und wieder zurückfliessend, teils staunend beobachtend und unfassbar glücklich im Hier und jetzt, voll und ganz im Moment, das strömen und tönen und schwingen und mit Energie erfüllen, meinem Spirit in vollem Vertrauen 2 Schritte hinterher folgend, was durch mich und uns alle gerade entstehen und sein will, weit jenseits von richtig und falsch, um uns mit einander, einschliesslich des Raumes und des Himmels in dem und unter dem wir gerade sind, zu berühren und gemeinsam mit dem Publikum in diese eine himmlische Farbe , Sound, Bewegung, Regung, Frequenz und Energie zu tauchen und miteinander zu fliegen. zu schweben, einfach miteinander zu „Sein“, uns dieses wundervollen Miteinanders gemeinsam bewusst zu werden, egal wer, egal, was, egal wo, egal woher, egal wohin…..

Foto @ Michael Geyer

#83 „So geht,s nicht weiter! Das wissen alle – so könnte es gehen:“

Liebe Leserinnen und Leser, liebe geschätzte Mit – Menschen, ich möchte in diesem Blog versuchen, verschiedenste Wege aufzuzeigen , wie es ab hier und heute weitergehen könnte, ohne auf etwas zu „Warten“ oder ohne sich auf eine „Jagd nach dem nächst Besseren“ begeben oder darin gefangen bleiben zu müssen.

Bitte nehmt euch jetzt diese paar Minuten „Zeit“ und geht doch einfach einmal in Gedanken und vor allem mit dem Herzen mit mir mit. Ihr könnt jederzeit gedanklich stehen bleiben, aussteigen oder wieder umdrehen. Es passiert euch nichts, nichts Ungesundes, nichts von irgendeinem wie auch immer gearteten Nachteil oder Schlimmes welcher Art auch immer, hoch und heilig versprochen!

Zeit

Wenn wir einem tausende Jahre alten Zen Prinzip einmal kurz miteinander folgen wollen, dass die von jeder und jedem von uns sehr individuell wahrgenommene Aussenwelt zum einen eine sehr persönliche Wahrnehmung, und zum anderen immer ein Spiegel unserer ebenso individuell empfundenen Innenwelt ist und sein kann, dann könnten wir ja einmal wirklich versuchen zu verstehen und zu erkennen, dass der einzig sinnvolle und gangbare Weg oder Pfad oder Wegweiser, die Welt oder was auch immer im Aussen zu verändern, immer, ohne Ausnahme, eine Veränderung dessen voraussetzt, was das einzige ist, was in Wahrheit jede und jeder tatsächlich wirklich zu ändern imstande ist: uns selbst. Unser Bewusstsein da vor allem. Die Wahrnehmung dessen, wer wir sind , wer wir glauben zu sein.

Innen & Aussen

Eine wesentliche Frage scheint mir zu sein, ob wirklich wir es sind, wir in unserer Essenz, die auf jeden Fall, um jeden Preis die Kontrolle über unser Leben mit allen Mitteln glauben behaupten zu müssen. Von Optimierung, logisch und positiv Denken, strategischem Handeln und uns hinter Fakten verschanzend als wäre die Wissenschaft eine in Stein gemeisselte Burg der Sicherheit, obwohl Wissenschaft ja permanente Veränderung auf Grund neuester Erkenntnisse, Forschung, fachlichem Dialog, Streitgesprächen, Untersuchungen und Diskussion ist und alles andere als in Stein gemeisselt, sondern eben in permanenter Bewegung und in einem fortwährenden Umbruch ist. Bis hin zum Drang, uns mit unseren Gedanken , unserem Verstand, unseren Egos und Gefühlen permanent vollends glauben identifizieren zu müssen, oft ohne uns dessen überhaupt bewusst zu sein.

Fakten

Oder ob es vielmehr nicht wesentlich leichter, einfacher aber offensichtlich schwieriger zugleich sein könnte, uns nicht permanent mit unserem „eisernen“ Willen, unseren strahlenden Egos und der hartnäckigen Illusion, die alleinigen Herrscher über unsere Leben, die wahren Genies und Urheber unseres kreativen Schaffens, unserer Musik, unseres Werkes zu sein, uns selbst und unsere Nächsten damit in die Irre zu führen. Uns stattdessen mehr oder weniger diesem wahrhaftigen, klaren, oft schon vollkommen verschütteten bis kaum wahrgenommenen „etwas“ tief in uns in vollem Vertrauen mit voller Aufmerksamkeit und Hingabe zu widmen, als uns genau diesem „etwas“ permanent, mit einem erlesenen Sortiment an Zweifeln, Selbstzweifeln, Ängsten, schlechtem bis kaum vorhandenem Selbstwert, Urteilen und Selbstverurteilungen, Zwängen, Stress, Mangelgefühlen und Süchten konsequent in den Weg zu stellen oder zu entziehen.

In bedingungsloser Liebe, ohne Bedingungen eben, zu unserem Selbst genau dieses „etwas“ Wirklichkeit werden zu lassen, dem eine echte Chance zu geben, sich zu trauen, den Mut dazu aufzubringen, genau dem zum Gelingen zu verhelfen, auf der Fährte und Spur unserer Talente, unseres Enthusiasmus, diesem „etwas“, was in Form von geliebten, aber aus Angst , nicht genug, nicht gut genug zu sein, als ungelebte Träume ohnedies immer schon in uns da war und ist. Welche Erleichterung, Befreiung und welch Friede mit uns selbst, mit allen und allem anderen sich da plötzlich in uns, und um uns herum und in der ganzen Welt breit machen könnte.

Friede

Diese ganzen hasserfüllten Konflikte, Streitereien, Kriege und Zwistigkeiten, dieser Drang, alles und jeden sofort be- und verurteilen zu müssen oder zumindest die eigene Meinung aufzwängen zu müssen, alles in gut oder böse, richtig oder falsch, schwarz oder weiss, Freund oder Feind einteilen und bewerten zu müssen, das katastrophale Ausmass an verantwortungsloser, profitgieriger Vernichtung und schamloser Ausbeutung unser aller Lebensbasis, der Natur, deren unzertrennbarer Teil wir sind und immer bleiben werden, künstliche Intelligenz hin oder her, die respektlose, missachtende und alles andere als wertschätzende Art, wie allzu viele von uns noch glauben, miteinander um – gehen zu müssen, das mit den Füssen treten der Grundrechte unserer Brüder und Schwestern, die ganze Optimierungssucht, der Konsum- und Kaufrausch, in den wir uns glauben in Sicherheit zu bringen oder flüchten zu müssen, der digitale Notausgang mit all seinen Chancen und Möglichkeiten, aber auch zugleich mit all seinem Überwachungspotential, endloser Ablenkung und gnadenlosem Diebstahl der Fadesse, der lebenswichtigen langen Weile, der Ruhe , Stille und dem Frieden der Gedanken, dem Ausatmen der Emotionen als Basis für jede gesunde kreative Tat und Schöpfung, die ganze Eifersucht aus einem einzigen Besitzempfinden heraus, der Wettbewerb, wo keine und keiner mehr wirklich weiss wohin es denn noch schneller und noch effizienter eigentlich rennen soll, Hierarchien und Machtstrukturen jenseits jeder Augen- und Seelenhöhe, permanenter Stress, Krankheiten, Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, Auto Immunkrankheiten, Intoleranz und Allergien gegen dies und das und vor allem gegen unser Selbst, Pandemien und andere Seuchen, alleine aufgrund dessen, wie wir eben mit der Natur, unserem Klima und unserer Mutter Erde verantwortungslos und in höchsten Masse egoistisch glauben umgehen zu dürfen, ohne Demut, ohne Respekt, ohne Mitgefühl und ohne Liebe – all das ist ein klarer Spiegel dessen , wie wir mit unserem Selbst umgehen, wie lieblos und wenig wertschätzend wir unserem Selbst gegenüberstehen, wie krank wir in unseren Herzen und Seelen eigentlich schon geworden sind.

Spiegel

Und all das nur deshalb, weil wir über Jahrtausende lernen mussten, uns mit unseren Taten, mit unseren Preisen, mit dem uns übergeschütteten Lob, mit unseren Diplomen und Titeln, mit den uns eingeredeten Zweifeln und oft schon in frühester Kindheit ehrlich erworbenen Traumata und Ängsten, die oft unausgesprochen und stillschweigend über Generationen weitervererbt werden und quasi in unseren Genen gefangen gehalten werden, bis irgendwann mal eine Seele bereit ist, sich das ganz genau anzuschauen, weil wir uns mit unseren Errungenschaften, unseren glorreichen Taten und unseren Lebensläufen und Biographien, mit unserem Ego Verstand und unseren Gefühlen und unserer ach so wichtig und bestens geformten Persönlichkeit permanent und verliebend gerne verwechseln.

Lebens Läufe

In unserer Essenz sind wir genau all das nicht. In unserer Essenz sind wir alle miteinander und mit allem in einem Selbstverständnis auf Augen- und Seelenhöhe, das meisten nur Babys kennen, verbunden. Bis man Ihnen sehr, sehr bald genau das als erstes im Rahmen der sogenannten ersten Ziehung, der Er – Ziehung, weggenommen hat, anstatt nur sich zu be – mühen, das, was „ist“, zu be – schützen und nicht mit dem, was wir glauben, was unbedingt sein soll und muss, kaputt zu machen. Bis weiter hin zum Unter – Richten mit Fehler Spürhunden, Strafen, Nachsitzen, Prüfungen, Benotungen, Bewertungen, Wettbewerb und spätestens dann: der ersten allgemeinen Verunsicherung und systematischen Zuschüttung des in uns allen schlummernden Potentials, mit Bergen an Wissen und Informationen auf dem Holzweg zum perfekten Konsumenten, ohne Unterlass auf uns nieder und in uns rein prasselnd bis das, was eigentlich raus will, nicht mehr raus kann. Bis keine und keiner mehr weiss, wie sie oder er damit je noch in Berührung kommen kann.

Potential

Anstatt eines kreativen, mathetischen Auf -Richtens und Inspirierens, einer Ermächtigung zur Potentialentfaltung, damit all das geniale, wunderbare, bislang zerknitterte und un – entfaltete zuerst wieder ausgegraben, ent – deckt, mit kompetenter Hilfe von aussen und innen wieder freigelegt werden und wieder fliegen kann um sich dann endlich möglichst frei ent – falten und wirken zu können.

Und dann auf in die nächste – Ziehung, die Be – Ziehung, wo die jeweils aneinander Ziehenden, die aufgrund einer zumeist unbewussten Wahrnehmung einer gemeinsamen, ähnlich geprägten und gefärbten Energie, ähnlicher Biographien oder Familien Rucksäcken, ähnlicher Verhaltens und Befindlichkeits DNA, dem Schwingen in ähnlichen bis gleichen Frequenzen durch alles andere als einen Zufall magnetisch zueinander gezogen wurden. Sie versuchen den anderen dann oft eher früher als später verzweifelt mit allen Mitteln und Möglichkeiten dorthin zu ziehen, in ihr eigenes, perfektes Idealbild von einem besseren, perfekteren Selbst zu zwingen, ohne sich mit dem eigenen Selbst wieder vertraut zu machen und mit ihm zu versöhnen.

Alles um die gelernten, erfahrenen und verinnerlichten, vermeintlichen Mängel (Talente und in Wahrheit oft einzigatige Fülle) und Fehler (Einzigartigkeit), Bedürfnisse (was raus will), Ängste (was nicht raus kann) und Traumata (Verletzungen der Seele), Erwartungen (nicht ins Leben gebrachte Träume), die sich plötzlich in ihrem und durch ihr Gegenüber spiegeln und die oft nicht besonders gemocht und damit auch sofort heftigst kritisiert werden, auszugleichen. Beziehungen bzw. Partner werden ja leider auch oft viel eher „konsumiert“ und bei nicht Erfüllung verschiedenster Er – Wartungen und Ansprüche und Kriterien, die kaum jemand und man selbst schon gar nicht zu er – füllen imstande ist, schnell wieder aufgelöst oder gegen andere, nächst bessere ausgetauscht, als wach, bewusst und verständnis- und liebevoll gelungen ge – und erlebt.

Träume leben

Ich bin inzwischen für jede Spiegelung meines gegenüber extrem dankbar, und anstelle eines Fingerzeigs auf einen vermeintlichen Mangel, einen Fehler der oder des anderen richtet sich mein Bewusstsein sofort und immer öfter nach innen und fragt sich, was denn da in mir jetzt gerade wohl zum Schwingen gebracht worden ist. Ich kann es nicht oft genug wiederholen und sagen: man muss nicht perfekt sein um grossartig, genial, liebevoll, liebenswert und einzigartig sein zu dürfen.

Würden wir wieder lernen wollen, mit unserem tiefsten Selbst in seiner puren Essenz in liebevoller Hingabe und aufmerksamer Zuwendung zu Sein, mit uns selbst in guter Gesellschaft sein zu können, müssten wir uns um das Aussen, um unsere Beziehungen, die Menschen, die wir und die uns lieben, die Welt, in der wir alle leben, keine Sorgen mehr machen müssen. Ich glaube, so könnte es gehen…..

