#63 „Zwischenzeit – zwischen den Zeiten, zwischen den Jahren“

Das Alte scheint noch nicht ganz vorbei, das Neue hat noch nicht wirklich begonnen. Das alte Jahr, das neue Jahr. Das Alte, das Neue. Altes, Neues. Nach langer Zeit wieder einmal endlich ein paar Tage am Stück in Ruhe, in Musse, in Liebe zusammen mit meiner Liebsten verbringen zu dürfen, und miteinander mit ihr und meinem Sohnemann ein vergleichsweise ruhiges und mangels Abend füllender Raketen und Böllerattacken entspanntes Silvester zu verbringen, sind, neben vielen anderen, unfassbar schönen, vollkommen unerwarteten und wert – vollen, ganz besonderen und besonders berührenden Geschenken des noch jungen Jahres, definitiv die Highlights der letzten Tage.

Foto © Sandra Mauerhofer

Vielleicht liegt es auch an der besonderen Konstellation dieser letzten Tage und Wochen: inklusive dem nachfolgenden Sonntag 3 Weihnachtsfeiertage in a row, die mein Sohn und ich, zusammen mit meiner Mutter und ihrem Liebsten in meiner geliebten Steiermark verbringen durften oder eben Silvester an einem Donnerstag, dann Freitag Neujahrsfeiertag und gleich darauf ein Samstag und dann gleich wieder ein Sonntag, dass zumindest ich meine Orientierung im Zeitraster noch vollkommener als sonst verloren habe und quasi die letzten Tage mehr oder weniger „zeitlos“, scheinbar zwischen den Zeiten, unterwegs bin und war.

unterwegs…..

Abgesehen von der Tatsache eines wunderbaren Weihnachtsgeschenks in Form einer Förderung durch den österreichischen Musikfonds für unser „Café Drechsler“ Jubiläumsalbum unmittelbar vor den Weihnachstfeiertagen, sowie Herzensdeschenke meiner geliebten Kinder und Enkelkinder, haben mich weitere, ganz besondere Geschichten zutiefst beschenkt und berührt.

berühren

Da gab es dieses ganz spezielle Weihnachtskonzert unter der Leitung der italienischen „Eule“ Ricardo Muti, mit den wunderbar konzertierenden Wiener Philharmonikern aus einem menschenleeren Musikvereinssaal. Wie immer in diesem Raum der einzigartigen Akustik, wunderschön dekoriert mit feinsten Blumenarrangements, mit unzähligen Kameras perfekt eingefangen. Eingebettet in sehr perfekt gestylte und offensiv zu beeindrucken gemachte Österreich Werbefilmchen in Richtung weiterer, mit Bangen erwarteter und erhoffter Gewinne einer Tourismusindustrie vor einem weltweiten Millionenpublikum via TV und dem ORF, als der Maestro am Ende des Konzertes diese gesamte, perfekt formatierte Inszenierung mit der Öffnung eines riesigen, unprätentiösen Scheunentors der Menschlichkeit in Form einer, zumindest mich zutiefst berührenden, seinerseits offenbar gänzlich unvorbereiteten, leidenschaftlichen und emotionalen Rede zum Wert und der enormen Wichtigkeit der Musik, der Kunst und Kultur als „die“ Basis für eine gesunde Gesellschaft jäh durchschnitt und mir aus dem Nichts die Tränen runterschiessen liess ob der Klarheit, Wahrhaftigkeit und zutiefst berührenden Worte der wahren Werte an eben dieses Millionenpublikum als auch zugleich allen Staatsoberhäuptern und Regierungschefs ins virtuelle Stammbuch geschrieben.

Impfen, Impfen, Testen, Testen, nicht, auf keinen Fall, um keinen Preis an Covid 19 erkranken, geschweige denn sterben dürfen aber zugleich das Leben zu verbieten, es zumindest jenseits aller menschlichen Zwischen – Räume für Berührungen jeder Art so drastisch einzuschränken bis unmöglich zu machen, geht eben nur sehr, sehr schwer, und kann und darf auf Dauer gar nicht gehen. Kaufen ja – Kultur Nein, Schifahren und Eisträume Ja, Schulen aber zu, und zugleich alle Konzerte , Theateraufführungen abgesagt und alle Ausstellungen, Kaffeehäuser und Kinos zu geht in Wahrheit auf einem menschlichen Parkett gar nicht zusammen.

Natur: JA

Wenn mir jemand wann auch immer vorher gesagt hätte, dass ein Neujahrskonzert in der Lage sei, mich zutiefst zu Tränen zu berühren, ich hätte laut gelacht und es niemandem geglaubt. Danke Maestro Muti für dieses wunderbare, vollkommen unerwartete Neujahrsgeschenk an menschlicher und emotionaler Tiefe, Aufrichtigkeit und, heute mehr denn je, wichtiger, weil inzwischen so selten gelebter Wahrhaftigkeit.

…..

Das „Alte“ macht noch eine Menge Gedöse, bevor es endgültig sich bereiterklärt, dem „Neuen“ Platz zu machen. Man sieht, man spürt, man weiss das langsam aber sicher überall. Ob in den USA, ob in Brasilien, ob hier in Österreich oder sonst wo auf der Welt, ob in leeren Konzertsälen oder auf randvollen Schipisten und Intensivstationen, ob in geschlossenen Theatern und Kaffeehäusern oder randvollen Einkaufsstrassen, ob in leeren Opernhäusern oder ebenso leeren Versprechungen. ich kann es schon sehen, ich weiss, es ist schon da, ich kann es förmlich riechen, wie ich den Schnee seit Kindheitstagen riechen kann – „Das Neue“, auch wenn sich das Alte bemüht, jetzt noch besonders laut stinken zu müssen.

Das Neue…..

Gestern durfte ich noch ein sehr berührendes Konzert vor einer Hand voll Freunden im leeren grandiosen Musikclub Porgy & Bess spielen, eines von 2 innerhalb der letzten beiden Wochen, mit wunderbaren Menschen auf der Bühne und tausenden vor den Bildschirmen und Computern weltweit. Die paar anwesenden Menschen im Club waren sichtlich sehr berührt, diese Initiative des Porgy & Bess und seinem Manager Christoph Huber ist extrem beeindruckend und essentiell wichtig. Sie zeigt allen Lockdowns zum trotz allabendlich Musiker, die derzeit kaum bis nicht in der Lage sind, von der Musik leben zu können, aber immer, besonders auch in diesen schwierigen Zeiten bereit sind, dafür zu brennen. FÜR die Musik, FÜR die Kunst zu leben, notfalls und wie derzeit gezwungenermassen eben leider üblich, auch ohne Publikum. Denn das ist, was wahrhaftige Künstler eben tun. Und auch das lässt sich in Wahrheit nicht mit ein paar Almosen bezahlen oder noblen Spenden kaufen oder mit Katastrophenfonds auf pecuniäre Weise vermeintlich mit einem Gönnerhaften „passt schon, die (die Künstler) brauchen sich wirklich nicht aufregen“ ruhig stellen oder wegsperren

für die Kunst

Und was an diesem wunderbaren Signal aus dem Porgy&Bess noch so verdammt wesentlich und eye and ear and heart opening ist: die jeweiligen Konzerte können nur und ausschliesslich zum tatsächlichen Konzerttermin gestreamt und abgerufen werden, und sind weder beliebig jederzeit wiederhol oder immer und überall konsumierbar, wie es inzwischen bei fast sonst allem üblich scheint und fast alles andere uns immer und jederzeit bereitwillig verkauft wird. Weil wahrhaftige Berührungen nicht zu „konsumieren“ sind, weil sich dafür keine App erfinden lassen wird, weil es sich dabei um ein zutiefst verankertes menschliches Bedürfnis handelt und eben um keinen „Bedarf“, welcher mittels eines noch so super innovativen Start Ups oder gewinnträchtigen Businessmodells gedeckt werden will und kann.

Foto © Sandra Mauerhofer

Ich kann das jeweilige Konzert wirklich nur dann, wenn es eben tatsächlich im hier und jetzt passiert und wann es tatsächlich IST, sehen und hören und dabei sein, oder ich habe es eben, wie so vieles anderes auch, verstoppelt, verplant, vergessen, verspielt, verirrt, verkabelt, verzockt, perfekt abgelenkt verpasst, das hier und JETZT. Das einzig Wahrhaftige das IST. Wunderbar. Tausend Dank. Auf das Neue das schon da sein können will…..

JETZT IST…..

Und dem Wort „Zwischenzeit“ käme eine besondere, vollkommen „neue“ Bedeutung zu. Wir hätten die besten Chancen mit der besten aller Zwischenzeiten seit eh und je, auf vollkommen neuen, bis dato kaum oder noch gar nicht befahrenen Pisten und in vollkommen neuen Zielen zu landen, wenn wir uns trauen, die „alten“ über Bord zu werfen und sowohl die Pisten als auch die Ziele als auch uns selbst vollkommen „neu“ zu definieren, zu denken, zu sehen und anzunehmen

alles Liebste, euer AleX

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#62 „Neujahrsvorsätze sind doch vollkommen sinnlos…“

Warum finde und sage ich das? die Antwort scheint mir sehr einfach und simpel: weil wir uns damit selbst sehr gerne auf den Leim gehen, um nicht zu sagen: wir betrügen uns selbst. Wenn wir Jahr für Jahr auf Silvester warten müssten , um etwas in unseren Leben zu verändern, hätten wir alle um die durchschnittlich 70 – 90 Chancen, Veränderungen an unseren Leben vorzunehmen. Eine doch sehr karge und bescheidene Ausbeute und infame Ausrede zugleich, oder?

In Wahrheit kann jede und jeder von uns tagaus tagein, täglich, stündlich, immer, egal wann und wo, am Besten hier und JETZT das eine oder andere in ihrem oder seinem Leben ändern. Ohne grosse Silvesterinszenierung. Ohne grosse „Vor – Sätze“ und dann lange, verkaterte Erklärungen im Beipackzettel der Marketingabteilung des Verstandes, warum dies und das wieder nicht klappen wollte oder konnte. „Es“ kann gar nichts, nur „Wir“, nur „Du“ und „ich“ können etwas verändern. Mit einer gesunden Basis aus Erkenntnis und Klarheit, mit vollherzigen Entschlüssen und nicht mit gedankenakrobatischen, sogenannten „logischen“ Argumenten. Nein. Jede und Jeder kann das immer und jeder – Zeit machen, tun und „sein“ lassen.

