#124 „K.O. durch K.I. – der Mythos der künstlichen Intelligenz“

We cannot have a healed society, we cannot have change, we cannot have justice, if we do not reclaim and repair the human spirit.
ANGEL KYODO WILLIAMS

Den Anstoss für diesen Blog liefert zum einen eine Zoom Konferenz, der ich gestern Abend mit grösser werdendem Befremden unter an sich „kreativen, liebenswerten Menschen und innovativen Geistern“ zum Thema „Künstliche Intelligenz“ beiwohnen durfte und zum anderen ein extrem inspirierender „Morning Talk“ mit einer sehr versierten und hellwachen, in Berlin lebenden und arbeitenden jungen Dame, bei der in ihrer aktuellen Jobbeschreibung der Berliner Management und Consulting Firma „Journey 2 Creation“, die unter anderem eine 20 Hektar grosse Permakulturwirtschaft und zugleich ein Musiklabel betreibt, die Begriffe „Alchemist & Technologist“ zu lesen stehen.

morning talk

Für jemanden, der sich sein Leben lang im Umfeld kreativer, musikalischer, künstlerischer und bildnerischer Geister mit einem unglaublichen nationalen sowie internationalen Output bewegt, als Spross einer Familie aus Förstern und Waldmenschen einerseits und Bauern und Agrarbiologischen Wissenschaftlern andererseits, also extrem Natur verbunden und seit ich mich an etwas bewusst erinnern kann, vollkommen in der Kunst und Natur verankert, scheint mir der Begriff „Kreativität“ heute beliebig dehn- und drehbarer und vielseitig verwendbarer als mir das je zuvor bewusst geworden war.

Waldmenschen

Als jahrzehntelanger Katalysator sowie Beat- und Energie Generator in sogenannten, international aktiven Jam Bands – das sind Bands, die ohne Leitplanken und Noten, ohne musikalisches Sicherheitsnetz in Form von Kompositionen, Konzepten, Dirigenten oder sonstigen Absprachen voller Vertrauen und ohne 1% Zweifel sich in das jeweilige Abenteuer immer wieder auf’s Neue ihrer inzwischen tausenden, vollkommen improvisierten Konzerten von Bühne zu Publikum, Dance Clubs und Festivals hanteln, also , ich nenne es: „vollkommen nackt, vor ihr Publikum treten, um verwegen ein extrem leckeres Gericht gemeinsam zu kochen zu beginnen, ohne zu besprechen, wer anfängt, von dem sie und das Publikum erst wissen, was es ist und wie es schmeckt, wenn es fertig ist – ist ein gemeinsames Verschmelzen mit dem jeweiligen Publikum und dem jeweiligen Raum in einer einzigartigen, alles umarmenden Energie und pulsierenden Frequenz zusammen mit einem kreativen Schaffen, welches weit jenseits jedes analytischen Denkens entsteht, wesentlicher Teil der Magie, des von der Muse geküsst werdens, des Zaubers einer rational nicht erfassbaren, kreativen Kraft, Energie und eines Wunders weit jenseits der Wüsten der vergleichsweise schlichten Intelligenz und jeden bewussten Denkens.

die Jam Band Café Drechsler auf Tour in Süd Korea

Da wirken dann Worte aus dem Munde von „Künstlern“ wie „aber lass uns bloss nicht in Spiritualität abgleiten“ für mich mehr als sehr befremdend. Da kann ich nicht verstehen noch in irgendeiner Weise nachvollziehen, warum man um jeden Preis die Wunder Welt der „Kreativität“ auf Teufel komm raus unbedingt entmystifizieren wollen würde, den kreativen Prozess so gut wie und damit „ausschliesslich“ als Problemlösungskompetenz und Generierung von „guten bis besten Ideen“ sehen können will, wo doch das grösste Problem immer jene sind, die die jeweiligen Probleme kraft ihres Geistes erst einmal auf die Welt bringen. Mit einem Wort: Kreativität mit der rationalen Brechstange irgendeiner Sinnstiftung, einem Konzept, einer Formel zuführen zu wollen.

Wo ist denn die menschliche, bzw. die künstliche Intelligenz in der unfassbaren, vielen von uns offenbar so überhaupt nicht bewussten Kreativität der Natur, in all den Farben, Formen, Tieren, Pflanzen, Bäumen, wo kaum einer dem anderen gleicht? Nirgends. Nada. Also ist die Kreativität, die kreative Gestaltung ihrer Zusammenhänge und Ordnung und die uns alle und alles in sich permanent verändernden Energiefeldern und Energienetzen verbundenen Lebewesen und Daseinsformen auf der Erde und beyond, liebe Quantenphysik schau owa, offensichtlich eine nicht ausschliesslich dem Menschen „eigene“ Kraft und Energie, schon gar nicht exklusives Eigentum seines Verstandes, und schon gar nicht seines Stiefbruders, der Intelligenz. Ja wo kommt diese Kreativität denn dann her und wem „gehört“ diese denn dann? Wer mag denn bloss „das Copyright“ darauf haben????

die wunderbare Oststeiermark und der Kulm

Zu meinem Erstaunen und meiner grossen Verwunderung kommen derartige Gedanken nicht selten aus dem Munde von ehemaligen Musikerinnen, Künstlern und Künstlerinnen, die, laut eigener Angaben, sich als konzertierende Musiker hauptsächlich permanent mit der Angst, bloss keinen „Fehler“ zu machen, herumgeschlagen haben und konfrontiert sahen und sich aus diesem Kerker möglicherweise nie zu befreien wussten. Und damit konnte man wohl auch anscheinend nie wirklich in den Genuss des Musenkusses kommen. Sich damit der spirituellen Dimension und Magnitude des kreativen Prozesses – die sich beide erst weit jenseits aller Ängste, die ja auch „Probleme“ sind, und jenseits jedes analytischen Denkens erschliessen – ohne sich Ängsten und Problemen zu öffnen, hinzugeben, zu erfahren und diese Erfahrung damit je verinnerlichen zu können.

