#19 „JETZT“ oder „Der Augenblick“

Ich hatte heute da so einen „stream of thought“, oder noch besser, einen „stream of consciousness“ , einen, zumindest für mich ziemlich faszinierenden vollkommen klaren Gedankengang, so etwas wie eine sonnenklare Erkenntnis, die ich hier gerne mit euch Teilen möchte:

„Der Augenblick, das Hier und Jetzt ist mit Sicherheit das Einzige, was wirklich, echt und wahrhaftig „real“ existiert und was tatsächlich, mit allen Sinnen wahrnehmbar, spürbar und erfassbar „IST“.

Die sogenannte Vergangenheit ist „vergangen und in der von den meisten praktizierten 2 dimensionalen Wahrnehmung als Wegstrecke von A = Vergangenheit nach B = Zukunft, bereits längst vorbeigeflogen“, und zwar vollkommen unveränderbar im Nachhinein, was alle sogenannten Fakten, Realitäten, Ereignisse und Erlebnisse betrifft, aber nicht, was unsere Wahrnehmung, unsere Erinnerung und innere Einstellung dazu betrifft. Dort verdienen sämtliche Psychotherapeuten, Psychologen und sonstiges Psychodienstleistungspersonal Berge an Kohle – in der sogenannten Aufarbeitung dessen, was wir Vergangenheit nennen, all dessen was WAR.

Die Zukunft oder WAS SEIN WIRD ist reine Spekulation sowie Fiktion inklusive sämtlicher Prognosen wozu auch immer, seien es Wahlen, das Wirtschaftswachstum oder die Arbeitslosigkeit oder ob alle zugleich den Cue in die Coda schaffen werden und alle in der Lage sein werden, das Musikstück zugleich zu beenden. Ja selbst inklusive der Zukunftsforscher, weil die Wissenschaft ja anscheinend den Zweifelnden, die immer alles bewiesen brauchen, um regelmässig atmen zu können, so etwas wie eine andere Fiktion, nämlich die der Sicherheit gibt – also selbst diese Wissenschaft ist Spekulation in Reinkultur. Oder hast Du schon mal irgendjemanden gesprochen, der oder die meinte, sie oder er sei gerade dort , in der Zukunft, oder hat irgendjemand schon mal mit jemandem in oder aus der Zukunft telefoniert? Nein, natürlich mit Sicherheit nicht.

Also haben wir tatsächlich nur diesen ewigen, einzigen, kostbaren und wahrhaftigen Augenblick des „JETZT“ , in dem sich alles Wichtige und Unwichtige ereignet und abspielt, alles scheinbar Grosse genau so wertvoll wie alles scheinbar Kleine., das Laute wie die Stille IST. Allerdings sind da die Wenigsten wirklich jemals tatsächlich vor Ort und mit vollem Bewusstsein, Achtsamkeit und voller Aufmerksamkeit und Zuwendung anwesend. Die meisten von uns rasen nämlich so gut wie permanent gehetzt und gestresst mit Vollgas entweder in die Fiktion oder flüchten vor dem, was war , nicht mehr ist und nie mehr sein wird, da die einzige Lebenskonstante  – leider, leider . „Veränderung“ heisst und ist.

 

DSC_0144

 

Im Hier und Jetzt ist es allerdings wesentlich und entscheidend, wie wir das „JETZT“ zu erfassen, zu begreifen, zu verstehen und zu erleben und dankbar anzunehmen imstande sind inklusive vor allem uns selbst und die Magie, die Einzigartigkeit, die Kraft und das Wunder des Augenblicks. Das entscheidet einmal grundsätzlich, ob es“ kurz vor köstlich“ oder „kurz vor Scheisse“ ist, wie wach wir sind, und worauf wir uns zu konzentrieren imstande sind bzw. ob wir überhaupt in der Lage sind, je voll im hier und jetzt und damit auch ganz bei uns zu SEIN. Denn dazu muss, braucht oder kann man absolut nichts TUN. 

Wenn wir mit Unterstützung der Gesellschaft, der Medien, der Er – Ziehung (wohin wird denn da wer eigentlich gezogen?), dem Unter – Richten anstatt eines Auf – Richtens, der Normen, Regeln und der Politik auf Probleme konzentriert sind bzw. permanent darauf konzentriert sowie gedacht „werden“, wenn wir das Leben unbedingt demnach auch als eine 2 dimensionale Strecke erleben wollen oder eben glauben nicht anders zu können, dann ist das, was wir Leben nennen, also die Strecke von Zeugung/Geburt bis zum Tod und das so 2dimensional erlebte „JETZT“ als ein notwendiges Übel, oder lästiges Hindernis im Fluss von zu lösenden Problemen und wir sind permanent auf der Jagd nach dem nächsten, besseren Augenblick, der aber in Wahrheit nie kommt da JETZT ja immer ist und Zukunft eben nie.. Auf der Jagd nach der besseren Situation, mit dem wehenden „WENN, DANN“ auf der Flagge, nach dem besseren Leben, dem besseren Auto, der besseren Wohnung, dem besseren Kühlschrank, dem besseren beat, dem besseren Song, dem besseren Manager, dem besseren booker, der besseren Venue, dem besseren sound, der besseren Gelegenheit, der besseren Butter, den besseren Klamotten, den besseren Erdbeeren, den besseren Schulen, den besseren Orten, den besseren Lehrern, den besseren Kindern, den besseren Eltern, den besseren Freunden , der besseren PartnerIn, dem besseren Job, dem besseren Urlaub, dem besseren SELBST.

Wenn wir uns allerdings dem, was hier und jetzt ist, mit allen Herausforderungen und Abenteuern, Mängeln und sogenannten Fehlern stellen, wenn wir das voll und ganz wahrnehmen und uns dem JETZT tatsächlich voll und ganz, ohne Ausreden, ohne Verantwortung auf etwas oder jemand anderen abzuschieben, ohne Suche nach Schuld und Schuldigen, ohne Verurteilungen und Bewertungen, hingeben und annehmen können, mit einer positiven Grundhaltung sowie einem Fokus auf Lösungen , in Liebe, Dankbarkeit und ohne Angst und Zweifel, dann sind die Chancen, dass es „Kurz vor Köstlich“ oder eben „Köstlich“ ist ,extrem gut 

 

"PINK INC."
„PINK INC.“ mit Jamaaladeen Tacuma am Bass und Delmar Brown , Vocals & Keyboards, 1993 Foto © Gernot Muhr

 

Ich persönlich darf all das am Intensivsten, „ohne 1% Zweifel  im Hier und Jetzt Sein“ durch die Musik erleben, wenn ich mit einer der vielen wunderbaren Jam Bands , mit denen ich in meinem Leben schon arbeiten und spielen durfte und noch immer darf, ohne Konzept , ohne Erwartungen und ohne mir oder sonst jemandem etwas beweisen zu müssen, also eigentlich vollkommen nackt, ohne Fahrplan = Noten, Kompositionen und so weiter auf die Bühne vor ein Publikum treten darf, und wie durch ein permanentes grosses Wunder quasi aus dem Nichts mit meinen Freunden und Musikerkollegen spontan, vollkommen frei einen musikalischen Abend gestalten darf. Mit einem einzigen Ziel: uns selbst und die Audience zu überraschen und das Publikum zu berühren, zu bewegen. Im besten Fall spielt dann die Musik uns und der so gerne verwendete Terminus „Unsere Musik“ führt sich in genau diesen Augenblicken, im Hier und JETZT vollkommen ad absurdum und löst sich im Nichts auf.

 

Cafe Drechsler
„CAFE DRECHSLER“ 2017 beim NOVA JAZZ FESTIVAL im Haydn Saal des Schlosses Esterhazy in Eisenstadt

 

Ich wollte euch heute eigentlich mit den von mir diesen Sommer geleiteten und auch selbst veranstalteten Workshops überraschen, mit allen notwendigen Informationen dazu versorgen, damit ihr euch rechtzeitig und möglichst zahlreich bereits anmelden könnt, aber ihr müsst euch bitte noch zirka eine Woche gedulden, da wir noch nicht die komplette Frau- und Mannschaften beisammen haben. Soviel kann, darf und will ich euch allerdings schon sagen:

Es wird 2 Workshops in BUJE / ISTRIEN, im Golf von Triest geben:  https://www.coloursofistria.com/de/destinationen/buje

Der erste namens „THE SPIRIT AND MAGIC IN MAKING MUSIC HAPPEN“ July 09 – 15      ist ein Percussion/Drum/Band(Musik Workshop wo neben mir mit grosser Wahrscheinlichkeit LUIS RIBEIRO / Percussion, MICHAEL PROWAZNIK und MARKO QUARANDOTTO / Schlagzeug, STEPHAN KONDERT / Bass , der langjährige Clueso Gitarrist CHRISTOPH BERNEWITZ aus Berlin und SCOTT KINSEY / Keyboard aus L.A. neben Lectures, Ensemble Classes und Einzelstunden unterrichten werden. Zusätzlich gibt es jeden Abend Sessions und Masterclasses. Wir sind auch noch in Gesprächen mit der einen oder anderen DozentIn in Sachen Vocals und Gesang. Es können gerne auch ganze Bands an den Start gehen.

