#103 „Der berühmt, berüchtigte, typisch österreichische Murks und Fuck Up auf den letzten Metern“

Ich beziehe mich in diesem Blog auf die derzeit aktuellen, wenn auch nur symbolischen „letzten Meter“ in, ich behaupte einmal, unser aller Bemühen, die uns alle betreffende Pandemie und uns selbst in ihr, einigermassen in den Griff zu bekommen, die uns ja nach wie vor, ob wir es wollen oder nicht, ob es uns passt oder nicht, ob wir glauben jetzt unbedingt „müde“ werden zu müssen oder nicht, ob wir schon stinksauer und wütend sind oder nicht, fest im Griff hat. Wir sind da noch lange nicht durch das Ziel gelaufen, die zweite Halbzeit ist noch lange nicht vorbei und der 2. Durchgang auch nicht. Also wirklich noch viel zu früh um irgendwelche Korken knallen zu lassen oder die eine oder andere Party zu schmeissen. Dem Virus ist es vollkommen egal, ob wir glauben, dagegen protestieren oder darauf schei….n zu müssen.

die letzten Meter

Wir kennen das alle seit eh und je. Es ist wirklich ein besonders für Österreich typisches „letzte Meter Karma“ wie es scheint. Entweder mit Bestzeit am Ziel vorbei, oder 3 Tore vor dem Ziel eingefädelt, oder mit Zwischenbestzeit dann im Endeffekt das ersehnte Stockerl um läppische 5 Hundertstel verpasst, oder bis fünf Minuten vor dem Abpfiff mit 2:1 in Führung und dann mit einem Endresultat von 3:2 mit hängenden Köpfen die nächste Runde verpasst. Aus dem Sport alleine gibt es da hunderte, wahrscheinlich eher tausende alte sowie hochaktuelle Beispiele.

3:2

Und die Liste der im Anschluss nicht enden wollenden Erklärungen, wer oder was eigentlich warum und wie daran die Schuld hat, weil man selbst keine wie auch immer geartete Verantwortung dafür übernehmen will oder möglicherweise das nach wie vor nicht können wollen kann. Verantwortung übernehmen, was besonders im erzkatholischen Österreich nach wie vor hartnäckig mit dem Eingeständnis von Schuld oder mit dem Machen eines auf keinen Fall tolerablen und in keiner Hinsicht akzeptablen, menschlich zwar fast immer durchaus verständlichen Fehler machen dürfen einhergeht oder verwechselt wird. Was natürlich auf dem Fussballfeld unter Umständen wesentlich weniger offensichtliche oder fatale Folgen haben mag als zum Beispiel als zuständiger Chirurg in einem Operationssaal, als Sologeiger beim Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker vor einem weltweiten Millionenpublikum oder im Rahmen einer Himalaya oder Mont Blanc Besteigung in der Felswand an einem Seil hängend und mit dem Fuss nach Halt suchend.

das erzkatholische Österreich

Da gibt es im Zuge all dessen natürlich immer wieder mindestens genau so berühmte, manchmal auch berüchtigte Jahrhundert Ausnahmen wie einen Hermann Maier, oder einen Marcel Hirscher, einen Franz Klammer und eine Annemarie Pröll, jetzt Moser oder einen Marco Schwarz, Vincent Kriechmaier, meinen sympathischen Lieblings Psycho Manuel Feller oder die mich besonders ob ihrer genial bescheidenen inneren Einstellung und lachend zuversichtlichen äusseren Ausstrahlung in purer Lebensfreude zutiefst berührende Katharina Liensberger, wenn wir bei den Schifahrerinnen einmal kurz hängen bleiben wollen.

wer im Rennen lachen kann gewinnt

Nicht zu vergessen die vergleichsweise unglaublich zahlreichen, berühmten und international anerkannten, österreichischen Forscherinnen und Forscher, Ärztinnen und Ärzte, Schauspielerinnen und Schauspieler, Regisseurinnen und Regisseure, Musikerinnen und Musiker, Künstlerinnen und Künstler, Architektinnen und Architekten, Köchinnen und Köche, Unternehmerinnen und Unternehmer und, und, und… die sich immer wieder gegen diese zu einem grossen Teil noch immer unerforschten Tiefen der österreichischen Seele hinwegzusetzen wissen. Diese sind dann meistens, auch aus internationaler Sicht, einzigartig und ja, unangefochtene Weltklasse.

die österreichische Seele – Erwin Ringl schau owa

Ich habe da ja schon länger meine persönliche Ösipsycho Hypothese, was das angeht. Zum einen orte ich ein unfassbar schlechtes , kollektives österreichisches Selbstvertrauen, welches zu einem guten Teil wahrscheinlich daher rühren mag, dass jenes Österreich , so wie wir es heute kennen und lieben, in Wahrheit nur mehr ein etwas unförmiger Blinddarm, ein zusammengeschnippelter Wurmfortsatz eines ehemaligen grossen Vielvölkerstaates, einer kaiserlichen Monarchie und eines relativ beeindruckenden, grossen Weltreiches war, welches sich weit hinein in die ungarischen Tiefebenen, bis an die Küsten Kroatiens, in Teile Tschechiens bis hinunter in das mediterrane, italienische Triest erstreckt hatte. Zum anderen sind wir nach aussen Monarchie erprobe und von ihr geformte Buckler und Kuscher und nach innen gewandte Motschkerer und stille Revoluzzer am Wirtshaustisch, auf den man sich dann schon mal laut und heftig mit geballter Faust, besonders nach ein paar Achterl oder Krügerl, aufschlagen traut.

die Küsten Kroatiens

Es geht halt jetzt einfach um die gemeinsame Bewältigung einer Jahrhundert Herausforderung in Form dieser, uns alle peinigenden bis nervenden Pandemie, was ja ein gemeinsames Anliegen darstellen könnte. Zum einen sind wir verunsichert und müde, nicht so sehr durch dieses kleine, verdammte Virus sondern viel mehr durch ein ewiges, politisches Kalkül und Hin und Her zwischen Konzern- und Seilnbahnwirtschaftsinteressen, Handels und Unternehmer Begehren und gesundheitlichen Notwendigkeiten. Eine Politische Chaotentruppe in dieser sicher nicht einfachen Aufgabe stets bemüht vorrangig keine starken, potentiellen Wählergruppen vor den Kopf zu stossen oder zu verlieren als sich um solide Impfmenegn zu kümmern, sich nicht nur um die Alten sondern besonders auch um die vergessenen Jüngsten, die Schüler, Lehrlinge und Studenten zu kümmern.

Was in Summe zu einem endlosen, undefinierbaren Verordnungs Hick Hack führt, welches am Ende, und, wie schon gesagt: wir sind dort noch lange nicht: am Ende keiner und keinem weder hilft noch Klarheit verschafft, was die Sinnhaftigkeit vieler dieser Verunordnungen angeht. Die Kunst und Kultur fällt dabei dem selbsternannten „Kulturland“ Österreich vollkommen durch den ebenso selbst geschaffenen Rost. Zum anderen ist Durchhalten und etwas gnadenlos bis zu einem für alle befriedigenden Ende Durchziehen sicher keine grosse österreichische Lieblingsfertigkeit oder Bewusstseinsqualität. Da kommt uns das Motschker-, Lamentier-, Unentschlossenheits- und HättiWariWäri Gen immer wieder heftigst in die systematische Quere.

Kunst und Kultur bleibt bis auf weiteres geschlossen

Das ganze Schlammassel dieser österreichischen Psyche und Seele manifestiert sich in typisch östereichischen Sprüchen wie „Schön wär’s“ oder „hüft’s nix so schod’s nix“ oder „wos soi des?“ bis hin zu „geh bitte, von denen los i mia sicha nix sogn“, „i was söwa, wos guat für mi is“ und „dei soin doch afoch schei….n gehn“ wer immer „dei“ dann sind oder sein sollen bis zu „weil’s wuascht is“, „passt scho – irgendwie wird’s schon gehn“, „immer mit da Ruhe“ und“reg di ned auf – moch ma scho“.

Der notorische Zwang der Schuldzuweisung macht zusätzlich ein gemeinsames Vorgehen , ein Ziehen an einem Strang, das Erreichen eines Zieles, im Besonderen eines gemeinsamen, verdammt schwierig bis schier unmöglich. Zusätzlich sind wir psychisch, geistig und seelisch doch wohl viel weiter im Balkan beheimatet als und das bewusst sein mag, wo man Vieles klar spürbar weniger strikt und straff , durchgehend etwas „salopper“ und entspannter organisiert, als bei den ordnungsliebenden und eher manisch disziplinierten Germanen oder den korrekten eidesstattlichen Schweizern zu Hause.

immer mit der Ruhe

Die Ösi Hürde liegt aber , wie gesagt, nach wie vor, seit Jahrhunderten erfolgreich programmiert und gewissenhaft gepflegt, behütet und weitervererbt, immer noch auf den buchstäblich letzten Metern, egal ob im Sport, im täglichen Leben oder eben jetzt, in der Corona Pandemie, wo man einerseits mit guten Argumenten vieles wieder möglich machen und aufsperren sollte, wo aber die konkreten Fallzahlen und die Bettenverfügbarkeit auf den Intensivstationen, die schon wieder ein Besorgnis erregendes Mass erreicht haben, mit ebenso guten Argumenten, wieder nach einem noch strengeren Lockdown schreien. Und gleichzeitig ist eine immer grössere Zahl von Österreicherinnen, Österreichern und Menschen, die hier leben, nichts desto trotz jederzeit bereit, beides konsequent zu ignorieren und jetzt schon die Korken knallen zu lassen und Parties zu schmeissen, obwohl wir in Sachen Impftempo eher als sehr bescheidene Schlusslichter unterwegs sind und das Ziel, die Pandemie in den Griff bekommen zu haben, noch meilenweit entfernt ist.

die Ösi Hürde in uns

#102 „Jetzt tut man alles, um uns so schnell wie möglich wieder in das ungelöste Desaster der Normalität zurück zu jagen…..“

Der redegewandte , NLP gepimpte und von einer Hundertschaft an Spindoktoren und alten, weissen Männern gepushte Ösi Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ist von einer Rückkehr zur Normalität im Sommer überzeugt. „Bis Ende Juni stehen acht Millionen Impfdosen zur Verfügung“, sagte Kurz heute bei einem Liveinterview im Rahmen des Parteitags der ÖVP Vorarlberg. Die nächsten Monate würden aber „herausfordernd“ (ORF)

die Normalität

Oje, wenn wir uns hoffentlich da nicht alle gleich wieder reinblenden, überreden und überrumpeln lassen, nur damit wir übermorgen wieder wie gewohnt unsere Billigschnitzel aus Ungarn oder Südamerika, unsere all inclusive Urlaube auf Mallorca oder unser Bier und Sommerachterl in den Schanigärten, unsere Chia Samen Müslis aus was weiss ich von wo zu unserer Gewissensberuhigung und inzwischen krankhaften Selbstoptimierung in uns reinstopfen können, wo doch Brombeeren und Co aus dem Waldviertel mindestens genau so gut sind ohne tausende Kilometer Anreise im Schiffscontainer oder im Flugzeug, unsere von unbezahlter Kinder- und unterbezahlter Frauenhand weit, weit genug weg gefertigten Markenklamotten zur Schau tragen und endlich wieder, dem Obi, Hofer und Billa sei Dank, einkaufen können.

wo bleibt die Kultur? …….in jeder Hin – Sicht

Von Konzerten, Ausstellungen, Kunst, Kultur, Theater, Kino, Film, Fotos, Gemälden, Skulpturen, Tanz, Lesungen oder Oper redet ohnedies schon kaum jemand mehr. Warum wohl?

The Jon Sass Destiny Band feat. Jon Sass – Tuba, Ogbeni Ola Egbowon – Vocals, Geri Schuller – Keys, Angus Bangus Thomas – Bass and aleX – Drums during a streaming concert in an empty Porgy & Bess Music Club Foto © Sandra B- Mauerhofer

Nein, das sind keine Bemühungen uns etwas Gutes zu tun. Ganz im Gegenteil. Da tut man auf unsere Kosten, auf Kosten unser aller Gesundheit, auf Kosten weiterer, skrupelloser Naturzerstörung, Ausbeutung und Befeuerung des Klimawandels und auf Kosten einer Zukunft unserer Enkel und Urenkel vorsätzlich und alles andere als zu – fällig alles, um nur ja nicht die Gewinnmaximierung und die unfassbar hohen Profite, welche von den diversen Industrien, Aktiengesellschaften und Grosskonzernen in immer schwindelerregenderen Höhen eingefahren werden, nur bitte ja nicht auf auch nur irgendeine Weise zu gefährden.

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Wir werden gerade in weiten Teilen dieses Planeten von einer grossteils verrückten, skrupel- und verantwortungslosen Heerschar und Bande vollkommen Moral-, Empathie- und Nachhaltigkeitsbefreiter Irrer vorsätzlich und unaufhaltsam in die Irre und in unsere Auslöschung getrieben, gehetzt und ver-führt, mittels Werbungs- und Marketingmilliarden in Richtung Konsumsucht, der Kunst der jeder zu Gebote stehenden art von Ablenkung, nicht zuletzt mittels Umleitung in einen digitalen Illusions- und Phantasieraum, direkt in das Wartezimmer zur Vorhölle der künstlichen Intelligenz einerseits und einer vollkommenen, systematischen Moral- und Bildungsbefreiten Verblendung, Abstumpfung, Erblindung, Verrohung, Spaltung und Verblödung andererseits.

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Als eine demnächst im Aussterben begriffene Gattung einer vormals privilegierten Spezies, als Teil einer ebenso vormals intakten, gesunden und wundervollen Natur auf diesem einzigen Planeten A), den wir, als Gäste wohl bemerkt, und definitiv nicht als selbsternannte, selbstherrliche Pseudo Götter , selbstermächtigte Eigentümer oder willkürliche, gnadenlose und tyrannische Herrscher, freundlicherweise als Lebens – und Daseinsraum zur Verfügung und zur treuhändischen Verwaltung gestellt bekommen haben. Planet B) ist weit und breit keiner da, Marsmissionen hin oder her.

Planet B ist weit und breit keiner da

Aus rein narzistsstischen Machtansprüchen und unermesslicher Profitgier werden wir hier alle miteinander systematisch auf extrem fiese und hinterhältige Weise in unseren Untergang rein manipuliert und keiner will’s wissen, kaum einer hat’s gesehen und vor allem: keiner will es dann gewesen sein. Und dann ist Jetzt!

dann ist JETZT!!!!

