#107 „Die Stille im Auge des Orkans, in der Ritze zwischen dem „recht haben müssen“ und dem Privileg, ein Trottel sein zu dürfen“

Richtig oder Falsch. Wahrheit oder Lüge. Phantasie oder Realität. Gut oder Schlecht. Faktum oder Annahme. Wissenschaft oder Aluhut. Links oder Rechts. Tag oder Nacht. Licht oder Schatten. Kontrolle oder Laissez Faire. Wissen oder Dummheit. Schlau oder einfach zu blöd. Willkommen in der goldenen Mitte der Spaltung, willkommen in der Stille und der Ruhe der Spalte, in der Stille und Ruhe und im Frieden der Ritze zwischen den beiden Polen der Spaltung, der angeblich hoffnungslos gespaltenen Lager, einer angeblich ebenso hoffnungslos gespaltenen Gesellschaft. Willkommen im absolut ruhigen, friedlichen und stillen Auge in der Mitte und im Zentrum des Orkans. Gesellschaftliche Spaltungen nehmen zu – zwischen Alt und Jung, Stadt und Land, Analog und Digital. Die Gräben werden immer größer. Wie kann man Spaltung entgegenwirken?

die Gräben werden immer grösser…..

Ist die gesellschaftliche Mitte selbst ein Teil des Problems?

„Möglicherweise ist die nach Zusammenhalt rufende gesellschaftliche Mitte selbst ein Teil des Problems, das sie beklagt. Sie verurteilt zwar Hass im Netz, hat es aber über Jahrzehnte versäumt, dem deutschen Strafgesetzbuch auch im Internet Gültigkeit zu verschaffen. Erst in jüngster Zeit gibt es Bemühungen, Onlinehetze juristisch zu verfolgen.

Man kann nämlich auch eine andere Gesellschaftsdiagnose aufstellen. Die geht so: Wir leben in einer Zeit nie erlebter Demokratisierung der Öffentlichkeit. Jeder Mensch mit einem Internetanschluss hat die Möglichkeit, Sender zu sein, in Eigenregie Texte, Podcasts oder Videos zu veröffentlichen und somit am großen veröffentlichten Gesellschaftsgespräch teilzunehmen.

Gesellschaftsgespräch

Die demokratische Verfasstheit der Gesellschaft verteidigen

Vielleicht ist die viel beschworene Polarisierung ein Trugbild der politischen Mitte. Vielleicht sind rechtsfreie Marktplätze des Hasses und der Einzeltäterradikalisierung das Problem. Die Mitte darf nicht untätig zuschauen, wie ihr Ort im politischen Spektrum durch gezielte verbale Überschreitungen verschoben wird.

Die politische Mitte wird gestärkt, wenn sie sich geschlossen gegen die Aushöhlung demokratischer Umgangsformen zur Wehr setzt und gemeinsam die Gefahr für die Demokratie benennt: den demokratisch gewählten Rechtsradikalismus, dessen Kontakte zum rechtsextremistischen Lager belegt sind. Das Gerede von der Polarisierung unterstellt eine vergleichbare Gefahr von links, die es nicht gibt. Zahlen sagen übrigens aus, dass politisch motivierte Gewalt überwiegend von rechts ausgeübt wird.

Eine Mitte, die sich unbeteiligt gibt und sich nicht gegen das rechte Projekt erhebt, schafft sich als politische Mitte ab. Es sind nicht linke oder liberale Vorstellungen von Gerechtigkeit, die unser Gemeinwesen attackieren. Der Angriff wird geführt von Ideologen der Ungleichheit und der Ausgrenzung.“ ( Der Schriftsteller Bodo Morshäuser für Deutschlandfunk Kultur )

Ungleichheit der Ausgrenzung

„Jetzt nehmen Stimmen zu, die eine in sich zerfallene, eine gespaltene Gesellschaft für ihren aktuellen Zustand halten. Das Wahlverhalten in den Vereinigten Staaten, wo sich die Bürger in Blöcken unversöhnlich gegenüberstehen, ist dafür nur ein besonders illustrativer Fall. Regelmäßig wird hierzulande berichtet, dass die Spaltung zwischen Ost und West unüberwunden ist. Keine Woche vergeht überdies, wo sich die Wähler gleichmäßiger über das Parteienspektrum verteilen, in der nicht Zahlen zu anderen vermuteten Spaltungen vorgelegt werden. Etwa zur wachsenden Einkommensungleichheit. So gehört immer weniger Personen immer mehr: Auf gut siebzig Millionen Leuten weltweit, heißt es beispielsweise, verteilten sich zwei Drittel des Einkommenswachstums der beiden Jahrzehnte nach 1989.“ ( Jürgen Kaube, Herausgeber der FAZ, der Frankfurter allgemeinen Zeitung)

eine in sich zerfallende, gespaltene Gesellschaft

Die Corona-Krise hat viele gute Eigenschaften in den Menschen hervorgeholt. Solidarität, Hilfsbereitschaft und Empathie sind positive Begleiterscheinung der sonst so herausfordernden Zeit. Ob digital in den sozialen Medien oder analog per Aushang – die Hilfsangebote sind vielfältig und reichen von Einkaufshilfen über ehrenamtliche Tätigkeiten bis hin zum Bereitstellen der eigenen Kompetenzen für wohltätige Zwecke.

Doch obwohl in dieser schwierigen Situation viele Menschen zusammenstehen und Zivilcourage zeigen, lässt sich dennoch eine zunehmende Spaltung der Gesellschaft feststellen. In vielen europäischen Ländern finden Proteste gegen die Corona-Maßnahmen statt, auch in Österreich gehen Menschen auf die Straße. Verschwörungstheorien und Falschinformationen werden mit den sogenannten sozialen Medien eine Bühne geboten. Das Hauptproblem erkennt Dr. Alexander Bogner, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie, in den Wissenskonflikten innerhalb der Gesellschaft: „Wir leben in einer Wissensgesellschaft, in der viele Konflikte als Auseinandersetzungen um das richtige Wissen ausgetragen werden. Das bedeutet: Wer an einem solchen Konflikt teilnehmen will, muss auch über profundes Know-how verfügen. Wenn man es aber nicht schafft, die eigene Position auf eine gewisse Expertise zu stützen, kann ein Ausweg darin liegen, die etablierte Faktenwelt auf den Kopf zu stellen. Das kann man im Zuge der Corona- Krise bei vielen Demonstrationen gut beobachten.“

Wissenskonflikte

„Die Studie „Umkämpfte Solidaritäten“, an der ich beteiligt war, zeigt, dass die Grundlagen für Brückenschläge zwischen den Spaltungslinien durchaus vorhanden sind. Jene können auf verschiedenste Weise unterstützt werden. Der Vorherrschaft des Leistungsprinzips, das den individuellen Markterfolg betont, könnte durch die Aufwertung des Bedarfsprinzips begegnet werden, das sozialstaatliche Leistungen aufgrund von Bedürfnissen unabhängig von zuvor erbrachten (Arbeits-)Leistungen gewährt. Einer einseitigen Fokussierung auf Unterschiede zwischen den Menschen könnte man – wie die kanadische Soziologin Michèle Lamont vorschlägt – einen „einfachen Universalismus“ entgegenhalten, der darauf fokussiert, was Menschen überall auf der Welt gemeinsam haben. Der wachsenden Kluft zwischen Reich und Arm ist mit einer entsprechenden Umverteilungspolitik beizukommen. Zu guter Letzt muss eine offene Gesellschaft daran interessiert sein, möglichst vielfältige Räume zu haben, wie zum Beispiel eine gemeinsame Schule, in denen sich unterschiedliche soziale Gruppen begegnen können. Wobei auch klar sein muss: Begegnung allein garantiert noch keine Einsichten und kein Verständnis. Aber sie wäre eine notwendige Voraussetzung dafür. „(Carina Altreiter ist Postdoc und Projektleiterin am Institut für Soziologie und empirische Sozialforschung an der Wirtschaftsuniversität Wien.)

einfacher Universalismus

Ich bin dem Schicksal tagtäglich unendlich dankbar, dass es mich von der Bürde und Last einer der derzeit wohl grössten globalen Spaltungsmaschinerien namens Fakebook ein für allemal befreit hat, für den dadurch gewonnenen, Meinungsfreien und lebensbejahenden Raum zur weiteren Entfaltung meines kreativen Schaffens und meines intuitiven Seins, in einem Leben in möglichst grossem Einklang mit mir, meinem essentiellen Selbst und damit den Liebsten, der engeren und erweiterten Familie, den soulbrothers und soulsisters, den inspirierenden, beschützenden, wegweisenden und helfenden Engeln, die mir das Leben tagtäglich mit all seinen Herausforderungen, Chancen, oft in zu überwindenden Hürden versteckten Perlen und den Geschenken in Fluchverpackung auf mein fettes Lebenskonto überweist. Mit Meinungen, egal welchen und egal worüber oder wozu, hat auf jeden Fall noch nie jemand die Welt verändert.

Lebenskonto

Vor kurzen musste ich fluchtartig ein Gespräch mit einem mir wirklich über die Jahre lieb gewonnenen Bekannten verlassen, als mir dieser versucht hatte, den sinnlosen Scheiss mit den Masken anhand eines Videos, welches er im internet gesehen hatte, an den Kopf zu schmeissen, und als ich im Gehen begriffen war, mit Maske, er ohne, mir nachrief, dass „die ja genau das wollen“, diese Spaltung, ohne zu bemerken, dass er im selben Moment ja selbst ein Teil der „die“ war. In einem darauf folgenden kurzen sms Austausch meinte er dann zum Schluss:“Wir alle haben recht“ wozu ich nur sagen kann: Ich will nicht „recht haben“. Wenn es uns nicht gelingt, einen Raum zu schaffen, wo jemand auch „nicht recht haben darf“, ohne sie oder ihn auszuschliessen oder zu verurteilen, haben wir es big time komplett vergackt.

vergackt…..

Meine Liebste hat das folgende zum Thema „Spaltung“ vor nicht allzu langer Zeit so wunderbar formuliert: sich von den in unglaublicher Dichte verstreuten Widerhaken, Fangnetzen und Ködern weder auf die eine noch auf die andere der angeblich nur jeweils 2 vorhandenen Seiten ziehen oder von ihnen vereinnahmen zu lassen, sondern „bei sich“ in der kleinen stillen Ritze dazwischen, gleichsam im stillen und friedlichen Auge des darum herum lautstark tobenden Orkans zu bleiben. Dieses Bild ist seitdem immer bei mir und es gibt jede Minute zahlreiche Möglichkeiten, sich darin zu üben und als bewusst lebender Mensch daran zu wachsen .

…….

Die meisten von uns sind eben nicht „bei sich“ sondern in einer Welt im Aussen gefangen, als wäre dies die einzige Welt, die es gibt. Also „ausser sich“. Dort will die Konsumgesellschaft und ihr böser Stiefvater, der Kapitalismus, wo einige wenige sich auf Kosten der meisten von uns bis ins unermessliche bereichern, mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln, gefangen halten. Im Informationszeitalter der Zerstreuung, der Zerstörung aller analogen und natürlichen Lebensgrundlagen mittels der Kunst und dem Werkzeug der gnadenlosen Ablenkung und Umleitung, auf die digitalen und virtuellen Autobahnen auf die Spitze des Turms zu Babel.

Es scheint mir so zu sein, als gäbe es jetzt eine riesengrosse, einmalige, möglicherweise für uns Menschen letzte Chance einer Bewusstwerdung dessen, dass alles gigantische, inzwischen viel zu gross und fett und überheblich und ignorant und arrogant gewordene langsam aber immer schneller und sicher über die eigenen Beine zu stolpern beginnt, egal ob es sich um narzisstische amerikanische Ex – Präsidenten, eingebildete österreichische Spitzenpolitiker, Riesen Frachter im Suezkanal oder eine vollkommen verrückt gewordene Konsumgesellschaft, im Kollektiv vollkommen ausser sich, handeln mag. Der Turmbau zu Babel ist wieder einmal heftig ins Wanken geraten und wir dürfen ihm erste Reihe fussfrei beim einstürzen zuschauen. Obacht, dass uns die Trümmer nicht auf den Schädel oder um die Ohren fliegen. Welche Meinung wir dabei glauben verteidigen zu müssen, spielt bei all dem herzlich absolut keine wie auch immer geartete Rolle.