Der zweite ist ein „INTERNATIONAL SONGWRITING CAMP“  September 09 – 16               für SängerInnen, Sänger, Artists & Bands mit 2 der international begehrtesten und erfolgreichsten Songwriter, die es derzeit gibt: den Briten IAN DENCH, der unter anderem für seine ehemalige Band EMF den Welthit „You,re Unbelievable“ geschrieben hat und aus der derzeit extrem heissen Songwriting Metropole Memphis in den USA SHARON VAUGHN. Beide arbeiten mit Künstlern wie JAMES BLUNT, BEYONCÉ, FLORENCE & THE MACHINE, MIKA, SHAKIRA und vielen, vielen anderen grossen internationalen Stars. Offen für EinzelkämpferInnen, Professionals und angehende Professionals sowie Bands.

 

18893364_10155376475928055_5469881687490955544_n

der Dritte Workshop namens „MUSIC MANAGEMENT – CREATIVE IDENTITY“ findet am Wochenende des 6. / 7. und 8.Juli in der GEA Akademie von Heini Staudinger im Waldviertel statt. „“Wie macht ihr eure kreative Identität, diesen wachsenden, lebenden und sich stetig verändernden Organismus zu eurem wichtigsten Verbündeten in der Kommunikation, der künstlerischen Arbeit, der Bewerbung eures Tuns und zu guter Letzt zu einem wesentlichen Teil eurer Performance?“ A. D.                                                        https://gea-waldviertler.at/akademie/seminare/music-management-creative-identity-318/

Tragt euch die Termine bitte im Kalender ein. Genaueste Infos in spätestens einer Woche, also noch vor Ostern,

alles Liebste, euer AleX

Werbeanzeigen

#18 was ist eigentlich „der Groove“ ? wie & wann kickt er uns in den Arsch ?

Tanzende , schwitzende Menschen, Männlein, wie Weiblein, shakin‘ their booties, losing „it“,  also all das, was „sich gehört und geziemt und was in der nerdy Gesellschaft gerade noch akzeptabel zu sein scheint“, wer immer dies bestimmen mag. Smiling, screamin‘ von einem undefinierten aber doch extrem starken Glücksgefühl getragen, zum Beat wie eine fast synchron wogende , alles und jeden vereinnahmende Welle durch den Raum peitschend, von einer Wand auf die gegenüberliegende schwappend , zuckend, drehend, springend, schreiend, am Boden, in der Luft, mit den Händen ringend nach diesem Gefühl, nach diesem Rausch, wenn er uns endlich alle getroffen hat: der Groove.

64173_10151579879373055_1889964367_n

Das wollte ich sehen , erleben, spüren , von der Bühne aus, beim Musik machen und Groove brauen. Das war das klare Bild, welches mir durch mein gesamtes System schoss als ich mit sehr bekannten, grossartigen Jazzmusikern auf einer riesigen Bühne eines mindestens ebenso bekannten internationalen Jazzfestivals als Jüngster, als Benjamin in dieser Band mich mit den geschätzten Kollegen in einen anscheinend nur mehr für uns nachvollziehbaren Dialog verschlang und zugleich verlor. Ich kam mir irgendwie vor wie einer im Kreis und in ihrem Fachjargon diskutierenden Atomwissenschaftler im damals sehr beliebten ORF Fernsehformat namens „Club 2“. Kaum ein  Zuseher kapiert in Wahrheit auch nur irgendetwas. Man denkt sich nur noch: „Wow, keine Ahnung wovon die reden aber es muss ur interessant und extrem wissenschaftlich kompetent sein. Und genau solche lange, überfragte und zum Teil überforderte Gesichter starrten uns an, damals , mit Nickelbrillen, Glatzen,  Designer Anzügen und Kleidern und anderen intellektuellen Statusramsch bewaffnet, gelegentlich eine Jeans da und dort , zum Teil als Freaks schlecht verkleidete Bildungsbürger, intellektuelle Denkfaltenträger, und Gedankenwolkenjongleure sowie „Der Weisheit letzter Schluss“ – EigentümerInnen in den bereits leicht abgewetzten Plüschsesseln dieser ehrenwerten Venue – und ich fragte mich in genau diesem Moment: „Alex, what the fuck are you doing???“ und eine unendlich grosse Sehnsucht begann sich breit zu machen nach dem weiter oben beschriebenen Bild und Szenario mit schwitzenden , zuckenden, shakenden und glücklich tanzenden Körpern. Ich wollte dieses Bild von gerade eben nie mehr sehen, spüren, bedienen, füttern noch annehmen müssen. Es war schlicht und einfach vollkommen uninspirierend, zum Abwinken fad und auf eine gewisse Art verlogen und falsch.

DSC_9891

Was ist er aber nun, der Groove? Woran kann man ihn erkennen,? warum und wie spürt man ihn innerhalb von Sekundenbruchteilen an einem hoch- und bis in die letzten Winkel unserer physischen Existenz klettern wo er sich sofort grinsend breit macht und ohne Vorwarnung, aber auch ohne jede Schranke in unsere zuckenden Körper und Glieder fährt? Für mich hat es etwas mit regelmässiger, konstanter Unregelmässigkeit zu tun, mit Energie, mit dem Mut, klar und relativ „einfach“ anstatt kompliziert und bemüht intellektuell vertrackt sein zu müssen, eher dreckig als sauber, clean, eher unberechenbar heftig als analytisch feinziseliert und mathematisch berechnet. Es ist eben nicht von einem Metronom zerhackte Zeit – NEIN.

Er hat Gefühl, Persönlichkeit, Attitude, ist mutig, frech, rotzig, dreckig, funky, geil, mit einem konstanten Hang zu einer gewissen Schlampigkeit, Ungenauigkeit, und zugleich die Konsequenz, eine einmal in Bewegung gesetzte Meute nicht mehr aus seinem Bann loszulassen irgendeines schnöden zusammenkonstruierten  Statements oder eines ausgehirnten und tausendmal geübten musikalischen Handstandüberschlags wegen . Oder wie mein Freund Delmar Brown, einer der most funky und genialsten Tasten- und Groovezauberer, die je auf diesem Planeten musikalisch gewandelt sind, zu sagen pflegte: „If it aint broke, dont fix it“. Was nur soviel heisst wie: „Wenn Du sie und ihn (den Groove) mal hast, unter keinen Umständen mehr loslassen oder aus welchen Gründen immer wo anders hingehen.

 

Screen Shot 2018-01-08 at 14.33.05
my cymbal case for decades of musical travel and adventure 😉

Wikipedia meint dazu Folgendes:

  • als musikalischer Fachterminus für eine für ein Musikstück typische Rhythmusfigur oder rhythmisch-metrisches Grundmodell oder -muster (beispielsweise der durchgezogene Rhythmus des Cha-Cha-Cha oder des Bolero wären so ein Groove). Man unterscheidet unter anderem verschiedene Taktarten und innerhalb dieser binäre und ternäre Grooves sowie die Verteilung der Betonungen. Swing ist beispielsweise charakterisiert durch den Viervierteltakt und das sich wiederholende Muster einer Viertelnote, einer Triolenviertel und einer Triolenachtel. Der Song „Take Five“ ist im Fünfvierteltakt und durch das markante Muster Triolenviertel, Viertel, Triolenachtel, Viertel, Viertel, Viertel und der Betonung auf 1 und 4 beinahe zu identifizieren.
  • Das schwingende Spiel und Zusammenspiel von Musikern im Microtimingbereich (siehe dazu Swing (Rhythmus)#Erzeugung und Wirkung). So klingt ein „laid back“-gespielter Viervierteltakt („laid back“ im Sinne von zurückgezogen, gebremst) anders, als wenn er gerade gespielt wird.[2] Vermutlich sind die Mittel zur Erzeugung eines Groove-Empfindens vom jeweiligen Musikstil abhängig: experimentelle Studien zeigen, dass beispielsweise Schlagzeug-Rhythmen dann das stärkste Bewegungsgefühl stimulieren, wenn das Pattern ohne mikrozeitliche Schwankungen (quantisiert) dargeboten wird.
  • Ein Mitreißenkönnen oder Animieren des Publikums zu einer Interaktion (Mitwippen im Rhythmus, Klatschen, Fingerschnippen, Tanzen)[1]
  • Das beim Zuhörer dann entstehende Gefühl, das durch Rhythmus, Spannung und Tempo des Musikstücks erzeugt wird (siehe Drive).
  • Auch die Euphorie, die sich bei Musikern einstellt, wenn das Zusammenspiel funktioniert[1] 

 

Bildschirmfoto 2017-09-06 um 21.57.07
our US Band „PINK INC.“ featuring Jamaaladeen Tacuma / Bass and Delmar Brown / Keys & Vocals back in the 90ies

 

In einem vor Kurzem in der österreichischen Zeitung „Der Standard“ erschienenen Artikel zum Thema Groove wird das Ganze eher wissenschaftlich durchleuchtet . So kommt man da zum Schluss, dass es nicht  die tiefen Frequenzen, also die Bässe und die Bassdrum sind, die unsere Ärsche ungefragt dazu bringen sich augenblicklich mit dem beat zu bewegen,.sondern ganz im Gegenteil: die höheren und hohen Frequenzen. Entscheidend sowie wesentlich sind auch Synkopierungen, also Verschiebungen, besser noch: Verschleppungen von bestimmten Akzenten. Hier ist der Link zum ganzen Artikel:

http://www.pressreader.com/austria/der-standard/20180214/281930248446024

Bildschirmfoto 2017-07-02 um 14.36.00
„CAFÉ DRECHSLER“ Album „And Now…..Boogie“ (Universal) Presentation im Cafe Drechsler am Naschmarkt feat Ulrich Drechsler & Oliver Steger

 

Für mich ist der Groove ein Himmelreich, eine Gnade, ein Geschenk, ein Blessing, ein Auftrag, eine Lebensgefühl und immer noch ein unglaublich energetisches Glücksgefühl Menschen und Räume gnadenlos in diese wunderbare, zauberhaft wogende Welle zu bringen und begleiten zu dürfen.