Dass die „Herausforderung“ der nächsten Monate „ein Klacks“ im direkten Vergleich zu den Herausforderungen der nächsten, unserer sehr gut möglich letzten Jahre auf dieser Erde sind und sein werden, will dem Wunderkanzler, über den man sich wirklich nicht einmal mehr wundern braucht, definitiv nicht in den Unsinn gekommen sein. Und seinen Spindoktoren, Sponsoren und Einflüsterern natürlich auch nicht. Nach Ihnen, im wahrsten Sinne, die Sintflut.

Herausforderungen

Ja, so schaut’s aus. Leider, leider. Darüber sollte uns jedes noch so salbungsvolle, händeringende Gelaber nicht mehr weiterhin hinwegtäuschen oder ruhig stellen können. Wenn wir‘ s jetzt nicht checken, wenn wir jetzt nicht das Ruder in verantwortungsvollere Hände nehmen und das vollkommen aus dem Ruder gelaufene Steuer in Richtung einer tatsächlich erträglicheren, lebenswerteren Gegenwart und einer tatsächlich noch möglichen Zukunft gemeinsam und miteinander herumreissen, wird es das wohl gewesen sein. AUFWACHEN ist jetzt unsere einzige Hauptaufgabe, so unangenehm das zum jetzigen Zeitpunkt auch sein mag.

AUFWACHEN!!!! ist jetzt unsere Hauptaufgabe

Es gibt weltweit schon eine unglaubliche Vielzahl und Vielfalt wesentlich gesünderer, richtig gut gelungener Initiativen, Bewegungen, Gemeinschaften, Gruppierungen, Herangehensweisen, Familien in diversen Dörfern, Kommunen, Städten, ja – sogar ganzen Staaten, die bereits in weitaus vielversprechenderen, menschenwürdigeren und nachhaltigeren Fahrwässern unterwegs sind. Mit all dem uns zur Verfügung stehenden kollektiven Wissen, den paar Dekagramm an Weisheit, sämtlichen uns zur Verfügung stehenden Erkenntnissen und Technologien und unserer geballten, gemeinsamen kreativen Schaffenskraft und dem Lebensmut zu einer gesunden und nachhaltigen Veränderung, zur Rückeroberung der Würde für Mensch , Tier und die Natur können wir das wirklich ganz bestimmt ohne Zweifel wesentlich besser als man uns das, bislang leider sehr erfolgreich, einzureden und einzubläuen versucht hat.

gesunde, kleine Strukturen baucht die Welt

JETZT wär’s soweit, meine Lieben, auf ein gesünderes, nachhaltigeres, wesentlich kleiner und bescheidener strukturiertes aber würdevolleres zusammen Leben mit vereinten Kräften hinzuarbeiten. Im Sinne einer lebenswerten, gemeinsam gelungenen Gegenwart und der tatsächlichen Ermöglichung einer mindestens ebenso lebenswerten Zukunft für unsere Kinder, Enkel, Urenkel und alle ihnen nachfolgenden Generationen. Liebe, Friede, Wahrhaftigkeit, Mut, Kreativität und Freude ❤

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#101 „Vertrauen – Vertrauen in das Selbst, Selbstvertrauen und Vertrauen in das Leben“

„Vor dem, welchem ich vertraue, hüte mich Gott. Vor dem, welchem ich nicht vertraue, werde ich mich selbst hüten.“ Unbekannt

„Wir können Vertrauen bilden, wenn wir Vertrauen haben – Ver­trauen zu uns selbst im Bewußtsein von Reichtum und Last der Geschichte und mit dem festen und verantwortli­chen Lebenswil­len in der Gegenwart.“ Richard von Weizsäcker

„Der Gewinn an Erkenntnis über Menschen wird häufig teuer bezahlt mit dem Verlust an Vertrauen zu Menschen.“ Christa Schyboll

Ja – Vertrauen ist nicht gleich Vertrauen. Vertrauen in das Selbst ist wahrlich etwas vollkommen anderes als Selbstvertrauen, und ohne ein grundsätzliches Vertrauen in das Leben selbst, ohne Miss – Trauen und ohne 1% Zweifel, was auch Zweifel ist, für alles was eben zum Leben gehört und im Leben zählt, ist die gesunde und beste Basis für das, was wir ein gelungenes Leben nennen können.

Vertrauen bezeichnet die subjektive Überzeugung (oder auch das Gefühl für oder Glaube an die) von der RichtigkeitWahrheit von HandlungenEinsichten und Aussagen bzw. der Redlichkeit von Personen. Vertrauen kann sich auf einen anderen oder das eigene Ich beziehen (Selbstvertrauen). Zum Vertrauen gehört auch die Überzeugung der Möglichkeit von Handlungen und der Fähigkeit zu Handlungen. Man spricht dann eher von Zutrauen. Als das Gegenteil des Vertrauens gilt das Misstrauen.

Neben diesem psychologisch-persönlichkeitstheoretischen Ansatz, der die Quelle des Vertrauens in sozialisationsbedingten oder kulturell vermittelten Persönlichkeitsstrukturen sucht, gibt es ökonomische, soziologische, politologische und sozialpsychologische Theorien (transaktionsanalytische Modelle), die versuchen, die Entstehung von Vertrauen in institutionellen Zusammenhängen (z. B. in Organisationen) bzw. in interpersonalen Beziehungen zu erklären.[1]

interpersonale Beziehungen , Foto @ Max Parovsky

Vertrauen ist ein Phänomen, das in unsicheren Situationen oder bei risikohaftem Ausgang einer Handlung auftritt: Wer sich einer Sache sicher sein kann, muss nicht vertrauen. Vertrauen ist aber auch mehr als nur Glaube oder Hoffnung, es benötigt immer eine Grundlage, die sog. „Vertrauensgrundlage“. Dies können gemachte Erfahrungen sein, aber auch das Vertrauen einer Person, der man selbst vertraut, oder institutionelle Mechanismen. Vertrauen ist teilweise übertragbar. Jemandem sein ganzes Vertrauen zu schenken, kann sehr aufregend sein, beispielsweise das Vertrauen, das ein Kind dem Vater schenkt, wenn es von oben herab in die ausgebreiteten Arme springt. Dies gilt sowohl für den Vater als auch für das Kind. Die Geschichte wird oft im übertragenen Sinn erzählt – als Gottvertrauen. (Wikipedia)

Gottvertrauen

Hmmmm….. Nun: Vertrauen ist sicher KEIN Phänomen im Sinne von „Erscheinung, Schein, Gespenst, Einbildung…“, sie ist auch nicht Glaube, weil es nicht ein „etwas oder jemand“ gibt, an die, den oder das man glauben müsste, um vertrauen zu können oder um ein ganz bestimmtes, konkretes Ziel oder Resultat erreichen zu können. Und es ist auch kein Gefühl in dem Sinne sondern grundsätzlich einmal eine von Zweifeln und Bedenken befreite wie zugleich befreiende Eigenschaft des Bewusstseins.

bewusst Sein , Foto © Sandra B. Mauerhofer

Bezieht es sich auf „das eigene ich im Sinne des Egos und der eigenen Persönlichkeit“, kann man sicher von Selbstvertrauen mit stolzer Brust sprechen. Bezieht es sich allerdings auf die Essenz des eigenen Seins, also dem , was von uns übrig bleibt, immer da ist und vorher, vor dem Erwerb unserer Biographie und der eigenen Geschichte, auch immer schon da war – damit meine ich, wenn wir bereit wären zur Abwechslung einmal kurz das Ego, die Persönlichkeit, uns als eine Art Container von Konzepten, Erfahrungen, hart erarbeitetem Wissen, Gedanken und Gefühlen zusammen mit unseren Schuhen einmal kurz vor der Türe stehen zu lassen – was dann noch da ist, von dem was dann in Wahrheit immer da ist, dann sprechen wir sehr wahrscheinlich viel eher von einem „Vertrauen in unser Selbst“ – in genau „das“. Und keine Angst, falls das einmal jemand wirklich versuchen möchte, was ich im Sinne einer Selbstevaluierung nur wärmstens empfehlen kann: Man kann sich all das beim Rausgehen zurück in das, was manche die harte oder brutale Realität, andere mein beschissenes oder kompliziertes Leben, und wieder andere den mühsamen, kräfteraubenden, lähmenden Alltag nennen, gerne wieder, ohne dass jemand auch nur irgendetwas davon in der Zwischenzeit geklaut hätte, mitnehmen.

Man muss aber nicht. Und sehr gut möglich ist dann auch plötzlich die Realität eine andere geworden und nicht mehr ausschliesslich hart oder brutal, das Leben plötzlich wundervoll, voller Wunder, weil es nicht mehr auschliesslich durch die Filter und zahllosen Schichten unserer Egos, Bios, Geschichten, Erlebnisse und Konditionierungen, gefangen in unseren Gedanken und Gefühlen wahrgenommen werden muss, und das tägliche Leben wieder inspirierend, mit einer Leichtigkeit und mit Humor, in Liebe und Vertrauen, dass es das Leben gut mit uns meint, im Hier und jetzt bewusster und freudvoller er – lebt und wahr – genommen werden darf und kann.

Vertrauen in das Sein

„Wer sich einer Sache sicher sein kann muss nicht vertrauen“ steht da.. Echt jetzt? Unter welchen Umständen ist man sich denn einer Sache zu 100% „sicher“, hmm? Wenn man sich bezüglich einer bestimmten Sache zu 100 Prozent sicher ist, dann hat man ganz klar, ohne Zweifel, ein bestimmtes Ziel, eine bestimmte Erwartung, ein ganz bestimmtes Resultat vor Augen.

Wenn man allerdings ohne Zweifel 100%iges Vertrauen vor allem in die Sinnhaftigkeit des Ausgangs einer Sache hat, und zwar vollkommen egal wie sie ausgeht, was man von Erwartungen oder dem Glauben allerdings so nicht behaupten kann, dann erst hat man verstanden, was Vertrauen in das Leben, in jemanden oder in etwas überhaupt bedeutet. Die Grundlage des „Vertrauens“ ist einzig und allein, mit welchem Bewusstsein und welcher Aufmerksamkeit, Achtsamkeit, Wahrhaftigkeit und Klarheit wir im Strom des Lebens zu stehen bzw. zu schwimmen imstande sind und welches Vertrauen basierend darauf wir uns selbst und dem Leben gegenüber entwickeln. I nklusive aller damit möglichen Ungewissheiten und Unsicherheiten.

best friends , Foto © Eckhard Derschmidt

Wo wir auch gleich beim Ur – Vertrauen in das Leben an sich sind. Das Leben meint es mit jedem und jeder von uns gut, auch wenn es sich oft nicht so anfühlen oder so aussehen mag. Dazu wäre es wahrscheinlich sehr hilfreich uns von der Vorstellung zu befreien, dass das Leben und der Sinn unseres Daseins weder in einem endlosen Verharren in enem Schlaraffenland ähnlichen Zustand des Dauerchillens in blendender Hülle und reichlich Fülle geschaffen ist noch um ausschliesslich hart und beschwerlich sein zu müssen oder um uns in unseren, oft viel eher unangenehmen als angenehmen, und unbequemen als bequemen Komfortzonen , also einem Stillstand gewissermassen, einem festhalten statt einem zulassen, in jeder Hin – sicht, motschkernd, leidend, beleidigt, missmutig, auf andere neidvoll schielend, im Mangel, dem nicht genug sein und ewig dies und das brauchend zu verharren, damit man „dann“, wann immer dann sein soll, nur bloss nicht JETZT, ohne Aus – Reden, endlich wirklich richtig und voll und ganz mit dem Leben anfangen kann, obwohl es während dessen unge- und unbeachtet weiter stetig an uns vorbei fliesst anstatt mit uns fliessen zu können.

das Leben lieben….. Foto © Liminal Zone

Das Leben ist das, was wir darin mit Freude erkennen, von Herzen lieben, und zu akzeptieren, kreativ zu verändern und wahrzunehmen imstande sind. Idealer- und empfehlenswerter Weise in einem maximal aufgeweckten und hellwachen Zustand, einem möglichst klaren Bewusstsein. Es schickt uns keine Strafen, die es abzubüssen gilt oder Probleme, die unbedingt gelöst werden müssen, sondern Prüfungen, die wir am besten alleine oder miteinander, gemeinsam mit anderen meistern lernen dürfen und Heraus – Forderungen, die uns aus unseren Vor – stellungen, Er – Wartungen, Konzepten, Ängsten, Käfigen, Sorgen und Komfortzonen „heraus fordern“, wodurch sich erst die Mauerritzen, Türspalten, Fenster und Tore öffnen bzw. wir diese be – merken und obendrein wahr – nehmen können, dass das Tor zu unserem jeweils eigenen Käfig ja ständig offen war und ist.

Die ständig existierende Möglichkeit unserem eigenen Selbst UND dem Selbst weit jenseits der Egos und eigenen Befindlichkeiten sowie denen der anderen alleine und gemeinsam näher kommen zu dürfen, in stetem Kontakt mit unserer tiefen Essenz. Im einander Helfen und sich Unterstützen und auch als gegenseitigen Spiegel uns selbst und den anderen auf unseren Wegen „dorthin“, wo immer dort sein mag, oder in ein Aufwachen „hier her“ – in das Hier und Jetzt schliesslich Erfüllung finden zu dürfen. Leben eben . JETZT. nicht so sehr ich will, sondern eher ich darf und wir können alles und müssen nichts.

miteinander mit anderen meistern….. Foto © Rainer A. Rygalik

Wer grundsätzlich misstrauisch ist, dem Leben, anderen gegenüber, vor allem sich selbst gegenüber, aufgrund von Erfahrungen der eigenen Geschichte, der eigenen Persönlichkeit in der Vergangenheit, oder einfach nur aus Feigheit und Mutlosigkeit, hat immer die Wahl, dort stehen oder stecken zu bleiben oder eben mutig nicht. Eine wahre Befreiung in dieser Hinsicht ist ganz bestimmt das „Verzeihen“ können, was nicht Gnade vor Recht ergehen lassen heisst, also nicht vornehmlich ein Geschenk aus der Gönner und /oder Rächer Position von obern herab an die jeweiligen schlimmen Verletzer, bösen Ignoranten, boshaften Beschimpfer oder Erschrecker, Würde und Vertrauens Räuber sowie Angst Einflösser ist, sondern in einem wahrhaft tieferen Sinne.

