#60 „2020 – ein herausforderndes Jahr wertvoller Erkenntnisse, Einsichten und Geschenke in Fluchverpackung“

Was für ein Jahr liegt da demnächst bald hinter uns? „Was bitte ist und war das denn?“ mögen sich sicher so gut wie die meisten von uns fragen. Wozu soll das „gut“ sein? Damit hatte wohl niemand gerechnet um diese Zeit des Vorjahres, so kurz vor Weihnachten und Neujahr. Das hat die besten Pläne, die genialsten Vorhersagen, die fundiertesten Einschätzungen, alle zukunftsforschenden Evaluierungen, die grössten Befürchtungen und noch so profunden Prophezeiungen, egal in welchem Bereich, egal auf welchem Flecken dieser Erde, egal von wem und in welcher Hin – Sicht geäussert zugunsten eines wohl „besseren Planes“ des Universums komplett über den Haufen geworfen und vollkommen ad absurdum geführt.

……….

Wir wurden mehrmals und immer wieder und nach wie vor buchstäblich in die Knie gezwungen, Individuen, Menschenkinder, Alte und Junge, Greise und Kinder, Reiche und Arme, scheinbar Privilegierte und anscheinend vollkommen vom Leben Vergessene, Arbeiter, Ärzte, Zukunftsforscher, Tellerwäscher, Fabriksarbeiter, Unter – Nehmer, Präsidenten, Obdachlose, Könige, Bettler, Krankenpflegerinnen, Konzernbonzen, Supermarktverkäuferinnen, Spitzensportler, Künstler, Kreative, Destruktive, Besserwisser, Alleskönner, Gewinner, Verlierer, Spekulanten, Dilettanten, Profis, Gurus, Päpste, Hebammen, Lehrerinnen, Professoren, Forscher, Gauner, Halsabschneider – alle wurden wir angehalten, inne zu halten .

Foto © Sandra Mauerhofer

Noch nie wurden uns im Kollektiv so viele Herausforderungen und Chancen zugleich, eine nach der anderen, sozusagen: geschenkt, um möglicherweise endlich zur Be – Sinnung kommen zu dürfen und zu können. So vieles hat sich im Zuge dessen enttarnt, so vieles wurde aus den hintersten Winkeln unseres kollektiven Bewusstseins ans Licht befördert. Schon lange vor sich hin schwelende Missstände, zum Himmel schreiende Ungerechtigkeiten, schamlose Ausbeutung und nur von der reinen Profitgier weniger getriebene Systeme aufgedeckt und entlarvt. Korruption, Ignoranz, Verbrechen an der Natur und an der menschlichen Würde, Leid, Angst, Hoffnungslosigkeit, Wut, gesellschaftliche Spaltung, Trennung, Umarmungsverbote, Aggression, Einsamkeit, Hilflosigkeit, Warten, Stillstand, Ohnmacht.

…..ans Licht

Aber auch unglaubliche Hilfsbereitschaft, nicht nur ein Auf – Decken sondern vielerorts auch ein Auf – Wecken und Auf – Wachen, menschliche Nähe trotz räumlicher Distanz, Mit – Gefühl, nicht Mit – leid, Zusammenhalten, Miteinander Reden, Hoffnung schenken, Motivation, Anpacken, Erkennen, Besinnen, Mut zur Veränderung, eine neue Gemeinsamkeit, Gemeinschaft über viele bis alle künstlichen, virtuellen, nationalen, inneren und äusseren Grenzen hinweg, Bewegung, Einsichten, in der Ruhe, in der Stille liegt unsere Kraft …..

Stille

Das dicke, fette, korrupte, gierige, grelle, laute, dröhnende Alte, das sich wie ein riesiges Ungeheuer mit all seiner Kraft immer und immer wieder aufzubäumen bemüht und nach wie vor davon zu träumen scheint, so bald wie möglich wieder so weiter machen zu können wie bisher, uns mit allen möglichen und unmöglichen Ängsten in Schach zu halten versucht. Das nicht glauben wollen, nicht erkennen können, dass nichts mehr je wieder so sein können wird wie bisher. Veränderung – nicht nur zum Schlechteren, noch stressigeren, noch mehr von künstlichen Wettbewerben und künstlicher Intelligenz Getriebenen.

das Alte

Nein, durchaus auch hin zum Besseren, zum Gesünderen, zum Gerechteren, zum Gemeinsameren, zu einem echten Mit – und Füreinander, zu Nachhaltigkeit, Wertschätzung, Profit zugunsten eines Allgemeinwohls, Hilfsbereitschaft und ein Bündeln nicht nur der Klügsten aber auch der kreativsten und weisesten Köpfe und Kräfte. Wir wissen ja jetzt wirklich wie es geht, gehen könnte und schon lange anders gehen sollte, nur machen tun wir,s um’s Verrecken nicht bzw. werden wir immer noch von den ein und selben daran gehindert oder soweit geschickt manipuliert, damit wir es ja nicht aus Eigeninitiative, aus eigenen autonomen, unseren gemeinsamen konstruktiven Kräften und der viel bemühten „Eigenverantwortung“ heraus, endlich, drauf geschissen, miteinander tatsächlich anfangen Schritt für Schritt gemeinsam vieles besser zu machen.

es endlich besser machen….

Ich hatte soviel Zeit für mich wie noch nie, aber auch für meine Liebste, ihre und meine Liebsten, Kinder, Tochter, Sohn, Enkeltöchter, Freunde, Familie, my guardian and protecting angels, meine Schutzengel, ob ich mir ihrer bewusst bin oder auch nicht. Auch wenn wir unseren Liebsten viel weniger denn je nahe sein und uns sehr wenig bis kaum sehen, umarmen und uns an den Händen halten konnten, so haben sich unsere Partnerschaften und Gemeinschaften oft vertieft, konnten bewusster wahrgenommen und mehr geschätzt, gepflegt und gehegt werden denn je zuvor. So scheint es mir zumindest.

Freunde und Familie

Die Kreativität, die jedem von uns innewohnt, und die eben nicht ausschliesslich an den Künstlerinnen und Künstlern festgemacht werden will, hat sich vollkommen andere Wege und Kanäle gesucht und auch gefunden: Bücher und Blogs schreiben, Kochen, Bildungsprojekte und -konzepte, Musikproduktionen und „Hausmusik“ im besten Sinne des Wortes, zu Hause Musik entstehen lassen mit dem Sohnemann, „Morning Talks“ mit meiner Liebsten, wunderbare, berührende Telefonate mit meinem liebsten Tochterherz, abendliche Skype Sessions mit meiner Mama und „Morning Walks“ bzw. Radausflüge quer durch die Natur und alle Jahreszeiten inklusive Abtauchen in den inzwischen schon recht kühlen Donaustrom, das wieder Entdecken der Langsamkeit, der Ruhe und Stille und der unfassbaren Schönheit der Natur, der es durch diese menschliche Pause namens Corona schon lange nicht mehr so gut ging und so wohl getan zu haben scheint wie heuer.

die Natur machte einen tiefen Atemzug

Wunderbare neue Menschen sind in mein und unser Leben getreten, unbekannte Engel haben an meine und unsere Türen und Fenster geklopft, in neuen Gemeinschaften wurde ich und wurden wir willkommen geheissen, neue Räume, neuer Space, neue Paradiese, neue Träume haben sich uns erschlossen, wenige kostbare aber ganz besondere, einzigartige Konzerte haben wir geben dürfen…

…..besondere Konzerte

…oft vor leeren bis Corona bedingt sehr spärlichem Publikum, neue Visionen durften anfangen Gestalt anzunehmen, einen dicken, fetten Nierenstein durfte ich in ein paar OPs mit Hilfe eines genialen , kompetenten Teams loswerden, facebook hat mich endlich rausgeschmissen und mir jede Menge „high quality time“ zurückgeschenkt, völlig unerwartete Überweisungen von noch unerwarteter Herkunft schlugen auf mein gebeuteltes Konto auf, Geschenke des Himmels von bis dato vollkommen unbekannten oder als solche nie wahrgenommenen Engeln, tiefe menschliche Berührungen aus unvermuteten und bislang unentdeckten Winkeln und Ecken, Ent – Spannung, mehr Freude, Liebe, Gelassenheit, mehr Seelengesundheit, mehr Heilung, mehr Mut haben mehr Zuzulassen und sich mehr und mehr jenseits der ach so wichtigen eigenen Pläne zu öffnen und sich auf das Leben und die Liebe einlassen können, mehr Lebensqualität, mehr Frieden, wesentlich mehr glückliche Momente, mehr Freiheit. Danke 2020. ein Traum eigentlich…..

2020, ein Traum eigentlich…..

Ich wünsche uns allen seelische, körperliche und psychische Gesundheit, Freude empfinden und Glücklich sein dürfen, echte Nähe, neue Ufer, viel Sein und Bewegung in der Natur, Frieden, Ruhe, Stille und alles Liebste und Beste, AleX

Das war mein erstes Instrument, ein wunderbares Geschenk unter dem Christbaum, von meinem Papa, der heute, am 22.Dezember seinen 86. Geburtstag gefeiert hätte, meiner Mama und dem Christkind, welches ich Stunden zuvor an unserem Fenster vorbeifliegen gesehen hatte, schwöre…..

#59 „Der dunkelste Tag in Zeiten immer heller strahlenden Lichts“

„There is a crack, a crack in everything. That’s how the light gets in“ – so besingt es Leonard Cohen in seinem Lied “Anthem”. Nach wiederholten, zum Teil zermürbenden Lockdowns, Masken- und Maulkorbzwängen, einer Zeit ohne Händeschütteln und Umarmungen, Reduktion und Beschränkungen unserer gewohnten Lebensumstände sehnen sich viele danach, diese Fesseln, diesen Panzer abzuwerfen um neues Licht hereinzulassen, Neues zuzulassen und willkommen zu heissen – nur so ist auch Weiterentwicklung möglich! So ist auch die Vorfreude und die Hoffnung vieler auf eine schon lange überfällige Veränderung (Erlösung?) nachvollziehbar!

Beschränkungen…..

Abgesehen von der Tatsache, dass gestern der 4. Advent war und heute, am 21. Dezember, der Tag der Wintersonnenwende ist, also der kürzeste Tag und die längste Nacht des Jahres, dass es heute auch eine seltene, sogenannte Grosse Konjunktion am Sternenhimmel der Planeten Jupiter und Saturn geben wird, die sich mit der Erde auf der selben Achse befinden und scheinbar miteinander verschmelzen werden, von der Erde aus gesehen am südwestlichen Abendhimmel beginnend ab etwa 18:00 , und zwar in einer räumlichen Enge und relativen Nähe, wie sie angeblich nur alle 1000 Jahre vorkommt, dass es ebenfalls der Beginn der geheimnisvollen Rauhnächte ist, die ich als alter Rauch und Räucherfan liebe und es im ganzen Monat Dezember in Wien sage und schreibe „vier“ ganze Sonnenstunden gegeben hat, freut sich der 4jährige Bub in mir auf die nächsten, garantiert immer lichter werdenden Tage und eine immer heller strahlende Zeit der Hoffnung und Zuversicht.

hope on the horizon

Manche Astrologen sehen das so: Die Werte unserer Gesellschaft werden sich drastisch verändern – ob uns das nun gefällt oder nicht. Natürlich wissen wir noch nicht konkret, wie sich das in den kommenden 200 Jahren verändern wird. Die Aussage von Klaus Schwab („In zehn Jahren werden Sie nichts mehr be­sit­zen, und Sie werden sich da­rüber freuen.“ World Economic Forum) scheint ein visionärer Gedanke, der der kommenden Zeitqualität durchaus entsprechen könnte. Mancher wird es mögen, andere nicht… aufhalten wird man den Wandel jedenfalls nicht können! Jeder wird gefordert sein, in dieser neuen Welt seinen Platz zu finden. Und was für uns heute noch unvorstellbar ist, wird für die Kinder der neuen Zeit bereits selbstverständlich sein!