Zum Eingrooven noch ein paar Hinweise in eigener Sache:

Der nächste Konzerttermin mit unserer Band „Cafe Drechsler“ ist am 22. März im CCW, dem Culturzentrum Wolkenstein in Stainach im Ennstal, Luftlinie 5 Kilometer von meinem Geburtsort Irdning in der Obersteiermark mit „meinem“ Berg, dem Grimming.

DSC_7300

Anfang Juli, und zwar vom 9. – 15, Juli bereite ich einen DRUM/PERCUSSION & BANDWORKSHOP namens „The Spirit & Magic in Music“ in Buje/Istrien vor. Neben mir werden ein paar wunderbare, hochkarätige  Trommler und Percussionisten am Start sein, sowie ein paar hochkarätige Instrumentalisten, unter anderem der Clueso Gitarrist Christoph Bernewitz aus Berlin. Da kann man sich sowohl als EinzelkämpferIn und auch als Band anmelden bzw. teilnehmen. Mehr kann ich dazu gerade noch nicht verraten.

Vorher, und zwar am Wochenende von Freitag den 6.Juli bis Sonntag den 8.Juli darf ich in der GEA Akademie von Heini Staudinger im Waldviertel auch einen workshop  abhalten, und zwar zum Thema „music management – creative identity“ . How to develop / find / discover your creative identity, what is it and how can we effectively use it in management, marketing, promotion und performance. Für KünstlerInnen und Bands auf jedem Level und ohne Altersbeschränkung.

Und im September ( 8 – 16 ) wird es eben dort einen int. SONGWRITING WORKSHOP geben, und zwar mit dem unfassbar genialen Songwriting Team Ian Dench & Sharon Vaughn, beide bekannt durch ihre international erfolgreichen Kollaborationen mit heavy Kapazunden wie Beyoncé, Shakira, Florence & The Machine, James Blunt und vielen anderen sowie ein paar Top Songwritern aus DE, Österreich, Kroatien und Italien. Diese Termine könnt ihr euch schon mal im Kalender eintragen und reservieren. Die genauen Details dazu demnächst auf http://www.pimpmyband.live bzw. in meinem nächsten Blog – stay warm Babies, cheers, euer aX

https://www.coloursofistria.com/en/destinations/buje/gallery

https://de.wikipedia.org/wiki/Buje

1280px-Buje1

#17 die Ruhe im Sturm – Gesundheit in für uns alle scheinbar extrem bedrohlichen Zeiten

Ohne 1% Zweifel geht es schon ziemlich zur Sache, links und rechts, oben, unten, egal wo man hinschaut, egal wo man herkommt, egal wem man nachrennt, egal wovor man davonläuft, egal was einen interessiert oder Scheiss egal ist, egal ob man einfach arm oder unverschämt reich ist, wobei die Chancen für Zweiteres unverschämt minimalst sind, in etwa über den Daumen 56:9 000 000 000 000, egal wie man wohnt wenn man noch wohnt, egal wie man sich seine Miet- und Stromzahlungen zusammenschustert , egal ob jung oder alt, ob unsicher oder versichert, ob zuversichtlich oder zweckoptimistisch – es sind nicht gerade die entspanntesten und kuscheligsten Zeiten der Menschheitsgeschichte. Wir werden dazu ja obendrein zusätzlich tagtäglich mit lauter Hiobsbotschaften, Geiz, Neid, Hasstiraden, Spaltungstendenzen, apokalyptischen Prognosen und Katastrophenkonstruktionen und Problemerschaffern erdrückt bis medial in eine bereits epidemische Ohnmacht und ins Überlebenskampf – Hamsterrad geschickt.

SU_12.12.04_Feldberg

Dazu vielleicht einmal ganz nüchtern ein paar wirklich wertvolle und überlebens- notwendige Anregungen von Harald Welzer vom kulturwissenschaftliches Institut, Essen

1.Selber denken.

2. Trauen Sie endlich Ihrem Gefühl, dass um Sie herum ein großes Illusionstheater stattfindet. Die Kulissen simulieren Stabilität, aber das Stück ist eine Farce: Immerfort treten dicke Männer auf und brüllen „Wachstum!“, Spekulanten spielen Länderdomino, und dauernd tänzeln Nummerngirls mit Katastrophenbildern über die Bühne. Das Publikum ist genervt und wütend, bleibt gleichwohl bis zum Ende der Vorstellung sitzen. Aber: Wann wird das wohl kommen?

3. Verlassen Sie besser die Vorstellung und beginnen Sie, ganz einfache Fragen zu stellen. Zum Beispiel: Warum muss man immer mehr arbeiten, wenn man immer mehr arbeitet? Warum werden die Schulden größer, wenn immer mehr gespart wird? Warum schrumpft alles andere, wenn die Wirtschaft wächst?

4. Suchen Sie zusammen mit Ihren Freundinnen und Freunden nach Antworten. Zum Beispiel: Weil alle Idioten auch mehr arbeiten. Weil das Gesparte in fremde Taschen wandert. Weil viele börsennotierte Unternehmen staatsferne Parallelgesellschaften bilden.

5. Beschließen Sie, ab sofort nicht mehr mitzumachen, falls Ihre Antworten Sie beunruhigen.

 

Screenshot_2017-12-17-16-51-30-05

6. Fangen Sie damit an, aufzuhören. Hören Sie auf, Europapolitikern zu glauben. Hören Sie erst recht auf, Wirtschaftsforschungsinstituten zu glauben. Und hören Sie um Gottes willen damit auf, sich widerspruchslos erzählen zu lassen, irgendeine Entscheidung sei alternativlos gewesen. So etwas gibt es in Demokratien nicht.

7. Wenn Sie jetzt so weit sind, dass Sie nicht mehr jeden Blödsinn tolerieren, nutzen Sie Ihre Handlungsspielräume. Sie leben in einem der reichsten Länder der Erde, Sie sind hervorragend ausgebildet, Sie haben Spaß am Leben und finden sich ganz gut. Warum zum Teufel machen Sie jeden Tag dasselbe und nie etwas anderes?

8. Wie Sie Ihre Spielräume nutzen sollen? Schauen Sie sich einfach an, was andere machen. Es gibt doch unglaublich tolle Ansätze und Projekte: Energiegenossenschaften, Nachbarschaftsgärten, fairen Konsum, lokale Währungen, großartige Stiftungen, Unternehmen, die sich dem Wachstumszwang verweigern. Schreiben Sie politischer, falls Sie Journalist sind. Forschen Sie für eine andere Zukunft, falls Sie in der Wissenschaft sind. Wechseln Sie die Pausenthemen, falls Sie am Band arbeiten. Kaufen Sie anders ein, falls Sie ein Restaurant haben. Fragen Sie, wo der Fisch herkommt, wenn Sie essen gehen. Interessieren Sie sich für die Zukunft Ihrer Schüler, falls Sie Lehrerin oder Lehrer sind. Fusionieren Sie mit einem Kindergarten, wenn Sie ein Seniorenheim leiten. Denken Sie ans Höllenfeuer, wenn Sie einem der vier großen Energiekonzerne vorstehen. Produzieren Sie cradle to cradle, wenn Sie eine Fabrik besitzen. Riskieren Sie etwas, wenn Sie sich für intellektuell halten.

27459227_10156107572153055_4744790181441759735_n

dazu dieser Tip von mir: Hier ist einer der vielen , unzähligen, wunderbaren Hoffnungsschimmer und ein mutmachender Wegweiser unserer Zeit, der Film „Tomorrow“ – bitte seht ihn euch unbedingt an, es ist befreiend, macht Mut, erfüllt mit Sinn, macht Freude und ist sehr gesund
https://youtu.be/lJy_tAm9IJQ

9. Versuchen Sie irgendwo dazuzugehören, wo Sie stolz sagen können: „Wir machen das anders!“ Zum Beispiel eine Kultur der Achtsamkeit entwickeln, Ideen interessanter finden als Erfahrung, nicht auf Kosten anderer leben, oder was Ihnen sonst noch einfällt. Zukunftsfähig zu sein bedeutet das Gegenteil vom business as usual: lernend, fehlerfreundlich, reversibel zu handeln.