die Jam Band Café Drechsler auf Tour in Süd Korea

Möglicherweise bietet dann oft der Verstand, die Intelligenz – nicht als , wie ursprünglich gedacht, als nur eines unserer wunderbaren Werkzeuge, sondern er, der Verstand, als Herrscher, und wir als seine Sklaven – ein scheinbares Sicherheits – Refugium, in welches man auf der steten Suche nach der perfekten Lösung aller Probleme und auf der Flucht vor allen er – denklichen Ängsten, was eigentlich ein und das selbe ist, gut und gerne flüchten kann, nicht wissend oder sich nicht bewusst sein, dass der Humus jedes kreativen Prozesses die bedingungslose Hingabe und Anerkennung, das Bewusstsein der eigenen Imperfektion und Unsicherheit ist, die ja auch dort wohnt, wo die angebliche Sicherheit nicht zu Hause ist: Im Verstand, auf den Krücken der Intelligenz. siehe bitta auch meinen Blog #71 „Wir leben in einer Diktatur des Verstandes“ https://pimpmyband.live/2021/01/22/71-wir-leben-in-einer-diktatur-des-verstandes/

Weder unsere menschliche noch eine künstliche Intelligenz werden unsere Welt retten. Der Mensch ist auch nicht Herr oder Frau oder wie manch eine oder einer, möglicherweise sogar viele meinen „die Krone der Schöpfung“. Wenn dem tatsächlich so wäre, würde sie nicht so krank, zerstört, ausgebeutet, entwürdigt und benutzt vor uns liegen. Ein Spiegel unseres kollektiven, alles, was wir nicht verstehen, zerstörenden Selbst. Genau so gehen wir mit einander und mit uns selbst um. Auch das ist ein schlimmer, uralter, für viel Leid und Zerstörung und Verwüstung verantwortlicher, Glaubenssatz -„die Krone der Schöpfung“. Dieses Bewusstsein, die Änderung dieses und vieler anderer zerstörerischer Glaubenssätze und Konditionierungen, eine drastische Änderung unseres schon viel zu lange verknöcherten Bewusstseins, bzw. die Verwandlung unseres inzwischen pandemischen, kollektiven Unbewusstseins in ein tatsächlich liebevolles, präsentes Bewusstsein für all das, was wir hier tagtäglich tun, und wer wir wirklich sind, wird UNS retten. Sonst nichts oder niemand. Punkt.

bewusst sein

Die Welt, unser aller „Mutter“ Erde, werden wir nicht zu retten brauchen, die war schon Billionen Jahre vor uns da und wird es auch Billionen Jahre nach uns sein. UNS könnten wir retten, uns alles andere als perfekte Menschen, indem wir endlich dieses, unser nicht perfektes Mensch sein liebevoll, sanft und zart umarmen und mit uns unsere Lebensbasis, die Natur, deren untrennbarer Teil und eben nicht beherrschender Despot wir sind. Das Resultat dieser irren Annahme liegt glasklar direkt vor uns.

„Die Digitalisierung der Welt ist umrankt von einer umfangreichen Mythologie, in deren Zentrum der Begriff „künstliche Intelligenz“ steht. Das Wort „Intelligenz“ suggeriert hier, dass Maschinen in der Lage seien (oder in Zukunft fähig würden ), etwas zu erkennen und etwas zu verstehen. Doch Erkennen und Verstehen sind Vorgänge, die unlösbar mit einer Innensicht verbunden sind. Wenn wir etwas plötzlich begreifen, sprechen wir nicht umsonst von einem „Aha – Erlebnis“. Es gibt nicht den geringsten Grund anzunehmen, dass Rechenmaschinen und Roboter je zu so etwas in der Lage sein werden, gleich wie hoch ihre Rechenleistung ist. Einige Maschinen werden so programmiert, das sie Verständnis und Gefühle simulieren, was man bisweilen auch als „schwache künstliche Intelligenz“ bezeichnet; aber das ist nicht mit der Existenz einer Innensicht (starke künstliche Intelligenz“) zu verwechseln…..

…..Die Mystifizierung von elektronischen Schaltkreisen hat zum einen handfeste ökonomische Gründe. Um milliardenschwere Forschungsgelder und Subventionen sowie öffentliche Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, werden die Möglichkeiten von Rechenmaschinen masslos übertrieben. doch die Computermythologie reicht noch wesentlich tiefer, bis in die metaphysischen Fundamente der modernen Megamaschine. Einige federführende Akteure des Silicon Valley, darunter Googles Chefentwickler Ray Kurzweil, träumen seit Jahrzehnten davon, den biologischen Menschen abzuschaffen und sein Bewusstsein in ein Netz von Daten „upzuloaden“. Dieser „Transhumanismus“ ist weit verbreitet unter den Entwicklern künstlicher Intelligenz.

Innensicht

Viele von Ihnen erwarten sehnsüchtig in den nächsten Jahrzehnten die sogenannte Singularität: den Moment, wenn die Rechenleistungen von Computern die Denkleistungen von Menschen überschreiten sollen und die Automaten den körperlichen Menschen überflüssig machen. In dieser Vision verbinden sich die Geschäftsinteressen des Silicon Valley mit einer radikalen mechanistischen Ideologie: der Vorstellung, dass Lebewesen letztlich nur algorithmische Maschinen seien.

Das Warten auf den Moment, da der Mensch endlich als körperliches und fühlendes Wesen ausgelöscht werden kann, ist symptomatisch für eine technokratische Männerwelt, die von ihrer eigenen Innenwelt so weit abgespalten ist, dass sie Denken, Fühlen und Wahrnehmen von Rechnen – das einzige von dem, was Rechner können – nicht mehr unterscheiden kann. Es ist der Endpunkt einer Unterwerfung des Menschen unter die Maschinenlogik.Der Versuch, Menschen in einen Datensatz zu verwandeln, ist Teil einer Kultur des Todes, die alles, was Leben ausmacht – Spontaneität, fühlendes Erleben, Selbstorganisation und Kreativität-, durch Abstraktion und Berechnung ersetzt. Ihr Fluchtpunkt ist ein wüstenartiger Planet, auf dem einsam im dunklen Weltall ein blinkender Riesenrechner steht, der anzeigt, wie viel Geld er gerade verdient.“