Wien im Nebel

Das Besondere ist, dass beide Planeten, Saturn und Jupiter, zeitgleich ins Zeichen Wassermann eintreten und sogleich eine Konjunktion bilden. Wassermann ist unter anderem ein Synonym für Fortschritt, Wissenschaft, Technik, Erneuerung, Gemeinschaft, Zukunft und Vision. Nicht zuletzt steht Wassermann für Reformen, eine alte Ordnung wird abgelöst.

Jupiter bleibt lediglich ein Jahr in einem Zeichen und wird schon im nächsten Jahr kurz in ein anderes Zeichen wechseln. Mit Jupiter in Wassermann ist unsere Verrücktheit gefragt, viel Mut, um Unberechenbares zu begrüßen, unsere Vorstellungsräume zu erweitern, um Unmögliches möglich zu machen.

Mut und Verrücktheit sind gefragt

In der Astrologie sind die zwölf Zeichen des Tierkreises mit der Vier-Elemente-Lehre verbunden; so entspricht jedes Element drei Zeichen: Feuer mit Widder, Löwe und Schütze, Erde mit Stier, Jungfrau und Steinbock, Luft mit Zwillinge, Waage und Wassermann, Wasser mit Krebs, Skorpion und Fische. So bildet jedes Element ein Dreieck oder Trigon auf dem Tierkreis. Während circa 200 Jahren finden alle Großen Konjunktionen nach und nach in den drei Zeichen desselben Elementes statt. Da aber ein langsamer Rückstand entsteht, kommen sie nach 10 Begegnungen auf das Trigon des nächsten Elementes, und erst nach circa 800 Jahren fängt der Zyklus wieder an.

Irgendwie scheint mir als würde ich mich seit geraumer , scheinbar immer düster werdender Zeiten aus rational, logisch sehr wahrscheinlich kaum erklärbaren oder nachvollziehbaren Gründen in einem Bewusstsein zugleich immer heller werdenden Lichtes bewegen . So wie das Licht einer einzigen Kerze in einer stockdunklen Nacht eben einen richtig grossen Raum zu erhellen vermag, aber im strahlenden Licht der Sonne vollkommen verschluckt und überhaupt nicht bis kaum wahrgenommen wird, so wie gestern 5.000 Kerzen den Heldenplatz erstrahlen liessen im Gedenken an die bis dato in Österreich an Corona Verstorbenen. Eine wunderbare Geste , Licht ins Dunkel unserer Herzen und Seelen. Wie das auch ein Adventkranz oder ein Christbaum uns vermitteln und schenken können.

Licht m Dunkel

In manchen Beschreibungen der heute Abend voraussichtlichen Umarmung von Jupiter und Saturn wird diese Konstellation auch mit der Erscheinung des Weihnachtssterns vor etwa 2000 Jahren verglichen. Ein helles, strahlendes Licht, welches uns nur in der dunkelsten Nacht den Weg weisen kann, ein Wegweiser der in Anbetracht eines hellen Tages vollkommen unentdeckt bleibt und nicht wahrgenommen werden kann. Ich glaube , jede und jeder von uns kennt so etwas und hat schon ähnliche Erfahrungen machen dürfen.

there is a crack in everything

Der Spruch „Und wenn du schon glaubst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her“ meint ganz präzise und genau das. Oft in Situationen vollkommener Verzweiflung und Aussichtslosigkeit kommt dann dieses „Lichtlein“, ein kleines, aber in dieser Finsternis besonders hell strahlendes Licht, durch den Spalt in allem, wo eben dieses Licht hereinkommen und durchscheinen kann, wie es Leonard Cohen nennt. Weil eben alles einen „Crack“ hat, einen Riss, weil eben nichts perfekt ist – nichts und niemand. Dem Universum sei Dank.

Das Licht am Ende des Tunnels ist nicht der Zug…..

Hoffnung, Vertrauen in das Leben, Zuver – Sicht, Glaube an das Göttliche da draussen und in uns selbst, das Universum – wie immer wir „das“ nennen wollen, vereint mit der Kraft der Liebe, lassen uns dieses Lichtlein in der Finsternis immer wieder erkennen. Als Wegweiser zu einem Neuanfang, als die Licht gewordene Version der Hoffnung, egal wie, egal wo immer wir uns verirrt haben mögen. Egal wo wir festzustecken oder festzussitzen glauben, ob es das Licht aus den Fenstern der schützenden Hütte in den Bergen oder eine Taschenlampe, die uns den Weg leuchtet ist, den Weg zum Mut zur Veränderung, „Surrender“ – die volle Akzeptanz des Augenblicks, geht all dem immer einen Schritt voraus, damit das Leuchten in finsteren Zeiten so hell wie noch nie beginnen darf und kann.

time stands still…..

Eine schöne, stille, erleuchtende Zeit wünsche ich uns allen und ein wolkenloses Wetter heute Abend, AleX

#58 Wir sind Erfolg-reich – Wir vermarkten & verkaufen alles, auch unsere Welt, solange es noch geht…..

Ich schreib mir heute mal zur Abwechslung meinen Grossstadt Weihnachts -Shopping-Irrsinns-Frust, meinen Zorn und meine Wut über den blinden Einkaufswahn von der Seele. Nein, nicht von der Seele, sondern aus meinem von penetranter Werbung über mit allen Regeln der Blendung manipulierten Kaufzwang und grosse Wut auf jede Art von Konsumsucht gefolterten Verstand.

Menschenkarawanen, jetzt, wo wir endlich wieder einkaufen „dürfen“, in den diversen Shopping Zentren und Einkaufsstrassen, brav und folgsam Gassi geführt an der imaginären Leine unserer Handys, unserer Notebooks, unserer Kopfhörer, unserer Earplugs folgen wir den grellen Lichtern der Leuchtreklamen, den Schaufenstern voller unerfüllter Träume und als Schnäppchen verkleidetes, wohl proportioniertes und voll cool gestyltes Unglück, oder den diversen grossen und kleinen, unübersehbaren „Sale“ Signalen da und dort, zu den Klängen von allzu oft betäubendem. lautem , oft als Musik getarntem akustischem Mist in unseren headphones und Punsch, Wein, Bier, Joints, Drogen oder Pillen aller Art in den Lebenssäften von vielen.

Wo sich’s Menschentraubt, da wollen alle hin, koste es was es wolle. Verstoppelt, maskiert, manipuliert, magnetisiert, dirigiert, geleitet, gelenkt, geblendet, verwirrt, verirrt, betäubt, beleuchtet, umworben, gestresst, getrieben, benutzt und verkauft. Wir verkaufen alles, auch unser Mensch sein um nur ja richtig gute und brave Konsumenten sein zu dürfen, unsere Würde, unsere Träume, unsere Seele, unsere Gesundheit, unser Leben, unsere Welt, die Welt unserer Kinder und Enkelkinder, unserer Brüder und Schwestern – alles anscheinend wurscht – solange es noch irgendwie geht.

Wir, wer immer diese „wir“ sein sollen, sind erfolg – reich, reich an Erfolg, aber arm an gutem „Gelingen“, reich an Ignoranz und Wissen aber arm an Erkennen und Weisheit, reich an in- und output, aber arm beim zulassen, sein lassen und entstehen lassen, reich an Meinungen aber arm an Kompetenz, reich an Urteilen aber arm an Toleranz und Urteilsvermögen, reich an dies und das unbedingt Schaffen zu müssen, konsequent in der Illusion verharrend, dass wir nur zum Tun auf dieser Welt sind und WIR die Schöpfer dieser unserer Welt seien. Eben nicht nur ein, ursprünglich relativ kleines und bescheidenes Teil eines zusammenhängenden grossen, wunderbaren, genialen, fein ausbalancierten Ganzen, sondern inzwischen allerdings zu einem überdimensional mächtig aufgepumpten kollektiven EGO und viel zu vieler ebenso fett aufgeblasener individueller Egos ausgewachsen, die in einem Wettbewerbsirrsinn ohnegleichen so schneller wie möglich reich und immer reicher an Profit, Besitz, Zeug glauben werden zu müssen, ausschliesslich nach Haben strebend, nach dem Haben eines lauten, zum Himmel stinkenden Haufens aus grellem. giftigem, oft mit grossem Profit verkauften, in Anbetracht des Preises einer gnadenlosen und rücksichtslosen Vernichtung unser aller Lebensgrundlagen, einem vergleichsweise vollkommen wertlosen Nichts und andererseits arm und immer ärmer in der Essenz unseres von innen und aussen zugedröhnten und grossteils mit mit Ramsch zugestopften Seins.

Kaufen, Kaufen, Kaufen – die so ziemlich unkreativste und sinnbefreiteste Versuchung seit es Läden gibt. Niemand hat angeblich Geld, alle erleiden herbe Verluste bis hin zu den eigenen Bullshit Jobs. Aber Kaufen geht, anscheinend immer. Genau so wie Verkaufen, verkaufen, Verkaufen. Wir, wer immer diese „wir“sein mögen, waren gewohnt, hunderttausende Schi- und Winterurlauber in unsere vormals wunderschönen, inzwischen astrein kunstbeschneiten Bergwelten mit fake Gletschern, fake Schnee und fake Brauchtum mittels unserer sündteuren Luxus Seilbahnen und Liftanlagen auf den realen Pisten des Winters und auf den virtuellen des institutionalisierten Nepps rauf und runter zu befördern, mit reichlich überpreistem Yagatee, Lebkuchenherzen und Speckbroten abzuspeisen, Millionengewinne in unserem Tourismusland einzufahren, wo von Mozart’s Balls bis zu Christbaumkugeln, Stille Nacht, Heilige Nacht, Neujahrskonzert und Sängerknaben so ziemlich alles verkauft und vermarktet wird und wurde, was nicht niet- und nagelfest ist, einschliesslich der eigenen Grossmutter, Maria und Josef und Jesus Christus. Damit ist gerade mal vorläufig Schicht – Corona, Corona.