Ich höre auch permanent Ansagen wie „Hoffentlich wird 2021 besser als dieses beschissene Jahr 2020“. Tja, liebe Freunde der Beatmusik. Wer auch immer glauben mag so denken oder fühlen zu müssen, hat aus all den Chancen, den Herausforderungen, den Winken mit den grössten Zaunpfeilern und den ganzen zum Teil katastrophalen Vor – Fällen dieses wundervollen Jahres voller blauer Wunder und ihren unmittelbaren Folgen und Auswirkungen auf buchstäblich alle von uns den tieferen Sinn und Zweck hinter ihren und/oder seinen Lektionen noch immer nicht erkennen können, geschweige denn etwas daraus lernen und dann umsetzen und anwenden wollen.

So viele geballte Chancen auf der internationalen, globalen Weltbühne gab es schon wirklich sehr, sehr lange nicht mehr. Vielleicht noch nie. Und „retten“ wird uns nicht eine Digitalisierung, kein G5, weder Profitmaximierungen noch Börsengewinne, oder weiterwurschteln und -wirtschaften wie bisher, ein sehnlichstes Herbeiwünschen und „Warten“ auf die so guten alten Zeiten, auf „wie es früher war“ und nie mehr sein wird, sondern nur , einzig und allein ein globaler, längst fälliger Gesinnungs- und Bewusstseinswandel. Eine tiefe in uns allen ja schon länger aufkeimende oder vielen bereits klar ersichtliche Erkenntnis. Ein Wissen, dass wir so schon lange nicht mehr weitermachen können noch dürfen. Dass Vieles bis so gut wie alles neu gedacht, neu definiert, neu ge- und erfunden werden muss, und zwar mit der Basis eines endlich „In Würde Mensch sein Dürfens von allen – bedingungslos“.

Viele von uns, besonders auch Politiker, Wirtschafts- und Industrie Bonzen, sehen sich als Opfer dieser verdammten Pandemie, die angeblich kein Mensch braucht und die uns alle Pläne versaut, die Einkommensmöglichkeiten und Profitprognosen vieler ausradiert hat, bis auf die wenigen Ausnahmen, bei denen sich die Einnahmen und Umsätze aufgrund der Pandemie nicht nur verdoppelten sondern oft sogar vervielfachen konnten.

Den Börsen scheint es ja richtig gut zu gehen, was ja nur soviel heisst, dass die privatisierten Gewinne , die besonders in diesen Zeiten oft von Steuergeldern, also unserem, öffentlichem Geld gestützt und gefördert wurden, oft eine wesentliche Maximierung durch diese Krise und die Hilfe einer längst vollkommen am Menschen vorbei agierenden Politik einfahren durften. Der Bitcoin Kurs schiesst in den Himmel, die Aktiengesellschaften und Industrien aller Art jubeln, bis auf jene, die eh schon lange wissen, dass ihr Ende eigentlich schon längst Geschichte sein sollte. Und im selben Atemzug reden dann alle von der Opfer – Täter Umkehr, wo gerade das hier das beste Exempel seit langem dafür ist.

Wir sind die Täter und eben NICHT die Opfer dieser Pandmie, weil die Pandmie nicht eine Ursache sondern ein symptom ist. Und zwar für unseren Raubbau an der Natur, unser gewissenloses, egoistisches Handeln und konsumsüchtiges Agieren ohne Skrupel oder geschweige denn: Moral. Weil wir unsere Lebensbasis mutwillig und profitgeil täglich tatkräftig in ungeahntem und unvorstellbarem Ausmass zer – stören und dort die Ursachen für weltweit sich verbreitende Pandemien zu suchen sind, ohne einer Bereitschaft, etwas dadurch erkennen zu wollen.

Ohne Bereitschaft Verantwortung , nicht nur für unsere aufgeblasenen persönlichen und kollektiven Egos, sondern eben für eine gesundende Welt, die dringend eine Chance auf Heilung braucht, besonders für zukünftige Generationen, unsere Kinder, Enkel und Kindeskinder, zu übernehmen.Jede und jeder von uns ist da gefragt. Nícht irgendwelche schnell ausfindig gemachte Schuldige, für dies und das angeblich „Verantwortliche“ nur um sich bequem vor der eigenen Verantwortung zu drücken. Nein , es be – trifft uns alle: dich und mich und UNS.

Nein, WIR BRAUCHEN DIESE PANDEMIE um endlich aus unserem selbst inszenierten Albtraum aufwachen zu dürfen, und wenn all das und 3, 4, 5 Lockdowns in Folge uns noch immer nicht einer Erkenntnis nahe bringen können, werden wir wohl noch weitere Pandemien oder ähnliche, von uns selbst geschaffene Katastrophen brauchen, bis wir endlich tun, und endlich stoppen und sein lassen, wovon in Wahrheit bereits ja fast schon jede und jeder weiss, was endlich, bitte, danke zu tun, ein für alle mal zu stoppen und bitte endlich endgültig ein für allemal zu unter – lassen ist.

Die Chance des Aufwachens ist da, aber wenn wir uns jetzt tatsächlich immer noch trauen, glauben zu müssen, diese verschlafen, verstressen, verkonsumieren, verzetteln, verspekulieren, verraten, verrechnen, vertrödeln, verpassen, verstreichen lassen, verplempern, versaufen zu müssen und uns tatsächlich nichts Besseres einfällt als sie motschkernd, auf ewig gestriges wartend, konsum- und profitgeil , verstöpselt, verkabelt digitalisiert, unbewusst bis zum geht nicht mehr, in permanentem Wettlauf mit sich selbst und allen anderen, so schnell und effizient wir möglich und niemand weiss wirklich mehr, wohin eigentlich, orientierungslos, hoffnungslos verirrt, voll gefressen mit Nichts als lautem, grellem, süssem JUNK und ausgehungert an allem Wesentlichen, Wahrhaftigen, an allem Gesunden, fried- und freudvollem vorbeiziehen zu lassen, dann wird es das wohl gewesen sein, mit unseren rühmlichen , vergleichsweise 5 Sekunden auf diesem wundervollen Planeten.

Prosit Neujahr.

#61 „ja ich weiss, ABER……..“

ja, ich weiss, …..aber ich mach’s trotzdem, ja ich weiss …aber ich versuche es so oder so, ja ich weiss ….aber no risk, no fun, ja ich weiss …..aber so leicht lasse ich mich nicht von etwas abbringen, ja ich weiss eh, aber …..was soll ich machen, ja ich weiss …..aber wer weiss…….

…..wer weiss

ja, gewusst habe ich es eigentlich eh, aber ….ich wollte es nicht wahr haben, ich habe es immer gewusst, aber…… dann war s plötzlich zu spät, ja, gewusst haben es alle, aber …..niemand wagte den ersten Schritt zu tun, gewusst haben es alle, aber …..wenn wir nur gewusst hätten, was für Konsequenzen all das haben kann, dass wir alle es wussten, hat uns leider auch nicht geholfen…. ja, wenn ich das gewusst hätte, dann…….. dass ich es von vornherein eigentlich schon immer besser gewusst habe, hilft mir jetzt leider auch nix

…..nix

Mich interessiert erst mal, welche Kraft, welche Macht, welche Energie sich hinter dem Wort „aber“ so gut zu verstecken weiss, und was für eine Kraft, Macht und Energie es letztendlich ist, wider unseres „besseren Wissens“, uns gegen unsere Intuition und/oder Vor – Ahnung handeln, oder nicht handeln zu lassen oder einfach all dem gegenüber in sturer Scheuklappen Ignoranz zu verharren

aber

Ich hätte da so eine, meine These: Intuition kommt nicht aus dem begrenzten Universum des Verstandes, der Logik oder des analytischen, mit der Zeit auf die ein oder andere Weise akkumulierten Wissens, sondern, und so nenne ich es jetzt einmal: aus der Tiefe unseres „Ur wissens“, weit jenseits jeder Wissen – schafft, Gelerntem, Erforschtem und tausende mal Versuchtem, Schlaumeierei, Wiffzack Attitude und Besser Wisserei, nichts von all dem, was man mit dem Begriff Wissen gleich einmal in Zusammenhang bringen möchte. Dabei handelt es sich um ein seit Tausenden Jahren in uns schlumerndes „Ur Wissen“ , welches primär nicht über unseren Verstand, die Welt unserer Gedanken, Konzepte, Rezepte, Regeln, den sogenannten Fakten und überprüfbaren und zur einzig gültigen Realität erhobenen und erforschten sowie evaluierten, mit dem Realitätsgütesiegel Nummer 1zertifizierten Wahrnehmungs- und kognitiven Wissensbereich erschlossen werden kann, sondern über die uns allen inne wohnende, bei der einen mehr, dem anderen weniger verschütteten Klarheit der Intuition. Etwas „zu wissen“ ohne es jemals zuvor gelernt, erforscht oder zertifiziert haben zu müssen.

Klarheit

Der Treibstoff, oder besser gesagt, das Cleenex, das Ajax, das Fensterputzmittel für die klare Sicht auf das Urwissen der Intuition ist das uneingeschränkte, absolute, nie hinterfragte Vertrauen in sie. Die Leiter zum Fenster ist die Kreativität. Und der Dreck am Fenster der Klarheit zur Intuition ist der Zweifel, der wiederum seinerseits im Verstand zu Hause ist und sich dort breit und sehr bequem gemacht hat. Er ist dort mehr oder weniger nicht nur zu Hause sondern quasi einer dessen unumschränkter Herrscher. Und, wie mein ehemaliger Lieblingsfeind es einmal so treffend am Punkt zu formulieren wusste: „1% Zweifel ist auch Zweifel“! zweifellos ist das so.

Zweifel Los

Noch nie gab es soviel Forschung in jede Richtung, noch nie gab es so viele Lösungen für alle anstehenden und uns mehr und mehr bedrohenden Probleme, Herausforderungen und Katastrophen, noch nie gab es so viele bereits im Kleinen als auch im Grossen bestens funktionierende und oft schon seit Jahren, ja sogar Jahrzehnten durchaus erfolgreich praktizierte Modelle einer anderen, gesünderen Herangehensweise zu so gut wie jedem unserer Lebensbereiche, sei es Energie, sei es Wirtschaft, sei es Bildung, Schule, sei es die Land – Wirtschaft, seien es Nahrungsmittel, sei es Umweltschutz, Natur, Innovation, Kreativität, die wertvollen Schätze gesunder Böden und unsere Bodenschätze, sei es Gesundheit und Heilung, sei es Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft, Neudefinition von Gesellschaft und Gemeinschaft, Gleichberechtigung, Wertschätzung, Respekt, sei es Verwaltung, sei es Demokratie, sei es Profit, sei es Geld, Wasser, Luft, Erde, sei es Besitz, sei es gesund Altern, Architektur, sei es in sozialen und kommunalen Belangen, sei es im Umgang mit der Natur, sei es in Sachen Nachhaltigkeit, verantwortungsvoller Weit- und Voraussicht im Hinblick auf die zukünftigen Generationen, gesünderem Wohnen, Kleidung, Arbeit, Handwerk, Kunst, Kultur, Einkommen, Auskommen, freiwillige Sozialarbeit, Freizeit und, und, und…..