Bewusstwerdung

Die Kunst scheint mir in der Tat in der Herausforderung zu liegen, sich vom einen Ufer der Besserwisser über den Informationsfluss der Alles Wisser auf diesem schmalen Steg zum anderen Ufer hin zu bewegen, voll und ganz bei uns, sich im „bei sich“ und mit sich im Einklang sein übend und an den Händen haltend, voller Vertrauen hinüber und darüber hinweg zu gehen, auf ein Ufer zu, von dem wir alle noch nicht genau wissen, was uns dort erwarten könnte. Hinein in ein Meinungs- und Urteilsfreies Land, das erst entdeckt werden will, in eine Gemeinschaft, die nicht recht haben muss, die aber auch „nicht recht haben“ darf, die allerdings erst wahrgenommen werden wird, soweit wir den Mut aufbringen diesen für uns alle neuen Raum gemeinsam zu betreten, der jetzt miteinander, liebe- und verantwortungsvoll aus einem gemeinsamen Anliegen heraus, der Wiederentdeckung des „Mensch Seins“ und wieder ein nicht perfekter, liebevoller und liebenswürdiger Mensch zu werden und „sein“ zu dürfen, geschaffen werden kann.

der schmale Steg

#105 „Kunst und Kultur sind Lebensmittel für die Seele, denn zum Mensch sein gereicht es nicht zu arbeiten, zu konsumieren und zu schlafen…“

…..auch wenn sich die Wirtschaft, die Wirtschaftstreibenden und die permanenten Treiber der Wirtschaft und Anbeter des Bruttonationalproduktes das so gerne wünschen, vorstellen und erträumen würden. Ich habe nichts gegen die Wirtschaft als solches, aber gegen eine ungerechte Wirtschaft habe ich sehr wohl etwas, eine Wirtschaft wo die Schere zwischen Arm und Reich rasant weiter und weiter auseinander geht, und immer wenigere auf Kosten der meisten ihre Profite machen, die alles andere als gerecht verteilt werden. Und JA, genau das ist die Wirtschaft, die uns derzeit alle beherrscht und von der wir uns nach wie vor alle beherrschen lassen.

beherrschen

Im Parlament ist man gerade ( Donnerstag, 25.3. 2021) bemüht, besonders von Seiten der TürkisGrünen, einen Antrag auf ein freiwilliges Kulturjahr, ähnlich dem sehr beliebten freiwilligen Sozialjahr, abzulehnen. Was für ein furchtbar dummes, ignorantes, unmenschliches und völlig aus einer gesunden Balance geratenes Ansinnen soll das denn sein bitte? Was für ein trauriges Signal bzw. was für ein Offenbarungseid, wie weit man sich im TürkisGrünen Lager täglich in rasantem Tempo immer weiter von einem Mensch Sein dürfen und sich als Mensch überhaupt noch spüren können, von einem ganzheitlichen Verständnis von Menschlichkeit meilenweit entfernt und sich verrannt hat. Lieber wie die virtuellen Vorzugsschüler Lemminge im blinden Vor- und Nach – Hecheln in Richtung einer digitalen, Autobahn um jeden Preis nach Nirgendwo unter den ersten sein zu müssen, was uns mit Sicherheit weder mehr Menschlichkeit noch Gesundheit, noch Lebensfreude, noch Heilung als inzwischen ohnedies bereits todkranke Gesellschaft bescheren wird können.

aus einer gesunden Balance geraten

Generell: wenn man, so wie ich heute, es wagt in eine parlamentarische Sitzung reinzuhören und reinzuschauen, dann ist , wenn man einigermassen bewusst und hellwach durch sein Leben zu gehen gelernt hat, eines vollkommen offensichtlich: Diese gesamte Parlamentsmannschaft, egal welcher Partei oder der bei allen vormals relevanten und inzwischen fast zur Gänze verblassten inhaltlichen Gesinnung sitzt, schwimmt, streitet und brütet in ihrer vollkommen autarken, eigenen Blase, zu grossen Teilen, meist vollkommen jenseits jeder wahrnehmbaren Realität, Notwendigkeiten und Herausforderungen unserer Zeit und Gesellschaft ausschliesslich mit ihren eigenen Befindlichkeiten und nicht enden wollend vornehmlich mit sich selbst beschäftigt vor sich hin.

hellwach durch das Leben…..

Von echter Innovation, weit und breit nichts in Sicht. Von Kreativität, kaum eine Spur. Geschweige denn von irgendeiner Art von Bewusstsein, geschweige denn Verantwortungs – Bewusstsein, dass der einzige noch verbleibende, gangbare und mögliche Weg aus egal welchem Schlamassel einer dringenden Redefinition und Neuerfindung so gut wie aller und sämtlicher Rahmenbedingungen, Verhaltensmuster, Strukturen und Herangehensweisen voraussetzt, die uns ja seit Jahrzehnten überhaupt erst in diese missliche Lage gebracht haben. Aber das kommt dort, wie gesagt, einfach schlicht und einfach nicht vor. Es ist ein hochaufgeregtes Rumrühren und Rumblubbern im ewig gleichen, kranken, alten, vollkommen von der Realität schon längst ohne Blinken überholten unnötigen Scheiss.

rumrühren…..

Da diskutiert man tatsächlich in der immer brauneren Sosse diverser , reichlich vorhandener Egos, Selbstdarsteller und Narzissten, ob Friseure auf- oder zusperren dürfen, ob der Handel und die Schilifte unbedingt offen bleiben müssen, ob die Schulen wieder in das so genannte „Distance Learning“, auf deutsch und übrigens auch auf österreichisch: in den Fernunterricht geschickt werden sollen, ob die Gastronomie und die Hotels, die letztes Frühjahr und Sommer bis in den Herbst trotz Pandemie ganz gut am Start sein konnten, weiter geschlossen bleiben sollen und wer schuld daran ist, dass es zwar riesige Impfstrassen aber kaum Impfungen zu verimpfen gibt.

Fern – unterricht

Die Kunst und die Kultur bleiben ohne grosse Aufregung, ohne Zweifel geschlossen. Keine Frage. Das wird einfach, in einer Art abgehobener Verständlichkeit, in einem inzwischen pandemischen Selbstverständnis so gut wie parlamentarischer Kritiklosigkeit so an- und hingenommen. Da hat man bzw. will man etwas nicht verstehen bzw. versucht alles Menschenunmögliche zu tun, um uns diese Quelle, dieses, zusammen mit der Natur so dringend notwendige Lebensmittel als Basis für alles, was für ein gesundes Mensch sein essentiell und wichtig ist, ohne Genierer weiterhin vorzuenthalten, damit wir diesen Hunger und Durst offensichtlich bis auf weiteres, auf der digitalen Autobahn zum perfekten Konsumenten und vollkommen transparenten Bürger, inklusive unserem menschlichen Selbst, anscheinend am Besten auch nicht mehr wahrnehmen, geschweige denn, tatsächlich spüren sollten. Ein trauriges Weltbild.

Durst

Was für eine Zeit ist das, in der wir leben müssen. Müssen wir ? Wirklich? Müssen?

Wir leben in einer Zeit brutaler permanenter Ablenkung vom Wesentlichen und der systematischer Zerstreuung einer Wahrnehmung und in einem Bewusstsein, wo es anscheinend ausschliesslich nur mehr um die laute, schrille, bunte, verführerische, von diversen Influencern permanent gepushte Welt im Aussen geht, als wäre dies die einzige Welt, die „ist“. Wir fallen damit quasi in einem permanenten Strom der Ablenkung in die äussere Welt hinein , auf sie hinein und wundern uns zugleich über Burn Out, was immer da systematisch verbrannt wird und wurde, über Stress, Ruhe- und Rastlosigkeit, Schlafstörungen, Krebs, Panik Attacken ohne Ende und dass wir es anscheinend nicht mehr schaffen, entspannt und glückselig im „Flow“ des Lebens mitzuschwimmen. Ohne dem Geschenk der lebenswichtigen „langen Weile“, der inneren Ruhe und Stille, um überhaupt noch eine Chance zu haben, mit unserem essentiellen, tiefsten Selbst, mit unserer Seele in Kontakt kommen zu können, ohne die lebensnotwendigen seelischen Zufluchtsorte, Tankstellen und Rettungsinseln der Musik, des Tanzes, der Bilder, Gemälde, Photos, Bücher und Skulpturen, Theater und Oper, Film, Lesungen und Performance, die , zusammen mit der Natur, alle unsere Herzen und unsere Seelen zutiefst zu berühren imstande sind. Nein, das will „man“ nicht, das „darf anscheinend nicht mehr sein“.

Zufluchtsorte, Tankstellen und seelische Rettungsinseln

„Die Bläue des Blau ist nirgendwo ausserhalb der eigenen Wahrnehmung zu finden. Auch ein Neurochirurg, der die graue Masse eines lebenden Gehirns aufschneidet, wird sie dort nicht finden. Aber deshalb ist die Bläue des Blau um nichts weniger real als das von aussen beobachtete Gehirn, das der Chirurg untersucht. Ein Weiteres anschauliches Beispiel dafür , dass äussere Beschreibungen uns nichts über erlebte Qualitäten verraten können, ist die Musik. Keine noch so genaue Analyse der akustischen Wellen, der mathematischen Verhältnisse zwischen den Tönen und meiner Gehirnströme kann etwas darüber sagen, was ich höre, was ich erlebe. Ich kann zwar allgemeine Aussagen treffen, ich kann auch untersuchen, welche Hirnregionen beim Hören aktiv sind; aber die gehörte Qualität, der spezifische emotionale Gehalt einer Akkordfolge oder eine Melodie lässt sich daraus nicht ableiten. Das Gehörte ist weder in den Schallwellen noch in den Gehirnströmen zu finden, es existiert nirgendwo ausserhalb meiner Wahrnehmung. Diese Wahrnehmung ist unreduzierbar und nicht wegzudiskutieren, sie ist die primäre Wirklichkeit der Musik. Sie ist Teil des Stoffes, aus dem wir sind.“ (Fabian Scheidler, „Der Stoff aus dem wir sind“)

die Bläue des Blau

Diese persönlichen inneren, sehr individuellen Erlebnisse ist man dabei, uns systematisch nicht nur weiterhin in einer Selbstverständlichkeit vorzuenthalten, Nein, sie werden uns systematisch gestohlen indem man versucht, uns im Aussen und in der virtuellen, digitalen Oberfläche als perfekte Konsumenten, denen permanent etwas verkauft werden muss, was am besten gelingt, solange wir nicht mehr mit unserer Essenz, mit unserer Seele in Kontakt und in ein gesundes Verhältnis treten können, gefangen zu halten.

individuelles Er – Leben

Oder wie es der wunderbare Dr. Ha Vinh Tho so treffend formuliert, der dem Staat Bhutan wesentlich mitgeholfen hat, das Wohlbefinden des Staates und seiner Menschen nicht über das Brutto Nationalprodukt sondern, als bislang einziger Staat der Welt, über ein Brutto Nationalglück zu definieren: „Die Art und Weise, wie wir die Natur, unsere Welt zerstören und wie wir miteinander glauben umgehen zu können oder zu müssen, ist nur ein Zeichen dafür, wie sehr wir nicht mehr imstande sind mit uns selbst im Einklang zu leben. Zum Beispiel nur die Fähigkeit zuzuhören ist essentiell für jede Art von guter Beziehung. (Und da besonders die Fähigkeit, zuzuhören um zu verstehen und eben nicht um zu antworten Anm.) Wenn ein Mensch keine innere Ruhe hat, kann er auch nicht zuhören. Liebe und Verständnis sind nicht zu trennen. Wenn Liebe nur ist, was ich brauche von dem anderen, dann ist es keine echte Liebe.

zer – stören

Äussere, in einem Gleichgewicht befindliche Grundlagen für die Ermöglichung eines glücklichen Lebens: 1) Umwelt, ökologische Resilienz und Gesundheit als Basis für alles andere. 2) eine inklusive, gerechte, nachhaltige Art des Wirtschaftens, einer Wirtschaft im Dienste der Menschen und ihrer berechtigten Bedürfnisse, wo niemand vergessen wird 3) Kultur: Wissenschaft, Kunst und Spiritualität. Wenn diese Drei nicht vorhanden sind in einer Gesellschaft, dann ist es nicht wirklich menschlich. Da können wir als Menschen gar nicht aufblühen. und 4) Politik, die den Rahmen schaffen sollte, in dem wir leben, auf Basis dessen, ob ihre Entscheidungen der Mehrheit der Menschen Glück und Wohlbefinden bringt“

Back in the days with my man Oliver & http://www.cafedrechslerband.com sharing a stage with Parov Stelar @ Posthof Linz

https://eiblinskidrums.com/2018/07/19/im-gespraech-mit-alex-deutsch

#104 „Dankbarkeit“

Gratitude is not a mere word; it is not a mere concept. It is the living breath of your real existence on earth.
SRI CHINMOY
Please notice when you are happy, and exclaim or murmur or think at some point, “If this isn’t nice, I don’t know what is.”
KURT VONNEGUT
Grateful living is the awareness that we stand on holy ground—always—in touch with Mystery.
BR. DAVID STEINDL-RAST
all 3 qoutes http://www.gratefulness.org

Dankbarkeit ist ein positives Gefühl oder eine Haltung in Anerkennung einer materiellen oder immateriellen Zuwendung, die man erhalten hat oder erhalten wird. Man kann dem Göttlichen, den Menschen oder sogar dem Sein gegenüber dankbar sein, oder allen zugleich.[1] Geschichtlich gesehen stand und steht die Erfahrung der Dankbarkeit im Blickpunkt einiger Weltreligionen.[2] Sie wurde intensiv diskutiert von Moralphilosophen wie etwa Adam Smith in seiner Theorie der ethischen Gefühle (1759). Das systematische Studium der Dankbarkeit begann innerhalb der Psychologie erst um das Jahr 2000, vielleicht weil sich die Psychologie traditionell eher mit dem Verständnis negativer als mit dem positiver Emotionen befasst. Aber seit der Entstehung der positiven Psychologie[3] befindet sich Dankbarkeit im Mainstream psychologischer Forschung.“

der alte Mann und das Meer

Wikipedia vermag mich immer und immer wieder auf’s Neue zu verblüffen: „Dankbarkeit ist ein Gefühl“, steht da. Das ist mir jetzt schon zum wiederholten male aufgefallen: Wenn man auf Wikipedia nicht genau weiss, worum es sich hier handelt, dann ist es im Zweifelsfall immer ein Gefühl, was auch in diesem Fall so sicher nicht die einzig wahrhaftige Deutung oder Vermutung sein kann. „…in Anerkennung einer materiellen oder immateriellen Zuwendung, die man erhalten hat oder erhalten wird.“ heisst es weiter im Text. Das scheint mir viel zu einseitig interpretiert. In einer Gesellschaft, in der es hauptsächlich um das „Haben“ und kaum bis gar nicht um das „Sein“ geht, zwar nachvollziehbar, aber deshalb noch lange so als einzige, unwidersprochene Interpretation nicht gültig. Dankbarkeit ist eine Anerkennung und ein Bewusstsein in seiner essentiellen Bedeutung für das „Sein“, sich dankend gegenüber dem zu erweisen „was ist und wie es ist“ – ohne Zuwendung oder „etwas bekommen haben zu müssen“ – die meines Erachtens wesentlichste Interpretation dessen was Dankbarkeit ist und vor allem: „kann“.

was „ist“

In einem deutschen Blog zur „Persönlichkeitsentwicklung“, ein für mich extrem schräges und widerliches Wort, findet man folgendes: Dankbarkeit: Warum ist sie so wichtig? Welche Vorteile bringt sie dir? 10 einfache Methoden, wie du mehr Dankbarkeit in dein Leben bringen kannst.