die Jam Band Café Drechsler auf Tour in Süd Korea

Epilog1: Wir Ausserirdischen

„Im Laufe der vergangenen 500 Jahre ist die Erde Schritt für Schritt von Ausserirdischen kolonisiert worden. In klimatisierten Raumkapseln schiessen sie auf schnurgeraden Linien durch die Landschaft, zu der sie in keinerlei Beziehung stehen. die Welt um sie herum dient ihnen nur als Abraumhalde für ihre unentwegten Bautätigkeiten, mit denen sie die lebendige Welt durch rechtwinkelige Muster aus Beton, Asphalt und Silizium ersetzen. Jedes Jahr verwandeln sie dabei eine Waldfläche von der Grösse Italiens in Ödland. Wenn sie ihr Tagwerk verrichtet haben, verschwinden sie in rechtwinkeligen Höhlen und machen rechtwinkelige Apparate an, auf denen sie zuschauen, wie andere Leute in rechtwinkeligen Höhlen sitzen. Wenn ihnen eine Stimme aus ihren Geräten sagt, dass der Planet, auf dem sie sich befinden, aufgrund ihrer Tätigkeiten in naher Zukunft zerstört sein wird, schalten sie einfach um und tun am nächsten Tag das Gleiche, was sie jeden Tag tun. Und wenn man sie fragt, ob sie glauben, dass sie auf einen anderen Planeten umsiedeln können, wenn es mit diesem vorbei ist, schauen sie den Fragenden mit grossen Augen an und schütteln den Kopf.

Ausserirdische

Dieses Kopfschütteln wirkt ganz unschuldig, als seien sie ehrlich von der Frage überrascht. Als seien sie gar keine Ausserirdischen. Aber wenn sie keine Ausserirdischen sind, würden sie sich doch niemals so verhalten. Wenn sie keine Möglichkeit hätten, umzusiedeln, würden sie doch sofort aufhören, ihr eigenes Zuhause zu vernichten.Sie würden zur Tür hinausstürmen, sämtliche Nachbarinnen, Freunde und Bekannten zusammentrommeln und gemeinsam beratschlagen, was jetzt zu tun ist. Sie würden versuchen herauszufinden, wer oder was für diese Situation die Hauptverantwortung trägt, und einen Plan ausarbeiten, um das Zerstörungswerk so schnell wie möglich zu stoppen. Das alles würden sie doch tun, wenn die Erde ihre Heimat wäre. Oder etwa nicht?“

…wenn die Erde unsere Heimat wäre

aus dem Buch „Der Stoff aus dem wir sind“ von Fabian Scheidler, ein „must have“ als essentielles Survival- und Bewusstwerdungs Tool für diese Zeit, in der wir zu leben versuchen und zu die wir zu überleben bemüht sind.

#123 „Würde, Respektspersonen, Dresscodes, Etiketten und die österreichische Verlogenheit“

Gleich mal eines vorweg: Wenn wir im April dieses Jahres 2021 wirklich immer noch glauben wollen oder uns tatsächlich von allen möglichen sowie unmöglichen Anstandswauwaus weis machen lassen wollen, dass man nur in meist viel zu engen Slimfitanzügen, weissen Hemden, Krawatten und penibel polierten Designerschüchchen eine sogenannte Respektsperson sei, oder diese Uniform gemäss der sogenannten Etikette bei diesen oder jenen feierlichen Anlässen nach wie vor unerlässlich sei, dann sind wir noch nicht mal im vorigen, geschweige denn in diesem Jahrhundert angekommen.

keine polierte Designerschüchchen

Was sch da jetzt unfassbar haarsträubend grausliches rund um die veganen Sneakers meines ehemaligen Arztes und nunmehrigen Gesundheits- und Sozialministers Dr. Wolfgang Mückstein abspielt, die er bei seiner Angelobung Anfang dieser Woche beim Bundespräsidenten zu tragen gewagt hat, lässt mir in jeder Hinsicht die Spucke komplett wegbleiben. Als ob wir wirklich nichts wichtigeres, dringenderes, essentielleres zu besprechen und/oder darüber zu lästern und diesem Umstand und, am Besten, uns und jede und jeder selbst gegenüber zu kritisieren und kritisch zu hinterfragen hätten. Was geht da eigentlich ab, bitte??? Wie geht es uns eigentlich???

sweet 19, back in the dayz – Foto © Gernot Muhr

Das sind die Dinge , die die Herzen und die Gemüter der Österreicher in Aufruhr zu versetzen imstande sind???? In Anbetracht der uns alle und alle nachfolgenden Generationen existentiell bedrohenden grössten Klimakrise in den letzten 50 Millionen Jahren, verursacht durch unsere eigene Ignoranz, Arroganz der Natur gegenüber und gigantischer Selbstüberschätzung als ein widerspenstiger, besserwisserischer Teil dieser Natur, der wir nunmal sind und sonst gar nichts??? Und das am sogenannten Earth Day? Aber dazu noch etwas später, um dann auf die wahren Herausforderungen unserer Zeit zurück zu kommen.

was die Gemüter der Österreicher in Aufregung zu versetzen imstande ist – Foto: Rainer A. Rygalik

Ich bin ja Gott sei Dank schon lange nicht mehr bei fakebook, aber da überschlagen sich anscheinend, Berichten zufolge, die Shitstürme in Richtung unseres neuen Gesundheitsministers, der für unser aller Wohlbefinden und in Sachen unser aller körperlicher, psychischer und sozialer Gesundheit in der nächsten Zeit eine entscheidende Rolle spielt und spielen wird, wegen ein paar lächerlichen Turnschuhen. Nichts Schlimmeres sollte uns bitte passieren. „Nobel geht die Welt zugrunde“ hat jemand anscheinend sehr weiser vor schon relativ langer Zeit vollkommen richtig bemerkt. Ich glaube es stammt ursprünglich vom ukrainisch russischen Schriftsteller Nicolai Wassiljewitsch Gogol. Anscheinend geht,s uns wirklich immer noch viel zu gut.

schon lange nicht bei fakebook – Foto © Michael Geyer

Die österreichischen, unangefochtenen World Champions der Motschkerer, Suderer, Vernaderer, Verurteiler und Vorverurteiler, die Oberrichterinnen und Scharfrichter aus den meistens hintersten, letzten Reihen, aus der feigen Deckung geduckt hinter diversen Vorhängen oder in der Anonymität aus dem Dunkeln, wo es sich bekanntlich immer und unentdeckt gut munkeln lässt, haben wieder einmal Hochsaison, um über die jeweils angeblich Schuldigen, zu Verurteilenden und, wie wir alle, eben nicht perfekten oder einfach „anders artigen“ Anderen herzuziehen, wodurch diese Volkssportler sich nicht nur in Anbetracht ihrer offensichtlich eigenen Unvollkommenheit, den eigenen Mankos und der eigenen Verlogenheit selbst klarer und unmissverständlicher entlarven und blossstellen als ihnen gut möglich bewusst oder lieb ist.