…..und, und, und

Aber noch nie schien dieses ABER so allmächtig und riesengross wie heute und aus mir grossteils unerklärlichen Gründen, die ich weder akzeptieren noch nachvollziehen können will, noch immer erfolgreicher zu sein, allem zum Trotz, uns genau daran zu hindern, das Bessere, das Gesündere, das Friedlichere, das Sinnvollere, das Nachhaltigere, das Wertvollere, das „Gscheitere“, das schliesslich allen zu Gute kommende zu tun oder eben endlich zu lassen, obwohl wir es alle besser wissen, schon immer besser gewusst haben und noch nie so ohne Zweifel wussten wie JETZT.

These 2: das „aber“ ist einfach nur ein Wegweiser, eine Aus – rede für die eigene Bequemlichkeit. Ich habe ein paar durchaus liebenswerte Bekannte die ihre reichlich vorhandene Intelligenz fast ausschliesslich dafür missbrauchen, sich die besten Ausreden der Welt als Basis ihrer ebenso reichlich vorhandenen Bequemlichkeit zurecht zu zimmern 😉

JETZT
The key word for our time is practice. We have all the light we need, we just need to put it into practice.
Peace Pilgrim © http://www.greatfulness.org

Zum Schluss möchte ich noch diesen wunderbaren philosophischen Artikel auf die Heldinnen des „Nichts Tuns“ und die oft unspektakuläre, lebensrettende Kraft der Intuition teilen. Macht es besser oder im Zweifelsfall lieber nix 😉 Alles Liebste, AleX

https://www.philomag.de/artikel/helden-des-nichttuns

#60 „2020 – ein herausforderndes Jahr wertvoller Erkenntnisse, Einsichten und Geschenke in Fluchverpackung“

Was für ein Jahr liegt da demnächst bald hinter uns? „Was bitte ist und war das denn?“ mögen sich sicher so gut wie die meisten von uns fragen. Wozu soll das „gut“ sein? Damit hatte wohl niemand gerechnet um diese Zeit des Vorjahres, so kurz vor Weihnachten und Neujahr. Das hat die besten Pläne, die genialsten Vorhersagen, die fundiertesten Einschätzungen, alle zukunftsforschenden Evaluierungen, die grössten Befürchtungen und noch so profunden Prophezeiungen, egal in welchem Bereich, egal auf welchem Flecken dieser Erde, egal von wem und in welcher Hin – Sicht geäussert zugunsten eines wohl „besseren Planes“ des Universums komplett über den Haufen geworfen und vollkommen ad absurdum geführt.

……….

Wir wurden mehrmals und immer wieder und nach wie vor buchstäblich in die Knie gezwungen, Individuen, Menschenkinder, Alte und Junge, Greise und Kinder, Reiche und Arme, scheinbar Privilegierte und anscheinend vollkommen vom Leben Vergessene, Arbeiter, Ärzte, Zukunftsforscher, Tellerwäscher, Fabriksarbeiter, Unter – Nehmer, Präsidenten, Obdachlose, Könige, Bettler, Krankenpflegerinnen, Konzernbonzen, Supermarktverkäuferinnen, Spitzensportler, Künstler, Kreative, Destruktive, Besserwisser, Alleskönner, Gewinner, Verlierer, Spekulanten, Dilettanten, Profis, Gurus, Päpste, Hebammen, Lehrerinnen, Professoren, Forscher, Gauner, Halsabschneider – alle wurden wir angehalten, inne zu halten .

Foto © Sandra Mauerhofer

Noch nie wurden uns im Kollektiv so viele Herausforderungen und Chancen zugleich, eine nach der anderen, sozusagen: geschenkt, um möglicherweise endlich zur Be – Sinnung kommen zu dürfen und zu können. So vieles hat sich im Zuge dessen enttarnt, so vieles wurde aus den hintersten Winkeln unseres kollektiven Bewusstseins ans Licht befördert. Schon lange vor sich hin schwelende Missstände, zum Himmel schreiende Ungerechtigkeiten, schamlose Ausbeutung und nur von der reinen Profitgier weniger getriebene Systeme aufgedeckt und entlarvt. Korruption, Ignoranz, Verbrechen an der Natur und an der menschlichen Würde, Leid, Angst, Hoffnungslosigkeit, Wut, gesellschaftliche Spaltung, Trennung, Umarmungsverbote, Aggression, Einsamkeit, Hilflosigkeit, Warten, Stillstand, Ohnmacht.

…..ans Licht

Aber auch unglaubliche Hilfsbereitschaft, nicht nur ein Auf – Decken sondern vielerorts auch ein Auf – Wecken und Auf – Wachen, menschliche Nähe trotz räumlicher Distanz, Mit – Gefühl, nicht Mit – leid, Zusammenhalten, Miteinander Reden, Hoffnung schenken, Motivation, Anpacken, Erkennen, Besinnen, Mut zur Veränderung, eine neue Gemeinsamkeit, Gemeinschaft über viele bis alle künstlichen, virtuellen, nationalen, inneren und äusseren Grenzen hinweg, Bewegung, Einsichten, in der Ruhe, in der Stille liegt unsere Kraft …..

Stille

Das dicke, fette, korrupte, gierige, grelle, laute, dröhnende Alte, das sich wie ein riesiges Ungeheuer mit all seiner Kraft immer und immer wieder aufzubäumen bemüht und nach wie vor davon zu träumen scheint, so bald wie möglich wieder so weiter machen zu können wie bisher, uns mit allen möglichen und unmöglichen Ängsten in Schach zu halten versucht. Das nicht glauben wollen, nicht erkennen können, dass nichts mehr je wieder so sein können wird wie bisher. Veränderung – nicht nur zum Schlechteren, noch stressigeren, noch mehr von künstlichen Wettbewerben und künstlicher Intelligenz Getriebenen.

das Alte

Nein, durchaus auch hin zum Besseren, zum Gesünderen, zum Gerechteren, zum Gemeinsameren, zu einem echten Mit – und Füreinander, zu Nachhaltigkeit, Wertschätzung, Profit zugunsten eines Allgemeinwohls, Hilfsbereitschaft und ein Bündeln nicht nur der Klügsten aber auch der kreativsten und weisesten Köpfe und Kräfte. Wir wissen ja jetzt wirklich wie es geht, gehen könnte und schon lange anders gehen sollte, nur machen tun wir,s um’s Verrecken nicht bzw. werden wir immer noch von den ein und selben daran gehindert oder soweit geschickt manipuliert, damit wir es ja nicht aus Eigeninitiative, aus eigenen autonomen, unseren gemeinsamen konstruktiven Kräften und der viel bemühten „Eigenverantwortung“ heraus, endlich, drauf geschissen, miteinander tatsächlich anfangen Schritt für Schritt gemeinsam vieles besser zu machen.

es endlich besser machen….

Ich hatte soviel Zeit für mich wie noch nie, aber auch für meine Liebste, ihre und meine Liebsten, Kinder, Tochter, Sohn, Enkeltöchter, Freunde, Familie, my guardian and protecting angels, meine Schutzengel, ob ich mir ihrer bewusst bin oder auch nicht. Auch wenn wir unseren Liebsten viel weniger denn je nahe sein und uns sehr wenig bis kaum sehen, umarmen und uns an den Händen halten konnten, so haben sich unsere Partnerschaften und Gemeinschaften oft vertieft, konnten bewusster wahrgenommen und mehr geschätzt, gepflegt und gehegt werden denn je zuvor. So scheint es mir zumindest.

Freunde und Familie

Die Kreativität, die jedem von uns innewohnt, und die eben nicht ausschliesslich an den Künstlerinnen und Künstlern festgemacht werden will, hat sich vollkommen andere Wege und Kanäle gesucht und auch gefunden: Bücher und Blogs schreiben, Kochen, Bildungsprojekte und -konzepte, Musikproduktionen und „Hausmusik“ im besten Sinne des Wortes, zu Hause Musik entstehen lassen mit dem Sohnemann, „Morning Talks“ mit meiner Liebsten, wunderbare, berührende Telefonate mit meinem liebsten Tochterherz, abendliche Skype Sessions mit meiner Mama und „Morning Walks“ bzw. Radausflüge quer durch die Natur und alle Jahreszeiten inklusive Abtauchen in den inzwischen schon recht kühlen Donaustrom, das wieder Entdecken der Langsamkeit, der Ruhe und Stille und der unfassbaren Schönheit der Natur, der es durch diese menschliche Pause namens Corona schon lange nicht mehr so gut ging und so wohl getan zu haben scheint wie heuer.

die Natur machte einen tiefen Atemzug

Wunderbare neue Menschen sind in mein und unser Leben getreten, unbekannte Engel haben an meine und unsere Türen und Fenster geklopft, in neuen Gemeinschaften wurde ich und wurden wir willkommen geheissen, neue Räume, neuer Space, neue Paradiese, neue Träume haben sich uns erschlossen, wenige kostbare aber ganz besondere, einzigartige Konzerte haben wir geben dürfen…

…..besondere Konzerte

…oft vor leeren bis Corona bedingt sehr spärlichem Publikum, neue Visionen durften anfangen Gestalt anzunehmen, einen dicken, fetten Nierenstein durfte ich in ein paar OPs mit Hilfe eines genialen , kompetenten Teams loswerden, facebook hat mich endlich rausgeschmissen und mir jede Menge „high quality time“ zurückgeschenkt, völlig unerwartete Überweisungen von noch unerwarteter Herkunft schlugen auf mein gebeuteltes Konto auf, Geschenke des Himmels von bis dato vollkommen unbekannten oder als solche nie wahrgenommenen Engeln, tiefe menschliche Berührungen aus unvermuteten und bislang unentdeckten Winkeln und Ecken, Ent – Spannung, mehr Freude, Liebe, Gelassenheit, mehr Seelengesundheit, mehr Heilung, mehr Mut haben mehr Zuzulassen und sich mehr und mehr jenseits der ach so wichtigen eigenen Pläne zu öffnen und sich auf das Leben und die Liebe einlassen können, mehr Lebensqualität, mehr Frieden, wesentlich mehr glückliche Momente, mehr Freiheit. Danke 2020. ein Traum eigentlich…..

2020, ein Traum eigentlich…..