Faule Kompromisse, ein „blühender“ Handel, eine stetig aufstrebende und wachsende Wirtschaft (wohin denn), das heilige Brutto Sozial Produkt an dem absolut nichts sozial ist, Börsenkurse, die mal in tiefe Täler rauschen können oder in schwindelnde Höhen schiessen, nur für einige vergleichsweise wenige Spekulanten und Aktienhaie von Belang, für die meisten von uns allerdings extrem bis vollkommen belanglos. Börsen, die die meisten von uns genau so notwendig brauchen können wie einen Kropf.

Die Welt, ein einziges, kolossales Business Modell, was für ein genialer Start Up, Entrepreneurship on another Level. Alles glitzert und funkelt, duftet, schmeichelt und schreit, an der hauchdünnen Oberfläche. Alles wird vermarktet und verkauft. Buchstäblich alles: Unsere Geschichte, unsere Berge, Flüsse, Almen, Wiesen, Wälder und Seen, Hirschknöpfe, Gemsenkot, Selbstbackbrot und Fischeier, Hochgebirgschalets inklusive dem Porsche vor der Haustür, Wacholderbusserl, Tannenharz und Fichtennadel, unsere Luft, Luft aus Hallstatt zum Beispiel, kann man in diversen online Shops in Spraydosen kaufen, genau so wie Wasser vom Kilimandscharo und vom Fujiyama während wir in unseren Schulen und Bildungseinrichtungen massenweise konsequent Talent, Neugier, Kreativität und geniales Potential verbrennen und systematisch vernichten.

atmen versus kaufen

Waren aller Art und jeder Un- Art, Business Ideen ohne Ende, die in Wahrheit oft schreckliche ökologische, ökonomische oder soziale Fehl- und Missgeburten sind, die so wichtigen aber uns alle schrittweise entmündigenden Apps zum richtigen Atmen, rechtzeitig Schlafen gehen, Puls Messen, täglich 2x Meditieren, früh genug Aufwachen, besser Kochen, richtig sprechen, günstigst Shoppen, korrekt Pinkeln, leise Gacken, heimlich Pfurzen, Effizienz, Optimierung überall. Geschäftsideen und Sillyonen von Start Ups, hauptsache innovativ, in gewisser Weise auch oft kreativ, oft auf Basis jeder noch so doofen Idee, Hauotsache sie lässt sich gut verkaufen, Bedarfserzeugungen, als würde der grossteils sinnlose und unnötige Quatsch uns nicht schon lange über unser hochgradig verwirrten und verirrten Köpfe wachsen und die letzte Luft zum Atmen rauben.

Weites Land, fruchtbare Erde, geile Fertighäuser, Fertiggerichte, Fertigbeziehungen, Fertigkinder, Fertigschulen, Fertigkarrieren, Fertigjobs, Fertigleben, Fertiggräber und organische BioUrnen, frisches Obst aus der Retorte, altes Öl in brandneuen Karossen, günstiger Atomstrom, billigste, zumeist von Kindern und Frauen in ärmsten Ländern unter furchtbaren, menschenunwürdigen Bedingungen und furchtbaren Folgeschäden in der dortigen Umwelt hergestellte Klamotten, jede Menge an Marotten, Auslagern von so viel wie möglich, von Produktionen, Gewissen und Bewusstsein bis zur Bewusstlosigkeit, traumhafte Bilderbuch Karrieren auf Kosten erschütternder Umweltschäden und zerstörter Existenzen, schon bald versunkene Inseln, Grundstücke am Mond, Flüge zum Mars, unendliche Gewinne, Wetten auf Börsenverluste, Lebensversicherungen zur Absicherung des plötzlichen Todes, Klopapiermarken und goldene Affenscheisse, endlos Beton und Autobahnen, gestylte, gecoachte und von riesigen Marketing Teams gepimpte Regierungen, leere Floskeln, voller Profit auf unser aller Kosten, marode Staaten, Traumimmobilien und herrschaftliche Ländereien, teure Luftschlösser – die ganze Welt eben. Eine Welt, die uns nicht mal gehört…..

MaHü

Da tummeln sie sich, die Top Checker Bunnies und Marketing Gurus, die Berater und Business Coaches, die Persönlichkeitsentwickler und Konzept Erarbeiter, die Erfolgs Optimierer, die Start Up Unternehmer im Lock Down, die Entrepreneurs des Jahres, diejenigen, die selbst in den jeweiligen Krisen ein geniales Geschäftsmodell zu entdecken glauben, die hochwürdigen CEOs und ihre politischen Hampelmänner und konsumierenden Untertanen, die Konzern Bonzen und Top Manager, die Banken und Versicherungen, die Reichen und die Schönen, die Armen und die grosse Masse der von all jenen vorsätzlich immer und immer wieder Gefickten.

taufen oder kaufen`?

Aber nur solange es noch etwas zu vermarkten gibt, solange es noch zu erzeugende Bedürfnisse von jemandem geben kann und solange es noch welche gibt, die kaufen „können“, oder die kaufen „wollen“ oder die glauben, kaufen zu „müssen“. Wenn es die , sprich uns , nicht mehr gibt, hat sich’s ausverkauft. Dann ist endgültig Schlussverkauf. Und Frohe Weihnacht überall.

Es gab noch nie zuvor soviel Wissenschaft, soviel neue Entdeckungen und Errungenschaften, soviel Know How, Innovation und Wissen, aber leider haben wir es bis heute nicht schaffen wollen oder können, all das zu unser aller Wohl einzusetzen und in diesem Sinne für uns alle anzuwenden. Davon sind wir leider weiter entfernt denn je. Das Diktat des Profits einiger Weniger verhindert all das und trägt zu unnötig viel Zerstörung, Ausbeutung, Ungerechtigkeiten, Kriegen und Hungersnöten, einer Wegwerfgesellschaft auf der einen und einer hungernden, vollkommen verarmten Bevölkerung auf der anderen Seite bei

X-mas time

Passen wir auf uns auf, verwenden wir bitte unsere Masken, haltet Abstand, bleibt zu Hause, oder weit draussen in den Armen von Mutter Natur sooft es nur irgendwie geht, kümmert euch um die Ärmsten, helft euren Nächsten und seid für eure Liebsten da. Alles Liebste, AleX

#57 „Einsperren, Aussperren, Entsperren…..“

Dritter Advent, und es beschäftigt mich etwas Besonderes, sehr Spezielles dieser kurzen Tage, was sicher den meisten von uns zumindest irgendwie bekannt vorkommen mag. Der Drang, oder bei manchen gar der Zwang, sich zuerst ein- und damit auch in Folge vom Fluss des Lebens auszusperren. Ja, nicht nur das. Manche bis , gut möglich, viele von uns haben einen oder mehrere bis in das oft un- und unterbewusste kleinste Detail perfekt ausgeklügelten Plan der Eigen- und Selbstsabotage am Start. Oft Unbemerkt, äussert sich das gerne in verschiedensten Handlungs und Entscheidungsstrategien und Aussagen wie:

„ich ziehe sowieso immer die Arschkarte“ (ich kann nicht glauben, das das Leben es gut mit mir meint), „Man will mich sowieso nicht dabei haben“,(ich bleibe lieber allein, da kann (mir) wenistens nichts „passieren“), „der oder die hat oder die haben sowieso etwas gegen mich“(mein innerer Richter kennt alle meine Schwächen und Fehler), „was soll ich dort?“ (wer bin ich), „Nein danke, das braucht kein Mensch“(ich will nicht Mensch sein müssen), „was willst du oder wollen die denn immer von mir?“(meine noch so beschissene Komfortzone ist meine Sicherheit), „Interessiert mich sicher nicht“(nur ich weiss was interessant ist), „Darauf kann ich gerne verzichten“(ich fürchte mich vor neuen Erkenntnissen), „Na und?“,(mein Kerker bleibt geschlossen) „wozu soll das gut sein?“ (nur ich weiss was gut ist), „ich weiss selbst was gut für mich ist“(ich will die volle Kontrolle um jeden Preis behalten) „du hast mir gar nichts zu sagen“ (mein Leben geht Dich nichts an), „keine Zeit“ (Türen zu, heute geschlossen), „Und sonst hast du nichts zu tun?“(Der Sinn des Lebens ist das Tun) und vieles mehr.

Im Prinzip Angst vor Kontrollverlust oder die Illusion man wäre der alleinige Schöpfer, die alleinige Herrscherin und Gestalterin dessen, was wir „unser Leben“ nennen.

All das und noch viel mehr scheint mir dem Drang geschuldet, dass nur das selbst hart erarbeitete, das selbst, eigenständig geplante, dieses „mein“ von mir und durch mich allein geschaffene und kontrollierte Leben das einzig wahre und wichtigste ist, wobei ja noch immer nicht wirklich eindeutig und gänzlich geklärt ist, wem es denn wirklich „gehört“, nachdem es sich angeblich am jeweiligen Ende ja wieder irgendetwas oder irgendjemand zu holen scheint, oder ob es überhaupt jemandem gehören muss oder einfach nur gelebt werden will, das Leben, und damit meine ich nicht die Karriere oder die eigene Biographie und die damit einhergehende eigene Wichtigkeit.

Ich hatte die Freude und das Vergnügen mit meiner Liebsten und zwei ihrer Sohnemänner einen Museumsbesuch machen zu dürfen, in der Annahme, dort eine Ausstellung eines von mir sehr geschätzten Künstlers besuchen und erleben zu dürfen. Nach dem Erwerb der Eintrittskarten in das geniale Museum und einiger Überredungskunst den jungen Männern gegenüber, die eigentlich nur in das Naturhistorische Museum auf ein paar Dinosaurier Knochen vorbeischauen wollten und sonst gar nichts, meinte ich, sie sollten sich doch einfach mal entspannen und darauf einlassen, JETZT, wo wir alle schon mal da sind, als uns mitgeteilt wurde, dass die Ausstellung dieses Künstlers mit Ende Oktober vorbei war. Also gab es plötzlich die Herausforderung, meinem Motto folgend, uns alle auf etwas einlassen zu können, womit keine und keiner von uns vorher gerechnet hatte, was uns aber das Leben gerade als neues, unbekanntes Abenteuer und neue Entdeckung geschenkt hatte.

Nach intensivem Schmollen im Parterre und ein paar heftigen Diskussions- und Überredungsattacken der Jungmänner, die fest auf dem ihnen bereits bekannten „Naturhistorischen Museumsplan“ beharrten, zogen sie sich mit den Worten, dass das hier alles „ur fad“ und auch nicht für Kinder ist, in den hintersten Winkel auf 2 verwaiste Sofas zurück.

Ich versuchte es noch mal mit den Worten: „Schaut mal, das Leben ist unter anderem wie eine riesengrosse Speisekarte, auf der auch Wiener Schnitzel stehen, aber man muss die nicht immer essen, nur weil man noch nichts anderes probiert hat, von dem einem mit grosser Wahrscheinlichkeit auch etwas anderes, was man noch gar nicht kennt, schmecken und gefallen könnte. Ihr wollt jetzt gerade nur Wiener schnitzel – „das“ ist fad.“ All das liess sie allerdings relativ unbeeindruckt, nach dem ihr ältester Bruder gleich von Anfang an zu hause das Handtuch geworfen hatte, wie es in diesen, seinen early Teenagertagen, seine absolute Lieblingsbeschäftigung zu sein scheint: einsperren, aussperren und nur ja nicht entsperren.