„anders artige“ Andere

Zum Thema „Anleitung zur Respektsperson“ empfehle ich jeder und jedem sich unter dem folgenden Link zum gleichnamigen Leitartikel des von mir seit Jahren sehr geschätzten Online Wirtschaftsmagazins „Brand Eins“ selbst ein sehr rundes und umfangreiches Bild zu machen: „Respekt ist Mangelware. Jeder will mehr davon haben. Doch der will erst mal verdient sein.“ https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2011/respekt/anleitung-zur-respektsperson

Anleitung zur Respektsperson

Langer Rede kürzester Sinn: ein Slimfit Anzug mit penibel geputzten Schuhen macht schon lange keine Respektsperson mehr, auch wenn das noch bis zu unseren Hälsen tief in den teilweise noch immer unerforschten Abgründen unserer gesellschaftlichen Konditionierungen zu stecken scheint. Das von mir immer unbeliebtere Wikipedia, weil es mir eben auch ein gesellschaftspolitischer Brainwash der vornehmlich Profit orientierten und menschlich immer öfter desorientierten Verfasser zu sein scheint, meint zum Thema „Respekt“ und „Respektsperson“ folgendes: Respekt (von lateinisch respectio ‚Rückschau, Einschätzung, Betrachtung‘, im Sinne von „Beurteilung“, über französisch respect ‚Hochachtung‘) bezeichnet eine Form der WertschätzungAufmerksamkeit und Ehrerbietung gegenüber einem anderen Lebewesen (Respektsperson) oder einer Institution. Eine Steigerung des Respektes ist die Ehrfurcht, etwa vor einer Gottheit.

Respekt, eine natürliche Eigenschaft unter gleichwertigen und gleichwichtigen Partnern

Der von mir persönlich ob seiner Aufgeschlossenheit und Klarheit gegenüber gesellschaftlichen Prozessen sehr geschätzte Unternehmer „watchado Gründer“ und europäischer Jungendbotschafter Ali Malodji hat vor kurzem auf seiner Linkedin Seite sehr erfrischend folgendes gepostet:

Die innere Freiheit die keiner sieht

In meiner Jugend habe ich gehört dass man in der Arbeitswelt nicht so rumlaufen kann wie man es wirklich möchte sondern so wie es die Kunden wollen oder eben der Arbeitgeber. Einer der Gründe, warum ich unbedingt mein eigenes Ding machen wollte war, dass ich mein Äußeres nicht davon abhängig machen wollte was jemand anderem gefällt oder nicht. In erster Linie muss ich mich wohl fühlen sonst kann ich nicht für andere Menschen da sein und wenn ich etwas anziehe wo ich mich ständig verstellen muss und das Gefühl habe ich bin ein Schauspieler, dann verleugne ich mich selbst.

„watchado“ Gründer und europäischer Jugendbotschafter Ali Malodji

Heute arbeite ich mit Top-Entscheidern, Vorständen und internationalen Politiker_innen auf Augenhöhe und das ungeachtet davon welche Klamotten ich anhabe und wenn das eine HipHop Hose ist. Was auf den ersten Blick für die anderen Menschen locker und lässig wirkt war zehn Jahre Kampf um so wahrgenommen zu werden.

eins zu eins – Foto © Markus Thums

Genau diese Wahrnehmung kann ich eins zu eins aus eigener Erfahrung und aus selbst Erlebtem bestätigen: In meinem Kasten hängen zwei halbherzige Anzüge, die ich bis zum heutigen Tag kaum bis nie anziehe bzw. anziehen „musste“. Ein Nadelstreifanzug aus dem Jahre Schnee und ein grauer Sommer Anzug, den ich, wenn überhaupt, auch immer nur mit Sneakers trage. Als Musiker, Produzent, Artist und Projekt Developer und Manager als auch als freier Universitäts Lektor kann man die Tage, an denen ich in Anzügen unterwegs war und bin, locker an einer Hand abzählen. In den Klamotten, in denen ich mich wohl fühle, durfte ich Bundespräsidenten kennen lernen, für die von mir betreuten Künstlerinnen und Künstler mit den Top CEO,s von Universal, EMI und Sony Deutschland wirklich hoch dotierte Platten- und Verlagsverträge verhandeln, mit den Marketing Chefs von grossen, internationalen Banken Kooperationsverträge ausverhandeln, mit Künstlern von Woody Shaw über Freddie Hubbard über George Clinton und Parliament Funkadelic, Anna F. und Lenny Kravitz bis zu Café Drechsler auf den grössten und kleinsten, berühmtesten und feinsten Bühnen und Studios dieser Welt arbeiten und auftreten dürfen, und bis zum heutigen Tage hat mich je jemand weder nicht respektiert noch mich gefragt, wo denn mein Anzug oder meine Lackschuhe geblieben seien.

„mein“ Präsident

Wenn sich dann auch noch die anscheinend für die Ausstattung aller im ORF auftretenden Moderatoren und Co. zuständige Dame heute im Morgenjournal, welches ich noch kurz vor der ZIB um 7:00 erhaschen durfte, bemüssigt fühlt, dem neuen Gesundheitsminister, der ja nicht Designerminister ist, seinen Outfit bei seiner Angelobung vorzuwerfen, aber zugleich die ModeratorInnen sowie auch all zu oft die im ORF auftretenden KünstlerInnen dazu nötigt, in den unvorteilshaftesten, schrecklichsten, abscheulichsten und dämlichsten Klamotten ever aufzutreten, wofür ich sie schon vor langem fristlos gefeuert hätte, bleibt mir schon mal mein Wahrnehmungszentrum mit grossem Staunen und offenem Mund in Anbetracht solch offensichtlich täglich selbstverständlich gelebter Doublestandards stecken und stehen. Willkommen Österreich. Willkommen bei den uneingeschränkten Motschkertanten Weltmeistern.