Ich wünsche uns allen seelische, körperliche und psychische Gesundheit, Freude empfinden und Glücklich sein dürfen, echte Nähe, neue Ufer, viel Sein und Bewegung in der Natur, Frieden, Ruhe, Stille und alles Liebste und Beste, AleX

Das war mein erstes Instrument, ein wunderbares Geschenk unter dem Christbaum, von meinem Papa, der heute, am 22.Dezember seinen 86. Geburtstag gefeiert hätte, meiner Mama und dem Christkind, welches ich Stunden zuvor an unserem Fenster vorbeifliegen gesehen hatte, schwöre…..

#59 „Der dunkelste Tag in Zeiten immer heller strahlenden Lichts“

„There is a crack, a crack in everything. That’s how the light gets in“ – so besingt es Leonard Cohen in seinem Lied “Anthem”. Nach wiederholten, zum Teil zermürbenden Lockdowns, Masken- und Maulkorbzwängen, einer Zeit ohne Händeschütteln und Umarmungen, Reduktion und Beschränkungen unserer gewohnten Lebensumstände sehnen sich viele danach, diese Fesseln, diesen Panzer abzuwerfen um neues Licht hereinzulassen, Neues zuzulassen und willkommen zu heissen – nur so ist auch Weiterentwicklung möglich! So ist auch die Vorfreude und die Hoffnung vieler auf eine schon lange überfällige Veränderung (Erlösung?) nachvollziehbar!

Beschränkungen…..

Abgesehen von der Tatsache, dass gestern der 4. Advent war und heute, am 21. Dezember, der Tag der Wintersonnenwende ist, also der kürzeste Tag und die längste Nacht des Jahres, dass es heute auch eine seltene, sogenannte Grosse Konjunktion am Sternenhimmel der Planeten Jupiter und Saturn geben wird, die sich mit der Erde auf der selben Achse befinden und scheinbar miteinander verschmelzen werden, von der Erde aus gesehen am südwestlichen Abendhimmel beginnend ab etwa 18:00 , und zwar in einer räumlichen Enge und relativen Nähe, wie sie angeblich nur alle 1000 Jahre vorkommt, dass es ebenfalls der Beginn der geheimnisvollen Rauhnächte ist, die ich als alter Rauch und Räucherfan liebe und es im ganzen Monat Dezember in Wien sage und schreibe „vier“ ganze Sonnenstunden gegeben hat, freut sich der 4jährige Bub in mir auf die nächsten, garantiert immer lichter werdenden Tage und eine immer heller strahlende Zeit der Hoffnung und Zuversicht.

hope on the horizon

Manche Astrologen sehen das so: Die Werte unserer Gesellschaft werden sich drastisch verändern – ob uns das nun gefällt oder nicht. Natürlich wissen wir noch nicht konkret, wie sich das in den kommenden 200 Jahren verändern wird. Die Aussage von Klaus Schwab („In zehn Jahren werden Sie nichts mehr be­sit­zen, und Sie werden sich da­rüber freuen.“ World Economic Forum) scheint ein visionärer Gedanke, der der kommenden Zeitqualität durchaus entsprechen könnte. Mancher wird es mögen, andere nicht… aufhalten wird man den Wandel jedenfalls nicht können! Jeder wird gefordert sein, in dieser neuen Welt seinen Platz zu finden. Und was für uns heute noch unvorstellbar ist, wird für die Kinder der neuen Zeit bereits selbstverständlich sein!

Wien im Nebel

Das Besondere ist, dass beide Planeten, Saturn und Jupiter, zeitgleich ins Zeichen Wassermann eintreten und sogleich eine Konjunktion bilden. Wassermann ist unter anderem ein Synonym für Fortschritt, Wissenschaft, Technik, Erneuerung, Gemeinschaft, Zukunft und Vision. Nicht zuletzt steht Wassermann für Reformen, eine alte Ordnung wird abgelöst.

Jupiter bleibt lediglich ein Jahr in einem Zeichen und wird schon im nächsten Jahr kurz in ein anderes Zeichen wechseln. Mit Jupiter in Wassermann ist unsere Verrücktheit gefragt, viel Mut, um Unberechenbares zu begrüßen, unsere Vorstellungsräume zu erweitern, um Unmögliches möglich zu machen.

Mut und Verrücktheit sind gefragt

In der Astrologie sind die zwölf Zeichen des Tierkreises mit der Vier-Elemente-Lehre verbunden; so entspricht jedes Element drei Zeichen: Feuer mit Widder, Löwe und Schütze, Erde mit Stier, Jungfrau und Steinbock, Luft mit Zwillinge, Waage und Wassermann, Wasser mit Krebs, Skorpion und Fische. So bildet jedes Element ein Dreieck oder Trigon auf dem Tierkreis. Während circa 200 Jahren finden alle Großen Konjunktionen nach und nach in den drei Zeichen desselben Elementes statt. Da aber ein langsamer Rückstand entsteht, kommen sie nach 10 Begegnungen auf das Trigon des nächsten Elementes, und erst nach circa 800 Jahren fängt der Zyklus wieder an.

Irgendwie scheint mir als würde ich mich seit geraumer , scheinbar immer düster werdender Zeiten aus rational, logisch sehr wahrscheinlich kaum erklärbaren oder nachvollziehbaren Gründen in einem Bewusstsein zugleich immer heller werdenden Lichtes bewegen . So wie das Licht einer einzigen Kerze in einer stockdunklen Nacht eben einen richtig grossen Raum zu erhellen vermag, aber im strahlenden Licht der Sonne vollkommen verschluckt und überhaupt nicht bis kaum wahrgenommen wird, so wie gestern 5.000 Kerzen den Heldenplatz erstrahlen liessen im Gedenken an die bis dato in Österreich an Corona Verstorbenen. Eine wunderbare Geste , Licht ins Dunkel unserer Herzen und Seelen. Wie das auch ein Adventkranz oder ein Christbaum uns vermitteln und schenken können.

Licht m Dunkel

In manchen Beschreibungen der heute Abend voraussichtlichen Umarmung von Jupiter und Saturn wird diese Konstellation auch mit der Erscheinung des Weihnachtssterns vor etwa 2000 Jahren verglichen. Ein helles, strahlendes Licht, welches uns nur in der dunkelsten Nacht den Weg weisen kann, ein Wegweiser der in Anbetracht eines hellen Tages vollkommen unentdeckt bleibt und nicht wahrgenommen werden kann. Ich glaube , jede und jeder von uns kennt so etwas und hat schon ähnliche Erfahrungen machen dürfen.

there is a crack in everything

Der Spruch „Und wenn du schon glaubst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her“ meint ganz präzise und genau das. Oft in Situationen vollkommener Verzweiflung und Aussichtslosigkeit kommt dann dieses „Lichtlein“, ein kleines, aber in dieser Finsternis besonders hell strahlendes Licht, durch den Spalt in allem, wo eben dieses Licht hereinkommen und durchscheinen kann, wie es Leonard Cohen nennt. Weil eben alles einen „Crack“ hat, einen Riss, weil eben nichts perfekt ist – nichts und niemand. Dem Universum sei Dank.

Das Licht am Ende des Tunnels ist nicht der Zug…..

Hoffnung, Vertrauen in das Leben, Zuver – Sicht, Glaube an das Göttliche da draussen und in uns selbst, das Universum – wie immer wir „das“ nennen wollen, vereint mit der Kraft der Liebe, lassen uns dieses Lichtlein in der Finsternis immer wieder erkennen. Als Wegweiser zu einem Neuanfang, als die Licht gewordene Version der Hoffnung, egal wie, egal wo immer wir uns verirrt haben mögen. Egal wo wir festzustecken oder festzussitzen glauben, ob es das Licht aus den Fenstern der schützenden Hütte in den Bergen oder eine Taschenlampe, die uns den Weg leuchtet ist, den Weg zum Mut zur Veränderung, „Surrender“ – die volle Akzeptanz des Augenblicks, geht all dem immer einen Schritt voraus, damit das Leuchten in finsteren Zeiten so hell wie noch nie beginnen darf und kann.

time stands still…..

Eine schöne, stille, erleuchtende Zeit wünsche ich uns allen und ein wolkenloses Wetter heute Abend, AleX

#58 Wir sind Erfolg-reich – Wir vermarkten & verkaufen alles, auch unsere Welt, solange es noch geht…..

Ich schreib mir heute mal zur Abwechslung meinen Grossstadt Weihnachts -Shopping-Irrsinns-Frust, meinen Zorn und meine Wut über den blinden Einkaufswahn von der Seele. Nein, nicht von der Seele, sondern aus meinem von penetranter Werbung über mit allen Regeln der Blendung manipulierten Kaufzwang und grosse Wut auf jede Art von Konsumsucht gefolterten Verstand.

Menschenkarawanen, jetzt, wo wir endlich wieder einkaufen „dürfen“, in den diversen Shopping Zentren und Einkaufsstrassen, brav und folgsam Gassi geführt an der imaginären Leine unserer Handys, unserer Notebooks, unserer Kopfhörer, unserer Earplugs folgen wir den grellen Lichtern der Leuchtreklamen, den Schaufenstern voller unerfüllter Träume und als Schnäppchen verkleidetes, wohl proportioniertes und voll cool gestyltes Unglück, oder den diversen grossen und kleinen, unübersehbaren „Sale“ Signalen da und dort, zu den Klängen von allzu oft betäubendem. lautem , oft als Musik getarntem akustischem Mist in unseren headphones und Punsch, Wein, Bier, Joints, Drogen oder Pillen aller Art in den Lebenssäften von vielen.

Wo sich’s Menschentraubt, da wollen alle hin, koste es was es wolle. Verstoppelt, maskiert, manipuliert, magnetisiert, dirigiert, geleitet, gelenkt, geblendet, verwirrt, verirrt, betäubt, beleuchtet, umworben, gestresst, getrieben, benutzt und verkauft. Wir verkaufen alles, auch unser Mensch sein um nur ja richtig gute und brave Konsumenten sein zu dürfen, unsere Würde, unsere Träume, unsere Seele, unsere Gesundheit, unser Leben, unsere Welt, die Welt unserer Kinder und Enkelkinder, unserer Brüder und Schwestern – alles anscheinend wurscht – solange es noch irgendwie geht.