Nachdem wir beide, meine Liebste und ich, uns den Exponaten in der oberen Etage gewidmet hatten, kamen die beiden jungen Naturhistoriker dann irgendwann daher geschlichen, mit den Worten, sie hätten JETZT Hunger. Und im Zuge dessen kamen sie sogar unbemerkt mit uns ein Stück des Weges auf den unerforschten Pfaden uns bis dato vollkommen unbekannter Kunstwerke einer uns bis dato vollkommen unbekannten, aber sehr spannenden Künstlerin. Beim Verlassen des Museums kamen sie augenblicklich, noch immer heftigst schmollend, mit sofortiger Wirkung auf die Dinosaurier Knochen zurück. Hatten sie noch immer Hunger? fragte ich mich. Ihre Mum tätigte einen Anruf bei den Knochen Verwaltern und nachdem dort gerade offensichtlich auch kein Riesenandrang war machten sie sich auf den weg dorthin. Ich fuhr nach Hause und kochte Spaghetti für alle.

Der jüngste, der in seinem früheren Leben ein grosser Philosoph oder zumindest ein sehr weiser Mönch gewesen sein muss, meinte dann: „Na bitte, jetzt hattet ihr euren Spass und jetzt kriegen wir den unseren“ worauf ich meinte, dass Spass mir bis zur Haut, besten Falls nur bis in den Suchtlappen meines Gehirns kommt, aber Freude bis tief in meine Seele und mein Herz, dass ich immer die grösste Freude habe, mir vorher Unbekanntes entdecken zu dürfen, mit mir Unbekannten zu sprechen oder mich auf vollkommen Unerwartetes einzulassen. Zeitgleich dämmerte es mir allerdings, dass dem nicht immer , zumindest schon länger eher nicht mehr so gewesen war, und dass es vor allem meiner Liebsten, meinem Vertrauen in ihre Fantasie und dem Leben gegenüber geschuldet ist, dass ich mich, besonders in den letzten gemeinsamen Jahren, wieder in der mir gewohnt mutigen Weise Unbekanntem und Unerforschtem gegenüber vorbehaltlos öffnen konnte. Ja, nicht nur das: dass ich es heute wirklich wieder in vollen Zügen schätzen und zugleich geniessen kann, den Rufen und Wegweisern des nicht von mir bis ins kleinste Detail geplante Lebens, knallhart und mit einer Leichtigkeit zugleich an den vermeintlich besseren Plänen vorbei, gerne Gehör und meine volle Aufmerksamkeit zu schenken und damit oft auf unvorstellbare Weise beschenkt, zumindest überrascht zu werden.

Foto © Sandra Mauerhofer

Ist das nicht mit ein wesentlicher Sinn des Lebens, sich jenseits der eigenen Kontrollsucht, Kreativität, Planungs- und Gestaltungswut, sich dem Unbekannten, das oft vollkommen unverblümt, ohne Genierer und ohne anzuklopfen durch die Vordertüre hereinspaziert kommt, sich genau dem, allein oder Hand in Hand mit der oder dem Liebsten, einem Team , einer Familie oder einer Gemeinschaft voll hinzugeben, to surrender, und sich von der Intuition, der inneren Ein – Gebung, dem Sog und dem Abenteuer Leben und seinen stillen Wegweisern leiten zu lassen, als sich permanent stur oder eben ängstlich mittels eigener, wesentlich wichtigerer und besserer Pläne den oft besten Plänen des Lebens sich entgegenstellen zu müssen oder zu verweigern. Die täglichen Chancen ungeöffnet im Müll der ungeahnten und nie wahrgenommenen Möglichkeiten zu ent – sorgen.

Mein Freund und brandneu entdeckter Soul Brother Joerg hat gestern ein wunderbares Interview von Ali Mahlodji mit dem genialen ZIB 2 Moderator Armin Wolf auf Instagram gepostet. https://youtu.be/xft8OWJtTVM

Das für mich mit Abstand Faszinierndste an diesem tollen Interview war neben dem unglaublich spannenden Lebensweg Armin Wolfs eine Entdeckung, die Ali Mahlodji glaubt in seinen zahlreichen interviews mit sehr berühmten und/oder erfolgreichen Menschen gemacht zu haben. Alle hatten seiner Beobachtung und Wahrnehmung nach etwas gemeinsam: jede und jeder hatte eine Person in seinem oder ihrem Leben, die bedingungslos an sie oder ihn geglaubt haben, und – jetzt kommt’s – alle hatten von ihren late Teenager Jahren bis etwa Mitte Dreissig zu den jeweiligen, oft atemberaubenden Einladungen und Überraschungen des Lebens immer, und ohne lange hin und her zu Überlegen, bedingungslos und intuitiv JA gesagt.

Und oft kam Ihnen erst nachher der Schock, sich mit der Aufgabe vollkommen überfordert zu fühlen, keine Ahnung davon zu haben, um was man sie gerade gebeten hatte zu tun oder hilf- und planlos, wie sie diese Challenge nur meistern könnten, aber da waren sie schon meistens tief und mitten drin und der Rück- oder Ausweg, das sich Ein – oder Aussperren keine Option mehr. weil sie sich vom Leben leiten liessen und sich deshalb schon, ohne lange Überlegungen, vollkommen „Entsperrt“ hatten. Wie schön ist das denn? Genau dort geht es lang, bitte, genau dort.

Dazu fällt mir noch eine kleine Geschichte ein. In meinen 8 Wanderjahren in den USA als junger Musiker und Produzent durfte ich einmal in den heiligen Hallen der Boston Symphony mit dem leider inzwischen verstorbenen Kontrabass Virtuosen Gary Peacock ein Konzert geben, nachdem wir Tage zuvor schon Aufnahmen in einem Studio unweit von Boston gemacht hatten.

Die für mich unter anderem nachhaltig in mir weiter schwingende , bis heute unvergessliche Geschichte, war jene, die er mir damals erzählt hatte. Einer seiner persönlich besten Freunde war wohl der berühmte Dirigent Seiji Ozawa. Und von ihm erzählte er folgende, von diesem getätigte Aussage: „Das absolut Wichtigste ist, dass man, unter dem Strich, am Ende eines jeden Tages, öfter JA als Nein gesagt hat. Dann weiss man, dass man richtig mitten im Leben ist und auf einer gesunden und positiven Energie und Frequenzwelle schwimmt und reitet“.

Und was könnte jetzt einer der wesentlichen, goldenen Entsperrungsschlüssel der oft von uns selbst geschickt und gefinkelt versperrten Türen, Tore und Fenster unserer user friendly und portablen Käfige sein? in der kleinen Welt meiner eigenen Wahrnehmung und Erkenntnis: ein bisschen mutig sollte man schon sein, und die Dankbarkeit. Warum? (Auch wenn warum keine göttliche Frage ist?) Weil sie uns voll in „das Hier und Jetzt Bewusstsein“ zu bringen vermag. Weil es dabei nicht darum geht, worauf man „wartet“, oder was man gerne hätte, oder wer man gerne wäre oder wo man lieber sein möchte, im nächsten Moment, nächste Woche, nächstes Jahr, dann…..

Sondern um das was ist, um das wofür man wirklich dankbar sein kann, JETZT! allem voran für die Gesundheit, für das Atmen der Lungen, dafür dass das Herz meinen Rhythmus schlägt und mein Blut durch die Venen und Arterien pumpt, für das Sehen, Erkennen, Verstehen, Schmecken, Fühlen, Hören, Tasten, Stehen, Laufen, Gehen, von den eigenen Beinen getragen werden können, mit Hilfe der Hände und dem heiligen Geist schaffen, be – greifen und kreieren können, Laufen, Sitzen, Liegen, Stehen, Gehen können, ein Dach über dem Kopf und einen einigermassen warmen Boden unter den Füssen zu haben, Kleider und Schuhe, Essen und Trinken, Strom, Gas, Wasser, Wärme, Telefon, Internet, Bücher, Musik, Bilder, die Natur und, und, und………

Wenn wir uns das täglich vor unsere Sinne führen, dann haben wir damit eine wundervolle Aufmerksamkeit für das Wertvolle, das JETZT ist, und nicht selbstverständlich unbedingt so „sein muss“, und damit sind wir automatisch hellwach und offen für die wegweisenden , oft stillen und leisen, manchmal lauten und grellen Zeichen dessen, was wir Leben nennen, dessen, was durch uns „Sein“ wollen darf, allerdings nur, wenn wir es schaffen, es zulassen zu können.

Alles Liebste

AleX

#56 „Die Welt ist nicht nur materiell“

Gespräch mit Anton Zeilinger
https://www.furche.at/wissen/anton-zeilinger-die-welt-ist-nicht-nur-materiell-4195608
Anton Zeilinger ist Österreichs populärster Quantenphysiker. Ein Gespräch über Forschungspolitik und Digitalisierung, den chinesischen Weg sowie die Beziehung von Religion und Wissenschaft.

„Es gibt keine einzige Erfindung der Menschheit, die nicht missbraucht wird – bis hin zu Philosophien oder Religionen. Das ist eben eine grundlegende Spannung, mit der wir leben müssen. Ich meine, dass Information weitaus öffentlicher sein sollte als sie heute ist. Aber das ist wohl eine naive Hoffnung.“

„Was die Digitalisierung betrifft, bin ich kein großer Optimist. Der Prozess ist zwar spannend, aber leider gibt es einen Pferdefuß: Die große Gefahr, vor der wir stehen, ist, dass die digitalen Systeme sehr anfällig sind: einerseits für Ausfälle, andererseits für Sabotage. Vieles deutet darauf hin, dass die wichtigen Infrastruktursysteme durch Sabotage bereits von außen abgedreht werden können. Österreich sollte diese Gefahr viel ernster nehmen.“

„Das kurzfristige Denken in der heutigen Forschungspolitik macht mir große Sorgen. Man müsste mehr Wert darauf legen, dass hochriskante Ideen gefördert werden, auch auf europäischer Ebene. Ich halte es für ein systemisches Problem, dass man bei jedem Forschungsprojekt einen Jahresplan angeben muss: Was mache ich, was kommt dabei heraus? Bei Grundlagenforschung ist das doch Unsinn!“

„Die Welt ist nicht nur materiell – es gibt mehr, als man in den Naturwissenschaften sehen und messen kann: Das war und ist eine wichtige Erfahrung meines Lebens.“

„Aber es ist schon fantastisch, dem Dalai Lama zuzuhören: Er ist einer der intelligentesten und zugleich warmherzigsten Menschen, die ich kenne. Spannend war die Diskussion, ob es so etwas wie Zufall geben kann. Es gibt zwar bereits Bücher, die Buddhismus und Quantenphysik verbinden. Doch die darin gezeigten Parallelen sind oft zu vordergründig. Denn in diesem Austausch geht es um eine der tiefsten Fragen, die man überhaupt stellen kann: Was kann über die Welt ausgesagt werden?“