Empfehlung: www.liebevoll.jetzt

#82 „Endlich Aufwachen oder um jeden Preis wieder zurück in den Schlafsack der Normalität?“

Alle sind „Corona müde“ wird uns vorgebetet. „Alle wollen wieder so bald wie nur irgendwie möglich wieder zurück zur Normalität“ wird uns eingebleut, oder sollten wir vielleicht besser sagen: „eingetürkist“. „Es ist schon toll, wenn man wieder Einkaufen gehen kann, weil immer nur online bestellen ist auch mühsam“ so gestern eine Mutter in der ZIB. Meine Güte. Was macht uns denn wirklich „müde“ oder wessen sind wir denn in Wahrheit wirklich „müde“? Oder ist es möglicherweise doch eher umgekehrt? Dass wir gerne so bald wie möglich um jeden Preis „zurück in der Normalität“ weiter schlummern, weiterschlafen, weiter pennen, ohnmächtig weiter durch das, was wir unser Leben nennen und als unser Recht empfinden mögen, zum Grossteil vollkommen verpeilt und mit allen möglichen und unmöglichen Mitteln sediert bis betäubt weitertorkeln zu können, nur um in Wahrheit um keinen Preis zu der einen oder anderen Realität aufwachen zu müssen?

„müde“

Corona ist nicht „schuld“ an all dem, was uns zu recht oder nicht, aus guten oder weniger guten Gründen, ob wir uns der tatsächlichen Ur – Sachen bewusst sind oder nicht, inzwischen extrem auf die Nerven und an die Substanz geht oder was schlicht und einfach ein tiefes Loch in unser Dasein gerissen haben mag, da wir nun einmal allem Individualismus, Egoismus und Narzissmus zum T(Rotz) soziale Wesen sind. JA, sozial – das heisst, dass wir Partnerschaft, Umarmungen, Küsse, Gemeinschaft, Gesellschaft, Freundschaft, uns an den Händen halten, Schmusen, Kuscheln, Streicheln oder einfach „uns halten“ und „aneinander lehnen“ brauchen wie das tägliche Brot, sonst verhungert unser Körper, sonst verdurstet unsere Seele. Fakt.

„uns halten“

Ich rede jetzt einmal nur von jenem Teil der Bevölkerung hierzulande und, sagen wir mal, in den westlichen, sogenannten Industriestaaten auf der 5G optimierten, super effizienten, möglichst flächendeckenden und mega schnellen Digitalisierungs- und vieles niederbetonierenden Datenautobahn nach Irgendwo bis Nirgendwo, deren Restbewusstsein rund um die Uhr nicht ohnedies schon via ihrer allmächtigen Be – Herrscher in Form täuschend niedlich kleiner, lieb gewordener und konsequent verharmloster Zeitdiebstahl Genossinnen namens Handies, Mobiltelefonen, Earplugs, Kopfhörern, Notebooks oder Laptops, den dazugehörigen Social Media Plattformen und Dauerberieselung Plattformen wie Netflix und Co. schon vollkommen von der digitalen Scheinwelt assimiliert worden sind. Also, ich fürchte einem vergleichsweise marginalen, eher kleinen Bruchteil der Gesamtbevölkerung. Leider.

irgendwo bis Nirgendwo

Vielleicht will ein Grossteil von uns schlicht und einfach nicht mehr aufwachen müssen oder sich Ihrer Süchte und Abhängigkeiten, auf gar keinen Fall und schon gar nicht durch so ein kleines mieses Virus, bewusst werden müssen in Anbetracht einer massiven Informationsflut und Ablenkungsindustrie unfassbaren Ausmasses, weit jenseits des Faktors körperliche, geistige, psychische und seelische Gesundheit. Nur um das einzelne Individuum um jeden Preis in seiner täglich umhegten, als individuell und unabhängig verkleideten Abhängigkeit nur ja nicht als das absolut wertvollste schlechthin, den heiligen, von Algorithmen und Apps aller Art erforschten und gefügig gemachten, programmierten und bis in den letzten Winkel erforschten Konsumenten zu verlieren.

wer will schon aufwachen?

Gleichsam wie Süchtige, wenn sie den Stoff der Ablenkungen aller Art aus dem die Albträume sind, nicht mehr bekommen oder nicht mehr verfügbar ist, dann werden wir unrund gereizt, sozusagen „müde“ aus Angst aufwachen zu müssen, dann geht uns alles und jeder gegen den Strich und auf die Nerven. Bei einem eventuellen Black Out, bei dem dann plötzlich unter vielem anderen auch Handies, Laptops und Co. nicht mehr funktionieren werden, steht uns da ein Cold Turkey, eine radikale Ernüchterung, Aufwachen müssen und Entwöhnung inklusive aller Entzugserscheinungen von Internet, sozialen Plattformen, Amazon, Google und Co. ungeahnten Ausmasses noch bevor.

Black Out

Wenn man als glücklicher Mensch, wie Prof. Gerald Huether darauf hinweist, nicht kauft, den Drang zu kaufen, sich sozusagen glücklich zu kaufen, einfach nicht verspürt. Wie unglücklich sind denn dann die meisten von uns und wie unglücklich will man uns denn dann um jeden Preis bleiben lassen , damit wir „endlich wieder einkaufen dürfen“. Damit eben die heilige Kuh Wirtschaft, die Industrie, die Kaufsucht und die Massenbefriedigungen korrekt und optimal florieren, Natur, Tier- , Menschen – und Pflanzenleben wurscht, und natürlich stetig weiterwachsen können „muss“, nur und die Profite einiger weniger, inklusive Aktienkursen der an an den Börsen notierten Konzerne und Unternehmen ins Unermessliche stetig weitersteigen mögen und müssen. Der Turmbau zu Babel kurz vor seinerm Einsturz – wieder einmal.

die „heilige Kuh“ Wrtschaft

Wir, die Natur und alle der täglich mindestens 100 für immer ausgerottete Arten weltweit zahlen eine ganz , ganz, furchtbar böse Rechnung für all das. Entweder ohne etwas dagegen unternehmen zu können, oder ohne es bemerken zu wollen, um nur ja nicht aufwachen zu müssen, ohne geweckt werden zu wollen, egal ob von einem Virus, der radikalen Zerstörung und profitgierigen Ausbeutung der Natur oder den damit zusammenhängenden Klimakatastrophen und das immer rasantere Zusteuern auf einen Point of no Return. Hauptsache die Schnitzel, die Lebensmittel generell, die Klamotten, das Bier, die Video Games, die Musik- , Film- und Video Streaming Dienste sowie die Telefon- und Internet Rechnungen, das Auto, der Urlaub, sind so billig, so günstig, so gratis, so Schnäppchen wie möglich.

Natur

Danach sind wir individuell als auch kollektiv süchtig. Darauf sind wir perfekt programmiert worden. Man, wer immer „man“ ist, will uns zu Konsumenten umprogrammierte Menschen nur etwas, eigentlich alles und so viel wie möglich verkaufen, auch wenn es nur ein „uns nur für blöd verkaufen“ ist. Weil man uns nach wie vor sehr erfolgreich, einzureden versucht, dass wir dies und das unbedingt zu brauchen haben. Und dann rennen die meisten von uns mit einer unfassbaren neediness, einem unfassbar grossen Gefühl an Mangel und nie genug zu haben, getrieben, im Vollstress und einer Art Panik, das „nächst Beste“ nur ja nicht versäumen zu dürfen durch unsere Leben, weil die meisten von uns zusätzlich ja auch glauben mögen, einfach selbst nie genug zu sein, so wie wir eben mal sind.

Mangel

Die ganze konsumrauschige Schnäppchen nach dem nächst besserenm optimaleren, perfekteren, besseren Job, Partner, Selbstbild, Wohnung, Urlaub, Auto, Leben – eine Illusion jagd sich quasi selbst – und das leider Immer auf Kosten anderer, die möglichst weit weg sind – aus unserem Bewusstsein, aus unserem heiligen Europa, aus unseren Gedanken, aus unserer Wahrnehmung, aus unserem Dauerrausch und Dämmer- Schlummerzustand, aus dem wir unter keinen Umständen geweckt werden wollen. Die Rechnung wird immer von jemandem bezahlt werden müssen. Nur die Mieten werden permanent teurer. Also bitte, unbedingt sobald wie möglich, besser heute als morgen, zurück zur „Normalität“, koste es was es wolle, denn das hält ja wirklich auf Dauer keiner mehr aus. Richtig!

Schlummerzustand

Die gute Nachricht ist: es geht durchaus, da und dort, ja, auch hier zu Lande, immer öfter und immer leichter und einfacher auch anders. Es gibt inzwischen unzählige gesunde kleine, manchmal genossenschaftliche Strukturen. Weg von den riesigen, vieles rücksichts- und verantwortungslos zerstörenden Industrien, Konzernen und jeder Form von Gigantomatismus. Wo schon vielerorts, weltweit, ein Erwachen eingesetzt hat: ein Aufwachen, zu der Tatsache, dass es reicht, dass es genug ist . Dass genug da ist und wir selbst nicht nur genug sind sondern wir es uns vollkommen anders wert sind , sein können und sein dürfen. Ohne Optimierungen für dies und das, ohne Effizienz Bestrebungen, ohne künstlich herbeigeredeten Wettbewerb, ohne Bullshit Jobs, ohne Schönheits OPs, ohne Mode und Influencer Diktate, ohne oft minderwertige und äusserst ungesunde Massenware, ohne Ausbeutung, ohne Druck, ohne Zwang, ohne Angst, ohne Mangeldenken und -fühlen, ohne „Muss“.

Erwachen

Mit Respekt, in Fülle, auf Augenhöhe, mit Mut Machern, die eigenen Träume zum Leben zu erwecken anstatt Zwietracht Sähern oder Angst Schürern, mit Ermöglichern anstatt Verhinderern, mit Freude an einem gemeinsamen Gelingen, am gemeinsamen mit- und voneinander, Generationen übergreifenden Lernen, am sich gegenseitig unterstützen und am miteinander wachsen und liebevoller Zuwendung sowie gemeinsamem Schaffen. Durchaus auch Profit orientiert, aber zugunsten eines Gemeinwohls. Profit, der allen zu Gute kommen darf und kann. Wo man das „anders sein“, das eigene und das der anderen nicht mehr in einer ersten Regung zum Feindbild oder zu einem Fehler erklären muss, sondern es als Chance, als Bereicherung, als ein Geschenk zelebriert und dankbar feiert.

Träume zum Leben erwecken

Dort ist ein Ort, an dem will ich euch, hellwach, ausgeschlafen und in grosser Demut und Freude, mit unseren, meinen und euren Freundinnen, Freunden und Gesinnungsgenossinnen, mit unseren Partnerinnen und Partnern, unseren Familien, Kindern und Enkelinnen, Urenkeln, Vätern, Müttern, Grossvätern und Grossmüttern, Urgrossmüttern und Uropas treffen, kennen und schätzen lernen.

Zukunftsort

Filmtip: „But Beautiful“ von Erwin Wagenhofer. https://www.but-beautiful-film.com/

#81 „Tirol oder mia san mia“ Der wilde Westen der Bananenrepublik

Also eigentlich fand ich die Tiroler, das einerseits sehr katholisch und von Andreas Hofer, Schützenvereinen, seinen imposanten Bergen, Gletschern und Bergsteigern und an gscheiten Tiroler Speck und Schnaps geprägte Gebirgsvolk generell, und da besonders natürlich die, die ich persönlich kennen lernen durfte, immer extrem sympathisch, auf ihre eigene Weise manchmal zwar etwas verschroben, stur und dickköpfig aber durchaus vielem gegenüber sehr offen und aufgeschlossen.

in die Berg

Das geht seit vielen , inzwischen Jahrzehnten, sehr, sehr gut über ganz liebste enge , persönliche Freunde wie den genialen, in L.A. lebenden und arbeitenden Filmkomponisten Gernot Wolfgang aus Innsbruck, den mindestens ebenso genialen Ausnahmekünstler Werner Pirchner, den ich auch noch persönlich kennen lernen durfte über den, genau so „genialen“ Ausnahme Trompeter und Outreach Festival Organisator Franz Hackl aus Schwaz, den ich in den 90ies in NYC kennen lernen durfte, mit seinem berühmten Instrumentenbauer Papa, den ehemaligen Studienkollegen , Saxophonisten und vorrangig, Blasmusikkomponisten Florian Bramböck, den kultigen Pianisten, Singer und Songwriter Martin Klein, den leider viel zu früh verstorbenen Promoter und A&R sowie Musikmanager Christof Moser bis hin zu einem lieben Tiroler Bekannten, der vor Jahren die inzwischen in London lebende Singer Songwriterin Anna F. und mich mit Lenny Kravitz zusammengebracht hatte, was schliesslich als Opening Act in Form einer ganzen Europa Tour Lenny’s, zu Beginn mit dem ersten Konzert in der Innsbrucker Olympiahalle, seinen für uns alle überraschenden Lauf nahm bis hin zu Melanie Bong, der famosen Jazzsängerin, ursprünglich aus Landeck, wunderbaren Konzert Locations mit jeweils traumhaft engagierten und bestens organisierten Teams wie der Eremitage in Schwaz, der alten Gerberei in St. Johann, den jeweils alten Kinos des Art Clubs in Imst und das alte Kino Landeck, dem Treibhaus in Innsbruck, dem Salzraum und dem Stromboli in Hall und nicht zuletzt, dem Komma in Wörgl.