10. Bilden Sie Labore der Zukunft und haben Sie Spaß dabei. Vergessen Sie das „5-vor-12“-Blabla der Ökobewegung und das Gerede von der „Weltgemeinschaft“ und der Notwendigkeit globaler Lösungen. Niemand hat an Ihrer Wiege gestanden und mit hohler Stimme gesagt: „Lars, du bist zu uns gekommen, um die Welt zu retten!“ Es genügt völlig, wenn Sie beginnen, mit Ihrem Leben, Ihren Lieben und Ihrem Land verantwortungsvoll und zukunftsfähig umzugehen. Das aber bitte gleich.

Bestellen Sie Ihr nächstes Auto erst gar nicht (es wird Sie unglücklicher machen, weil Sie glaubten, es mache Sie glücklicher), kaufen Sie nichts mehr, was zu billig ist (denn dann hat irgendjemand zu wenig bekommen). Säbeln Sie in Ihre Weihnachtsgans und teilen Sie Ihren Kindern oder Enkeln mit, dass Sie ab jetzt Ihr Leben ändern werden. Das wird Ihnen helfen, es tatsächlich zu tun (denn jetzt können Sie nicht mehr zurück).

 

ich persönlich
* besitze seit über 15 Jahren aus Überzeugung kein Auto,
* fahre täglich Fahrrad, benutze, nachdem ich seit Jahrzehnten in Städten lebe und wohne, die Öffis oder gehe zu Fuss

Screen Shot 2018-02-09 at 16.42.58

* arbeite seit Jahren mit meinen Partnern konsequent an der Umsetzung eines vollkommen Praxis orientierten Bildungsprojektes namens „UMAN – United Music Angels Network“ für das reichlich vorhandene, junge musikalische Talent, welches inzwischen viel zu lange aus welchen Gründen auch immer auf eine derartige sowohl dringend notwendige , „hands on“ als auch zeitgemässe Bildungseinrichtung warten hat müssen ,
* habe mir ausser einer Hose seit 2 Jahren keine Klamotten mehr kaufen müssen, da meine Schuhe zum Beispiel gut genug sind, um ein paar Jahre lang ihren Zweck zu erfüllen, also kein billiger Mist, der auf Kosten und meist Ausbeutung anderer erzeugt wurde, ausserdem gehe ich inzwischen in Sachen „Erdung“ täglich soviel und so oft wie möglich barfuss

Screen Shot 2018-01-08 at 14.32.06

* versuche Plastik Sackerl und Plastik Müll vollkommen zu vermeiden
* putze seit Jahren meine Zähne nach einem Tip einer lieben Freundin mit Schlemmkreide aus der Apotheke, wo ich mit einem 3.- Euro Sackerl fast ein Jahr lang auskomme und meine Zähne sind gesünder als je zuvor – Kokosöl als gesunde Alternative funktioniert auch Bestens
* ich meditiere täglich
* spiele seit über 30 Jahren professionell, angefangen“ von der Camerata Salzburg“ im Musikverein, Harri Stojka im Konzerthaus, mit „Café Drechsler“ und vielen anderen internationalen Künstlern auf zahlreichen internationalen Festivals und Venues im Prinzip mit dem selben alten Schlagzeug und zum Teil auf „Müll“ und es hat sich bis heute niemand darüber beschwert

Bildschirmfoto 2017-12-09 um 20.17.50

* gehe nie zu Mac Donalds , Burger King oder ähnlichen Fastfood Ketten – only high quality food for a high quality body, soul, mind and spirit 😉
* koche täglich selbst
* trinke täglich morgens 3 lauwarme Glas Wasser mit Zitronensaft
‚ habe vor über einem Jahr aufgehört zu Rauchen und trinke kaum Alkohol ausser hin und wieder ein Glas Rotwein oder einen guten Grappa aus Istrien zum Espresso von einer kleinen Rösterei
* kaufe alle meine Lebensmittel entweder direkt beim Bauern, bei den Erzeugern oder regional im Bio Laden, im Supermarkt kaufe ich gerade mal Klopapier

IMG_20171021_102312_807

* will mit meinem mir innewohnenden Bauerngen so bald wie möglich zurück in die Natur und in die Langsamkeit und Bedachtsamkeit um ein landwirtschaftliches, nachhaltiges, energiemässig möglichst autarkes, gesundes Selbstversorger Projekt umzusetzen

langer Rede kurzer Sinn: jede und jeder kann täglich und ab sofort etwas tun und zu einem persönlich lebenswerten, selbstbestimmten, gesünderen Leben beitragen und Verantwortung dafür übernehmen, JEDE & JEDER! Macht Musik, schreibt ein Gedicht, malt ein Bild, singt einen Song, baut ein Baumhaus, geht in den Wald, umarmt eure Kinder, eure Eltern, eure Geliebten , Freundinnen und Freunde, lest ein Buch, kocht etwas Feines, spielt ein Spiel, beginnt euren Garten…..

Screen Shot 2018-02-09 at 16.59.00

Hier noch ein paar inspirierende Video links zum heutigen Thema, enjoy!

http://www.facebook.com/greatbigminds/videos/277440189326208/

http://www.facebook.com/playgroundenglish/videos/609794979353836/

http://www.facebook.com/UpliftedLife/videos/1751618998466905/

http://www.facebook.com/Gaia/videos/1814936945203655/

http://www.facebook.com/IlmyPsychicJane/videos/vb.1707002669612929/1819602085019653/?type=2&theater

http://www.klappeauf.at/

cYa, der aX

#16 Wissen, Neugier, Magic, Weisheit – allen meinen wunderbaren StudentInnen gewidmet

JA! ich habe unterrichtet, habe meine eigenen Workshops namens „JUNK – Jazz Und Neue Klänge“ in Gleisdorf veranstaltet mit Gregg Mann, dem inzwischen Top US Produzenten Mark Batson, der unter anderem das neue Eminem Album produziert hat, Arnaé, Gregg Boyer von den P-Funk Horns und Prince, Teddy Kumpel, Dough Wimbish und Yossi Fine, auf unzähligen anderen internationalen workshops, wie für die Jeunesse in Groznjan/Kroatien mit meinem leider schon verstorbenen Freund Bosko Petrovic, bei den Neuberger Kulturtagen mit Wolfgang Muthspiel, Peter Herbert, Stefan Vladar, Delmar Brown, Jamaaladeen Tacuma, Mark Ribot, George Garzone und Alex Foster,  mit meinem Freund Winfried Hackl in Kirchberg in OÖ nahe der tschechischen Grenze mit Mick Goodrick, Larry Grenadier, Peter Madsen, und Rick Margitza, am Berklee College Of Music in Boston, an der Musikuniversität Graz und am iPop der Musikuniversität Wien, an der Donau Universität Krems in Sachen A&R Management und Artist Development, und zuletzt am Vienna Music Institute, wo ich auch Vorlesungen , und zwar „Stage Performance“ und, mein Lieblingsfach „Creative Identity“ hielt. Ich unterrichte immer wieder, gelegentlich auch privat und arbeite an meinem eigenen musikalischen Herzens- Bildungsprojekt namens „UMAN – United Music Angels Network“, im Dezember 2016 von der Wirtschaftskammer und Christoph Leitl ausgezeichnet, da wir mit unserem Konzept haushoch ein online voting gewinnen konnten, in enger Zusammenarbeit mit meinem kongenialen Partner von der Diakonie, dem evangelischen Bildungswerk, Direktor Hanns Stekel von der Johann Sebastian Bach Musikschule und der PopAkademie Wien.

15799902_10154879126763055_2272861697877481892_o

Es ist mir ein Anliegen, mich endlich einmal bei allen meinen StudentInnen und Studenten, die ich bis dato auf meinem musikalischen Weg kennen lernen durfte, persönlich zu bedanken, und zwar für eure Neugier, eure Intuition und unglaubliche Kreativität sowie Inspiration, euer Vertrauen, eure Freundschaft und eure Offenheit, immer auf Augenhöhe. Ich hoffe ich konnte euch ein wenig Magic auf eure künstlerischen Wege mitgeben, konnte euch durch ein paar meiner musikalischen Gassen, Fenster und kreativen Türen rausgucken und durchlaufen lassen, von denen ich mich bemüht habe, so viele davon wie nur irgendwie möglich gemeinsam mit und für euch zu öffnen und zu entdecken. Ich hoffe ich konnte zusammen mit euch ein paar neue Autobahnen zwischen euren Synapsen bauen und euch aus euren Mustern vorbei mitten in die wunderbare Welt der Musik, der beatz, der Strukturen, Nuancen, Licht und Schatten,  in das musikalische Universum der sounds, der grooves & moves hinein begleiten.