„Ein Beobachter macht Aussagen über die Welt. Das Quantensystem ist dann die Darstellung dieser Aussagen, unseres Wissens. Natürlich ist es beeinflusst von den Fragen, die wir stellen. Ernst Mach, der berühmte österreichische Physiker und Naturphilosoph, hat betont, dass jede Aussage in der Wissenschaft eine Aussage über die Beziehung von beobachtbaren Größen sein muss. Es sind stets relative Bezüge, über die wir sprechen. Ähnliches sagt auch der Dalai Lama. Schon interessant, dass zwei so verschiedene geistige Traditionen, die sich gänzlich unabhängig entwickelt haben, zu ähnlichen Einsichten kommen.“

„Die Überzeugung, dass es etwas Trans­zendentes gibt, gibt mir nachhaltige Orientierung: Manche Menschen nennen das Gott, oder wie auch immer. Für mich ist das sogar mehr als eine Überzeugung, nämlich eine wichtige Erfahrung meines Lebens: dass die Welt nicht nur materiell ist. Diese Erfahrung habe ich inter­essanterweise schon immer gehabt. In meinem Leben gab es keinen Moment ohne Gott. Das heißt nicht, dass ich ununterbrochen in die Kirche gehe. Was ich meine ist, dass es etwas Metaphysisches gibt – mehr, als man in den Naturwissenschaften sehen und messen kann.“

Alles Liebste,

AleX

#55 „Wie ich lernte die Kälte zu lieben…..“

Seit Jahren fahre ich das ganze Jahr hindurch, egal ob es gerade mal Plus 32 Grad oder nur Minus 3 Grad hat, egal ob März, Mai, August oder Dezember, egal ob Lock Down Heavy oder Lock down Lite, mit meinem geliebten, sehr basic und simplen Puch Stadtradl von der Zieglergasse, mitten in Wien aus Richtung Norden in die Arme der Natur, entlang des wunderbaren Donau Stromes, vorbei an Klosterneuburg und einem seiner namens gebenden protzigen, katholischen Protz Klöster, einer von unglaublich vielen abartig viel zu monströsen niederösterreichischen Katholenburgen und Glaubensfestungen, meistens rauf bis Kritzendorf oder Greifenstein, manchmal bis Tulln oder noch ein Stück weiter, Richtung Krems.

Protzkloster Neuburg

Bei jeder Witterung, ob Regen, Nieseln, Hitze, Schneefall, Nebel – ausser bei Glatteis – ein Traum. Aus reiner Freude und Lust am „Sein“ und mich spüren dürfen in der Natur, ob geerdet, vom Winde verweht, im Feuer des höchsten Sommers oder im Wasser des Stromes – eins „Sein“ mit den Elementen, dem Atem, dem Herzen, den Farben , den Sounds, den Düften und Gerüchen und der Energie und Frequenz von Mutter Natur. eins „Sein“ und „werden“ mit den Elementen und der eigenen Essenz – das ist das, was übrig bleibt, wenn man den Verstand ruhigen Gewissens in der Zieglergasse, die Gefühle mit einer Leichtigkeit im Rucksack und die eigene Biografie und Wichtigkeit voll entspannt am nächsten Baum oder im Uferschilf oder am Treppelweg hängen, liegen oder bleiben lassen mag oder kann.

Strom

Es ist befreiend. Ich mache es vollkommen frei – willig, Willens – frei, nach Lust und Laune, ohne ein Muss, ohne mir oder sonst irgend jemandem etwas glauben beweisen zu müssen, mich selbst mit eingeschlossen.. Es ist mir inzwischen ein äusserst lieb gewordenes Bedürfnis, eine wirklich grosse Freude und eine wunderbare, begleitende Massnahme zur essentiellen Menschwerdung geworden bzw. ein Tool, ein Werkzeug, meine inneren und äusseren Grenzen langsam aber sicher immer weiter auszudehnen oder in brennheisser Luft und eiskaltem Wasser aufzulösen . Etwas , wovon ich mir vor Jahren – Genuss rauchend wie ein Schlot und absoluter Sport Muffel – nicht und nicht erklären konnte: wie das irgendjemand a) schaffen b) machen c) geniessen könnte. Unvorstellbar, unpackbar, schier Unmöglich, sowohl für mich als auch für mein gesamtes familiäres und befreundetes Umfeld. Alex radelt tatsächlich fast täglich, gemütlich zwar, und ohne 1% sportlichen Ehrgeiz, für ein paar Stunden mit seinem Puch Radl quer durch alle Jahreszeiten, und das inzwischen jahrelang.

mein Puch Radl ❤

Inzwischen mache ich ja nicht nur das, Nein: ich darf euch folgendes verraten: ich steige seit diesem Frühjahr täglich an meinem jeweiligen Reiseziel in den Strom, in die selten blaue aber immer überraschend saubere Donau, ausser bei Hochwasser, pudelnackert, bis jetzt, bis heute, bei gerade mal 2 Grad Lufttemperatur. Das Wasser hat sich heute auf jeden Fall etwas wärmer angefühlt als die Luft. ein Paradoxon. Ein Traum. Nicht nur eine Erfrischung ohnegleichen, und damit meine ich nicht nur eine körperliche Erfrischung, sondern auch eine geistige, emotionale und seelische. Ich habe damit angefangen und habe mich gewagt mit vorzunehmen, einfach nicht damit aufzuhören. Wer hätte das je gedacht, inklusive meiner selbst? Weit und breit Niemand.

weit und breit niemand

Ich will da jetzt mein Ego nicht bloss gross rumprotzen lassen, sondern meinem riesengrossen Erstaunen ehrlichen Ausdruck verleihen. Und zwar darüber, was mein ich mit mir alles machen und anzustellen vermag, was ich und jede und jeder von uns anscheinend alles zuzulassen in der Lage ist, was alles möglich ist und Realität werden kann, wenn man sich nur aus dem Kerker seiner eigenen und, so gut wie möglich, auch aller fremden Konditionierungen , Gedanken , Ängste, Sorgen und Zweifel zu befreien bzw. diese vollkommen loszulassen bereit ist. Das ist Freiheit, noch besser: Befreitheit.

Befreitheit

Und nichts davon „muss“ sein. Langsam, in kurzen Intervallen, kleinen Einheiten anfangen. Es ist KEIN Wettbewerb, mit Nichts und Niemandem. Auch nicht mit einem selbst. Man braucht niemandem, auch sich selbst, nichts beweisen. Es muss auch nicht immer so sein, manchmal reicht es die Zehen einzutauchen oder eben gar nicht. Who cares ? Niemand. Es gibt kein Ziel im gewohnten, herkömmlichen Sinn, sondern“das sogenannte Ziel“, die Herausforderung, die selbst gestellte Aufgabe wächst mit dem Sprengen der eigenen Grenzen ganz von selbst, still und leise, mit. Es bedarf keiner „Über – Windung“ weil es ein äusserst lieb gewordenes, an mein Herz gewachsenes „Unter – Fangen“ geworden ist.

still und leise

November, Dezember bis zur Wintersonnenwende am 21.12. war immer grosse persönliche Krisenzeit bei mir. Da war oder wurde ich sehr oft krank, fühlte mich müde und schwach, energie- und antriebslos, Sonnenhungrig, überdrüssig – am 22. 12. ging es dann auf der rein psychologischen Ebene wieder sofort besser, da ich da dann immer wusste, dass die Tage dann ohne Zweifel wieder langsam aber sicher länger werden. Dessen ist man sich zwar lange bis fast zum März hin nicht so sicher, aber spätestens Ende Februar merkt man dann ganz klar und deutlich, dass es wieder wesentlich früher hell, die Tage wieder länger und wärmer geworden sind und man schon fast wieder den Frühling riechen kann.

Frühling riechen…..

Jetzt liebe ich den bunten Herbst und sogar den kargen, grauen Winter rund um Wien, mit seinem oft tage – bis wochenlangen hohen und tiefen Nebel, ohne kaum einem einzigen Sonnenstrahl weit und breit. Ich liebe die feuchte Luft und auch die trockene Kälte, den manchmal beissenden, eiskalten Wind, und , seit heuer, ganz besonders, den oft sich wunderbarerweise etwas wärmer anfühlenden, grossen, ruhigen, stillen Strom, meine inzwischen bedingungslos und heiss geliebte, eiskalte Donau. Danke Leben. Ich liebe Dich und du liebst mich ❤

Passt auf euch auf, traut euch , traut euch was zu, sprengt eure Grenzen, lasst es zu, das wunderbare Leben, auch wenn es manchmal schwer zu fallen scheint….. man kann und darf tatsächlich Dinge ändern, man kann allerdings erst dann einen Käfig sprengen, wenn man sich bewusst ist, dass man sich in einem befindet. Oft sind es Käfige unserer Konditionierungen, unseres Verstandes, unserer Gedanken, unserer Gefühle, ein gefangen sein in Zeit, Vergangenheit und Zukunft. Das Leben bietet jeder und jedem täglich tausende Chancen und Möglichkeiten in unzähligen Auzgenblicken und Momenten, im Hier und JETZT. Alle sind wir auf einer Reise, die oder der zu werden, die oder der man eigentlich ist. Alles Liebste, AleX

Und hier noch einer der derzeit äusserst raren, höchst seltenen Konzerttipps mit der einzigartigen, zaubervollen Sängerin Maja Jaku, dem Pianisten Martin Reiter, Dusan Simovics am Bass and yours truly am Schlagzeug. On Line. am 19.12. Live! aus dem Wiener Porgy & Bess. B There: https://www.porgy.at/events/10206/

#54 „Geschenkt – der volle Wert des Nicht – Kaufbaren…“

„Koste es was es wolle“

„einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“

„Was nichts kostet, ist nichts wert“

„Das kannst du gar nicht kaufen“

„Zeit ist Geld“

…..kannst du nicht kaufen

„Geld ist auch nicht alles“

„das kann sich ja keiner leisten“

„weniger ist mehr“

„Wer zahlt, schafft an“

„Soviel Kohle, und trotzdem unglücklich?“

Freude

„Brutto National Glück“

„so a billiger Schas“

„wo gibt’s das zu kaufen?“

„Geld alleine macht nicht glücklich“

„geteiltes Glück ist doppeltes Glück“

kleiner Mann, grosse Freude

„den haben sie sich offensichtlich gekauft“

„ich bin nicht kaufbar“

„Shopping Paradies“

„alles kann man eben nicht kaufen!“

alles kann man nicht…..

Was wollen alle, was man aber in Wahrheit nicht kaufen kann, weil es schlicht und einfach nirgendwo zu kaufen ist? „glücklich sein“, das wollen wir alle.

happiness 😉

Ja sicher, man kann sich zwar alle möglichen weisen Ratgeber in Buchform oder in Form von Online Kursen kaufen oder sein Geld in diverse Glück und jede Menge Kohle versprechende Workshops und Seminare investieren, die teuersten Coaches und besten persönlichen Trainer und Berater, ja: auch mich 😉 für teures Geld anheuern , was sich ja auch oft in ein ausgewachsenes Suchtverhalten entwickeln kann, die Sucht nach Erfolgsversprechen, nach Gurus, nach Formeln, Systemen, Konzepten, Lösungen… aber „Glücks Garantie“ ist all das nicht unbedingt bis kaum bis sehr wahrscheinlich gar nicht bis keine.