Wir, wer immer diese „wir“ sein sollen, sind erfolg – reich, reich an Erfolg, aber arm an gutem „Gelingen“, reich an Ignoranz und Wissen aber arm an Erkennen und Weisheit, reich an in- und output, aber arm beim zulassen, sein lassen und entstehen lassen, reich an Meinungen aber arm an Kompetenz, reich an Urteilen aber arm an Toleranz und Urteilsvermögen, reich an dies und das unbedingt Schaffen zu müssen, konsequent in der Illusion verharrend, dass wir nur zum Tun auf dieser Welt sind und WIR die Schöpfer dieser unserer Welt seien. Eben nicht nur ein, ursprünglich relativ kleines und bescheidenes Teil eines zusammenhängenden grossen, wunderbaren, genialen, fein ausbalancierten Ganzen, sondern inzwischen allerdings zu einem überdimensional mächtig aufgepumpten kollektiven EGO und viel zu vieler ebenso fett aufgeblasener individueller Egos ausgewachsen, die in einem Wettbewerbsirrsinn ohnegleichen so schneller wie möglich reich und immer reicher an Profit, Besitz, Zeug glauben werden zu müssen, ausschliesslich nach Haben strebend, nach dem Haben eines lauten, zum Himmel stinkenden Haufens aus grellem. giftigem, oft mit grossem Profit verkauften, in Anbetracht des Preises einer gnadenlosen und rücksichtslosen Vernichtung unser aller Lebensgrundlagen, einem vergleichsweise vollkommen wertlosen Nichts und andererseits arm und immer ärmer in der Essenz unseres von innen und aussen zugedröhnten und grossteils mit mit Ramsch zugestopften Seins.

Kaufen, Kaufen, Kaufen – die so ziemlich unkreativste und sinnbefreiteste Versuchung seit es Läden gibt. Niemand hat angeblich Geld, alle erleiden herbe Verluste bis hin zu den eigenen Bullshit Jobs. Aber Kaufen geht, anscheinend immer. Genau so wie Verkaufen, verkaufen, Verkaufen. Wir, wer immer diese „wir“sein mögen, waren gewohnt, hunderttausende Schi- und Winterurlauber in unsere vormals wunderschönen, inzwischen astrein kunstbeschneiten Bergwelten mit fake Gletschern, fake Schnee und fake Brauchtum mittels unserer sündteuren Luxus Seilbahnen und Liftanlagen auf den realen Pisten des Winters und auf den virtuellen des institutionalisierten Nepps rauf und runter zu befördern, mit reichlich überpreistem Yagatee, Lebkuchenherzen und Speckbroten abzuspeisen, Millionengewinne in unserem Tourismusland einzufahren, wo von Mozart’s Balls bis zu Christbaumkugeln, Stille Nacht, Heilige Nacht, Neujahrskonzert und Sängerknaben so ziemlich alles verkauft und vermarktet wird und wurde, was nicht niet- und nagelfest ist, einschliesslich der eigenen Grossmutter, Maria und Josef und Jesus Christus. Damit ist gerade mal vorläufig Schicht – Corona, Corona.

Faule Kompromisse, ein „blühender“ Handel, eine stetig aufstrebende und wachsende Wirtschaft (wohin denn), das heilige Brutto Sozial Produkt an dem absolut nichts sozial ist, Börsenkurse, die mal in tiefe Täler rauschen können oder in schwindelnde Höhen schiessen, nur für einige vergleichsweise wenige Spekulanten und Aktienhaie von Belang, für die meisten von uns allerdings extrem bis vollkommen belanglos. Börsen, die die meisten von uns genau so notwendig brauchen können wie einen Kropf.

Die Welt, ein einziges, kolossales Business Modell, was für ein genialer Start Up, Entrepreneurship on another Level. Alles glitzert und funkelt, duftet, schmeichelt und schreit, an der hauchdünnen Oberfläche. Alles wird vermarktet und verkauft. Buchstäblich alles: Unsere Geschichte, unsere Berge, Flüsse, Almen, Wiesen, Wälder und Seen, Hirschknöpfe, Gemsenkot, Selbstbackbrot und Fischeier, Hochgebirgschalets inklusive dem Porsche vor der Haustür, Wacholderbusserl, Tannenharz und Fichtennadel, unsere Luft, Luft aus Hallstatt zum Beispiel, kann man in diversen online Shops in Spraydosen kaufen, genau so wie Wasser vom Kilimandscharo und vom Fujiyama während wir in unseren Schulen und Bildungseinrichtungen massenweise konsequent Talent, Neugier, Kreativität und geniales Potential verbrennen und systematisch vernichten.

atmen versus kaufen

Waren aller Art und jeder Un- Art, Business Ideen ohne Ende, die in Wahrheit oft schreckliche ökologische, ökonomische oder soziale Fehl- und Missgeburten sind, die so wichtigen aber uns alle schrittweise entmündigenden Apps zum richtigen Atmen, rechtzeitig Schlafen gehen, Puls Messen, täglich 2x Meditieren, früh genug Aufwachen, besser Kochen, richtig sprechen, günstigst Shoppen, korrekt Pinkeln, leise Gacken, heimlich Pfurzen, Effizienz, Optimierung überall. Geschäftsideen und Sillyonen von Start Ups, hauptsache innovativ, in gewisser Weise auch oft kreativ, oft auf Basis jeder noch so doofen Idee, Hauotsache sie lässt sich gut verkaufen, Bedarfserzeugungen, als würde der grossteils sinnlose und unnötige Quatsch uns nicht schon lange über unser hochgradig verwirrten und verirrten Köpfe wachsen und die letzte Luft zum Atmen rauben.

Weites Land, fruchtbare Erde, geile Fertighäuser, Fertiggerichte, Fertigbeziehungen, Fertigkinder, Fertigschulen, Fertigkarrieren, Fertigjobs, Fertigleben, Fertiggräber und organische BioUrnen, frisches Obst aus der Retorte, altes Öl in brandneuen Karossen, günstiger Atomstrom, billigste, zumeist von Kindern und Frauen in ärmsten Ländern unter furchtbaren, menschenunwürdigen Bedingungen und furchtbaren Folgeschäden in der dortigen Umwelt hergestellte Klamotten, jede Menge an Marotten, Auslagern von so viel wie möglich, von Produktionen, Gewissen und Bewusstsein bis zur Bewusstlosigkeit, traumhafte Bilderbuch Karrieren auf Kosten erschütternder Umweltschäden und zerstörter Existenzen, schon bald versunkene Inseln, Grundstücke am Mond, Flüge zum Mars, unendliche Gewinne, Wetten auf Börsenverluste, Lebensversicherungen zur Absicherung des plötzlichen Todes, Klopapiermarken und goldene Affenscheisse, endlos Beton und Autobahnen, gestylte, gecoachte und von riesigen Marketing Teams gepimpte Regierungen, leere Floskeln, voller Profit auf unser aller Kosten, marode Staaten, Traumimmobilien und herrschaftliche Ländereien, teure Luftschlösser – die ganze Welt eben. Eine Welt, die uns nicht mal gehört…..

MaHü

Da tummeln sie sich, die Top Checker Bunnies und Marketing Gurus, die Berater und Business Coaches, die Persönlichkeitsentwickler und Konzept Erarbeiter, die Erfolgs Optimierer, die Start Up Unternehmer im Lock Down, die Entrepreneurs des Jahres, diejenigen, die selbst in den jeweiligen Krisen ein geniales Geschäftsmodell zu entdecken glauben, die hochwürdigen CEOs und ihre politischen Hampelmänner und konsumierenden Untertanen, die Konzern Bonzen und Top Manager, die Banken und Versicherungen, die Reichen und die Schönen, die Armen und die grosse Masse der von all jenen vorsätzlich immer und immer wieder Gefickten.

taufen oder kaufen`?

Aber nur solange es noch etwas zu vermarkten gibt, solange es noch zu erzeugende Bedürfnisse von jemandem geben kann und solange es noch welche gibt, die kaufen „können“, oder die kaufen „wollen“ oder die glauben, kaufen zu „müssen“. Wenn es die , sprich uns , nicht mehr gibt, hat sich’s ausverkauft. Dann ist endgültig Schlussverkauf. Und Frohe Weihnacht überall.

Es gab noch nie zuvor soviel Wissenschaft, soviel neue Entdeckungen und Errungenschaften, soviel Know How, Innovation und Wissen, aber leider haben wir es bis heute nicht schaffen wollen oder können, all das zu unser aller Wohl einzusetzen und in diesem Sinne für uns alle anzuwenden. Davon sind wir leider weiter entfernt denn je. Das Diktat des Profits einiger Weniger verhindert all das und trägt zu unnötig viel Zerstörung, Ausbeutung, Ungerechtigkeiten, Kriegen und Hungersnöten, einer Wegwerfgesellschaft auf der einen und einer hungernden, vollkommen verarmten Bevölkerung auf der anderen Seite bei

X-mas time

Passen wir auf uns auf, verwenden wir bitte unsere Masken, haltet Abstand, bleibt zu Hause, oder weit draussen in den Armen von Mutter Natur sooft es nur irgendwie geht, kümmert euch um die Ärmsten, helft euren Nächsten und seid für eure Liebsten da. Alles Liebste, AleX

#57 „Einsperren, Aussperren, Entsperren…..“

Dritter Advent, und es beschäftigt mich etwas Besonderes, sehr Spezielles dieser kurzen Tage, was sicher den meisten von uns zumindest irgendwie bekannt vorkommen mag. Der Drang, oder bei manchen gar der Zwang, sich zuerst ein- und damit auch in Folge vom Fluss des Lebens auszusperren. Ja, nicht nur das. Manche bis , gut möglich, viele von uns haben einen oder mehrere bis in das oft un- und unterbewusste kleinste Detail perfekt ausgeklügelten Plan der Eigen- und Selbstsabotage am Start. Oft Unbemerkt, äussert sich das gerne in verschiedensten Handlungs und Entscheidungsstrategien und Aussagen wie:

„ich ziehe sowieso immer die Arschkarte“ (ich kann nicht glauben, das das Leben es gut mit mir meint), „Man will mich sowieso nicht dabei haben“,(ich bleibe lieber allein, da kann (mir) wenistens nichts „passieren“), „der oder die hat oder die haben sowieso etwas gegen mich“(mein innerer Richter kennt alle meine Schwächen und Fehler), „was soll ich dort?“ (wer bin ich), „Nein danke, das braucht kein Mensch“(ich will nicht Mensch sein müssen), „was willst du oder wollen die denn immer von mir?“(meine noch so beschissene Komfortzone ist meine Sicherheit), „Interessiert mich sicher nicht“(nur ich weiss was interessant ist), „Darauf kann ich gerne verzichten“(ich fürchte mich vor neuen Erkenntnissen), „Na und?“,(mein Kerker bleibt geschlossen) „wozu soll das gut sein?“ (nur ich weiss was gut ist), „ich weiss selbst was gut für mich ist“(ich will die volle Kontrolle um jeden Preis behalten) „du hast mir gar nichts zu sagen“ (mein Leben geht Dich nichts an), „keine Zeit“ (Türen zu, heute geschlossen), „Und sonst hast du nichts zu tun?“(Der Sinn des Lebens ist das Tun) und vieles mehr.