Café Drechsler Fotoshooting, einer meiner halbherzigen Anzüge – Foto © Max Parovsky

Zum heutigen Earth Day darf ich noch folgende fantastische, faszinierende und zugleich erschreckende Nachricht meines Freundes Moreau mit euch teilen, damit wir bitte ob der ganzen Haarspalterei nicht vergessen, was heutzutage tatsächlich unsere Themen und Herausforderungen sind:

Earth Day 2021:
Eine der umfassendsten Dokumentation der Veränderungen auf der Erde ist nun der Öffentlichkeit zugänglich.
24 Millionen Satelliten-Aufnahmen aus 37 Jahren zeigen die globalen Veränderungen – Abschmelzen der Gletscher und Rückgang der Regenwälder in enger Zusammenarbeit zwischen Google Earth, ESA, der Europäischen Kommission, der NASA und der amerikanischen Behörde US Geological Survey
Die Zeitraffer Ebene in Google Earth gibt es für jeden beliebigen Ort der Erde & mit wesentlicher Unterstützung der Copernicus Sentinel Flotte. 🌍 Sehenswert & schonungslos. ℹ️ – so ist eine neue Ansicht unseres Heimatplaneten entstanden, mit der man Veränderungen im Zeitraffer nachverfolgen kann.

it’s earth day

Link zur neuen Ansicht unseres Heimatplaneten: https://bit.ly/3tq4wu3

Viele liebe Grüße!
Moreau

back in the dayz in legeren Klamotten mit Christoph Bernewitz, Anna F. und Clueso

#122 „Poly – Tick, Polit – Sick & Poli – Tricks durch Dünn und Dick“

Meine Fresse. Ich habe es heute wider besseren Wissens wieder einmal gewagt, bzw. bin immer noch mitten drin, mir die Parlamentssitzung um den neuen Gesundheits- und Sozialminister anzuschauen und anzuhören, meinem und unserem Ex- Hausarzt der Ärzte Gemeinschaftspraxis Wien Mariahilf, die er, so nebenbei zusammen mit seiner professionellen Kollegin, Frau Dr. Fabienne Lamel und einem weiteren Kollegen, als erste aus dem Boden gestampft hat, die allerdings in den Medien als Ordinations- und Gründungspartnerin bis dato meines Wissens vollkommen ignoriert wurde. Warum? Ja, sie ist eine Frau. Ja – so sieht,s aus mit der Emanzipation und den Frauenrechten und dem Selbstverständnis eines gleichwertigen Miteinander auf Augen- und Herzenshöhe in diesem nach wie vor erschreckend erzkatholischen, tiefschwarz – türkisen, immer noch ewig gestrigen, grossteils patriarchalischen Ignoranten Kren- und Kürbiskernland Österreich.

Politik – was ist das? Was soll das? Wer braucht das in dieser vor unseren Augen zelebrierten Form noch wirklich? Was kann das? Was könnte das können? Wem könnte das nützen? Von wem und wofür wird sie gewählt? Für wen ist sie gemacht? Was und wohin hat sie uns bis heute denn tatsächlich gebracht? Wem nützt sie und von wem wird sie benutzt? Und das alls hinter dem bequemen, verlogenen Deckmäntelchen „Demokratie“. Siehe dazu bitte auch meinen Beitrag im Blog #65 „Dämonkratie“ https://pimpmyband.live/2021/01/08/65-damonkratie/ und Blog #80 „Emokratie – Was soll dieser Sarkasmus uns denn signalisieren?“ https://pimpmyband.live/2021/02/07/80-emokratie-was-soll-dieser-sarkasmus-uns-denn-signalisieren/

Der Ausdruck Politik wurde, mit Umwegen über das Lateinische (politicapoliticus), nach altgriechisch Πολιτικά politiká gebildet. Dieses Wort bezeichnete in den Stadtstaaten des antiken Griechenlands alle diejenigen Tätigkeiten, Gegenstände und Fragestellungen, die das Gemeinwesen – und das hieß zu dieser Zeit: die Polis – betrafen. Entsprechend ist die wörtliche Übersetzung von politiká anzugeben als „Dinge, die die Stadt betreffen“ bzw. die „politischen Dinge“. In dieser Bedeutung ist „Politik“ vergleichbar mit dem römischen Begriff der res publica, aus dem der moderne Terminus der „Republik“ hervorgegangen ist. Eine begriffsgeschichtlich besonders prominente Verwendung fand das Wort als Titel eines Hauptwerks des antiken Philosophen Aristoteles, der Politik.

In meiner ganz persönlichen Wahrnehmung unseres konkurrenzlosen Heissluft Parlamentes mit ganz wenigen, handverlesenen Ausnahmen: ein rüpelhafter, undisziplinierter, schlecht erzogener Haufen grossteils narzisstischer Selbstdarstellerinnen und Egoisten am Rande des Herzinfarkts ohne einen Funken gegenseitigen Respekts und den schlimmsten Umgangsformen zwischen Bregenzer Wald und Neusiedlersee, denen es in erster Linie um ihr oft überdimensional aufgeblasenes Ego zu gehen scheint, in zweiter Linie um ihre eigenen Positionen, Vorteile und Chancen, um ihre eigenen Betriebe, Firmen und Gemeinden mit dem klaren Wunsch, unbedingt und um jeden Preis wiedergewählt zu werden und in dem Kontext, vorrangig um die Bedienung und Zufriedenstellung ihrer Sponsoren und ihres Unterstützer Klientels, grossteils aus den Reihen der Wirtschaft, Der Konzerne und der diversen Grossindustrien geht.

Und sonst weit und breit in meine Wahrnehmung kaum etwas bis gar nichts. Das Wohl der Menschen in diesem Land in fast jedem Fall sekundär bis kaum vorhanden, mehr oder weniger zu einer Irrelevanz verkommenen Routine, getarnt als Business as usual und von eher durchwegs belangloser Bedeutung. Hallo???? Wie geht es diesen aus unseren Steuergeldern in Anbetracht ihrer latenten Inkompetenz und Unfähigkeit überbezahlten und gleichzeitig oft extrem unterbeschäftigten Damen und Herren jenseits ihres pseudo ideologischen Parteien Gezänks und persönlichen Ego Hick Hacks eigentlich. geht’s noch? Spärliche Ausnahmen heute: Josef Smolle, Mediziner aus den Reihen der ÖVP und Dr. Wolfgang Mückstein, der neue Gesundheitsminister. Punkt.