Bildschirmfoto 2017-12-09 um 20.37.12
drummer workshop 2017 @ the mushroom studio mit Max, Elisabeth, Simon, Lucas, Florian und David

Ich durfte von euch allen so wahnsinnig viel lernen und wurde und werde immer noch von euch reichlichst beschenkt mit soviel Innovation, mit euren individuellen, einzigartigen Herangehensweisen, mit eurem einzigartigen Hören und Empfinden. Es ist mir eine riesen Freude und grosse Ehre dass ich so viele von euch inzwischen auch zu meinen Freunden zählen darf, die sich immer wieder auf die eine oder andere Art bei mir melden, bei Konzerten vorbeikommen oder mich zu ihren Konzerten einladen. Ein riesengrosses, herzliches, ehrliches Dankeschön – ihr rockt, ihr funkt, ihr jazzt, ihr smooved und grooved like mad 😉 scheisst’s euch nix, scheisst drauf wie man angeblich etwas zu machen hat und macht eure eigene Geschichte daraus. Freut euch über jeden „Fehler“ als Chance und Geschenk zu etwas unfassbar geilen Neuem, was ihr ohne den „Fehler“ so nie entdeckt oder gefunden hättet. Und bitte, verzeiht mir , wenn ich jemanden vergessen haben sollte, was sehr, sehr leicht sein kann – meldet euch bitte sofort und ich nehme euch natürlich in no time gernstens sofort nachträglich mit an Bord. Cheers, euer aX

1606344_10153056940938055_5741791652611248372_o
drummers workshop 2014 @ the mushroom Studio mit meinen ehemaligen iPop StudentInnen der Musik Universität Wien und Wolf Sebastian, aleX & David Piribauer

 

OK. here we go:

Jörg Mikula – eigenes Projekt DRUMSONGS / DONAUWELLENREITER, unterrichtet am Vienna Music Institute, www.joergmikula.com/

Harry Tanschek – GERALD GRADWOHL GROUP, REICH – PAÖME FIVETETT, leitet am VMI die Schlagzeugklasse, www.harrytanschek.com/ 

Dusan Novakov –  unterrichtet ebenfalls am VMI

Mike Breneis – Music Publishing & Business Development Manager at Red Bull Media House, Founder at Austrian Gramophone 

Karlheinz Miklin Junior – THE BASE

Greg Josel – Inhaber (Owner) und Geschäftsführer at Wiener – Alles für Er.,   Inhaber/Geschäftsführer at Motorblock

Philipp Pluhar – www.drummerpheel.com/ 

Wolfgang Fraiss

Marco Quarantotto . lebt und arbeitet als drummer in London,  http://www.myspace.com/marcoquarantotto

Bernhard Wimmer – www.facebook.com/bernhard.wimmer.56829/about?lst=738413054%3A100010731841954%3A1516915951&section=bio&pnref=about 

Lukas Knöfler 

Reinhardt Winkler 

Jörg Haberl – aka J.K.Habe, JoergHabe (Twitter)

Alfred Vogel – http://www.traps.at 

Screen Shot 2018-01-08 at 14.33.05

Marc Vogel – http://marcvogel.eu

Herbert Pirker – unterrichtet am Bruckner Konservatorium Linz

Andjelko Stupar

Lukas Hasitschka – WANDA, http://www.sound42.com

Thomas Gieferl – Drummer at The Gin Vronics, Drummer at Onk Lou,Drummer at KAIKO 

Aaron Thier . EAV, http://www.aaronthier.com/

Victor Palic 

Anna Friedberg – ANNA F.

Aljosha Pfeifer – former Guitarist von FISHING FOR BRAINS , mein Sohnemann, der sich zwar fast nichts von mir zeigen liess und genau deshalb liebe ich ihn noch mehr als ich ihn ohnehin liebe. Er ist ein mega geiler Drummer, Gitarrist sowie ein begnadeter Artist, Songwriter und Produzent, von dem ihr bestimmt noch eine Menge hören werdet

DSC_8059

Lamy Istrefi – lebt und arbeitet in NYC und spielt mit der Creme de la Creme der dortigen Jazzszene, unter anderem mit JOE LOVANO 

Peter Kronreif – lebt und arbeitet in NYC, http://www.myspace.com/peterkronreif

Norbert Wallner

Horst Pock – Inhaber/Geschäftsführer at DrumTex.de, www.horstpock.com/

Bernhard Schneidhofer 

Klaus Fürstner 

Helfried Grygar

Thomas Gastecker

Flo Koch – CONCHITA WURST, THORSTEN EINAARSON

Gabriel Haider – FOLKSHILFE

Elisabeth Orion – Works at beatboxx – i like drumming

Raphaela Friess – THOMAS DAVID

Michaela Brezovsky – RHYTHM4, ERDRAUCH

Bernold Wiesmayr – Schlagwerklehrer at Landesmusikschulwerk OÖ, Schlagzeuger at LiZZA, Schlagzeuger at Lunch-Paket

Gergely Ösze

Roman Hanushevsky

Patrick Paganin – Drummer at Die Niachtn

Christian Schmid – www.christianschmiddrummer.com

Reinhard Schweiger – www.monikazoechling.com

Raphael Keuschnigg – http://facebook.com/raphael.keuschnigg

Max Legat – ’s FUNKtioniert , GROOVEBUMPS

Max Pollak – einer der weltbesten STEPPTÄNZER & BODYPERCUSSIONISTEN/ lebt und arbeitet in NYC, http://www.mxpllk.com, http://www.rumbatap.com

DSC_7885

Nikolaus Pesl

Lucas Pichler

Florian Bachinger

Daniel Ofner – www.facebook.com/karmaklub/, @Izabella, @Frei.Nach.Plan

Gabriel Froihofer

Peter Draxl

Raphael Keuschnigg

Alexander Neubauer

Simon Schenk-Mair – VORMÄRZ

Kathrin Kolleritsch – www.kaikoband.com, https://jameschoice.bandcamp.com/

Juergen Kulmer

DSC_9851#1.JPG

#15 „Alles neu im guten Jahr“ ?

Also. zuallererst mal: a happy, healthy, exciting, inspiring and wonderful new 2018 von Herzen für alle, die,s interessiert 😉 Mein altes Jahr hat neben ein paar Party Gigs mit unserer Jam Band „Café Drechsler“ unter anderem mal so aufgehört, dass man mir einen meiner beiden Olivenbaumlieblinge, welche ich seit Jahren liebevoll pflege, hege und umsorge, inclusive brandneuem Bambus – Winterkuschelmantel, den mir eine liebenswürdige Mitbewohnerin erst Tage zuvor zum Schutz vor heftigeren Minusgraden geschenkt hatte, und inklusive eines kleinen Blumentopfes mit einer echt steirischen Hauswurz aus dem nicht öffentlichen Innenhof meines Wiener Hauptquartiers entwendet hat. Und ja, natürlich: keine und keiner hat auch nur irgendetwas gesehen. Echt fiese Scheisse das, aber egal – so isses anscheinend nun mal in times like these.

24955591_10155957030208055_2815187217619447696_o

Meine mehr als vintage HiHat Maschine aus dem Jahre Schnee hat bei einem der letzten Gigs leider auch ihren famosen Geist aufgegeben, also werd ich mir wohl oder übel irgend so ein neumodernes Dings stattdessen zulegen müssen, naja, was solls…..

Dann habe ich das „Erden“ für mich entdeckt, sprich: die Power täglicher Erdung, barfuss in der freien Natur oder eben, dem, was davon noch übrig oder in urbanem Gebiet verfügbar ist – was den Körper angeblich überhaupt erst mit der extrem benötigten Lebens – Energie und Teilchenaufladung versorgt, von der uns eine akribisch um jede und jeden bemühte Schuhindustrie seit Jahrzehnten, ja sehr gut möglich, Jahrhunderten flächendeckend abgeschnitten und auf konsequenteste Weise wie in einem faradayschen Käfig wegisoliert hat. Durch die direkte Erdung barfuss auf Mutter Erdes Aussenhaut von mindestens 30 Minuten täglich ist der Körper anscheinend überhaupt erst in der Ausgangslage, seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren und sinnvoll und produktiv ins Spiel zu bringen. wen es interessiert:

http://www.facebook.com/Wusaaa/videos/852186881625389/

Screen Shot 2018-01-08 at 14.32.06

Ich habe das Ganze natürlich, weil Jahreszeiten und Aussentemperaturen ja einmal grundsätzlich egal und ohnedies überbewertet werden, gleich mal täglich frühmorgens in meinem städtischen Innenhof versucht, was mich wenige Tage später als Erstreaktion sofort mal mit einer heftigsten Verkühlung, grippalem Infekt, der erste übrigens seit mehr als 20 Jahren, und Fieber ins neue Jahr rübersurfen liess. Jeder Zusammenhang ist natürlich rein hypothetisch, frei erfunden und an den Haaren bzw. nackten Füssen herbeigezogen.