Ein sehr lieber, mir schon länger ans Herz gewachsener Bekannter von mir hat folgendes so trefflich formuliert: Wir werden alle am Laufen gehalten, um das Wirtschaftswachstum fortzutreiben, eine virtuelle Vorgabe, deren Unsinn jedem klar ist, der darüber nachdenkt. Viele der schönsten Dinge auf dieser Welt kosten gar nichts, man muss sie nur entdecken (wollen) … davon versucht uns die Politik und Economy aber mit allen Tricks abzuhalten.

…..man muss sie nur ent – decken (wollen)

Soviel tiefe Wahrheit in ein paar schlichten Sätzen. Ja, dem scheint tatsächlich, ohne 1% Zweifel, so zu sein. Die Wirtschaft, zumindest die Art und Weise des Wirtschaftens, wie das noch aus dem letzten Jahrhundert nach wie vor so, jedem besseren Wissen und gesünderer Konzepte zum trotz, grossteils immer noch vorangepeitscht wird, obwohl sie auf diese weise wissentlich nicht nur gegen die Wand fährt schon in grossen Teilen bereits an dieser klebt, und ihr Partner, die Politik bzw. auch wie diese aus dem letzten Jahrhundert kommend nach wie vor stur glaubt, so so weiterbetrieben werden zu müssen, sind in ihrer antiquierten und zugleich leider aktuellen Ausprägung nicht daran interessiert, dass wir auch nur in irgendeiner Weise glücklich sein , geschweige denn, bleiben könnten. Der von mir immer wieder gerne zitierte Satz des deutschen Hirnforschers Prof. Gerald Hüther trifft den Nagel auf den Kopf: „Wer glücklich ist, kauft nicht“ – das ist das Programm des Konsums, die Basis jeder Programmierung aller potentiellen Konsumenten.

Wir „müssen“ alle unglücklich sein, damit wir immer und jederzeit bereit sind, ein meist extrem kurzfristiges Glücksgefühl, nachdem ja jede Menge ähnlicher Emotionen und Sehnsüchte durch gewieftes Marketing seit langem an die verschiedensten Produkte gebunden und unzertrennbar mit ihnen verwoben sind, mit diesem oder jenem Einkauf möglichst oft zu erzielen, um unsere innere Leere, oder besser gesagt, den Krater unseres innersten, tiefsten Glücksdefizits mit Gekauften sooft wie möglich immer und immer wieder zu stopfen. Dieser Krater bleibt aber meistens gähnend leer, von Glück weit und breit keine Spur.

empty bags

Nun, was kann man nicht kaufen, hat aber hohes Glückspotential oder beinhaltet eben diese eine Chance, uns zu glücklicheren Menschen zu machen. Oft hört man ja, und ich teile zugegeben diese Wahrnehmung, dass dem „glücklich sein“ eine bewusste Ent – Scheidung vorangegangen sei. Nur, welche Entscheidung könnte das denn sein?

Sich selbst oder jemandem „Zeit schenken“ , im Sinne von „wirklich zu 100% für sich oder jemanden da, also voll präsent zu sein“ kann schon auf eine gewisse Art zu einem glücklicher sein beitragen. Aber nur, wenn man voll und ganz da ist und nicht mehr in der Zeitschiene gefangen ist. Also schenkt man sich und der oder dem oder den Beschenkten dann wohl eher Präsenz und volle Zuwendung und Aufmerksamkeit als Zeit, weil in einem solchen Zustand die Zeit sich ja sehr oft aufzulösen imstande ist bzw. sich ihrer eigenen Illusion bewusst wird.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist dsc_03411.jpg.
…..wenn sich Zeit in ihre eigene Illusion auflöst

Wie bei so gut wie allem, was man in und aus Liebe tut. Nicht weil man soll, oder müsste, oder könnte, obwohl man in Wahrheit gedanklich schon beim nächst besten Moment ist. Ein bedingungsloses JA zum Hier und Jetzt kann das. Die Natur kann das. Musik, ein gutes Buch, eine wunderbare Ausstellung, ein genialer Film, ein grandioses Theaterstück, eine traumhafte, richtig gute Geschichte, Bergsteigen, ein ruhig vor sich hin liegender Bergsee, eine innige Umarmung, ein Duftcocktail von feuchtem Moos, frischen Heidelbeeren und Schwammerln, Segeln, Wandern, ein tief in die Seele hinabtauchender Augen Blick, ein Sonnenuntergang in den Bergen oder am Meer, Gesundheit, der Sternenhimmel, Dankbarkeit, Lachen unter Tränen, Kinderstimmen und -lachen, Stille und Denkpausen, die Pausen zwischen den uns die meiste Zeit in Vollbeschäftigung haltenden Gedanken, können das.

Liebe ❤

Laut dem Weisen Mooji ( empfehle dazu folgenden Blog #48 von mir https://pimpmyband.live/2020/12/01/48-morning-prayer-morgen-meditation/ ) findet man die source , die Wurzel und die Basis für jedes „glücklich sein“ allein, ganz schlicht und einfach durch das Experiment der Selbstevaluierung und Selbsterforschung.

Indem man sich einmal einen wesentlichen Moment lang darauf einlässt, die durch Konditionierungen aller Art und unsere Geschichten und die Interpretationen des Erlebten geformte Persönlichkeit, mit der wir uns unzertrennbar verbunden fühlen, nur einen Moment mal für dieses wertvolle Experiment links liegen zu lassen, unsere von der jeweiligen Stimmung abhängigen Erinnerungen , die sich auch permanent mit unseren Gefühlen ändern einfach mal sein zu lassen, einmal bitte kurz auf das Denken und die Vollbeschäftigung durch unseren Verstand dankenswerter Weise , wenn auch nur kurz, zu verzichten um einfach mal zu schauen, wer da dann noch übrig bleibt, ob da dann noch jemand übrig bleibt, und wer oder was dieses „etwas“ jetzt und dann und überhaupt ist….. Danach könnt ihr eure Persönlichkeit, euren Verstand, eure Geschichten, eure Erlebnisse, eure Gefühle und Gedanken wieder auspacken und , sehr gut möglich, wesentlich glücklicher sein als ihr es je geglaubt habt sein zu können und zu dürfen 😉

Alles Liebste, nehmt euch Zeit füreinander, redet mit euren Liebsten und hört Ihnen wirklich zu, seid für sie da und fürchtet euch nicht, passt auf euch auf, alles wird gut, AleX

#53 „Wider besseren Wissens…“

Was hält uns immer wieder gnadenlos zurück und mehr oder weniger gefangen im eigenen Status Quo , schmoren im eigenen Saft entgegen aller gemachten Erfahrungen, bescherten Ein- und Aussichten, getätigten Über – Legungen, hochgehaltener Über – Zeugungen, jenseits jedes Verstehens und Erkennens ??? Was ist diese Kraft und wo liegt da ihre Macht oder wesentlich besser formuliert: die dem innewohnende, zu Grunde liegende Ohn – Macht der wissentlich und oft zu grossen Teilen durchaus bewusst akzeptierten, oft ohne Widerruf und Widerspruch gestatteten, allem Wissen und aller Erkenntnis trotzenden, äusserst hartnäckigen Ignoranz ?!?

auf der Spur….

Wir kennen das sicher alle, ausnahmslos – und die theoretische Zeitform und ihre dazugehörige grammatikalische Ausrichtung liegt seit eh und je im allseits beliebten Konjunktiv, der, wie ich immer wieder zu sagen pflege, sicher nicht unser aller Freund und Helfer ist. Aber ein wahrhaft vorzügliches und gleichermassen fast perfektes, zumeist als sehr begehrte und extrem populäre Ausrede und erste Anlaufstelle der gedanklichen Marketingabteilung einer zum beliebten Versteck umfunktionierten Hochsicherheitszone zum Schutze vor etwaigen nackten, trivialen und dagegen zumeist wehrlosen Erkenntnissen.

Lichter Schwan

Wer oder was reitet uns da eigentlich? Wir wissen, wir sollten, wir vermuten, wir könnten, wir glauben wir dürften, wir ahnen wir müssten eigentlich dies oder das tun, sein oder bleiben lassen oder uns zumindest nicht über Gebühr aufpudeln, geschweige denn : ein – mischen. Ist es nicht wie die tägliche Dosis eines handfesten Ignoranz Junkies und seines bitter süssen Giftes, von dem wir alle viel zu gut wissen, dass es uns weder gut tut noch wohl bekommt, welches aber allem Wissen, aller Erkenntnis und Erfahrung und allen Überlegungen und Einsichten zum trotze nichts desto trotz un – bedingt, wenn auch mit reichlich Zweifel, jeweils im anscheinend gebührenfreien Bordgepäck konsumiert , inhaliert oder eingenommen werden muss? Oder ist es wirklich nur der hinlänglich bekannte innere Schweinehund, und wenn ja, wie heisst er oder sie denn eigentlich, damit ich sie oder ihn das nächste mal bei Namen nennen kann, wenn ich sie oder ihn brauche?

Schnee von Gestern

Doch der Preis des Handelns oder eben des Nicht Handelns, egal – beides 2 Seiten der ein und selben Medaille – oder des, in Anbetracht einer nach Taten schreienden Herausforderung in Untätigkeit Verharrens oder zumindest Ver – Zögerns, der oft kunst- und fantasievoll gestalteten Ausrede wird meistens nicht gleich bezahlt werden müssen, kann oft auf die ohnedies schon ziemlich lange Bank weiter geschoben werden oder wie ein Berg ungeöffneter Briefe oder Rechnungen, zumindest vorläufig, relativ erfolgreich ignoriert werden.

die Gezeiten

Bis: ja, bis der Exekutor frühmorgens unmissverständlich und laut an die Türe klopft, bis der Laborbefund beweist, dass, wie vermutet und eigentlich schon lange intuitiv „gewusst“ , Gröberes schon länger dringend unsere ungeteilte Aufmerksamkeit oder eben ärztliche Hilfe oder zumindest fachlichen Rat und Expertise braucht, bis der Mist inzwischen wirklich schon zum Himmel stinkt oder die vormals schmucke Behausung im Dreck versinkt, bis klar ist, dass die Reifen in Anbetracht von einem halben Meter Schnee eigentlich schon dringend vor Langem gewechselt hätten werden müssen, bis der schon mehrmals anvisierte Termin nun endgültig mangels immer schlechterer Ausreden nicht mehr zu verschieben gewesen sein wird und der immer wieder ins Auge gefasste Zug endgültig abgefahren ist, bis einem dämmert, dass gegen dies und für das endlich etwas getan werden sollte, da uns einschliesslich unserem „schlechten Gewissen“ die Konsequenz unserer sturen Passivität und Untätigkeit inzwischen schon mindestens fünf mal überrundet und überholt hat. Genau so wie seine Zwillingsschwester, dem Drang zu glauben, permanent etwas „Tun“ zu müssen, egal was, hauptsächlich „Tun“

Kaffeesud Lesen

Ich habe Bekannte, auch durchaus sehr gute Freunde, die ihre ganze in reichlichem Ausmass vorhandene Intelligenz ausschliesslich dafür missbrauchen, um sich für jede sich noch so um eine Lösung schreiende Situation eine sich jeweils anbietende, unfassbar geniale, intellektuell fein ziselierte und sorgfältig begründete sowie fantasievolle bis jeder und jedem nachvollziehbare Ausrede zurechtzuzimmern. Was für eine Vergeudung von Energie, Kreativität und genialem Talent.