Wenn man sich diesem Verzeihen mutig voll hinzugeben traut und kann, dann ist es immer ein Befreiungsschlag und eine Erlösung für den jeweils Verzeihenden oder die Verzeihende selbst. Man muss dann nicht mehr länger das oft schwere Gepäck des Vor – wurfs und der Verletzung ein Leben lang mit sich rum schleppen, ausser das verletzte Ego oder die verletzte Seele glaubt oder erlaubt sich, sich nur so unbedingt weiterhin spüren können zu müssen, indem sie die alten Wunden immer wieder glaubt aufkratzen zu müssen um nur ja nicht verzeihen und in der Schuldfalle verharren zu müssen, koste es was es wolle. Doch das rächt sich leider meistens, und zwar nicht an den ursprünglichen Verursachern sondern oft bis immer an der oder dem, der verletzt wurde und unbedingt darauf bestehen und beharren mag, verletzt, gekränkt und „krank“ zu bleiben. Gesund und heilsam ist allerdings etwas anderes. Und schaden tut man sich damit immer selbst und kaum bis nie dem Verursacher oder der Verursacherin des Schmerzes. Oft ist man es ja selbst, der oder dem es zu verzeihen gilt.

Wer chronisch misstrauisch ist, dem ist auch nur schwer zu trauen, eben weil sich diese Menschen oft auch selbst nicht ver – trauen.

die Verursacher des Schmerzes

Irgend jemand hat mir einmal erklären wollen, dass nicht jede und jeder das selbe Mass an Vertrauen verdient. Wäre das nicht ähnlich, als würde ich dem Leben und mir auch selbst nicht und nie voll und ganz vertrauen können? Und wenn dem so ist, wie ginge das? Kann ich dem Leben und mir wirklich voll und ganz vertrauen? Und was im Leben und in mir hat dann dieses volle, bedingungslose Vertrauen? mein Ego? Nein. Nie und nimmer. Oder ist es einzig und allein mein tiefes, essentielles, ehrliches, wahrhaftiges Selbst, das zugleich untrennbar mit dem Wunder Leben verbunden ist?

Vertrauen muss man sich in meinen Augen auch nicht „ver – dienen“. Entweder Du kannst mein volles Vertrauen annehmen oder eben nicht. Dazwischen gibt es weder Platz für eine Waage oder irgendeine andere Masseinheit oder Messgerät. Vertrauen ja oder Vertrauen nein in meiner kleinen Welt. Dazwischen gibt es keinen Raum für faule Kompromisse aber immer eine gesunde Bereitschaft, zu verzeihen. Mir selbst wie meinem Gegenüber gleichermassen.

untrennbar mit dem Wunder Leben verbunden , Foto © Sandra B. Mauerhofer

in diesem Sinne: „Nichts kann den Menschen mehr stärken als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.“ Adolf von Harnack ……………….oder eben nicht

„Vertrauen ist Mut und Treue ist Kraft.“ Marie Freifrau von Ebner Eschenbach

You can cut all the flowers, but you cannot keep spring from coming.
Pablo Neruda
soviel zum „Vertrauen in das Leben…..“

#100 „Was jetzt? Intuition oder Angst?“

Diese Frage stellt sich mir immer nur dann, wenn der Zweifel, wie vieles anderes auch er ein Liebkind des Verstandes, involviert ist. Intuition wird , aus meiner Sicht und in meiner bewussten Wahrnehmung oft als ein Gefühl, im konkreten Fall als „Bauchgefühl“ interpretiert und hergeleitet, was sie aber mit Sicherheit weder ist noch sein kann. Sie kommt aus einem Feld unseres Da – Seins, das der alleinige Herrscher „in his own mind“, unser Verstand, gerne vorgibt zu verstehen, was er aber weder kann noch tut, weil er auch dort gerne Zugriff und das alleinige Kommando über hätte aber schlicht und einfach, sorry, nicht hat.

sorry

Die Intuition ist eben, like it or not, get it or not, keine Ziehtochter des Verstandes , wie es Gedanken, Zweifel und Gefühle eben nun mal sind und er, der Verstand , sich deshalb besonders Mühe gibt so zu tun, als wäre dem selbstverständlich so. Die Intuition ist viel mehr ein Ur – Wissen, das tief in unser aller verbindenden Essenz und in einem alles Leben und Lebewesen miteinander verwobenen Energie – Netzwerk wohnt, weit jenseits von richtig und falsch und jeder Bewertung, Einschätzung oder Begutachtung, und dort immer zur Verfügung ist, wenn sie sich nicht vom überwichtigen Getue und Getöse der permanenten Gedankengewitter und den kontinuierlichen Bemühungen des Verstandes um Aufmerksamkeit niederbrüllen und aus ihrer Ruhe bringen oder, besser gesagt: Mensch sich von ihr, der Intuition, ablenken lässt.

Gedankengewitter

Im Gegensatz zum Verstand, einem Gedanken oder einem Gefühl ist die Intuition etwas, was sich nicht permanent laut bemerkbar machen muss um da zu sein, in unserem tieferen Bewusstsein, welches auch nicht mit dem Unterbewusstsein, ebenfalls eine Tochter des Verstandes, verwechselt werden sollte. Am nächsten kommt man ihr noch am ehesten mit „der Stimme des Herzens“ – wo der Verstand auch nicht wohnt und welches er, anderen Behauptungen zum Trotz, auch weder dirigiert noch regiert – da läuft es erwiesenermassen wohl eher umgekehrt.

Siehe Blog #93 – „Was meint das Herz?“ https://pimpmyband.live/2021/03/05/93-was-meint-das-herz/

Intuition

Nein, das ist jetzt keine Ode an die „Dummheit“. Aber es ist ein, zugegeben wagemutiger Versuch, uns des Umstands bewusst werden zu dürfen, dass der von vielen so verherrlichte König Verstand und seine Schwester, die Intelligenz, zwar als Werkzeug immer wieder äusserst hilfreich sein mögen und können, aber bei weitem nicht permanent das Sagen, das Entscheiden, die Wissensallmacht und das heilige intellektuelle Non Plus Ultra sind noch sich bemühen brauchen, auch nur den Anschein dessen weiter krampfhaft unter zu Hilfenahme der harten Herzen, Ellbogen, Stirnfalten und ihre um das „recht Haben“ ringenden Hände der sogenannten Intellektuellen hochzuhalten. Nein, man darf dem Werkzeug Verstand und seinem rechtsberatenden, ständigen inneren ins Ohr Flüsterer, der inneren Stimme, durchaus in angebrachten und kritischen Situationen das Maul verbieten und ihnen sagen, jetzt mal endlich die permanent offene Klappe zu halten. Ja, das können und dürfen wir, auch wenn diese Tatsache den meisten von uns leider überhaupt nicht bewusst sein mag.

rechtsberatender ins Ohr Flüsterer

Die Hypothese, dass die Intuition ein Gefühl sei, weiss sich hartnäckig in vielen Lehrbüchern und analogen wie digitalen Brockhäusern wie Wikipedia bis zum heutigen Tage, im Chor mit unzähligen anderen, hartnäckigen Fehleinschätzungen, zu behaupten. Da heisst es unter anderem wie folgt:

Intuition (von mittellateinisch intuitio = unmittelbare Anschauung, zu lateinisch intueri = genau hinsehen, anschauen)[1] ist die Fähigkeit, Einsichten in Sachverhalte, Sichtweisen, Gesetzmäßigkeiten oder die subjektive Stimmigkeit von Entscheidungen zu erlangen, ohne diskursiven Gebrauch des Verstandes, also etwa ohne bewusste Schlussfolgerungen. Intuition ist ein Teil kreativer Entwicklungen. Der die Entwicklung begleitende Intellekt führt nur noch aus oder prüft bewusst die Ergebnisse, die aus dem Unbewussten kommen. Kritisch ist hierbei zu sehen, dass bei positiver Wirkung einer – zunächst nicht begründbaren – Entscheidung gerne von Intuition gesprochen wird, während man im Falle des Scheiterns schlicht „einen Fehler gemacht“ hat, wobei es gerade keinen Mechanismus gibt zu prüfen, welche mentalen Vorgänge zur jeweiligen Entscheidung führten.

Einige Wissenschaftler vermuten, dass dem Informationsaustausch zwischen dem enterischen Nervensystem und dem Gehirn auch eine Rolle bei den intuitiven Entscheidungen („Bauchentscheidungen“) zukommt.

Vorgänge zur Entscheidung

Nun, wenn Wissenschaftler etwas „vermuten“ – spätestens dann sollte man wissen, „what time it is“. Wenn schon etwas im Bauch wohnt, dann wohl zuallererst ein Gefühl, zumeist ein „mulmiges“, also eher eine Angst, wo sich oft eindeutig, für uns alle spürbar, „alles zusammenzieht“ . Man „scheisst sich an“ vor Angst. Ein „flaues“ Gefühl im Magen, ein Magenkrampf, die nackte Angst eben. Für alle die es immer noch nicht bemerkt haben wollen: Wir leben tatsächlich in einer Diktatur des Verstandes, einem ständig sich selbst und bei jeder passenden bis unpassenden Gelegenheit bestätigenden Irrglauben, dass die Intelligenz, der kognitive, alles mehr oder weniger logisch zu begründen wissende Verstand in der menschlichen Hierarchie ganz, ganz oben steht und über – oft – heblich über allem anderen zu stehen hat. Dass alles erklärbar, reproduzierbar, mit sehr oft wissentlich und vorsätzlich „falschen“ Fakten belegbar sein „muss“, oft aus einem leider sehr traurigen und sehr ernüchternden Grund: nur damit wir uns mittels unseres mehr oder weniger reichlich vorhandenen Intellekts, der uns ja überhaupt erst in diese beschissenen Situationen zu bringen wusste, mit denen wir uns bis auf sehr viel weiteres beschäftigen werden müssen und uns alle trifft, in letzter Konsequenz als wahrhaft tyrannische Herrscher und verdammt mieser Verwalter, einem Schöpfer gleich und zugleich Zerstörer unser aller Lebensgrundlagen und unserer Natur legitimieren zu können. „Wengan Profit, dem Konsum und dem ewig heiligen Wirtschaftswachstum warat’s gewesen.“

siehe Blog #71 Wir leben in einer Diktatur des Verstandes https://pimpmyband.live/2021/01/22/71-wir-leben-in-einer-diktatur-des-verstandes/ und Blog #98 „Natur : Wissenschaft“ https://pimpmyband.live/2021/03/15/98-natur-wissenschaft/ und Blog #61 „Ja, ich weiss, ABER…..“ https://pimpmyband.live/2020/12/27/61-ja-ich-weiss-aber/

Herz und Verstand

und die Angst? wie sieht,s damit aus? Angst ist definitiv ein Gefühl, das vieles bis alles lähmende, fruchterregende, hemmende oder Flucht bis hin zu einem „Thrill“ oder einen lustvollen „Kick“ verursachende Gefühl der Angst. Wikipedia, schau owa:

Angst ist ein Grundgefühl, das sich in als bedrohlich empfundenen Situationen als Besorgnis und unlustbetonte Erregung äußert. Auslöser können dabei erwartete Bedrohungen, etwa der körperlichen Unversehrtheit, der Selbstachtung oder des Selbstbildes sein. Krankhaft übersteigerte oder nicht rational begründbare Angst wird als Angststörung bezeichnet. Angst ist der Oberbegriff für eine Vielzahl von Gefühlsregungen, deren Gemeinsamkeit auf einer Verunsicherung des Gefühlslebens beruht. Der Psychoanalytiker Fritz Riemann unterscheidet in seinem verbreiteten Hauptwerk Grundformen der Angst[4] zwischen dem „schizoiden“, dem „depressiven“, dem „zwanghaften“ und dem „hysterischen“ Persönlichkeitstypus. Als damit verbundene „Grundängste“ des Menschen beschreibt er die „Angst vor Veränderung“, die „Angst vor der Endgültigkeit“, die „Angst vor Nähe“ und die „Angst vor Selbstwerdung“.

keine Angst

Angst lässt sich nicht grundsätzlich als unangenehme, negative Gefühlsregung festlegen. Wesentlich abhängig vom Grad der individuellen Risikoerfahrung und der persönlichen Kompetenzeinschätzung, kann Angst auch als in hohem Maße lustvolle Erfahrung gesucht und erlebt werden, etwa in Form des Thrills. Die Kontrasterfahrung von aufregender Gefahrensituation und deren Bewältigung führt zu einer gewünschten Steigerung des Lebensgefühls. Der sogenannte Kick kann dabei als (erwarteter) Wendepunkt zwischen der Anspannung und Befreiung aus der Angstphase gesehen werden.

Lebensgefühl

Zu lernen, auf unsere intuitive Stimme und nicht auf unsere Angststimme zu reagieren, erfordert Übung und Vertrauen. Je öfter wir uns bewusst dafür entscheiden, unserem inneren Wissen zu vertrauen und uns nicht von Angst übermannen zu lassen, desto mehr Vertrauen gewinnen wir in uns selbst.

Unsere Angststimme ist wie ein geschwätziges Durcheinander in unserem Kopf. Da wechseln sich munter Selbstzweifel, Erinnerungen an vergangene Schwierigkeiten, unser innerer Kritiker und Visionen von zukünftigen Stolperfallen ab. Das hat nichts mit strategischem Denken oder gesundem Menschenverstand zu tun. Stattdessen haben wir eine Art Teufelchen im Hirn, das uns Bedenken zuflüstert, um uns vom Kurs abzubringen. Unsere Angststimme ist eng mit dem Bereich der Selbstsabotage verbunden. Sie kann dazu führen, dass wir keine Entscheidung treffen oder unsere Angst als Entscheidungsgrundlage nehmen. Eine Folge davon ist, dass wir immer wieder in der gleichen Situation landen, auch wenn wir eigentlich etwas anderes wollten. Unbewusst folgen wir einem alten Muster und lassen uns zusätzlich auch noch von unserer Angststimme kontrollieren.