Im Prinzip Angst vor Kontrollverlust oder die Illusion man wäre der alleinige Schöpfer, die alleinige Herrscherin und Gestalterin dessen, was wir „unser Leben“ nennen.

All das und noch viel mehr scheint mir dem Drang geschuldet, dass nur das selbst hart erarbeitete, das selbst, eigenständig geplante, dieses „mein“ von mir und durch mich allein geschaffene und kontrollierte Leben das einzig wahre und wichtigste ist, wobei ja noch immer nicht wirklich eindeutig und gänzlich geklärt ist, wem es denn wirklich „gehört“, nachdem es sich angeblich am jeweiligen Ende ja wieder irgendetwas oder irgendjemand zu holen scheint, oder ob es überhaupt jemandem gehören muss oder einfach nur gelebt werden will, das Leben, und damit meine ich nicht die Karriere oder die eigene Biographie und die damit einhergehende eigene Wichtigkeit.

Ich hatte die Freude und das Vergnügen mit meiner Liebsten und zwei ihrer Sohnemänner einen Museumsbesuch machen zu dürfen, in der Annahme, dort eine Ausstellung eines von mir sehr geschätzten Künstlers besuchen und erleben zu dürfen. Nach dem Erwerb der Eintrittskarten in das geniale Museum und einiger Überredungskunst den jungen Männern gegenüber, die eigentlich nur in das Naturhistorische Museum auf ein paar Dinosaurier Knochen vorbeischauen wollten und sonst gar nichts, meinte ich, sie sollten sich doch einfach mal entspannen und darauf einlassen, JETZT, wo wir alle schon mal da sind, als uns mitgeteilt wurde, dass die Ausstellung dieses Künstlers mit Ende Oktober vorbei war. Also gab es plötzlich die Herausforderung, meinem Motto folgend, uns alle auf etwas einlassen zu können, womit keine und keiner von uns vorher gerechnet hatte, was uns aber das Leben gerade als neues, unbekanntes Abenteuer und neue Entdeckung geschenkt hatte.

Nach intensivem Schmollen im Parterre und ein paar heftigen Diskussions- und Überredungsattacken der Jungmänner, die fest auf dem ihnen bereits bekannten „Naturhistorischen Museumsplan“ beharrten, zogen sie sich mit den Worten, dass das hier alles „ur fad“ und auch nicht für Kinder ist, in den hintersten Winkel auf 2 verwaiste Sofas zurück.

Ich versuchte es noch mal mit den Worten: „Schaut mal, das Leben ist unter anderem wie eine riesengrosse Speisekarte, auf der auch Wiener Schnitzel stehen, aber man muss die nicht immer essen, nur weil man noch nichts anderes probiert hat, von dem einem mit grosser Wahrscheinlichkeit auch etwas anderes, was man noch gar nicht kennt, schmecken und gefallen könnte. Ihr wollt jetzt gerade nur Wiener schnitzel – „das“ ist fad.“ All das liess sie allerdings relativ unbeeindruckt, nach dem ihr ältester Bruder gleich von Anfang an zu hause das Handtuch geworfen hatte, wie es in diesen, seinen early Teenagertagen, seine absolute Lieblingsbeschäftigung zu sein scheint: einsperren, aussperren und nur ja nicht entsperren.

Nachdem wir beide, meine Liebste und ich, uns den Exponaten in der oberen Etage gewidmet hatten, kamen die beiden jungen Naturhistoriker dann irgendwann daher geschlichen, mit den Worten, sie hätten JETZT Hunger. Und im Zuge dessen kamen sie sogar unbemerkt mit uns ein Stück des Weges auf den unerforschten Pfaden uns bis dato vollkommen unbekannter Kunstwerke einer uns bis dato vollkommen unbekannten, aber sehr spannenden Künstlerin. Beim Verlassen des Museums kamen sie augenblicklich, noch immer heftigst schmollend, mit sofortiger Wirkung auf die Dinosaurier Knochen zurück. Hatten sie noch immer Hunger? fragte ich mich. Ihre Mum tätigte einen Anruf bei den Knochen Verwaltern und nachdem dort gerade offensichtlich auch kein Riesenandrang war machten sie sich auf den weg dorthin. Ich fuhr nach Hause und kochte Spaghetti für alle.

Der jüngste, der in seinem früheren Leben ein grosser Philosoph oder zumindest ein sehr weiser Mönch gewesen sein muss, meinte dann: „Na bitte, jetzt hattet ihr euren Spass und jetzt kriegen wir den unseren“ worauf ich meinte, dass Spass mir bis zur Haut, besten Falls nur bis in den Suchtlappen meines Gehirns kommt, aber Freude bis tief in meine Seele und mein Herz, dass ich immer die grösste Freude habe, mir vorher Unbekanntes entdecken zu dürfen, mit mir Unbekannten zu sprechen oder mich auf vollkommen Unerwartetes einzulassen. Zeitgleich dämmerte es mir allerdings, dass dem nicht immer , zumindest schon länger eher nicht mehr so gewesen war, und dass es vor allem meiner Liebsten, meinem Vertrauen in ihre Fantasie und dem Leben gegenüber geschuldet ist, dass ich mich, besonders in den letzten gemeinsamen Jahren, wieder in der mir gewohnt mutigen Weise Unbekanntem und Unerforschtem gegenüber vorbehaltlos öffnen konnte. Ja, nicht nur das: dass ich es heute wirklich wieder in vollen Zügen schätzen und zugleich geniessen kann, den Rufen und Wegweisern des nicht von mir bis ins kleinste Detail geplante Lebens, knallhart und mit einer Leichtigkeit zugleich an den vermeintlich besseren Plänen vorbei, gerne Gehör und meine volle Aufmerksamkeit zu schenken und damit oft auf unvorstellbare Weise beschenkt, zumindest überrascht zu werden.

Foto © Sandra Mauerhofer

Ist das nicht mit ein wesentlicher Sinn des Lebens, sich jenseits der eigenen Kontrollsucht, Kreativität, Planungs- und Gestaltungswut, sich dem Unbekannten, das oft vollkommen unverblümt, ohne Genierer und ohne anzuklopfen durch die Vordertüre hereinspaziert kommt, sich genau dem, allein oder Hand in Hand mit der oder dem Liebsten, einem Team , einer Familie oder einer Gemeinschaft voll hinzugeben, to surrender, und sich von der Intuition, der inneren Ein – Gebung, dem Sog und dem Abenteuer Leben und seinen stillen Wegweisern leiten zu lassen, als sich permanent stur oder eben ängstlich mittels eigener, wesentlich wichtigerer und besserer Pläne den oft besten Plänen des Lebens sich entgegenstellen zu müssen oder zu verweigern. Die täglichen Chancen ungeöffnet im Müll der ungeahnten und nie wahrgenommenen Möglichkeiten zu ent – sorgen.

Mein Freund und brandneu entdeckter Soul Brother Joerg hat gestern ein wunderbares Interview von Ali Mahlodji mit dem genialen ZIB 2 Moderator Armin Wolf auf Instagram gepostet. https://youtu.be/xft8OWJtTVM

Das für mich mit Abstand Faszinierndste an diesem tollen Interview war neben dem unglaublich spannenden Lebensweg Armin Wolfs eine Entdeckung, die Ali Mahlodji glaubt in seinen zahlreichen interviews mit sehr berühmten und/oder erfolgreichen Menschen gemacht zu haben. Alle hatten seiner Beobachtung und Wahrnehmung nach etwas gemeinsam: jede und jeder hatte eine Person in seinem oder ihrem Leben, die bedingungslos an sie oder ihn geglaubt haben, und – jetzt kommt’s – alle hatten von ihren late Teenager Jahren bis etwa Mitte Dreissig zu den jeweiligen, oft atemberaubenden Einladungen und Überraschungen des Lebens immer, und ohne lange hin und her zu Überlegen, bedingungslos und intuitiv JA gesagt.

Und oft kam Ihnen erst nachher der Schock, sich mit der Aufgabe vollkommen überfordert zu fühlen, keine Ahnung davon zu haben, um was man sie gerade gebeten hatte zu tun oder hilf- und planlos, wie sie diese Challenge nur meistern könnten, aber da waren sie schon meistens tief und mitten drin und der Rück- oder Ausweg, das sich Ein – oder Aussperren keine Option mehr. weil sie sich vom Leben leiten liessen und sich deshalb schon, ohne lange Überlegungen, vollkommen „Entsperrt“ hatten. Wie schön ist das denn? Genau dort geht es lang, bitte, genau dort.

Dazu fällt mir noch eine kleine Geschichte ein. In meinen 8 Wanderjahren in den USA als junger Musiker und Produzent durfte ich einmal in den heiligen Hallen der Boston Symphony mit dem leider inzwischen verstorbenen Kontrabass Virtuosen Gary Peacock ein Konzert geben, nachdem wir Tage zuvor schon Aufnahmen in einem Studio unweit von Boston gemacht hatten.

Die für mich unter anderem nachhaltig in mir weiter schwingende , bis heute unvergessliche Geschichte, war jene, die er mir damals erzählt hatte. Einer seiner persönlich besten Freunde war wohl der berühmte Dirigent Seiji Ozawa. Und von ihm erzählte er folgende, von diesem getätigte Aussage: „Das absolut Wichtigste ist, dass man, unter dem Strich, am Ende eines jeden Tages, öfter JA als Nein gesagt hat. Dann weiss man, dass man richtig mitten im Leben ist und auf einer gesunden und positiven Energie und Frequenzwelle schwimmt und reitet“.

Und was könnte jetzt einer der wesentlichen, goldenen Entsperrungsschlüssel der oft von uns selbst geschickt und gefinkelt versperrten Türen, Tore und Fenster unserer user friendly und portablen Käfige sein? in der kleinen Welt meiner eigenen Wahrnehmung und Erkenntnis: ein bisschen mutig sollte man schon sein, und die Dankbarkeit. Warum? (Auch wenn warum keine göttliche Frage ist?) Weil sie uns voll in „das Hier und Jetzt Bewusstsein“ zu bringen vermag. Weil es dabei nicht darum geht, worauf man „wartet“, oder was man gerne hätte, oder wer man gerne wäre oder wo man lieber sein möchte, im nächsten Moment, nächste Woche, nächstes Jahr, dann…..