Kälte

Sind das wirklich nur die vielbemühten und oft zitierten, ungesunden Denk- und lange erprobten und über lange Hand perfektionierten Verhaltensmuster? Konditionierungen? sei es durch persönliche Interpretationen der eigenen Geschichte, des persönlich Erlebten? tief liegende, nie aufgearbeitete Traumen, Verletzungen oder Erniedrigungen, seelische Misshandlungen in Form gedanklicher oder spiritueller Injektionen diverser Schuld- und Ohnmachtsgefühle? Oder die Summe all dessen? Was ist es, das uns zurückhalten, zögern, verschieben, verleugnen, ignorieren, den Kopf in den Sand am Meer stecken lässt?

die brennende Nessel

Ist es möglicherweise doch das Gefängnis unseres so verdammt wichtigen , scheinbar alles er- aber doch nicht gänzlich zu fassenden Verstandes? unser gefangen sein in einer kausalen Parallelwelt oder einer intellektuellen Scheinwelt die glaubt, tatsächlich alles er- und begründen zu können, die für alles mindestens ein Konzept, ein Gesetz, eine Regel und ein System zu haben glaubt? Der grosse Richter im Ohr, die permanent alles und jeden, einschliesslich das eigene Selbst be- und verurteilende Stimme im Kopf? oder ein permanent nach Dramen, Problemen und deren Lösungen, Be- und Verurteilungen, Gerüchten, Evaluierungen und Anschuldigungen süchtiges Ego?

Laub ohne Frosch

Irgendetwas lähmt da mitunter heftigst unsere Handlungsfreiheit, jederzeit aus freien Stücken tun, es bleiben lassen oder handeln zu können, generell: es behindert unsere innere und äussere Freiheit, die freie Potentialentfaltung unseres Glücks. Es könnte, sehr gut möglich, an einem weiteren groben Míssverständnis in unserer Eigenwahrnehmung, im Unvermögen einer Erkenntnis und der unglücklichen Definition unseres ich, unseres Selbst liegen bzw. bis dato fast unbemerkt und unbeachtet liegen geblieben sein, weil leise aber doch omnipräsent, leer und still in der tiefen Essenz unseres Bewusstseins immer und ewig wohnend durch ein permanentes Gedankenschnellfeuer und Emotionsgewitter überdeckt, ignoriert und missachtet…. Das tiefere, von all dem Obeflächendonner des Verstandes und der Emotionen unberührte Bewusst – Sein, Präsenz, ungeteilte Aufmerksamkeit, Achtsamkeit im Hier und Jetzt – „es“ – wie hinter einem Bühnenvorhang seit Ewigkeiten still und ruhig, ohne zu be- und verurteilen beobachtend schlicht und einfach wahr – nehmend , ohne Agenda, ohne Angst, ohne 1% Zweifel – „das, was ist“

Club ohne Musik, ohne Musiker und ohne Publikum

Maria Empfängnis, whatever that means, alles Liebste, AleX

verleiht Flügel

#52 „2.Advent & der Tag danach…“

Worum geht es? Worum könnte es besonders im Advent gehen? sich auf Stille ein- und sie wirklich zuzulassen? oder zu glauben, die Zeit des Konsumfastens nicht anders als mit Warten totschlagen zu können oder müssen, bis man endlich wieder Kaufen, Shoppen, sogenannte als Schnäppchen getarnte Beute jagen darf und die Konsumschonzeit endlich wieder vorbei ist.? zu einer inneren Ruhe finden? Oder ruhelos umherirren auf der steten Suche wonach eigentlich? Der Hektik und dem meistens selbst produzierten Stress des Alltags und des Verstandes zu entfliehen oder besser, sich dem entziehen zu dürfen? Oder rennen wir, zumindest unsere Egos, in Wahrheit permanent vor unserem Selbst weg, stetig und konsequent auf der Flucht? Unbewusst. Vor unseren tatsächlichen Chancen und Geschenken des Lebens, welche sich in jedem Augenblick offenbaren, solange man bereit ist, ihn bewusst wahr- und anzunehmen?

Die Magie des Augenblicks

Einen, zwei, drei Gänge runterschalten, einmal stehen bleiben, innehalten, schauen und sehen „was ist“ oder „sein will“ bevor wir wieder mit Vollgas in den vereinnahmenden Trubel der Anonymität eintauchen? Einkehr statt Ausflucht? Inne halten statt Zu – greifen. Einfach sein dürfen statt immer die oder der Schnellste glauben sein zu müssen? Ruhe geben und sich zur Abwechslung einmal von den Wellen des Lebens tragen lassen anstatt unbedingt so schnell wie möglich dies oder das bekommen, dies oder jenes er – reichen zu müssen oder augenblicklich haben wollen? bis zur Besinnungslosigkeit Kaufen was das Zeug, die Geldbörse oder der nächst beste Super Sale hält, anstatt einer Be – sinnung auf das Wesen-tliche? Und was soll das denn bitte jetzt eigentlich sein? Das Wesentliche? Wesentlich wofür? oder für wen? oder wozu?

Wunder – Foto II © Sandra Mauerhofer

Geht es zu Weihnachten , der stillen Zeit und angeblich hochheiligen Nacht, um Nähe, einer Bewusstwerdung, dass wir alle miteinander durch unsere Familien, Freunde, Gemeinschaften, durch unser Mensch sein miteinander verbunden sind? oder ausschliesslich nur um Geschenke, Geschenke, Geschenke? gekaufte? erwartete? darauf gepochte? als Schnäppchen erstandene? unbedingt „haben“ gemusste? selbst gemachte? liebevoll gedachte? ein- oder ausgepackte? achtlos weggeworfene und täglich unentdeckte?

oder wobei, wodurch, womit, mit welcher Einsicht und Erkenntnis könnte es uns allen eigentlich wesentlich besser gehen? Sind wir alle wirklich schon vollkommen ver – rückt? Eine auf „Kaufen, jetzt dürft ihr endlich wieder Kaufen, Kaufen“ Zurufe durch den Handel, die Wirtschaft und ihre politischen Hampelmännlein sofort in Aufruhr geratene, wild blökende Herde von unglücklichen, getriebenen Schafen? wer glücklich ist, kauft nicht, meint der Gehirnforscher Prof. Gerald Hüther und wie vollkommen recht er leider hat.

Stille

Wir laufen, hetzen, rennen, rasen, tun, machen, checken, hasten und wissen schon lange nicht mehr warum und wohin, aber Hauptsache wir sind schneller dort. Wir lassen uns treiben, manipulieren, eigentlich zwingen als wäre das alles eine Erfüllung umso schneller, umso besser – wir alle, rand voll mit einem grossen, grossteils sinn- und wertlosen NICHTS.

Wald

Ich sag wie’s ist: diese ganze Shopping Mall, Einkaufszentren, Einkaufsstrassen Shopping, Sales, Schnäppchenjäger, stumpfe Gierschlund und Raffke Gier, Hast und kaufgeile Energie pack ich schlicht und einfach nicht mehr und macht mich inzwischen richtig aggressiv und wütend. Bin halt ein steirisches Landei, das seine Kükenzeit in der Natur, grossteils im Wald verbracht hat und kein Stadt Kind oder supercooler City Cowboy, obwohl ich bis heute Jahrzehnte lang und die meiste Zeit sehr gerne , grossteils berufsbedingt, in wirklich tollen Städten gelebt habe und sein durfte.

Diese Stadtmenschenzeit scheint ganz klar und ohne 1 % Zweifel vorbei zu sein. Auf Besuch gerne – hier weiterhin Leben? Nein Danke. Spätestens jetzt hat mein ganzes Selbst anscheinend diese Stadtgeschichten endgültig satt. Die Dichte der kaufgeilen, egomanischen Mitmenschen, all der in einem steten, oft fiktiven Wettbewerb stehenden Top Checker Bunnies samt der Ihnen oft sehr eigenen Energie ist mir hier schlicht und einfach, von Tag zu Tag und besonders JETZT, in dieser wirklich äusserst sonderbaren Zeit, viel zu gross, überwältigend hoch.

Foto © Sandra Mauerhofer

Und an – statt uns dieser wundervollen inneren Leere und langen Weile gewahr zu werden, stopfen wir sie und damit uns, unsere Körper . unsere Herzen und Seelen voll mit Junk Food, Junk Denke, Junk Gefühlen, Junk Sound, Junk Konzepten und Junk Ramsch jeder Art. Aber all das lässt uns natürlich in keinster Weise erfüllt, inspiriert oder motiviert zurück, und wenn, dann nur Kurz – fristigst bis zum „nächst Besten“ Junk.

So sind wir eigentlich nur bis zum äussersten Rand voll, seelisch, geistig und spirituell angefressen und vollgesoffen, vom Dauerkonsum betäubt, vollkommen übersättigt, ausgestopft und zugepfropft. Vollkommen hermetisch abgeschirmt gegenüber den wahren Geschenken und Rufen des Lebens braten viel zu viele von uns im Saft unseres individuell massgeschneiderten Unglücks in unseren Komfortzonen vor uns hin und sonst wenig bis gar nichts.

Und nur um das ganz klipp und klar zu stellen: ich habe absolut gar nichts gegen runde, wohlgenährte Menschen. Das Ganze ist im übertragenen Sinne gemeint, empfunden und gedacht. Wie jemand aussieht hat damit absolut nichts zu tun, sondern wie es „in“ vielen von uns aussehen mag. Mit unserem Bewusstsein, wie und ob man sich überhaupt noch spürt oder aus sich rauszusehen und in sich reinzuschauen bereit und imstande ist. Ob es da noch die eine oder andere, nicht mit Junk aller Art vollkommen gefüllte Ritze gibt, durch die man überhaupt noch etwas erkennen will und sehen kann.

Foto © Sandra Mauerhofer

Wo treibt man uns, diese verirrte, zu grossen Teilen ferngesteuerte Herde denn nur hin bzw. wohin lassen wir uns von wem denn gerne treiben oder wohin wollen wir um jeden Preis auf wessen denn Kosten getrieben werden? Was oder wo ist das Ziel? und wenn JA, wem gehört es, das Ziel?