Altes Kino Landeck

Aber was geht da seit den Corona Covid 19 Zeiten im Kontext mit diversen Landtagsabgeordneten, Bürgermeistern, Fremdenverkehrswirtschafterei und Tourismus Kaiser bis hin zu den Seilbahnwirtschaftern, Wirtschaftsbonzen bis zum erzkonservativen Landeshauptmann vom zu trauriger Berühmtheit gelangten Ischgl, und einer dabei aus Profitgier und Geiz getriebenen Ignoranz und offensichtlichen Schluderei, die europaweit in der ersten Welle für eine unglaubliche Verbreitung des Virus gesorgt hat bis hin zur dort seit Wochen ausgebrochenen , sogenannten , angeblich extrem ansteckenden „Südafrika Mutation“ des Covid Virus vor sich, an dem dort inzwischen angeblich um die 300 Personen erkrankt sein sollen ?

Alte Gerberei St.Johann

Da wird knallhart professionelle Täter Opfer Umkehr betrieben. Da will in der erzkatholischen Hochburg unter keinen Umständen weder jemand schuld, und noch weniger verantwortlich an auch nur irgend etwas gewesen sein. Da wird allen Ernstes behauptet, man solle doch endlich aufhören, europaweit auf Tirol hinzuhauen und solle sich lieber fragen, wer die 2 – 3 Hanseln waren, die das Virus nach Ischgl gebracht hätten, als die Tiroler dafür verantwortlich zu machen, dass in Folge der laxen bis gar nicht bis absichtlich extrem hinausgezögerter und verspäteter Massnahmen sich zig Tausende Europäer von den dortigen Massentourismus Schi Mekkas und extrem überfüllten Nachtlokalen Ballermann Style aus in kürzester Zeit mit dem Virus angesteckt hatten.

jo ned hinhaun

Jetzt waren ein paar Tiroler auf Gaude in Südafrika, und da will natürlich niemand genau wissen, wer denn diese möglicherweise waren und haben die Mutation nach Tirol importiert, wonach inzwischen seit Wochen mehr als 300 Personen nachweislich mit genau diesem Virus infiziert worden sind – vaschtoascht? Jetzt hat man von Seiten unserer Bananenrepublik Regierungsmannschaft mit heute den landesweiten 3.!!! Lockdown gelockert, alle Geschäfte wieder aufgesperrt und , Gott sei dank, auch weder die Schulen, wenn auch im Notbetrieb, trotz steigender 7 Tages Inzidenz, die noch immer über 100 liegt und nicht bei 50, wie man sich das vor dem Lockdown ursprünglich mit grossen, salbungsvollen Ver – sprechungen vorgenommen hatte. Und die täglichen Neuerkrankungen bleiben seit Wochen mehr oder weniger konstant um die 1.500. Lockerungsmassnahmen JETZT?!? versteht eigentlich von Deutschland bis nach Italien kein Mensch.

kein Mensch

Und was machen die Tiroler? Sie legen sich einem Landeslockdown für Tirol, der eigentlich seit Wochen dringend angesagt sein müsste, um die Verbreitung dieser Mutation zu verhindern, mit all Ihnen zur Verfügung stehenden Geschützen , Inklusive Verschwörungstheorien gegen den Gesundheitsminister, gegen Wien und gegen die Bundesregierung vehement in einer an den Haaren herbeigezogenen Opferphilosophie dagegen und verunmöglichen diese dringend notwendige und von so gut wie allen Experten dringend empfohlene Verordnung. Nein, damit nicht genug. Der Tiroler Wirtschaftskammer Boss droht offen in der ZIB, dass, wenn man einen Lockdown verordnen würde, man sie, die Tiroler in Richtung Gesundheitsminister und Regierung, endlich einmal richtig kennen lernen würde. Und was machen die Bananenstauden Verwalter? Nichts. N.I.C.H.T.S. – sie „empfehlen“ eine Reisewarnung für Tirol!?!

Reisewarnung

Und was macht Tirol? Es sperrt wie alle anderen Bundesländer den Handel, die Schulen, Dienstleister und Geschäfte wieder auf, weil man ja genau so „fair“ behandelt werden will wie der Rest Österreichs, nur mit dem klitzekleinen , feinen aber in seinen Konsequenzen nicht vorhersehbaren Unterschied, dass dort mindestens 300 Menschen mit dieser Mutation herumlaufen und sonst nirgends. Ob das gescheit, gesund, verantwortungsvoll und „fair“ ist, dem Rest Österreichs und Europas gegenüber, sei wieder einmal dahin gestellt.

fair

Eine Frage stellt sich mir: Was ist wichtig? Die Gesundheit oder die Wirtschaft und der Profit? Was ist wichtiger? Die Wirtschaft oder die Gesundheit? War nicht zuerst und ursprünglich die Wirtschaft für die Menschen da und ist es jetzt allerdings schon viel zu lange vollkommen umgekehrt? Ist das noch gesund in vielerlei Hinsicht?

ois ans

Bitte siehe auch: https://pimpmyband.live/2021/02/05/78-eine-typisch-osterreichische-losung/

#80 „Emokratie?? – Was soll dieser Sarkasmus uns denn signalisieren?“

Einige der letzten Interviews mit dem Nationalratspräsidenten Sobotka der letzten Tage, wo er, zumindest mich, mit seiner wiederholt klar, deutlich und mit einer besonders gewieften und schlauen Attitude geäusserten Wortkreation der „Emokratie“ , sinngemäss eine von Emotionen bestimmte und gesteuerte Demokratie, seiner Ansicht nach ein vollkommenes No GO! , aufhorchen liess, im Zusammenhang mit der mitternächtlichen , menschlich vollkommen zweifelhaften Abschiebung hier bestens integrierter und zum Teil sogar hier geborener Kinder, sind Ursache, Denkanstoss, Gefühlswallung und Wut Auslöser zugleich, gepaart mit einer Vielzahl an Fragezeichen, die diesem Blog zugrunde liegen. Das genaue Interview der sonntäglichen Sendung „Hohes Haus“ hier: https://tvthek.orf.at/profile/Hohes-Haus/1264/Hohes-Haus/14081145

Denkanstoss

Was ist es, was Politiker, Lehrer, zum Teil durchaus auch Wissenschaftler, auch oft vollkommen andere, sogenannte Meinungsbildner ( was für ein Wort ) unserer Gesellschaft, der eine oder andere Firmenboss, die eine oder andere Chefin, oder schlicht und einfach, zumeist eine oder einer in einer Partnerschaft, auffallend allerdings vorwiegend Männer, mehr und immer öfter dazu veranlasst, auf Emotionen und gelebte, praktizierte Empathie als vormals natürlicher, integrierter Bestandteil des „Mensch Seins“, der Menschenwürde und der Menschlichkeit missbilligend, verächtlich bis sarkastisch herabzuschauen und von oben herab belächelnd Kreationen wie „Emokratie“ vorsätzlich, konsequent und wiederholt zu streuen?

Das scheint mir eine der wesentlichsten und spannendsten Fragen unseres derzeitig scheinbar nicht besonders gelingen wollenden Versuchs eines respektvollen Zusammenlebens ohne Spaltung, Hass und Zwietracht zu sein.

Warum, auch wenn es keine göttliche Frage ist, verschanzen sich viele der oben genannten, besonders wenn es um Konflikte, um Lösungen, um geteilte oder vollkommen unterschiedliche Meinungen oder Anschauungen geht, hinter den immer wieder zitierten, bemühten Tatsachen und quasi einem Schutzschild gleich, im vollen Bewusstsein des Begriffes „Situationselastik“, hinter sinnvollen bis sinnentleerten Regeln, brauchbaren bis durchaus hinterfragenswerten bis sinnlosen bis oft vollkommen falsch interpretierten oder vorsätzlich falsch angewendeten Gesetzen oder hinter einem Bollwerk an wissenschaftlich fundierten Beweisen, Evidenz, nackten Tatsachen oder eben Fakten?

Angst? wovor? Absicht? Vorsatz? mit welchen Zielen? radikal veränderte Programmierung? Manipulation? Wohin? wozu? Missbrauch? menschliche Entmündigung? Entmenschlichung? zu wessen Vorteil und/oder Nutzen? Fragen über Fragen.

Warum ist keine göttliche Frage

Warum, auch wenn es immer noch keine göttliche Frage ist, hören wir immer wieder und immer öfter, dass man doch auf keinen Fall emotional oder sagen wir, empathievoll an Konflikte, Probleme, Herausforderungen, Meinungsverschiedenheiten, wie auch kürzlich von unserem Aussenminister Schallenberg zur Frage der vollkommen untragbaren Um- und Zustände in den Flüchtlingslagern in Bosnien und Griechenland geäussert, herangehen darf, also all dies und all das doch, seien wir uns angeblich ehrlich, nur basierend auf Fakten und vollkommen unemotional zu lösen sei? Wem ist das denn irgendwann eingefallen? Wer hat das Copyright auf dieses als menschlichen Schwachsinn getarnte Verbrechen an der uns vormals allen innewohnenden und vollkommen intakten Menschlichkeit?

Menschlichkeit

Da gibt es die professionellen, vorsätzlichen Menschlichkeitskiller und Empathietöter wie Trump, Orban, Bolzano, Putin, Xi Jinping, Kim Yong-Un und wie sie alle heissen mögen, indem sie bei vollem „Unbewusst Sein“ konsequent und in unermüdlichem Staccato eine unfassbare Lüge nach der anderen, eine menschliche Ungeheuerlichkeit nach der anderen, einen Empathie tötenden Wahnsinn nach dem anderen, quasi im Stundentakt vom Stapel lassen und so nach und nach jede menschliche Regung in unseren zartbesaiteten Menschenseelen und -herzen weiter und immer weiter mit allen Mitteln in ihren unmenschlichen, gefühlskalten Nebel zu verschieben bemüht sind.

im Nebel

Das können hierzulande die Matchbox Versionen oben genannter Monster aber auch. Kurz & Co ( siehe: „ohne schreckliche Bilder wird es nicht gehen“ , den Rum seiner angeblichen Balkanrouten Schliessung und zeitgleich angeschwemmte Kinder- und Babyleichen im Mittelmeer kommentierend), oder Nehammer ( „Gesetz ist Gesetz, noch leben wir in einem Rechtsstaat“ ), der oben zitierte Schallenberg ( „das muss man rein sachlich diskutieren , um eine langfristig gute Lösung zu finden“ obwohl die Not in den Flüchtlingslagern hoch akut ist und das Reden und diplomatische Daherlabern von langfristigen Lösungen in dem Zusammenhang reiner Sarkasmus und Bösartigkeit ist) und einige andere, nicht minder talentierte und höchst erfolgreiche Profis auf diesem Gebiet in unserer derzeitigen ReGierungs Nationalmannschaft.

Gesetz ist Gesetz

Anscheinend spüren sich diese grossteils machttrunkenen und ihrer menschlichen Ohnmacht Besessenen, diese auf Siege, Profite und Gewinne konditionierten, zu grossen Teilen äusserst erfolgreich entmenschlichten , sich hinter Demokratien versteckenden Tyrannen, Wettbewerbsfanatiker und Leistungsopfer ihrer schlechten Gesellschaft nicht mehr wirklich. Sonst wären viele Ihrer egomanischen „Ruhmestaten“ weder erklär- noch in irgendeiner Weise nachvollziehbar, wie ein grossflächiges Abholzen von Regenwäldern, dem konsequenten Verleugnen und Ignorieren einer weltweiten Pandemie mit katastrophalen Folgen, radikaler Umweltzerstörung und gnadenloser Ausbeutung ohne jede Rücksicht oder Verantwortung gegenwärtiger oder zukünftiger Generationen gegenüber, dem mit allen Mitteln gnadenlosen Vorantreiben von Digitalisierung, Konsum- und Medikamentensucht, Abhängigkeiten, Selbstzweifeln, Minderwertigkeitsgefühlen und dem Gespenst „künstlicher Intelligenz“, wohl bemerkt allesamt be- und getrieben von diesem barbarischen Mindset und Gedankengut, dem systematischen Trennen von frisch eingewanderten oder geflüchteten Müttern und Eltern von Ihren Babys und Kleinkindern an einer Mexikanischen Grenze, dem mit Füssen treten von Frauenrechten, dem konsequenten Schliessen von Balkanrouten, dem mitternächtlichen Abschieben von Kindern in Länder, die sie noch nie vorher gesehen haben, in einer vollkommenen Verrottung und Vernachlässigung vieler der derzeit angebotenen Bildungssysteme und, und, und….