Es gibt inzwischen viele unterschiedliche Studien, was Dankbarkeit alles bewirken kann.

Demnach kann Dankbarkeit:

  1. dein Glücksempfinden steigern
  2. die Heilung von Krankheiten beschleunigen
  3. Optimismus und Lebensfreude stärken
  4. dir mehr Selbstdisziplin schenken
  5. deine Herzgesundheit stärken
  6. deinen Schlaf verbessern
  7. Gefühle wie Ärger, Eifersucht oder Gier verringern
  8. deine Motivation erhöhen
  9. dir dabei helfen, wichtige Ziele zu erreichen
  10. bei der Prävention von Angststörungen und Depressionen helfen
  11. chronischen Stress senken
  12. Sorgen und Grübeleien verringern
  13. dein Selbstwertgefühl steigern
  14. die Verbundenheit zu anderen Menschen stärken
  15. Neid und den ständigen Vergleich mit anderen verhindern

Was alles ziemlich gut und wünschenswert ist.

Dankbarkeit löst gewissermaßen eine positive Spirale aus, die dich glücklicher, gesünder und ausgeglichener macht.

gesünder und ausgeglichener…..

OK. Soviel zu den letzten Weisheiten der sogenannten Persönlichkeitsentwickler. „Welche Vorteile bringt sie Dir?“ heisst es da. Nun, es geht, wie schon oben erwähnt, um eine Bewusstwerdung, bei all dem, was wir unbedingt „wollen“, was wir glauben zu „brauchen“, was wir um jeden Preis „haben“ wollen, wer wir glauben „sein zu müssen“ ohne je wirklich in aller Ruhe und Stille, ohne Kopfhörer, ohne Handy, ohne Laptop und Notebook, am besten in der Natur, in uns gegangen zu sein um zu erkunden, was denn da überhaupt „ist“, was denn da vielleicht „unbedingt raus will, egal was wir oder andere oder Persönlichkeitsentwickler oder der Markt oder Marketing oder Meinungsforschung oder Optimierungswahnsinn glauben in unserem Namen, an unser statt, für uns, für Dich und mich, wollen zu müssen.“

Dankbarkeit im Bewusstsein für all das, was nicht selbstverständlich „ist“.

….was unbedingt raus will

Ich habe jeden Morgen, nach einem Mix aus Yoga, Tai Chi, Liegestützen und anderen Übungen, für die ich niemanden und nichts brauche als die Bereitschaft, täglich auf’s Neue meinen inneren Schweinehund zu überwinden, eine Art Dankbarkeitsritual was die Liebe und Gesundheit meine Liebsten, meiner engsten und erweiterten Familie, Freunde und meiner guardian, guiding, helping und protecting angels, meiner mich begleitenden und leitenden, helfenden und beschützenden Engel angeht, ob ich mir Ihrer bewusst bin oder nicht, als auch für alles, dessen ich mir voll bewusst bin „was ist“ – eben Gesundheit, Atmen, das Schlagen meines Herzens, Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen, Denken, Schlagzeug spielen, Musik machen, Radfahren, Kochen, Essen, Gehen, Laufen, Sitzen, Schlafen, Erwachen, Trinken, Wasser, Luft, Sonne und Erde – allem gegenüber, was uns so selbstverständlich erscheint aber alles andere als selbst verständlich ist.

Atmen

Das schafft augenblicklich ein Bewusstsein, dass es mir an nichts fehlt, dass ich in keinem Mangel bin, dass ich nichts unbedingt brauche oder haben oder werden muss oder sein will was ich nicht ohnehin schon bin, was mich extrem befreit und mich zugleich ermächtigt, meine Vorhaben und Anliegen entspannter, zielgerichteter und ohne Probleme, aber in Zuversicht , Vertrauen in das mich täglich reichlich beschenkende Leben und ohne Zweifel zu verfolgen, zu entwicklen und zu verwirklichen. Das ist etwas, was Dankbarkeit „kann“, abgesehen von den „Vorteilen“, die sie mir oberflächlich betrachtet und genau so oberflächlich wahrgenommen bringen kann.

Fülle

Dankbarkeit, im tiefstem Herzen, in Wahrhaftigkeit und klarem, tiefstem Bewusst Sein empfunden, kann buchstäblich Berge versetzen, im Innen wie im Aussen. Sie befreit einen von jedem Gefühl eines Mangels, Missgunst, Missmut, Mieselsucht, Eifersucht, Gier oder Neid, eine Gefühlsregung, die mir Zeit meines Lebens vollkommen abhanden gekommen und so gut wie unbekannt ist. Sie erdet einen in einem Bewusstsein des inneren und äusseren Reichtums, der Fülle und einem Gefühl der Glückseligkeit und des erfüllt Sein’s.

Glückseligkeit

Ich bin dankbar, dass meine Liebsten gesund sind, dass meine Mutter ihre Bypasses gut hinbekommen haben wird und am Sonntag , zu ihrem Geburtstag, ihre zweite Corona Impfung bekommen haben wird, dass meine Kinder und ihre Mütter und meine Enkelinnen und ihr Papa gesund sind, dass meine Liebste, ihre Familie und ihre Sohnemänner ebenfalls gesund sind , dass ich fast täglich aus der Stadt raus, in die Natur, das ganze Jahr über mit meinem Puch Radl fahren und dabei immer auch in die Donau steigen darf, dass ich Musik möglich machen darf und mit vielen wunderbaren Künstlerinnen und Künstlern arbeiten darf, dass ich ein Album produzieren darf und für den Sommer schon einige Konzerte gebucht haben darf, dass ich in ein paar sehr inspirierende, kreative Netzwerke aufgenommen worden bin und noch wunderbare Herzensprojekte mit ebenso wundervollen Dream Teams verfolgen und noch in diese, unsere ebenso wunderschöne Welt bringen darf und noch vieles, vieles mehr, was, nicht selbst verständlich, „ist“.

Danke, für alles, was nicht selbstverständlich „ist“
With gratitude, optimism becomes sustainable.
MICHAEL J. FOX
http://www.gratefulness.org

Eine An – Regung noch zum Schluss: Versuchen wir doch einmal einen Tag unsere sogenannten „smarten Handies“ , die per se stock dumm, aber deren Erzeuger und unsere Netzbetreiber jene sind, die smart sind, einmal nur in dem Sinne zu verwenden, für den Mobiltelefone eigentlich gedacht sind: zum Telefonieren und maximal zum SMSsen. Und dann, am Abend des selben oder am Morgen des nächsten Tages schreibt euch auf, was ihr a) glaubt dadurch versäumt zu haben und b) möglicherweise dadurch „gewonnen“ haben könntet, und wenn es auch „nur“ Zeit ist. Zeit für Gespräche, Zeit für Umarmungen, Zeit zuzuhören, Zeit für die Liebsten, für die Kinder, für die Eltern und Grosseltern, Zeit ein Buch zu lesen, Zeit zu schweigen und in sich rein zu horchen, Zeit zu spielen, Zeit zu musizieren, Zeit zu radeln, Zeit zu laufen, Zeit zu träumen…..

Gratefulness is possible with the awareness of the fragility of what we have.
MIKE MARTIN

Alles Liebste, AleX

#103 „Der berühmt, berüchtigte, typisch österreichische Murks und Fuck Up auf den letzten Metern“

Ich beziehe mich in diesem Blog auf die derzeit aktuellen, wenn auch nur symbolischen „letzten Meter“ in, ich behaupte einmal, unser aller Bemühen, die uns alle betreffende Pandemie und uns selbst in ihr, einigermassen in den Griff zu bekommen, die uns ja nach wie vor, ob wir es wollen oder nicht, ob es uns passt oder nicht, ob wir glauben jetzt unbedingt „müde“ werden zu müssen oder nicht, ob wir schon stinksauer und wütend sind oder nicht, fest im Griff hat. Wir sind da noch lange nicht durch das Ziel gelaufen, die zweite Halbzeit ist noch lange nicht vorbei und der 2. Durchgang auch nicht. Also wirklich noch viel zu früh um irgendwelche Korken knallen zu lassen oder die eine oder andere Party zu schmeissen. Dem Virus ist es vollkommen egal, ob wir glauben, dagegen protestieren oder darauf schei….n zu müssen.

die letzten Meter

Wir kennen das alle seit eh und je. Es ist wirklich ein besonders für Österreich typisches „letzte Meter Karma“ wie es scheint. Entweder mit Bestzeit am Ziel vorbei, oder 3 Tore vor dem Ziel eingefädelt, oder mit Zwischenbestzeit dann im Endeffekt das ersehnte Stockerl um läppische 5 Hundertstel verpasst, oder bis fünf Minuten vor dem Abpfiff mit 2:1 in Führung und dann mit einem Endresultat von 3:2 mit hängenden Köpfen die nächste Runde verpasst. Aus dem Sport alleine gibt es da hunderte, wahrscheinlich eher tausende alte sowie hochaktuelle Beispiele.

3:2

Und die Liste der im Anschluss nicht enden wollenden Erklärungen, wer oder was eigentlich warum und wie daran die Schuld hat, weil man selbst keine wie auch immer geartete Verantwortung dafür übernehmen will oder möglicherweise das nach wie vor nicht können wollen kann. Verantwortung übernehmen, was besonders im erzkatholischen Österreich nach wie vor hartnäckig mit dem Eingeständnis von Schuld oder mit dem Machen eines auf keinen Fall tolerablen und in keiner Hinsicht akzeptablen, menschlich zwar fast immer durchaus verständlichen Fehler machen dürfen einhergeht oder verwechselt wird. Was natürlich auf dem Fussballfeld unter Umständen wesentlich weniger offensichtliche oder fatale Folgen haben mag als zum Beispiel als zuständiger Chirurg in einem Operationssaal, als Sologeiger beim Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker vor einem weltweiten Millionenpublikum oder im Rahmen einer Himalaya oder Mont Blanc Besteigung in der Felswand an einem Seil hängend und mit dem Fuss nach Halt suchend.

das erzkatholische Österreich

Da gibt es im Zuge all dessen natürlich immer wieder mindestens genau so berühmte, manchmal auch berüchtigte Jahrhundert Ausnahmen wie einen Hermann Maier, oder einen Marcel Hirscher, einen Franz Klammer und eine Annemarie Pröll, jetzt Moser oder einen Marco Schwarz, Vincent Kriechmaier, meinen sympathischen Lieblings Psycho Manuel Feller oder die mich besonders ob ihrer genial bescheidenen inneren Einstellung und lachend zuversichtlichen äusseren Ausstrahlung in purer Lebensfreude zutiefst berührende Katharina Liensberger, wenn wir bei den Schifahrerinnen einmal kurz hängen bleiben wollen.

wer im Rennen lachen kann gewinnt

Nicht zu vergessen die vergleichsweise unglaublich zahlreichen, berühmten und international anerkannten, österreichischen Forscherinnen und Forscher, Ärztinnen und Ärzte, Schauspielerinnen und Schauspieler, Regisseurinnen und Regisseure, Musikerinnen und Musiker, Künstlerinnen und Künstler, Architektinnen und Architekten, Köchinnen und Köche, Unternehmerinnen und Unternehmer und, und, und… die sich immer wieder gegen diese zu einem grossen Teil noch immer unerforschten Tiefen der österreichischen Seele hinwegzusetzen wissen. Diese sind dann meistens, auch aus internationaler Sicht, einzigartig und ja, unangefochtene Weltklasse.

die österreichische Seele – Erwin Ringl schau owa

Ich habe da ja schon länger meine persönliche Ösipsycho Hypothese, was das angeht. Zum einen orte ich ein unfassbar schlechtes , kollektives österreichisches Selbstvertrauen, welches zu einem guten Teil wahrscheinlich daher rühren mag, dass jenes Österreich , so wie wir es heute kennen und lieben, in Wahrheit nur mehr ein etwas unförmiger Blinddarm, ein zusammengeschnippelter Wurmfortsatz eines ehemaligen grossen Vielvölkerstaates, einer kaiserlichen Monarchie und eines relativ beeindruckenden, grossen Weltreiches war, welches sich weit hinein in die ungarischen Tiefebenen, bis an die Küsten Kroatiens, in Teile Tschechiens bis hinunter in das mediterrane, italienische Triest erstreckt hatte. Zum anderen sind wir nach aussen Monarchie erprobe und von ihr geformte Buckler und Kuscher und nach innen gewandte Motschkerer und stille Revoluzzer am Wirtshaustisch, auf den man sich dann schon mal laut und heftig mit geballter Faust, besonders nach ein paar Achterl oder Krügerl, aufschlagen traut.

die Küsten Kroatiens

Es geht halt jetzt einfach um die gemeinsame Bewältigung einer Jahrhundert Herausforderung in Form dieser, uns alle peinigenden bis nervenden Pandemie, was ja ein gemeinsames Anliegen darstellen könnte. Zum einen sind wir verunsichert und müde, nicht so sehr durch dieses kleine, verdammte Virus sondern viel mehr durch ein ewiges, politisches Kalkül und Hin und Her zwischen Konzern- und Seilnbahnwirtschaftsinteressen, Handels und Unternehmer Begehren und gesundheitlichen Notwendigkeiten. Eine Politische Chaotentruppe in dieser sicher nicht einfachen Aufgabe stets bemüht vorrangig keine starken, potentiellen Wählergruppen vor den Kopf zu stossen oder zu verlieren als sich um solide Impfmenegn zu kümmern, sich nicht nur um die Alten sondern besonders auch um die vergessenen Jüngsten, die Schüler, Lehrlinge und Studenten zu kümmern.

