#141 „Was die Angriffe auf die Justiz mit der sinnlosen Empörung über eine rote Ampel gemeinsam haben“

In aller Kürze: Ampeln regeln den Verkehr auf Basis der Verkehrsregeln. Die sogenannten 3 Säulen der Demokratie, die Staastgewalten: die Gesetzgebung (= Legislative), die Gerichtsbarkeit (= Judikative) und die Verwaltung (= Exekutive) regeln auf der Basis der vom jeweiligen Parlament beschlossenen Gesetze unser aller friedliches Zusammenleben.

Wenn sich nun dieser extrem ambitionierte türkise Mann für,s Grobe im parlamentarischen Untersuchungausschuss in Form einer Un-Art Mensch gewordener Rottweiler oder Dobermann permanent die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft politisch und alles andere als Fakten basiert glaubt permanent attackieren und zuletzt sogar persönlich blossstellen zu müssen, und zugleich behauptet, dass man von Seiten der Türkisenen vollkommenes Vertrauen in die Justiz hätte, so fühlt sich das nicht nur sehr merkwürdig an, sondern es ist schlicht und einfach demokratiepolitisch inakzeptabel und vollkommen untragbar. Der Name dieses, aus dem Nichts zu plötzlich trauriger Berühmtheit gelangten Herrn will mir gerade nicht einfallen, da er uns mit Sicherheit sehr bald ohnedies getrost wieder entfallen können wird.

Es wäre in etwa so, dass ich jede rot werdende Ampel, die früher oder später, meistens mehrmals täglich, jeder und jedem von uns bevorsteht und einfach nur zur Konsequenz hat, dass wir einfach in Ruhe und ohne unnötige Aufregung stehen bleiben müssen, anfange persönlich und speziell gegen mich gerichtet zu interpretieren, und mich darüber extrem zu echauffieren und lautstark, am Besten noch in Form eines Sitzstreiks oder einer Pressekonferenz, zu empören beginne. Nicht nur das: ich stelle aufgrund dieser persönlich georteten Benachteiligung nicht nur die Sinnhaftigkeit einer Ampel, und da besonders der roten an sich, sondern zugleich sämtliche Verkehrsregeln in Frage und behaupte zugleich , als Autofahrer, Radfahrer, Fussgänger oder was auch immer, absolut nichts gegen die Verkehrsregeln zu haben und im Prinzip auch nichts gegen Ampeln, solange sie nicht rot und zumindest grün, gelb oder bestenfalls: türkis sind.

#140 „Wo bleibt er, der ganzheitliche Mensch, in einer kranken und verrückten Gesellschaft?“

Aufgrund auf den ersten Blick sehr verschiedener Situationen in der bewussten Wahrnehmung meines sogenannten „Alltags“ und der darin handelnden, mir ans Herz gewachsenen Personen in ihren vollkommen verschiedenen Lebensabschnitten und -räumen glaube ich allerdings immer klarer zu erkennen, dass wir es hier immer mehr und immer öfter mit einem gesamt gesellschaftlichen , allgemein gültigen, viel zu viele von uns persönlich betreffenden und immer mehr betroffen machendem Phänomen zu tun haben, welches mein Lieblingsautor Fabian Scheidler in seinem Buch „Der Stoff aus dem wir sind“ sehr treffend auf den Punkt gebracht, folgendermassen formuliert:

„Das Warten auf den Moment, da der Mensch endlich als körperliches und fühlendes Wesen ausgelöscht werden kann, ist symptomatisch für eine technokratische Männerwelt, die von ihrer eigenen Innenwelt so weit abgespalten ist, dass sie Denken, Fühlen und Wahrnehmen von Rechnen – das einzige, was Rechner können – nicht mehr unterscheiden kann. Es ist der Endpunkt der Unterwerfung des Menschen unter die Maschinenlogik. Der Versuch, Menschen in einen Datensatz zu verwandeln ist Teil einer Kultur des Todes, die alles, was Leben ausmacht – Spontaneität, fühlendes Erleben, Selbstorganisation und Kreativität – durch Abstraktion und Berechnung ersetzt. Ihr Fluchtpunkt ist ein wüstenartiger Planet, auf dem einsam im dunklen Weltall ein blinkender Riesenrechner steht, der anzeigt, wie viel Geld er gerade verdient.“

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Klingt auf den ersten Blick sehr hart , scary und ernüchternd und irgendwie wie aus einem utopischen Roman oder einem Science Fiction movie, aber es ist, like it or not, wohin wir uns, bzw. man uns auf möglichst schnell und lückenlos zu installierenden und auszubauenden digitalen Breitband Autobahnen zu bewegen bemüht ist. Das heisst: vielerorts, im Bewusstsein und noch wesentlich mehr im inzwischen pandemischen Nicht – Bewusstsein vieler sind wir schon lange dort.

Da ist zum einen ein fantastischer, extrem liebenswerter sowie empathischer 7 Jahre junger Bursche, der mich immer wieder aufgrund seiner höchst philosophischen Betrachtungsweisen und Erkenntnisse mit offenem Mund staunend inne halten lässt. Jemand, der seine ersten Lernjahre in einer selbstorganisierten Lerngruppe mit einer exzellenten jungen, engagierten Waldorf Pädagogin verbracht hat und nun zur sogenannten „Externistenprüfung“ in einer stink „normalen“ Schule mit einer ebenfalls stink „normal“ Karriere geilen Streber Lehrerin antreten musste, um ihr zu beweisen, dass er das für sein Alter vorgesehene „Soll“ der vorgesehenen Wissensauftankung und Abfüllung an einer stink „normalen Regelschultankstelle“ sich zu Eigen machen konnte. Alles während einer einstündigen „Über – Prüfung“ in einem Umfeld, wo derartige selbstorganisierte Lerngruppen von vornherein als vollkommen unnötiger Fremdkörper empfunden werden , die man in diesem „Schulsystem“ eigentlich weder will noch zu brauchen glaubt. Vorläufiges und nicht wahnsinnig überraschendes Resultat: Nicht genügend.

Was im Ernstfall soviel für ihn heissen würde, dass er , sollte das tatsächlich nach Einsprüchen und Protesten im Rahmen der dafür sehr beschränkten Un – Möglichkeiten ein Endresultat werden, ab jetzt nie mehr in einer freien Lerngruppe oder an alternativen Schulen für das Leben lernen kann sondern ab jetzt an einer stink normalen Regelschule „unter – richtet“ werden muss und eben nicht mehr in seiner geliebten Lerngruppe „auf – gerichtet“ werden darf. Da hat jetzt eine einzige, in ihrer Eigenwahrnehmung, extrem kompetente, nach allen Massregelungen der Kunst unter – richtende Person die Freude am Lernen, die Bemühungen einer engagierten jungen Kollegin und das Ent – wickeln des eigenen, diesem jungen Menschen inne wohnenden Potentials in einer einstündigen „Evaluierung“ herabschätzend hin – gerichtet und für immer zunichte, auf jeden Fall um vieles Unnötiges schwerer bis unmöglich geMacht. Frei nach dem Motto; „Denen werden wir ihre Flausen schon noch austreiben.“

„Der Begriff „ganzheitlich“ ist ein bisschen zu einem Modewort geworden, dem oft die eigentliche Bedeutung abhanden gekommen ist. Was aber ist ursprünglich gemeint mit diesem Begriff, der nicht nur in der Pädagogik, sondern auch in der alternativen Medizin eine große Rolle spielt? Ganzheitlich meint, das Ganze im Blick zu haben und mehr noch, sich selbst als Teil des Ganzen zu sehen und zu begreifen. Es handelt sich also um einen systemischen Begriff. Das Ganze entspricht dem System, die einzelnen Menschen oder Objekte sind Teile darin, die eng miteinander in Verbindung stehen.

Was bedeutet vor diesem Hintergrund also der Begriff „Ganzheitliches Lernen?“ Ganzheitliches Lernen berücksichtigt, dass bei einem kognitiven Prozess, etwa dem Lernen einer fremden Sprache, immer auch Emotionen mit im Spiel sind. Lernen ohne Motivation gibt es nicht. In vergangenen Zeiten war das leider oft die Motivation, einer angedrohten Bestrafung entgehen zu wollen. Natürlich lehnt die Montessori-Pädagogik Bestrafung in jeder Form vollkommen ab. Belohnung für einen Lernerfolg wird übrigens genauso wenig favorisiert. Jedes Eingreifen in den selbsttätigen Lernprozess des Kindes wäre fehl am Platz. Lernen soll Selbstzweck sein, der Erfolg selbst ist die Belohnung.

Ganzheitliches Lernen bedeutet, das Kind auf allen Kanälen beim Lernen zu unterstützen. Bei den kleinen Kindern ist das vor allem die körperliche, sinnliche Ebene, aber auch Schulkinder brauchen diese Ebene noch, um Lerninhalte mit angenehmen Körperempfindungen zu verknüpfen und dadurch besser im Gehirn zu verankern.“ https://www.montessori-material.de/montessori-wissen/warum-ganzheitliches-lernen-so-wichtig-ist

Andererorts begibt sich eine 86 jährige , sehr agile und lebensfrohe Dame, der man ihr leibliches Alter nie und nimmer ansehen würde, nach einem Herzinfarkt, erst nach mehrmaliger Intervention ihrer Familie, also immerhin „nur“ Monate später, was sicher auch einem Pandemie bedingten Platzmangel geschuldet gewesen sein könnte, schlussendlich für ein Monat auf ihre wohlverdiente REHAbilitation in ein angesehenes, heimisches, dafür bekanntes und vorgesehenes Zentrum.

Nach einer anfänglichen Eingewöhnungsphase und begleitendem latentem Heimweh ist die Familie der Dame inzwischen sehr um sie besorgt, nachdem die dort sehr umtriebig agierenden und sicher in gewisser Weise durchaus auch sehr versierten Medizinerinnen und Ärzte sich unter zu Hilfenahme manch fragwürdiger Formulierungen, Methoden und möglicherweise gedankenloser Aussagen bemühen, an wiederholte, für jene Frau sehr unangenehme, aber natürlich auch wichtige und durchaus häufige Blutabnahmen der rekonvalszenten Patientin zu kommen, um sie bei Ihrer Entlassung von Seiten der Medikamente möglichst gut eingestellt gehen lassen zu können, woran ja grundsätzlich überhaupt nichts auszusetzen wäre.

Nun fallen da in dem Kontext eben wiederholt unbedachte Worte aus qualifizierten Ärztemündern in Form vollkommen entbehrlicher, nebuloser Angstmache: „Sie müssen aufpassen, dass sie nicht wieder einen Herzinfarkt bekommen“, was die an sich lebensfrohe Dame auf für jede und jeden leicht nachvollziehbare Weise zutiefst verängstigt und verunsichert und zu sonst gar nichts taugt, ausser als Druckmittel der Angst, um zu den anscheinend einzig wichtigen Blutproben und Laborwerten zu gelangen. Der Zweck heiligt di Mittel sozusagen. Faktum ist, dass die Gesundheit der Dame sich parallel und ungeachtet all dessen, basierend auch aber eben nicht nur auf all diesen medizinischen Daten, bestens entwickelt.

Nach neuerlicher Intervention, unter dem Hinweis, dass das vielleicht nicht gerade die gelungendste Art sein könnte, einen Rehabilitationsgast zuversichtlich, vertrauensvoll und lebensfroh in ihr weiteres Leben zu entlassen, hagelt es von Seiten der Ärzteschaft von Drohungen einer vorzeitigen Entlassung über Verteidigungssalven bis hin zu Vorwürfen, dass man sich das nicht bieten lasse und man schon wisse , was man tue, weil man das ja genau so schon immer mache, nichts als Missmut, Empörung darüber, wie man denn den weissen Göttern in their own minds so kommen könne bis zu verletzten Egos und vollkommenem Miss- und Unverständnis. Ein Gespräch diesbezüglich mit der dafür verantwortlichen Ärztin entwickelt sich zu einem diplomatischen Hochseilakt. Warum ist es von Mensch zu Mensch anscheinend so schwer zu verstehen, dass Angst kein Heilmittel ist und auch in jedem Fall ohne Zweifel kein Druckmittel sein sollte?

Wäre ich der zu behandelnde, verantwortliche Arzt oder Ärztin würde ich mich über diesen Hinweis freuen, dass man da der Dame , gut möglich, unbewusst und unbedacht, vollkommen unnötig Angst gemacht haben könnte, und mich dafür in der Tat für dieses Feedback „be-danken“ und zugleich versuchen, die Notwendigkeit häufiger Blutabnahmen ab hier und jetzt dieser Dame gegenüber etwas bedachter und glücklicher zu formulieren. Punkt. Alles andere ist vollkommen unnötiger, befindlicher Quatsch, der nichts und niemandem dient und sollte in einer derartigen Institution absolut nichts verloren haben, wo man Menschen so gut wie nur irgendwie möglich wieder ihr Vertrauen in ihre Gesundheit und in ihr Selbst wiederherzustellen bemüht sein sollte.

Auch da frisst sich die Ab – Spaltung quer durch alles höchst menschliche. Zum einen die Dankbarkeit und Freude über die Errungenschaften der Forschung und der Medizin und zum anderen die fassungslose Beobachtung, dass praktizierende Ärzte , sicher oft auch im besten Glauben und vermeintlich besserem Wissen, sehr oft verleitet scheinen, das Ganzheitliche eines Menschen zu über – sehen um sich lieber voll und ganz in ihren Daten und Werten, oft jenseits aller anderen Aspekte, die auch zur Gesundheit eines Menschen wesentlich beitragen, selbst im Jahre 2021 noch festbeissen, abspalten oder verlieren können.

Berlin/Schöneck (dpa) – „Wir nehmen den ganzen Menschen in den Blick“ oder „Wir arbeiten ganzheitlich“ – mit solchen Sätzen werben Heilpraktiker gern für ihre Arbeit. Das klingt verlockend. Wer will nicht als ganzer Mensch betrachtet werden, wenn ihm etwas wehtut? Wer will nicht mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln behandelt werden, statt nur auf die eine oder andere Weise? Die Frage ist: Müssen sich Patienten tatsächlich von der Schulmedizin abwenden, um als fühlende Wesen betrachtet zu werden? Oder umgekehrt: Gibt es überhaupt eine Medizin, die nicht ganzheitlich arbeitet?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Gesundheit als einen „Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens“. Wenn sich die Medizin um den Erhalt oder die Wiederherstellung der Gesundheit kümmert, sollte sie also – streng genommen – immer ganzheitlich arbeiten. Oder biopsychosozial, wie Schulmediziner es nennen.

Fragt man eine Heilpraktikerin, was sie unter ganzheitlicher Medizin versteht, sieht die Antwort ähnlich aus. Für Monika Gerhardus, Vorsitzende der Union Deutscher Heilpraktiker (UDH) in Hessen, ist der Mensch einerseits Produkt seiner Gene und andererseits auch geprägt durch soziale, kulturelle und religiöse Einflüsse. Hinzu kommt das Leben – etwa das Älterwerden mit seinen physischen und psychischen Folgen. Allein für die Heilpraktiker beansprucht Gerhardus diese Art der Betrachtung keineswegs. Genauso könne durchaus auch ein Schulmediziner behandeln. Die Frage ist: Tut er das auch?

Prof. Dietrich Grönemeyer stellt das zumindest infrage. Eine zunehmend spezialisierte Medizin verliere solche Aspekte aus dem Blick, sagt er. Der Arzt aus Bochum hat gerade ein Buch zu ganzheitlicher Heilkunst herausgebracht und sagt: „Wir Schulmediziner behandeln den Patienten zu oft nur funktionell und unter Ausnutzung aller Möglichkeiten der modernen Gerätemedizin.“ https://www.rnz.de/ratgeber/gesundheit_artikel,-mensch-im-blick-der-patient-als-fuehlendes-wesen-was-bedeutet-ganzheitlich-_arid,382637.html

Andere Baustelle: Eine sehr lieb gewonnene Freundin lebt inmitten einer wunderbar intakten und gesunden Naturlandschaft im niederösterreichischen Waldviertel. Als ihr vor einigen Tagen inmitten der Felder und Wiesen dieser noch vollkommen gesunden Kultur- und Naturlandschaft eine relativ grosse, baustellenartige Grabungsfläche mit blanker Erde und Sand auffiel, fragt sie sich, was denn da vor sich gehen könnte. Es stellt sich heraus, dass der dortige Besitzer der Wiese und des Ackers mitten in unberührter Natur und landwirtschaftlichen Nutzflächen eine riesige Halle für tausende Puten in Form von Massentierhaltung, Antibiotika und allem was dazugehört, inklusive., hinzupflastern gedenkt, ohne die Anrainer oder die Gemeinde davon, zumindest offiziell, in Kenntnis zu setzen. Friss oder stirb. Und alle gut gelernten Ösi Duckmäuseriche und -innen stummen um den heissen Brei herum. Punkt.