B – Denken

Es ist keine Lösung, Angst zu verdrängen oder zu betäuben. Erstens ist das ständige Abwehren kraftraubend. Zweitens birgt es die Gefahr, dass wir unseren Emotionen irgendwann auf andere Weise Luft machen, sei es durch plötzliche Gefühlsausbrüche oder durch körperliche Beschwerden. Drittens kann eine allzu ablehnende bis panische Haltung gegenüber schlechten Gefühlen dazu führen, dass sie sich verstärken. Dann wird aus dem punktuellen Gefühl am Ende noch ein Dauerzustand, also eine Stimmung. 

Ein Gegenmittel dafür ist es, Bewusstheit für seine Angst zu schaffen. Das klingt paradox, funktioniert aber. Sobald wir uns dessen bewusst sind, dass wir gerade „nur“ ein Gefühl verspüren, verliert dieses einen Grossteil seiner Zugkraft. Bewusstheit für unsere Gefühle zu schaffen bewahrt uns davor, uns von unseren Gefühlen übermannen und in den Bann ziehen zu lassen, denn das gefährdet unsere seelische Gesundheit. Sich in ein Gefühl hineinzusteigern schränkt unsere Realitätswahrnehmung massiv ein. Das wiederum verringert unser Denkvermögen und das Entwickeln von Handlungsalternativen.

B – Wusstheit

Ganz radikal und auf seine Essenz runtergebrochen schaut’s , zumindest aus meiner bescheidenen Perspektive, so aus: Solange es um oft langwierige , grosse oder kleine, alle zur Verfügung stehenden Fakten sorgsam abzuwiegende Ent – Scheidungen geht sind wir eher Zweifel und Angst gesteuert. Von den Gefühlen Zweifel und seiner Tochter Angst, etwas falsch zu machen, einen mehr oder weniger schweren Fehler zu begehen, Zu Versagen, zu Scheitern – lauter Entscheidungsfolgen und/oder Resultate, die in den meisten von uns durchwegs negativ und mit Angst besetzt und damit vollkommen unerwünscht bzw. um jeden Preis zu vermeiden sind. Genau das as blockiert natürlich auch in hohem Masse nicht nur jeden „Flow“ sondern zugleich viele Chancen im Innen wie im Aussen und verriegelt offene Tore und Fenster auf jede Art von Veränderung, in gleichem Masse auch auf die positive und die durchaus gesunde und gute, weil Veränderung natürlich auf keinen Fall grundsätzlich immer nur zum Schlechteren oder zu einem Nachteil geschehen muss.

F-Low

Das verbietet einem obendrein und zusätzlich in dieser Perfektionsgesteuerten aber alles andere als perfekten Welt nicht nur, aus Fehlern, dem Versagen oder dem Scheitern etwas erfahren, etwas zu lernen, geschweige denn einen versteckten Diamanten an Lebensweisheit, den König Zu – fall oder das berühmte Glück im Un-glück darin finden zu dürfen, weil man nicht einmal weiss oder einem kaum bis nie vorgelebt wurde, wie man Fehler, Versagen oder das eigene Scheitern überhaupt liebevoll umarmen könnte. Dass bedeutet aber auch zugleich nicht „unreflektiert“ zu sein, wenn man nicht gerade in einem narzisstischen vom Ego gesteuerter Bewusstlosigkeit unterwegs glaubt sein zu müssen sondern mit Achtsamkeit, Aufmerksamkeit und einem klaren Bewusstsein unabgelenkt von den Wolken der Gefühle und Gedanken im Hier und Jetzt ist, genau dort, an diesem winzigen Punkt des Augenblicks, wo auch das Leben immer ist.

8samkeit

Schwimmt allerdings jemand kompromisslos mitten im Fluss des Lebens, im berühmten „Flow“, wo man im bedingungslosen Sein sich eher vom Leben getragen und beschützt fühlt als von dem Drang gehetzt und getrieben, was man glaubt unbedingt wollen und haben zu müssen, dann gibt es dort weder Zweifel, noch gibt es Angst vor Ungewissheit oder einen steten Drang nach einer Fiktion namens Sicherheit, noch braucht man den Verstand bei jeder Kreuzung oder Weggabelung als Entscheidungsfinder und Geburtshelfer, auch wenn er sich gerade da mit allen Mitteln unersetzbar und unabdingbar gerne diesem Fluss in den Weg stellen würde, was die Intuition so nie tut. Als Werkzeug, wenn nötig, ja – aber das war es auch schon. Nicht als Commander in Chief, da lassen wir doch viel lieber die Stimme des Herzens und die uns alle innewohnende Intuition sprechen.

vom Leben getragen und beschützt

Oft geschehen intuitive Entscheidungen nicht einmal by Choice, sondern aus einem Augenblick, gnadenlos im Jetzt, egal ob es um die Vermeidung eines Verkehrsunfalles gehen mag oder ob man noch in letzter Sekunde in den bereits abfahrenden Zug einsteigt oder nicht oder gerade der Frau, dem Mann, der Partnerin oder dem Partner des Lebens begegnet ist und das auch noch in der Lage ist, in diesem Augenblick unverstöpselt, unverkabelt, mit einem Blick auf das Wesentliche, was meistens nicht im Handy zu finden ist, zu bemerken, zu erkennen und mutig zur Kenntnis zu nehmen und genau so mutig in dem Moment kund zu tun imstande ist. Das heisst, Intuition ist auch keine Sklavin der Zeit, was man von den sogenannten unbedingt not – wendigen, sorg – fältigen, mit einer Menge Sorgenfalten und unter grosser Not zu treffenden Ent – scheidungen sicher nicht behaupten kann.

Blick auf das Wesentliche

Besonders in Situationen, wo es angeblich besonders grosser Entscheidungen bedürfte gehe ich instinktiv sofort, ohne Umleitung ins Oberstübchen und bei vollem klarem Bewusstsein immer direkt in vollem Vertrauen, also ohne 1 % Zweifel, in die Intuition, auch nicht in das Bauchgefühl, sondern ein paar Bewusstseinsstockwerke tiefer, in das Ur – Vertrauen in mein und unser aller Ur – wissen. Das war die letzten 61 Jahre, ohne Ausnahme, Scheitern, Fehler, Versagen hin und wieder inklusive – auf lange Sicht und aus der jetzigen Perspektive betrachtet immer verdammt gut so und wird, wenn es nach mir geht, die nächsten 61 Jahre auch genau so bleiben. Peace.

#99 „Das Zeitalter der Tyrannen und Wichtigmacher sollte endgültig vorbei sein – auch wenn diese das immer noch nicht wissen wollen…..“

Politische Parteien mit inzwischen fast zur Gänze weggebrochenen ideologischen Fundamenten, Religion, religiöse und weltliche, wirtschaftliche und soziale Ideologien auf oft weder demokratischen, achtsamen, empathischen noch menschenfreundlichen Beinen – vieles davon inzwischen zu extrem ausgehöhlten bis bedeutungslosen Ladenhütern verkommen, inklusive den anführenden Köpfen in den Wolken ihrer oft selbstherrlichen Wichtigtuerei Auslaufmodelle erster Klasse. Klingt, zugegeben, etwas nach einem Wunschzettel an den Weihnachtsmann, den Osterhasen oder das Christkind. Sind dann schlussendlich die hinter den gegenwärtigen Politclowns agierenden Meinungsforscher, Werbefritzen und Spindoktoren die letzten, zu einer merkwürdigen Spezies an Influenzern verkommenen Berater der allerletzten Poser einer hoffentlich bald aussterbenden , weil weder sinnvollen noch notwendigen Art?

Auslaufmodelle

Oder sind eine brandneue Generation weltlicher, wirtschaftlicher, religiöser und karrieregeiler „Leader“, von denen es samt ihrem „ship“ anscheinend heute mehr braucht denn je zuvor, gebrütet, gepimpt, gecoacht und ent – wickelt in modernen, als sauteure Privatschulen oder nur mehr für einen sehr wohlhabenden, elitären Kreis erschwingliche Elite Privat Universitäten getarnte Kaderschmieden wirklich die nächst besseren Ideologen, die unsere leidende, zerstörte, gebeutelte und ausgebeutete Welt jetzt braucht? wohin soll das oder sollen die uns denn führen? braucht es überhaupt noch mehr und mehr Leaders, Anführer und Prediger? und wenn ja , wozu, welche und wie viele? oder werden wir bald mehr und mehr Wahlen abhalten, zu denen über kurz oder lang bald keine und keiner mehr hin gehen wird, weil was zur Wahl steht endgültig unwählbar geworden und dabei ist, zusammen mit einer mehr als ramponierten Scheindemokratie im Saft des eigenen Klischees und der eigenen Ignoranz und Irrelevanz zu ertrinken und zu ersticken?

ertrinken und ersticken

Eines ist auf jeden Fall sonnenklar: Die Lebensweise, die wir uns in einer westlich, konsumorientierten Welt auf Kosten eines ungleich grösseren Restes der Weltbevölkerung angeeignet haben , ist definitiv nicht globalisierbar. Was mit anderen Worten heisst: so werden wir nie und nimmer weitermachen können, in Wahrheit keine Minute länger. Also : „zurück zur Normalität“? Das wird wohl hoffentlich das allerletzte Credo und Schauermärchen der machthungrigen Wichtigmacher und oftmals gleichermassen narzisstischen, scheinbar über allem erhabenen Auslaufmodell Götter gewesen sein. Bemerkenswert die Tatsache, dass das Wort „Wicht“ im Begriff „Wichtig“ prominent enthalten ist.

Schauermärchen

Wikipedia meint unter vielem anderem Folgendes zu wissen:

Ideologie (von französischidéologie; zu altgriechisch ἰδέα idéa, hier „Idee“, und λόγος lógos „Lehre, Wissenschaft“ – eigentlich „Ideenlehre“)[1] steht im weiteren Sinne bildungssprachlich für Weltanschauung. Im engeren Sinne wird damit zum einen auf Karl Marx zurückgehend das „falsche Bewusstsein“ einer Gesellschaft bezeichnet, zum anderen wird in der US-amerikanischen Wissenssoziologie jedes System von Normen als Ideologie bezeichnet, das Gruppen zur Rechtfertigung und Bewertung eigener und fremder Handlungen verwenden.[2] Seit Marx und Engels bezieht sich der Ideologiebegriff auf „Ideen und Weltbilder, die sich nicht an Evidenz und guten Argumenten orientieren, sondern die darauf abzielen, Machtverhältnisse zu stabilisieren oder zu ändern“

Welt – Anschauung

Religion kann Wertvorstellungen normativ beeinflussen, menschliches Verhalten, Handeln, Denken und Fühlen prägen, und in diesem Zusammenhang eine Reihe von ökonomischen, politischen und psychologischen Funktionen erfüllen.[3] Diese umfassenden Eigenschaften von Religion bergen in sich das Risiko der Bildung religiöser Ideologien.

Der Vordenker der Aufklärung Jean-Jacques Rousseau kritisierte in seinem 1762 in Paris erschienenen einflussreichen Werk „Vom Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des Staatsrechtes“ die Religion grundlegend als Quelle von Krieg und Machtmissbrauch, konstatierte aber religiöse Gefühle der Menschen. Er entwickelte das Modell einer Zivilreligion, die den politischen Erfordernissen einer „freien“ aufgeklärten Gesellschaft gerecht werde. Sein ebenfalls aufgeklärter Gegenspieler Voltaire, welcher die Dogmen und die Machtfülle der katholischen Kirche noch schärfer ablehnte, setzte sich für einen vernunftgeleiteten, toleranten Deismus unabhängig von den bis dahin existierenden Religionen ein und betonte die moralische Nützlichkeit des Glaubens an Gott. 

die Nützlichkeit des Glaubens an Gott

Politik bezeichnet die Strukturen (Polity), Prozesse (Politics) und Inhalte (Policy) zur Regelung der Angelegenheiten eines Gemeinwesens (z. B. eines Staates) durch verbindliche (auf Macht beruhende) Entscheidungen.[1] Politik regelt dabei insbesondere das öffentliche, aber teilweise auch das private, (Zusammen-)Leben der Bürger, Handlungen und Bestrebungen zur Führung des Gemeinwesens nach innen und außen sowie die Willensbildung und Entscheidungsfindung über Angelegenheiten des Gemeinwesens.[2][3][4] Abstrakt formuliert wird in der Politikwissenschaft auch von der „Verteilung von Werten (materiellen wie Geld oder nicht-materiellen wie Demokratie)“ gesprochen.

auf Macht beruhende Ent – Scheidungen

Ideologie, Religion und Politik. Der eindeutig vorrangige gemeinsame Nenner heisst „Macht“. Egal , ob es darum geht, Machtverhältnisse zu stabilisieren oder zu ändern, um verschiedene Formen eines Macht Missbrauchs, um Machtfülle oder ob es um auf Macht beruhende Entscheidungen geht. Macht macht Mensch kaputt und wird ihn auslöschen, wenn Mensch nicht bereit ist, aus seiner ihm von den Mächtigen auferlegten, aufgezwungenen Ohn – Macht aufzuwachen, um sich selbst eines besseren Da – Seins zu ermächtigen: gemeinsame Anliegen, die es miteinander zu verwirklichen gelten wird, werden einem rast- , ruhe- und rücksichtslosen Wettbewerb weichen, der hauptsächlich dazu dient, Ziele zu verfolgen, um auf Kosten der Konsumenten als Ohn – Mächtige, Schwächere und Langsamere Macht zu erlangen um immer noch grössere Profite zu lukrieren.

Macht macht Mensch kaputt

Demokratie im besten Sinne, wo auch Minderheiten ihr Mitsprache- und Mitgestaltungsrecht bekommen haben werden, gehört, respektiert und akzeptiert zu werden im Gegensatz zu derzeit noch praktizierten, sogenannten demokratischen Konzepten, in denen die Mehrheiten sich auf Kosten der Minderheiten ihre alleinige Gestaltungs – Macht und ihren Sponsoren, Geld- und Auftraggebern ihre Profite weiterhin abzusichern bemüht sind.

Mitgestaltungsrecht

Der heilige, vielerorts verherrlichte Status der „Leader“ mitsamt ihrer Leadership Qualitäten wird Teamgeist, Teamplayer Qualitäten und Team Buildern weichen müssen, um in einer gemeinsamen Bewegung miteinander genossenschaftlich strukturierte, dem Gemeinwohl dienende Anliegen umzusetzen und im Sinne dieses Gemeinwohls jenseits von Besitz und Macht zu verwirklichen und zum Entstehen zu verhelfen. Einem Schaffen und Betreiben kleiner, gesunder Strukturen, im Sinne eines neuen Selbstverständnisses in Sachen Menschenwürde, Demut, Wertschätzung, Verteilungsgerechtigkeit, Natur -, Tier-, Pflanzen-, Arten-, Mensch- und Umweltschutz.