Da lag ich nun, in den sogenannten Rauhnächten und räucherte mir schniefend, Yogi Tee süffelnd und böse hustend die Hucke voll mittels Weihrauch und Myrrhe, wie es die alten heiligen 3 Hippies aus dem Morgenland sicher um Nichts besser hinbekommen hätten. Und aus den Nebeln der spirituellen Rauhnächterei und zum Teil möglicherweise auch dem Fieberwahn geschuldet zog das alte Jahr relativ flugs und endlich von dannen und das neue Jahr etwas zögerlich und schüchtern ins Land der nach wie vor begrenzten „geht ned, hamma ned, deaf ma ned“ schnitzeltownschen Unmöglichkeiten inklusive der einen oder anderen mehr oder weniger trivialen Vision aus dem ganz normalen Repertoire des Wahnsinns, Episoden und Albträumen aus dem Leben eines nach wie vor bar jeder Vernunft und gewonnener Einsichten in Wien lebenden Musikers, Freaks und Querdenkers. Da ziehen sie dahin, die einen oder anderen Gedankenfetzen wie im Nebel einer anderen , noch jungfräulichen weil erst zukünftigen, möglicherweise erst stattfindenden Zeit.

Screen Shot 2018-01-08 at 14.52.03

Was will ich ins neue Jahr bringen? Auf jeden Fall jede Menge aufregende und berührende Konzerterlebnisse, soviele Mutter Natur Einheiten, Gesundheit in jeder Hinsicht, ein paar magische Musikproduktionen mit wunderbaren Zeit- und ArtgenossInnen, wahrgewordene Träume seit Jahren vor sich hinköchelnder Konzepte extrem sinnvoller und sehr zeitgemässer Bildungseinrichtungen für zahlreich vorhandenes, ambitioniertes sowie kreatives Talent, frisch gepimpte Songs und wach gecoachte Bands, musengeküsste KünstlerInnen und vormals verhexte, inzwischen bezaubernd wachgeküsste FroschkönigInnen, das Wieder – Ent – decken der Langsamkeit, der Gemeinsamkeit, aber auch der Einsamkeit, Dankbarkeit, Lebensfreude und Geschenke kreativen Schaffens und mutig neue Wege Gehens.

20375754_1381889378554666_4672598070293786198_n

Einmal verwegen auf playlists und Chartplatzierungen , Marketingtussen und Managementstrategien, Effizienzen und Optimierungen, man „muss“ unbedingt dies und das falls man es auch nur irgendwie schaffen will ( was immer „schaffen“ dann bedeuten mag ), auf Castingshows, Streaminflows, Promotion Chicks und Youtube Clicks geschissen – zurück zur Wahrhaftigkeit, zu dem, was am Ende wirklich zählt weil es „bleibt“, Ausdruck und Eindruck, was wirklich zu berühren und zu bewegen imstande ist, weil es stark, einzigartig, geerdet, schlicht, unkonventionell, keinen Modeströmungen, Marketingkonzepten oder trends unterwürfig oder unterworfen und echt, authentisch echt – nicht marketing authentisch fake ist und genau das sofort jede und jeder weiss, ja: fühlt, jede und jeder, die oder der damit in Berührung kommt. Was keine Analyse oder professionelle Bewertung, Besprechung oder Beurteilung braucht noch sucht. Es gibt eben sehr wohl noch andere Verbreitungsmedien, Frequenzen, Wellen und Kanäle als doofe Zeitungen, super hippe Magazine, TV Sendungen, mehr oder weniger coole Radiostationen oder immer weniger wirklich relevante Sendungen oder das weite Meer des Internet, durch die man an die Ohren und Herzen der Menschen direttissima gelangen kann und durch die sich die frohe Kunde wie ein Lauffeuer verbreitet, und das ist : „the word of mouth“, der begeisterte und enthusiastische Tip einer Freundin oder eines Freundes, die Euch bei einem Konzert erlebt haben, die von euch schon gehört haben und es jetzt selbst genauer wissen wollen, das ist jede und jeder einzelne, die sich ein Konzertticket von euch, für euch gekauft haben. Die gilt es zu berühren, zu umarmen, anzunehmen, sich derer wieder gewahr und bewusst zu werden, ohne fake bullshit, ohne aufgeblasenem Marketingschwachsinn, ohne lautem Promo Gebrüll und schon tausendmal gehörtem Theaterdonner sondern schlicht. auf oft leisen Sohlen und einfach mit richtig guter und hoher Qualität ,  in jeder Hinsicht, weit jenseits des inzwischen praktizierten Diktats des Mittelmasses allerorts, sondern Ehrlichkeit und der Stärke, Tiefe und Magie eurer Präsenz und Performance und eures Seins zu überzeugen, wirken und wirken zu lassen.

19866484_10209057561906107_1526032398_n

Ein paar wichtige Konzerttermine noch ganz kurz:

am 13.Jänner zuerst mal zur Demo gegen unseren derzeitigen Regierungsirrtum und Irrsinn gegen Schwarz Blau, Treffpunkt Christian Broda Platz um 14:00  http://www.facebook.com/events/146576846065127/

und gleich danach auf ins Café EUROPA , wo wir mit unserer Band Café Drechsler nach mehr als 17 Jahren zu einem unserer ursprünglichen ersten Tatorte zurückkehren, von wo aus unsere internationale Karriere einst begann  http://www.facebook.com/events/136831543621608/

am 21.1. mit meinem lieben Freund Harri Stojka in ähnlich intimem setting im legendären Camera Club in der Neubaugasse  http://www.facebook.com/events/2017136511908442/

und am 23.1. , ebenfalls mit Café Drechsler im feudalen Schloss Belvedere bei einer brandneuen Veranstaltungsreihe,

cYa, würd mich freuen!

IMG_20180109_153845_703.jpg

 

Cheers und alles Liebste, euer aX

#14 „Kunst, Politik, Kultur & überhaupt“

Nach der gestrigen Regierungsbildungsverkündung mit all ihren Tücken, Abgründen, Oberflächlichkeiten und Heucheleien hatte ich auf meiner privaten fa(k)cebook Seite folgendes gepostet:   sind wir wirklich von der jeweiligen Politik vollkommen abhängige Armutschkerln? Ein Bekannter von mir meinte daraufhin, ich solle doch aufhören, hier auf facebook „rumzumotschkern“ und doch, mit Verlaub, eine eigene Liste gründen und der derzeitigen Regierung doch bitte wenigstens eine Chance geben. Hier in etwa meine Antwort:

Bildschirmfoto 2017-12-16 um 18.50.16
Foto © ORF

„Du verstehst mich nicht. Es geht überhaupt nicht um mich. Mir geht genau diese „Herummotschkerei“ extrem auf den Keks, und ich motscker hier überhaupt nicht rum. Ich frage mich nur ernsthaft: warum sich die meisten von uns so eine lächerliche Abhängigkeit von der Politik einreden lassen? ich frage mich, warum wir Politiker, egal wo, die ganze Zeit mit soviel Energie aufladen = so eine Bedeutung in unserem täglichen Dasein zukommen lassen und wozu wir sie in der Tat zu unserem individuellen, eigenen Glück tatsächlich überhaupt wirklich brauchen, vollkommen ohne jeden Sarkasmus. Nur weil wir nach Ausreden suchen , dass die SCHULD sind, wenn wir in unserer eigenen misery verharren, wenn wir uns lieber in Opferrollen herumsuhlen anstatt unser Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen? oder weil dies und das nicht klappt, oder wir dies und das nicht HABEN können??? Natürlich werden politisch die Rahmenbedingungen unseres Daseins und die Grundstrukturen unseres Zusammenlebens auch auf staatlicher Ebene mitgestaltet. Aber ob ich als Individuum glücklich oder unglücklich bin, entscheide in jedem Fall noch immer ausschliesslich ich selbst, zumeist vollkommen unabhängig von den „Rahmenbedingungen“.

1AAAA_Studio7

Ich habe mehr bedürftige, zum Teil extrem benachteiligte Menschen schon sehr oft viel glücklicher erlebt und wahrgenommen als viele von denen, die alles haben aber nie genug davon kriegen können. „wer glücklich ist, kauft nicht“ meint vollkommen richtig der Gehirn – und Verhaltensforscher Gerald Hüther. Vielleicht liegt ja genau da der Haken oder ist genau da der Wurm drin? wer sollte denn wirklich wollen, dass wir „glücklich“ sind, wo es doch viel Wichtigeres gibt:  das „Wirtschaftswachstum“ !

Ob ich als Lokalbesitzer ein Raucher- oder Nichtraucherlokal sein will, entscheide mit Sicherheit immer noch ich selbst. Ob ich meine Kinder in die derzeit bestehenden Schulen schicke oder nicht, kann und darf ich auch selbst entscheiden. Ob ich lauter Monsanto Scheisse konsumiere entscheide auch ich, ob ich mich großteils oder überhaupt vegetarisch oder vegan ernähre oder nicht auch, ob ich Sport betreibe oder nicht  auch, ob ich lieber Opfer bin als die Ärmel aufzukrempeln, sofern ich gesund und dazu in der Lage bin auch, ob ich ein Projekt starte und beharrlich an dessen Umsetzung arbeite, egal ob ich dafür staatliche Förderungen bekomme oder nicht, auch. Ob ich KünstlerIn und/oder MusikerIn bin, egal ob ich deshalb oder dafür? gefördert werde oder nicht, auch. Nur weil ich „Kunst“ an einer Uni oder einem Konservatorium oder einer Schauspielschule studiert habe berechtigt und befähigt mich das noch lange nicht dazu, tatsächlich KünstlerIn zu sein oder von der Kunst leben zu können und folgerichtig lässt sich daraus auch kein bis null Anspruch ableiten, dass der Staat sich um mich kümmern muss oder sollte, weil ich ja sonst verhungern müsste. So oder so ähnlich hatte ich das erst kürzlich bei einer Veranstaltung der Gesellschaft für Kulturpolitik aus dem Munde einer SchauspielerIn mit grossem Staunen vernommen.