Die meisten von uns spüren sich auf erschreckende Weise einfach nicht mehr oder immer weniger, sind mit sich selbst und damit auch mit den Mitmenschen und der Natur, überhaupt nicht mehr in Kontakt oder in Berührung und von ihrer tiefsten menschlichen und spirituellen Essenz inzwischen vollkommen abgetrennt und mit Hilfe unseres seit Jahrhunderten im Ansatz unveränderten Bildungsunwesens erfolgreich zu Tode formatiert worden. Kaum jemand mehr versteht es im Hier und Jetzt zu leben. Die meisten be – finden sich in einem künstlich erzeugten und mega stressigen Wettbewerb, wobei es allerdings nichts zu gewinnen aber das ganzheitliche Mensch Sein zu verlieren gibt, der ein inne halten inzwischen schier verunmöglicht.

Ein, dem nächst besten Moment, der nächst besten Beziehung, der nächst besten Chance und dem nächst besseren Leben ‚Hinterher – hetzen inklusive der Illusion von Zeit und Zukunft, im gedanklich konditionierten und sorgfältig von Aussen formatierten Innen sowie zugleich im körperlichen, oberflächlichen, durchtrainierten und aufgespritzten von innen vollkommen abgetrennten und verunsicherten Aussen .In einem steten bewusstlosen Bewusst – Sein, nie „genug“ Sein und aufgrund dessen auch nie genug „Haben“ zu können, gierig, voll optimiert und so effizient sowie komplett verstoppelt, verkabelt und isoliert wie nur irgendwie unmöglich, mit dem steten Blick und Griff zum heiligen Handy Altar auf der digitalen Breitbandautobahn. Einer im Konsumrausch und in Profitgier ertrinkenden Fiktion hinterher jagend, um auf jeden Fall und um jeden Preis möglichst als erste oder erster im heiss ersehnten Nirgendwo und Nichts zu landen.

„Das Menschenbild, das dem Heilenden Feld entspricht, ist ganzheitlich und präsent. Das Leiden an Krankheit, an Beziehungen und an Lebensumständen kommt aus der Haltung und Beziehung, die man zu der jeweiligen Lebenssituation kultiviert. Leiden entsteht immer dann, wenn das, was gerade ist, abgelehnt wird. Diese Ablehnung speist sich allein aus den Gedanken der eigenen Geschichte, mit der man identifiziert ist und die man zum eigenem Ich macht.

Das Wesen, das der Mensch in seiner tieferen Natur wirklich ist, ist jenseits aller Vorstellungen und kann mit dem Verstand nicht erfasst werden. Auch wenn das menschliche Wesen nicht der Körper ist, so ist er ein wunderbares Geschenk des Lebens für unendlich viele Möglichkeiten der Erfahrung. Der Körper als Instrument der Sinneserfahrung ist es zutiefst wert, geachtet, gepflegt und geliebt zu werden. Denn als diese Erscheinungsform dient er uns Menschen mit fast endloser Geduld.
Auf einer tieferen Ebene jedoch gibt es keinen Unterschied zwischen der eigenen Person, anderen Menschen, der Natur und dem Universum.

Mit dem Ende der Vorstellung eines vom übrigen Universum getrennten Wesens geht das Ende von Leiden und Krankheit einher.“ https://www.drplatsch.de/Ganzheitliches_Menschenbild.html

Mein Lieblings Waldmensch, der geniale Holzbau Experte Erwin Thoma von http://www.thoma.at hat im Film „But Beautiful“ von Erwin Wagenhofer auf wunderbare Weise erzählt, dass der Wald sich seiner sozialen Verbundenheit mit allem und den Mit – Bäumen vollkommen bewusst ist, was sich folgendermassen äussert: Sollte einem Baum gerade das Wasser ausgehen, ein absoluter Notfall also, so wird das innerhalb kürzester Zeit über ein fast noch gänzlich unerforschtes Kommunikationssystem den restlichen Baumkollegen und Kolleginnen mitgeteilt die daraufhin sofort ihren eigenen Wasserbedarf im Kollektiv herunterfahren, um es diesem einen, sich in Wassernot befindlichen Baum zukommen zu lassen. Wir Menschen sind in Wahrheit aus genau dem selben, mitverantwortlichen, sozialen und mit uns selbst und allem anderen verbundenen Holz geschnitzt nur hat man uns das inzwischen schon fast vollkommen ausgetrieben. An den Wirtschaftsunis dieser Welt lernt man mittlerweile das genaue Gegenteil von all dem: dass das „Schwächeln“ eines Mitmenschen, der jetzt freundlicherweise „Mitbewerber“ heisst, die erst beste Gelegenheit bietet, ihn im Stich zu lassen und als Wettbewerbs – Konkurrent für immer auszuschalten.

Vor Kurzem, in einer genialen ORF Doku, sehe ich einen meiner absoluten Lieblingsorte in Österreich, „Altaussee“. Da will der dortige „Salzbaron“ und vormalige Finanzminister an der Seite des legendären Bruno Kreisky, Hannes Androsch, skuriler Weise auch ein tatkräftiger und amitionierter Unterstützer diverser alternativer Bildungsprojekte und Bemühungen, offensichtlich mitten durch ein quasi naturgeschütztes Gebiet eine Strasse zur fremdenverkehrlichen Erschliessung betonieren lassen. Es formiert sich Widerstand in einer vornehmlich aus weiblichen Ureinwohnerinnen bestehenden Gruppe um die Schriftstellerin Barbara Frischmuth, die da folgendes Wunderbares sagte: „Ich gehe dort seit Jahrzehnten spazieren und wundere mich jedes mal, dass es so etwas überhaupt noch gibt: ein Ort, wo man noch die Stille hören kann. Wenn man da jetzt eine Strasse baut, ist dieses Wunder für immer dahin. Da hilft es uns dann im Nachhinein herzlich wenig, wenn wir es bereuen. Diese Stille wird nicht mehr hörbar gewesen sein.“

#139 “ Unzählige Gründe immer wieder hartnäckig die Stimme unserer Herzen zu sabotieren“

Ich beschäftige mich seit Jahren, eigentlich seit Jahrzehnten, in Wahrheit mehr oder weniger bewusst, als , wie ich mich oft selbst definiere, „intuitives Monster“, mein ganzes Leben lang sehr eingehend, sorg- und wachsam mit genau diesem Thema, wo es doch, den meisten von uns allerdings vollkommen unbewusst, zumindest unter – bewusst, als Basis für unzählige Mist – und Missverständnisse, Unglück, Ver – Zweiflung, Angst, Zweifel, Schuld, Scham, Schwermut, Traurigkeit, Stress, das Gefühl, nicht genug zu sein, Mangel, Gier, Süchte, erschreckend zunehmenden Depressionen und Angstzuständen sowie Panikattacken aller Art sowie Krankheiten generell dient, wenn man das überhaupt „dienen“ nennen kann.

intuitives Monster

All diese als „Probleme“ verkleideten Um- und Zustände sind allesamt ausschliesslich Produkte und Kreationen unseres alles evaluierenden, zumeist allen voran uns selbst permanent bewertenden und verurteilenden Verstandes. Ausserhalb der Welt dieses analytischen Denkens existieren Probleme schlicht und einfach nicht. Und der Verstand, der auch vorgibt, die selbst kreierten Probleme auch alle lösen zu können, wird diesem Ver – Sprechen in den seltensten Fällen bis nie gerecht. Ganz im Gegenteil: er schafft meistens weit mehr weitere Probleme unter dem Vorwand, Lösungen zu suchen.

lösen…..

Dem gemäss habe ich mich schon in einer Vielzahl meiner Blogs aus verschiedensten Perspektiven mit genau dieser Thematik auseinanderzusetzen bemüht: siehe „fragen wir doch nicht immer gleich google, wikipedia & co. lernen wir wieder der stimme unserer herzen zu vertrauen bittehttps://pimpmyband.live/2021/04/15/116-fragen-wir-doch-nicht-immer-gleich-google-wikipedia-co-lernen-wir-wieder-der-stimme-unserer-herzen-zu-vertrauen/ oder „wir leben in einer diktatur des verstandeshttps://pimpmyband.live/2021/01/22/71-wir-leben-in-einer-diktatur-des-verstandes/ oder „was jetzt? intuition oder angst?“ https://pimpmyband.live/2021/03/18/100-was-jetzt-intuition-oder-angst/ als auch „was meint das herz?“ https://pimpmyband.live/2021/03/05/93-was-meint-das-herz/

was jetzt?

Um dem Ganzen auch nur annähernd auf die Schliche kommen oder einem tieferen Bewusstsein Raum geben zu können, kommen wir nicht umhin, vorab einmal diverse Begriffe, unter denen die meisten von uns oft etwas vollkommen anderes verstehen, erst einmal zu definieren versuchen oder zumindest Klarheit und einen Konsens zu schaffen, was dies oder das bedeuten könnte:

Denken, analytisches Denken, der Verstand: viele bis die meisten von uns glauben bis an ihr physisches Lebensende hartnäckig daran oder wurden konsequent darauf hingetrimmt und programmiert tatsächlich zu glauben, dass wir sind, was wir denken, dass „unsere“ Gedanken und Gefühle“ nicht nur uns gehören sondern vielmehr, in der Wahrnehmung der meisten von uns, wir ihnen – unseren Gedanken und Gefühlen. Dort bewegen sich die meisten von uns zeitlebens, haben sich voll und ganz mit Ihrem Denken und Fühlen identifiziert, und verschieben Konzepte, Verstandenes und Unverstandenes, bewältigt geglaubtes bis schier unbewältigbares mit Hilfe verschiedenster Lehren, Coaches, sogenannter Lehrer, Eltern, Psychotherapeuten, Psychologen, Heilbringer, Familien, Formeln, Freunde, Erwartungen und Befürchtungen, Ängsten und Zweifeln, ständig im selben Gedankengulasch vor sich hin köchelnd hin und her.

Gedankengulasch versus Natur pur

Der Verstand ist in Wahrheit so etwas wie das geistige Flüchtlingslager , das Moria unserer Ängste, Zweifel, Sorgen, Probleme, Zeitnot, Stress, Gier, Krankheiten und Co. mit dem unerfüllbaren Versprechen „Freiheit“ und der ihm innewohnenden Mission, oft kräftig unterstützt von äusseren, über Generationen und Jahrtausende gebrüteten Dogmen, Religionen, Glaubenssätzen, Meinungen, Ideologien uns dort so lange es geht gefangen zu halten und zugleich die „Lösung“ aller Probleme, was aber nicht die „Befreiung“ von allen Problemen ist, parat zu haben, jener Probleme, die es ohne ihn, dem Ver – Stand, gar nicht geben müsste. Er „steht“ nämlich tatsächlich, der Ver – Stand, da bewegt sich nur im sehr beschränkten, von allem anderen abgetrennten Raum seiner Gedanken und Gefühle oft viel zu vieles auf einmal, aber sonst herzlich wenig bis gar nichts. Der ursprüngliche Sinn, dass der Verstand bloss eines unserer wesentlichen Werkzeuge ist und nicht umgekehrt, ist bei den meisten von uns schon lange unter die Räder gekommen. Allen Egos, Narzissten und intellektuellen Komfortzonenbesitzern sei Dank.

unter die Räder gekommen…..

Bewusstsein, Bewusstlosigkeit, Unter – Bewusstsein: viele von uns verstehen unter Bewusstsein all das, was einem im Zustand der Bewusstlosigkeit abhanden gekommen scheint, also sämtliche Gefühlswahrnehmungen, die Fähigkeit, wahr zu nehmen und klar denken zu können. Das Unterbewusste, das Schlaraffenland aller Psychologen, Psychoanalytiker, Therapeuten und Traumforscher knapp unter dem Radar aller mehr oder weniger bewusst wahr genommenen Sinnesempfindungen, unseren unbewussten Denkprozessen und den darunter liegenden oder kaum wahrnehmbar anhaftenden, oft verdrängten, konditionierten, traumatisierten Verhaltensweisen, Verhaltensmustern oder erlittenen Verletzungen, die sich auch im REM Zustand des menschlichen Gehirns, also in der Rapid Eye Movement Phase des Träumens, dem Übergangsbereich vom Wachzustand des vermeintlichen „selbst – ständigen Denkens“ über das „träumende gedacht werden“ in den Tiefschlaf des „Nicht Denkens“ aber vollkommener Präsenz und wieder zurück mittels durchaus reger Gehirntätigkeit in sämtlichen Schlaflabors und allen erinnerungswürdigen Albträumen aller Art festmachen und nachweisen lassen.

bewusst Sein

Das Bewusstsein, von dem ich spreche, ist eine sehr wache, klare, wahrhaftige und vollkommene Anwesenheit namens Präsenz, ein aufmerksamer Beobachter in Form des Himmels hinter den Wolken aller Gefühlswallungen und Gedankenlabyrinthe, aus der Position einer all- und immer gegenwärtigen Präsenz eben, im einzig wahrhaftigen Er – Lebenspunkt ausserhalb der Illusion von Zeit, im Hier und Jetzt, also dem einzig wahrhaftig ewigen Augenblick und Moment, weil es eigentlich immer und ewig nur das wahrhaftige „hier und jetzt“ gibt, weil es immer „JETZT“ ist, zugleich die jederfrau und jedermann immer und jederzeit und überall zugängige Heimat unserer tiefsten Essenz, durch die Tore der Dankbarkeit, der Präsenz und Stille, durch die wir mit allen und allem immer und ewig verbunden sind, weit jenseits aller Probleme, aber in Frieden, in Freiheit und in bedingungsloser Liebe mit dem Leben, der Natur, deren Teil wir sind, den nächsten, dem anderen und vor allem: uns selbst.

in Freude, Freiheit und in Frieden

Der Mythos, das Leben sei ausschliesslich eine Summe unserer Entscheidungen. Spätestens da sollte sofort selbst dem ungläubigsten Thomas ganz klar sein, woher der uns alle langsam und immer schneller und konsequenter in unser eigenes Verderben reitende Wind her weht: Vom Hirn, da weh ich her, vom angeblichen Kingdom der fataler weise selbst gekrönten Krone der Schöpfung und der Volksmusik, das irrtümlicherweise nach wie vor stärker und vehementer als je zuvor hartnäckig und fest der Überzeugung ist, weit über, zumindest weit ausser allem zu stehen. Und trauriger weise stimmt das leider auch tatsächlich. Wir werden und wurden Jahrtausende lang so verzogen und konditioniert, als wäre die Erde nicht unsere Mutter und wir hier bestenfalls ein vormals gern gesehener Gast, sondern als müssten , dürften und sollten wir sie uns tatsächlich „Untertan“ machen, ein unglücklicher, alles zerstörerischer, uns von allem Gesunden und der Natur trennender Glaubenssatz, vermutlich auch nur ein fataler Interpretations- und Übersetzungsfehler, der allerdings nur weit ausserhalb aller indigenen und spirituellen Realitäten, Naturgesetze und Wahrhaftigkeiten regiert und zu existieren imstande ist. Spätestens am Mond auf dem Weg zur Milchstrasse mit Tausenden, ja Millionen von Galaxien löst sich all das in einen luft-, sprit- und spiritlosen T – Raum in Nichts auf. Ein trennendes Konzept, dessen Gräben und Schluchten auf Erden inzwischen für uns Menschenkinder tiefer und unüberwindbarer scheinen als je zuvor.

Naturgesetze

Folge und vertraue ich der Stimme meines Herzens und den Chancen und Geschenken des Lebens, indem ich überhaupt einmal in der Lage bin, sie zu sehen, zu erkennen und dankbar, in Demut, ein Fremdwort, besonders heutzutage, anzunehmen, muss ich überhaupt keine Ent – Scheidungen, also etwas mich von der Stimme meines Herzens trennendes treffen, oder verpassen – je nachdem. Ohne Zweifel keine notwendige Trennung, Scheidung oder Ent – Scheidung sonder nur das, was die super coolen, alles besser wissenden Coachingtanten und Onkels den „Flow“, das Fliessen nennen. Aber nicht ein von unserem beschränkten Verstand geleitetes, kontrolliertes, aus tausend Millionen gewinnbringenden und Erfolg versprechenden und zumeist zum Scheitern verurteilten „guten Ratgebern, Konzepten und Manifestationsformeln“, Ängsten und Zweifeln zu einem Stillstand gekommener, stinkender Pond und Tümpel ist damit gemeint, sondern ein sich dem Fluss des stetig fliessenden und alleine durch die Aufmerksamkeit, durch Präsenz sich permanent verändernden Lebens sich mutig und vertrauensvoll hinzugeben trauen. Ver – Trauen, nicht „Glauben“, ist der Schlüssel zum Herz, und Zweifel der Schlüssel zum Verstand. Dort „scheiden“ sich die Geister.