Intelligenz

Das klare Ziel scheint, die lebenswichtige Nabelschnur zu der uns innewohnenden Menschlichkeit, zu unseren mitmenschlichen Gefühlen uns selbst und den anderen gegenüber, unsere Empathiefähigkeit, unser Mitgefühl und unsere natürliche Bereitschaft einander zu unterstützen und zu helfen, unter allen Umständen zu kappen. Nicht zuletzt und besonders unter zu Hilfenahme aller elektronischen und digitalen Ablenkungsmaschinen, von Handies über Apps zu Earplugs und Laptops, auf dem möglichst direkten Weg zum perfekt digitalisierten und vollkommen kontrollierten und abhängigen Unmenschen sobald und so konsequent und so radikal wie möglich. Diese lebenswichtige, emotionale Nabelschnur zur essenz unseres individuellen und kollektiven Daseins ein für allemal zu durchtrennen, in dem man all das menschliche lächerlich macht, als dumm , nicht sinnvoll, naiv und weicheiermässig darzustellen bemüht ist, obwohl wir alle in unserer Essenz immer miteinander verbunden sind und sein werden, wo aber gerade im Wissen dessen das konsequent angewendete Instrument vorsätzlicher, brutaler gesellschaftlicher Spaltung nicht gerade zufällig in voller Vehemenz mitten auf unseren Lebensautobahnen zur Anwendung kommt.

Digidigidigidig…..

Der einzige Ausweg ist ein sowohl individuelles, als auch gemeinschaftliches , gesellschaftliches, kollektives Aufwachen zu dem, was wir immer waren und noch immer sind. Auch wenn wir schon grossflächig mit einer Überflut an Informationen zugeschütteten und Stress, Wettbewerb und Optimierungs- sowie Effizienz und Konsum Wahnsinn konditionierten, durch eine digitale Abhängigkeit scheinbar super vernetzte und mega permanent online verbundene, aber zugleich immer vollkommener voneinander getrennte, einsame Wesen namens Mensch wiederfinden und entdecken lernen. Mit all seinen Gefühlen, Intuition, Kreativität, Friedfertigkeit, Hilfsbereitschaft, Mitgefühl, Zuversicht, Gelassenheit und Liebe füreinander und in die Natur, deren Teil wir vergessen haben zu sein und zu unserer Mutter Erde, die wir gemeinsam mit- und füreinander in weiser Voraussicht, Rücksicht auf Andere und nachhaltig sowie verantwortungs- und liebevoll als Gäste dieses wunderbaren Planeten gestalten dürfen.

Gefühl

Kleine Kinder, Babys fühlen sich in ihrer Essenz in einem Selbstverständnis oft noch voll und ganz mit allem verbunden. Das verlieren wir allerdings als erstes, das wird uns auf dem Weg zu richtig und falsch, zur sogenannten Entwicklung unserer Persönlichkeit, unserer Biographie, unserer Karrieren und Lebensläufe radikal genommen. Dort müssen wir allerdings unbedingt wieder hin.

Alles Liebste und viel Gutes, AleX

#79 „Der Baum, der Hirschkäfer, die Amsel und der Tod“

Heute morgen, es war noch dunkel draussen, bin ich bei offenem, gekipptem Fenster, wie ich es zu schlafen gewohnt bin wenn ich mit mir alleine bin, zum ersten wundervollsten Amsel Konzert des noch jungen Jahres aufgewacht. Sie sang und sang und sang in aberwitzigen Kapriolen und abenteuerlichen Kaskaden, einfach atemberaubend und alle Sinne erweckenden und Musen küssenden wunderbarsten Improvisationen. Sie sang da draussen vollkommen unbekümmert ob irgendeiner Jahres- oder Tageszeit, in der Morgendämmerung, ganz leicht und unbeschwert und fröhlich vor sich hin, und saß dabei sicher auf einem der grossen Bäume, meiner Seelenbrüder und Schwestern, in unserem Hof, im Garten vor meinen Fenstern, der mich immer in einer Illusion leben lässt, nicht mitten in einer Stadt, meiner Lieblingsstadt Wien, sondern ganz in der Berührung und im Sein mit der Natur zu wohnen und zu leben, wie ich es von Kindheitstagen her gewohnt bin, in- und auswendig kenne, schätzen und lieben gelernt habe und was damals, vor inzwischen fast 15 Jahren der Grund war, mich für diese Wohnung zu entscheiden bzw. mich von diesem Garten und seinen Bäumen finden zu lassen.

Es war einmal ein Baum….. Foto © Sandra Mauerhofer

Zugleich wachte ich auf in einem Bewusstsein, dass jemand mir nahestehender, in etwa gleichaltriger Mensch und , ja , man könnte ihn einen „Lebens Gefährten“ nennen, in irgendeinem diffusen Zusammenhang mit Covid 19 seine Weiterreise über diese irdische Welt eines menschlichen Bewusstseins hinaus antritt oder angetreten hat. Ich habe selten bis kaum derartige Gedanken und wusste schlicht und einfach einfach nur, dass dem so ist, ohne weiter darüber zu sinnieren oder nachzudenken. Aber was ich noch wusste: ich wollte heute einen Blog zum Thema Baum schreiben, lief dann ansatzweise mit der Idee zu einem Gedicht in dem Kontext rum, das in etwa so anfing: „Es war einmal ein Baum, der hatte einen Traum, er wollte einfach nur sein, uns beatmen und beschützen, unser Leben, unsere Liebsten und unser aller Heim…..“

…..der wollte eigentlich nur sein

Und dann kam mir der Gedanke, was ein Baum eigentlich überhaupt alles ist und sein kann, tut und machen kann, zu was so ein angeblich gewöhnlicher Baum in Wahrheit alles fähig ist. Wie selbstverständlich uns vieles von dem scheint, was er kann, was er macht und wer er ist. Wessen wir uns bewusst und zugleich eben überhaupt nicht bewusst sind. Wem und was allem er Lebensgrundlage ist, Energie- und Gesundheitsnahversorger, Beschützer und Schädlingsbekämpfer, Ruhepol und Zufluchtsort, Wohnraum und Sauerstoffaggregat und vieles mehr in Personalunion, und da dachte ich auch zugleich wieder an die Amsel, die mir gerade vorhin noch vom Baum in meinem Garten aus den Genuss ihres wunderbaren Konzertes geschenkt hatte.

Gesundheitsnahversorger

Ein Baum besteht ja einmal grundsätzlich und sehr oberflächlich betrachtet nur aus einem holzigen Stamm und der ihn umgebenden, umhüllenden, schützenden Rinde, mehr oder weniger tief im Boden verankerten, oft weithin verzweigten Wurzeln, einer Vielzahl an ebenfalls holzigen Ästen, Astgabeln und Ästchen und den verschiedensten Formen von Chlorophyll in Sauerstoff verwandelnden Blättern oder Nadeln, die oft auch so etwas wie ein Dach zu bilden imstande sind, sowie aus Blüten, Samen und Früchten. Bäume „fühlen“, können „sprechen“, wenn man weiss, wie man Ihnen zuhören muss, lieben es umarmt zu werden, sind in ihrer natürlichen Ausstrahlung sehr gesund und gesundheitsfördernd, inklusive ihrer Düfte und Gerüche,und kommunizieren über ein hochsensibles, grossteils unterirdisches Kommunikationsnetz oft über weite Strecken miteinander.

Ich erinnere mich , dass ich zeitlebens eine ganz intensive und besondere Beziehung zu Bäumen und zum Wald immer schon hatte. Als Enkel einer Familie, die mütterlicherseits von Förstern und Jägern getragen wurde, einem Opa, der mich schon als Kind fast täglich auf seine Wald- und Reviergänge mitgenommen hat und mich vielem von dem, was ich bis heute an Baum- und Waldwissen noch in mir trage, sehr liebevoll und behutsam in meiner damaligen Heimat Irdning im obersteirischen Ennstal näher gebracht hat.

Das Ennstal

Den Grossteil meiner Späteren Kindheit habe ich eigentlich als Waldkind in Schloss Kirchberg am Walde in Grafendorf bei Hartberg in der Oststeiermark verbringen und er- leben dürfen, eine traumhafte und glückliche Kindheit, für die ich ewig dankbar bin und die ich Baumhäuser bauend, Baum kraxelnd, Kirschen und Nüsse erntend, Holz schlägernd und sammelnd, Indiander Tipis und Holzhütten bauend, Maipfeifferl und Holzfiguren schnitzend, riesige Staudämme errichtend, Rehe, Feuersalamander, Fasane, Rebhühner, Hasen und Eichhörnchen, Bussarde, Hirschkäfer sowie Eichelhäher beobachtend, Feuer machend, mit den Bäumen sprechend und diese umarmend mit meinem Hund Waldi und meiner Bande an Freunden und Weggefährten die meiste Zeit in den Wäldern umherstreunend verbringen durfte.

Kindheit

Diese Nähe zum Wald und zu den Bäumen hat mich bis heute mein Leben lang begleitet. Obwohl ich den grössten Teil der letzten 40 Jahre in Städten und Grossstädten verbracht habe, habe ich immer mit direktem Garten-, Natur- und Baumanschluss in nächster Umgebung wohnen und mit Ihnen sozusagen auf Tuchfühlung leben dürfen. Selbst in meinen Jahren mitten in NYC, an der heute schicken und damals Ghetto verdächtigen Lower Eastside hatte ich einen privaten, uneinsehbaren Garten mit ein paar wunderbaren, dicken, fetten Bäumen, Ameisen, Vögeln, Käfern, Würmern und Chip Monks, den US Verwandten unserer hier in Österreich und Europa beheimateten Eichhörnchen.

Garten an der Lower East Side

Das folgende meint Wikipedia unter anderem über Bäume zu wissen:

Bäume und Menschen

Die wissenschaftliche Lehre von den Bäumen (Gehölzen) ist die Dendrologie. Anpflanzungen von Bäumen in systematischer oder pflanzengeographischer Anordnung, die Arboreten, dienen ihr zu Beobachtungs- und Versuchszwecken. Gehölze können vegetativ, das heißt durch Pflanzenteile, oder generativ durch Aussaat vermehrt werden. In Baumschulen findet eine gezielte Auslese, Anzucht und Vermehrung von Bäumen und Sträuchern statt. Neben der forstlichen Nutzung finden Bäume reichliche Verwendung im Garten- und Landschaftsbau. Mit der Baumpflege hat sich ein eigener Berufsstand zum Erhalt und zur fachgerechten Behandlung von Bäumen in urbanen Regionen entwickelt. „Kein anderes Geschöpf ist mit dem Geschick der Menschheit so vielfältig, so eng verknüpft wie der Baum.

Das schrieb der Historiker Alexander Demandt und hat dem Baum mit Über allen Wipfeln – Der Baum in der Kulturgeschichte ein umfangreiches Werk gewidmet. Für ihn beginnt die Kulturgeschichte mit dem Feuer, das der Blitz in die Bäume schlug, und mit dem Werkzeug, für das Holz zu allen Zeiten unentbehrlich war.

Das Geschöpf Baum

Nutzung

Neben der wichtigen Funktion der Bäume bei der Gestaltung von Kulturlandschaften begleitet vor allem die Holznutzung die Entwicklung der Menschheit. Abgesehen von der vor allem in Entwicklungsländern immer noch weit verbreiteten Brennholznutzung ist Holz ein vielseitiger Bau- und Werkstoff, dessen produzierte Menge die Produktionsmengen von StahlAluminium und Beton weit übersteigt. Damit ist Holz nach wie vor der wichtigste Bau- und Werkstoff weltweit; Bäume sind dementsprechend eine bedeutende Rohstoffquelle.

Wald

Hier möchte ich unbedingt auf den genialsten Waldmenschen und Holzkenner und Holzliebhaber, den ich je kennenlernen durfte, hinweisen: Erwin Thoma. Er ist nicht nur „der“ Holzexperte schlechthin sondern hat organische Holzhäuser, in Grössenordnungen bis zu Hochhäusern und Hotels durch jahrelange Forschung und Beschäftigung mit den Themen Wald, Gesundheit und Holz, besonders „Mondholz“ entwickelt, die weder eine Heizung noch eine Klimaanlage benötigen und so vollkommen energieautark bis in höchste Bergregionen sozusagen ihr Haus stehen können.

http://www.thoma.at

Baumhaus

Neben der Holznutzung dienen Bäume vor allem der Gewinnung von Blüten, Früchten, Samen oder einzelnen chemischen Bestandteilen (TerpentinZuckerKautschukBalsameAlkaloide und so weiter). In der Forstwirtschaft der industrialisierten Länder spielen diese Nutzungen eine untergeordnete Rolle. Lediglich der Obstbau als Teilbereich der Landwirtschaft ist in vielen Regionen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Der Anbau erfolgt in Form von Plantagen. Hochwertige Obstsorten werden meist durch Okulation oder Pfropfen veredelt. Dies erfolgt durch den Einsatz ausgewählter Obstsorten, wobei die bekannten und gewollten Eigenschaften der Früchte einer Obstsorte auf einen jungen Baum übertragen werden. Zurückgegangen ist dagegen die Nutzung von Streuobstwiesen, die früher in vielen Gebieten Mitteleuropas landschaftsprägend waren.