Wie wäre es einmal zur vollkommen gesunden und erfrischendsten und konstruktivsten Abwechslung mit Achtsamkeit? Achtung gegenüber meinen Mitmenschen, meinen Parteikollegen, den übrigen Parlamentariern gegenüber? Selbst Achtung vor Egoismus? Reden und Reden lassen, anstatt dauernd rüpelhaft rein zu schreien und zu unter – brechen? jemandes Gedanken- und Redefluss permanent zu torpetieren, zu sabotieren und zu unterbrechen? Zuhören , nicht um zu antworten sondern um einander besser zu verstehen? Sich wirklich konstruktiv mit vereinten Kräften den gemeinsamen Themen widmen und gemeinsam an Lösungen und Verbesserungen zu arbeiten, über die ganzen Partei- und pseudoideologischen Grenzen und Egotürme hinweg?

Mit einem Ziel : gesunde Menschen in einer grösstmöglich gesunden Umwelt und Natur. Menschlichkeit. Empathie. Mitgefühl. Respekt. Wohlwollen. Tatsächlich Hilfestellungen anbieten, tatsächlich Armutsbekämpfung betreiben anstatt sich zu bemühen, die Reichen konstant immer noch reicher zu machen, wahrhaftige Gleichberechtigung unter allen Geschlechtern, zwischen Jung und Alt, Arm und Wohlhabend, Benachteiligung und Behinderung und Übervorteilung herzustellen? Das wäre mal was. Und dort wird es über Kurz oder lang auch langgehen müssen, wenn wir uns nicht weiter unserer gemeinsamen Entwicklung als Gesellschaft und Gemeinschaft mit allen Kräften dagegen stemmen wollen.

Es geht in Wahrheit gar nicht anders. Die meisten Menschen wollen diesen verkorksten, destruktiven Scheiss, den man uns als neuen Stil zu verkaufen versucht, ganz klar und eindeutig nicht mehr. Leere Kilometer, wo die eine dem anderen nur eins auswischen oder ans Bein pinkeln, andere bloss stellen und dumm da stehen lassen will. Das haben inzwischen alle satt. Und zwar nicht aus, wie von Seiten der Politik gerne behauptet wird, wo man pandemisch keine Verantwortung für was auch immer zu übernehmen bereit ist: Politverdrossenheit. Nein: viel eher Politiker Verdrossenheit. Die meisten Menschen haben diese Art von Politikern und Politik zu betreiben so etwas von satt, das wollen sich die betreffenden Personen gar nicht vorstellen können. Es braucht keinen mega promoteten neuen Stil. Wir wollen endlich konstruktives, respektvolles miteinander Arbeiten an unser aller Anliegen, einschliesslich der Tiere, der Umwelt, dem Klima und der Natur, an den gegenwärtigen Herausforderungen, und derer gibt es mehr als genug, mit kompetenten und menschlich einwandfreien und dem Leben gegenüber respektvollen Mitgliedern unserer Gemeinschaft, und sonst gar nichts.

#121 „Nicht eine Million Arbeitslose sondern 1 Million Menschen sind ihre Bullshit Jobs vorübergehend los!

Job, Beruf oder Berufung?

Viele sehnen sich nach Erfüllung im beruflichen Alltag. So glaube ich naiver über 60 jähriger Oldie das auf jeden Fall zu wissen. Aber vielleicht ist das ja ein vollkommener Irrtum. Eine Tätigkeit, in der man aufgeht? Aufgaben, die einem tatsächlich Freude machen? Doch was ist möglich und wie findet man seine persönliche Berufung?

Arbeit um der Arbeit willen ist gegen die menschliche Natur. – John Locke

Was sind Bullshit Jobs?

Vom wahren Sinn der Arbeit ist ein 2018 in englischer Sprache als Bullshit Jobs: A Theory veröffentlichtes Buch des US-Amerikaners David Graeber (1961–2020), EthnologeAnarchist und Wirtschaftsprofessor an der London School of Economics and Political Science. Es basiert auf dem von Graeber im August 2013 im Magazin Strike! veröffentlichten Artikel On the Phenomenon of Bullshit Jobs: A Work Rant.

In Bullshit Jobs konstatiert Graeber, dass ein Großteil heutzutage verrichteter Arbeit aus Fake Work bestehe und keinen gesellschaftlichen Nutzen erbringe. Dies führe einerseits zu psychischen Problemen bei den Menschen, die diese Arbeit verrichten müssen und andererseits werde sehr viel gesellschaftliches Potential vergeudet. „Bullshit jobs“ grenzt Graeber von „shit jobs“ ab, die zwar prekär sind, jedoch einen gesellschaftlichen Sinn haben. Bullshit-Jobs sind häufig überdurchschnittlich gut bezahlt.

Viele Menschen würden an ihrem Arbeitsplatz zumindest einen Teil ihrer Arbeitszeit mit sinnfreien Tätigkeiten verbringen. Graeber identifiziert jedoch auch fünf Jobtypen, die gänzlich als Bullshit-Jobs klassifiziert werden können:

  1. „Lakaien“ (flunkies) sind Jobs, deren eigentlicher Sinn darin besteht, ihre Vorgesetzten wichtig aussehen zu lassen; z. B. Rezeptionisten.
  2. „Schläger“ (goons) werden nur gebraucht, um Schläger anderer Unternehmen in Schach zu halten; z. B. Unternehmensanwälte, PR-Spezialisten.
  3. „Flickschuster“ (ducttapers) lösen die Symptome von Problemen temporär, ohne die Wurzel der Probleme anzugehen; z. B. Programmierer, die fehlerhaften Code reparieren.
  4. „Kästchenankreuzer“ (boxtickers) seien mit der Dokumentation von Arbeit beschäftigt, ohne selbst nützliche Arbeit zu verrichten.
  5. „Aufgabenverteiler“ (taskmasters) kreieren und verteilen sinnlose Aufgaben; z. B. mittleres Management.