Sondern um das was ist, um das wofür man wirklich dankbar sein kann, JETZT! allem voran für die Gesundheit, für das Atmen der Lungen, dafür dass das Herz meinen Rhythmus schlägt und mein Blut durch die Venen und Arterien pumpt, für das Sehen, Erkennen, Verstehen, Schmecken, Fühlen, Hören, Tasten, Stehen, Laufen, Gehen, von den eigenen Beinen getragen werden können, mit Hilfe der Hände und dem heiligen Geist schaffen, be – greifen und kreieren können, Laufen, Sitzen, Liegen, Stehen, Gehen können, ein Dach über dem Kopf und einen einigermassen warmen Boden unter den Füssen zu haben, Kleider und Schuhe, Essen und Trinken, Strom, Gas, Wasser, Wärme, Telefon, Internet, Bücher, Musik, Bilder, die Natur und, und, und………

Wenn wir uns das täglich vor unsere Sinne führen, dann haben wir damit eine wundervolle Aufmerksamkeit für das Wertvolle, das JETZT ist, und nicht selbstverständlich unbedingt so „sein muss“, und damit sind wir automatisch hellwach und offen für die wegweisenden , oft stillen und leisen, manchmal lauten und grellen Zeichen dessen, was wir Leben nennen, dessen, was durch uns „Sein“ wollen darf, allerdings nur, wenn wir es schaffen, es zulassen zu können.

Alles Liebste

AleX

#56 „Die Welt ist nicht nur materiell“

Gespräch mit Anton Zeilinger
https://www.furche.at/wissen/anton-zeilinger-die-welt-ist-nicht-nur-materiell-4195608
Anton Zeilinger ist Österreichs populärster Quantenphysiker. Ein Gespräch über Forschungspolitik und Digitalisierung, den chinesischen Weg sowie die Beziehung von Religion und Wissenschaft.

„Es gibt keine einzige Erfindung der Menschheit, die nicht missbraucht wird – bis hin zu Philosophien oder Religionen. Das ist eben eine grundlegende Spannung, mit der wir leben müssen. Ich meine, dass Information weitaus öffentlicher sein sollte als sie heute ist. Aber das ist wohl eine naive Hoffnung.“

„Was die Digitalisierung betrifft, bin ich kein großer Optimist. Der Prozess ist zwar spannend, aber leider gibt es einen Pferdefuß: Die große Gefahr, vor der wir stehen, ist, dass die digitalen Systeme sehr anfällig sind: einerseits für Ausfälle, andererseits für Sabotage. Vieles deutet darauf hin, dass die wichtigen Infrastruktursysteme durch Sabotage bereits von außen abgedreht werden können. Österreich sollte diese Gefahr viel ernster nehmen.“

„Das kurzfristige Denken in der heutigen Forschungspolitik macht mir große Sorgen. Man müsste mehr Wert darauf legen, dass hochriskante Ideen gefördert werden, auch auf europäischer Ebene. Ich halte es für ein systemisches Problem, dass man bei jedem Forschungsprojekt einen Jahresplan angeben muss: Was mache ich, was kommt dabei heraus? Bei Grundlagenforschung ist das doch Unsinn!“

„Die Welt ist nicht nur materiell – es gibt mehr, als man in den Naturwissenschaften sehen und messen kann: Das war und ist eine wichtige Erfahrung meines Lebens.“

„Aber es ist schon fantastisch, dem Dalai Lama zuzuhören: Er ist einer der intelligentesten und zugleich warmherzigsten Menschen, die ich kenne. Spannend war die Diskussion, ob es so etwas wie Zufall geben kann. Es gibt zwar bereits Bücher, die Buddhismus und Quantenphysik verbinden. Doch die darin gezeigten Parallelen sind oft zu vordergründig. Denn in diesem Austausch geht es um eine der tiefsten Fragen, die man überhaupt stellen kann: Was kann über die Welt ausgesagt werden?“

„Ein Beobachter macht Aussagen über die Welt. Das Quantensystem ist dann die Darstellung dieser Aussagen, unseres Wissens. Natürlich ist es beeinflusst von den Fragen, die wir stellen. Ernst Mach, der berühmte österreichische Physiker und Naturphilosoph, hat betont, dass jede Aussage in der Wissenschaft eine Aussage über die Beziehung von beobachtbaren Größen sein muss. Es sind stets relative Bezüge, über die wir sprechen. Ähnliches sagt auch der Dalai Lama. Schon interessant, dass zwei so verschiedene geistige Traditionen, die sich gänzlich unabhängig entwickelt haben, zu ähnlichen Einsichten kommen.“

„Die Überzeugung, dass es etwas Trans­zendentes gibt, gibt mir nachhaltige Orientierung: Manche Menschen nennen das Gott, oder wie auch immer. Für mich ist das sogar mehr als eine Überzeugung, nämlich eine wichtige Erfahrung meines Lebens: dass die Welt nicht nur materiell ist. Diese Erfahrung habe ich inter­essanterweise schon immer gehabt. In meinem Leben gab es keinen Moment ohne Gott. Das heißt nicht, dass ich ununterbrochen in die Kirche gehe. Was ich meine ist, dass es etwas Metaphysisches gibt – mehr, als man in den Naturwissenschaften sehen und messen kann.“

Alles Liebste,

AleX

#55 „Wie ich lernte die Kälte zu lieben…..“

Seit Jahren fahre ich das ganze Jahr hindurch, egal ob es gerade mal Plus 32 Grad oder nur Minus 3 Grad hat, egal ob März, Mai, August oder Dezember, egal ob Lock Down Heavy oder Lock down Lite, mit meinem geliebten, sehr basic und simplen Puch Stadtradl von der Zieglergasse, mitten in Wien aus Richtung Norden in die Arme der Natur, entlang des wunderbaren Donau Stromes, vorbei an Klosterneuburg und einem seiner namens gebenden protzigen, katholischen Protz Klöster, einer von unglaublich vielen abartig viel zu monströsen niederösterreichischen Katholenburgen und Glaubensfestungen, meistens rauf bis Kritzendorf oder Greifenstein, manchmal bis Tulln oder noch ein Stück weiter, Richtung Krems.

Protzkloster Neuburg

Bei jeder Witterung, ob Regen, Nieseln, Hitze, Schneefall, Nebel – ausser bei Glatteis – ein Traum. Aus reiner Freude und Lust am „Sein“ und mich spüren dürfen in der Natur, ob geerdet, vom Winde verweht, im Feuer des höchsten Sommers oder im Wasser des Stromes – eins „Sein“ mit den Elementen, dem Atem, dem Herzen, den Farben , den Sounds, den Düften und Gerüchen und der Energie und Frequenz von Mutter Natur. eins „Sein“ und „werden“ mit den Elementen und der eigenen Essenz – das ist das, was übrig bleibt, wenn man den Verstand ruhigen Gewissens in der Zieglergasse, die Gefühle mit einer Leichtigkeit im Rucksack und die eigene Biografie und Wichtigkeit voll entspannt am nächsten Baum oder im Uferschilf oder am Treppelweg hängen, liegen oder bleiben lassen mag oder kann.

Strom

Es ist befreiend. Ich mache es vollkommen frei – willig, Willens – frei, nach Lust und Laune, ohne ein Muss, ohne mir oder sonst irgend jemandem etwas glauben beweisen zu müssen, mich selbst mit eingeschlossen.. Es ist mir inzwischen ein äusserst lieb gewordenes Bedürfnis, eine wirklich grosse Freude und eine wunderbare, begleitende Massnahme zur essentiellen Menschwerdung geworden bzw. ein Tool, ein Werkzeug, meine inneren und äusseren Grenzen langsam aber sicher immer weiter auszudehnen oder in brennheisser Luft und eiskaltem Wasser aufzulösen . Etwas , wovon ich mir vor Jahren – Genuss rauchend wie ein Schlot und absoluter Sport Muffel – nicht und nicht erklären konnte: wie das irgendjemand a) schaffen b) machen c) geniessen könnte. Unvorstellbar, unpackbar, schier Unmöglich, sowohl für mich als auch für mein gesamtes familiäres und befreundetes Umfeld. Alex radelt tatsächlich fast täglich, gemütlich zwar, und ohne 1% sportlichen Ehrgeiz, für ein paar Stunden mit seinem Puch Radl quer durch alle Jahreszeiten, und das inzwischen jahrelang.

mein Puch Radl ❤

Inzwischen mache ich ja nicht nur das, Nein: ich darf euch folgendes verraten: ich steige seit diesem Frühjahr täglich an meinem jeweiligen Reiseziel in den Strom, in die selten blaue aber immer überraschend saubere Donau, ausser bei Hochwasser, pudelnackert, bis jetzt, bis heute, bei gerade mal 2 Grad Lufttemperatur. Das Wasser hat sich heute auf jeden Fall etwas wärmer angefühlt als die Luft. ein Paradoxon. Ein Traum. Nicht nur eine Erfrischung ohnegleichen, und damit meine ich nicht nur eine körperliche Erfrischung, sondern auch eine geistige, emotionale und seelische. Ich habe damit angefangen und habe mich gewagt mit vorzunehmen, einfach nicht damit aufzuhören. Wer hätte das je gedacht, inklusive meiner selbst? Weit und breit Niemand.

weit und breit niemand

Ich will da jetzt mein Ego nicht bloss gross rumprotzen lassen, sondern meinem riesengrossen Erstaunen ehrlichen Ausdruck verleihen. Und zwar darüber, was mein ich mit mir alles machen und anzustellen vermag, was ich und jede und jeder von uns anscheinend alles zuzulassen in der Lage ist, was alles möglich ist und Realität werden kann, wenn man sich nur aus dem Kerker seiner eigenen und, so gut wie möglich, auch aller fremden Konditionierungen , Gedanken , Ängste, Sorgen und Zweifel zu befreien bzw. diese vollkommen loszulassen bereit ist. Das ist Freiheit, noch besser: Befreitheit.

Befreitheit

Und nichts davon „muss“ sein. Langsam, in kurzen Intervallen, kleinen Einheiten anfangen. Es ist KEIN Wettbewerb, mit Nichts und Niemandem. Auch nicht mit einem selbst. Man braucht niemandem, auch sich selbst, nichts beweisen. Es muss auch nicht immer so sein, manchmal reicht es die Zehen einzutauchen oder eben gar nicht. Who cares ? Niemand. Es gibt kein Ziel im gewohnten, herkömmlichen Sinn, sondern“das sogenannte Ziel“, die Herausforderung, die selbst gestellte Aufgabe wächst mit dem Sprengen der eigenen Grenzen ganz von selbst, still und leise, mit. Es bedarf keiner „Über – Windung“ weil es ein äusserst lieb gewordenes, an mein Herz gewachsenes „Unter – Fangen“ geworden ist.

still und leise

November, Dezember bis zur Wintersonnenwende am 21.12. war immer grosse persönliche Krisenzeit bei mir. Da war oder wurde ich sehr oft krank, fühlte mich müde und schwach, energie- und antriebslos, Sonnenhungrig, überdrüssig – am 22. 12. ging es dann auf der rein psychologischen Ebene wieder sofort besser, da ich da dann immer wusste, dass die Tage dann ohne Zweifel wieder langsam aber sicher länger werden. Dessen ist man sich zwar lange bis fast zum März hin nicht so sicher, aber spätestens Ende Februar merkt man dann ganz klar und deutlich, dass es wieder wesentlich früher hell, die Tage wieder länger und wärmer geworden sind und man schon fast wieder den Frühling riechen kann.