Streuobst Wiesen

Gesellschaftliches

Dieser Bedeutung entsprechend ist ein vielfältiges Brauchtum mit dem Baum verknüpft. Das reicht vom Baum, der zur Geburt eines Kindes zu pflanzen ist, über den Maibaum, der in manchen Regionen in der Nacht zum ersten Mai der Liebsten verehrt wird, über Kirmesbaum und Weihnachtsbaum, unter denen man feiert, und über den Richtbaum auf dem Dachstuhl eines neu errichteten Hauses bis zum Baum, der auf dem Grab gepflanzt wird. Nationen und Völkern werden bestimmte, für sie charakteristische Bäume zugeordnet. Eiche und Linde gelten als typisch „deutsche“ Bäume. Die Birke symbolisiert Russland, und der Baobab gilt als der typische Baum der afrikanischen Savanne. Unter der Gerichtslinde wurde Recht gesprochen (siehe auch → Thing) und unter der Tanzlinde gefeiert.

Weihnachsbaum

Seit 1989 wird jedes Jahr im Oktober für das darauffolgende Jahr der Baum des Jahres bestimmt, zunächst vom „Verein Baum des Jahres e. V.“, seit 2008 von der „Dr. Silvius Wodarz Stiftung“ und durch deren Fachbeirat, das „Kuratorium Baum des Jahres“ (KBJ).[11] Im Jahr 2000 wählte die Stiftung den Ginkgo-Baum (Ginkgo biloba) zum Baum des Jahrtausends als Mahnmal für Umweltschutz und Frieden.[12]

Lebensbaum

Mythologie und Religion

Zahlreiche Mythen erzählen von einem Lebens- oder Weltenbaum, der die Weltachse im Zentrum des Kosmos darstellt. Bei den nordischen Völkern war es zum Beispiel die Weltesche Yggdrasil, unter deren Krone die Asen ihr Gericht abhielten. So spielt der Baum in den Mythen der Völker als Lebensbaum wie die Sykomore bei den Ägyptern oder in der jüdischen Mythologie eine Rolle. KeltenSlawenGermanen und Balten haben einst in Götterhainen Bäume verehrt, und das Fällen solcher Götzenbäume ist der Stoff zahlreicher Legenden, die von der Missionierung Nord- und Mitteleuropas berichten.

Götterhain

In vielen alten Kulturen und Religionen wurden Bäume oder Haine als Sitz der Götter oder anderer übernatürlicher Wesen verehrt. Solche Vorstellungen haben sich als abgesunkenes religiöses Gut bis in die heutige Zeit erhalten. Als Baum der Unsterblichkeit gilt der Pfirsichbaum in China. Der Bodhibaum, unter dem Buddha Erleuchtung fand, ist im Buddhismus ein Symbol des Erwachens.

Frühlingsbaum

Auch in der Bibel werden Bäume immer wieder erwähnt. Tanach wie auch das Neue Testament nennen unterschiedliche Baumarten, wie zum Beispiel den Olivenbaum oder den Feigenbaum, mit dessen relativ großen Blättern das erste Menschenpaar Adam und Eva laut 1. Mose/Genesis 3:7 nach ihrem Sündenfall ihre Blöße bedeckte. Im 1. Buch Mose, der Genesis, wird in Kapitel 1 in den Versen 11 und 12 berichtet, dass Gott die Bäume und insbesondere die fruchttragenden Bäume in seiner Schöpfung der Welt hervorbrachte. Zwei Bäume spielen in der Schöpfungsgeschichte eine entscheidende Rolle: Der Baum des Lebens und der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.

Herbstbaum

So hat der Baum auch in der christlichen Ikonographie eine besondere Bedeutung. Dem Baum als Symbol des Sündenfalls, um dessen Stamm sich eine Schlange windet, steht häufig das hölzerne Kreuz als Symbol der Erlösung gegenüber. Ein dürrer und ein grünender Baum symbolisieren in den Dogmenallegorien der Reformationszeit den Alten und den Neuen Bund. In der Pflanzensymbolik haben verschiedene Baumarten wie auch ihre Blätter, Zweige und Früchte eine besondere Bedeutung. So weist die Akazie auf die Unsterblichkeit der menschlichen Seele hin, der Ölbaum auf den Frieden und ist ein altes marianisches Symbol für die Verkündigung an Maria. Der Zapfen der Pinie weist auf die Leben spendende Gnade und Kraft Gottes hin, die Stechpalme, aus deren Zweigen nach der Legende die Dornenkrone gefertigt war, auf die Passion Christi.

Olivenbaum

Eines ist gewiss und sollte uns allen inzwischen so sonnenklar sein wie nichts anderes: ohne Bäume und ohne den Wald sind die Tage von uns Menschen und vieler anderer Tiere und Pflanzen und ganzer Landstriche und Landschaften sowie ganzer Ökosysteme im kleinen wie im grossen auf diesem wundervollen Planeten Erde mehr als gezählt,. Ohne Baum und Wald fehlt uns unfassbar mehr als nur die reine Luft zum Atmen. In Anbetracht der Tatsache, dass Bäume, ganze Wälder und Regenwälder, die Lungen unserer Erde, von machtbesessenen und oft auch profitgierigen, zumeist missmutigen alten weissen Männern, die offensichtlich nicht mehr viel zu verlieren oder zu erwarten haben, von Brasilien über Afrika bis nach Asien und auch hierzulande mutwillig und verantwortungslos zerstört, gefällt und vernichtet werden, hat für uns alle nicht und nie wieder gut zu machende, fatale Folgen, egal ob es sich um einen ganzen Wald oder einen einzigen , alten, gesunden Baum handelt. Ein gesunder alter Baum hat keinen Preis, den gibt es nicht beim Obi oder wie ein Auto oder eine Waschmaschine sonstwo zu kaufen. Sein Wert ist immer unermesslich, einzigartig und unwiederbringbar.

Viele wissen das und sind sich dessen voll bewusst, manchen ist all das allerdings vollkommen egal, was eigentlich selbsterklärend ist. Vielleicht spüren sie sich ja selbst schon lange nicht mehr weil die Essenz ihres „Mensch seins“ inzwischen voll in ihren aufgeblasenen aber vergleichsweise vollkommen irrelevanten Egos ertrunken ist.

ein alter Baum hat keinen Preis

Am deutlichsten sehen wir die Folgen daran, dass wir mit den Regenwäldern auch die dort beheimateten Pflanzen und Tiere verlieren – jeden Tag sterben mehr als 100 Arten für immer aus. Doch es gibt noch andere ernste Auswirkungen:

Regenwald
  • Die Bäume und Torfmoore speichern viel CO2, das durch die Abholzung in die Atmosphäre entweicht. Daher trägt der Raubbau an den Regenwäldern zur Klimaveränderung bei.
  • Der Regenwald hat einen fast perfekten Wasserkreislauf . Wird er gestört, können Regenwälder zu Savannen werden und sich die Wüsten weiter ausbreiten.
  • Tausende von Jahren haben die Ureinwohner im und vom Wald gelebt, ohne ihn zu zerstören. Für Plantagen werden sie nun vertrieben und verlieren mit dem Regenwald ihre Heimat und ihre Nahrungsgrundlage.
  • Der Boden, auf dem vorher der Regenwald stand, wird unfruchtbar.
  • Hinzu kommt, dass in den Regenwäldern Millionen von Tier- und Pflanzenarten leben, die bis heute nicht erforscht wurden. Wer die Wälder zerstört, vernichtet damit beispielsweise auch die Pflanzen, deren Wirkstoffe vielleicht gegen Krebs, Rheuma und andere Krankheiten helfen könnten.
Wälder werden zerstört…..

Inzwischen ist es traurige Gewissheit geworden, dass der Weggefährte von mir und vielen von uns, der sein irdisches Dasein sehr frühzeitig beendet hat, mein lieber und liebenswerter Freund und Soulbrother sowie genialer Musikerkollege, einzigartiger Elektropionier, Keyboarder sowie Improvisationskünstler und wunderbarer Mensch, Pädagoge und Menschenfreund Uli Rennert ist. Es fehlen mir die Worte. Meine Gedanken sind bei seiner Frau Siegrid, die er durch mich kennen lernen durfte, bei seiner Mutter und seiner hochtalentierten Tochter. Beim Salzburger A-Train Festival 2019 hatten wir unser letztes, unvergessliches musikalisches Rendezvous. Ich vermisse Dich, mein Lieber aber ich weiss, dass „Du bist“ und immer sein wirst. So long brother. Gehe hin in Frieden und bleib wie Du bist.

so long brother

Wieder ist ein Baum gefallen, die Amsel singt nicht mehr…..

es war einmal ein Traum

der Traum eines vollen Lebens

ein Traum von einem Baum

#78 „Eine typisch österreichische Lösung“

Gleich eines vorweg: die sogenannte „typisch österreichische Lösung“ ist alles andere als eine „Lösung“. Es ist vielmehr ein unentschlossen schwebender Zustand einer „Nicht Lösung“ eines als indifferent, umstritten, vage, suspekt, undurchsichtig bis zweifelhaft wahrgenommenen Problems. Nicht Fisch, nicht Kohlrabi, nicht Fleisch. Ein zumeist in jeder Hinsicht fauler Kompromiss. Wischi, Waschi. Etwas, wofür auf keinen Fall jemand zuständig, verantwortlich. oder noch schlimmer: woran sicher niemand „schuld“ sein will, zumindest solange sich nicht in einem stets extrem mühsamen und zumeist langwierigen Prozess herauszukristallisieren beginnt, ob ein einer möglichen aber, Gott sei Dank, noch weit entfernten Lösung zugrunde liegender Gedankengang richtig, falsch, genial, saudumm, eine blendende Idee oder ein ebenso blendender Unsinn sein könnte, mit der deutlichen Betonung auf dem Konjunktiv der Sache.

Gedanken – Gang

Dieses typisch österreichische Phänomen verfolgt und plagt uns gleichermassen, die Österreicher und die in Österreich lebenden Menschen. Mindestens seit den Tagen der Hainburger Au und des Atomkraftwerkes Zwentendorf bis hin zur Hypo Alpe Adria, den Ibiza Skandal, den Wirren um das BVT und die darin offensichtlich verstrickten Wirecard Geschichten, den offenbar relativ einfach zu verhindernd gewesenen Terrorakt vom November letzten Jahres, einer nächtlichen Abschiebung von in Österreich aufgewachsenen , in der Gesellschaft und im Schulsystem bestens integrierten Teenagern unter Einbindung der WEGA, von Hundestaffeln und einer Hundertschaft an Polizistinnen und Polizisten, einer verbotenen Demo, die in Wien allen Verboten und Pandemie Ausbreitungsbefürchtungen zum Trotz unter Polizeischutz mit über 10.000 Besuchern stattgefunden hat bis hin zum breiten und langen Beobachten einer pandemisch höchst riskanten Dynamik , wieder einmal im hochkatholischen Tirol, bis es für eine Entscheidung zu Ungunsten einer weiteren Ausbreitung einer dort grassierenden Mutation ziemlich sicher lange zu spät gewesen sein wird.

Phänomen

Herr Gott, schau bitte owa.

Woran liegt’s, mag sich so manche und mancher fragen. Nun, wie oben bereits erwähnt – zum einen mit Sicherheit am erzkatholischen Grundrauschen und Fegefeuerbrummen. Da ist einmal die riesengrosse Angst, nur ja nicht, auf gar keinen Fall an irgendetwas „schuld“ sein zu müssen. Angeblich das Schlimmste was einem passieren könnte, obwohl ein Nicht Handeln oft die weitaus wesentlich schlechtere Variante sein mag. Und das Hand in Hand mit einer einzigartigen Perfektion der „Schuldzuweisung“ – sprich: Die hohe Kunst, die um alles zu vermeidende Schuld so rasch und bald und konsequent wie nur irgendwie möglich von sich weg zu weisen, abprallen zu lassen und auf andere eben, auf die oder den anderen ohne 1% Zweifel überzustülpen.

Oder einfach aus Angst, das „Falsche“ in einer Situation, bei akuter Gefahr, bei einer Entscheidung mit einer guten Chance auf langfristige Folgen für andere, aber immer auch im Sinne und unter der Berücksichtigung der eigenen Vorteile oder ganz persönlicher Interessen oder den Interessen der jeweiligen „Neigungsgruppe“, deren treuer und loyaler Diener oder Unterstützer man selbst womöglich ist, oder mit der, wenn auch nur marginalen Chance eines womöglich eigenen Nachteils, das offensichtlich „Richtige“, Zielführende, Sinnvolle und oft auch nur „Gesunde“ im Interesse einzelner oder vieler, wenn auch im konkreten Fall auch nicht der eigenen, zum Schutz und Wohle anderer, oder aus Geiz, einer gewissen Boshaftigkeit oder auch nur massloser Profitgier, im Zweifel zu verharren und lieber gar nichts zu tun, selbst wenn das Zögern oder das „nichts tun“ mit Strafen geahndet, unmoralisch oder menschlich untragbar oder andere in Lebensgefahr zu bringen imstande wäre oder sie zumindest um ihr Hab ubd Gut oder ihr leibliches und seelisches Wohl bringen könnte.