Bullshit-Jobs seien ein Symptom gesellschaftlicher Wertvorstellungen, die es für vorteilhafter einstufen, sinnlose Erwerbsarbeit zu verrichten, als keiner Erwerbsarbeit nachzugehen. Jegliche Arbeit sei zu unterschiedlichem Grad care work, also Arbeit, bei welcher Mitmenschen geholfen werde. Je höher der Grad an care work in einer Arbeit, desto wahrscheinlicher sei es, dass die Arbeit als sinnhaft wahrgenommen werde. Allerdings gelte tendenziell auch, dass gerade Arbeit mit einem hohen Anteil an care work weniger gut bezahlt sei.

Wie definiert Wiki Wacky Wikitrallala eigentlich „Beruf“?

„Ein Beruf ist die systematisch erlernte, spezialisierte, meistens mit einem Qualifikationsnachweis versehene, dauerhaft und gegen Entgelt ausgeübte Betätigung eines Menschen. Oft liegt für diese Betätigung auch eine besondere Eignung und Neigung vor. Der Begriff ist abzugrenzen vom umgangssprachlichen Ausdruck Job, der eine Erwerbstätigkeit bezeichnet, die nur vorübergehend ausgeübt wird oder nicht an eine besondere Eignung oder Ausbildung gebunden ist.

Berufe sind typisches Merkmal von arbeitsteiligen Wirtschaftsordnungen sowie Zivilisationen im Allgemeinen.“

Grauslich eigentlich, oder? kein Wort von Berufung, von Talenten, von Bestimmung von Träumen, von Freude, von Liebe für und zu etwas – nichts von alledem. Systematisch, erlernte, spezialisierte, meistens mit einem Qualitätsnachweis versehene, dauerhaft und gegen Entgelt ausgeübte Betätigung eines Menschen. Spätestens da sollte jede und jeder mit einigermassen Grips vor der Hütte wissen, wessen Kind Wikipedia in Wahrheit ist!

Was ist Arbeit bzw. weil’s grad lustig ist: wie definiert Wikipedia Arbeit?

Arbeit steht für:

Auf http://www.stepstones.at, einem Ösi Portal für Karriere- Bewerbungstips, ja: so steht es hier tatsächlich geschrieben, ist unter vielem anderem haarsträubendem Nonsense kurioserweise folgendes zu lesen

„Worin liegt der Unterschied zwischen Job, Beruf und Berufung?

Berufung ist mehr als ein Job, es ist eine Sinnaufgabe. – Ursula Maria Lang

Fällt es Ihnen schwer, zwischen den einzelnen Begriffen zu unterscheiden? Keine Sorge, damit sind Sie nicht alleine, denn eine eindeutige, allgemein gültige Abgrenzung gibt es nicht. Was es jedoch gibt, ist eine Unterscheidung der Begriffe in ihrem täglichen Gebrauch:

Der Begriff Job wird meist sehr neutral verwendet, um die Ausübung einer erwerbsmäßigen Tätigkeit zu beschreiben. Hier wird jedoch nichts bewertet, der Ausdruck gibt keinen Aufschluss darüber, ob man Gefallen an der Tätigkeit findet oder nicht. Es steht vielmehr das Ziel im Vordergrund, Geld zu verdienen.

Etwas anders ist das beim Begriff Beruf. Denn während der Job eine Tätigkeit ist, die man kurz- oder mittelfristig ausübt, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, hat man sich beim Beruf bereits Gedanken darüber gemacht, mit welcher Tätigkeit man zu seinem monatlichen Gehalt kommen möchte. Der Beruf ist in den meisten Fällen auch mit einer vorhergehenden Ausbildung verbunden, zu der man sich bewusst entschieden hat.

Noch einen Schritt weiter geht die Berufung. Hinter diesem Begriff steht bereits eine Ideologie. Zur Berufung wird eine Tätigkeit erst dann, wenn man sich damit identifizieren kann, wenn man sie gerne macht und wenn sie einen erfüllt. Das wirft jedoch eine Frage auf:

Muss Arbeit Spaß machen?

Freude an der Arbeit lässt das Werk trefflich geraten. – Aristoteles

Muss Arbeit Spaß machen? Eigentlich müsste man über diese Frage gar nicht lange grübeln. Natürlich soll Arbeit Spaß machen. Die Realität sieht jedoch oft anders aus. Viele beschreiben ihre berufliche Tätigkeit als öde, monoton, langweilig oder gar stumpfsinnig. Und das hat nicht nur für den Mitarbeiter Auswirkungen. Auch der Arbeitgeber leidet langfristig darunter, wenn Mitarbeiter lediglich Dienst nach Vorschrift schieben, weil sie sich mit den Aufgaben oder dem Unternehmen nicht identifizieren können.

Man könnte die Frage jedoch auch anders formulieren: Wenn uns die Arbeit so viel Spaß macht und Erfüllung bringt, weshalb sollten wir dann überhaupt dafür bezahlt werden? Reicht es nicht auch, wenn wir unsere Freizeit so gestalten, dass sie uns erfüllt und unserem Leben den Sinn gibt, nach dem wir streben? Im Grunde ist doch Arbeit ein Tauschhandel zwischen Zeit und Geld. Wir zeigen Ihnen in einem weiteren Artikel, wie Sie zu Ihrer Work-Life-Balance kommen.

Gibt es diesen einen Traumjob überhaupt, den wir als unsere Berufung ansehen? Sollten wir genau danach streben? Oder einfach mit dem, was wir haben, zufriedengeben? Eine allgemein gültige Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Im Endeffekt muss jeder für sich entscheiden, wie wichtig es ihm ist, Spaß an seiner beruflichen Tätigkeit zu haben.“

Oida!!!!! Arbeit ist ein Tauschhandel zwischen Zeit und Geld???? echt jetzt? Lernt man das heutzutage so auf der WU?? Na servas. Man muss entscheiden, ob man „Spass“, ich nenne es allerdings wesentlich lieber :“Freude“ an und in seinem Beruf haben darf, will oder kann??? Also wenn man das alles mal so in aller Ruhe, am besten auf einer von keinen Mountain Bikern frequentierten Waldlichtung genüsslich auf der Kleinhirnrinde zusammen mit den eigenen, längst verschütteten Träumen zergehen lässt, läuft einem , mir zumindest, der kalte Schauer des tiefsten, innersten Schauderns vor so viel Grauslichkeit und Kälte über den Rücken. Wenn ich schon von Work – Life Balance lese, wird mir sofort übel. Work is not Life? Work is not part of everybody’s life??? Wo und wie Leben wir denn bitte und wie konnten wir überhaupt je hier landen? Da muss man sich dann wirklich über absolut gar nichts mehr wundern, über keine und keinen einzigen mit permanent gesenktem Kopf im Handy, über beide Ohren verkabelt und verstoppelt und mit der digitalen Hölle permanent verhabert und vernetzt, im Wettlauf mit der „Zeit ist Geld“, auf der Jagd nach dem nächst bessern Leben, denn dieses, ein genau solches, vollkommen Sinn- und Freude entleertes, geht inzwischen wirklich, ganz bestimmt, ohne 1% Zweifel, ganz und gar nicht! So nicht!!!