Was in Summe zu einem endlosen, undefinierbaren Verordnungs Hick Hack führt, welches am Ende, und, wie schon gesagt: wir sind dort noch lange nicht: am Ende keiner und keinem weder hilft noch Klarheit verschafft, was die Sinnhaftigkeit vieler dieser Verunordnungen angeht. Die Kunst und Kultur fällt dabei dem selbsternannten „Kulturland“ Österreich vollkommen durch den ebenso selbst geschaffenen Rost. Zum anderen ist Durchhalten und etwas gnadenlos bis zu einem für alle befriedigenden Ende Durchziehen sicher keine grosse österreichische Lieblingsfertigkeit oder Bewusstseinsqualität. Da kommt uns das Motschker-, Lamentier-, Unentschlossenheits- und HättiWariWäri Gen immer wieder heftigst in die systematische Quere.

Kunst und Kultur bleibt bis auf weiteres geschlossen

Das ganze Schlammassel dieser österreichischen Psyche und Seele manifestiert sich in typisch östereichischen Sprüchen wie „Schön wär’s“ oder „hüft’s nix so schod’s nix“ oder „wos soi des?“ bis hin zu „geh bitte, von denen los i mia sicha nix sogn“, „i was söwa, wos guat für mi is“ und „dei soin doch afoch schei….n gehn“ wer immer „dei“ dann sind oder sein sollen bis zu „weil’s wuascht is“, „passt scho – irgendwie wird’s schon gehn“, „immer mit da Ruhe“ und“reg di ned auf – moch ma scho“.

Der notorische Zwang der Schuldzuweisung macht zusätzlich ein gemeinsames Vorgehen , ein Ziehen an einem Strang, das Erreichen eines Zieles, im Besonderen eines gemeinsamen, verdammt schwierig bis schier unmöglich. Zusätzlich sind wir psychisch, geistig und seelisch doch wohl viel weiter im Balkan beheimatet als und das bewusst sein mag, wo man Vieles klar spürbar weniger strikt und straff , durchgehend etwas „salopper“ und entspannter organisiert, als bei den ordnungsliebenden und eher manisch disziplinierten Germanen oder den korrekten eidesstattlichen Schweizern zu Hause.

immer mit der Ruhe

Die Ösi Hürde liegt aber , wie gesagt, nach wie vor, seit Jahrhunderten erfolgreich programmiert und gewissenhaft gepflegt, behütet und weitervererbt, immer noch auf den buchstäblich letzten Metern, egal ob im Sport, im täglichen Leben oder eben jetzt, in der Corona Pandemie, wo man einerseits mit guten Argumenten vieles wieder möglich machen und aufsperren sollte, wo aber die konkreten Fallzahlen und die Bettenverfügbarkeit auf den Intensivstationen, die schon wieder ein Besorgnis erregendes Mass erreicht haben, mit ebenso guten Argumenten, wieder nach einem noch strengeren Lockdown schreien. Und gleichzeitig ist eine immer grössere Zahl von Österreicherinnen, Österreichern und Menschen, die hier leben, nichts desto trotz jederzeit bereit, beides konsequent zu ignorieren und jetzt schon die Korken knallen zu lassen und Parties zu schmeissen, obwohl wir in Sachen Impftempo eher als sehr bescheidene Schlusslichter unterwegs sind und das Ziel, die Pandemie in den Griff bekommen zu haben, noch meilenweit entfernt ist.

die Ösi Hürde in uns

#102 „Jetzt tut man alles, um uns so schnell wie möglich wieder in das ungelöste Desaster der Normalität zurück zu jagen…..“

Der redegewandte , NLP gepimpte und von einer Hundertschaft an Spindoktoren und alten, weissen Männern gepushte Ösi Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ist von einer Rückkehr zur Normalität im Sommer überzeugt. „Bis Ende Juni stehen acht Millionen Impfdosen zur Verfügung“, sagte Kurz heute bei einem Liveinterview im Rahmen des Parteitags der ÖVP Vorarlberg. Die nächsten Monate würden aber „herausfordernd“ (ORF)

die Normalität

Oje, wenn wir uns hoffentlich da nicht alle gleich wieder reinblenden, überreden und überrumpeln lassen, nur damit wir übermorgen wieder wie gewohnt unsere Billigschnitzel aus Ungarn oder Südamerika, unsere all inclusive Urlaube auf Mallorca oder unser Bier und Sommerachterl in den Schanigärten, unsere Chia Samen Müslis aus was weiss ich von wo zu unserer Gewissensberuhigung und inzwischen krankhaften Selbstoptimierung in uns reinstopfen können, wo doch Brombeeren und Co aus dem Waldviertel mindestens genau so gut sind ohne tausende Kilometer Anreise im Schiffscontainer oder im Flugzeug, unsere von unbezahlter Kinder- und unterbezahlter Frauenhand weit, weit genug weg gefertigten Markenklamotten zur Schau tragen und endlich wieder, dem Obi, Hofer und Billa sei Dank, einkaufen können.

wo bleibt die Kultur? …….in jeder Hin – Sicht

Von Konzerten, Ausstellungen, Kunst, Kultur, Theater, Kino, Film, Fotos, Gemälden, Skulpturen, Tanz, Lesungen oder Oper redet ohnedies schon kaum jemand mehr. Warum wohl?

The Jon Sass Destiny Band feat. Jon Sass – Tuba, Ogbeni Ola Egbowon – Vocals, Geri Schuller – Keys, Angus Bangus Thomas – Bass and aleX – Drums during a streaming concert in an empty Porgy & Bess Music Club Foto © Sandra B- Mauerhofer

Nein, das sind keine Bemühungen uns etwas Gutes zu tun. Ganz im Gegenteil. Da tut man auf unsere Kosten, auf Kosten unser aller Gesundheit, auf Kosten weiterer, skrupelloser Naturzerstörung, Ausbeutung und Befeuerung des Klimawandels und auf Kosten einer Zukunft unserer Enkel und Urenkel vorsätzlich und alles andere als zu – fällig alles, um nur ja nicht die Gewinnmaximierung und die unfassbar hohen Profite, welche von den diversen Industrien, Aktiengesellschaften und Grosskonzernen in immer schwindelerregenderen Höhen eingefahren werden, nur bitte ja nicht auf auch nur irgendeine Weise zu gefährden.

…..

Wir werden gerade in weiten Teilen dieses Planeten von einer grossteils verrückten, skrupel- und verantwortungslosen Heerschar und Bande vollkommen Moral-, Empathie- und Nachhaltigkeitsbefreiter Irrer vorsätzlich und unaufhaltsam in die Irre und in unsere Auslöschung getrieben, gehetzt und ver-führt, mittels Werbungs- und Marketingmilliarden in Richtung Konsumsucht, der Kunst der jeder zu Gebote stehenden art von Ablenkung, nicht zuletzt mittels Umleitung in einen digitalen Illusions- und Phantasieraum, direkt in das Wartezimmer zur Vorhölle der künstlichen Intelligenz einerseits und einer vollkommenen, systematischen Moral- und Bildungsbefreiten Verblendung, Abstumpfung, Erblindung, Verrohung, Spaltung und Verblödung andererseits.

…..

Als eine demnächst im Aussterben begriffene Gattung einer vormals privilegierten Spezies, als Teil einer ebenso vormals intakten, gesunden und wundervollen Natur auf diesem einzigen Planeten A), den wir, als Gäste wohl bemerkt, und definitiv nicht als selbsternannte, selbstherrliche Pseudo Götter , selbstermächtigte Eigentümer oder willkürliche, gnadenlose und tyrannische Herrscher, freundlicherweise als Lebens – und Daseinsraum zur Verfügung und zur treuhändischen Verwaltung gestellt bekommen haben. Planet B) ist weit und breit keiner da, Marsmissionen hin oder her.

Planet B ist weit und breit keiner da

Aus rein narzistsstischen Machtansprüchen und unermesslicher Profitgier werden wir hier alle miteinander systematisch auf extrem fiese und hinterhältige Weise in unseren Untergang rein manipuliert und keiner will’s wissen, kaum einer hat’s gesehen und vor allem: keiner will es dann gewesen sein. Und dann ist Jetzt!

dann ist JETZT!!!!

Dass die „Herausforderung“ der nächsten Monate „ein Klacks“ im direkten Vergleich zu den Herausforderungen der nächsten, unserer sehr gut möglich letzten Jahre auf dieser Erde sind und sein werden, will dem Wunderkanzler, über den man sich wirklich nicht einmal mehr wundern braucht, definitiv nicht in den Unsinn gekommen sein. Und seinen Spindoktoren, Sponsoren und Einflüsterern natürlich auch nicht. Nach Ihnen, im wahrsten Sinne, die Sintflut.

Herausforderungen

Ja, so schaut’s aus. Leider, leider. Darüber sollte uns jedes noch so salbungsvolle, händeringende Gelaber nicht mehr weiterhin hinwegtäuschen oder ruhig stellen können. Wenn wir‘ s jetzt nicht checken, wenn wir jetzt nicht das Ruder in verantwortungsvollere Hände nehmen und das vollkommen aus dem Ruder gelaufene Steuer in Richtung einer tatsächlich erträglicheren, lebenswerteren Gegenwart und einer tatsächlich noch möglichen Zukunft gemeinsam und miteinander herumreissen, wird es das wohl gewesen sein. AUFWACHEN ist jetzt unsere einzige Hauptaufgabe, so unangenehm das zum jetzigen Zeitpunkt auch sein mag.

AUFWACHEN!!!! ist jetzt unsere Hauptaufgabe

Es gibt weltweit schon eine unglaubliche Vielzahl und Vielfalt wesentlich gesünderer, richtig gut gelungener Initiativen, Bewegungen, Gemeinschaften, Gruppierungen, Herangehensweisen, Familien in diversen Dörfern, Kommunen, Städten, ja – sogar ganzen Staaten, die bereits in weitaus vielversprechenderen, menschenwürdigeren und nachhaltigeren Fahrwässern unterwegs sind. Mit all dem uns zur Verfügung stehenden kollektiven Wissen, den paar Dekagramm an Weisheit, sämtlichen uns zur Verfügung stehenden Erkenntnissen und Technologien und unserer geballten, gemeinsamen kreativen Schaffenskraft und dem Lebensmut zu einer gesunden und nachhaltigen Veränderung, zur Rückeroberung der Würde für Mensch , Tier und die Natur können wir das wirklich ganz bestimmt ohne Zweifel wesentlich besser als man uns das, bislang leider sehr erfolgreich, einzureden und einzubläuen versucht hat.

gesunde, kleine Strukturen baucht die Welt

JETZT wär’s soweit, meine Lieben, auf ein gesünderes, nachhaltigeres, wesentlich kleiner und bescheidener strukturiertes aber würdevolleres zusammen Leben mit vereinten Kräften hinzuarbeiten. Im Sinne einer lebenswerten, gemeinsam gelungenen Gegenwart und der tatsächlichen Ermöglichung einer mindestens ebenso lebenswerten Zukunft für unsere Kinder, Enkel, Urenkel und alle ihnen nachfolgenden Generationen. Liebe, Friede, Wahrhaftigkeit, Mut, Kreativität und Freude ❤

http://www.liebevoll.jetzt

http://www.sonophilia.com

www.but-beautiful-film.com

www.tomorrow-derfilm.at

http://www.akademiefuerpotentialentfaltung.org

#101 „Vertrauen – Vertrauen in das Selbst, Selbstvertrauen und Vertrauen in das Leben“

„Vor dem, welchem ich vertraue, hüte mich Gott. Vor dem, welchem ich nicht vertraue, werde ich mich selbst hüten.“ Unbekannt

„Wir können Vertrauen bilden, wenn wir Vertrauen haben – Ver­trauen zu uns selbst im Bewußtsein von Reichtum und Last der Geschichte und mit dem festen und verantwortli­chen Lebenswil­len in der Gegenwart.“ Richard von Weizsäcker

„Der Gewinn an Erkenntnis über Menschen wird häufig teuer bezahlt mit dem Verlust an Vertrauen zu Menschen.“ Christa Schyboll

Ja – Vertrauen ist nicht gleich Vertrauen. Vertrauen in das Selbst ist wahrlich etwas vollkommen anderes als Selbstvertrauen, und ohne ein grundsätzliches Vertrauen in das Leben selbst, ohne Miss – Trauen und ohne 1% Zweifel, was auch Zweifel ist, für alles was eben zum Leben gehört und im Leben zählt, ist die gesunde und beste Basis für das, was wir ein gelungenes Leben nennen können.

Vertrauen bezeichnet die subjektive Überzeugung (oder auch das Gefühl für oder Glaube an die) von der RichtigkeitWahrheit von HandlungenEinsichten und Aussagen bzw. der Redlichkeit von Personen. Vertrauen kann sich auf einen anderen oder das eigene Ich beziehen (Selbstvertrauen). Zum Vertrauen gehört auch die Überzeugung der Möglichkeit von Handlungen und der Fähigkeit zu Handlungen. Man spricht dann eher von Zutrauen. Als das Gegenteil des Vertrauens gilt das Misstrauen.