25289630_10215027191216329_1398387923679857716_n
Foto © Elisabeth Hakel

Ich habe acht Jahre lang in den 90ies in den USA garbeitet, geliebt und gelebt, wo es so gut wie überhaupt keine Kunst- und Kulturförderungen, geschweige denn soziale Windelhosen gibt. Aber ich darf euch sagen, dass diese Tatsache dort nie und nimmer für irgendeine KünstlerIn oder Künstler ein Grund gewesen wäre, nicht seine Musik zu machen, nicht Records zu produzieren, keine Tourneen zu veranstalten oder Konzerte zu spielen, nicht Kunstwerke, Installationen oder Gemälde zu schaffen, nicht Romane, Drehbücher oder Gedichte zu schreiben, nicht Filme zu drehen die gedreht werden wollen, nicht Tanz- oder Theaterproduktionen durchzuziehen. Ich habe einige der intensivsten und spannendsten Off Broadway Theaterproduktionen in alten, verlassenen Industriebauten ohne Heizung und Plüschsessel mit ein paar alten Heizkanonen sehen und erleben dürfen, wo die einzigen Requisiten ein paar alte Kübel und ein paar Scheinwerfer aus dem Bauhaus waren.

Auch der Hilfeschrei nach Quoten aller Art ist mir ehrlich gesagt schon immer etwas suspekt, egal ob man eine „Airplayquote“ fordert (Italien schau auffa) und glaubt, nur weil man eine Gitarre halten kann und irgendwelche Songs schreibt ein Anrecht auf Airplay zu haben oder es , nach dessen Einführung, auch tatsächlich zu bekommen. Absurd. Oder man(n) als Frau Anspruch auf Quoten hat, schlicht weil man kein Mann sondern eben eine Frau ist und die Geschichte patriarchalisch versaut ist, wofür aber viele Männer der Jetztzeit herzlich wenig können, was allerdings immer öfter zu abartigen Gefühlswallungen da und dort führt, als seien Männlein und Weiblein eigentlich von Natur aus zwei feindliche Arten und Gattungen. Hallo? Geht,s eigentlich noch? Gleiche Bezahlung für gleiche Leistung, keine Frage, dafür müssen wir uns alle stark machen und einsetzen , mit oder ohne Quoten. Aber muss das wirklich gleich in Geschlechterkampf und Krampf ausarten?

DSC_9632
art © Billi Thanner

Ob ich gratis Schmierblätter lese oder permanent vor der Glotze sitze, entscheidet jede und jeder einzig und allein auch für sich. Ob ich mich sozial engagiere oder nicht, auch . Ob ich täglich Unmengen an Alkohol saufe oder nicht auch. Ob ich rauche oder nicht, auch. Ob ich zu MacDonalds gehe oder nicht, auch. Ob ich die Nachbarn in meinem Dorf, in meinem Mietshaus kenne oder nicht auch. Ob ich meine Lebensmittel bei einem Bauern- oder Bauernladen oder beim Billa kaufe auch. Ob „die anderen“ meine Feinde oder Freunde oder weder noch sonder einfach Mit – Menschen sind auch. Ob ich mich tatsächlich für meine Mitmenschen interessiere, auch wenn sie nicht immer meiner Meinung sind   oder gleich in Bausch und Bogen glaube verurteilen, beschimpfen oder hassen zu müssen auch. Und selbst ob ich weiterhin hier in Österreich leben, arbeiten und Steuern zahlen will oder eben nicht entscheide auch ausschliesslich ich selbst.

 

10437419_1564541407113299_7116168974299750668_n
Lady Gaga & Nietzsche © Marko Brajković

Wichtig wäre die Politik bzw. besser formuliert: der durch unsere Steuergelder finanzierte Staat, in genau jenen Bereichen, vor allem auch im sozialen Bereich, in den Bereichen Gesundheitswesen und Bildung, die immer mehr von der Politik aussen vor gelassen und extrem vernachlässigt werden: Lösungen für jene Gruppen, Situationen und Menschen zu bieten und zu entwickeln, die sozial schwach , geschwächt oder gefährdet sind, die durch unerwartete Ereignisse in Not geraten oder Gefahr laufen, auf der Strasse zu enden, wo es um gerechtere Verteilung bzw. Umverteilung gehen sollte, wo es Bedrohungen durch Umweltgifte, nicht nur für uns Menschen sondern für alle extrem wichtigen und notwendigen Klein- und Kleinstlebewesen gibt, ob man Schundblätter und Yellow Press tatsächlich um jeden Preis staatlich fördern muss, ob Kaufen, Kaufen, Kaufen und der ja inzwischen schon wirklich dumme Anspruch eines stetig wachsenden Wirtschaftswachstums wirklich noch ein zukunftsfähiges, überlebensfähiges, nachhaltiges Gesellschaftsmodell sein kann und darf, welches fast alle Bereiche unseres gemeinsamen Daseins betrifft und auf die eine oder andere weise beeinflusst. Oder ob es vielleicht doch Sinn machen könnte ein bedingungsloses Grundeinkommen anstelle von 12 Stunden Arbeitstagen einzuführen. Ob Gesundheitsversorgung mit der Grösse der Geldbörse oder des Bankkontos korrelieren muss. Das und noch mehr sind Bereiche, Aufgaben und Fragen, wo die Politik vollkommen versagt aber wo sie extrem wichtig wäre und wofür wir sie eigentlich dringender denn je gut brauchen könnten. Aber da ist sie nicht bis kaum am Start, und wie es nie war wird es auch in Zukunft nicht mehr werden.

22281919_10204118969850925_2429181969101103466_n

Also was soll diese von allen Medien breitest unterstützte Wichtigmacherei und Wichtigtuerei ??? Ein bisschen weniger soziale Windlhosn ausser für existentielle Notfälle, wesentlich mehr Eigenverantwortung. Erkennen , dass die uns aufoktruierte „Ohnmacht“ schlicht und einfach ein von vielen Politikern und anderen Interessen herbeigesehntes Märchen ist, dass das aus fadenscheinigsten Gründen und mit immer perfideren Mitteln aufeinander Loshetzen und uns in Gut und Böse aufteilen am Ende immer und so gut wie ausschliesslich Profit- und Machtgeilen Interessen dient und nie UNS oder unserem Wohl, auch wenn man das dogmenartig tausendmal behauptet. Tatsache ist, dass die Politik in ihrer derzeitigen Form vollkommen überfordert ist und für die tatsächlichen Anforderungen unserer Zeit, NULL bis kaum Lösungen anbietet, durch ihre vollkommen veralteten Strukturen und Ansprüche überhaupt in der Lage bzw. bereit ist, welche anzubieten, sondern den Karren einfach noch (g)krasser und schneller und mit voller Wucht aus Macht- und Geldgier und oft auch aus reinen Konzerndienerabhängigkeiten an die Wand fährt.

19466262_10155443163878055_6483154478735003989_o

Es scheint mir ein Kampf gegen Windmühlen zu sein. Mit alten, herkömmlichen Mitteln krampfhaft einen todkranken Dinosaurier mittels eines inzwischen eindeutig erwiesenen Gifts namens ständig wachsen müssenden Wirtschaftswachstums immer noch am Leben erhalten zu wollen scheint mir ähnlich wie der Versuch ein Rennen mit Schiern von 1997 in einem Rennen 2017 mit vollem Einsatz zu versuchen zu gewinnen, wo sich allerdings inzwischen alles geändert hat: die Technik, die Schier, das Training, der Schnee, die Sportler, das Klima, die Menschen und die Pisten – also alles. Wir müssen gemeinsam nicht nur dringender denn je das gesamte alte, kranke, vermoderte und extrem ungesunde System , sondern jede und jeder Einzelne von uns vor allem unser Denken und noch mehr, unser FÜHLEN ändern bzw, überhaupt wieder neu entdecken und wiederfinden und einmal grundsätzlich volle Eigenverantwortung übernehmen für unser eigenes Glück und unsere eigene Situation, denen , die Hilfe brauchen, ohne ein Prozent Zweifel zu helfen, weil sie uns nichts wegnehmen, zumindest nichts was uns der Staat ohnehin nicht gibt,  und nicht alles auf“die Anderen“, Mama und Papa,  und die Politik schieben. Das meinte ich mit SIND WIR WIRKLICH VON DER JEWEILIGEN POLITIK ABHÄNGIGE ARMUTSCHKERLN ? schönen Tag noch und überhaupt: AUFWACHEN – JETZT! cheers, der aX

DSC_9581#1

# 13 „Jetzt schlägt’s 13“ – Schlagzeuger: sanfte Schläger,heisse Beatz,coole Socken

Ganz ehrlich? Dies ist sicher wieder einmal ein vollkommen subjektiver Blogbeitrag zum Thema „Schlagzeuger“, die in meiner Wahrnehmung nach über 40 Jahren auf Schweinefellen, Kochtöpfen, Blechhaufen und anderem „Schrott“ rumschlagender und Musik Machender ohne  Zweifel schon eine wirklich ganz spezielle und besondere Spezies Menschenkinder sind: zum einen , wenn einmal in den Drumhimmel losgelassen und in Action einige der wildesten Hochenergie Viecher auf der einen Seite und die oft, Ausnahmen bestätigen die Regel ( Erich Bachträgl schau owa ) die entspanntesten, sanftmütigsten und gechilltesten Musikerkollegen sind, die man sich nur wünschen oder vorstellen kann. So zumindest meine sehr persönliche Wertschätzung und Wahrnehmung.