Herr Gott schau owa bitte

All das im üblen Geruch des aus allen Ecken und Enden zum Himmel stinkenden, faulenden Kompromisses. Lieber gar nicht als falsch. Lieber weder Fisch noch Fleisch und Kohlrabi schon gar nicht. Lieber beobachten als Sorgfalt walten lassen und Obacht geben. Lieber hinauszögern als etwas tatsächlich Konstruktives zustande bringen. Lieber sich vor der Verantwortung davon stehlen, indem man sich hinter der schlicht und einfach offensichtlich kaum existierenden „Eigenverantwortung“ oder einer Hundertschaft an Experten verschanzt und versteckt, deren Rat zu befolgen man obendrein ohnedies nicht gewillt ist, bis das Übel, egal wie, egal wann – Augen zu und durch – vorbei ist oder sich hoffentlich irgendwie von selbst auflöst als Verantwortung zu übernehmen, geschweige denn: verantwortungsvoll zu handeln.

Was ist denn eigentlich ein Kompromiss? Dieses angeblich politisch wie gesellschaftlich, partnerschgaftlich oder auch demokratisch unvermeidbare und unter allen Umständen heilige, angeblich friedensstiftende, unter allen Umstäden zu erzielende Instrument auf dem steinigen und oft entbehrungreichen , ja, auch katholischen Weg zu einer für alle oft gleichermassen unbefriedigenden Lösungsfindung?

kompromisslos zufrieden und in Frieden…..

Was ich noch nie verstanden habe und bis heute nicht verstehe, ist, dass diese sogenannten, als Kompromisse getarnten Lösungen oft bis meistens auf der Grundlage von unvermeidbarem und absolut not – wendigem Verzicht, eines Nachteils, einer Erntsagung oder Entbehrung oder Verlustes, einem Vorsätzlichen Vorenthalten den, der oder dem anderen gegenüber getroffen wird, nur weil man es selbst nicht einfach so haben kann oder es für einen selbst nicht so toll und wunderbar sein darf wie man möchte oder es eben oft ganz einfach sein könnte. Also eigentlich mit einem dahinterliegenden Motor, einer „Agenda“ oder knapp unter der glänzenden Oberfläche schimmernden Giftbrühe aus Missgunst, Neid, Gier oder Geiz, von Revanche bis Unterdrückung, von Respektlosigkeit und sich hinter Sachlichkeit und der steten Berufung auf die sogenannten Fakten versteckte Empathielosigkeit, Gehässigkeit und Unmenschlichkeit anstelle von Wohlwollen, Freude über den Erfolg oder auch nur die Freude der oder des anderen, Mitgefühl, Enthusiasmus, Mutmachen, Hoffnungsstiftung und Respekt auf Augenhöhe, zutiefst menschlicher Empthiefähigkeit, Ethik und , ja, Liebe und Zuversicht und dem Bemühen um ein gemeinsames Gelingen, einem Ermöglichen und eben nicht dem Ziel etwas unbedingt, mit allen Mitteln zu „Verhindern“ getragen zu sein.

So gesehen, stinkt für mich fast jeder Kompromiss, und besonders solche, sogenannte „faule“, die in Wahrheit sich nicht einmal bis kaum die Mühe machen, zumindest den Anschein zu wahren, überhaupt ein solcher zu sein, zum Himmel-

Weder Fisch , noch Fleisch, noch Kohlrabi

Und dieses gesamte Lösungsfindungs Gedöhns schwimmt dann meistens noch in einer indifferenten Suppe aus Korruption, Bestechung, Freunderlwirtschaft, Neid, Missgunst und Machtmissbrauch mit einem Hauch an aristokratischem Duft von Kaiserschmarrn und einem obrigkeitshörigen, unterwürfigen Parfum der tiefen Verbeugung in Form des gekonnten Hofknickses oder des nicht minder perfekten Gschamster Dieners den Bach oder die vormals blaue, inzwischen braune Donau hinunter.

the blue Danube is brown

Zum Verzweifeln, könnte man meinen und es liesse allzu leicht den Schluss zu, dass aus einem derartigen Sumpf ja kaum bis nie etwas grossartiges entstehen , hervorgehen, oder hervorgebracht werden könnte. Doch das ist eben ein riesengrosser Irrtum. Ein Kurz Schluss gewissermassen.

Irr – Tum

Wer sich all dem zum Trotze oder gerade deshalb gelernt hat sich zu behaupten, sich durchzusetzen, den Glauben an sich selbst und an seine Träume und Visionen sich nicht feige stehlen oder kaputt machen zu lassen, ohne Angst vor irgendeiner Art von Schuld oder einer Angst, Fehler zu machen, die ja besonders oft nur Tore zu genialen Lösungen sind – das sind dann die sogenannten Genies, die Hosen- und Hoffnungsträger, die genialen Ideen, die sich all dem zum Trotze oder gerade wegen dieser Hürden in Form von akuter und latenter Entscheidungsschwäche und faulen Kompromissen, all den Mief und Nebel dessen überstrahlend und glasklar durchzusetzen imstande sind und sich oft und immer öfter auch international den Durchbruch verschaffen.

Durch – Bruch

Jeder kennt den weltberühmten Sager in Bezug auf New York City: „If you can make it there, you can make It anywhere“ – da hatte Frank Sinatra wohl eindeutig Österreich noch nicht am Schirm. Wer all dem zu entkommen, sich von all dem zu „lösen“ imstande ist, und das können immer mehr junge, begeisterungsfähige, hochtaltentierte, zuversichtliche und entschlossene Menschen in diesem Land, der braucht sich vor keiner Schuld, vor keinem faulen Kompromiss und keiner Vorverurteilung zu fürchten. Ich freue mich immer wieder, wenn ich sehe, was da alles allen Widrigkeiten, Gehässigkeiten und Gemeinheiten zum Trotz geht, oder eben gerade deshalb geht, ist, entstehen darf und kann. Dort geht’s lang. Nur Mut. Wir können das, auch wenn wir nicht so zu sein scheinen dürfen. Von einem , der auszog, das Fürchten zu verlernen und der wiederkam um Mut zu machen.

Alles Liebste und viel Gutes, AleX

#77 Bildung

Bildung, was immer wir darunter verstehen wollen oder können, was immer sich dahinter verbergen oder darunter gemeint sein könnte, woran immer wir dabei als allererstes denken mögen oder assoziativ fühlen oder spüren mögen und was immer es bedeuten , verheissen oder versprechen mag und soll. Ein scheinbar höchst simples, einfaches Wort – worunter aber so gut wie jede und jeder etwas anderes verstehen oder missverstehen mag, was für die eine oder den anderen grundsätzlich verschiedenes aus- und einzulösen imstande sein kann.

Eigentlich ein auf den ersten Blick sehr nüchternes, einfaches, oft auch irreführend viel – versprechendes Wort. Auf den zweiten Blick bestehend aus zwei noch einfacheren, zusammengesetzten Wörtern: BILD und DUNG , was nichts anderes heisst als „Dünger“. Noch spannender die davon abgeleiteten oder, wenn man so will, weit hergeholten Begriffe AUS – Bildung und EIN – Bildung. Dann folgen im Schritt Tempo Allgemein Bildung, Höhere Bildung, Bildungs – Initiativen, Bildungs – Auftrag, Bildungs – stand, Bildungs – Revolution, Erwachsenen – Bildung, Schul – Bildung, Bildungs – Offensive, Bildungs – Werk, Bildungs – Einrichtungen, Recht auf Bildung, Politische Bildung, noch etwas gemütlicher in Form des Bildungs – Systems, Bildungs – Theorie, einem besonders in Österreich sehr bedächtigen Bildungs – wesen und nicht minder der Zeit oft sehr weit hinterher hinkenden Bildungs – Ministerium, und, man glaubt es kaum, es geht noch langsamer, mühsamer bis kaum sich manifestieren wollend in Form der Bildungs – Reform.

BILD und DUNG

Wikipedia meint dazu folgendes zu wissen: Bildung (von althochdeutsch bildunga ‚Vorstellung, Vorstellungskraft‘)[1] ist ein vielschichtiger, unterschiedlich definierter Begriff, den man im Kern als Maß für die Übereinstimmung des persönlichen Wissens und Weltbildes eines Menschen mit der Wirklichkeit verstehen kann. Je höher die Bildung ist, desto größer wird die Fähigkeit, Verständnis für Zusammenhänge zu entwickeln und wahre Erkenntnisse zu gewinnen. Der Ausdruck wird sowohl für den Bildungsvorgang („sich bilden“, „gebildet werden“) wie auch für den Bildungszustand („gebildet sein“) einer Person verwendet. Im Hinblick auf den innerhalb einer Bevölkerung gemeinhin erwartbaren Bildungsstand wird von Allgemeinbildung gesprochen.

Im weiteren Sinn bezeichnet Bildung die Entwicklung eines Menschen hinsichtlich seiner Persönlichkeit – zu einem „Menschsein“, das weitgehend den geistigensozialen und kulturellen Merkmalen entspricht, die jeweils in der Gesellschaft als Ideal des voll entwickelten Menschen gelten können, wie zum Beispiel das humboldtsche Bildungsideal. Ein Merkmal von Bildung, das nahezu allen modernen Bildungstheorien entnehmbar ist, lässt sich umschreiben als das reflektierte Verhältnis zu sich, zu anderen und zur Welt.

„Menschsein“

Im Gegensatz zur beruflichen oder zweckbestimmten Ausbildung bezieht sich Bildung auf eine grundsätzliche und grundlegende kulturelle Formung des Menschen. Vorausgesetzt, wenn auch selten angesprochen, sind hierbei elementare Kulturtechniken wie AuswendiglernenLesenSchreibenRechnen. Solche Kulturtechniken werden stets in einem sozialen Kontext vermittelt, dem Bildungswesen im weitesten Sinne. Zum Bildungswesen gehören spezielle Institutionen wie beispielsweise Schulen und Hochschulen, aber auch alle anderen Lehr- und Lernverhältnisse, etwa in FamilieBeruf oder aus eigener Initiative.

Der moderne, dynamische und ganzheitliche Bildungsbegriff steht für den lebensbegleitenden Entwicklungsprozess des Menschen zu der Persönlichkeit, die er sein kann, aber noch nicht ist. Diesem Prozess sind allerdings durch persönliche Voraussetzungen -bezüglich IntellektMotivationKonzentrationsfähigkeitGrundfertigkeiten – sowie durch zeitliche, räumliche und soziale Bedingungen – Sachzwänge, Verfügbarkeit von Lehrmitteln und/oder Lehrern – Grenzen gesetzt. Doch ist ein Bildungsprozess nicht an Bildungseinrichtungen gebunden, sondern auch autodidaktisch möglich. Die Theorie der Bildung ist das zentrale Thema der Pädagogik.[2]

Bildungs – Einrichtungen

Der Begriff Bildung wurde von dem mittelalterlichen Theologen und Philosophen Meister Eckhart in die Deutsche Sprache eingeführt.[4] Er bedeutete für ihn das „Erlernen von Gelassenheit“ und wurde als „Gottessache“ angesehen, „damit der Mensch Gott ähnlich werde“.

Nach Bernward Hoffmann wird Bildung als die Entfaltung und Entwicklung der geistig-seelischen Werte und Anlagen eines Menschen durch Formung und Erziehung verstanden: „Der Begriff ist abgeleitet vom ‚Bild‘, einer Sache Gestalt und Wesen zu geben. Das Wort Bildung ist heruntergekommen zur Bezeichnung bloßen Formalwissens. Bildung ist dann nicht weit von Einbildung entfernt oder bezeichnet nur das, was gesellschaftliches Nützlichkeitsdenken der Herrschenden gerade für wichtig erachtet.“[6]

Und genau da sind wir dann plötzlich und abrupt im HIER und JETZT gelandet: Der Begriff Bildung ist „heruntergekommen“ und meint bloss noch „Formalwissen“. Bildung bezeichnet dann nur das, was gesellschaftliches ( oder eben wirtschaftliches, profitträchtiges) Nützlichkeitsdenken der Herrschenden gerade für wichtig erachtet. Ich wiederhole das deshalb genüsslich sooft wie möglich, damit sich nur ja nicht sofort der Schleier des Vergessens darüber ausbreiten kann.

photo © Sandra B. Mauerhofer

Nach Daniel Goeudevert ist Bildung „ein aktiver, komplexer und nie abgeschlossener Prozess, in dessen glücklichem Verlauf eine selbständige und selbsttätige, problemlösungsfähige und lebenstüchtige Persönlichkeit entstehen kann“. Bildung könne daher nicht auf Wissen reduziert werden: Wissen sei nicht das Ziel der Bildung, aber sehr wohl ein Hilfsmittel. Darüber hinaus setze Bildung Urteilsvermögen, Reflexion und kritische Distanz gegenüber dem Informationsangebot voraus.