Neben diesem psychologisch-persönlichkeitstheoretischen Ansatz, der die Quelle des Vertrauens in sozialisationsbedingten oder kulturell vermittelten Persönlichkeitsstrukturen sucht, gibt es ökonomische, soziologische, politologische und sozialpsychologische Theorien (transaktionsanalytische Modelle), die versuchen, die Entstehung von Vertrauen in institutionellen Zusammenhängen (z. B. in Organisationen) bzw. in interpersonalen Beziehungen zu erklären.[1]

interpersonale Beziehungen , Foto @ Max Parovsky

Vertrauen ist ein Phänomen, das in unsicheren Situationen oder bei risikohaftem Ausgang einer Handlung auftritt: Wer sich einer Sache sicher sein kann, muss nicht vertrauen. Vertrauen ist aber auch mehr als nur Glaube oder Hoffnung, es benötigt immer eine Grundlage, die sog. „Vertrauensgrundlage“. Dies können gemachte Erfahrungen sein, aber auch das Vertrauen einer Person, der man selbst vertraut, oder institutionelle Mechanismen. Vertrauen ist teilweise übertragbar. Jemandem sein ganzes Vertrauen zu schenken, kann sehr aufregend sein, beispielsweise das Vertrauen, das ein Kind dem Vater schenkt, wenn es von oben herab in die ausgebreiteten Arme springt. Dies gilt sowohl für den Vater als auch für das Kind. Die Geschichte wird oft im übertragenen Sinn erzählt – als Gottvertrauen. (Wikipedia)

Gottvertrauen

Hmmmm….. Nun: Vertrauen ist sicher KEIN Phänomen im Sinne von „Erscheinung, Schein, Gespenst, Einbildung…“, sie ist auch nicht Glaube, weil es nicht ein „etwas oder jemand“ gibt, an die, den oder das man glauben müsste, um vertrauen zu können oder um ein ganz bestimmtes, konkretes Ziel oder Resultat erreichen zu können. Und es ist auch kein Gefühl in dem Sinne sondern grundsätzlich einmal eine von Zweifeln und Bedenken befreite wie zugleich befreiende Eigenschaft des Bewusstseins.

bewusst Sein , Foto © Sandra B. Mauerhofer

Bezieht es sich auf „das eigene ich im Sinne des Egos und der eigenen Persönlichkeit“, kann man sicher von Selbstvertrauen mit stolzer Brust sprechen. Bezieht es sich allerdings auf die Essenz des eigenen Seins, also dem , was von uns übrig bleibt, immer da ist und vorher, vor dem Erwerb unserer Biographie und der eigenen Geschichte, auch immer schon da war – damit meine ich, wenn wir bereit wären zur Abwechslung einmal kurz das Ego, die Persönlichkeit, uns als eine Art Container von Konzepten, Erfahrungen, hart erarbeitetem Wissen, Gedanken und Gefühlen zusammen mit unseren Schuhen einmal kurz vor der Türe stehen zu lassen – was dann noch da ist, von dem was dann in Wahrheit immer da ist, dann sprechen wir sehr wahrscheinlich viel eher von einem „Vertrauen in unser Selbst“ – in genau „das“. Und keine Angst, falls das einmal jemand wirklich versuchen möchte, was ich im Sinne einer Selbstevaluierung nur wärmstens empfehlen kann: Man kann sich all das beim Rausgehen zurück in das, was manche die harte oder brutale Realität, andere mein beschissenes oder kompliziertes Leben, und wieder andere den mühsamen, kräfteraubenden, lähmenden Alltag nennen, gerne wieder, ohne dass jemand auch nur irgendetwas davon in der Zwischenzeit geklaut hätte, mitnehmen.

Man muss aber nicht. Und sehr gut möglich ist dann auch plötzlich die Realität eine andere geworden und nicht mehr ausschliesslich hart oder brutal, das Leben plötzlich wundervoll, voller Wunder, weil es nicht mehr auschliesslich durch die Filter und zahllosen Schichten unserer Egos, Bios, Geschichten, Erlebnisse und Konditionierungen, gefangen in unseren Gedanken und Gefühlen wahrgenommen werden muss, und das tägliche Leben wieder inspirierend, mit einer Leichtigkeit und mit Humor, in Liebe und Vertrauen, dass es das Leben gut mit uns meint, im Hier und jetzt bewusster und freudvoller er – lebt und wahr – genommen werden darf und kann.

Vertrauen in das Sein

„Wer sich einer Sache sicher sein kann muss nicht vertrauen“ steht da.. Echt jetzt? Unter welchen Umständen ist man sich denn einer Sache zu 100% „sicher“, hmm? Wenn man sich bezüglich einer bestimmten Sache zu 100 Prozent sicher ist, dann hat man ganz klar, ohne Zweifel, ein bestimmtes Ziel, eine bestimmte Erwartung, ein ganz bestimmtes Resultat vor Augen.

Wenn man allerdings ohne Zweifel 100%iges Vertrauen vor allem in die Sinnhaftigkeit des Ausgangs einer Sache hat, und zwar vollkommen egal wie sie ausgeht, was man von Erwartungen oder dem Glauben allerdings so nicht behaupten kann, dann erst hat man verstanden, was Vertrauen in das Leben, in jemanden oder in etwas überhaupt bedeutet. Die Grundlage des „Vertrauens“ ist einzig und allein, mit welchem Bewusstsein und welcher Aufmerksamkeit, Achtsamkeit, Wahrhaftigkeit und Klarheit wir im Strom des Lebens zu stehen bzw. zu schwimmen imstande sind und welches Vertrauen basierend darauf wir uns selbst und dem Leben gegenüber entwickeln. I nklusive aller damit möglichen Ungewissheiten und Unsicherheiten.

best friends , Foto © Eckhard Derschmidt

Wo wir auch gleich beim Ur – Vertrauen in das Leben an sich sind. Das Leben meint es mit jedem und jeder von uns gut, auch wenn es sich oft nicht so anfühlen oder so aussehen mag. Dazu wäre es wahrscheinlich sehr hilfreich uns von der Vorstellung zu befreien, dass das Leben und der Sinn unseres Daseins weder in einem endlosen Verharren in enem Schlaraffenland ähnlichen Zustand des Dauerchillens in blendender Hülle und reichlich Fülle geschaffen ist noch um ausschliesslich hart und beschwerlich sein zu müssen oder um uns in unseren, oft viel eher unangenehmen als angenehmen, und unbequemen als bequemen Komfortzonen , also einem Stillstand gewissermassen, einem festhalten statt einem zulassen, in jeder Hin – sicht, motschkernd, leidend, beleidigt, missmutig, auf andere neidvoll schielend, im Mangel, dem nicht genug sein und ewig dies und das brauchend zu verharren, damit man „dann“, wann immer dann sein soll, nur bloss nicht JETZT, ohne Aus – Reden, endlich wirklich richtig und voll und ganz mit dem Leben anfangen kann, obwohl es während dessen unge- und unbeachtet weiter stetig an uns vorbei fliesst anstatt mit uns fliessen zu können.

das Leben lieben….. Foto © Liminal Zone

Das Leben ist das, was wir darin mit Freude erkennen, von Herzen lieben, und zu akzeptieren, kreativ zu verändern und wahrzunehmen imstande sind. Idealer- und empfehlenswerter Weise in einem maximal aufgeweckten und hellwachen Zustand, einem möglichst klaren Bewusstsein. Es schickt uns keine Strafen, die es abzubüssen gilt oder Probleme, die unbedingt gelöst werden müssen, sondern Prüfungen, die wir am besten alleine oder miteinander, gemeinsam mit anderen meistern lernen dürfen und Heraus – Forderungen, die uns aus unseren Vor – stellungen, Er – Wartungen, Konzepten, Ängsten, Käfigen, Sorgen und Komfortzonen „heraus fordern“, wodurch sich erst die Mauerritzen, Türspalten, Fenster und Tore öffnen bzw. wir diese be – merken und obendrein wahr – nehmen können, dass das Tor zu unserem jeweils eigenen Käfig ja ständig offen war und ist.

Die ständig existierende Möglichkeit unserem eigenen Selbst UND dem Selbst weit jenseits der Egos und eigenen Befindlichkeiten sowie denen der anderen alleine und gemeinsam näher kommen zu dürfen, in stetem Kontakt mit unserer tiefen Essenz. Im einander Helfen und sich Unterstützen und auch als gegenseitigen Spiegel uns selbst und den anderen auf unseren Wegen „dorthin“, wo immer dort sein mag, oder in ein Aufwachen „hier her“ – in das Hier und Jetzt schliesslich Erfüllung finden zu dürfen. Leben eben . JETZT. nicht so sehr ich will, sondern eher ich darf und wir können alles und müssen nichts.

miteinander mit anderen meistern….. Foto © Rainer A. Rygalik

Wer grundsätzlich misstrauisch ist, dem Leben, anderen gegenüber, vor allem sich selbst gegenüber, aufgrund von Erfahrungen der eigenen Geschichte, der eigenen Persönlichkeit in der Vergangenheit, oder einfach nur aus Feigheit und Mutlosigkeit, hat immer die Wahl, dort stehen oder stecken zu bleiben oder eben mutig nicht. Eine wahre Befreiung in dieser Hinsicht ist ganz bestimmt das „Verzeihen“ können, was nicht Gnade vor Recht ergehen lassen heisst, also nicht vornehmlich ein Geschenk aus der Gönner und /oder Rächer Position von obern herab an die jeweiligen schlimmen Verletzer, bösen Ignoranten, boshaften Beschimpfer oder Erschrecker, Würde und Vertrauens Räuber sowie Angst Einflösser ist, sondern in einem wahrhaft tieferen Sinne.

Wenn man sich diesem Verzeihen mutig voll hinzugeben traut und kann, dann ist es immer ein Befreiungsschlag und eine Erlösung für den jeweils Verzeihenden oder die Verzeihende selbst. Man muss dann nicht mehr länger das oft schwere Gepäck des Vor – wurfs und der Verletzung ein Leben lang mit sich rum schleppen, ausser das verletzte Ego oder die verletzte Seele glaubt oder erlaubt sich, sich nur so unbedingt weiterhin spüren können zu müssen, indem sie die alten Wunden immer wieder glaubt aufkratzen zu müssen um nur ja nicht verzeihen und in der Schuldfalle verharren zu müssen, koste es was es wolle. Doch das rächt sich leider meistens, und zwar nicht an den ursprünglichen Verursachern sondern oft bis immer an der oder dem, der verletzt wurde und unbedingt darauf bestehen und beharren mag, verletzt, gekränkt und „krank“ zu bleiben. Gesund und heilsam ist allerdings etwas anderes. Und schaden tut man sich damit immer selbst und kaum bis nie dem Verursacher oder der Verursacherin des Schmerzes. Oft ist man es ja selbst, der oder dem es zu verzeihen gilt.

Wer chronisch misstrauisch ist, dem ist auch nur schwer zu trauen, eben weil sich diese Menschen oft auch selbst nicht ver – trauen.

die Verursacher des Schmerzes

Irgend jemand hat mir einmal erklären wollen, dass nicht jede und jeder das selbe Mass an Vertrauen verdient. Wäre das nicht ähnlich, als würde ich dem Leben und mir auch selbst nicht und nie voll und ganz vertrauen können? Und wenn dem so ist, wie ginge das? Kann ich dem Leben und mir wirklich voll und ganz vertrauen? Und was im Leben und in mir hat dann dieses volle, bedingungslose Vertrauen? mein Ego? Nein. Nie und nimmer. Oder ist es einzig und allein mein tiefes, essentielles, ehrliches, wahrhaftiges Selbst, das zugleich untrennbar mit dem Wunder Leben verbunden ist?

Vertrauen muss man sich in meinen Augen auch nicht „ver – dienen“. Entweder Du kannst mein volles Vertrauen annehmen oder eben nicht. Dazwischen gibt es weder Platz für eine Waage oder irgendeine andere Masseinheit oder Messgerät. Vertrauen ja oder Vertrauen nein in meiner kleinen Welt. Dazwischen gibt es keinen Raum für faule Kompromisse aber immer eine gesunde Bereitschaft, zu verzeihen. Mir selbst wie meinem Gegenüber gleichermassen.

untrennbar mit dem Wunder Leben verbunden , Foto © Sandra B. Mauerhofer

in diesem Sinne: „Nichts kann den Menschen mehr stärken als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.“ Adolf von Harnack ……………….oder eben nicht

„Vertrauen ist Mut und Treue ist Kraft.“ Marie Freifrau von Ebner Eschenbach

You can cut all the flowers, but you cannot keep spring from coming.
Pablo Neruda
soviel zum „Vertrauen in das Leben…..“

#100 „Was jetzt? Intuition oder Angst?“

Diese Frage stellt sich mir immer nur dann, wenn der Zweifel, wie vieles anderes auch er ein Liebkind des Verstandes, involviert ist. Intuition wird , aus meiner Sicht und in meiner bewussten Wahrnehmung oft als ein Gefühl, im konkreten Fall als „Bauchgefühl“ interpretiert und hergeleitet, was sie aber mit Sicherheit weder ist noch sein kann. Sie kommt aus einem Feld unseres Da – Seins, das der alleinige Herrscher „in his own mind“, unser Verstand, gerne vorgibt zu verstehen, was er aber weder kann noch tut, weil er auch dort gerne Zugriff und das alleinige Kommando über hätte aber schlicht und einfach, sorry, nicht hat.

sorry

Die Intuition ist eben, like it or not, get it or not, keine Ziehtochter des Verstandes , wie es Gedanken, Zweifel und Gefühle eben nun mal sind und er, der Verstand , sich deshalb besonders Mühe gibt so zu tun, als wäre dem selbstverständlich so. Die Intuition ist viel mehr ein Ur – Wissen, das tief in unser aller verbindenden Essenz und in einem alles Leben und Lebewesen miteinander verwobenen Energie – Netzwerk wohnt, weit jenseits von richtig und falsch und jeder Bewertung, Einschätzung oder Begutachtung, und dort immer zur Verfügung ist, wenn sie sich nicht vom überwichtigen Getue und Getöse der permanenten Gedankengewitter und den kontinuierlichen Bemühungen des Verstandes um Aufmerksamkeit niederbrüllen und aus ihrer Ruhe bringen oder, besser gesagt: Mensch sich von ihr, der Intuition, ablenken lässt.