Angst

Der wesentlichste Grund aller faulen Aus – Reden, die Stimme unseres Herzens zu sabotieren ist allerdings, dass die meisten von uns gnadenlose Feiglinge und Schisser sind, und dafür buchstäblich jede Ausrede recht ist. Da müssen sie dann, oft im Bündel, alle herhalten: die Zeit, keine Zeit, noch nicht die richtige Zeit, die Kinder, die Eltern, die Lebensabschnitte, der Alltag, die Wohnsituation, Die Vor- und Nachteile, die endlosen Pro- und Kontralisten, die Mama, der Papa, die Oma, die Eltern, die Vergangenheit, die Angst vor dem Phantom „Zukunft“, Verletzungen, die Traumata, die Ungewissheit, die Ver – Antwortung, die „guten Gründe“, die „besten Ent – Scheidungen“ um dann nachher oft zu sagen: „ich habe es ja in Wahrheit immer schon gewusst“ Nur, wen meinen wir da dann mit „ich“? Unseren hellen bis grellen bis brillianten Verstand? NEIN! Meistens bis immer meinen wir damit die gnadenlos ignorierte, sabotierte, überstimmte warme, sonore und glasklare Stimme unseres Herzens.

Aus – Reden

Angst – Angst lähmt, lässt uns zu Salzsäulen erstarren, macht eng, klein, klamm, staut, stoppt, bremst, hält fest.

Wenn wir das Wissen, unser tiefes, aus dem Bewusstsein, der immer anwesenden Präsenz der Stille und aus dem Herzen kommendes Wissen unserem Verstand in die Hände spielen und überlassen, dann erst müssen wir oft langwierig und mühsam und schmerzvoll und oft zum Leid vieler ent – scheiden, um dann schlussendlich zu sagen: eigentlich habe ich es schon immer gewusst. Ich wollte es nur nicht „wahr“ = wahrhaftig „haben“.

Stille

„Musik kann reine Zeitverschwendung sein oder das Tiefgründigste, was du je getan hast. Es hängt vom Bewusstsein des Musikers ab. Es geht nicht darum, wo die Musik hin will, sondern darum, wohin die Musiker wollen. Es geht nicht darum, wie sich die Musk entwickelt sondern ob sich die Musiker entwickeln. Dann die Frage: entwickelt sich der ganze Planet weiter? Man könnte sagen: das müssen wir. Um zu überleben.

Ich denke die Beschränkungen des Menschen liegen in dessen Bewusstsein. In den Gedanken. Es sind die Gedanken, die Angst erzeugen. Es sind die Gedanken, die Gier erzeugen. Die Gedanken lassen uns ängstlich werden um uns zu schützen. Manches davon ist gut, aber wenn man kreativ sein will, darf man seinen Geist nicht durch seine Gedanken einsperren lassen. Wenn man Musik aus der Welt der Gedanken heraus macht, verpasst man das ganze Wunder der Musik.“ Kenny Werner, world famous pianist, lecturer and philosopher

Musik – Foto © Michael Geyer

„of course you have to learn the skills and techniques to sing or how to play an instrument, but first you need to love the music“ A.Deutsch

„Was nützt dir die Freiheit des Denkens….wenn sie nicht zur Freiheit des Handelns führt“ Jonathan Swift

#138 „Solange wir glauben, alles im Aussen suchen zu müssen, werden wir uns nie – zu recht – finden…“

Wir leben nicht nur im sogenannten „Informationszeitalter“, dem Zeitalter mit für alle und jeden riesigen, gigantischen, unverdaubaren Bergen an Informationen, was aber eben keinesfalls mit Wissen gleichzusetzen ist – daran mangelt es wie auch an Weisheit chronisch und eklatant, nicht zuletzt , weil man uns die Freude und die Lust am Lernen von Grund auf vermiest und verdorben hat – sondern auch im Zeitalter der Ablenkung und Umleitung, des „viel Lärm um Nichts“, des Wettbewerbs, wo es zumeist weder etwas zu wetten noch zu gewinnen gibt, auch wenn man als erster oder Schnellste im Niemandsland oder im Nirgendwo oder am Friedhof gelandet ist, in einer Leistungsgesellschaft, wo die Frage „wo war da eigentlich deine Leistung“ nicht nur symptomatisch sondern inzwischen aufgrund ihrer Absurdität typisch ist.

Niemands Land

Die wenigen Reichen werden rasant reicher und dafür immer weniger und „arbeiten“ zugleich immer noch weniger bis gar nicht mehr, die Armen werden reziprok rasant ärmer und immer mehr und inzwischen zahlloser denn je zuvor und arbeiten auch immer längere Stunden und mehr als je zuvor, viele schuften sich buchstäblich zu Tode, nur um irgendwie „über die Runden zu kommen“, was auch immer das tatsächlich heissen mag. Die Spaltung und deren geschickt provozierte und sorgfältig ausgebaggerte Meinungskrater und scheinideologischen Schluchten, in die wir immer ungeschickter hineintappen und uns davon auffressen und von ihnen ohne Zweifel verschluckt zu werden bereit zu sein scheinen, werden immer tiefer, die Datenhighways immer undurchsichtiger aber schneller, die immer mehr zu Konsumenten transformierten und mutierten Menschenkinder immer durchsichtiger und träger, die 5G Netzabdeckung wird immer dichter und stärker, unser Bewusstsein , dass wir unter all dem Wahnsinnsradar alle mit allem verbunden sind immer verblassender und schwächer, die Digitalen Autobahnen nach nirgendwo immer breiter und der schmale Grad, in Anbetracht all dieses Irrsinns noch einigermassen in Würde ein erfülltes Menschenleben verbringen zu dürfen, scheinbar immer schmäler bis verschwindend gering.

der schmale Grad

In Wahrheit sind wir alle zu einem riesengrossen, vormals bunten, inzwischen betongrauen, fahlen Haufen individueller gepimpter, gieriger, verZweifelter, hoch effizienter und optimierter, mit allen Wassern gewaschene und durch sämtliche Konzepte , Kurse und Coaches getriebene Unglücke verkommen, die sich zwar so schnell wie noch nie zuvor von A nach B bewegen, das allerdings vor allem gedanklich, aber kaum eine weiss mehr wirklich, wozu, wohin und warum wir am Ende des Tages gewonnen, am Ende eines gestressten, ausgepowerten, immer öfter unglücklichen und unerfüllten Lebens voller Zwänge, Ängste, Sorgen, Schnäppchen und Sonderangebote, Versprechen, Lügen und Erwartungen, Sehn- und anderen Süchten überhaupt hier an- und grösstenteils hauptsächlich abwesend sind. Ein Menschenleben, an dem es nach dem Tod auch immer noch hundert tausend Dinge „zu tun“ und zu „erledigen“ gegeben haben mag, nur haben wir uns immer schneller und effizienter und optimierter vorher schon lange erfolgreich selbst erledigt.

…Leben…..

Jetzt könnte man natürlich annehmen und meinen, dass die meisten von uns im „Aussen“, in der Ablenkung und Umleitung gefangen seien: In meiner bescheidenen Beobachtung und Wahrnehmung scheinen sich viele von uns aber zugleich auch immer weiter von einem gesunden Innenleben und einer bewussten, inneren Wahrnehmung und Erlebens, welches uns in erster Linie zu Menschen macht, gleichermassen im Beziehungsstatus „es ist kompliziert“ herumzutreiben, also weder im Aussen noch bewusst im Innen zu Hause zu sein, sprich nirgendwo, am ehesten noch im virtuellen Raum des digitalen Wahnsinns. Also quasi bewusstlos, verkabelt, verstöpselt, abgelenkt, getrieben und dauergestresst im Aussen als auch zugleich unbewusst, verzweifelt und verheddert im ewigen Hin- und Hergeschubse durch unsere Ego Minds und unseren, inzwischen zu einem intellektuellen Monster aufgeblasenen, alles evaluierenden und immer besser wissenden Verstand. Nur „Innen“ ist nicht nur das Hirn, innen sind auch „das Herz und eine Seele“.

…..und eine Seele

Denn wären wir tatsächlich wahrhaftig, bewusst, hellwach und glasklar fähig unser Aussen so bewusst wahrzunehmen und zu „sehen“, so wären wir womöglich auch in der Lage zu erkennen, zumindest zu vermuten, wie der äussere Wahnsinn, all diese Zerstörung und Vernichtung der Natur, tausender Arten und Verachtung jedes Lebens inklusive dem eigenen, und damit auch dem Leben der und des Nächsten, die und der inzwischen zum „Anderen“ mutiert ist – was uns auch Angst macht – die und das und der Andere – in Wahrheit unsere innere Zerrissenheit, Unruhe, Ängste, Zwänge, Unsicherheit, unser getrieben werden, unseren Lärm, ja den eigentlichen Irr – Sinn, Krankheit und damit unser aller kollektives Unglück spiegelt.

der schmale Pfad

Die Fixierung auf ein lautes, rasendes, drängendes, grelles, brüllendes, uns fast alle permanent vereinnahmendes Aussen hat, vor allem auch, in Sachen Bildung und Gesundheit eine ernüchternde Richtigkeit und traurige Gültigkeit. Mein derzeitiger Lieblingsautor Fabian Scheidler meint dazu in seinem genialen Buch „Der Stoff aus dem wir sind“, auf das ich schon mehrmals hinweisen durfte, sehr ins Schwarze treffend, folgendes:

Eine neue Sicht auf Bildung und Gesundheit „Die Perspektivenverschiebung hat weitreichende Konsequenzen für viele gesellschaftliche Bereiche. In der Bildung etwa bedeutet es, die Vorstellung aufzugeben, Lernen bestehe darin, vorgefertigtes Wissen von einem Wissensinhaber zu einem Empfänger zu transferieren, ein Irrtum, der noch immer einen beträchtlichen Teil unseres Schulsystems prägt.

Perspektivenverschiebung

Wie schon der französische Humanist Francois Rabelais im 16.Jahrhundert bemerkte, sind Kinder keine Gefässe, die gefüllt, sondern Feuer, die entfacht werden wollen. Lernen findet vor allem dann statt, wenn Menschen ein authentisches Interesse an Dingen entwickeln – wenn also ihre Innenwelten beteiligt sind -, und dieses Interesse entsteht meist in Beziehungen zu anderen Menschen, die etwas Interessantes tun. Lehrpläne durchzuexerzieren, deren Sinn kinder (und auch viele Erwachsene) kaum verstehen, gehört aus Sicht der Kinder (auch aus meiner sic!) oft nicht zur Kategorie der interessanten Tätigkeiten.

Um diesen Mangel zu kompensieren, muss die Schule daher auf Zwangsmittel setzen: Benotungen, Ermahnungen, Sitzenbleiben, Angst,. so wird zwar nur wenig über die Welt gelernt, aber dafür eine entscheidende Lektion über die Funktionsweise unserer Gesellschaft: Fragt nicht nach dem Sinn und tut, was euch gesagt wird. Auf diese Weise produziert unser Bildungssystem Jahr für Jahr Millionen von entfremdeten Menschen für eine entfremdete Welt. Die Versuche, andere Formen von Lernen und Schule zu entwickeln, wie sie seit über 100 Jahren in verschiedenen Ansätzen der Reformpädagogik unternommen werden, sind vor diesem Hintergrund von entscheidender Bedeutung, um die Große Trennung zu überwinden.

Feuer entfachen

Aber nicht allein die Formen, sondern auch die Inhalte der Bildung bedürfen eines Wandels. Naturwissenschaften etwa werden bis heute in Schulen und technischen Ausbildungen so unterrichtet, als ob es sich um abgeschlossene Wissensgebiete handele, in denen keine wesentlichen Fragen mehr offen sind. Doch genau das Gegenteil ist richtig: Einige der tiefreichendsten Fragen der Physik und Biologie sind nach wie vor ungelöst und möglicherweise sogar unlösbar. Mit jeder neuen Entdeckung nehmen nicht nur die Kenntnisse zu, sondern auch die Rätsel, und das oft in überproportionaler Weise: Der Bereich der Geheimnsisse wächst schneller als der des Wissens. Und selbst das, was zumindest im Ansatz erkannt werden kann, sprengt, wie etwa die subatomare Welt oder die Selbstorganisation in einer Zelle, unser Vorstellungsvermögen.

Angesichts dieser Lage wäre die angemessene Form der naturwissenschaftlichen Lehre eine Pädagogik des Staunens, die unseren Sinn für die Rätselhaftigkeit unserer Existenz und die Grenzen des Wissens schärft. Eine solche Pädagogik ist nicht nur wesentlich interessanter, weil sie zum Nachdenken anregt, sondern kann uns auch vor der tödlichen Hybris bewahren, zu glauben, wir hätten die Natur durchschaut und könnten sie uns untertan machen.

Pädagogik des Staunens

Die technokratische Weltsicht, die Innensichten systematisch ausblendet, hält sich auch in der Medizin mit erstaunlicher Hartnäckigkeit. Da man aber lebende Prozesse im Menschen ohne Berücksichtigung der Innensicht nicht wirklich verstehen kann, können auch Krankheit und Gesundheit nicht adäquat begriffen werden. Das Wort emotion kommt nicht zufällig von motion (Bewegung). Der emotionale Fluss ist ein entscheidender Faktor für die Geschmeidigkeit unserer Bewegungsorgane. Die Mechanik einer Maschine ist daher die falsche Metapher für unseren „Bewegungsapparat“, der tatsächlich gar kein Apparat ist, sondern teil einer geistig- emotional-kinetischen Einheit, die ihrerseits wieder untrennbar mit ihrer Umgebung verbunden ist. Wer heilen will, muss seine Aufmerksamkeit auf Störungen dieser gesamten Einheit lenken und nicht auf ein Detail verengen, das in seiner Isolation wie ein rein mechanisches Problem erscheinen mag.

das fatale Ausblenden der Innensichten

Würden wir die Millionen von seelisch leidenden Menschen in unserer Gesellschaft, die versuchen, sich durch den Konsum von Antidepressiva, Neuroleptika, Alkohol und anderen Drogen über Wasser zu halten, nicht als isolierte Fälle betrachten, sondern als besonders sensible Signalgeber, dann könnten wir wesentlich besser erkennen, was im Großen und Ganzen nicht stimmt, und entsprechend handeln. Doch die chemische Lösung tötet den Boten, bevor wir seinen Bericht überhaupt gehört haben.