Arten-, Mensch – und Umweltschutz

Eine neue Gemein- und Gesellschaft braucht es dringender denn je, die sich bewusst geworden sein wird, wie alles, jede und jeder in dieser Welt in einem miteinander auf geheimnisvolle Weise verwobenen Netz ohne Besitzansprüche friedlich und wert – schätzend in einer perfekten Balance verbunden ist. Eine Gemeinschaft, die einem Leben in Freiheit, Achtung, gegenseitigem Respekt, Empathie und unendlicher Kreativität einen neuen Sinn, Mensch, Tier und Natur ihre Würde zurückgeben und den nächsten Generationen tatsächlich eine lebenswerte Gegenwart und Zukunft zur Verfügung stellen können wird. Dafür braucht es keine Massen von „Leadern“ oder Anführern sondern massenweise empathiefähige und veranstwortungsvolle, vorausschauende Teamplayers erster Güte mit dem Hirn und Herz am rechten Fleck, die bereit sind, gemeinsam und verantwortungsvoll eine wahrhaft demokratische, gesündere, heilsamere, fried- und freudvollere Welt zu schaffen, zu erhalten und zu hinterlassen.

gemeinsame Anliegen

#98 „Natur : Wissenschaft“

Wo stehen wir JETZT gerade? wo glauben wir hin zu gehen und in was, oder wen oder wohin meinen wir uns ent – wickeln zu müssen? sind wir uns dessen bewusst? wo wir gerade stehen? ist nicht das das Wesentlichste, das einzig Wahrhaftigste? das Hier und Jetzt? und weniger woher wir kommen oder wohin wir gehen? Wird uns der „Fort – Schritt“ auf der Digitalisierungs- und Rationalisierungsautobahn tatsächlich als Menschheit weiter oder in Wahrheit eher noch weiter von uns wegbringen als dies ohnedies schon der Fall ist? besonders im gegenwärtigen Ablenkungs- und dem sogenannten Informationszeitalter, in dem man uns systematisch der Stille, der Ruhe und der so wert-vollen langen Weile, unseres Mitgefühls und des Vertrauens in die eigene Intuition, der Stimme und dem Wissen des Herzens, der Leichtigkeit des Seins von langer Hand beraubt hat? Mittels eines faulen, digitalen Zaubers wie ebenso faulen Kompromisses, eines virtuellen Kuhhandels, einem verdammt schlechten Tausch – Geschäft von Wahrhaftigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Tiefe, Herzensgüte, Intuition und Kreativität, Gesundheit und Heilung gegen die Illusionen Zeit, Berechnung, Perfektion, Wettbewerb, Bewertung, Tempo, Stress, Fitness, Zweifel, alleinige Hoheit = Überhöhung der Intelligenz, gezielte Programmierung und Selbst – optimierung oder möglichst effiziente Selbst-verwirklichung oder besser noch – Ausbeutung?

fauler, digitaler Zauber

Das „Sein“, so wunderschön es auch zu strahlen imstande sein kann, gehört doch niemandem. Einzig und allein , das Strahlen will geteilt werden. wie auch wahrhaftige, bedingungslose Liebe, Frieden, Stille und Glückseligkeit. Alles, was wahrhafig „ist“ hat keinen „Be-sitzer“. Alles was glaubt zu brauchen, haben will, unbedingt tun, er – reichen und schaffen muss, zugleich unterlässt, vernachlässigt, ignoriert, hart erkämpft, exzellent oder schlecht verhandelt, endlich bezwingt, tapfer besiegt, leider verliert oder sich auf- gibt hat einen oft viel zu hohen Preis. Was ist mit dem Drang und Zwang, Schönheit, Glückseligkeit, Frieden, Kreativität und Liebe eine Formel, ein Konzept, ein Medikament, einen Plan, ein Programm, ein Coaching, eine von vielen bitteren Pillen verpassen zu müssen?

das „Sein“ gehört niemandem

Gleich mal eines vorweg: ich habe nichts, also: absolut nichts gegen die Wissenschaften, im Gegenteil: ich bin ein absoluter Fan „ehrlicher“ Wissenschaft, mit dem Ziel einer Gesundung und Heilung des „Seins“ und nicht ausschliesslich einer Maximierung des „Habens“ oder einem kranken, unmenschlichen Perfektionierungswahn dienen zu müssen. Eine Wissenschaft, „die sowohl ihre Erkenntnisse als auch ihre Erkenntnisgrenzen ernst nimmt und nicht durch einschläfernde Hypothesen zu verdunkeln bemüht ist“ (Scheidler – „Der Stoff aus dem wir sind“), nach deren nachweislich bis heute nicht existenten Fakten und fundierten Beweisen oft schon seit über einhundert Jahren mit auf ewig verbrannten Fördermilliarden und einer Heerschar an rasenden und hörigen Wissenschaftssklaven krampfhaft gesucht wird.

ehrliche Wissenschaft

Alles um ein menschliches Wunschdenken, eine Illusion in Form einer infamen und inzwischen lebensbedrohlichen Lüge, die als Basis für eine die Natur (und damit letztendlich auch die Menschheit) vernichtendes, technokratisches Weltbild und dessen seit eh und je über Leichen gehenden, egoistischen Bruder, den Kapitalismus, unter allen Umständen weiterhin am Leben zu erhalten. Auch wenn der Preis dessen ein unbedingtes Festhalten an einer Illusion um jeden Preis bedeutet, einer inzwischen wissenschaftlich vielfach widerlegten Hypothese, dass der Mensch in der Lage sei, alles erklären, verstehen und reproduzieren zu können. Die Auslöschung der Menschheit auf ihrer Flucht in das , was sie meint, nach wie vor hartnäckig „Fortschritt“ nennen zu müssen, was aber bei genauerer Betrachtung sehr gut möglich nicht nur ein folgenschwerer Rückschritt sondern eben ihr vorzeitiges, endgültiges Aus und Ende bedeuten könnte.

Natur…..

Fabian Scheidler schreibt in seinem aktuellen Buch „Der Stoff aus dem wir sind“ (Piper) folgendes, für mich und meine kleine Welt auf jeden Fall extrem beachtens- und wissenswertes, was mir wesentlich scheint für ein breiter gefächertes Verständnis des derzeitigen Status Quo unseres wunderbaren Planeten und der ebenso, zwar nicht perfekten, aber nicht minder wundervollen Menschen, die darauf leben: „Forscher in weissen Kitteln, die wissend neben gigantischen Teilchenbeschleunigern stehen, suggerieren uns, der Homo Faber habe die Natur fest im Griff und stehe kurz davor, ihre letzten Geheimnisse zu entschleiern. Und wenn dann die Entdeckung eines neuen „Teilchens“ gemeldet wird, tut man immer noch so, als sei die Welt aus lauter winzigen Billardkugeln zusammengesetzt.

der Stoff aus dem wir sind

Der Grund für dieses seltsame Überleben von längst überholten „Zombie-Begriffen“ besteht darin, dass sie eine bestimmte Rolle im ideologischen Gebäude der Megamaschine spielen. Die Vorstellung, dass die Welt aus getrennten und berechenbaren Bausteinen besteht, ist zentral für eine technokratische Gesellschaft, in der Mensch und Natur zu verfügbaren Teilchen einer gigantischen Wirtschaftslogistik degradiert werden. Mensch und Materie müssen berechenbar sein, damit diese Maschine funktioniert. Sie müssen zu isolierten Atomen gemacht werden können, die durch die Kräfte des Marktes frei in einem präexistenten Raum verschoben werden, um immer dort verfügbar zu sein, wo sie am effizientesten benutzt und neu zusammengesetzt werden können. Das mechanistische Weltbild ist daher zu einer mächtigen Ideologie geworden, die ihre wissenschaftliche Widerlegung hartnäckig überlebt. Die von der Quantenphysik zutage geförderte Einsicht, dass die Welt ein unauftrennbares Gewebe ist, in dem es keine Einzelteile gibt, sondern nur Beziehungen, scheint in einer technokratisch und kapitalistisch geprägten Gesellschaft einfach nicht akzeptabel.“

die Welt ist ein unauftrennbares Gewebe

Na prack – Also wenn einem da die Lade nicht mal ordentlich runterfällt und das kein Augen- , Ohren- und alle Sinne Öffner ist, was dann bitte??? Da werden einfach zum Teil über 100 Jahre alte wissenschaftliche Erkenntnisse bis zum heutigen Tag knallhart unter zu Hilfenahme sämtlicher lauterer, allerdings zumeist unlauterer Mittel und Behauptungen konsequent unter Verwendung aller zur Verfügung stehenden Scheuklappen, Augenbinden und Ohrstöpsel verleugnet. Weiterhin wird diesen Erkenntnissen gegenüber so ignorant wie möglich in so gut wie fast allen Schulen unter – richtet, nur um ein vornehmlich Konsum orientiertes, Wettbewerbsbefeuertes, kapitalistisches Wirtschaftssystem solange wie möglich allen besseren Erkenntnissen, Wissen und Forschungen zum trotz so lange wie möglich bis auf weiteres aufrecht zu erhalten. Vereinfacht: Wir sind alle Opfer einer inzwischen über ein Jahrhundert langen, gezielten, fiesen Manipulation und einer wider besseren Wissens aufrechterhaltenen Illusion, nur um den Eindruck zu erwecken, dass alles kontrollierbar, machbar und vorhersehbar sei, was offensichtlich alles kompletter Unfug, eigentlich vorsätzlicher Betrug und Humbug ist.

System…..

„Das uns zugängliche Universum ist aus vollkommen verschiednen Ebenen und Bereichen aufgebaut, die sich nicht aufeinander reduzieren lassen. Die Jupitersymphonie lässt sich nicht aus der molekularen Zusammensetzung von Wolfgang Amadeus Mozart ableiten“ schreibt Scheidler weiter. „Das Hörerlebnis ohnehin nicht, denn es existiert nicht in der Sphäre des Mess- und Zählbaren, auf die sich die Physik notwendig beschränkt. Aber auch die einmalige mathematische Struktur des Stücks kann nicht in einer Weltformel erklärt -und das bedeutet letztlich: vorhergesagt – werden. Aus diesem Grund ist die Idee einer wörtlich verstandenen „Theory of Everything“ ohnehin ein Wahngebilde. Aber selbst die viel bescheidenere Idee, das Mess – und Zählbare einer unbelebten Welt auf der kleinsten und auf der grössten Ebene mit einem einzigen Formelapparat beschreiben zu können, könnte sich als Fata Morgana erweisen…… Die Holzwege der Physik sind gepflastert mit schönen, aber falschen Theorien.“

Hörerlebnis

Eines finde ich ja wirklich bei all dem, zugegebenen vorsätzlich sehr verwirrenden Wahn- und Irrsinn genial: dass sich offensichtlich viele Erkenntnisse der Quantenphysik, der modernen Biologie und der modernen Bewusstseinsforschung mit vielen tiefen Weisheiten, intuitivem Wissen und Wahrheiten spiritueller Leader und Lehrmeister, vom Dalai Lama über Eckhart Tolle bis hin zu Mooji, eins zu eins decken. Besonders in der Erkenntnis und im Bewusstsein, dass alles mit allem auf bis dato oft nicht erklärbare Weise verbunden ist, und dass nicht alles bloss mit einer einzigen Formel und mit dem Verstand allein via kognitivem Wissen erfassbar ist und sein kann. Mensch weiss eigentlich noch gar nichts, tut nur so, als wüsste er alles und als sei alles ein Klacks. In Wahrheit ein fataler, ein durch und durch krankes und ein alles zerstörerisches System aufrechterhaltender Irrtum.

„Das grösste Hindernis für den Fortschritt der Wissenschaften ist die Illusion des Wissens“ Mike Disney

„Einmal kurz die Welt retten“, wie der deutsche Liedermacher und Sänger Tim Bendzko ein fabelhaft treffendes Lied in diese unsere Welt gebracht hat, wird der Weisheit und Gewissensberuhigung letzter Schuss ins Knie wohl nicht gewesen sein können. Wir sollten uns lieber um „uns“ kümmern, um unser nicht perfektes, wunderbares Mensch sein, wenn wir weiter hier auf diesem Paradies Erde leben und sein wollen. Dazu gehört, nicht vor unserer nicht perfekten, aber genialen Art und Weise, wie wir nun mal sind, davon zu laufen und einer perfekten Illusion nachzuhecheln. Nur weil wir uns als Mangel, als Fehlerhaft empfinden, indem man uns eine perfekt virtuelle Welt vorgaukelt, weil wir Angst haben, Fehler zu machen, minderwertig und nicht genug zu sein und uns deshalb glauben mit allen möglichen und unmöglichen Coachings, Kursen, Pillen, geistigen und körperlichen Fitnesscentern zu Tode optimieren, maximieren, boosten und perfektionieren zu müssen.

kurz die Welt retten

Weil uns die Angst vor dem Fehler machen, nicht makellos oder nicht perfekt zu sein, direkt und allzu leicht in die Arme einer Depression, Herzinfarkt, Burnout oder einer künstlichen Intelligenz zu treiben vermag, ohne überhaupt noch imstande zu sein, verstoppelt, bebrillt, verkabelt, dauerabgelenkt wie wir nun mal sind, noch wahr zu nehmen, dass kein einziger Baum kerzengerade, keine Blume gleich einer anderen, kein Vogel gleich fliegt und kein Fisch gleich schwimmt, kein Tier , keine Pflanze, kein Lebewesen, kein Stein, keine Wolke, kein Fluss, keine Meereswelle gleich, ident oder perfekt, aber zugleich wunderschön, einzigartig und damit als Teil eines wundervollen, zauberhaften Ganzen unvergleichlich besonders ist.