Gedankengewitter

Im Gegensatz zum Verstand, einem Gedanken oder einem Gefühl ist die Intuition etwas, was sich nicht permanent laut bemerkbar machen muss um da zu sein, in unserem tieferen Bewusstsein, welches auch nicht mit dem Unterbewusstsein, ebenfalls eine Tochter des Verstandes, verwechselt werden sollte. Am nächsten kommt man ihr noch am ehesten mit „der Stimme des Herzens“ – wo der Verstand auch nicht wohnt und welches er, anderen Behauptungen zum Trotz, auch weder dirigiert noch regiert – da läuft es erwiesenermassen wohl eher umgekehrt.

Siehe Blog #93 – „Was meint das Herz?“ https://pimpmyband.live/2021/03/05/93-was-meint-das-herz/

Intuition

Nein, das ist jetzt keine Ode an die „Dummheit“. Aber es ist ein, zugegeben wagemutiger Versuch, uns des Umstands bewusst werden zu dürfen, dass der von vielen so verherrlichte König Verstand und seine Schwester, die Intelligenz, zwar als Werkzeug immer wieder äusserst hilfreich sein mögen und können, aber bei weitem nicht permanent das Sagen, das Entscheiden, die Wissensallmacht und das heilige intellektuelle Non Plus Ultra sind noch sich bemühen brauchen, auch nur den Anschein dessen weiter krampfhaft unter zu Hilfenahme der harten Herzen, Ellbogen, Stirnfalten und ihre um das „recht Haben“ ringenden Hände der sogenannten Intellektuellen hochzuhalten. Nein, man darf dem Werkzeug Verstand und seinem rechtsberatenden, ständigen inneren ins Ohr Flüsterer, der inneren Stimme, durchaus in angebrachten und kritischen Situationen das Maul verbieten und ihnen sagen, jetzt mal endlich die permanent offene Klappe zu halten. Ja, das können und dürfen wir, auch wenn diese Tatsache den meisten von uns leider überhaupt nicht bewusst sein mag.

rechtsberatender ins Ohr Flüsterer

Die Hypothese, dass die Intuition ein Gefühl sei, weiss sich hartnäckig in vielen Lehrbüchern und analogen wie digitalen Brockhäusern wie Wikipedia bis zum heutigen Tage, im Chor mit unzähligen anderen, hartnäckigen Fehleinschätzungen, zu behaupten. Da heisst es unter anderem wie folgt:

Intuition (von mittellateinisch intuitio = unmittelbare Anschauung, zu lateinisch intueri = genau hinsehen, anschauen)[1] ist die Fähigkeit, Einsichten in Sachverhalte, Sichtweisen, Gesetzmäßigkeiten oder die subjektive Stimmigkeit von Entscheidungen zu erlangen, ohne diskursiven Gebrauch des Verstandes, also etwa ohne bewusste Schlussfolgerungen. Intuition ist ein Teil kreativer Entwicklungen. Der die Entwicklung begleitende Intellekt führt nur noch aus oder prüft bewusst die Ergebnisse, die aus dem Unbewussten kommen. Kritisch ist hierbei zu sehen, dass bei positiver Wirkung einer – zunächst nicht begründbaren – Entscheidung gerne von Intuition gesprochen wird, während man im Falle des Scheiterns schlicht „einen Fehler gemacht“ hat, wobei es gerade keinen Mechanismus gibt zu prüfen, welche mentalen Vorgänge zur jeweiligen Entscheidung führten.

Einige Wissenschaftler vermuten, dass dem Informationsaustausch zwischen dem enterischen Nervensystem und dem Gehirn auch eine Rolle bei den intuitiven Entscheidungen („Bauchentscheidungen“) zukommt.

Vorgänge zur Entscheidung

Nun, wenn Wissenschaftler etwas „vermuten“ – spätestens dann sollte man wissen, „what time it is“. Wenn schon etwas im Bauch wohnt, dann wohl zuallererst ein Gefühl, zumeist ein „mulmiges“, also eher eine Angst, wo sich oft eindeutig, für uns alle spürbar, „alles zusammenzieht“ . Man „scheisst sich an“ vor Angst. Ein „flaues“ Gefühl im Magen, ein Magenkrampf, die nackte Angst eben. Für alle die es immer noch nicht bemerkt haben wollen: Wir leben tatsächlich in einer Diktatur des Verstandes, einem ständig sich selbst und bei jeder passenden bis unpassenden Gelegenheit bestätigenden Irrglauben, dass die Intelligenz, der kognitive, alles mehr oder weniger logisch zu begründen wissende Verstand in der menschlichen Hierarchie ganz, ganz oben steht und über – oft – heblich über allem anderen zu stehen hat. Dass alles erklärbar, reproduzierbar, mit sehr oft wissentlich und vorsätzlich „falschen“ Fakten belegbar sein „muss“, oft aus einem leider sehr traurigen und sehr ernüchternden Grund: nur damit wir uns mittels unseres mehr oder weniger reichlich vorhandenen Intellekts, der uns ja überhaupt erst in diese beschissenen Situationen zu bringen wusste, mit denen wir uns bis auf sehr viel weiteres beschäftigen werden müssen und uns alle trifft, in letzter Konsequenz als wahrhaft tyrannische Herrscher und verdammt mieser Verwalter, einem Schöpfer gleich und zugleich Zerstörer unser aller Lebensgrundlagen und unserer Natur legitimieren zu können. „Wengan Profit, dem Konsum und dem ewig heiligen Wirtschaftswachstum warat’s gewesen.“

siehe Blog #71 Wir leben in einer Diktatur des Verstandes https://pimpmyband.live/2021/01/22/71-wir-leben-in-einer-diktatur-des-verstandes/ und Blog #98 „Natur : Wissenschaft“ https://pimpmyband.live/2021/03/15/98-natur-wissenschaft/ und Blog #61 „Ja, ich weiss, ABER…..“ https://pimpmyband.live/2020/12/27/61-ja-ich-weiss-aber/

Herz und Verstand

und die Angst? wie sieht,s damit aus? Angst ist definitiv ein Gefühl, das vieles bis alles lähmende, fruchterregende, hemmende oder Flucht bis hin zu einem „Thrill“ oder einen lustvollen „Kick“ verursachende Gefühl der Angst. Wikipedia, schau owa:

Angst ist ein Grundgefühl, das sich in als bedrohlich empfundenen Situationen als Besorgnis und unlustbetonte Erregung äußert. Auslöser können dabei erwartete Bedrohungen, etwa der körperlichen Unversehrtheit, der Selbstachtung oder des Selbstbildes sein. Krankhaft übersteigerte oder nicht rational begründbare Angst wird als Angststörung bezeichnet. Angst ist der Oberbegriff für eine Vielzahl von Gefühlsregungen, deren Gemeinsamkeit auf einer Verunsicherung des Gefühlslebens beruht. Der Psychoanalytiker Fritz Riemann unterscheidet in seinem verbreiteten Hauptwerk Grundformen der Angst[4] zwischen dem „schizoiden“, dem „depressiven“, dem „zwanghaften“ und dem „hysterischen“ Persönlichkeitstypus. Als damit verbundene „Grundängste“ des Menschen beschreibt er die „Angst vor Veränderung“, die „Angst vor der Endgültigkeit“, die „Angst vor Nähe“ und die „Angst vor Selbstwerdung“.

keine Angst

Angst lässt sich nicht grundsätzlich als unangenehme, negative Gefühlsregung festlegen. Wesentlich abhängig vom Grad der individuellen Risikoerfahrung und der persönlichen Kompetenzeinschätzung, kann Angst auch als in hohem Maße lustvolle Erfahrung gesucht und erlebt werden, etwa in Form des Thrills. Die Kontrasterfahrung von aufregender Gefahrensituation und deren Bewältigung führt zu einer gewünschten Steigerung des Lebensgefühls. Der sogenannte Kick kann dabei als (erwarteter) Wendepunkt zwischen der Anspannung und Befreiung aus der Angstphase gesehen werden.

Lebensgefühl

Zu lernen, auf unsere intuitive Stimme und nicht auf unsere Angststimme zu reagieren, erfordert Übung und Vertrauen. Je öfter wir uns bewusst dafür entscheiden, unserem inneren Wissen zu vertrauen und uns nicht von Angst übermannen zu lassen, desto mehr Vertrauen gewinnen wir in uns selbst.

Unsere Angststimme ist wie ein geschwätziges Durcheinander in unserem Kopf. Da wechseln sich munter Selbstzweifel, Erinnerungen an vergangene Schwierigkeiten, unser innerer Kritiker und Visionen von zukünftigen Stolperfallen ab. Das hat nichts mit strategischem Denken oder gesundem Menschenverstand zu tun. Stattdessen haben wir eine Art Teufelchen im Hirn, das uns Bedenken zuflüstert, um uns vom Kurs abzubringen. Unsere Angststimme ist eng mit dem Bereich der Selbstsabotage verbunden. Sie kann dazu führen, dass wir keine Entscheidung treffen oder unsere Angst als Entscheidungsgrundlage nehmen. Eine Folge davon ist, dass wir immer wieder in der gleichen Situation landen, auch wenn wir eigentlich etwas anderes wollten. Unbewusst folgen wir einem alten Muster und lassen uns zusätzlich auch noch von unserer Angststimme kontrollieren.

B – Denken

Es ist keine Lösung, Angst zu verdrängen oder zu betäuben. Erstens ist das ständige Abwehren kraftraubend. Zweitens birgt es die Gefahr, dass wir unseren Emotionen irgendwann auf andere Weise Luft machen, sei es durch plötzliche Gefühlsausbrüche oder durch körperliche Beschwerden. Drittens kann eine allzu ablehnende bis panische Haltung gegenüber schlechten Gefühlen dazu führen, dass sie sich verstärken. Dann wird aus dem punktuellen Gefühl am Ende noch ein Dauerzustand, also eine Stimmung. 

Ein Gegenmittel dafür ist es, Bewusstheit für seine Angst zu schaffen. Das klingt paradox, funktioniert aber. Sobald wir uns dessen bewusst sind, dass wir gerade „nur“ ein Gefühl verspüren, verliert dieses einen Grossteil seiner Zugkraft. Bewusstheit für unsere Gefühle zu schaffen bewahrt uns davor, uns von unseren Gefühlen übermannen und in den Bann ziehen zu lassen, denn das gefährdet unsere seelische Gesundheit. Sich in ein Gefühl hineinzusteigern schränkt unsere Realitätswahrnehmung massiv ein. Das wiederum verringert unser Denkvermögen und das Entwickeln von Handlungsalternativen.

B – Wusstheit

Ganz radikal und auf seine Essenz runtergebrochen schaut’s , zumindest aus meiner bescheidenen Perspektive, so aus: Solange es um oft langwierige , grosse oder kleine, alle zur Verfügung stehenden Fakten sorgsam abzuwiegende Ent – Scheidungen geht sind wir eher Zweifel und Angst gesteuert. Von den Gefühlen Zweifel und seiner Tochter Angst, etwas falsch zu machen, einen mehr oder weniger schweren Fehler zu begehen, Zu Versagen, zu Scheitern – lauter Entscheidungsfolgen und/oder Resultate, die in den meisten von uns durchwegs negativ und mit Angst besetzt und damit vollkommen unerwünscht bzw. um jeden Preis zu vermeiden sind. Genau das as blockiert natürlich auch in hohem Masse nicht nur jeden „Flow“ sondern zugleich viele Chancen im Innen wie im Aussen und verriegelt offene Tore und Fenster auf jede Art von Veränderung, in gleichem Masse auch auf die positive und die durchaus gesunde und gute, weil Veränderung natürlich auf keinen Fall grundsätzlich immer nur zum Schlechteren oder zu einem Nachteil geschehen muss.

F-Low

Das verbietet einem obendrein und zusätzlich in dieser Perfektionsgesteuerten aber alles andere als perfekten Welt nicht nur, aus Fehlern, dem Versagen oder dem Scheitern etwas erfahren, etwas zu lernen, geschweige denn einen versteckten Diamanten an Lebensweisheit, den König Zu – fall oder das berühmte Glück im Un-glück darin finden zu dürfen, weil man nicht einmal weiss oder einem kaum bis nie vorgelebt wurde, wie man Fehler, Versagen oder das eigene Scheitern überhaupt liebevoll umarmen könnte. Dass bedeutet aber auch zugleich nicht „unreflektiert“ zu sein, wenn man nicht gerade in einem narzisstischen vom Ego gesteuerter Bewusstlosigkeit unterwegs glaubt sein zu müssen sondern mit Achtsamkeit, Aufmerksamkeit und einem klaren Bewusstsein unabgelenkt von den Wolken der Gefühle und Gedanken im Hier und Jetzt ist, genau dort, an diesem winzigen Punkt des Augenblicks, wo auch das Leben immer ist.