An diesem Punkt konvergieren die scheinbar nur privaten, individuellen Fragen der körperlichen und geistigen Gesundheit mit den ökonomischen und politischen Herausforderungen. Denn wie sollen Menschen , wenn sie die Symptome der gegenwärtigen Krisen beständig in sich unterdrücken, in die Lage geraten, die dahinterliegenden Ursachen zu erkennen, aus ihrer Isolation herauszukommen und gemeinsam handlungsfähig zu werden? Schon aus diesem Grund ist die Sphäre der Innenwelten nicht von den grossen Menschheitsfragen zu trennen. Die Leiden an der Entfremdung ernst zu nehmen und den verdrängten Innenwelten eine Stimme zu geben, ist eine eminent politische Haltung, ohne die ein Tiefenumbau der Gesellschaft nicht gelingen kann.

den Innenwelten eine Stimme geben

Wer wir sind, bleibt offen

Der grösste Feind der Erkenntnis ist die Illusion des Wissens. Der Sinn diese Buches („Der Stoff aus dem wir sind“) ist es, in die Wand unseres eingebildeten Wissens eine Bresche zu schlagen, eine Öffnung, die uns erlaubt, die Welt und uns selbst wieder mit jenem staunenden Blick zu betrachten, der Kindern oft eigen ist. Der technokratische Mythos erzählt davon, dass die Welt unserer Wahrnehmungen, unserer Gefühle, unserer erlebten Beziehungen eine Vorspiegelung sei, in der sich eine harte, kalte, mechanische und letztlich banale Wirklichkeit verberge. Doch tatsächlich ist genau das Gegenteil der Fall: Die Banalität, die Kälte, die Mechanik – all das sind nur Projektionen unserer gesellschaftlichen Prägungen auf eine Welt, die zutiefst rätselhaft ist und sich einer mechanischen Erklärung vollkommen entzieht.

der technokratische Mythos

Wer und was wir sind, ist heute um keinen Deut weniger geheimnisvoll als zur Zeit der ersten Menschen. Die Wissenschaften haben dieses Rätsel nicht gelöst, sondern vertieft. Um die Worte des Quantenphysikers Richard Feynman zu wiederholen: „Die Wissenschaft kann dem Mysterium einer Blume nie etwas wegnehmen, sondern nur etwas hinzufügen.“ Das Rätsel etwa, dass aus einer winzigen Zelle ein menschliches Wesen wird, das in sich ein eigenes Universum aus Gedanken, Gefühlen, Bildern und Musik entwickelt, wird durch unsere Kenntnisse aus der Biologie und Quantenphysik keineswegs gelüftet, sondern im Gegenteil um das Staunen darüber bereichert, wie unvorstellbar komplex und reich selbst das kleinste Detail unserer Existenz ist. Das selbstorganisierte Zusammenspiel von unzähligen Teilen im harmonischen Ganzen einer Zelle stellt jede Symphonie weit in den Schatten. Oder um es anders zu sagen: Dass Menschen Musik schaffen und wahrnehmen können, ist ein Spiegel der Tatsache, dass sie selbst aus etas bestehen, das der Musik ähnlich ist.

#137 „Spätestens in der Stille offenbart und er – füllt sich alles – immer“

Jetzt sitze ich seit Tagen in einem grandiosen Tonstudio auf Augenhöhe mit den Standards einiger der besten internationalen Studios namens http://www.themushroom.studio beim finalen Mixdown unseres 20jährigen Café Drechsler Jubiläumsalbums , High Fidelity Sound all night and day long, tagaus tagein die Ohren gespitzt, und schreibe zur selben Zeit einen Blog über, ja – die Stille, als wäre das ein Widerspruch in sich, aber genau das ist es eben nicht. Ganz und gar nicht.

Ich spreche von der wahrhaftigen Stille zwischen den Sounds, und Beatz und Tönen, zwischen den Worten, zwischen zwei Atemzügen, zwischen den Gedanken , diesen diamantenen, goldenen Pausen, wo selbst das Denken zur Abwechslung mal Pause hat. Wo auch die Sounds im Innen und Aussen mal Pause haben, wo auch in einem Studio wie diesem plötzlich Stille einkehren darf und kann, und just in diesem Moment einem erst die Kraft der Stille, die Energie der Pause, und erst dadurch wirklich auch die Intensität des Sounds, die Magie und der Zauber der Musik bewusst wird.

Zauber der Musik

„Völlige Stille ohne jede Reflexion, wie sie etwa in einer Camera silens herrscht, wird vor allem wegen der damit fehlenden akustischen Orientierung im Raum als unangenehm und beängstigend empfunden, länger anhaltend führt sie zu einer sensorischen Deprivation, wobei es aus Mangel an Außenreizen zu Halluzinationen und zu Denkstörungen kommen kann. Dies wird sogar bei Verhören, Folterungen (Weiße Folter) und zur Gehirnwäsche eingesetzt.

akustische Orientierung

Stille im Sinne von ruhiger Umgebung kann wegen der Abwesenheit von störenden Geräuschen beruhigend wirken, die Konzentration auf eine Tätigkeit, die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden steigern sowie religiöse Empfindungen unterstützen. Der Mensch ist Geräuschen ausgeliefert, er agiert in seiner Geräuschkulisse. Der Hörsinn ist für den Menschen nicht bewusst beeinflussbar oder abschaltbar, an Lärm kann man sich nicht gewöhnen.[1] Stille ist eine Rahmenbedingung für vielerlei Tätigkeiten oder Bewusstseins­zustände:

  1. Tätigkeiten, die vorwiegend auf den Hörsinn aufbauen, benötigen häufig Stille, obwohl sie selbst die Stille stören: MusizierenTelefonieren usw.
  2. Stille ist auch eine Voraussetzung für die Konzentration des menschlichen Gehirns bei intensiven Denkprozessen. Pädagogen gehen davon aus, dass die Stille dem Lernprozess förderlicher als ablenkende Geräusche ist.
  3. Ebenso wird in Bibliotheken Stille geboten, um die Konzentration auf das Lesen nicht zu stören.
  4. Stille ist eine Rahmenbedingung für Entspannungszustände (z. B. autogenes Training). Geräuschkulissen stören die Entspannung, Besinnung und Beschaulichkeit (Kontemplation). Stille spielt deshalb eine wichtige Rolle in Religion und Meditation.
der Hörsinn

Stille kann die Vorahnung auf ein nahendes (negatives) Ereignis („die Ruhe vor dem Sturm“) symbolisieren oder die Auseinandersetzung mit der Möglichkeit des eigenen Todes. Die bewusst eingesetzte Stille in BühnenstückenSpielfilmen oder als rhetorisches Element beim Vortrag von Reden oder Gedichten dient der dramaturgischen Erhöhung der Spannung.

Das Marketing sagt der Stille eine konsumhemmende Wirkung nach. Um den Konsum zu motivieren, wird deshalb in Verkaufsräumen Stille oft mit Hintergrundmusik überdeckt.

Literarisch umschrieb man besonders lautlose Situationen mit „Grabesstille“ oder „Totenstille“ (nicht zu verwechseln mit dem juristischen Begriff der Totenruhe), da man verschiedene sehr geräuscharme Momente mit der Atmosphäre eines menschenleeren Friedhofs oder einer Gruft in Verbindung brachte.

Hintergrundmusik…..

Bedeutung der Stille in der Religion

In vielen Religionen, beispielsweise im Buddhismus und im Daoismus, wird der Stille eine große Bedeutung beigemessen, vor allem, wenn sich der Priester oder die Gläubigen konzentrieren müssen, etwa beim stillen Gebet und der Meditation.

In der Liturgie der katholischen Kirche spielt die Stille nach der Liturgiereform infolge des Zweiten Vatikanischen Konzils als eigenes Element eine Rolle, etwa vor dem Schuldbekenntnis, nach den Lesungen und der Predigt, bei der Gabenbereitung und nach der Kommunion. In den Großen Fürbitten beten die Gläubigen für die Ruhe im eigenen Leben.

Im Pietismus des 18. Jahrhunderts wurde die Stille als ein mystisches Element der Frömmigkeit entdeckt. In Anknüpfung an Luthers Übersetzung „Vnd suchen falsche Sachen widder die stillen jm Lande“ (Ps 35,20 LUT) zog man sich bewusst und durchaus vernehmlich artikuliert aus der herrschenden Gegenwartskultur „in den stillen Winkel“ zurück. Die als „Stille im Lande“ bekannten Pietisten fanden ihre Basis in der 1780 gegründeten Christentumsgesellschaft. Die heute geläufigen Begriffe Andachts­stille oder Gebetsstille stammen aus dieser Bewegung.

Anachoreten machten sich die Wirkung von Stille zunutze, um sich auf große spirituelle Zusammenhänge konzentrieren zu können.

grosse spirituelle Zusammenhänge

Die Quäker halten seit der Mitte des 17. Jahrhunderts ihren Gottesdienst in Form einer stillen Andacht, die in der Regel ohne Lieder, Lesungen und Predigten verläuft. Abseits von der Unruhe des Alltags versuchen die Anwesenden, sich der Führung des Geistes anzuvertrauen. Im gemeinsamen aufmerksamen Warten in der Stille werden sie innerlich ruhig, erkennen, was für sie den Sinn des Lebens ausmacht und erfahren Freude und Staunen über die Schöpfung. In der Stille kommen sie dazu, sich so zu akzeptieren, wie sie sind, und sich von Furcht, Ängsten, emotionaler Unordnung und Selbstsucht zu befreien. Sofern sie sich innerlich dazu gedrängt fühlen, lassen Einzelne aus dem Schweigen heraus die Übrigen Anteil nehmen an dem, was sie bewegt. Die Stille dauert in der Regel eine Stunde. In ihr geben Brautpaare ihr Treue-Gelöbnis, werden neugeborene Kinder der Obhut der Gruppe empfohlen und wird der Verstorbenen gedacht. In Afrika, Nord- und Südamerika haben sich daneben andere Andachtsformen mit liturgischen Elementen wie gemeinsam gesprochenen Gebeten entwickelt.“

Schweigen…..

Soweit die Weisheiten, oder besser gesagt , die gesellschaftlich und von jeder und jedem von uns durch unsere persönlichen Konditionierungen, Erlebnisse und Erfahrungen interpretierten, geprägten und gefilterten Feedbacks und Informationen des aktuellen digitalen Dudens namens Wikipedia, obwohl sich manches eher wie in einem verstaubten, dicken Schmöker aus dem Mittelalter lesen mag.

Dass „Spiritualität“ auf Wikipedia zumeist als ein Fremdkörper ignoriert wird, ausser man macht sich über sie lustig und zieht sie so unauffällig und rasch wie möglich in den Karton mit der Aufschrift „Lächerlichkeit“ hinein, indem man sie vorsorglich mit der Esoterik verknüpft, erzählt und in ein und den selben Topf schmeisst, wie man auch all zu leichtfertig und genau so gerne alle Kritiker an den derzeitigen Macht- und Wirtschaftssystemen und sämtlichen Zweiflern daran, ob die derzeitige Art des Wirtschaftens, des gemeinsamen Lebens tatsächlich noch irgendjemand mit Freude zu erfüllen im Stande sein könnte, vorsorglich gemeinsam mit den sogenannten „Corona Leugnern“ in eine Kiste für „Absurdes“ und jedem angeblichen Fortschritt im Weg stehendes „Unnötiges“ nonchalant einfach weg sperrt und ent – sorgt, was aber niemanden von den damit oft durchaus zu Recht zusammenhängenden, grossen Sorgen zu befreien imstande ist.

Konditionierungen…..

Und auch das gibt es an Erstaunlichem auf Wikipedia zum Thema „Stille“ zu lesen: „Stille ist auch eine Voraussetzung für die Konzentration des menschlichen Gehirns bei intensiven Denkprozessen. “ Ja, so denkt sich das der denkende Teil der Menschen liebend gerne zusammen, wo doch die Stille noch ungleich und um ein vieles wesentlicher ist, eben um sich, zumindest von Zeit zu Zeit von der Geisel des „ständig denken müssens“ zu befreien, um dem Selbst, der tiefen Essens, dem tiefen Bewusstsein jenseits der Gedanken und Gefühle , die wie die Wolken auf dem Himmel unseres Bewusstseins mehr oder weniger permanent kommen und wieder gehen, anscheinend unaufhaltsam hin- und her rasen.

Tatsächlich ist der Verstand unser Werkzeug, und definitiv nicht wir Werkzeuge unseres eingebildeten und von seiner eigenen Wichtigkeit extrem eingenommenen Verstandes. Also kann man demnach den Gedanken und Gefühlen durchaus auch immer wieder gerne mal das Maul verbieten, wenn sie zu nichts anderem zu gebrauchen sind, als einen zu verunsichern, unsere Egos und Ängste zu füttern, uns zweifeln zu lassen und vieles mehr. „Du“, „Wir“ sind der Himmel hinter diesen Gedanken, kein „etwas“ das kommt und geht, sondern „etwas“ , das immer – hier und jetzt – ewig „da“ ist, obwohl wir uns dessen zumeist nicht bewusst sein mögen oder können.

bewusst Sein in der Stille der Natur – Foto © Sandra B. Mauerhofer

Bevor ich vor etwas 5 Jahren zusammen mit meinem erwachsenen Sohnemann eine Männer WG eröffnet habe und noch grösstenteils allein in meiner Wohnung gehaust habe, war das meine heilige Ruhe und Stille Insel. Wenn Freunde bei mir zu Besuch waren, fragten sie manchmal sehr verwundert, ob ich denn keine Musik zu Hause höre, und ich antwortete immer: „Nein. Am Liebsten nie – ich bin tagtäglich soviel und so intensiv mit Musik beschäftigt und um Musik herum, dass dies hier meine Ruhe und Stille Insel ist.

Denn wer permanent bis oben hin voll ist, egal womit – Sound, Stuff, Gedanken, Kram, Zeug, Essen, Trinken, Konzepten, Formeln und Programmen, Meinungen und Überzeugungen, Ideologien und religiösen Bekenntnissen, hat schlicht und einfach keinen Inch an Platz zur Verfügung, dass sich etwas – mit egal was – füllen, im Sinne von Er – füllen könnte. Wie denn auch? Wohin denn?? schon mal darüber reflektiert oder meditiert?

Er -Füllen

Als jahrzehntelanger mit Leidenschaft und voller Hingabe weltweit praktizierender Live! und Studio Musiker als auch als musical Director verschiedenster Artists, Produktionen und Bands und als Musikproduzent liebe ich es, mit der immer öfter unerwarteten Stille im oft konstanten Dauerbombardement und dem tagtäglichen schier endlosen Stream of Sound and Music spielerisch seit Jahren ganz bewusst im Sinne von Überraschung, das Unerwartete zulassen und von Bewusstwerdung, auch musikalisch, künstlerisch zu arbeiten. In der aktuellen Gesellschaft und Gemeinschaft lässt man uns ja inzwischen schlicht und einfach möglichst ohne jede Insel oder auch nur den kleinsten Spalt oder einer engen Ritze in Richtung Ruhe und Stille im konstanten Strom der akustischen , optischen Ablenkung unter allen zu Gebote stehenden Mitteln gefangen.

Ablenkung? Wovon eigentlich? Na von uns, von einander, von einem Gegenüber, von Dir, von mir, von unserem Selbst, von unserem „Sein“ indem man uns in einer Schein und Parallel Welt des „Lärms“, des „Tuns“, des Wettbewerbs, des Gewinnens und Verlierens gefangen hält , einfach um uns der Erkenntnis und Wahrnehmung zu berauben, dass wir ja eigentlich alle mit allem und jedem immer und jeder Zeit verbunden sind.

die Ritze zur Stille…..

Warum ist das so? Siehe oben, unter den spärlichen Wikipedia Weisheiten liest man ua. folgendes: „Das Marketing sagt der Stille eine konsumhemmende Wirkung nach. Um den Konsum zu motivieren, wird deshalb in Verkaufsräumen Stille oft mit Hintergrundmusik überdeckt.“

Das war einmal. Anscheinend ist ja inzwischen der gesamte private und öffentlich Raum so gut wie permanent bis zum Platzen mit Un – Ruhe, Ablenkung, Geräuschen, An – Reizen, Lärm aller Art und mutwilligen, vorsätzlichen Mördern der lebenswichtigen „Langen Weile“ zugestopft. Viele, vor allem junge Menschen, können sich oft gar nicht mehr vorstellen, ohne permanente Geräuschkulisse zu Hause, in der Natur, beim Skaten, Radfahren, Walken, Schi fahren, im Fitnesscenter, auf dem Weg in die und von der Schule, in die Uni, in die Arbeit, oft auch während des Studiums, während der Arbeit, während einer Illusion des „Lernens“ sein zu können.

Lange Weile

Der obligate Griff zu den Ohrstöpseln scheint oft schon genauso schon in die DNA eingebrannt wie der Griff zum heiligen Handy, das als Kommando- , Info-, und Entertainment Zentrale getarnte, randvoll zugemüllte Überwachungs- , Analysen- und Evaluierungssystem mit, was man hinläufig und legere inzwischen „Content“ nennt und bitte tunlichst nicht mit Wert – vollen oder qualitativ hoch – wertigen Inhalten verwechselt werden sollte. Zuallermeist vollkommen sinnentleerter, stumpfsinniger und jede Kreativität und Phantasie killender eintöniger , oft bloss lauter und greller Konsum- und Konsumenten Schrott und Irr – sinn..

Der Mensch, inzwischen permanent und so 24/7 wie möglich, möglichst dauermutierender „Konsument“ – als das, und inzwischen trauriger Weise als fast nur noch das zählt er was, für alle , die an ihm verdienen wollen, und das sind sehr, sehr viele, im angeblichen Himmel auf Erden, wo alles und jedes immer „zu haben ist“, wo der liebe Gott nach wie vor Geld und schnöder Mammon heisst.