nichts ist perfekt aber in perfekter Balance

Ohne uns in unserer eben nicht perfekten Art, wie es allen Lebewesen und Daseinsformen einmal eigen ist, umarmen, vollen Herzens anzunehmen und akzeptieren zu können, werden wir im Wettlauf gegen die Illusion einer möglichst eigenen Perfektion nicht mehr lange auf diesem Planeten zu Gast sein können und dürfen. Ein gutes, gesundes, nicht verurteilendes Verhältnis zum „Fehler Machen“ und zum „voller Makel“ sein heisst in einer nicht von Wettbewerb und ständig durch vergleichende Competition getriebenen Welt nicht, dass man nicht selbstreflektiert sei, dass man glaube „dass die eigenen Fehler die besten und tollsten der Geschichte überhaupt seien“, wie es uns mancher Gedanken Akrobat weiszumachen versuchen mag. Nein, es heisst nur, dass wir uns akzeptieren und mit uns Frieden schliessen lernen müssen mit dem, was wir aufgrund unserer Natur und der Natur generell und überhaupt, Intelligenzbestien, Logic, Verstand, künstliche Intelligenz hin oder her, schlicht und einfach einmal sind: „nicht perfekt“! „Live with it or die denying it“

ich liebe meine Fehler, und ja: sie sind die besten kreativen Türöffner

Dann, und nur dann, werden wir eine Chance haben im Einklang = in Harmonie mit einer ebenso nicht perfekten, aber perfekt balancierten und immer um eine perfekte Balance bemühte Mutter Natur zu überleben, die wir, anderer Behauptungen zum Trotz, weder beherrschen, noch kontrollieren, noch besitzen aber deren stete Bemühungen um eine perfekte Balance wir inzwischen in unserer Überheblichkeit, Ignoranz und Arroganz bis zum äussersten Zerreissen strapazieren. „Der Stoff, aus dem wir sind, ist keineswegs greifbarer geworden, sondern entzieht sich mit zunehmender Beobachtungstiefe immer weiter. Man kann das als grosse Niederlage begreifen. Oder als Chance für eine Weltsicht, in der Staunen, Nichtwissen und Bescheidenheit einen ebenbürtigen Platz neben Verstehen und Wissen haben“ (Scheidler – „Der Stoff aus dem wir sind“)

#97 „was fehlt………“

Auch wenn wir extrem gut beraten sind, auf keinen Fall und unter gar keinen Umständen in eine sogenannte Normalität zurück zu drängen, fehlt uns nach mehr als einem Jahr eines weltweiten, internationalen wie nationalen, gesellschaftlichen wie familiären und für jeden auch individuellen täglichen Kampf und oft einer sehr persönlichen Auseinandersetzung mit der Tatsache einer unter Umständen lebensbedrohenden als auch potentiell lebensgefährlichen Pandemie inzwischen wesentlich mehr als uns als ganzheitlich und in ihrem einzigartigen, vollen Spektrum wahrgenommene Spezies Mensch gut tun kann.

normality was the problem…..

Durfte ich doch vollkommen unerwartet so viele neue inspirierende Bekanntschaften und wundervolle Freundschaften schliessen ( einige haben sich genau so unerwartet auch wieder in Luft aufgelöst), so vielen spannenden, neuen, herausfordernden und inspirierenden Initiativen und Gemeinschaften beitreten, so viele kreative und wunderschöne neue Wege gehen und Projekte starten, so hat da schon eine gewisse Leere in mir, und ich bin mir sicher, in uns allen, Platz gegriffen, die ich weder verleugnen will, noch digital füllen möchte noch menschlich locker wegstecken kann. Obwohl gerade dieser Platz womöglich all dieses unerwartet Neue, Gesunde, Erfreuliche, Kreative, Inspirierende und zutiefst Berührende erst möglich gemacht haben könnte…..

Freundschaften

Mir persönlich, der eine Männerwohngemeinschaft mit seinem erwachsenen, ebenfalls Musik schaffenden Sohn teilt, also jemand, der nicht „einsam“ ist oder sein muss, fehlen in erster Linie nichts desto trotz grundsätzlich menschliche Eigenschaften und Ingredienzien eines vormals doch relativ unbeschwerten und erfüllten Lebens, einer zutiefst vermissten Leichtigkeit des Seins. Sicher bin ich privilegiert, allen äusseren Umständen, Widrigkeiten, Verboten, Vorschriften, Verordnungen und räumlichen Distanzen zum Trotz, in einer sich ständig vertiefenden, wunderbaren Partnerschaft in Liebe mit meiner Liebsten Freundin und Frau von allen sein zu dürfen. Keine Frage.

Partnerschaft in Liebe

Und dessen bin ich mir sehr wohl bewusst – auch der Tatsache, dass uns beiden, die wir dies tagtäglich, auch wenn wir noch nicht ständig miteinander und zusammen leben können, sehr bewusst wahrnehmen und wertzuschätzen wissen, wie das besonders in Zeiten wie diesen extrem hilfreich, tröstend, ermutigend sein und einen wirklich zuversichtlich machen kann. Nicht nur für jede und jeden für uns beiden, sondern gleichermassen für unsere Eltern, Kinder und Enkelkinder, für unsere leiblichen und spirituellen Familien und Freunde.

Zuversicht

Wen ich sehr vermisse sind ein paar wirklich wundervolle Zeitgenossen, Freunde, die uns viel zu früh verlassen haben, die ihre Weiterreise frühzeitig antreten mussten und einen nicht zu füllenden, schmerzvollen Krater einerseits,einen Reichtum an wundervollen Geschenken in Form unvergesslicher Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse, musikalische und menschliche Abenteuer andererseits bei und mit uns gelassen haben. Danke für das „da Sein“.

…..

Ebenfalls einer der mir am meisten , schmerzlichst vermissten Schätze in diesem Leben ist es, endlich wieder trommeln und Schlagzeug spielen zu können, mit befreundeten Musikerinnen und Musikern wieder gemeinsam Musik ermöglichen zu dürfen, sei es in diversen Proberäumen oder eben auf analogen Bühnen vor einem wahrhaftigen, analogen, ursprünglich zwar anonymen Publikum einen gemeinsamen Raum miteinander zum schwingen zu bringen und in diese gemeinsam geschaffene Energie miteinander einzutauchen, durch diese plötzlich entstandene und von allen wahrgenommene Nähe zu grossteils vollkommen Unbekannten, berührt und von dieser Welle, die zwar niemandem gehört aber alle verstehen, an- und wahrnehmen, mit einander getragen, gehalten, beschützt, bestärkt, getröstet, beglückt und inspiriert zu werden.

Musik ermöglichen

Das fehlt mir zusehends mega – auch wenn mir in genau diesem Augenblick mein Freund Lorenz Raab, ein wunderbarer Trompetenmensch, eine SMS rüberschickt, die folgendermassen lautet: „29.4. im Porgy mit unserem „Jazzit Quartett“. Habt ihr Zeit? Bitte um rasche Antwort! Vielen Dank“ – „JA, Danke, ein Traum, sehr gerne“ . Ob mit oder ohne Publikum, ob gegen Gage und um welche, egal: Wir dürfen wieder miteinander Musik entstehen lassen.

wir dürfen wieder

https://www.porgy.at/events/10419/

Das vermissen zusehends alle, jede und jeder, egal wie, wo und wann: Nähe, wahrhaftige, menschliche Nähe, Berührungen, Umarmungen, einander an den Händen halten, die eigenen Kinder und Enkelkinder, die eigene Mutter , den eigenen Vater, Oma, Uroma, Grossvater, Urgrossvater , die Freundinnen und Freunde, Mitschüler und Kindergartenkinder, Kolleginnen und Kollegen endlich wieder einmal unbeschwert und unmaskiert zusammensitzen zu können, sich gegenseitig wieder umarmen zu dürfen, miteinander zu kochen, zu trinken, zu feiern, laut, leise, in Stille, einander halten, mit einander Hand in Hand durch die Gassen, durch Wiesen und Felder und Wälder laufen zu dürfen, miteinander zu Tanzen, zu Lachen, herumzutollen und rum zu kugeln, Räuberleiter, Hoppe Hoppe Reiter, schwimmen, rennen, sitzen, liegen, stehen, fliegen…..

DAS FEHLT UNS ALLEN! Da kann uns dieser ganze Digitalisierungskram, das ganze digitale home office und digitale home schooling, alle digitalen meetings, Video games und der ganze andere digitale Kram mal herzlichst den Buckel oder sonst wo runterrutschen.

es fehlt die Menschennähe

Es fehlt uns eben NICHT ETWAS, nicht Einkaufen, nicht Konsumieren, nicht endlich zum Friseur gehen können, nicht Klamotten, nicht Ramsch und Kram, uns fehlt das Gefühl und die Gewissheit, noch vollkommen intakter Mensch zu sein, die emotionale, spirituelle und körperliche Nähe zu den Menschen, zur Natur, sich Treffen und austauschen und miteinander reden dürfen, sich miteinander spüren und das Miteinander, die Verbundenheit erfahren und wieder spüren dürfen, bei Konzerten, im Theater, in der Oper, im Museum, in der Schule, an der Uni, im Kindergarten, im Kaffeehaus, im Restaurant, am Sportplatz, zu Hause, auf der Terrasse, im Garten, im Wald, am Meer, im Grünen am und im Wasser – DAS IST WAS FEHLT. AM MEISTEN. UNS ALLEN.

#96 „…..was uns tatsächlich müde MACHT“

Es ist ja inzwischen schon über 5 Monate her, dass mich Fakebook und Instagram in einem Atemzug wegen des Postings eines Fotos des für seine genialen Kampagnen für Benetton bekannt und berühmt gewordenen Italienischen Meisterfotografen Oliviero Toscani, auf dem eine schwarze Frau, die ein weisses Baby stillt, zu sehen ist, rausgeschmissen hat. Obwohl ich zeitgleich noch gehakt wurde, und alles x -mal gemeldet und urgiert habe, war man bis zum heutigen Tag nicht mehr gewillt, mich weder wieder rein noch ran zu lassen, sodass inzwischen, „dem Universum und fb sei Dank“, extrem viel gesellschaftlich spaltender, gehässiger, saudoofer bis alles besser wissender, bei genauerer Hinsicht zumeist jedoch vollkommen irrelevanter, der Lebensfreude und dem inneren Frieden sehr leicht und schnell verdammt schädigender Quatsch, fast spurlos an mir vorbeiziehen darf und zum anderen sich ein unglaublich weiter Raum für neue Projekte, neue Bekanntschaften, neune Gemeinschaften und neue Freundschaften allen Lock Downs zum Trotz sich eröffnet hat.

…..dem Universum sei Dank

Nachdem ich zusätzlich, vor inzwischen mehreren Jahren, aufgehört habe, Zeitungen , egal welche, zu lesen, ausser Freunde schicken mir den einen oder anderen Artikel, und ich seit Wochen auch die schlechten Zeiten im noch schlechteren Bild aufgehört habe zu verfolgen, bleiben mir allerdings gewisse Dinge, egal wie ich es anstelle, doch nicht ganz verborgen. Da sind die Gesprächsfetzen in der U-Bahn oder im vorbei radeln auf der Strasse, Gespräche von oder mit den Leuten im Bioladen oder der Bäckerei, „morning talks“ mit meiner Liebsten, Gespräche mit dem Tochterherz oder dem Sohnemann oder meine täglichen Skype sessions mit meiner Mutter, die mir sehr gerne erzählt, was wer gerade auf fb treibt oder zu meinen glaubt.

…..treibt

Also: hermetisch abriegeln von all der, unser aller Gehirne schon sehr vereinnahmenden und unsere Phantasie und Kreativität oft eher lähmenden als inspirierenden Informations- und Manipulationsflut kann man sich anscheinend schwer bis eigentlich gar nicht, ausser man verschanzt sich so autark und gut es eben heutzutage geht, mit ein paar Hühnern, Ziegen, Erdäpfeln und Radieschen im Garten in einem Bauernhaus am Land oder in einem Baumhaus tief im Wald, gleich um die Ecke von Kritzendorf, Stinatz, Novigrad, Grafendorf, Urscha oder Donnersbachwald, dem bösen Wolf, Schneewittchen und den sieben Zwergen.

hinter den 7 Bergen…..

Was ich mir allerdings, zugegeben, schon immer wieder gerne antue, ist das, mit grossem Staunen und teils offenem Mund, Verfolgen und über weite Strecken ungläubigemLauschen der einen oder anderen Nationalratssitzung, einer Tagung des Parlaments, wo sich zwischen all dem NLP gepimpten, hohlen Geschwätz und sich wichtig machendem, nichts sagendem Gelaber, meistens von der Regierungsbank, immer wieder die eine oder andere interessante Stimme, die eine oder andere intelligente Wortmeldung oder wirklich inspirierende Rede erhaschen lässt.

mit offenem Mund…..