1606344_10153056940938055_5741791652611248372_o
drummers workshop 2014 @ the mushroom Studio mit meinen ehemaligen iPop StudentInnen der Musik Universität Wien und Wolf Sebastian, aleX & David Piribauer

Kennen lernen durfte ich auf meinen Wegen als professioneller Live, Studio und touring Musiker sehr berühmte, extrem berüchtigte, äusserst bekannte bis hin zu grossartigen, vollkommen unbekannten KollegInnen und Kollegen. Die Namensliste meiner ehemaligen geschätzten Lehrer, Studienkollegen sowie die meiner eigenen Studenten am Berklee College Of Music in Boston, Kollegen aus meiner Zeit in NYC, oder Studierende an den Musik Universitäten in Graz und in Wien, unzähliger workshops sowie dem Vienna Music Institute, von denen ich mit fast allen noch immer in regem Austausch bin, bis hin zu meinem Sohnemann Aljosha Kareem Pfeifer, liest sich wie ein Who is Who eines guten Teils der nationalen sowie internationalen Trommlerszene.

DSC_4152
mein Sohnemann Aljosha Kareem Pfeifer 18 years ago im Alter von 3 Jahren

Ich habe jetzt, ganz ehrlich, ein wenig Schiss, Namen zu nennen, da man ja immer wieder Gefahr läuft jemand besonders liebens- oder zumindest erwähnenswerten zu vergessen, aber ich will es trotzdem mal versuchen und wer sich vergessen fühlt oder wen ich tatsächlich vergessen haben mag, möge mir bitte verzeihen oder mich bitte davon in Kenntnis setzen.

12593918_10154047552513055_3215755872972295822_o
Jorge Rossi and the legendary „Mr. Magic“ Al Foster

Da wären mal meine Schlagzeug Lehrer an der ehemaligen Musikhochschule in Graz, Manfred Josel und Erich Bachträgl, der leider viel zu Früh von uns gegangen ist. My main Man Tommy Campbell und der Experte for Latino / Afro Cuban Beatz, Ed Uribe, der leider auch nicht mehr unter uns weilt, und einige ihrer Kollegen am Berklee College Of Music in Boston. Sowie der zahnluckerte kubanische Koch im Ryles Music Club in Cambridge, der mir nach Dienstschluss „seinen“ extrem geilen Songo gezeigt hat oder der liebste Percussionist der Herman Johnson Band in Boston, dessen Namen ich leider auch vergessen habe, der mir monatelang, jede Woche, damals noch Kasetten mit kubanischer Musik aufgenommen hat damit ich den „Clave“, den Puls der kubanischen Musik verstehen, lernen und üben konnte.

1535383_10153271420383055_6818260122043959573_n
Mr. Gary Novak

Mein lieber „Engel“ in meinem ersten Jahr in NYC , der fantastische „Artiste“ und  Percussionist Mino Cinelu, der mich ein Jahr lang überall hin mitgeschleppt hat, wo immer er hinging und ich in kürzester Zeit alle wichtigen Clubs, Veranstalter, Manager, Produzenten, Studiobetreiber, Recordcompany People und Musikerkollegen kennen lernen durfte und sie mich. Ohne einen solchen Engel brauchst Du dafür mindestens 3 – 4 Jahre, was sicher meine derzeit nach meinem Wissen in NYC lebenden und arbeitenden ehemaligen Studenten aus Graz, Lamy Istrefi Junior, der mit Joe Lovano und Co spielt und tourt sowie Peter Kronreif bestätigen werden. Oder der leider auch schon von uns gegangene legendäre Percussionist Don Alias, der wie Mino auch mit Miles Davis gearbeitet hatte sowie in der Jaco Pastorius Band, den ich im Wolfgang Muthspiel Sextett mit Larry Grenadier, George Garzone und Tom Harrell im ECM Studio in Ludwigsburg und auf einer anschliessenden  Europa – und US Tour kennen lernen durfte und der mich gleich danach zusammen mit dem Bassisten Jeff Berlin in seine NYC Band geholt hatte.

10553807_10152603565283055_7395947214598133133_o
George Clinton & Parliament Funkadelic, the Mothership and Godfathers of Funk

Meine wunderbaren Studiendkollegen in Graz, Markku Krohn aus Lahti in Finnland, Michael Landmesser aus Berlin, wherever he might be now!, ein anderer Michael aus Regensburg, Familienname vergessen, die extrem inspirierenden Studenten aus meiner Grazer Zeit, Karlheinz Miklin Junior ( The Base ), der in London lebende Marco Quarandotto, die alle am VMI unterrichtenden Jörg Mikula, Dusan Novakov, den ich 14 jährig auf einem workshop der Jeunesse Mitte der 80iger in Groznjan in Istrien kennen lernen durfte und viele seiner Ex Yugo Kollegen an deren Namen ich mich nicht mehr wirklich erinnern kann ausser Victor Victor Palic und Andjelko Stupar, sowie Harry Tanschek, seine steirischen Kollegen Bernhard Wimmer, Bernhard Schneidhofer, Klaus Fürstner, Greg Josel, Jörg Haberl sowie auf einem meiner „JUNK“ (Jazz Und Neue Klänge) Workshops , den blutjungen, inzwischen in Linz unterrichtenden Herbert Pirker und den Grazer Philipp Pluhar, die Wiener Lukas Knöfler und Wolfgang Fraiss, aus dem Burgenland Aaron Thier, aus dem Ländle , ebenso bei einem Workshop kennen gelernt , Alfred Vogel , der auch das famose Festival Betzau Beatz kuratiert und Mark Vogel sowie meine wunderbaren Kollegen Günter Meinhart vom Studio Percussion Graz und fellow Obersteirer Christian Saalfellner.

11129920_10153261421703055_4968693529469754034_n
Red Bull Drum beatz recording @ Casino Baumgarten Analog Studio mit Maximilan Langer, Herbert Pirker & one of them B Boyz Killin‘ Street Dancers

Die Bostoner Urgesteine Bob Gullotti, Allan Dawson und Bob Moses sowie meine famosen und inzwischen weltberühmten Studienkollegen in Berklee Jim Black, Abe Laboriel Junior, Jorge Rossi, Ben Wittman und den genialen Studio Killer mit der Creme de la Creme der internationalen Popartists, Steven Wolf. Aus meiner NYC Zeit und eher heftigen Touring Phase Billy Hart, Rashied Ali, Art Blakey, Billy Higgins, Frank „Waddy“ Cash, drummer von George Clinton & Parliament Funkadelic bei einer gemeinsamen Europa Tour mit meiner US Band „Pink Inc.“, meinen lieben Freund Jojo Mayer, Steve Jordan, Tony Williams, Zach Danziger, Questlove , Adam Nussbaum, Terry Lynn Carrington und erst vor Kurzem, einer meiner absolute heroes, Steve Gadd…..

DSC_6195
mein Freund Jojo

Nicht zu vergessen meine genialen germanischen Kollegen Flo Dauner & Tim Neuhaus sowie meine homies Max Legat, Michael Prowaznik, Wolfgang Reisinger, Joris Dudli, Lukas König, Andreas Lettner, Fernando Paiva da Silva, Luis Ribeiro, Harry Stampfer, Reinhard Winkler, Tommy Böröcz und all die anderen wunderbaren drummer girls and boyz die ich jetzt mit Sicherheit vergessen habe zu erwähnen.

Bildschirmfoto 2017-12-09 um 20.37.12
drummer workshop 2017 @ the mushroom studio mit Max, Elisabeth, Simon, Lukas, Florian und David

Es ist mir eine grosse Ehre Teil eurer und unserer drummer family sein zu dürfen und euch alle da und dort kennen gelernt zu haben. U Girls and Guys inspire the shit out of me. Thank you, thank you, thank you. Keep up the spirit and keep rockin‘ and groovin‘ and shaping and sculpting and moving and pushing , u people are one very special of a kind. Cheers, der aX