Und genau da will man an allen seinen, meist von aussen mit allen Rafinessen und Hinterlistigkeiten schamlos konstruierten Mankos und Fehlern, an all seinen immer reichlicher vorhandenen Ängsten, seinen Wehwechen, seinen Krankheiten, seinen Schwächen, seinen Sorgen und Zweifeln, die allesamt im Zentralkörper seines ebenfalls immer reichlicher überbewerteten Verstandes wohnen, an seinem immer schlechteren Vertrauen in seine Essenz, sein „Selbst“, was man nicht mit schlechtem Selbstvertrauen verwechseln sollte, an allem nicht Perfekten, was den „Konsumenten“ unter vielem anderen vormals zum liebenswerten und liebenswürdigen Individuum inter pares, unter Gleichgesinnten und Gleichwertigen Menschen gemacht hatte. Damit ist zur Freude einer unüberschaubaren Vielfalt und Vielzahl an Coaches, Therapeuten, Psychologen und personal Trainern für und gegen jede Befindlichkeit schon lange Schluss.

Selbst

Die Stille, die ich meine, ist nicht nur die Abwesenheit von Geräuschen, Lärm und anderem Soundmüll, es ist der unendliche Raum, der jedem tiefen Bewusstsein zu Grunde liegt. Als ich während meiner 8 Jahre in Boston und dann in NYC Ende der 80ies bis Mitte der 90ies ein bis maximal zwei mal pro Jahr bei meinen Eltern in Gleisdorf, zumeist im Rahmen einer Tour, auf Besuch war, und ich weit nach Mitternacht mich vom damals bis heute wirklich einem der wenigen coolen Cafés, welche es in Gleisdorf je gegeben haben mag, dem Café Antique meines Freundes Hansi Grimm, auf den nach Hause Weg gemacht hatte, war ich immer öfter mit einem ausserordentlichen Phänomen konfrontiert:

Da war zum einen diese fast absolute Finsternis, wo bei mir , einem im Ghetto des damaligen East Village in NYC Lebenden, sofort alle internen Warnlampen zugleich angingen, da man in Manhattan nächtens besser nicht in derartige Gegenden vordringen wollte, wo es dunkel und finster wurde, weil man da mit allen möglichen Gefahren, inklusive Raubüberfällen , rechnen musste. Zum anderen war da diese unglaubliche Stille der oststeirischen Pampa, wo es mir beklemmend schien, als hätte ich plötzlich zu viel Luft zu atmen.

Warnlampen

All das war bei näherer Betrachtung nichts Anderem geschuldet als dem plötzlichen Abhanden- und nicht vorhanden Sein eines metropolischen Grundbrummens, wie dies eine Millionenmetropole wie NYC eben aufgrund der unzähligen, permanent in Betrieb befindlichen Maschinen, Restaurants, Clubs, aller Art, zahllosen U-bahnen, Klimaanlagen, Flugzeugen, Schiffen, Autos und Co eben hatte.

Dessen wäre ich mir ohne diese plötzliche Stille vorher nie bewusst geworden, obwohl dieses Brummen mich jahrelang ständig begleitet hatte, immer da war und mir erst bewusst werden konnte, als es plötzlich nicht mehr vorhanden war, in einer akustischen Umgebung, einer vergleichsweisen „Stille“, wo ich mir dessen erst gewahr werden durfte.

metropolisches Grundbrummen

Genau so, zumindest sehr ähnlich, auch wenn grossteils genau anders rum, verhält es sich mit der permanent präsenten Stille, die unserem tieferen Bewusstsein immer und überall zugrunde liegt, diese heilende, lebenswichtige, befreiende, erst vieles ans Licht der Erkenntnis und der Wahrnehmung befördernde, göttliche Stille, ohne die wir in unserem unbewusst Sein oft ein oder mehrere Leben lang nur an der dünnen Oberfläche, sozusagen an der äusseren Eierschalenoberfläche unserer Präsenz und Wahrnehmung von A nach B pausen- wie atemlos , grossteils oft bewusstlos bis vollkommen unbewusst dahin rasen, ohne uns des Dotters unserer Essenz je bewusst geworden zu sein.

In der Natur findet uns diese Stille genau so wie in der Meditation, in der wir uns unseres wahren „Selbst“ erst so richtig gewahr werden dürfen, in den Ritzen zwischen den Gedanken, zwischen den Atemzügen, zwischen all den Geräuschen und den Tönen des sogenannten All – Tags.

Stille

#136 Wer oder was steht hinter dem Begriff „Wir“ und wie viele?

OK, also: da gibt es natürlich einmal den Pluralis Majestatis.

Der Pluralis Majestatis (lat., „Mehrzahl der Hoheit“) wird verwendet, um eine Person, z. B. einen Herrscher, als besonders mächtig oder würdig auszuzeichnen. Teilweise bezeichnet sich die Person auch selbst so, indem sie von sich im Plural spricht. Ausdrücke, die im Pluralis Majestatis stehen, werden immer großgeschrieben.

Bei Monarchen oder anderen Autoritäten spielt die Vorstellung eine Rolle, dass sie für ihre Untertanen beziehungsweise Untergebenen sprechen oder zu sprechen glauben.[1] Möglicherweise geht dieser Gebrauch des Plurals auf die Römische Tetrarchie seit dem Jahre 293 mit ihren zwei Senior- und zwei Juniorkaisern zurück.

Bei Adligen und Würdenträgern war und ist der Plural in der Selbstbezeichnung zu amtlichen Anlässen üblich (zum Beispiel: „Wir, Benedictus PP. XVI, im dritten Jahr Unseres Pontifikates …“ oder „We, Elizabeth II., by the Grace of God …“). Aber auch in der deutschen Alltagssprache ist das Siezen als eine Form des Pluralis Majestatis erhalten geblieben, indem grundsätzlich im Plural mit dem Gegenüber gesprochen wird (Bsp.: „Sie haben recht“ statt „du hast recht“). Soweit Wikipedia, so gut.

…..so gut

Dieser Pluralis Majestatis hat schon manche und manchen, etwa als Gast bei der ORF Sendung „Wir sind Kaiser“, vor schier unüberwindbare Hürden und sowohl grammatikalische als auch kreative Herausforderungen gestellt. Der Versuch und das Bemühen, mit einer Person, in dem Fall eben der Kabarett Version des Kaisers, korrekt im Sinne des Pluralis Majestatis konstant im Plural zu sprechen, ist, zumindest in den wenigen Sendungen, die ich davon sehen durfte, jedes mal wenn von mir vormals betreute Künstlerinnen oder Künstler zu Gast in dieser Sendung waren, kaum jemandem leicht von der Hand gegangen bzw. aus dem Mund gefallen. Das heisst, die Vorstellung, dass sich hinter dem „Wir“ einer einzigen Person möglicherweise doch „mehrere“ verbergen könnten oder sich hinter diesem „Wir“ möglicherweise sich nur eine einzige Person verbirgt, war jedes mal schwer bis kaum bis gar nicht zu verinnerlichen oder vorstellbar.

Wir

Warum interessiert mich das jetzt eigentlich, und worauf will ich hinaus? Nun, ich hatte zwar in der Vergangenheit, als Gründer und CEO meiner international tätigen Produktionsfirma „moerdermusic productions & international artist and project development“, die im Prinzip in der Form inzwischen seit 1. Jänner 1997, also fast 25 Jahre lang ( holy shit! ) existiert, immer wieder einmal 1 – 2 Mitarbeiter, die fix oder Werkvertragsmässig angestellt waren.

In der Funktion im Artist Management und Artist oder Project Development als auch als Labelbetreiber und Musikproduzent habe ich natürlich immer wieder, zum Teil schon recht grosse Teams mit bis zu 30 oder über 40 Teamplayers koordinieren und betreuen dürfen und da wurde es ganz natürlich zu einer , mir im Laufe der Zeit persönlich sehr lieb gewordenen Gewohnheit, von „uns“ und einem „wir“ zu sprechen, weil „wir“ da ja tatsächlich auch sehr oft viele waren, obwohl ich auch oft und immer öfter, zwar als leidenschaftlicher Teamplayer, auch immer wieder vollkommen alleine und auf mich gestellt, als 1 Mann lonely wolf Team am Start gewesen bin.

Im Laufe der letzten Jahrzehnte durfte ich immer wieder, im Anfangs Enthusiasmus oft zu zweit, oder mit mehreren und manchmal sogar vielen, verschiedenste, vielversprechende Projekte aus der Taufe heben und etwas dazu beitragen, dass sie das Licht dieser Welt erblicken durften. Seien es Veranstaltungsreihen wie die um die Jahrtausendwende jahrelang im Palmenhaus im Burggarten und um Mitternacht, jeweils Donnerstags dann später im Porgy & Bess stattfindenden, legendären „Gelee Royal“ Live! Music Sessions mit Djs, VJs und immer einer ganz besonderen Horde an genialen live Musikerinnen und Musikern gewesen, deren Vorläufer „DJAM“ ich als ehemaliger Kulturmanager der oststeirischen Kleinstadt Gleisdorf Mitte der 90iger Jahre des letzten Jahrhunderts im ehemaligen „Bar Beisl Soirée“ eines Freundes veranstalten durfte, eine damals 8000 Seelen Gemeinde, die inzwischen dadurch traurige Berühmtheit erlangt hat, das vormals fruchtbare Ackerland des Raabtals systematisch und in einem Schwindel erregenden Eiltempo grossflächig zuzubetonieren.

Jams

Etwa zeitgleich die von mir initiierten internationalen Musik Workshops namens „JUNK = Jazz Und Neue Klänge“, die ich zuerst im Rahmen der renommierten internationalen Neuberger Kulturtage zusammen mit dem genialen Beethoven Pianisten Stefan Vladar als künstlerisches Leiter Doppelpack veranstalten durfte und dann, ein Jahr später, in der Gleisdorfer Musikschule und 1997 schlussendlich eben dort in einem wundervollen Zirkuszelt.

AleX, Peter Herbert, Stefan Vladar bei den int. Neuberger Kulturtagen

Da war ich zwar immer der Initiator, der Stein des Anstosses sozusagen, aber es gab dann immer auch ein tatsächliches, echtes „Wir“ in Form der genialen , nationalen wie internationalen Dozenten, vom Eminem und Alicia Keys Produzenten und ehemaligen Arrested Development Member, dem Rapper, Sänger und Keyboarder „Kundalini“ Mark Batson, den Sängern und Sängerinnen Delmar Brown und Arnaé, den Bassern Dough Wimbish von Living Color, Freddie Cash, Tony Scher, Larry Grenadier, meinen Freunden Yossi Fine, der ua. mit David Bowie arbeitete und meinem Buddy in unserer Band „PinkInc.“, Jamaaladeen Tacuma aus Philadelphia, sowie meinem Lebensbruder Peter Herbert, den Gitarristen Teddy Kumpel, Wolfgang Muthspiel, Mick Goodrick und Marc Ribot, den Saxophonisten George Garzone, Alex Foster und dem Miles Davis Sideman Rick Margitza und vielen mehr. Immer ein wunderbares, einzigartiges „Wir“ Erlebnis in the end.

Dann die Veranstaltungsreihen , 5 Jahre lang während der Popkomm in Berlin und dann schlussendlich auch in Wien, der Band- und Artist Showcase in Kooperation mit dem RBB und Fritz Radio Berlin und FM4, „Berlin meets Wien“, wo wir über 100 deutsche und österreichische Acts „verarztet“ haben, dann etwas später „Club Sandwich“ im Wiener „B72“ mit Anna F. und John Megill oder bis vor ein paar Jahren noch, jeden ersten Montag im Monat „Live im Waschsalon“, im Waschsalon Högn in der Westbahnstrasse beim Urban Loritz Platz , unplugged, ursprünglich mit Robi Faustmann und in Folge mit allem was in Österreich Rang und Namen hatte und hat.

Und dann, nicht zu vergessen, meine legendären „30 Years“ und „40 Years of Smoking Drums“ im wunderbaren Wiener Musik Club „Porgy & Bess“, jeweils ein 3 Tage Personality Festival mit nationalen und internationalen musikalischen Weggefährtinnen und Weggefährten. „50 Years of Smoking Drums “ werden, so Gott will, 2026! statt und hoffentlich auch euch finden Watch Out!!! https://www.musicaustria.at/ich-will-sowieso-nie-picken-bleiben-alex-deutsch-im-mica-interview/

Ja, und dann gibt es da diese „Herzens – Projekte“, die sich allesamt, fast ausschliesslich um die Themen „mit – und voneinander Lernen“ drehen, um Bildung, um Aufrichten statt Unterrichten, um gemeinsam etwas gestalten, gesunde Lebens- , Wirkens- und Lernräume schaffen, egal ob es da um einen in aller Heftigkeit an die Wand gefahrenen Traum um ein Luftschloss mit einem definitiv falschen Copiloten auf dem Kutschbock ging, der mich als damaligen Schlossherrn mit meiner ganze Familie an den Rand eines existentiellen Desasters katapultiert hatte, oder um ein inzwischen vorort eingeschlafenes Projekt „Old School“ in dem alten, vom Terrourismus, Gott oder wem immer sei Dank, noch nicht komplett überrannten und ausverkauften , vor sich hin träumenden, verschlafenen Städtchen Buje in Istrien, im Golf von Triest, oder um märchenhafte Anwesen im Waldviertel oder einen zauberhaften „Arkadenhof“ im Südburgenland handelt.

der Arkadenhof im Südburgenland, ein magischer Ort

Ich durfte spätestens jetzt, vor kurzem erst, auf den Rat eines meiner helping und supporting Angels hin, neben vielen anderen lebenswichtigen und wertvollen Dingen lernen, dass man derartige „Lern und besonders Herzens Projekte“, ja, bestimmt Projekte überhaupt, am Besten vollkommen losgelöst von einem Standort oder einer ganz bestimmten Immobilie Raum zur Entwicklung zu geben imstande sein sollte, damit sich dann beide ohne Druck und Zwang ent – wickeln und finden lassen können, das Projekt und der Lieblings – Ort, der Zauber – Ort und sein „Herzens Projekt“.

„Wir“ , beim loslassen und zulassen

Loslassen und Zulassen, beides in einem Atemzug. Hauptsächlich Zulassen. sich nicht in etwas „verbohren“, egal was. Auch wenn das Anfangs schwer fallen mag, mir zumindest, aber die Leichtigkeit, dass sich etwas „nicht unbedingt um jeden Preis“ auf eine ganz bestimmte Art und Weise an einem ganz bestimmten Zauberort manifestieren muss, nimmt Gewicht und Schwere von Allem, von diversen magischen und zauberhaften Lieblingsorten, von den „Herzens Projekten“ und von mir, der da manchmal oft ganz still und leise von einem „wir“ spricht und auch gerne als ein „wir “ agiert, obwohl dieses „wir“ dann am Ende des Tages, sobald der ursprüngliche Gruppen – Enthusiasmus fast zur Gänze verdunstet ist und Perseverence, nacktes Durchhaltevermögen in einem unerschütterlichen Vertrauen, im tiefem Wissen um ein gutes Gelingen, mir dann manchmal nur mich selbst übrig lässt. Dann bin ich „wir“, aber ich kann „wir“ und ich bin viele.

ich bin viele 😉

das geniale Cover Foto sowie auch das letzte Foto hier stammt übrigens von Sandra B. Mauerhofer © 2021

#135 Von welcher wishful thinking Träumeland „Normalität“ faselt man denn sich da jetzt den Mund fusselig?

„Normalität“, endlich gehen die Kinder und Jugendlichen wieder in die (immer noch alte, seit hunderten Jahren kaum reformierte) Schule – aber unter welchen Umständen? wie glücklich sind sie denn dabei und was für eine Normalität soll das denn sein bitte? endlich darf es wieder Konzerte, Theater, Opern, Ausstellungs- und Museumsbesuche geben, aber unter welch ärgsten Auflagen? Entertainment Business as usual, sogar der Wiener Prater hat wieder seine Tore geöffnet! Juchuuuuu !!! mit Maske im Riesenrad und im Spiegekkabinett, das soll „normal“ sein? endlich „dürfen“ wir uns ja auch wieder jeden Schrott nicht nur im TV, sondern auch wieder im Kino reinziehen – Popcorn inklusive, denn „Shoppen“ „dürfen“ wir ja schon länger wieder als gäbe es kein Morgen – aber wie, was, wo, wann soll da etwas wieder „Normalität“ gewesen sein? ja, ganz normal krank sein darf man auch wieder werden und endlich die auf die lange Bank verschobene Reha, und auch die verschobenen OPs darf man jetzt auch wieder antreten und machen lassen, toll nicht? aber ist das alles wirklich „normal“?? ach ja, die Gastro und die Hotels und der Massen Terrourismus darf auch wieder fast „ganz normal“ aufsperren, stattfinden und die Natur darf wieder voll, ohne Rücksicht auf Verluste, koste es was es wolle, konsumiert werden, aber normal? normal ist das leider immer noch lange nicht, sorry. Was ist denn „Normalität“ in einer vollkommen verrückten, irren, konsumgeilen und ausschliesslich Profit orientierten Wegwerf Welt?