Also: Bildung ist NICHT Information und kann NICHT auf Wissen reduziert werden. D’accord!!! Nein, es verlangt eine „kritische Distanz“ und Reflexion gegenüber dem Informationsangebot. Wollen wir das doch einmal genüsslich über unseren Kleinhirnrinden zergehen und einfach einmal so stehen lassen.

…..einfach einmal so stehen lassen

Eine Tendenz, die auch in Deutschland erkennbar ist. Jedoch Kindern Wissen einzubläuen, nur weil wir Erwachsenen meinen, dass sie das am besten für den Wettbewerb des Lebens vorbereitet, kann langfristig auch das Gegenteil verursachen. „Wissen müssen sich die Kinder selbst aneignen wollen“, sagt der Neurobiologe und Lernforscher Prof. Gerald Hüther. Das Wichtigste was Schule Kindern mitgeben sollte, ist die Freude am Lernen. „Wer die Freude am Lernen verliert“, so Hüther, „verliert auch die Freude am Leben.“ Eines der Hauptprobleme in Deutschland sei jedoch, dass unser Schulsystem nie dafür gedacht war, lernfreudige Kinder auszubilden.

Wettbewerb und Effizienz sind die Götter der modernen Ökonomiegesellschaft. Laut Hüther bedeute das für uns Folgendes: „Unsere gegenwärtige Gesellschaft ist im Wesentlichen eine vom Wettbewerb bestimmte Konsumgesellschaft, und deshalb brauchen wir Kinder, die möglichst wettbewerbsfähig sind. Für den Wettbewerb bereiten wir die Kinder optimal vor, und als Kunden bereiten wir sie insofern vor, dass sie aus den Schulen ja meist herauskommen und nicht wissen, was sie eigentlich wollen, wozu sie da sind und wozu das Lernen überhaupt gut ist. Wir erziehen sie zu Einzelkämpfern.“

lernfreudige Kinder

Ein erster Schritt hin zu selbstverantwortlichen und kreativ denkenden Kindern könnte zu Hause gemacht werden. Kinder zu belohnen, wenn sie etwas gut gemacht haben oder eben zu bestrafen und zu rügen, wenn sie etwas falsch gemacht haben, mag an sich logisch klingen, hat aber auch mindestens genauso logische Nachteile. Man dürfe das natürlich machen, meint Gerald Hüther aber: „Das ist Abrichtung und Dressur wie bei Tieren im Zirkus.“ Diese dressierten Kinder „machen zur Not sogar Abitur mit 1,0, aber sie haben sich nicht entfaltet, sondern sind in einer bestimmten Weise zurechtgebogen worden.“

Ohne jemanden namentlich zu nennen, richtet der Lernforscher dabei eine direkte Kritik an die Chefetagen der großen Weltkonzerne. Darin säßen Entscheider, die die beste Bildung erhalten hätten, jedoch wohl eine Bildung, die offenbar nicht dazu geführt hätte, dass diese Personen „so etwas wie ein Gewissen oder eine Selbstachtung oder eine Würde entwickelt haben, die sie dazu veranlassen würde, ihre Unternehmen auf eine Art und Weise zu führen, die dazu beiträgt, dass andere nicht darunter leiden.“

Wir erhalten ein Jahrhunderte altes Schulsystem aufrecht und messen Kinder zu stark an unseren Erwartungen, konditionieren sie sogar wie Tiere, wenn man Gerald Hüther Glauben schenken mag. Das alles, obwohl wir nur das Beste wollen. Doch woher sollten wir es auch besser wissen? Wir sind doch selbst durch dieses System gegangen, wurden an den gleichen Maßstäben gemessen.

wir wollen doch nur das Beste….

Genau hier verorten Kritiker wie Gerald Hüther das Grundproblem. Die Ausbildung unserer Kinder, die Morallosigkeit unseres Wirtschaftssystems und auch unsere Vorstellung einer gut gemeinten Erziehung seien Symptome einer nicht geführten Gesellschaftsdebatte. Bevor wir darüber geredet hätten, in welcher Welt wir eigentlich leben wollen, hätten wir angefangen zu wirtschaften. Die Wirtschaft sollte eigentlich dem Menschen dienen, doch mittlerweile dienten wir der Wirtschaft. Debatten über Wirtschaftsethik, Bildungspolitik oder Erziehung gingen somit die unbequeme Frage voraus: Was für eine Welt wollen wir eigentlich?

Entweder werde es dem Kind wirklich zu viel oder, so Hüther: „das Fundament, auf dem das Kind steht, ist zu dünn.“ Wir könnten dieses Fundament laut Hüther jedoch stärken. Wenn wir Kindern mehr Freiheiten ließen, lernten sie Vertrauen in sich selbst. Wenn wir für unsere Kinder bei Problemen tätig würden, anstatt ihnen „einfach nur über den Kopf zu streicheln“, hätten sie mehr Vertrauen in Andere. Wenn wir ihnen sagten und vorlebten: „Egal was kommt, es wird wieder gut!“, dann hätten sie mehr Vertrauen in das Leben an sich. Daraus bestünde das Fundament, das unsere Kinder in der Wettbewerbsgesellschaft stärken könne, meint der Neurobiologe. (BR24)

„Egal was kommt, es wird wieder gut.“

Die Lernmethoden sind genau so viel- bis einfältig zugleich. Das populäre Lerntool, nach dessen Vor – Bild so ziemlich alles massgeschneidert ist, was heutzutage, zumindest in einer westlich Wettbewerb- und Konsumsorientierten Welt nach wie vor Gang und Gäbe scheint, ist die Didaktik, die Technik des Unter – Richtens, im Gegensatz zum bereits unter Platon gebräuchlichen Begriff der Mathetik bzw. entlang der Studien und deren stetiger Weiterentwicklung durch Dir. Horst Dorner, die Technik der MathEthik, die Kunst des „Auf – Richtens“.

https://pimpmyband.live/?s=Mathethik

Ob man Gerald Hüthers Gedanken nun folgen mag oder nicht, etwas müssen wir ändern. Denn längst haben wir Werkzeuge erfunden, die schneller und effektiver arbeiten als wir. Jungen Menschen einfach viel Wissen beizubringen und ihnen vorzugaukeln, mit einem Abitur seien sie für die Zukunft bestens vorbereitet, ist vorgestrig. Keine moderne Gesellschaft braucht Nachwuchs, der mit seinem Schulwissen zu den Datenmengen von Google und Co. in Konkurrenz tritt.

Die Zukunft der Arbeitswelt besteht aus Problemlösern und kreativ denkenden Köpfen, die wissen, wann und wozu sie welches Wissen brauchen, wo sie es herbekommen und wie sie es am besten anwenden. Es braucht Menschen, die richtig Lust darauf haben, sich ständig neues Wissen anzueignen, weil es ihnen Spaß macht und nicht weil sie müssen. Wir sind dazu verpflichtet ihnen genau das beizubringen. Wer weiß, vielleicht erziehen wir genau so die Menschen, die sich irgendwann zu fragen trauen: Was für eine Welt wollen wir eigentlich? (BR24)

was für eine Welt wollen wir eigentlich?

Studien zur Zukunft der Arbeit kämen zu dem Schluss, dass gut die Hälfte der heute noch bestehenden Beschäftigungsverhältnisse ein großes Risiko trage, wegrationalisiert zu werden. Auch die Bildungsbranche sei von solchen Vorhersagen betroffen. So gebe es Zukunftsforscher, die bereits in absehbarer Zeit Roboter an der Stelle von Lehrern und Erziehern sähen – er, der deutsche Philosoph Richard David Precht, allerdings nicht. Zwar sei richtig, dass reine Wissensvermittlung künftig besser durch Maschinen erfolgen könne. Sogenannte „Empathieberufe“ aber, bei denen es eben in mindestens ebensolchen Maße um Gefühle gehe, würden künftig sogar stärker nachgefragt werden. Und dazu zählen eben Lehrer und Erzieher.

Was bedeutet dieser Befund für die Bildungsdebatte? Zumeist die Forderung, in der Schule verstärkt Kreativität zu fördern, betonte Precht. Darin seien sich dann schnell alle einig. Der Philosoph warnte allerdings vor einem verkürzten Kreativitätsbegriff. So verstünden Digitalminister unter Kreativität zumeist nur  einen sicheren Umgang mit der Informationstechnologie, die sogenannte Problemlösungskompetenz. Ein Großteil der Kreativität habe aber mit Problemen und Lösungen gar nichts zu tun. „Welche Probleme haben denn Mozart und Rembrandt gelöst?“, fragte Precht.

photo © Oswald Schechtner

Um sich dann der Schule zu widmen, wie sie (noch) ist, aber nicht sein sollte: eine Schule aus dem „preußischem Sozialismus“ des 19. Jahrhunderts, in der alle Schüler zur gleichen Zeit das Gleiche lernen sollen. Prechts Gegenbild: Hogwarts, die Schule für Hexerei und Zauberei aus der Welt von Harry Potter. Die ist in vier Häuser aufgeteilt, die in spielerischer Konkurrenz zueinander stehen – für Precht eine kindgerechte Art, Grundwissen zu vermitteln. Dann aber, nach einigen Jahren der Grundbildung, solle sich eine „Interessensseparation“ anschließen, eine Trennung der Schülerschaft nach Neigung und Talent. Ohne diese würden viel zu viele Schüler mit Themen gequält, für die sie weder ein Herz hätten, noch dass sie sie jemals benötigen würden.

Beispiel Sprachen. Precht: „Kein Mensch lernt irgendeine Sprache, indem er Wissen über ihre Grammatik ansammelt. Das braucht kein Mensch.“ Als Beleg forderte er das Publikum zum Handzeichen auf: Wer wisse, zu welcher Wortgruppe der Begriff „manche“ gehöre? Ein einziger wusste es: ein Pronomen. Beispiel Chemie. Wer könne den Begriff „Molmasse“ erklären? Auch hier: eine Wortmeldung („Molekulargewicht in Gramm“).

Schüler

Precht lächelte siegesgewiss – na, bitte. Wenn’s nicht mal Lehrer präsent haben, wie sollen Schüler sich solches Wissen dauerhaft aneignen? „Wissen Sie, warum Sie diese Sachen vergessen haben“, fragte Precht, um sogleich zu antworten: „Weil Sie von Anfang an gewusst haben, das brauchen Sie nicht.“ Statt Schüler beispielsweise mit Jambus und Trochäus zu quälen, sollten Lehrer lieber „echte Dichter“ in die Schulen holen, um die Schüler anzusprechen, die sich auch tatsächlich für Literatur interessieren. Das würden die dann ihr Leben nicht vergessen. Minutenlanger Beifall.

© ORF

Epilog. Precht, der früher auch als Lehrerausbilder tätig war, ließ das Publikum wissen, was aus seiner Sicht einen guten Lehrer ausmacht. Durch die Fachdidaktik jedenfalls werde man’s nicht („Sie werden auch kein guter Liebhaber dadurch, dass Sie einen Sexualkundeatlas auswendig lernen“). Dadurch, dass man Kinder mag? „Glaube ich auch nicht.“ Ein guter Lehrer, so Precht, wird nur ein Mensch, dem andere gerne zuhören. Andrej Priboschek / Agentur für Bildungsjournalismus

#38 Miteinander Wert- & SinnVolles Schaffen. Bitte um eure Hilfe, Input und Unterstützung

Amen.

#76 Rückkehr zur Normalität

Also wenn uns jetzt, nach einer fast über einem Jahr von einem mehr oder weniger stinknormalen, zugegeben : ziemlich bösen kleinen DrecksVirus, sicher nicht dem ersten und auch sicher nicht dem letzten seiner Art , uns alle ohne Ausnahme zwangsverordneten, Pandemie bedingten Nachdenk- und Reflexionspause wahrhaftig nichts Besseres, Gesünderes, Kreativeres, Sinn – volleres und Innovativeres einfällt oder weiterhin erfolgreich suggeriert werden kann, als uns unendlich glücklich und befreit zu fühlen, endlich wieder zum Friseur und Einkaufen gehen zu dürfen, dann ist der Verlust und das Verloren gegangen Sein dieser Menschheit für diesen wunderbaren Planeten Erde eher eine längst fällige, riesengrosse Erleichterung und Befreiung von einem Übel namens Mensch als sonst etwas. Ein mehr als reifes, eitriges Wimmerl, ein evolutionärer Irrtum. Echt jetzt?

Befreiung

Dann haben wir also tatsächlich die gesamte Zeit mit Motschkern Schimpfen, Hadern mit unseren schlimmen kollektiven und individuellen Schicksalen und in erster Linie, mit „Warten“ verbracht. Mit warten auf die sogenannten besseren Zeiten ohne uns auch nur einen einzigen Gedanken, geschweige denn , die Mühe gemacht zu haben, uns zu besinnen, in uns zu gehen und zu überlegen, wie wir gemeinsam endlich die besten Zeiten miteinander neu gestalten könnten ohne um jeden Preis wieder in den stinkenden, Umwelt-, Natur- und Menschlichkeitsschädlichen , gleichgültigen Trott und Ego Trip jeweils auf Kosten Anderer auf den seit gefühlten Ewigkeiten immer wieder gleich befahrenen und zutiefst ausgetretenen, fetten Bequemlichkeits- und Stumpfsinns Autobahnen in Richtung unbewusstem Unglück zurückrudern zu müssen.