Und da wären wir auch schon mitten drin im Thema „Müdigkeit“. Die meisten Menschen sind nicht, wie man Ihnen und offensichtlich sich selbst weis zu machen versucht, „Corona müde“, sondern „Politik müde“, das trifft den rostigen Nagel viel eher auf den verwirrten Kopf. Immer mehr haben es satt, immer wieder vertröstet, ent – täuscht, verarscht und hingehalten zu werden, aufgrund von der Politik oft allen Expertenmeinungen widersprechender, getroffener und dann doch zumeist aufgrund der zumeist ohne Blinken rechts überholenden Realität wieder verschobener Versprechen im Rahmen gross inszenierter, ebenso zahl – wie zahn- und sinnloser Presse Krampf Tendenzen und Meinungs Flatulenzen in Designer Slim Fit Anzügen mit grossen Gesten , holen Worthülsen, wild gestikulierendem NLP Gehabe, um von der Nichtigkeit und dem oftmalig wiederholten Un – Sinn der von den Spindoktoren gecoachten Inhalte des daher Gesagten abzulenken.

müde

Da redet sich seit über einem Jahr die hierzulande wohl einzige Politikerin, Frau Dr. Rendi Wagner, die als ehemalige Ärztin und Virologin mit Sicherheit einen fachlich einigermassen fundierten Background hat, im Bemühen in Sachen Epidemie und Pandemie hier lösungsorientiert einen guten Vorschlag nach dem anderen zu machen, sich ihren Mund fusselig um dann wochenlang, sinnlos und nur wegen ein paar machtgeilen, ewig gestrigen Trotteln gemeinsam mit uns allen Betroffenen untätig herum warten zu müssen, damit jene diese Ideen und konstruktiven Vorschläge dann, zumeist um Wochen viel zu spät, aber politisch und selbstherrlich als die ihrigen verkaufen zu können. Wagner fordert mit Recht seit Anbeginn der Pandemie einen professionellen, überparteilichen Krisen Koordinator, professionelles, Fakten basiertes Krisenmanagement auf dem jeweiligen Stand der Erkenntnisse der Wissenschaft, wovon die meisten Floskel Laberer bis heute weder wissen noch ahnen,, was das eigentlich ist oder alles bewirken könnte. Sie ist da nicht alleine, da gibt es noch andere, durchaus konstruktive Stimmen wie einen Sepp Schellhorn oder Beate Meinl-Reisinger von den Neos, und noch ein paar andere da und dort.

selbst – herrlich

Das haben die Leute satt, dessen sind wir alle mehr als müde, wütend bis ver – Zweifel -t, dass hier selbst in Zeiten einer weltweiten Katastrophe namens Pandemie man so typisch österreichisch kleingeistig, grossmäulerisch, eitel und extrem Kurz – sichtig nach wie vor versucht auf Kosten von Menschenleben, Menschenschicksalen, zerstörter Lebensträume und Lebensräume politisches Kleingeld einzig und allein im Sinne und zur Erhaltung einer mehr als fragwürdigen, Ideologie befreiten MACHT zum reinen Selbstzweck mit allen Mitteln und unter den noch so bedrohlichen oder konstruktive, lösungsorientierte Zusammenarbeit erforderlichen Umständen versucht aufrecht zu erhalten, immer weiter entfernt von den Bedürfnissen, der Not, den Sorgen und den wahren Problemen der meisten Menschen in diesem Land, die NICHT Firmen- oder Industriebonzen, erfolg – reiche Unter – nehmer oder vermeintlich geschickte Trittbrettfahrer eines immer rasanter verwelkenden Zeitgeistes sind.

verwelkender Zeitgeist

Deshalb gehen inzwischen Zehntausende auf die Strasse, auch wenn sie, Frauen, Männer, Kinder, Familien, Omas, Opas, Pensionisten, die sich eben nicht nur um Ihre Gesundheit sondern auch um ihre Zukunft, um ihr Ein- und Auskommen Sorgen machen, von rechtsradikalen und FPÖ Brandrednern systematisch und vorsätzlich für deren Zwecke missbraucht und gekidnappt werden, um dann schlussendlich als der Weisheit letzter Schuss ins eigene Genick, mit all diesen Unbequemen bequem in einen Topf geworfen werden zu können. That,s what time it is. Wir brauchen ein konstruktives , faktenbasiertes Krisen Management, Wir brauchen eine klare , lösungsorientierte Strategie in der sich jeder finden und zurecht finden kann. Und keine faulen Aus – Reden, keine leeren schön Redner Floskeln, keine politischen Über – legungen, welche Stimmen man fürchtet zu verlieren, wenn man z.B. der Seilbahnwirtschaft Monate vor der Kultur die Türen aufsperrt, auch wenn die Kultur zwar die wesentlich besseren Schutzkonzepte aber die wesentlich schlechtere politische Lobby hinter sich hat und weil man sich vermutlich ausrechnet, dass mehr Menschen = Konsumenten lieber Schi Fahren gehen als in Konzerte, ins Theater, ins Museum oder in die Oper.

Schutzkonzepte

Der Mensch ist in erster Linie Mensch, und nicht nur manipulier- und kalkulierbarer Konsument. Er besitzt eine zumeist kleine Geldbörse aber ein grosses Herz und eine Seele, die nach einem Zusammen Sein, nach Umarmungen, nach berührt werden, nach Gesprächen, nach Konzerten, nach Theater, Musik und Gesang dürstet und einem Verstand, der klare, für alle, jede und jeden nachvollziehbare Rahmenbedingungen, Strategien, Konzepte und Parameter jenseits jeder politischen Spekulation und vor allem konstruktive Lösungen braucht, um sich zurecht finden zu können. Dass all das nach wie vor nicht auszumachen ist, immer weniger verstanden wird und sich viele immer mehr allein gelassen fühlen, das macht wütend, das macht verzweifelt, das macht MÜDE.

Mensch sehnt sich…..

#95 Den Frauen die Welt – Welt Frauentag

Gleich mal eines vorweg: ich bin bekennender Feminist, JA! und ich bin mit Sicherheit bei weitem nicht der einzige meiner männlichen Artgenossen. Was heisst das jetzt genau: Ich unterstütze in jeder Hinsicht eine Richtung der Frauenbewegung, die, von den Bedürfnissen der Frau ausgehend, eine grundlegende Veränderung der gesellschaftlichen Normen (z. B. der traditionellen Rollenverteilung) und der patriarchalischen Kultur anstrebt.

den Frauen die Welt

Ganz ehrlich? ich bin nicht nur bekennender Feminist sondern auch Sohn einer starken, lebensbejahenden Frau, Vater einer wunderbaren Frau und eines ebenso wunderbaren Sohnes, die ich beide mit zwei besonderen Frauen gemeinsam auf, in und durch diese Welt begleiten darf und durfte, Grossvater von zwei liebenswerten, inspirierenden, starken jungen Damen, glücklicher Partner einer der tollsten Frauen ever, die unter anderem auch fürsorgliche Mutter von drei wirklich klasse Burschen ist und die ich jeden Tag neu besser kennen und bedingungsloser lieben lernen darf und generell, durch und durch bin ich ein echter Frauen Fan.

Als Mann war und ist es für mich Zeit meines Lebens nicht nur eine Herausforderung sondern ebenso immer mehr eine konstruktive Wohltat und grosse Freude mit Frauen gemeinsam zu leben, zusammen zu sein und miteinander zu arbeiten. Da fällt gleich einmal dieser ganze Macho Bullshit zwischen Männern, das ganze doofe Macht Gehabe und das virtuelle, psychologische Kraft- und Muskelspiel weg . Man kann ansatzlos konstruktiver, auf Augenhöhe und in natürlichem gegenseitigem Respekt miteinander reden, Pläne gemeinsam schmieden und ohne grosses Pi Pa Po diese auch meistens sehr unproblematisch und Lösungsorientiert, zielgerichtet umsetzen, ohne durchwegs zumeist lächerlichem und vollkommen unnötigem männlichem Theaterdonner sozusagen, obwohl es natürlich genug Dramenpotential und den Drang zu glauben, etwas unbedingt, um jeden Preis durchsetzen, behaupten, verteidigen, besser wissen, erkämpfen oder erobern zu müssen durchaus auf beiden Seiten geben kann und gibt.

Tochter und Enkelinnen

Wir schreiben 2021 und in einer nach wie vor durchwegs patriarchalisch und von weissen alten und ja, leider auch jungen, oft viel zu jungen Männern dominierten Welt müssen Frauen immer noch, so unglaublich das für viele auch sein mag, um Chancengleichheit in Bildung, Familie, Gesellschaft und Beruf, um gerechte Entlohnung, um ihre Grundechte und Gleichstellung, die inzwischen ja nun wirklich selbst verständlich sein sollten, tagaus tagein kämpfen. Und nicht nur das: Frauen sind nach wie vor in vielen Kulturen, patriarchalischen Gesellschaften und auch Religionsgemeinschaften unterdrückt, systematisch benachteiligt und werden immer noch als männliches Eigentum gesehen. Viele , viel zu viele von Ihnen werden täglich körperlich und seelisch schwer und schlimm misshandelt, bedroht, vergewaltigt, be- und ausgenutzt, entwürdigt, beschimpft , gefoltert und leider auch noch viel zu oft, getötet, ermordet, verstossen, entsorgt wie ein paar alte Schuhe oder ein lästig gewordenes Anhängsel, verletzt, gebrochen und verachtet. Ja, auch hier zu Lande, in Österreich, auch von durchwegs angeblich ehrenhaften österreichischen Männern.

Was ist los mit uns Männern? Was ist aus uns geworden bzw. was soll das denn jetzt werden? Wo soll das hin gehen und wie soll sich das denn je ändern können? Was glauben wir Männer denn damit zu erreichen, zu beweisen, zu demonstrieren? Stärke? Macht? Grösse? oder sind es viel mehr Kombinationen aus Schwäche, Brutalität, Feigheit, Komplexen, Wut, Ohnmacht oder besser: Angst vor Machtverlust, Grossprotzigkeit und Kleingeistigkeit? Frauen sind systematisch seit eh und je unter- bis für vieles wie selbst verständlich gar nicht bezahlt, Frauenhäuser – für viele oft eine letzte Zufluchtsstätte vor Gewalt und eine kleine Insel der Sicherheit: chronisch unterfinanziert. Und sogenannte Frauenministerinnen, die das nicht nur gut heissen sondern noch verteidigen. Was heisst das denn bitte???

Mama

Ohne euch Frauen wären wir Männer schlicht und einfach nicht hier, und wer, so wie ich, beide Schwangerschaften und Geburten der jeweils gemeinsamen kinder miterleben durfte, weiss, wofür wir da den Frauen dankbar sein dürfen. Besonders dankbar bin ich jeder Frau in diesem Leben in meiner kleinen Welt, mit der ich zusammen eine Strecke eines gemeinsamen Weges zu unserem jeweiligen Selbst und in eine kleine, etwas bessere und gesündere Welt Hand in Hand gehen darf und durfte. Und besonders dafür, immer die besten, schönsten und klarsten Spiegel eines Kampfes, oft mit mir selbst, einer Auseinandersetzung mit meinen Talenten und Unzulänglichkeiten, Stärken und Schwächen, eines stark und schwach, liebevoll und auch verletzlich sein dürfens in meinen Rollen, Herausforderungen und Aufgaben als Mann, Partner, Sohn, Vater, Grossvater, Freund und Mensch zu sein, den man sich besser nicht hätte wünschen können. Ohne euch wäre ich nicht der dessen ich mir nicht jeden Tag besser und klarer bewusst werden könnte. Danke schlicht und einfach einmal dafür.

Spiegel

,Frauen sind für mich die grosse Hoffnung schlechthin, für einen echten Wandel, für ein längst fälliges kollektives Aufwachen in diesem Albtraum, für echte, tiefgreifende, konstruktive Veränderung, für wahrhaftigen Frieden, auf echter Augenhöhe. Schauen wir uns doch diese kaputte, ver – rückte, kranke Welt, ein prachtvolles Ergebnis einer nach wie vor dominanten Männerillusion einmal an: vieles kaputt, zer- und verstört, zerbombt, gehasst, krank, verstossen, zerstritten, vergiftet, gespalten, im Krieg, am Verhungern, am Verdursten, am Sterben, am Aus – sterben. Das kann der Weisheit letzter Schluss ja bitte hoffentlich wohl nicht gewesen sein, oder?

Hoffnung

Es sollte keinen Tag der Frauen geben müssen, keinen Welt Frauen Tag – diese Welt braucht Frauen jeden Tag nötiger und dringender als je zuvor – als Friedens Stifterinnen, als Kommunikationsexpertinnen, als kompetente Führungskräfte und Beraterinnen, als Familien Expertinnen, als emotionale, starke, liebe- und gefühlvolle Retterinnen einer von Männern systematisch kaputt gemachten Welt und einer extrem gespaltenen Gesellschaft ohne bis marginale Zukunftsperspektiven. Es braucht ein Zeitalter des Feminismus und der Frauen – der Töchter, der Mütter, der Enkelinnen, der Grossmütter und Urgrossmütter, Partnerinnen auf Augenhöhe, miteinander, gleich berechtigt, respektvoll, gemeisam, einander unterstützend, durch dick und dünn, in eine neue Gesellschaft, in eine neue Welt, jeden Tag, viele Tage , alle Tage. Nur so werden wir das jetzt schaffen, nur so werden wir in der Lage sein, aus unserer Ohnmacht gemeinsam aufzuwachen. Jetzt! Danke.

#94 „Sind wir bereit in unserem Albtraum aufzuwachen oder wollen wir lieber in Ruhe unser Ende verpennen ?“

Echt Jetzt! Oder worauf glauben wir eigentlich Warten zu können oder zu müssen? Eines ist mir natürlich vollkommen glasklar: „aus“ einem Albraum erwachen will sofort jede und jeder gern, aber wer will , ganz ehrlich, denn schon gerne „in“ einem Albtraum aufwachen. In einen Tag hinein aufwachen, wo man weiss, dass in der Früh der Exekutor vor der Türe stehen wird, dass man einen unangenehmen Zahnarzt oder OP Termin hat, dass man endlich den bis dato nicht bezahlten Rechnungen ins Auge schauen muss, weil sie mit dem Kopf in den Sand weder weniger werden noch sich in Luft aufzulösen gedenken, dass man den Mist endlich ausleeren, den verdreckten Kühlschrank, das Bad und das Klo endlich putzen, die Kleider bügeln, die Wäsche waschen und der oder dem Liebsten den einen oder anderen Fuck Up gestehen muss oder uns möglicherweise für unser ignorantes Verhalten oder egoistisches Tun zu entschuldigen, oder zu verzeihen, uns selbst und der oder dem Liebsten ?

jetzt

Tja, aber „that’s what time it is“ wie die Amis zu sagen pflegen. „Soweit ist es jetzt nun mal“, egal wie wir es zu drehen oder zu wenden bemüht sind, egal welche Aus – Reden, Ent – Schuldigungen oder Schuld Verschiebungen oder Schuld Zuschiebungen wir ge – denken an den Start zu bringen, egal wie laut wir protestieren oder wie leise wir in uns hinein zu leiden gedenken, egal welcher Meinung wir sind oder was wir zu wissen glauben, oder unsere Augen und Ohren, unsere Seele, unsere Herzen und unser Bewusstsein davor verschliessen zu können glauben. Dinge werden nicht besser oder können und werden sich nicht ändern, solange wir sie „verdrängen“, „verleugnen“, vertagen oder schlicht und einfach nicht wahr haben wollen.