8samkeit

Schwimmt allerdings jemand kompromisslos mitten im Fluss des Lebens, im berühmten „Flow“, wo man im bedingungslosen Sein sich eher vom Leben getragen und beschützt fühlt als von dem Drang gehetzt und getrieben, was man glaubt unbedingt wollen und haben zu müssen, dann gibt es dort weder Zweifel, noch gibt es Angst vor Ungewissheit oder einen steten Drang nach einer Fiktion namens Sicherheit, noch braucht man den Verstand bei jeder Kreuzung oder Weggabelung als Entscheidungsfinder und Geburtshelfer, auch wenn er sich gerade da mit allen Mitteln unersetzbar und unabdingbar gerne diesem Fluss in den Weg stellen würde, was die Intuition so nie tut. Als Werkzeug, wenn nötig, ja – aber das war es auch schon. Nicht als Commander in Chief, da lassen wir doch viel lieber die Stimme des Herzens und die uns alle innewohnende Intuition sprechen.

vom Leben getragen und beschützt

Oft geschehen intuitive Entscheidungen nicht einmal by Choice, sondern aus einem Augenblick, gnadenlos im Jetzt, egal ob es um die Vermeidung eines Verkehrsunfalles gehen mag oder ob man noch in letzter Sekunde in den bereits abfahrenden Zug einsteigt oder nicht oder gerade der Frau, dem Mann, der Partnerin oder dem Partner des Lebens begegnet ist und das auch noch in der Lage ist, in diesem Augenblick unverstöpselt, unverkabelt, mit einem Blick auf das Wesentliche, was meistens nicht im Handy zu finden ist, zu bemerken, zu erkennen und mutig zur Kenntnis zu nehmen und genau so mutig in dem Moment kund zu tun imstande ist. Das heisst, Intuition ist auch keine Sklavin der Zeit, was man von den sogenannten unbedingt not – wendigen, sorg – fältigen, mit einer Menge Sorgenfalten und unter grosser Not zu treffenden Ent – scheidungen sicher nicht behaupten kann.

Blick auf das Wesentliche

Besonders in Situationen, wo es angeblich besonders grosser Entscheidungen bedürfte gehe ich instinktiv sofort, ohne Umleitung ins Oberstübchen und bei vollem klarem Bewusstsein immer direkt in vollem Vertrauen, also ohne 1 % Zweifel, in die Intuition, auch nicht in das Bauchgefühl, sondern ein paar Bewusstseinsstockwerke tiefer, in das Ur – Vertrauen in mein und unser aller Ur – wissen. Das war die letzten 61 Jahre, ohne Ausnahme, Scheitern, Fehler, Versagen hin und wieder inklusive – auf lange Sicht und aus der jetzigen Perspektive betrachtet immer verdammt gut so und wird, wenn es nach mir geht, die nächsten 61 Jahre auch genau so bleiben. Peace.

#99 „Das Zeitalter der Tyrannen und Wichtigmacher sollte endgültig vorbei sein – auch wenn diese das immer noch nicht wissen wollen…..“

Politische Parteien mit inzwischen fast zur Gänze weggebrochenen ideologischen Fundamenten, Religion, religiöse und weltliche, wirtschaftliche und soziale Ideologien auf oft weder demokratischen, achtsamen, empathischen noch menschenfreundlichen Beinen – vieles davon inzwischen zu extrem ausgehöhlten bis bedeutungslosen Ladenhütern verkommen, inklusive den anführenden Köpfen in den Wolken ihrer oft selbstherrlichen Wichtigtuerei Auslaufmodelle erster Klasse. Klingt, zugegeben, etwas nach einem Wunschzettel an den Weihnachtsmann, den Osterhasen oder das Christkind. Sind dann schlussendlich die hinter den gegenwärtigen Politclowns agierenden Meinungsforscher, Werbefritzen und Spindoktoren die letzten, zu einer merkwürdigen Spezies an Influenzern verkommenen Berater der allerletzten Poser einer hoffentlich bald aussterbenden , weil weder sinnvollen noch notwendigen Art?

Auslaufmodelle

Oder sind eine brandneue Generation weltlicher, wirtschaftlicher, religiöser und karrieregeiler „Leader“, von denen es samt ihrem „ship“ anscheinend heute mehr braucht denn je zuvor, gebrütet, gepimpt, gecoacht und ent – wickelt in modernen, als sauteure Privatschulen oder nur mehr für einen sehr wohlhabenden, elitären Kreis erschwingliche Elite Privat Universitäten getarnte Kaderschmieden wirklich die nächst besseren Ideologen, die unsere leidende, zerstörte, gebeutelte und ausgebeutete Welt jetzt braucht? wohin soll das oder sollen die uns denn führen? braucht es überhaupt noch mehr und mehr Leaders, Anführer und Prediger? und wenn ja , wozu, welche und wie viele? oder werden wir bald mehr und mehr Wahlen abhalten, zu denen über kurz oder lang bald keine und keiner mehr hin gehen wird, weil was zur Wahl steht endgültig unwählbar geworden und dabei ist, zusammen mit einer mehr als ramponierten Scheindemokratie im Saft des eigenen Klischees und der eigenen Ignoranz und Irrelevanz zu ertrinken und zu ersticken?

ertrinken und ersticken

Eines ist auf jeden Fall sonnenklar: Die Lebensweise, die wir uns in einer westlich, konsumorientierten Welt auf Kosten eines ungleich grösseren Restes der Weltbevölkerung angeeignet haben , ist definitiv nicht globalisierbar. Was mit anderen Worten heisst: so werden wir nie und nimmer weitermachen können, in Wahrheit keine Minute länger. Also : „zurück zur Normalität“? Das wird wohl hoffentlich das allerletzte Credo und Schauermärchen der machthungrigen Wichtigmacher und oftmals gleichermassen narzisstischen, scheinbar über allem erhabenen Auslaufmodell Götter gewesen sein. Bemerkenswert die Tatsache, dass das Wort „Wicht“ im Begriff „Wichtig“ prominent enthalten ist.

Schauermärchen

Wikipedia meint unter vielem anderem Folgendes zu wissen:

Ideologie (von französischidéologie; zu altgriechisch ἰδέα idéa, hier „Idee“, und λόγος lógos „Lehre, Wissenschaft“ – eigentlich „Ideenlehre“)[1] steht im weiteren Sinne bildungssprachlich für Weltanschauung. Im engeren Sinne wird damit zum einen auf Karl Marx zurückgehend das „falsche Bewusstsein“ einer Gesellschaft bezeichnet, zum anderen wird in der US-amerikanischen Wissenssoziologie jedes System von Normen als Ideologie bezeichnet, das Gruppen zur Rechtfertigung und Bewertung eigener und fremder Handlungen verwenden.[2] Seit Marx und Engels bezieht sich der Ideologiebegriff auf „Ideen und Weltbilder, die sich nicht an Evidenz und guten Argumenten orientieren, sondern die darauf abzielen, Machtverhältnisse zu stabilisieren oder zu ändern“

Welt – Anschauung

Religion kann Wertvorstellungen normativ beeinflussen, menschliches Verhalten, Handeln, Denken und Fühlen prägen, und in diesem Zusammenhang eine Reihe von ökonomischen, politischen und psychologischen Funktionen erfüllen.[3] Diese umfassenden Eigenschaften von Religion bergen in sich das Risiko der Bildung religiöser Ideologien.

Der Vordenker der Aufklärung Jean-Jacques Rousseau kritisierte in seinem 1762 in Paris erschienenen einflussreichen Werk „Vom Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des Staatsrechtes“ die Religion grundlegend als Quelle von Krieg und Machtmissbrauch, konstatierte aber religiöse Gefühle der Menschen. Er entwickelte das Modell einer Zivilreligion, die den politischen Erfordernissen einer „freien“ aufgeklärten Gesellschaft gerecht werde. Sein ebenfalls aufgeklärter Gegenspieler Voltaire, welcher die Dogmen und die Machtfülle der katholischen Kirche noch schärfer ablehnte, setzte sich für einen vernunftgeleiteten, toleranten Deismus unabhängig von den bis dahin existierenden Religionen ein und betonte die moralische Nützlichkeit des Glaubens an Gott. 

die Nützlichkeit des Glaubens an Gott

Politik bezeichnet die Strukturen (Polity), Prozesse (Politics) und Inhalte (Policy) zur Regelung der Angelegenheiten eines Gemeinwesens (z. B. eines Staates) durch verbindliche (auf Macht beruhende) Entscheidungen.[1] Politik regelt dabei insbesondere das öffentliche, aber teilweise auch das private, (Zusammen-)Leben der Bürger, Handlungen und Bestrebungen zur Führung des Gemeinwesens nach innen und außen sowie die Willensbildung und Entscheidungsfindung über Angelegenheiten des Gemeinwesens.[2][3][4] Abstrakt formuliert wird in der Politikwissenschaft auch von der „Verteilung von Werten (materiellen wie Geld oder nicht-materiellen wie Demokratie)“ gesprochen.

auf Macht beruhende Ent – Scheidungen

Ideologie, Religion und Politik. Der eindeutig vorrangige gemeinsame Nenner heisst „Macht“. Egal , ob es darum geht, Machtverhältnisse zu stabilisieren oder zu ändern, um verschiedene Formen eines Macht Missbrauchs, um Machtfülle oder ob es um auf Macht beruhende Entscheidungen geht. Macht macht Mensch kaputt und wird ihn auslöschen, wenn Mensch nicht bereit ist, aus seiner ihm von den Mächtigen auferlegten, aufgezwungenen Ohn – Macht aufzuwachen, um sich selbst eines besseren Da – Seins zu ermächtigen: gemeinsame Anliegen, die es miteinander zu verwirklichen gelten wird, werden einem rast- , ruhe- und rücksichtslosen Wettbewerb weichen, der hauptsächlich dazu dient, Ziele zu verfolgen, um auf Kosten der Konsumenten als Ohn – Mächtige, Schwächere und Langsamere Macht zu erlangen um immer noch grössere Profite zu lukrieren.

Macht macht Mensch kaputt

Demokratie im besten Sinne, wo auch Minderheiten ihr Mitsprache- und Mitgestaltungsrecht bekommen haben werden, gehört, respektiert und akzeptiert zu werden im Gegensatz zu derzeit noch praktizierten, sogenannten demokratischen Konzepten, in denen die Mehrheiten sich auf Kosten der Minderheiten ihre alleinige Gestaltungs – Macht und ihren Sponsoren, Geld- und Auftraggebern ihre Profite weiterhin abzusichern bemüht sind.

Mitgestaltungsrecht

Der heilige, vielerorts verherrlichte Status der „Leader“ mitsamt ihrer Leadership Qualitäten wird Teamgeist, Teamplayer Qualitäten und Team Buildern weichen müssen, um in einer gemeinsamen Bewegung miteinander genossenschaftlich strukturierte, dem Gemeinwohl dienende Anliegen umzusetzen und im Sinne dieses Gemeinwohls jenseits von Besitz und Macht zu verwirklichen und zum Entstehen zu verhelfen. Einem Schaffen und Betreiben kleiner, gesunder Strukturen, im Sinne eines neuen Selbstverständnisses in Sachen Menschenwürde, Demut, Wertschätzung, Verteilungsgerechtigkeit, Natur -, Tier-, Pflanzen-, Arten-, Mensch- und Umweltschutz.

Arten-, Mensch – und Umweltschutz

Eine neue Gemein- und Gesellschaft braucht es dringender denn je, die sich bewusst geworden sein wird, wie alles, jede und jeder in dieser Welt in einem miteinander auf geheimnisvolle Weise verwobenen Netz ohne Besitzansprüche friedlich und wert – schätzend in einer perfekten Balance verbunden ist. Eine Gemeinschaft, die einem Leben in Freiheit, Achtung, gegenseitigem Respekt, Empathie und unendlicher Kreativität einen neuen Sinn, Mensch, Tier und Natur ihre Würde zurückgeben und den nächsten Generationen tatsächlich eine lebenswerte Gegenwart und Zukunft zur Verfügung stellen können wird. Dafür braucht es keine Massen von „Leadern“ oder Anführern sondern massenweise empathiefähige und veranstwortungsvolle, vorausschauende Teamplayers erster Güte mit dem Hirn und Herz am rechten Fleck, die bereit sind, gemeinsam und verantwortungsvoll eine wahrhaft demokratische, gesündere, heilsamere, fried- und freudvollere Welt zu schaffen, zu erhalten und zu hinterlassen.

gemeinsame Anliegen

#98 „Natur : Wissenschaft“

Wo stehen wir JETZT gerade? wo glauben wir hin zu gehen und in was, oder wen oder wohin meinen wir uns ent – wickeln zu müssen? sind wir uns dessen bewusst? wo wir gerade stehen? ist nicht das das Wesentlichste, das einzig Wahrhaftigste? das Hier und Jetzt? und weniger woher wir kommen oder wohin wir gehen? Wird uns der „Fort – Schritt“ auf der Digitalisierungs- und Rationalisierungsautobahn tatsächlich als Menschheit weiter oder in Wahrheit eher noch weiter von uns wegbringen als dies ohnedies schon der Fall ist? besonders im gegenwärtigen Ablenkungs- und dem sogenannten Informationszeitalter, in dem man uns systematisch der Stille, der Ruhe und der so wert-vollen langen Weile, unseres Mitgefühls und des Vertrauens in die eigene Intuition, der Stimme und dem Wissen des Herzens, der Leichtigkeit des Seins von langer Hand beraubt hat? Mittels eines faulen, digitalen Zaubers wie ebenso faulen Kompromisses, eines virtuellen Kuhhandels, einem verdammt schlechten Tausch – Geschäft von Wahrhaftigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Tiefe, Herzensgüte, Intuition und Kreativität, Gesundheit und Heilung gegen die Illusionen Zeit, Berechnung, Perfektion, Wettbewerb, Bewertung, Tempo, Stress, Fitness, Zweifel, alleinige Hoheit = Überhöhung der Intelligenz, gezielte Programmierung und Selbst – optimierung oder möglichst effiziente Selbst-verwirklichung oder besser noch – Ausbeutung?