„Zurück zur Normalität“ will man uns allen Ernstes als „Fortschritt“ verkaufen, wenn nur das Breitband flächendeckend ausgebaut wird, die 5G Masten und die digitalen Autobahnen weiter und schneller und effizienter ausgebaut werden. Holy shit! Für wie blöd wollen wir uns denn eigentlich noch verkaufen, verhökern, verschaukeln lassen???

Normalität bezeichnet in der Soziologie das Selbstverständliche in einer Gesellschaft, das nicht mehr erklärt und über das nicht mehr entschieden werden muss. Dieses Selbstverständliche betrifft soziale Normen und konkrete Verhaltensweisen von Menschen. Es wird durch Erziehung und Sozialisation vermittelt.[1]

In der Psychologie bezeichnet Normalität ein erwünschtes, akzeptables, gesundes, förderungswürdiges Verhalten im Gegensatz zu unerwünschtem, behandlungsbedürftigem, gestörtem, abweichendem Verhalten.[2]

Also wenn das „alte, Normale“ selbstverständlich im Sinne von „selbstverständlich gut“ sein sollte, wenn da tatsächlich nichts mehr er- und geklärt und vollkommen anders angegangen, vollkommen neu gedacht, unter vollkommen anderen Umständen und Herangehensweisen versucht und vieles um jeden Preis in einer vollkommen zeitgemässen Art und Weise vollkommen neu aufgestellt werden müsste, wenn vieles von dem alten Scheiss und Kram, der uns überhaupt in diese Schwierigkeiten gebracht hat, von allen jetzt wieder als selbst – verständlich hingenommen werden und widerspruchslos und mit den Händen freudvoll auf die Schenkel klopfend geschluckt werden soll, dann versteh ich eigentlich wirklich gar nichts mehr.

Wir haben, zumindest der nach wie vor anscheinend weitaus grössere Teil von uns, wieder einmal nichts gelernt. Wahrscheinlich heisst die wahre Pandemie in Wirklichkeit Ignoranz, Arroganz, Konsumsucht, Beratungs-, Erkenntnis- und Lernresistenz – die vollkommene Verweigerung und Unfähigkeit, die Ursachen und auch die Verantwortung für unserer Misere, unseren pandemischen Irrsinn, der immer gnadenloseren Zerstörung der Natur und damit auch uns selbst zu erkennen, die Ursachen und Folgen der Klima- sowie der gesellschaftlichen, sozialen Krise zu verstehen, zu sehen, zu erkennen und beginnen, endlich verantwortungsvoll ZU HANDELN, dem ganzen Irrsinn mit vereinten Kräften und unter Bündelung unser aller Fertigkeiten und Know How etwas konstruktives, vielleicht nicht so Mega Gigantomanisches, sondern eher kleineres, bescheideneres, in kleineren, bescheideneren, überschaubareren Strukturen entgegenzusetzen, und damit unser aller Leben auf vollkommen neue, gesündere, nachhaltigere, wirtschaftlich und sozial fairere und gleichberechtigtere Beine zu stellen. Verpennt. Und jetzt sollen wir dazu auch noch klatschen?

Sind wir wirklich nicht zu retten? Wollen wir uns wirklich all diesen ausbeutenden, konsumgeilen, kranken und jede Würde und jedes Leben zerstörerischen Illusionen auf Kosten unserer Gesundheit, unserer Umwelt, des Lebens von uns allen zugunsten der Profitgier einiger, vergleichsweise ganz, ganz weniger ignoranter Verbrecher hingeben, nur damit wir unsere Scheiss Handies weiterhin möglichst ungestört vor uns hertragen und mit Ihnen kuscheln können, um die künstlichen Intelligenzen der weltgrössten Super Mega Konzerne mit unserer Blödheit weiterhin bis zum Zerplatzen zu füttern??? Hallo????? Ist da noch irgendwo irgendjemand zu Hause?

Ich empfehle mir und Dir und uns dringend folgendes: wenn immer jemand so tut, als wären wir endlich wieder im Alten „normal“ gelandet, und als wäre die „Normalität“ etwas wunderbares, erstrebenswertes, wertvolles, das in der Lage ist, uns glücklicher, zufriedener, friedlicher und freundlicher miteinander zu leben zu ermöglichen, dann wäre ich – jemand, bei dem da als allererstes sämtliche roten Lampen grell aufleuchten – sehr, sehr, vorsichtig und skeptisch. Warum? Was will uns so jemand denn einreden und weis machen? dass wir am Besten so weitermachen wie bisher? Wie wir es gelernt und immer schon gemacht haben? wie wir erst in die grösste Krise seit Menschengedenken schlittern konnten und dabei sind, unaufhaltsam dort weiter hinein- um am Ende nie mehr herauszuschlittern???

Hell No!!! Lasst euch mit den gigantischten Werbebudgets aller Zeiten, mit den unfassbarsten Marketing- und Werbemilliarden, die je auf uns niederprasseln durften, um keinen Preis der Welt, eurer kleinen, wert- und wundervollen, beschützenswerten, würdevollen und liebevollen Welt meine ich, verarschen, blenden, ablenken, verschaukeln, hineinreiten und verleiten. Das Versprechen ist FAKE, eine glatte, einzige, fiese Lüge, der versprochene, vorgegaukelte Gewinn, das Schnäppchen, ein ewiger Verlust an Würde und Lebensqualität, das so genannte Schnäppchen ein Diskriminierungs-, Hunger und oft Todesurteil gleich um die Ecke, am anderen Ende unserer kuschelig, kleinen Welt bedeuten kann, nur damit sich ein paar nimmersatte Konzernraupen ihre fetten Bäuche noch voller fressen können, ihre kranken Gehirne noch kränker denken lassen können, einschliesslich ihrer kranken Phantasien von einem beschissenen „Leben“ am Mars oder im „All“ verwirklichen zu können, wo Du und ich, wir beide aber mit Sicherheit nicht mit am Start sind. Willst Du das? Kann das in Wahrheit wirklich irgendjemand, der noch einigermassen bei Trost ist, wollen? ist das die „Normalität“ die wir uns weiterhin für uns selbst, für unsere Familie und Freunde wünschen wollen? echt jetzt?

Brauchen wir wirklich Millionen von Terrouristen, die wieder in Hunderttausenden Flugzeugen zu Dumpingpreisen, in den meisten Fällen wesentlich billiger als jedes Zug Ticket, in die Salzburger Getreidegasse strömen um ein paar Mozartkugeln, oder nach Innsbruck auf ein paar Speckknödel, nach Hallstatt für original Hallstätter Dosenluft und ein paar Hirschknöpfe aus dem Senegal oder für ein Selfie mit dem Stephansdom und ein paar Mannerschnitten nach Wien jetten??? oder dürfen wir wirklich endlich einmal das gesamte Konzept des Massen Terrourismus von Grund auf überdenken??? JA, WIR dürfen!

Brauchen wir wirklich diesen ganzen sinn- und wertlosen Schnäppchen Plunder und Ramsch den wir vor der sogenannten Krise noch meinten, unbedingt haben zu müssen und von dem der Wirtschaftskammer Boss sich allen Ernstes wünschen mag, dass wir diesen Schrott jetzt unbedingt wieder kaufen, kaufen, kaufen sollten um die Wirtschaft zu retten??? oder ist es höchste Zeit Wirtschaft vollkommen neu zu definieren und ein nachhaltigeres, gesünderes, nicht ausschliesslich Profit orientiertes, zu Gunsten einiger weniger,sondern im Sinne des Gemeinwohls konzipiertes Wirtschaften entwickeln. Modelle dafür gibt es schon genug. JA, es ist höchste Zeit!

Brauchen wir wirklich Milliarden, um neue alte Schul Kasernen zur Ausbildung von braven Systemdienern und hörigen, unglücklichen und kaufgeilen Konsumenten auszubilden??? oder dürfen wir endlich einmal das ganze Thema Bildung auf vollkommen neue, zeitgemässe, inspirierende und experimentierfreudige, innovative und wesentlich kreativere, freidenkendere Beine stellen??? JA, WIR dürfen!

Brauchen wir wirklich noch mehr neue Landepisten, immer grössere Autobahnen, vollen Autoverkehr und immer weniger Platz und Raum für die Menschen in den Städten und Ballungszentren, jede und jeder ein fossile Brennstoffe fressendes Auto, Zweit- und Drittautos, immer mehr zubetonierte Grünflächen und Ackerland zugunsten von Supermärkten, Einkaufszentren und Kauftempel jeder Art??? oder wollen wir wirklich langsam aber sicher zur Besinnung kommen und uns wieder kleinerer Strukturen bedienen, das Einkaufen wieder in die zumTeil vollkommen verwahrlosten Ortskerne zurückverlegen, wo auch jeder ohne Auto zu Fuss oder mit dem Rad ihre oder seine Einkäufe erledigen kann??? JA, WIR wollen das!

Brauchen wir wirklich riesige Agrarkonzerne, die ohnedies nur noch unter regelmässiger Anwendung von giftigen, Insekten und viele andere, für ein funktionierendes Ökosystem überlebenswichtige Lebewesen vernichtenden Spritzmitteln und Antibiotika ihre Monokulturen und Massentierhaltungen bewerkstelligen können, damit wir weiterhin unsere vergifteten Schnitzel um 99Cent kaufen und verbraten können ??? Oder sollten wir lieber schon längst auch hier im Sinne unser aller Gesundheit zur Vernunft kommen und auf kleinere , gesündere, nachhaltigere Strukturen setzen und wirklich nur mehr diese fördern??? JA, WIR sollten das verlangen, darauf pochen und tun!

Brauchen wir wirklich eine ständig am Rande der Insolvenz dahin schlitternde AUA in deutscher, Dividenden ausschüttender Aktiengesellschafts Hand um 800 Millionen vor was auch immer „zu retten“ ??? oder wollen wir stattdessen dafür plädieren den heimischen Künstlern und EPUs ihre vor Monaten verordneten Auftritts- und Arbeitsverbote endlich , we es sich gehört und wie es versprochen wurde, zumindest finanziell und existentiell vollständig zu kompensieren??? JA, das wollen WIR!

Brauchen wir wirklich eine Regierung die anscheinend glaubt, sich selbst scheinbar alles erlauben zu können, was für den hörigen und braven Duckmäuser Ösi unter Androhung von Strafen und Anzeigen verboten war und anscheinend noch immer ist??? (so genau weiss man das inzwischen ja wirklich nicht mehr) Oder sollten wir Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Politik, Demokratie und Parlament völlig neu definieren und auf wesentlich gesündere, wieder uns allen und dem Einzelnen Individuum dienende Beine stellen??? JA, das sollten WIR.

Brauchen wir wirklich, wie von diversen „Experten“ empfohlen, tatsächlich „weniger Intensiv Spitalsbetten“ wo uns nicht zuletzt diese gute Anzahl unter anderem vom Schlimmsten bewahrt hat??? Oder sollten wir uns eher dafür einsetzen, dass jene extrem beschissen bezahlten Berufe, die Pflegerinnen, Sanitäter und Verkäufer, die uns durch diesen Wahnsinn begleitet und bis an den Rande ihrer Kräfte betreut haben, endlich auch ihre Wertschätzung nicht nur durch einen bemühten Applaus sondern am Ende des Monats auch in ihrer Geldbörse in Form adequater Bezahlung wiederfinden können??? JA, das sollten WIR unbedingt.

Brauchen wir wirklich eine Wirtschaft, die nur will, dass wir ein paar Wenigen einen Reichtum ver – schaffen, wovon niemand von uns weder direkt noch indirekt je profitieren wird können ???? Oder brauchen wir neue Gesellschafts- und Wirtschaftsmodelle auf der Höhe der Zeit, die uns wieder Raum, Zeit, Würde und Möglichkeiten zur Lebensgestaltung erlauben??? Auch dazu gibt es bereits genug Modelle in der Praxis. JA, besonders das brauchen WIR, auch dringend!

Brauchen wir wirklich keine Milliardärs- und Millionärssteuern, Finanz Transaktionssteuern und Erbschaftssteuern um UNS endlich allen ein Leben und Überleben in Würde und Menschlichkeit zu sichern und zu garantieren??? Brauchen WIR wirklich wieder den unbedingten Rückschritt in die ausgebrannte, vollkommen überarbeitete, stressvolle und Hamsterrad getriebene Vergangenheit der „Normalität“, nur weil uns allen miteinander nichts wesentlich Besseres, Gesünderes und Nachhaltigeres, Glücklicheres , Erfüllenderes, Kreativeres und Innovativeres einfallen darf oder kann oder will ??? echt jetzt???

Street children sleep under a bridge in Paranaque city, metro Manila July 18, 2013. Picture taken July 18, 2013. REUTERS/Romeo Ranoco (PHILIPPINES – Tags: SOCIETY)

#134 „Leben“

meine Fresse 😉 heute sind mir wirklich während meines frühmorgendlichen Radausflugs entlang des grossen Stromes gegen heftigen Wind und wider Erwartens so unglaubliche Erkenntnisse, An- und Einsichten zugeflogen, die ich hier sehr gerne mit euch teilen möchte. Für mich sehr ungewöhnlich, weil ich meine fast täglichen Aufenthalte in der Natur zumeist nicht mit Denken, Nach – Denken oder Reflexionen über dies und das verbringe oder vergeude, sondern ich diese Zeit ja gerade besonders wegen ihres „nicht denken müssens“, sie einfach aus meinem tiefsten Bewusstsein wahrnehmen zu dürfen, die Natur, wozu sie mich ja permanent einlädt,indem ich mich als Teil ihrer selbst erkennen, erfahren und mir dessen bewusst sein darf,ich sie gerade deshalb so extrem wertvoll empfinde, schätze und liebe. Genau wie das katalysatorische Musik möglich machen und sie, die Göttin Musik, vollkommen befreit von allen Ge – Danken, Kon – Zeptern, Regeln, Schuldgefühlen, Worries und Ängsten vor der Zukunft oder einem Fehler machen, ungehindert durch mich fliessen und fliegen lassen zu dürfen.

„Mein Leben“ pflegen wir zu sagen, als gehöre es uns, nur uns, ganz allein. Tut es das? Was meinen wir eigentlich, wenn wir von „meinem Leben“ sprechen und es auf diese Art zugleich so festhalten, damit es uns ja nicht entkommt? Und die Frage „Wer bin ich“? – „Wer sind wir“ ? – „Was ist der Mensch eigentlich und wozu sind wir denn eigentlich hier? Und wenn wir „hier“ sagen, wo sind wir denn dann überhaupt ? Diese grundsätzlichen, läppischen und zugleich wirklich tiefen Fragen haben mich heute Morgen sozusagen unverhofft, überraschend und vollkommen unerwartet heim – gesucht und gefunden. Deepak Chopra meint, laut meiner Liebsten, dass wir ja so gesehen , nicht „auf der Welt“ sind, nicht eine wie auch immer geartete Welt im Aussen er – leben, sondern die er – lebte Welt in jedem von uns ist.

„Cogito ergo sum“ – „ich denke, also bin ich“ meinte der Philosoph René Descartes in seinem berühmt, berüchtigten ersten Grundsatz, und dieser verleitet seit jeher alle intellektuellen Grübler, Vor- und Nachdenker zu der , aus meiner heute morgendlichen An – und Ein Sicht, zur vollkommen in die Irre geleiteten Hypothese und Annahme, dass das Denken per se das Non Plus Ultra sei, dass wir Menschen uns durch das Denken definieren und vor allem von allem anderen mit Fug und Recht abheben, überheben, hinauswachsen, ja erst durch das Denken unsere Daseinsberechtigung als eine durchdachte Krone der Schöpfung gewährleistet und ein für allemal bewiesen sei. Da hat er wohl etwas zu kurz oder zu flach gedacht, je nachdem, und das meine nicht nur ich sondern auch einer meiner spirituellen Lieblingslehrmeister von allen, Eckhart Tolle. Doch dazu noch etwas später.