Frühling riechen…..

Jetzt liebe ich den bunten Herbst und sogar den kargen, grauen Winter rund um Wien, mit seinem oft tage – bis wochenlangen hohen und tiefen Nebel, ohne kaum einem einzigen Sonnenstrahl weit und breit. Ich liebe die feuchte Luft und auch die trockene Kälte, den manchmal beissenden, eiskalten Wind, und , seit heuer, ganz besonders, den oft sich wunderbarerweise etwas wärmer anfühlenden, grossen, ruhigen, stillen Strom, meine inzwischen bedingungslos und heiss geliebte, eiskalte Donau. Danke Leben. Ich liebe Dich und du liebst mich ❤

Passt auf euch auf, traut euch , traut euch was zu, sprengt eure Grenzen, lasst es zu, das wunderbare Leben, auch wenn es manchmal schwer zu fallen scheint….. man kann und darf tatsächlich Dinge ändern, man kann allerdings erst dann einen Käfig sprengen, wenn man sich bewusst ist, dass man sich in einem befindet. Oft sind es Käfige unserer Konditionierungen, unseres Verstandes, unserer Gedanken, unserer Gefühle, ein gefangen sein in Zeit, Vergangenheit und Zukunft. Das Leben bietet jeder und jedem täglich tausende Chancen und Möglichkeiten in unzähligen Auzgenblicken und Momenten, im Hier und JETZT. Alle sind wir auf einer Reise, die oder der zu werden, die oder der man eigentlich ist. Alles Liebste, AleX

Und hier noch einer der derzeit äusserst raren, höchst seltenen Konzerttipps mit der einzigartigen, zaubervollen Sängerin Maja Jaku, dem Pianisten Martin Reiter, Dusan Simovics am Bass and yours truly am Schlagzeug. On Line. am 19.12. Live! aus dem Wiener Porgy & Bess. B There: https://www.porgy.at/events/10206/

#54 „Geschenkt – der volle Wert des Nicht – Kaufbaren…“

„Koste es was es wolle“

„einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“

„Was nichts kostet, ist nichts wert“

„Das kannst du gar nicht kaufen“

„Zeit ist Geld“

…..kannst du nicht kaufen

„Geld ist auch nicht alles“

„das kann sich ja keiner leisten“

„weniger ist mehr“

„Wer zahlt, schafft an“

„Soviel Kohle, und trotzdem unglücklich?“

Freude

„Brutto National Glück“

„so a billiger Schas“

„wo gibt’s das zu kaufen?“

„Geld alleine macht nicht glücklich“

„geteiltes Glück ist doppeltes Glück“

kleiner Mann, grosse Freude

„den haben sie sich offensichtlich gekauft“

„ich bin nicht kaufbar“

„Shopping Paradies“

„alles kann man eben nicht kaufen!“

alles kann man nicht…..

Was wollen alle, was man aber in Wahrheit nicht kaufen kann, weil es schlicht und einfach nirgendwo zu kaufen ist? „glücklich sein“, das wollen wir alle.

happiness 😉

Ja sicher, man kann sich zwar alle möglichen weisen Ratgeber in Buchform oder in Form von Online Kursen kaufen oder sein Geld in diverse Glück und jede Menge Kohle versprechende Workshops und Seminare investieren, die teuersten Coaches und besten persönlichen Trainer und Berater, ja: auch mich 😉 für teures Geld anheuern , was sich ja auch oft in ein ausgewachsenes Suchtverhalten entwickeln kann, die Sucht nach Erfolgsversprechen, nach Gurus, nach Formeln, Systemen, Konzepten, Lösungen… aber „Glücks Garantie“ ist all das nicht unbedingt bis kaum bis sehr wahrscheinlich gar nicht bis keine.

Ein sehr lieber, mir schon länger ans Herz gewachsener Bekannter von mir hat folgendes so trefflich formuliert: Wir werden alle am Laufen gehalten, um das Wirtschaftswachstum fortzutreiben, eine virtuelle Vorgabe, deren Unsinn jedem klar ist, der darüber nachdenkt. Viele der schönsten Dinge auf dieser Welt kosten gar nichts, man muss sie nur entdecken (wollen) … davon versucht uns die Politik und Economy aber mit allen Tricks abzuhalten.

…..man muss sie nur ent – decken (wollen)

Soviel tiefe Wahrheit in ein paar schlichten Sätzen. Ja, dem scheint tatsächlich, ohne 1% Zweifel, so zu sein. Die Wirtschaft, zumindest die Art und Weise des Wirtschaftens, wie das noch aus dem letzten Jahrhundert nach wie vor so, jedem besseren Wissen und gesünderer Konzepte zum trotz, grossteils immer noch vorangepeitscht wird, obwohl sie auf diese weise wissentlich nicht nur gegen die Wand fährt schon in grossen Teilen bereits an dieser klebt, und ihr Partner, die Politik bzw. auch wie diese aus dem letzten Jahrhundert kommend nach wie vor stur glaubt, so so weiterbetrieben werden zu müssen, sind in ihrer antiquierten und zugleich leider aktuellen Ausprägung nicht daran interessiert, dass wir auch nur in irgendeiner Weise glücklich sein , geschweige denn, bleiben könnten. Der von mir immer wieder gerne zitierte Satz des deutschen Hirnforschers Prof. Gerald Hüther trifft den Nagel auf den Kopf: „Wer glücklich ist, kauft nicht“ – das ist das Programm des Konsums, die Basis jeder Programmierung aller potentiellen Konsumenten.

Wir „müssen“ alle unglücklich sein, damit wir immer und jederzeit bereit sind, ein meist extrem kurzfristiges Glücksgefühl, nachdem ja jede Menge ähnlicher Emotionen und Sehnsüchte durch gewieftes Marketing seit langem an die verschiedensten Produkte gebunden und unzertrennbar mit ihnen verwoben sind, mit diesem oder jenem Einkauf möglichst oft zu erzielen, um unsere innere Leere, oder besser gesagt, den Krater unseres innersten, tiefsten Glücksdefizits mit Gekauften sooft wie möglich immer und immer wieder zu stopfen. Dieser Krater bleibt aber meistens gähnend leer, von Glück weit und breit keine Spur.

empty bags

Nun, was kann man nicht kaufen, hat aber hohes Glückspotential oder beinhaltet eben diese eine Chance, uns zu glücklicheren Menschen zu machen. Oft hört man ja, und ich teile zugegeben diese Wahrnehmung, dass dem „glücklich sein“ eine bewusste Ent – Scheidung vorangegangen sei. Nur, welche Entscheidung könnte das denn sein?

Sich selbst oder jemandem „Zeit schenken“ , im Sinne von „wirklich zu 100% für sich oder jemanden da, also voll präsent zu sein“ kann schon auf eine gewisse Art zu einem glücklicher sein beitragen. Aber nur, wenn man voll und ganz da ist und nicht mehr in der Zeitschiene gefangen ist. Also schenkt man sich und der oder dem oder den Beschenkten dann wohl eher Präsenz und volle Zuwendung und Aufmerksamkeit als Zeit, weil in einem solchen Zustand die Zeit sich ja sehr oft aufzulösen imstande ist bzw. sich ihrer eigenen Illusion bewusst wird.

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…..wenn sich Zeit in ihre eigene Illusion auflöst

Wie bei so gut wie allem, was man in und aus Liebe tut. Nicht weil man soll, oder müsste, oder könnte, obwohl man in Wahrheit gedanklich schon beim nächst besten Moment ist. Ein bedingungsloses JA zum Hier und Jetzt kann das. Die Natur kann das. Musik, ein gutes Buch, eine wunderbare Ausstellung, ein genialer Film, ein grandioses Theaterstück, eine traumhafte, richtig gute Geschichte, Bergsteigen, ein ruhig vor sich hin liegender Bergsee, eine innige Umarmung, ein Duftcocktail von feuchtem Moos, frischen Heidelbeeren und Schwammerln, Segeln, Wandern, ein tief in die Seele hinabtauchender Augen Blick, ein Sonnenuntergang in den Bergen oder am Meer, Gesundheit, der Sternenhimmel, Dankbarkeit, Lachen unter Tränen, Kinderstimmen und -lachen, Stille und Denkpausen, die Pausen zwischen den uns die meiste Zeit in Vollbeschäftigung haltenden Gedanken, können das.

Liebe ❤

Laut dem Weisen Mooji ( empfehle dazu folgenden Blog #48 von mir https://pimpmyband.live/2020/12/01/48-morning-prayer-morgen-meditation/ ) findet man die source , die Wurzel und die Basis für jedes „glücklich sein“ allein, ganz schlicht und einfach durch das Experiment der Selbstevaluierung und Selbsterforschung.

Indem man sich einmal einen wesentlichen Moment lang darauf einlässt, die durch Konditionierungen aller Art und unsere Geschichten und die Interpretationen des Erlebten geformte Persönlichkeit, mit der wir uns unzertrennbar verbunden fühlen, nur einen Moment mal für dieses wertvolle Experiment links liegen zu lassen, unsere von der jeweiligen Stimmung abhängigen Erinnerungen , die sich auch permanent mit unseren Gefühlen ändern einfach mal sein zu lassen, einmal bitte kurz auf das Denken und die Vollbeschäftigung durch unseren Verstand dankenswerter Weise , wenn auch nur kurz, zu verzichten um einfach mal zu schauen, wer da dann noch übrig bleibt, ob da dann noch jemand übrig bleibt, und wer oder was dieses „etwas“ jetzt und dann und überhaupt ist….. Danach könnt ihr eure Persönlichkeit, euren Verstand, eure Geschichten, eure Erlebnisse, eure Gefühle und Gedanken wieder auspacken und , sehr gut möglich, wesentlich glücklicher sein als ihr es je geglaubt habt sein zu können und zu dürfen 😉

Alles Liebste, nehmt euch Zeit füreinander, redet mit euren Liebsten und hört Ihnen wirklich zu, seid für sie da und fürchtet euch nicht, passt auf euch auf, alles wird gut, AleX