Warten…..

Mit masslosem Fernsehkonsum, Internet surfen, Kochen, Futtern, Saufen oder Essens Bestellungen für die, die glaubten, es sich leisten zu können oder zu müssen, haben wir unsere Zeiten in unzähligen Lock Downs tot geschlagen. Auf den wackeligen bis zum Teil fragwürdigen Pfaden der Digitalisierung, Home Office, Home Schooling, Online Meetings, Online Datings, Online Consulting, Online Verzweifeln, alles inklusive. Oder auf der Mission, 100 Menschen tagtäglich mangels besserer Ideen in den sozialen Netzwerkseiten zu brüskieren oder gleich zu Feinden zu stempeln oder zu erklären, nur weil sie unsere ach so verdammt relevanten,wichtigsten und oft auf nichts anderem als auf heisser Luft und Annahmen basierenden Meinungen nicht gutheissen wollen oder können, weil sie ihre eigenen super wichtigen Meinungen zu diesem und jenem kundtun und verteidigen müssen und wir sie oder sie uns, je nachdem, sofort in die „Feind Kisten und Ordner“ ablegen und daraufhin umgehend entfreunden mussten, frei nach der Devise: „ihr, die Anderen, die Dummen, und wir, die, die ohnedies immer recht haben (müssen)“.

Zukunftsorte für Potentialentfaltung

Was all das mit Intelligenz, oder noch besser mit emotionaler Intelligenz oder Empathie, Mitgefühl , Gemeinschaft, Inspiration, Kreativität und Menschlichkeit zu tun haben soll, weiss ich ehrlich gesagt nicht. Ob das uns immens weiterbringen wird in unserem „Menschen da Sein“ ist auch mehr als fraglich bis eigentlich vollkommen unmöglich.

Da Sein

Jetzt meinen wir also wirklich, tatsächlich, allen Ernstes, uns endlich wieder auf einen eigentlich schon viel zu lange vollkommen inakzeptablen und untragbaren Zustand unserer Leistungs- und Konsum Gesellschaft freuen zu müssen, die wir in Wahrheit alle brauchen wie einen Kropf, wie die Steirer zu sagen pflegen, die wir jetzt sehr gut endlich hinter uns lassen könnten, ohne diese, gut möglich letzte Chance zu einem möglichst kollektiven Aufwachen aus diesem die Natur, unsere einzige Mutter Erde und Mensch, Pflanzen und Tier ausbeutenden, zerstörerischen und alles gesunde Leben vernichtenden Albtraum an weltweiten individuellen Ego Trips in unser aller Hölle in einer gemeinsamen, konstruktiven Anstrengung der besten, kreativsten und innovativsten Herzen und Köpfe genutzt zu haben, ohne die ihr innewohnende fantastische Möglichkeit für Veränderung in dieser globalen Herausforderung weder erkannt, noch verstanden, noch entdeckt, noch wahrgenommen zu haben? Echt jetzt?

innovative und kreative Herzen und Köpfe…..

Es gab noch nie so viele riesengrosse Baustellen , noch nie so viele zu bewältigende Aufgaben, von Arbeit, Beruf und Berufung über Freizeit und miteinander und voneinander Lernen bis hin zu sozialen Themen, die uns letztendlich alle treffen und betreffen, zu Fragen der Ethik und der Menschenwürde, zum Gestalten eines Neuen Mit- und Füreinander, neuer Lebens – und Gestaltungsräume , neue Zukunftsorte für Potentialentwicklungen , Ernährung, nachhaltige Landwirtschaft, Wohnen, Gesundheit, Freiheit, der Präferenz kleiner Einheiten und Stukturen und ein Beenden der Gigantomanien jeder Unart, der Industrien, der ausschliesslich Profit gesteuerten Konzerne und Gesundheitswesen zu Gunsten einiger vergleichsweise Weniger Spekulanten und Shareholders, Profit zugunsten eines Gemeinwohls, Nachhaltigkeit, Reisen, Chancengleichheit, Fairness, Respekt, Familie, Partnerschaft, Verantwortung, Wissen und Weisheit.

wo Vorne ist…..

Vorne ist nicht Hinten, ist sicher nicht „Normalität“, ist nicht „wie es immer war“. Vorne ist Veränderung, vom Guten zum wesentlich Besseren, vom Schlauen hin zum Klugen und Weisen, vom Egoismus zu einer empathischen, sich gegenseitig unterstützenden und inspirierenden Gemeinschaft, vom Konsumieren bis zur Bewusstlosigkeit hin zu einem klareren, kollektiven Gemeinschaftsbewusstsein, zu einem Bewusstsein, dass wir alle miteinander verbunden sind, ob wir das wollen oder nicht, vom Unterrichten zum Auf Richten, von der Gier zur Gunst, vom Entertainment zur Kunst, vom Schnäppchen zum Wert Vollen, vom Flachen in die Tiefe, von reiner Geschäftemacherei und „über’s Ohr hauen“ zu einer gerechteren Verteilung und nachhaltigem Wirtschaften, vom stressigen sich dahinpeitschen lassen zum zur inneren Ruhe kommen dürfen, von Bullshit Jobs zu erfüllenden Tätigkeiten und wahrhaftigen Berufen, von Fitness zur Gesundheit, vom effizienten Erledigen von tasks hin zu einem schöpferischen, kreativen Da Sein und Tun .

kreatives Sein und Tun…..

JETZT ist sicher nicht das Ende der Zeit des Wartens auf ewig Gestriges. JETZT ist die Zeit des Wandels, der Chance zur kollektiven, globalen sowie zur individuellen, persönlichen Transformation hin zur besten Welt die wir je beleben und die wir je miteinander gestalten durften. Freude.

Liebe, Hoffnung, Zuversicht, ohne 1% Zweifel….

#75 Wir dürfen uns von unseren ReGierungen nicht mehr weiter aus unserer menschlichen Mitte drängen lassen!

Das sind nicht nur für mich die wirklich schockierenden, an Unmenschlichkeit und brutaler mitmenschlicher Kälte und Eiszeit kaum mehr zu überbietenden Schlagzeilen und Berichte des ORF und des Falter von heute Morgen, Donnerstag den 28.Jänner2021:

Schülerinnen trotz Protesten abgeschoben

Trotz Protesten sind drei Schülerinnen heute Früh nach Georgien und Armenien abgeschoben worden. Eine Kundgebung mit rund 160 Personen – darunter Nationalratsabgeordnete der Grünen, der SPÖ und NEOS – wurde kurz vor 5.00 Uhr aufgelöst. Laut Polizeisprecher Daniel Fürst war die noch vor 3.00 Uhr gestartete Kundgebung in der Zinnergasse in Simmering nicht angemeldet. Via Durchsagen wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst aufgefordert, sich an die CoV-Vorschriften zu halten. Zuvor seien die Abstände nicht eingehalten, aber von den meisten Masken getragen worden.

Foto © Christopher Glanzl APA

Hier dazu die Twitter Nachricht vom Falter Chefredakteur Florian Klenk; Falls ihr geschlafen habt. Das ist in den letzten drei Stunden passiert. Drei Kinder warteten drei Stunden im Bus auf die Abschiebung. Draußen Wega, scharfe Hunde und eine Hundertschaft an Polizisten. pic.twitter.com/5evv2g9tQ8— Florian Klenk (@florianklenk) 28. Januar 2021

Vorgehen „unverhältnismäßig“

An der Protestaktion nahmen in der Nacht auch mehrere Nationalratsabgeordnete teil. Neben dem Grünen Asyl- und Sicherheitssprecher Bürstmayr waren seitens des Juniorpartners in der Koalition der Grüne Klimaschutzsprecher Lukas Hammer, Bildungssprecherin Sybille Hamann und Netzpolitiksprecher Süleyman Zorba vor Ort. Von der SPÖ nahm Nationalratsabgeordneter Jan Krainer an dem Protest teil, seitens der NEOS Stephanie Krisper.

Foto © Christopher Glatzl APA

Bürstmayer bezeichnete das Vorgehen am Donnerstag als „unverhältnismäßig“, das Bild vor Ort habe aufgrund der großen Polizeipräsenz fast an einen „Antiterroreinsatz“ erinnert. Die Räumung der Sitzblockade durch die Polizei sei zwar grob, aber kurz gewesen – „es gibt am Polizeieinsatz nicht weiß Gott was zu bekritteln“, sagte er. „Aber es geht ein bisschen in Richtung Verbannung. Ich bin als Anwalt viel gewohnt, das tut mir weh.“

Bürstmayer sprach von einem „besonderen Fall“. Denn die Kinder seien in Österreich aufgewachsen, die ältere Tochter habe „gerade einmal zwei Jahre (zwischenzeitlich, Anm.) in Georgien verbracht“, die übrige Zeit in Österreich. Er vertrete „grundsätzlich die Rechtsmeinung, Kinder haben eigene Rechte, sie haben ein eigenes Recht auf Privat- und Familienleben“, so Bürstmayr – er leite das Recht nicht nur von dem der Eltern ab. Auch sei die letzte Rückkehrentscheidung der Behörden schon ziemlich alt gewesen. Sie stammt laut dem Anwalt der Familie, Wilfried Embacher, aus dem September 2019. Man könne also davon ausgehen, dass sich seitdem eine wesentliche Änderung des Sachverhalts ergeben hat. Nach einem laut Embacher im Mai 2020 gestellten Antrag auf Bleiberecht sei aber nichts geschehen, bis dann die Abschiebung durchgeführt wurde.“ © ORF

Foto © ORF

Wo und wann bitte wohnen und leben wir hier eigentlich? Sind das die sogenannten Vertreter unser aller Interessen? Die von uns gewählten Verteidiger von Recht und einem zivilisierten, menschlichen Miteinander? Wohin soll uns das denn „führen“? Nicht genug, dass man Kinder in griechischen und bosnischen Lagern verrecken und von Ratten anfressen lässt, nicht genug, dass man per Anordnung allen hilfsbereiten Österreicherinnen und Österreichern, allen hilfsbereiten Gemeinden, Privatpersonen, menschlich gesunden Gemeinschaften – ja , die gibt es hier in diesem Lande auch, und zwar jede Menge davon – trotz Aufforderungen durch zahlreiche NGOs, die Caritas, die Diakonie, die Katholische Kirche, den Bischof , den Superintendenten, den Kardinal und den Bundespräsidenten und vielen anderen seit Wochen und Monaten das Recht verweigert, diese Kinder und ihre Familien bei uns aufzunehmen.

Nicht genug, dass man Kinder auf diese Art und Weise in einer Nacht und Nebelaktion, auch das ist eigentlich selbst erklärend, feige, brutal und jede menschliche Regung verleugnend ausser Landes bringt. Kinder, die hier zur Schule gehen, die die meiste Zeit ihres Lebens in Österreich mit ihren Freundinnen und Freunden verbracht haben, jene Freunde und Schulkameradinnen und Kameraden, die eben jenen von der Abschiebung betroffenen heute Nacht, vergeblich zwar, helfen wollten. Wie viel Trauma und brutal verletzte Kinderseelen ist so etwas denn eigentlich wirklich wert? Sind wir uns als Gesellschaft das wirklich wert? Da ist, zumindest in meiner Wahrnehmung, wer oder was Mensch ist und was Menschlichkeit bedeutet und auch weiterhin bedeuten dürfen muss, wo sie anfängt und wo sie eindeutig nicht mehr vorhanden sein will und darf, vollkommen Schluss mit jeder Art von Toleranz, geschweige denn eines „still Hinnehmens“. So geht das ganz sicher nicht. Nicht mehr. Und auch nicht weiter.

Auch wenn diese international scheinbar extrem populäre Gepflogenheit, immer radikaler und rücksichtsloser in immer unmenschlichere und Menschen vollkommen unwürdigere Bereiche mit allen Mitteln der Macht vorzudringen, uns mit aller Brutalität und Gewalt aus unserer menschlichen Mitte zu drängen, unter dem feigen Deckmäntelchen, hier ja nur für Recht und Ordnung zu sorgen. Auch wenn diese Art einer brutalen, gezielten und bewussten Werte Verschiebung und anscheinend höchst notwendigen, willkommenen Ablenkung dem einen oder anderen Minister hier oder dem einen oder anderen anderen Regierungschef dort sicher sehr gut in den Trümmer- und Scherbenhaufen ihres eigenen Krams passen mag.

Nur irgendwann, und zwar JETZT, muss da wirklich im Sinne der uns allen verbleibenden Reste von Menschenwürde radikal Schluss damit sein, auch wenn es da mancherorts und leider, wie man sieht, auch hierzulande bereits schon länger als uns offensichtlich bewusst und lieb ist, 5 nach 12 zu sein scheint. Es muss in unserer Gemeinschaft und Gesellschaft jetzt einen Ruck geben, eine Grenze gezogen werden, und zwar keine juristische, politische, brutale oder taktische sondern schlicht und einfach, klipp und sonnenklar, eine friedliche und menschliche. Eine Grenze der Herzen ohne Grenzen ❤