Ich glaube seit heute morgen zu wissen, dass wir der Frage „wer wir sind“ und „was wir hier eigentlich zu tun hätten“ wesentlich näher kommen könnten, würden wir uns weniger mit uns, mit unserem Selbst, mit unseren Egos , Lebensläufen und wohlgeformten bis missratenen Persönlichkeiten sowie unseren konditionierten und durch uns selbst , besser: unseren Verstand interpretierten, systemisch und gesellschaftlich gefilterten Wahrnehmungen unseres teilweise durchaus lückenhaften Erinnerungs- und Vorstellungsvermögens beschäftigen, als uns gewissenhaft und sorgsam und in aller Ruhe und Stille, am Besten in der Natur eben, oder durch Meditation, mit dem beschäftigen, noch besser: ganz darauf einlassen, was wir langläufig „mein Leben“ glauben nennen zu können.

„Das Leben“, welches jede und jeder von uns „er – lebt“ sozusagen, dieses einmalige, wundervolle Geschenk voller Wunder – von wem eigentlich? – das uns jetzt, wo wir nun einmal geboren wurden, begleitet, verfolgt, beschäftigt, treibt, hetzt, still stehen, verharren, ängstlich zu Salzsäulen erstarren lässt, ermutigt, beschenkt, beraubt, verwirrt, fördert, vermeintlich bestraft und fordert auf die eine oder andere Art und Weise, tagtäglich, ob wir wollen oder nicht, ob wir das wissen oder nicht, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Richtig? Ja, man könnte es durchaus so sehen , und unser Vorstand, unser Vorstandsvorsitzender, der Verstand, unser permanenter, vergleichender, bewertender innerer Einflüsterer, Richter, Besser Wisser und Kommentator sieht all das auf jeden Fall so oder zumindest sehr ähnlich.

Was ist aber, wenn das Leben, „mein Leben“, welches unserer Wahrnehmung und manchen Erzählungen nach, angeblich mit unserem ersten Schrei, unserem ersten Atemzug begonnen hat, und angeblich nur bis zu unserem letzten Atemzug dauert, einfach nur eine jeweils sehr individuelle, manchmal kürzere und manchmal elendslange Kette von Traum- und Interpretationsperlen auf dem äusserst dünnen Faden der Zeit , eine einzige, persönliche Illusion, eine individuelle Geschichte, eine persönliche Interpretation von Ge- oder Erlebtem, von gesellschaftlichen, religiösen, familiären , oft Jahrhunderte bis Jahrtausende alten Konditionierungen, einem Rucksack voller gutem und schlechtem Karma, von unserem Verstand und dem analytischen Denken interpretierten Erinnerungen ist, die die Psychologie, die Psychotherapie und Psychiatrie inzwischen geschickt und versiert nach allen Regeln der konzeptionellen Denk- und Analysenkunst umzuinterpretieren, neu zu erzählen, anders zu beleuchten und hin- und herzuschieben imstande sind, allerdings permanent gefangen im Spinnennetz der Endlichkeit der Zeit, wo wir alle so schnell wie möglich, so komplett abgelenkt und scheinbar abgeschnitten von unserer tief in uns permanent anwesenden stillen Essenz, gepipmt, gecoacht, aus- und eingebildet, voll optimiert, so effizient wie nur irgendwie möglich, im Multitaskingmodus und im permanenten, vollen Stress, um ja als erste „dort“ zu sein, wo auch immer dort sein mag, um „dann“ ein richtig gutes , tolles Leben zu haben, wann immer auch „dann sein“ mag, von A nach Z zu hetzen und uns meistens nur noch durch jähe Einschnitte, Katastrophen, Unfälle, Krankheiten aus diesem Alb- Traum, den wir „mein Leben“ nennen, aufwecken lassen, um dann so schnell wie nur irgendwie möglich wieder „normal “ weiter träumen zu können? Sehr gut möglich wär’s doch, oder?

Jetzt gibt es allerdings genau dort, wo der geniale Descartes kurz vor einer Erkenntnis oder Erleuchtung zu denken aufgehört haben mag, so etwas wie „das Bewusst sein“, etwas, das nicht nur uns Menschen inne wohnt, ob wir uns dessen bewusst sind oder unbewusst, nicht nur allen Lebewesen, also allen lebenden Wesen, sondern auch allen angeblich toten Materien, den Steinen, dem Sand, den Monden, den Planeten, den Sonnen, den Sonnensystemen, den Milliarden von Galaxien, die sich in einer genialen, unsere Vorstellungskraft weit übersteigenden Ordnung zueinander, voneinander und miteinander in einer „Harmonie“, in einem steten Bestreben, ein „Gleichgewicht“ herzustellen, bewegen – das Universum.

JA – das Universum hat ein Bewusstsein, ein Bewusst Sein – welches uns allen und allem zu Grunde liegt, Materie und / oder Nicht Materie, dem sind die Quantenphysiker schon immer knapper auf einer sehr viel versprechenden Spur. Und genau wie in diesem tiefen Bewusstsein sind wir eben alle und alles miteinander in einem fein verwobenen, sich ständig und konstant verändernden energetischen Netz, miteinander verbunden. Nicht in einer antiquierten Weltansicht aus der Perspektive von herumsausenden Molekülen, Teilchen oder Atomen, nein. In einem Netz an sich ständig verändernden Energien, Energien, die um ein Vielfaches schneller reisen können, als das Licht – Energien, die sich konstant verändern, mit der Aufmerksamkeit, die geschenkt wird. Wenn ich einen Stern betrachte, verändert sich in diesem Augenblick dessen Energie und auch meine. So schaut’s aus, meine Liebsten.

Wie kann es denn sonst sein, dass ich punktgenau wusste, auf der Stiege zu meiner Dachterrasse in Boston sitzend, dass jetzt meine Oma in der Obersteiermark gestorben ist, nicht „zu wissen glaubte“ sondern „wusste“, nicht analytisches, Verstandeswissen sondern ein Wissen meines tieferen Bewusst Seins. Oder wie kann es sein, dass ich mir seit Tagen vornehme, eine liebe Freundin anzurufen, mit der ich schon über ein Jahr nicht mehr gesprochen hatte, und heute morgen nehme ich mir vor, sie anzurufen, und 3 Stunden später ruft sie mich an? Unser Bewusstsein, das eben niemandem, auch nicht „uns gehört“, sondern das kollektive, universelle Bewusstsein, wie auch bei genauerer Betrachtung auch „unser Leben“ eben uns nicht „gehört“, aber durch uns einfach nur „ist“, dieses Bewusstsein eben, existiert schon lange vor dem ersten Schrei, schon lange bevor wir „das sogenannte Licht“ dieser unserer Interpretationen zu dieser Welt in uns erblickten, und genau so, ganz bestimmt, ist es auch nach dem letzten Atemzug präsent, jenseits des Gefängnisses von Zeit, in dem lediglich unser Körper aufhört uns als unser vorübergehendes Heim zu dienen.

Ich habe Monate vor der Geburt meiner Tochter oder meines Sohnes, oft zusammen mit ihren Müttern, ihnen immer wieder Lieder vorgesungen oder Musik für sie gespielt, wo sie dann im Mutterbauch entweder heftig zu strampeln begannen oder mit einem Schlag mit dem Strampeln aufhörten, oder mit meinem Sohnemann habe ich Monate vor seiner Geburt nach meinen 8 Jahren in den USA immer Englisch gesprochen oder Geschichten erzählt, und auch noch 5 Jahre nach seiner Geburt, dass dies heute für ihn, ganz natürlich, so etwas wie eine Vatersprache geworden ist.

Deshalb, weil im Prinzip alles eine Energie und eine Bewusstseins Geschichte und Erfahrung ist , ist es unter vielem anderem eine Qual, Konzerte ohne Publikum zu spielen, weil es besten Falls nur wie eine lahme Probe rüberkommt, aber nicht in seinem vollen energetischen und spirituellen Spektrum er – lebt werden kann. Weil ein Konzert immer ein energetisch kollektives Erlebnis von Publikum UND Künstlern UND dem sie umgebenden Raum, ein ständig energetischer Austausch ist, der auf der digitalen Autobahn, wurscht wie schnell und breit das Band der Spur auch sein mag, nicht nur vollkommen verhungert, sondern schlicht und einfach nicht statt- findet.

Da geht es nicht um „Applaus“ oder Feedback“, Nein – es fehlt einfach die jeweils gegenseitige „Präsenzenergie“ und das bewusste, gemeinsame Sein in einem realen und nicht virtuellen Raum. Weil es da eben um etwas Wahrhaftiges, „Lebendiges“ geht, um etwas „Essentielles“ – um „unser Leben“ in der Ewigkeit und Unendlichkeit des Hier und Jetzt, weil Jetzt „immer“ ist, weil es immer „jetzt“ ist, weit jenseits des Zeitgefängnisses, dort, wo er ist, der Flow, der Strom, der Fluss, dort, wo es flutscht, wenn wir in Dankbarkeit und Demut zu akzeptieren bereit sind, dass wir eben nicht die schiefe Krone der Schöpfung sondern, wenn wir uns nicht noch länger noch ignoranter, arroganter und blöder anstellen, unter vielem anderem auch ein bescheidener, kleiner Teil der Natur und des Universums, die beide auch locker sehr gut ohne uns „sein“ können aber wir definitiv nicht ohne sie, also dass wir schlicht und einfach: „der Tanz“ sind, aber immer das „Leben“ der Tänzer ist.

Kämpfen und strampeln wir eigentlich nach wie vor hoch effizient & voll optimiert via unserer Ego minds im Netz der Zeit oder werden wir bereits ganz bewusst im Hier und Jetzt vom steten Flow des Lebens beflügelt?

„Das Leben“ ist definitiv keine Schnitzeljagd, kein Sudoku, kein Schlaraffen- oder Alice im Wunderland, kein Abenteuerurlaub, keine Strafe oder Belohnung, kein Wettbewerb oder Rennen, keine Competition oder Soap Opera, keine Castingshow, kein Konzept, keine Therapiesession oder Persönlichkeitsentwicklung, und auch kein Coachingkurs, kein schneller, höher , stärker, schlauer, intelligenter, schöner, schlechter, besser, kein Glück oder Unglück, keine Prüfung und auch keine Er – Lösung., obwohl es sich oft wie vieles von all dem anfühlen mag. Es geht nicht darum etwas möglichst schnell oder möglichst viel zu erwerben oder zu erreichen sondern etwas essentielles zu erkennen, und das kann und darf jede und jeder, jeder Zeit, immer. weil das Essentielle in uns, wenn auch oft vom ganzen grellen Lärm der immer hartnäckigeren Ablenkungen verschüttet, tief in der Stille unseres „seins“, unserer Präsenz, immer, in jedem Augenblick, da „ist“

Ja, Es ist ein Geschenk, das Leben, definitiv, ein Geschenk in der Fluchverpackung unserer Gedanken und Gefühle, ohne Formeln oder Konzepte, ohne Gebrauchsanweisung oder Beipacktext mit Nebenwirkungen. Es scheint eine Reise zu sein, allerdings ohne Navi in und durch unsere jeweilige innere Welt, zu des Pudels Kern sozusagen, ohne uns auch nur einen Millimeter irgendwohin bewegen zu müssen, weil was wir glauben suchen oder finden zu müssen uns schon lange gefunden hat, weil immer da ist, was immer da war und in einem illusorischen Zeitkonzept, immer da sein wird, weil ausserhalb der Zeit einfach immer und ewig ist, was wahrhaftig „ist“, wo wir eine wunderbare, permanente Gelegenheit, einen Schlüssel der Erkenntnis geschenkt bekommen haben, einen Kompass zu unserer tiefsten Essenz, ein Tor in eine unendliche, friedvolle, liebevolle Ebene unseres Da „Seins“, die sich allerdings weder durch den Verstand, noch durch das Denken, noch durch Logik und auch nicht durch Intelligenz, jenseits aller Gedankengewitter und emotionalen Tsunamis erst in der Stille erschliessen kann.

Eine friedvolle und stille Dimension, genau in der Ritze zwischen den Gedanken, zwischen zwei Atemzügen, im ewigen Moment und Augenblick des Hier und Jetzt, einem tiefen Bewusst „Sein“, durch welches wir alle mit dem Namenlosen, Gott, Natur oder Universum, wie auch immer wir es nennen wollen, selbst als Teil dieser Sonne als Sonnenstrahlen, ohne selbst die Sonne zu sein, mit jeder und jedem und allem immer und ewig in und mit unser aller Bewusstsein und Essenz, weit jenseits jeder Dualität, verbunden und vereint sind.

#133 “ Ode an mein Rad, die Donau, meine Betonküche und den ORF“

Es war 2014, als die Intendantin Kathi Zechner Anna F. und mich zu sich in ihr Büro im ORF Zentrum am Küniglberg in Wien lud, um uns für eine ihrer Ideen zu gewinnen und zu begeistern. Sie wollte von uns ein österreichweites Casting von den damals heissesten, viel versprechendsten, jungen österreichischen Bands, Künstlerinnen und Künstlern, eine Art „Castingshow“ in Richtung des Songcontests 2015, der damals dank der Contestgewinnerin 2014, Frau Wurst, in Österreich stattfand, mit dem Ziel, dass am Ende ein Überblick über die breite, interessante und hochtalentierte österreichische Musikszene gegeben sei, der Österreich Beitrag , ein geiler Song und ein mindestens ebenso geiler wie cooler Artist, eine Künstlerin, Künstler oder Band übrig bleiben sollte, um Österreich beim Heim Songcontest 2015 in der Stadthalle zu vertreten.

Anna F., jetzt „Friedberg“

Mein Einwand, dass ich mit dem Song Contest herzlich wenig bis gar nichts anfangen kann und dass ich Castingshows aller Art abscheulich finde und mir alle Mitwirkenden von Herzen einfach immer nur leid tun, tat Frau Zechners Ambitionen keinen Abbruch. Eine Meinung , oder besser, ein Zugang und eine innere Einstellung, die ich damals so gut wie 1:1 mit der Künstlerin Anna F., heute Friedberg, teilte, die ich fast 10 Jahre lang gecoacht, entwickelt, produziert, international verankert, mit Lenny Kravitz auf Europa Tour geschick, also schlicht und einfach gemanagt hatte.

Visueller Mittelpunkt des Logos ist „The Sphere“ (die Kugel), die gemeinsam mit dem Slogan „Building Bridges“ die Wiedererkennung des ESC15 garantieren soll.

Kathi Zechner meinte allerdings, dass wir genau deshalb die perfekt richtigen für diese grosse Herausforderung wären, eine Meinung, die sie mit Sicherheit irgendwo auf dem Weg an ihr Ziel nicht nur einmal revidieren musste, hauptsächlich auf Basis ihrer ORF internen Zuflüsterer , die sich von mir immer wieder auf den „wir sind in allem die Besten“ Schlips getreten fühlten, weil in meiner Wahrnehmung hohe Qualität und internationale Standards einerseits und die gewohnten, starren Strukturen und von sich selbst unfassbar überzeugte Protagonisten innerhalb des ORF andererseits, die dies und das schon immer so gemacht hatten und einfach nicht anders wollten oder konnten, für mich, besonders im Live Musik Broadcasting Bereich, aufgrund zahlreicher, dem Ganzen vorangegangener persönlicher Erfahrungen nicht gerade eine perfekte Schnittsumme ergaben oder „ein match made in heaven“ gewesen wären. Ausserdem haben damals meine diplomatischen skills und Fähigkeiten mit Sicherheit noch sehr im mir und allen anderen sehr Verborgenen gelassen vor sich hin geschlummert.

Coaches: „The Boss Hoss“, „Nazar“ und Anna

Wie auch immer. Ein österreichweites Casting mit Hilfe eines genialen Teams, dem Journalisten und Kurier Freizeit Redakteur Andreas Russ, die Vorarlberger Singer Songwriterin und Marketing Profi Katrin Spiegel, den späteren Josh und Ina Regen Manager Klaus Hoffmann und dem ebenfalls späteren Earcandy Betreiber, Julian Le Play und „Avec“ Manager Tom Resch, 20 wirklich genialen Artists und Bands, die der ORF grossteils heute noch abarbeitet, 4 Prime Time Künstlerpräsentationen im Hauptabendprogramm, bei der ersten mit allen 20 Casting Durchstartern inklusive ihrer eigenen Songs „LIVE“ auf Sendung, und dann die vielversprechendsten 6 Auswahlkandidatinnen, immer gemeinsam, also alle 6, in drei weiteren Samstag Hauptabend Sendungen.