that’s what time it is

Genau so verhält es sich gerade JETZT mit UNS Menschen, mit der gesamten Menschheit, deren Teil wir nun einmal sind, ob wir wollen oder nicht und mit der Natur, deren Teil wir ebenfalls sind, ob es uns nun bewusst ist oder eben nicht und mit unser Mama Erde, dem einzigen Planeten, der uns ein zu Hause, Heim, Versorgung, Nahrung, Kleidung, Mit – Menschen, Mit – Wesen und Unterkunft bietet, und zwar seit es uns gibt, weil einfach kein anderer Planet da ist oder sich zur Verfügung stellt, Mars Ausflüchte einiger verwöhnter stinkreicher Kindergartenphantasten hin oder her. Ein Planet Erde, nicht: „unser Planet Erde“, sondern der Planet, der sich selbst gehört, auf dem wir mit vielen anderen Lebe – Wesen seit ein paar läppischen tausend Jahren unsere Leben mehr oder weniger bewusst, mehr oder weniger kreativ, mehr oder weniger dankbar erleben, gestalten, verwalten und verbringen dürfen. Ein wundervoller, einzigartiger Planet voller Wunder die nicht wir geschaffen oder erfunden haben – NEIN. Ein Ort, der schon viele zig Millionen Jahre vor uns existierte und mindestens ebenso viele zig Millionen Jahre nach uns existieren wird, wenn wir es unbedingt noch blöder und noch etwas überheblicher und ignoranter anstellen wollen als wir das bis jetzt schon geschafft haben.

der blaue Planet

Wir sind hier nicht als „User“, als Benutzer zu Gast, auch nicht als „Consumers“, als Konsumenten, auch nicht als Verwalter, oder Gönner, oder Be – Sitzer, oder Eigen – Tümer, oder In – Haber, nicht als Aktiengesellschaften, Aktienspekulanten oder börsennotierte Industrien und Unternehmen, auch nicht als Start Ups oder Lock Downs, als Lügner, Leugner, Betrüger, Täter, Opfer, Optimisten, Pessimisten, Karriereleitern Kletterer oder Welten Zerstörer, Ausbeuter oder Immobilienhaie, Arbeiter oder Bonzen, Hungernde oder Satte, Mob oder Gott, Gestrafte oder Gesegnete, Religionen, Priester oder Politiker, Völker oder Nationen, Oberschlaue, Superintelligente Alles Wisser und alles Könner oder Strohdumme und komplette Versager, Gewinner oder Verlierer, Erste oder Letzte, Verurteilte oder Bewertende, Hass Säende oder Frieden Stiftende, Über- oder Unter Privilegierte, Reiche und Schiache, Arme und Schöne, NEIN – wir sind hier im Verbund mit einem inzwischen kleinen Fragment der hier noch nach wie vor mit uns Lebenden Wesen, die wir in unserer Profit Gier, Ignoranz, Eitelkeit, in unserem grenzenlosen Narzissmus und sowohl Atem als auch jeder Würde beraubender Egomanie noch nicht auszurotten wussten. Wir dürfen hier als MENSCHEN zu Gast SEIN.

Gast sein

Und genau damit, mit unserem Mensch sein, müssen wir unbedingt und bedingungslos als erstes wieder so kompromisslos und so liebevoll verzeihend wie nur irgendwie möglich als allererstes wieder Frieden schliessen: mit unserem alles andere als perfekten aber grossartigen, wundervollen, wieder wahrhaftig MENSCH SEIN dürfen, mit allem, was da eben dazu gehören müssen darf. like it or not.

Mensch sein

„Der Stoff aus dem wir sind“ heisst das neueste, grandiose Buch welches auf Empfehlung meines Freunds RT Moreau zu mir gefunden hat. geschrieben von einem hell wachen sowie hoch intelligenten Zeitgenossen namens Fabian Scheidler, den wir beide sowohl persönlich kennen als auch für sein stets wachsames und aufrüttelndes Sein und Tun schätzen lernen durften. Ich bin seit gestern eng mit diesem Buch befreundet. Es begleitet mich buchstäblich überall hin, in die kleine Welt meiner Gedanken, Kreativität, Intuition und Gefühle und ich kann es euch nur wärmstens an eure Seelen und an eure Herzen legen.

Der Stoff…….

„Ökologische Krise und Klimachaos bedrohen die Zukunft der Menschheit. eine der Ursachen dafür ist ein technokratisches Weltbild, das die Natur zu einer beherrschbaren Ressource in der Hand des Menschen degradiert.“ steht hier geschrieben. „Die Klima- und Umweltkrise, die in das grösste Artensterben seit 66 Millionen Jahren geführt hat und das Überleben der Menschheit in Frage stellt, hat ihre Ursachen nicht zuletzt in einem reduzierten, mechanischen Verständnis der Natur. Fabian Scheidler zeigt, wie sich die Vorstellung einer durch und durch berechenbaren Welt zusammen mit dem Kapitalismus über die letzten 400 Jahre entwickelt hat – bis hin zum Geo-Engineering und den digitalen Fantasien des Silicon Valley. Währenddessen haben die Wissenschaften selbst jedoch eine ganz andere Entwicklung genommen. Von der Quantenphysik über de moderne Biologie bis zur Bewusstseinsforschung haben die eine Welt zutage gefördert, die auf Verbundenheit, Empathie und Kreativität beruht. Dieses Buch macht eindrücklich klar: Wenn wir diese Prinzipien weiterhin ignorieren, verspielen wir die Zukunft der Menschheit.“

Bewusstseinsforschung

Mehr denn je braucht es jetzt „Mut Macher“, „Auf Wecker“, „An der Hand Nehmer“ und „liebevolle Begleiter“ durch diese mehr als dringend notwendige Transformation unseres individuellen und kollektiven Bewusstseins, einer noch nie so dringend da gewesenen Notwendigkeit, die Natur und unsere Gesellschaft neu zu denken und Mensch noch wesentlich besser verstehen lernen zu müssen, uns in unserer Imperfektion mutig und verzeihend zu umarmen, anzunehmen und mit uns und all dem nicht perfekten in uns liebevoll Frieden zu schliessen, damit das grossartige, das wirklich gute, wahrhaftig echte und gesunde wieder sein kann und darf .

Mut Macher – Foto © Sandra Mauerhofer

Also: Ich will uns weder „belehren“ noch glaube ich irgendetwas besser zu wissen, aber es scheint mir , dass mir in den letzten Tagen und während des Lesens des Buches von Fabian ein paar Dinge bewusst geworden sind, die ich hier gerne mit uns allen teilen möchte: meines Erachtens dürfen wir die Auf – Wecker jetzt nicht mehr weiterhin ausblenden oder ignorieren und über – hören. Die Bereitschaft in den von uns selbst produzierten Albtraum AUF zu WACHEN ist in meiner kleinen Welt definitiv einmal der erste wesentlichste Schritt. Das An – Erkennen des vollen Umfangs unseres selbst geschaffenen Übels, Irr- und Wahnsinns stellt sicher sowohl eine psychologische, seelische, emotionale, für viele ideologische als auch philosophische und definitiv zutiefst menschliche Herausforderung dar, der wir uns schlicht und einfach JETZT mutig stellen trauen müssen. Ohne diesem sicher nicht angenehmen Schritt wird sich nichts zum Besseren verändern können.

aufwachen

Als nächsten wesentlichen Schritt meine ich das VERZEIHEN zu sehen. Wir sollten uns selbst und unseren Mit – Menschen, Vor – Fahren, Ahnen und Zeitgenossinnen und Genossen unser fehlerhaftes, irres, krankes, getriebenes, oft fremd bestimmtest Tun, unser „ausser sich“ und eben nicht perfektes Mensch sein nicht nur verzeihen, inklusive aller Schattenseiten, die das auch beinhaltet, sondern es liebevoll umarmen und annehmen, ohne jetzt krampfhaft positiv glauben sein zu müssen, indem man genauso verkrampft das sogenannte negative, was ja oft wirklich nur eine Sache der Perspektive und der inneren Einstellung, unserer Konditionierungen wie der äusseren Rahmenbedingungen ist, auszublenden, sondern viel mehr in die Hoffnung, in die Dankbarkeit und Liebe zu gehen, und beides, positiv und negativ weder zu bewerten, noch zu beurteilen sondern einfach „sein“ zu lassen. Ohne diesen Schritt fürchte ich haben wir kaum Chancen auf Heilung, weder für uns noch für unsere Mutter Erde. Verzeihen ist nicht grossmütig von oben herab Gnade vor Recht ergehen lassen sondern immer ein alle, vor allem den vollen Herzens Vergebenden befreiendes, heilsames und wundervolles spirituelles Geschenk voller Wunder. Das sollten wir auch in der Lage sein, so anzunehmen, zu verinnerlichen und zu verstehen.

verzeihen

Solange wir diesen Schritt nicht schaffen, und wir diese inneren Hürden nicht zu überwinden wissen, bleiben wir unweigerlich in jener Spalte der Gesellschaft gefangen und werden dort verenden, noch bevor je irgendetwas Neues Raum greifen und dafür Platz geschaffen werden konnte. Diesen Platz gilt es zuallererst in uns selbst zu schaffen. Profitieren davon würden in diesem Fall nur jene, die diesen Umstand weiterhin benutzen, solange es noch geht und bis sie sich eventuell irgendwann auf den Mars oder nach Trips Trü absetzen, um bis auf weiteres ihren Nutzen in Sachen Profit und Macht aus dieser Illusion einer gesellschaftlichen Spaltung zu ziehen, indem wir in unseren Gefängnissen der Be- und Verurteilungen der und des anderen missmutig und Zwietracht säend weiter schmoren, was ja in Wahrheit nur ein untrügliches Zeichen dafür ist, wie sehr wir von unserem Verstand kollektiv in Geiselhaft genommen worden sind und damit, meistens unbewusst, gehorsamer Diener seines Herrn, dem inneren, in uns allen wohnenden und tobenden, auf seiner Meinung beharrend um sich schlagenden und auf dem Gaul des unbedingt „Recht haben müssenden“ Richters als scheinbar ohnmächtige Vasallen und Gefügige der Mächtigen, der , zusammen mit jenen Mächtigen über uns in den Kerkeruniformen unserer oft falsch verstandenen Freiheitsbestrebungen weiter dahin trampelt und davon galoppiert.

Platz schaffen – Foto © Sandra Mauerhofer

Ein nächster Schritt scheint mir das ERKENNEN der 50 bis noch mehr-spurigeren, täglich eifrig unter zu Hilfenahme aller zu diesem Zwecke erfundener Mittel, Tricks und Instrumente stetig breiter betonierten, zum Teil Jahrhunderte alten Konditionierungs-, Glaubensätze und Manipulations Autobahnen, wo der schlichte Pfad in ein gesünderes, nachhaltigeres, friedvolleres, lebensbejahenderes und liebevolleres JETZT kaum bis gar nicht mehr auszumachen und zu orten ist. Von all diesem alten verschimmelten, vertrockneten, verkrusteten, stinkenden, vermoderten, gleissenden, verführerischen, „aussen hui und innen pfui“ hohlen Kram müssen, können und dürfen wir uns gemeinsam BEFREIEN. Lasst uns einander bitte nichts mehr „verkaufen“ sondern bieten wir einander einfach Hilfe und Unterstützung und tatsächlich Wert – volles an.

Da hilft es ungemein uns „bewusst zu machen“ und uns dessen „bewusst zu werden“, was wir denn überhaupt wirklich „brauchen“ um ein zufriedenes und friedvolles, glückliches Leben zu leben im Unterschied zu dem, was wir glauben bzw., man uns seit Jahrhunderten, zum teil Jahrtausenden einhämmert „unbedingt haben zu müssen“, als Kompensation und fauler Kuhhandel dafür, dass wir nicht mehr „sein“ können, wer wir in unseren Herzen und Seelen eigentlich sind und immer waren. Auch uns dessen bewusst werden, was wir alles glauben tun zu müssen oder wie wir glauben „sein“ zu müssen und was wir aber in Wahrheit auf Grund unserer menschlichen Grundrechte alles dürfen, uns erlauben und uns zugestehen und uns auch dazu er – mächtigen dürfen.

erkennen

Und dann schliesslich MIT allen unseren VEREINTEN KRÄFTEN, KREATIVITÄT, WISSEN, WEISHEIT, INNOVATION, INTUITION, LIEBE und GENIALITÄT dem Menschen in uns wieder zum Durchbruch zu verhelfen, uns gemeinsam miteinander wieder gestatten und erlauben eine lebenswerte, friedvolle, nachhaltige, freundliche neue Welt und Gesellschaft mit liebevollen, respektvollen und achtsamen Menschen auf Augenhöhe mit der Natur und unseren Mitbewohnern zu verwirklichen, bedingungslos anzunehmen und die Liebe und deren Zerbrechlichkeit, die Angst und die sie zermürbende Klarheit, die Zweifel und Sorgen und Probleme unseres B´Verstandes wieder in unsere Herzen zu holen und das Gute im Hier und Jetzt anstatt des „nächst Besseren“ im irgendwo und nirgendwann zuzulassen.

bedingungslos annehmen

Da ist Nichts zu tun in dem Sinne von harter, jahrelanger, beschwerlicher Arbeit. Es gibt auch keinen beschwerlichen, mühsamen, hart zu gehenden Weg oder erst einen unter schwierigsten Umständen zu erklimmenden Berg. Es ist in Wahrheit einzig und allein tatsächlich nur die Bereitschaft für ein bewusstes Aufwachen aus der Ohnmacht einer Illusion, gefangen in Zwängen, Gedanken und der Zeit, unter und aus den vielen Schichten unserer Glaubenssätze, unserer Konditionierungen, unserer Sorgen, Zweifel und Ängste und eben nicht ein „wie aufgescheuchte Hühner herumlaufen“. Wir brauchen uns dafür auch weder zu pimpen noch zu kasteien, weder zu konditionieren noch etwas zu Ent – scheiden “ oder zu „über – denken“ , weder fit machen noch Mut ansaufen, weder teuer coachen lassen noch etwas möglichst Billiges, ein „Schnäppchen“ ergattern zu müssen noch besonders schlauer, gewiefter, gerissener als die anderen zu sein aber vielleicht nur etwas bewusster, weder möglichst schnell irgendwie irgendwo hin rasen noch in unserem Unglück, welches uns in Wahrheit gar nicht gehört, zu verharren. Schlicht und einfach zu dem aufwachen, was schon da ist, was schon immer da war und immer da gewesen sein wird. In Freude und liebevoll MENSCH SEIN im miteinander SEIN. Wenn wir unseren permanent kommentierenden und evaluierenden Verstand in unsere Herzen zu bringen im Stande sind, dann ist es in Wahrheit ganz einfach und leicht.

jetzt – was ist, was immer schon war
Hope is definitely not the same thing as optimism. It is not the conviction that something will turn out well, but the certainty that something makes sense, regardless of how it turns out.
Václav Havel