fauler, digitaler Zauber

Das „Sein“, so wunderschön es auch zu strahlen imstande sein kann, gehört doch niemandem. Einzig und allein , das Strahlen will geteilt werden. wie auch wahrhaftige, bedingungslose Liebe, Frieden, Stille und Glückseligkeit. Alles, was wahrhafig „ist“ hat keinen „Be-sitzer“. Alles was glaubt zu brauchen, haben will, unbedingt tun, er – reichen und schaffen muss, zugleich unterlässt, vernachlässigt, ignoriert, hart erkämpft, exzellent oder schlecht verhandelt, endlich bezwingt, tapfer besiegt, leider verliert oder sich auf- gibt hat einen oft viel zu hohen Preis. Was ist mit dem Drang und Zwang, Schönheit, Glückseligkeit, Frieden, Kreativität und Liebe eine Formel, ein Konzept, ein Medikament, einen Plan, ein Programm, ein Coaching, eine von vielen bitteren Pillen verpassen zu müssen?

das „Sein“ gehört niemandem

Gleich mal eines vorweg: ich habe nichts, also: absolut nichts gegen die Wissenschaften, im Gegenteil: ich bin ein absoluter Fan „ehrlicher“ Wissenschaft, mit dem Ziel einer Gesundung und Heilung des „Seins“ und nicht ausschliesslich einer Maximierung des „Habens“ oder einem kranken, unmenschlichen Perfektionierungswahn dienen zu müssen. Eine Wissenschaft, „die sowohl ihre Erkenntnisse als auch ihre Erkenntnisgrenzen ernst nimmt und nicht durch einschläfernde Hypothesen zu verdunkeln bemüht ist“ (Scheidler – „Der Stoff aus dem wir sind“), nach deren nachweislich bis heute nicht existenten Fakten und fundierten Beweisen oft schon seit über einhundert Jahren mit auf ewig verbrannten Fördermilliarden und einer Heerschar an rasenden und hörigen Wissenschaftssklaven krampfhaft gesucht wird.

ehrliche Wissenschaft

Alles um ein menschliches Wunschdenken, eine Illusion in Form einer infamen und inzwischen lebensbedrohlichen Lüge, die als Basis für eine die Natur (und damit letztendlich auch die Menschheit) vernichtendes, technokratisches Weltbild und dessen seit eh und je über Leichen gehenden, egoistischen Bruder, den Kapitalismus, unter allen Umständen weiterhin am Leben zu erhalten. Auch wenn der Preis dessen ein unbedingtes Festhalten an einer Illusion um jeden Preis bedeutet, einer inzwischen wissenschaftlich vielfach widerlegten Hypothese, dass der Mensch in der Lage sei, alles erklären, verstehen und reproduzieren zu können. Die Auslöschung der Menschheit auf ihrer Flucht in das , was sie meint, nach wie vor hartnäckig „Fortschritt“ nennen zu müssen, was aber bei genauerer Betrachtung sehr gut möglich nicht nur ein folgenschwerer Rückschritt sondern eben ihr vorzeitiges, endgültiges Aus und Ende bedeuten könnte.

Natur…..

Fabian Scheidler schreibt in seinem aktuellen Buch „Der Stoff aus dem wir sind“ (Piper) folgendes, für mich und meine kleine Welt auf jeden Fall extrem beachtens- und wissenswertes, was mir wesentlich scheint für ein breiter gefächertes Verständnis des derzeitigen Status Quo unseres wunderbaren Planeten und der ebenso, zwar nicht perfekten, aber nicht minder wundervollen Menschen, die darauf leben: „Forscher in weissen Kitteln, die wissend neben gigantischen Teilchenbeschleunigern stehen, suggerieren uns, der Homo Faber habe die Natur fest im Griff und stehe kurz davor, ihre letzten Geheimnisse zu entschleiern. Und wenn dann die Entdeckung eines neuen „Teilchens“ gemeldet wird, tut man immer noch so, als sei die Welt aus lauter winzigen Billardkugeln zusammengesetzt.

der Stoff aus dem wir sind

Der Grund für dieses seltsame Überleben von längst überholten „Zombie-Begriffen“ besteht darin, dass sie eine bestimmte Rolle im ideologischen Gebäude der Megamaschine spielen. Die Vorstellung, dass die Welt aus getrennten und berechenbaren Bausteinen besteht, ist zentral für eine technokratische Gesellschaft, in der Mensch und Natur zu verfügbaren Teilchen einer gigantischen Wirtschaftslogistik degradiert werden. Mensch und Materie müssen berechenbar sein, damit diese Maschine funktioniert. Sie müssen zu isolierten Atomen gemacht werden können, die durch die Kräfte des Marktes frei in einem präexistenten Raum verschoben werden, um immer dort verfügbar zu sein, wo sie am effizientesten benutzt und neu zusammengesetzt werden können. Das mechanistische Weltbild ist daher zu einer mächtigen Ideologie geworden, die ihre wissenschaftliche Widerlegung hartnäckig überlebt. Die von der Quantenphysik zutage geförderte Einsicht, dass die Welt ein unauftrennbares Gewebe ist, in dem es keine Einzelteile gibt, sondern nur Beziehungen, scheint in einer technokratisch und kapitalistisch geprägten Gesellschaft einfach nicht akzeptabel.“

die Welt ist ein unauftrennbares Gewebe

Na prack – Also wenn einem da die Lade nicht mal ordentlich runterfällt und das kein Augen- , Ohren- und alle Sinne Öffner ist, was dann bitte??? Da werden einfach zum Teil über 100 Jahre alte wissenschaftliche Erkenntnisse bis zum heutigen Tag knallhart unter zu Hilfenahme sämtlicher lauterer, allerdings zumeist unlauterer Mittel und Behauptungen konsequent unter Verwendung aller zur Verfügung stehenden Scheuklappen, Augenbinden und Ohrstöpsel verleugnet. Weiterhin wird diesen Erkenntnissen gegenüber so ignorant wie möglich in so gut wie fast allen Schulen unter – richtet, nur um ein vornehmlich Konsum orientiertes, Wettbewerbsbefeuertes, kapitalistisches Wirtschaftssystem solange wie möglich allen besseren Erkenntnissen, Wissen und Forschungen zum trotz so lange wie möglich bis auf weiteres aufrecht zu erhalten. Vereinfacht: Wir sind alle Opfer einer inzwischen über ein Jahrhundert langen, gezielten, fiesen Manipulation und einer wider besseren Wissens aufrechterhaltenen Illusion, nur um den Eindruck zu erwecken, dass alles kontrollierbar, machbar und vorhersehbar sei, was offensichtlich alles kompletter Unfug, eigentlich vorsätzlicher Betrug und Humbug ist.

System…..

„Das uns zugängliche Universum ist aus vollkommen verschiednen Ebenen und Bereichen aufgebaut, die sich nicht aufeinander reduzieren lassen. Die Jupitersymphonie lässt sich nicht aus der molekularen Zusammensetzung von Wolfgang Amadeus Mozart ableiten“ schreibt Scheidler weiter. „Das Hörerlebnis ohnehin nicht, denn es existiert nicht in der Sphäre des Mess- und Zählbaren, auf die sich die Physik notwendig beschränkt. Aber auch die einmalige mathematische Struktur des Stücks kann nicht in einer Weltformel erklärt -und das bedeutet letztlich: vorhergesagt – werden. Aus diesem Grund ist die Idee einer wörtlich verstandenen „Theory of Everything“ ohnehin ein Wahngebilde. Aber selbst die viel bescheidenere Idee, das Mess – und Zählbare einer unbelebten Welt auf der kleinsten und auf der grössten Ebene mit einem einzigen Formelapparat beschreiben zu können, könnte sich als Fata Morgana erweisen…… Die Holzwege der Physik sind gepflastert mit schönen, aber falschen Theorien.“

Hörerlebnis

Eines finde ich ja wirklich bei all dem, zugegebenen vorsätzlich sehr verwirrenden Wahn- und Irrsinn genial: dass sich offensichtlich viele Erkenntnisse der Quantenphysik, der modernen Biologie und der modernen Bewusstseinsforschung mit vielen tiefen Weisheiten, intuitivem Wissen und Wahrheiten spiritueller Leader und Lehrmeister, vom Dalai Lama über Eckhart Tolle bis hin zu Mooji, eins zu eins decken. Besonders in der Erkenntnis und im Bewusstsein, dass alles mit allem auf bis dato oft nicht erklärbare Weise verbunden ist, und dass nicht alles bloss mit einer einzigen Formel und mit dem Verstand allein via kognitivem Wissen erfassbar ist und sein kann. Mensch weiss eigentlich noch gar nichts, tut nur so, als wüsste er alles und als sei alles ein Klacks. In Wahrheit ein fataler, ein durch und durch krankes und ein alles zerstörerisches System aufrechterhaltender Irrtum.

„Das grösste Hindernis für den Fortschritt der Wissenschaften ist die Illusion des Wissens“ Mike Disney

„Einmal kurz die Welt retten“, wie der deutsche Liedermacher und Sänger Tim Bendzko ein fabelhaft treffendes Lied in diese unsere Welt gebracht hat, wird der Weisheit und Gewissensberuhigung letzter Schuss ins Knie wohl nicht gewesen sein können. Wir sollten uns lieber um „uns“ kümmern, um unser nicht perfektes, wunderbares Mensch sein, wenn wir weiter hier auf diesem Paradies Erde leben und sein wollen. Dazu gehört, nicht vor unserer nicht perfekten, aber genialen Art und Weise, wie wir nun mal sind, davon zu laufen und einer perfekten Illusion nachzuhecheln. Nur weil wir uns als Mangel, als Fehlerhaft empfinden, indem man uns eine perfekt virtuelle Welt vorgaukelt, weil wir Angst haben, Fehler zu machen, minderwertig und nicht genug zu sein und uns deshalb glauben mit allen möglichen und unmöglichen Coachings, Kursen, Pillen, geistigen und körperlichen Fitnesscentern zu Tode optimieren, maximieren, boosten und perfektionieren zu müssen.

kurz die Welt retten

Weil uns die Angst vor dem Fehler machen, nicht makellos oder nicht perfekt zu sein, direkt und allzu leicht in die Arme einer Depression, Herzinfarkt, Burnout oder einer künstlichen Intelligenz zu treiben vermag, ohne überhaupt noch imstande zu sein, verstoppelt, bebrillt, verkabelt, dauerabgelenkt wie wir nun mal sind, noch wahr zu nehmen, dass kein einziger Baum kerzengerade, keine Blume gleich einer anderen, kein Vogel gleich fliegt und kein Fisch gleich schwimmt, kein Tier , keine Pflanze, kein Lebewesen, kein Stein, keine Wolke, kein Fluss, keine Meereswelle gleich, ident oder perfekt, aber zugleich wunderschön, einzigartig und damit als Teil eines wundervollen, zauberhaften Ganzen unvergleichlich besonders ist.

nichts ist perfekt aber in perfekter Balance

Ohne uns in unserer eben nicht perfekten Art, wie es allen Lebewesen und Daseinsformen einmal eigen ist, umarmen, vollen Herzens anzunehmen und akzeptieren zu können, werden wir im Wettlauf gegen die Illusion einer möglichst eigenen Perfektion nicht mehr lange auf diesem Planeten zu Gast sein können und dürfen. Ein gutes, gesundes, nicht verurteilendes Verhältnis zum „Fehler Machen“ und zum „voller Makel“ sein heisst in einer nicht von Wettbewerb und ständig durch vergleichende Competition getriebenen Welt nicht, dass man nicht selbstreflektiert sei, dass man glaube „dass die eigenen Fehler die besten und tollsten der Geschichte überhaupt seien“, wie es uns mancher Gedanken Akrobat weiszumachen versuchen mag. Nein, es heisst nur, dass wir uns akzeptieren und mit uns Frieden schliessen lernen müssen mit dem, was wir aufgrund unserer Natur und der Natur generell und überhaupt, Intelligenzbestien, Logic, Verstand, künstliche Intelligenz hin oder her, schlicht und einfach einmal sind: „nicht perfekt“! „Live with it or die denying it“

ich liebe meine Fehler, und ja: sie sind die besten kreativen Türöffner

Dann, und nur dann, werden wir eine Chance haben im Einklang = in Harmonie mit einer ebenso nicht perfekten, aber perfekt balancierten und immer um eine perfekte Balance bemühte Mutter Natur zu überleben, die wir, anderer Behauptungen zum Trotz, weder beherrschen, noch kontrollieren, noch besitzen aber deren stete Bemühungen um eine perfekte Balance wir inzwischen in unserer Überheblichkeit, Ignoranz und Arroganz bis zum äussersten Zerreissen strapazieren. „Der Stoff, aus dem wir sind, ist keineswegs greifbarer geworden, sondern entzieht sich mit zunehmender Beobachtungstiefe immer weiter. Man kann das als grosse Niederlage begreifen. Oder als Chance für eine Weltsicht, in der Staunen, Nichtwissen und Bescheidenheit einen ebenbürtigen Platz neben Verstehen und Wissen haben“ (Scheidler – „Der Stoff aus dem wir sind“)