Song Contest Finale – Wer singt für Österreich? ORF Zentrum, Wien, 13.3.2015, THE MAKEMAKES, Kathi ZECHNER

Darunter die im nächsten Jahr angetretene „Zoe“, „Celina Anne“, die genialen „DAWA“, die nach wie vor mega erfolgreichen Jungs der „Folkshilfe“ und „Johann Sebastian Bass“, gepaart mit einer genialen Songwriting Session, gegen die sich zuerst einmal alle Künstlerinnen vehement gesträubt hatten aber dann froh und glücklich waren, mit einigen der besten internationalen Songwriter gearbeitet zu haben, einer Truppe von Coaches mit Anna, The Boss Hoss und Nazar und einem Österreichbeitrag als bester Letzter, den genialen, leider, wie viele andere Artists auch, beratungsresistenten „The Makemakes“ mit einer Backupsängerin namens Ina Regen und einem für den ganzen irren Zeitaufwand doch recht bescheidenen Honorar später, investierte ich, dem ORF sei Dank, als leidenschaftlicher Hobby Koch in eine Betonküche und in mein Puch Fahrrad, welche mir beide bis heute nicht nur treu geblieben sind, sondern mir nach wie vor tagtäglich grosse Freude bereiten.

https://www.wienerzeitung.at/archiv/eurovision-song-contest-2015/song-contest-vorausscheidung-2015/738662-So-ne-Musik.html

Betonküche – geiler Scheiss 😉

In meiner geliebten Küche koche ich fast täglich, zumeist für mich selbst, ja: „nur“ für mich, mögen sich da manche jetzt denken. Aber ich bin ja schliesslich auch „wer“, oder? ich mache mir gerne eine Freude und ich gehe mit mir nach Möglichkeit besonders liebevoll um. Daran ist ja einmal grundsätzlich nichts falsch, oder? Hin und wieder natürlich auch für mich UND meine Liebste, meine Liebsten, meine Kinder und Enkelkinder und ab und zu auch für meine Mama, wenn sie gerade in Wien ist.

Die Idee zur Betonküche war, wie das meiste in meinem Leben, purer Zufall. Ich durfte die Vorarlberger Betonküchenbauer anlässlich einer Studio Präsentation bei den ElektroPop Künstlern „Julian und der Fux“ kennen lernen, die dort eine fantastische Küche und Bar aus Beton gebaut hatten. Das war Liebe auf den ersten Blick und musste einfach sein. Bis heute: nie bereut.

leidenschaftlicher Hobby Koch

Und mit meinem Puch Radl, was als waschechter Steirer Bua natürlich sein musste, fahre ich seit Jahren, seit damals eben, jahraus, jahrein, raus aus der Stadt, meine geliebte Donau hoch, vorbei an Klosterneuburg. entweder bis nach Kritzendorf und zum dortigen Donau Strombad, wo ich heuer und letztes Jahr erstmals das ganze Jahr hindurch hineingegangen bin, also eigentlich: letzten Sommer damit begonnen und nie aufgehört und auf einmal war es der 29. Dezember und ich bin immer noch rein. Geile Sache, wenn auf einmal das ganze System mit Vollgas pumpt. Und wenn der Strom sich fast warm anfühlt, weil es draussen eben arschkalt ist.

meine Donau ❤

Oder eben weiter rauf bis nach Greifenstein, zum Donau Altarm, dann das Kraftwerk, die Steilstufe und die Staumauer dort, weiter über Andre Wördern bis nach Tulln, vorbei an der Donaubühne und manchmal sogar noch ein gutes Stück weiter, wenn der Wind passt, Richtung Wachau. Ein Traum. Fahren, Fliegen, Wind, Wasser, Schwimmen, Donauschlepper und , ausser in Corona Zeiten, Donaudampfer, die Natur, Vögel, Vogelsang, Fische, Fischer, Muscheln, Hornissen, Gelsen, Mücken, Blumen, Kräuter, Auwälder, Sonne……

ein Morgentraum

…..Bussarde, Maikäfer, Reiher, Frösche, Kröten, Schwäne, Haubentaucher, Enten, Schnecken, Biber, Hunde, grosse, kleine, wütende, friedliche, inklusive ihrer Hundebesitzerinnen aller Art, Radfahrerinnen, Rennradfahrer, und Fahrradmännchen und „ihr Rennen mit sich selbst um jeden Preis gewinnen Woller und Müsser“, Rad fahrende männliche und weibliche, lautstarke und jede Stille gnadenlos zerschneidende Tratschtanten, Jogger und Läuferinnen mit Ohrstöpseln, taub für jedes noch so geniale Vogel- und Froschkonzert, Wildschweine und der ruhige aber manchmal doch wilde, volle und hin und wieder fast leere und , sehr selten Hochwasser führende Strom, egal bei welchem Wetter, Regen, Schnee, Eis – egal.

…..egal bei welchem Wetter, Regen, Schnee, Eis – egal.

Danke für diese wunderbaren, ganz besonderen Zeiten. Meistens Frühmorgens. Idealerweise noch vor dem Sonnenaufgang, wenn die ganze Stadt noch schläft und die Natur erwacht. Ein Traum. Für mein mich durch mein Leben pumpendes Herz, meine mich beatmenden Lungen, meine baren Füsse am Donaukies und Donausand, mein dadurch sicher nicht schlecht im Schuss gehaltener und vom Donauwasser und den Donauwellen umspülter Körper, meine naturverbundenes, junges Schamanen Herz und meine alte Indianer Seele.

brandheiss und aktuell: Rharbarber . Erdbeer . Beerenkuchen

#132 „Die Covid Profiteure und Corona Gewinner“

JA! Die aus meiner bescheidenen Sicht tollsten Gewinner, über die und für die ich mich persönlich mit Abstand am meisten freue, sind „die Insekten“ und am Ende des Seils damit natürlich auch die Vögel, die Fische, die Kröten und Frösche, die Tiere, die Pflanzen, die Natur, die sogenannte Umwelt und WIR. JA – es gibt sie tatsächlich wieder, die verpickten und von Insektenleichen verklebten Auto Windschutzscheiben, Kühlerhauben und Motorradvisiere und ich freue mich darüber wie ein kleines Kind. echt jetzt!

Insektenleichen

Was heisst das jetzt? Die Anzahl der Insekten ist ein direktes Feedback auf funktionierende Ökosysteme. Mehr Insekten = mehr Vögel = ein Hinweis auf wesentlich intaktere Umwelt. Das war in den letzten Jahren , für mich sehr beunruhigend, ganz klar so nicht mehr der Fall. Stundenlange Autofahrten und kaum Insektenleichen auf den Windschutzscheiben. Ich weiss jetzt natürlich nicht, ob das auch an einem Glyphosat Verbot liegen könnte, obwohl ich zu bezweifeln wage, dass es ein solches tatsächlich in Österreich schon gibt.

Ökosysteme

Die nächsten Gewinner, ohne 1 % Zweifel sind alle 5G, Breitband und Digitalisierungs Missionare, die digitalen Kolonialherrscher der Neuzeit sowie die am lautesten „Fortschritt“ Schreier und Prediger namens Telekommunikations Unternehmen, Computer-, IT und Software- Unternehmen, Hardware- sowie Handyfirmen, mit einem Wort: der ganze digitale Wahnsinn, der uns als kommunikatives Muss mit aggressiven Werbefeldzügen und Milliarden Investitionen von Seiten der jeweiligen Profiteure und ihren Handlangern namens Lobbyisten, Aktiengesellschaften, Börsen, Shareholders und Politikern praktisch ohne jede Alternative oder Möglichkeit, sein Leben auch noch abseits oder gänzlich ohne dieses ganzen Irrsinns gestalten zu können, knallhart, gnadenlos und ohne die geringsten Skrupel aufs Auge gedrückt.

der digitale Wahnsinn

Aufgezwungen, ob man will oder nicht, ob man es braucht oder nicht. Immer mit der Angst und dem locker m Halfter sitzenden Looser Stigma und „Fortschrittsverweigerer“ Schreckgespenst im Nacken, dass , wenn wir da jetzt nicht ohne Zweifel zu 100% mitzumachen bereit sind, was man da gerne salopp „Fortschritt“ nennt, aber besser“Fortritt“ nennen sollte, man ja sonst immer noch, für den spärlichen Rest der Menschheitsgeschichte, auf den Bäumen der Steinzeit sitzen würde. FUCK THAT! Da sollten wir uns ganz, ganz sicher nicht vorbehaltlos, auf Teufel komm raus, was er garantiert auch machen wird, reinreiten lassen. Genau diese Art von „Fort – schritt“ läuft ganz leicht in eine vollkommen entgegengesetzte, immer rasanter entmündigende Richtung, in der sich Mensch als Teil einer inzwischen aus reiner Profitgier ausgebeuteten und zerstörten Natur kaum mehr wiederfinden kann oder wollen soll. Diese digitale Verschwörung schreitet von dem, was Mensch ausmacht, rasant und immer weiter fort.

der Mensch ist ein Teil der Natur

Grossartig in dem Kontext ein Werbe Feldzug der WKO unter dem sinnigen und sehr leicht in die Irre führenden Titel „Der Mensch im Mitelpunkt“ zur Verbesserung Ihrer Onlinepräsenz (sic! – no joke) Das soll sich anscheinend dermassen flockig lesen:
Die Pandemie hat die Digitalisierung in der direkten Kommunikation zum Alltag werden lassen. Videokonferenzen sind die Basis der Kommunikation geworden. Ob Vorträge, Netzwerkbesprechungen oder Kundengespräche, wir sind auf Bildschirmen präsent.
Auch wenn die Technik und damit die Anwendungsmöglichkeiten sich rasant entwickeln und schier unendlich sind, der Mensch steht trotzdem im Mittelpunkt. Auftreten, Persönlichkeit, Ausstrahlung und die Auswahl der Worte sind auf dem Bildschirm noch wichtiger geworden. In diesem EPU-Talk erfahren Sie, wie Sie sich auf Ihre Onlinepräsenz vorbereiten können, worauf Sie achten müssen, und wie Sie was sagen sollten.

Verbesserung der Online Präsenz

Wahnsinn , oder? diesen Irrsinn muss man sich einmal in einer stillen Minute auf der Kleinhirnrinde genüsslich zergehen lassen. Am geilsten dabei finde ich den Satz: der Mensch steht trotzdem im Mittelpunkt. Da erklärt sch eigentlich vieles bis alles von selbst. Dem „Nutzer“ wird klar ein Bild vermittelt, als hinke er weit hinter den schier unbegrenzten Möglichkeiten hinterher, obwohl man erst gerade langsam wissenschaftlich an der Arbeit ist, Schritt für Schritt zu erforschen, was denn „Mensch“ überhaupt in vollen Spektrum für ein Wunder ist. „trotzdem“. ich habe mir erlaubt den fortschrittlichen, fortlaufenden und über ihre eigenen Füsse stolpernden Damen und Herren auf ihrer Heil versprechenden Digitalisierungsautobahn folgendes zurück zu mailen:

Hallo,
das Thema „Der Mensch im Mittelpunkt“ hat mit „Digitalisierung und Online Präsenz“ relativ geringe bis kaum bis gar keine gemeinsamen Schnittmengen und ist somit, ausser einer unglücklichen Thema Verfehlung, maximal eine sehr schlecht gelungene Manipulation, die ihren Widerspruch bereits in sich trägt. Der treffendste Hinweis dabei ist in ihrem Text die verunglückte Formulierung „trotzdem“.
Alle Schafe werden sich , dem Universum, Gott oder wem immer sei Dank dafür, nicht überglücklich, still und leise vor sich hinblökend,vollkommen unreflektiert und unbewusst so schnell wie möglich auf eure Breitband  Digitalisierungs Autobahnen nach Nirgendwo drängen lassen. Manche wollen näher „zum Menschen im Mittelpunkt“ hin und ihm nicht in einem imaginären, allein profitgesteuerten Wettbewerbund der Angst, irgendetwas zu versäumen, davonlaufen oder immer weiter vom Menschen weg gedrängt werden. Good Luck! ihr werdet es bitter brauchen
Mit besten Grüssen, von Mensch zu Mensch, AleX Deutsch

trotzdem

Während Mediziner und Pflegepersonal besonders in der Intensivmedizin zum Teil erheblich mehr arbeiten mussten und müssen, profitieren die Firmen, die das benötigte medizinische Material und Medizintechnik liefern. Dazu gehört BioNTech, dessen Impfstoff als erster in der EU zugelassen wurde. Dazu gehört auch der Medizinkonzern Drägerwerk, der Beatmungsgeräte und Atemschutzmasken herstellt. Nächster Wahnsinn, natürlich neben der gesamten Pharma Industrie, deren Aktien inzwischen in den Profit – Himmel gestiegen sind:

Die Immoblien- und Baubranche. Ein Wahnsinn: Immobilien- und Mietpreise schiessen in den Himmel, egal wo, ob in der Stadt oder auf dem Land. Mieten werden unbezahlbar, Grundstücke detto, Immobilien am Land rasen preismässig in schwindelerregende Höhen. Handwerker sind ohne wochenlange Wartefristen kaum mehr zu bekommen. Baumaterialien werden bis zu 30% teurer innerhalb weniger Tage und Wochen, Tendenz stark und rasant steigend. Hallo???? Geht’s noch???? Wohin soll das führen und was soll uns das zeigen und / oder sagen?

Geht’s noch?

In Zeiten, in denen die Menschen ihre Kontakte reduzieren sollen, geht es Lieferdiensten besonders gut. So gehören E-Commerce-Plattformen zu den Gewinnern der Pandemie. Ganz vorne mit dabei ist der Online-Händler Amazon.Schon vor der Pandemie konnte Amazon immer wieder Rekordumsätze verbuchen. Ein Ergebnis wie in diesem Jahr ist jedoch selbst für Amazon neu. Fast 100 Milliarden US-Dollar Umsatz machte das Unternehmen allein im dritten Quartal des Jahres. Weniger wird es im vierten Quartal 2020 voraussichtlich nicht werden. Auch die Post freut sich über den gestiegenen Paketversand.

Amazon, Zoom, Facebook: Diese Plattform-Unternehmen seien die großen Pandemie-Gewinner, sagt der Autor Michael Seemann in SWR2, denn die Internetgiganten seien nicht nur Marktführer, sondern „Markbesitzer“.

Die Macht der großen Netz-Plattformen: Darum sind Amazon, Facebook & Co die Pandemie-Gewinner

Nutzerinnen könnten Bedingungen fordern

Dabei werde deren wirtschaftliche Macht noch zu häufig mit der Plattformmacht dieser Firmen verwechselt, doch die Mechanismen als Marktbesitzer seien „völlig andere“.

Um dagegen anzukommen, könnten sich Nutzerinnen an streikenden Amazon-Mitarbeitenden ein Beispiel nehmen. „Die Nutzer könnten sich zusammenschließen und sagen: Wenn ihr die Verbindung zu uns haben wollt, dann wollen wir die Bedingungen stellen. Das geht aber nicht als Einzelner, da müssten sich größere Gruppen organisieren.“

Michael Seeman ist Autor des Buches „Die Macht der Plattformen. Politik in Zeiten der Internetgiganten“, das im März im Links-Verlag erscheint.

Nutzniesser…..

„Es gibt weitere Nutznießer der Krise: Energieintensive Agrarbetriebe profitieren von den historisch niedrigen Preisen für Rohöl. Die Kosten für den Einsatz von Landmaschinen, für Bewässerung und Transport sind gesunken. Auch energieintensive Betriebsmittel (Dünger, Schmiermittel und Elektrizität) haben sich stark verbilligt. Diese Entwicklung steht im starken Kontrast zur Krise von 2007/08, in der gerade die Düngemittelpreise stark nach oben schossen.

Auch die Konkurrenz mit Bioenergie-Rohstoffen, das große Thema der Rezession 2007/08, besteht so heute nicht mehr. Ethanol und Biodiesel sind derzeit gegen billiges Öl nicht konkurrenzfähig. Der Boom für Bioenergie hatte dazu geführt, dass große Agrarflächen für Energiepflanzen umgewidmet wurden und für die Erzeugung von Nahrungsmitteln nicht zur Verfügung standen. Diese Verdrängung gibt es heute nicht.“ https://www.welthungerhilfe.de/

Agrarbetriebe

Alles klar ??? Können wir noch verstehen, worum es hier geht und wohin all das ganz leicht führen könnte ?!?!?