Ich durfte gestern, am 2.Advent, einen wundervollen Nachmittagsspaziergang voller Wunder zusammen mit meiner Liebsten, einer relativ neuen und ein paar brandneuen Freunden erleben. Instant, augenblickliche soulsisters & soulbrothers, ohne vieler oder grosser Worte, eher in Ruhe, in der Stille, in und mit der Natur, ohne Umarmungen aber in wohliger, menschlicher Herzensnähe, ohne Händeschütteln aber in grosser Seelennähe und Wahrhaftigkeit, Mitgefühl und Empathie , Zuhören dürfen und dankbar sein. Nähe ohne auf Tuchfühlung gehen zu müssen, inspirierend und zutiefst berührend. Was für wunderbare Geschichten, was für wunderbarste Geschenke. Welch wunderbare Menschen. Danke – ihr wisst alle wer ihr seid. Danke euch. Danke Leben.

Wald Zauber

Hier noch ein wunderbares Gedicht welches mir mein lieber Freund Moreau erst kürzlich geschickt hat. Danke Dir dafür

Werner Bergengruen
(1892-1964)
GEWALT DER STILLE

Wir sind so sehr verraten,
von jedem Trost entblößt,
in all den wirren Taten
ist nichts, das uns erlöst.

Wir sind des Fingerzeigens,
der plumpen Worte satt,
wir woll’n den Klang des Schweigens,
das uns erschaffen hat.

Gewalt und Gier und Wille
der Lärmenden zerschellt.
O komm, Gewalt der Stille,
und wandle du die Welt.

…..

Alles Liebste, kümmert euch um eure Liebsten, zeigt Ihnen, dass ihr für sie da seid und passt auf euch auf, AleX

#51 Start Up : Lock Down – 0:1

Mein lieber gscheiter Freund Wikipedia meint zum Thema Startup folgendes zu wissen: Nicht jedes neu gegründete Unternehmen wird als Startup bezeichnet. Zum Beispiel starten Handwerks­betriebe wie Tischler und Friseure oder Freiberufler wie Architekten und Rechtsanwälte im Regelfall weder mit einer innovativen Geschäftsidee noch haben sie das vorrangige Ziel, schnell zu wachsen. Sie bedienen einen existierenden und bewährten Markt und gelten häufig als Existenzgründer.

Obwohl als Startup im Prinzip Unternehmen aller Branchen bezeichnet werden können, welche die Kriterien Innovation und Skalierbarkeit erfüllen ( unter Skalierbarkeit versteht man die Fähigkeit eines Systems, Netzwerks oder Prozesses zur Größenveränderung. Meist wird dabei die Fähigkeit des Systems zum Wachstum bezeichnet.), sind in der Praxis die meisten Startups im Technologie- und Internetsektor tätig. Typische Branchen sind der Elektronische HandelAnwendungssoftwareFinanztechnologieBiotechnologieNanotechnologieneue FertigungsverfahrenIndustrie 4.0 oder Luft- und Raumfahrttechnik.

Oft haben die Gründer und Investoren eines Startups die Absicht, das Unternehmen nach wenigen Jahren auf dem freien Markt anzubieten, entweder einem etablierten Unternehmen durch Beteiligung oder Übernahme, oder vielen Aktionären durch einen Börsengang. Häufig soll dadurch die Tragfähigkeit bzw. das Potenzial des Unternehmens dargestellt werden oder neue Ideen verwirklicht werden. Eine fruchtbare Gründerszene entsteht demzufolge häufig durch die Dynamik von Talenten und Finanzmitteln, die durch Verkäufe und regionale Netzwerke mit wachsendem Know-how angeregt wird.[4] .

Kurz: Elektronische, digitalisierte, zumeist sehr heisse Luft, die in Wahrheit kaum jemand, weder zum Atmen noch tatsächlich für ein glücklicheres Leben dieser und der nachfolgenden Generationen braucht, deren künstliche Bedarfserzeugung und Nachfrage aber mittels kräftigem Marketing möglichst schnell generiert, ausgebaut und idealer Weise beliebig vergrössert werden kann, um das zugrunde liegende System dann möglichst schnell und gewinnbringend an die Meistbietenden zu verhökern, oder gleich an die Börse zu bringen, um dadurch noch grösser werdende Profite für einige wenige erzielen zu können.

Luft & Liebe

Beinhaltet eigentlich so gut wie fast alles, was heute keiner mehr braucht bzw. brauchen dürfen sollte. Wie viele Lockdowns und Pandemien werden wir allerdings noch brauchen müssen, um endlich bereit zu sein, auf der Höhe unseres besseren Wissens und unserer täglich neu gewonnenen Erkenntnisse weiterzumachen, und zwar eben genau NICHT wie bisher.

Börsen braucht heute wahrlich kein Mensch mehr, genau so wenig Aktiengesellschaften, Aktionäre und Spekulanten, zumindest nicht der überwiegend und mit Abstand grösste Teil der Menschheit. Absurde Gewinnmaximierungen einiger weniger auf Kosten von Umwelt, Natur, Lebens- und Überlebensqualität von uns allen genau so wenig bis, NEIN Danke, gar nicht. Schnelles Wachstum, vor allem schnelles Wachstum wovon? kann man im Vergleich zu Nachhaltigkeit und verantwortungsvollem Wirtschaften vollkommen vergessen, braucht ebenso niemand. Das Brutto Nationalprodukt oder die diversen Börsenkurse als Gradmesser für das Wohl der Menschen müssen ausgedient haben dürfen und tragen weder zum Wohle der meisten Menschen noch zu einem glücklicheren Leben wenig bis gar nichts bei. Schnell ist nur schnell und sonst gar nichts.

Das Neue und das Alte

Alles, JA! buchstäblich alles muss dringend neu definiert, gründlich und konsequent erarbeitet, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, den besten Kräften und den nicht nur schlauesten sondern auch weisesten Köpfen versucht, frischen Mutes erprobt und auf vollkommen neuen gedanklichen und wesentlich gesünderen Pfaden auf vollkommen neue, nachhaltige und dem Gemeinwohl dienende Weise umgesetzt, verändert, neu gedacht und in den Dienst einer friedvollen, gesunden und konstruktiven Gemeinschaft gestellt werden.

Conscious Sheep – Awoken from the Lies

Einer Gemeinschaft jenseits von Turbo Kapitalismus um, „koste was es wolle“, jeden Preis jenseits jeder Ethik, Verantwortung, Weitsicht, Nachhaltigkeit und Moral, jenseits jeder Effizienz basierten Optimierungskrankheit und jedes noch so sinnlosen Wettbewerbswahns, weil es im Moment für uns alle ungleich mehr zu verlieren gibt als es je zu gewinnen gab.: Arbeit, Wirtschaft, Profit, Gesellschaft, Einkommen, Auskommen, Handel, Industrie, Freizeit, Würde, Glück, Gemeinschaft, Gesundheit, soziale Sicherheit, Gleichberechtigung, Güte, Wahrhaftigkeit, Unter – nehmen, Firmen, Teamarbeit und vieles , vieles mehr muss neu gedacht und gestaltet werden. Und bei all dem mangelt es weder an innovativen Ideen, noch an vielversprechenden Konzepten im Sinne eines Gemeinwohls, bereits gelebten, erprobten, erfolgreich praktizierten Modellen und dem dazu notwendigen Know How.

Foto © Gabriele Krieberneg

Solange uns viele unserer lieb und für viele inzwischen unverzichtbar gewordenen Apps oft über weite Teile eher entmündigen, indem sie uns unter dem Vorwand zu helfen zwingen, oft überlebensnotwendige skills und Fähigkeiten zugunsten einer „innovativen Geschäftsidee“ einiger weniger zu verlernen oder zu vergessen, solange Erfolg in der Geschwindigkeit des Erreichens eines maximalen finanziellen Gewinns einiger weniger auf Kosten der Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen und von uns allen einhergeht, solange wir bereit sind, uns von den Bedürfnissen, der Gier und den Befindlichkeiten unserer inneren (Egos) und unserer äusseren Blender (Politiker, Marketing, Werbung, Industrien & Konzerne) auf unsere Kosten geduldig und scheinbar ohnmächtig auf der Nase herumtanzen lassen, solange sich die wenigsten von uns ein Leben in Frieden und Würde leisten können, solange täglich in mitten einer Wegwerfgesellschaft und einer Welt des Überflusses tausende Kinder verhungern oder ohne reines Trinkwasser dahinvegetieren müssen, solange wir uns bereitwillig, Gedanken- und Bewusstseins – los weiterhin zu Konsumenten und hörigen Systemdienern ausbilden lassen, solange haben wir täglich weniger Raum, Möglichkeiten, Mut, Wille, Erkenntnis und Zeit, all das und vieles mehr im Ärgsten liegende ein für allemal zu verändern. Diese App wurde noch nicht geschaffen und wird auch nicht geschaffen werden. deshalb braucht es JETZT uns, real people in a real world.

Bis es endlich „soweit so gut“ sein wird werden wir wohl lernen „müssen“, weil wir entweder schon nicht mehr lernen „können“ oder eben nicht lernen „wollen, werden wir erkennen „müssen“ weil wir nicht bereit sein wollen zu „sehen“, werden viel zu viele von uns leiden müssen weil viel zu viele von uns immer noch nicht wissen wollen, was zu ändern ist, obwohl die meisten von uns sich dessen sehr wohl bewusst sind. Aber ändern müssen sich anscheinend immer nur „die anderen“, aber auf keinen Fall man selbst. Ohne Einsicht und Verzicht werden wir nichts gewinnen, sondern alle alles verlieren. Genau das zeigt und wird uns jeder zukünftige Lock Down und jede weitere Pandemie zeigen müssen, die keine gesellschaftlichen Grenzen, kein gut und böse, kein richtig und falsch kennt, die jede und jeden betrifft und treffen kann.

Bis wir zu erkennen und all das zu sehen bereit sind, bis jede und jeder die eigene Verantwortung dafür zu übernehmen und zu tragen bereit ist, anstatt diese bis auf Weiteres an die anderen, an andere oder an die sogenannten Verantwortlichen zu delegieren , die zumeist sehr verantwortungslos agieren, nur weil man selbst nicht bereit ist, in seiner eigenen kleinen Welt verantwortungsvoll, umsichtig, gewissenhaft, nachhaltig und liebevoll zu handeln und zu Sein.

Profit, money, shareholders: these are the priorities of most companies today. But at what cost? In an appeal to corporate leaders worldwide, Chobani founder Hamdi Ulukaya calls for an end to the business playbook of the past — and shares his vision for a new, „anti-CEO playbook“ that prioritizes people over profits. „This is the difference between profit and true wealth,“ he says.

So sieht übrigens ein „harter Lockdown“ am 5.12.2020 auf der MaHü, der Mariahilferstrasse in Wien aus:

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Gelassenheit, Mut, Offenheit, Zu – Lassen, Sein – Lassen, Ein – lassen, Liebe………….. Stop – Look – Go! Alles Liebste, AleX

Der Film zum Wandel

BUT BEAUTIFUL
Der neue Film von ERWIN WAGENHOFER
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Nichts existiert unabhängig