Richard David Precht:Wie wollen wir leben? ( Neue Züricher Zeitung)

„Digitalisierung ist das Thema der Stunde, doch bisher löst sie hierzulande entweder Ratlosigkeit oder Verzweiflung aus. Dank Richard David Precht ist damit jetzt Schluss.

Für Angela Merkel war das Internet im Jahr 2013 noch immer „Neuland“, und dem sogenannten kleinen Mann wird täglich suggeriert, dass seine Arbeit schon bald von Maschinen übernommen und er somit überflüssig wird. Das Wort „Digitalisierung“ scheint nichts als Angst und Schrecken zu verbreiten – darum ist es umso erfrischender, den Gedanken des Philosophen Richard David Precht zu folgen, die er sich in seinem neuen Buch „Jäger, Hirten, Kritiker“ über die Digitalisierung macht. Keine Sorge, von Kulturpessimismus fehlt hier jede Spur, stattdessen entwirft er eine Utopie für eine digitale Gesellschaft, die hoffen lässt. „Sehen Sie, im 24. Jahrhundert gibt es kein Geld. Der Erwerb von Reichtum ist nicht mehr die treibende Kraft in unserem Leben. Wir arbeiten, um uns selbst zu verbessern – und den Rest der Menschheit.“ Mit diesem Zitat beginnt Precht sein Buch, und dass diese ansprechende Vision ausgerechnet aus Star Trek VIII stammt, ist typisch für den Popstar unter den Philosophen. Er ist davon überzeugt, dass wir aktuell an einem entscheidenden Wendepunkt stehen: So wie seit dem 18. Jahrhundert die Erfindung der Dampfmaschine das Leben der Menschen grundlegend verändert hat, kommt nun erneut eine Revolutionierung der Arbeitswelt auf uns zu:

Precht erklärt, dass alle Berufe, die durch Computer ersetzt werden können, früher oder später aussterben – doch anstatt die drohende Massenarbeitslosigkeit zu beklagen, sollten wir uns freuen, dass uns die langweilige und entfremdete Arbeit abgenommen werde. Endlich habe der Mensch Zeit, sein Leben frei zu gestalten und seiner wahren Bestimmung nachzugehen –was für ein luxuriöser Gedanke!

Es bleibt die Frage, wovon wir leben, wenn ein Großteil der Erwerbsarbeit wegfällt. Der Philosoph hat auch darauf eine Antwort, sein Buch ist ein Plädoyer für das bedingungslose Grundeinkommen, das sich problemlos durch eine Finanztransaktionssteuer finanzieren ließe. Um Prechts großen Wurf nachvollziehen zu können, müssen wir vor allem einen entscheidenden Gedanken zulassen: Arbeit hat in der Zukunft nichts mehr mit Anerkennung und dem Erlangen von sozialem Status zu tun. Wenn man „Jäger, Hirten, Kritiker“ liest, fragt man sich tatsächlich, warum ausgerechnet derjenige, der sich rund um die Uhr abrackert und die meisten sinnlosen Konsumgüter sammelt, in unserer Gesellschaft am angesehensten ist. Inzwischen hat sich herumgesprochen, dass Glück mit sozialen Kontakten und Selbstbestätigung zusammenhängt – und nicht mit Geldverdienen. „Zu arbeiten, etwas zu gestalten, sich selbst zu verwirklichen liegt in der Natur des Menschen. Von neun bis fünf in einem Büro zu sitzen und dafür Lohn zu bekommen nicht!“ schreibt Precht.

Darüber hinaus betont er, dass es allein an uns liege, wie wir die Technik nutzen, was wir ihr erlauben und welche Grenzen wir ihr setzen. Nach dieser Lektüre wird man sich nicht länger wegducken, sobald das Wort „Digitalisierung“ fällt, sondern interessiert hinhören. „Jäger, Hirten, Kritiker“ rüttelt wach, es öffnet den Blick für die verschiedenen Facetten und neuen Möglichkeiten, die uns die Zukunft bietet. „Dieses Buch möchte einen Beitrag dazu leisten, aus dem Fatalismus des unweigerlichen Werdens aus- und zu einem Optimismus des Wollens und Gestaltens aufzubrechen. Es möchte helfen, ein Bild einer guten Zukunft zu malen“, schreibt der Autor – und das ist ihm mehr als gelungen.“


Danke Richard David Precht! Da geht ja mal ne Tür auf, was Jobs, Arbeit, Beruf, Gestalten (hierzulande und fast überall nach wie vor ein Fremdwort), Geldverdienen, soziale Kontakte, Selbstbestätigung und , JA: „Glück“ angeht. Da geht,s lang. In Richtung eines bedingungslosen Grundeinkommens. Ja ihr lieben Wirtschaftsgurus: Hört doch endlich auf euch und uns allen irgendetwas vorzugaukeln, vorzurechnen und vorzumachen. Die drohende Massenarbeitslosigkeit ist kein Phantom mehr sondern bereits lange harte Realität, wie viele von uns bereits wissen. Eure langweiligen und entfremdenden Bullshit Jobs um jeden Preis mittels sündteurer Umschulungen und Beschäftigungsprogramme zu retten, nur um eine vollkommen kaputte und völlig nach hinten, auf immer mehr und mehr Profit für einige ganz, ganz wenige orientierte Wirtschaft , die in Wahrheit schon lange auf der globalen Intensivstation liegt, noch krampfhaft am Leben zu erhalten, ist doch längstens vollkommen zweck- und sinnlos, Geldverbrennung und vollkommener Quatsch. Diese Unart zu wirtschaften müssen wir, müsst ihr endlich radikal ändern, sonst wird sich etwas wohl von selbst radikal ändern müssen, was anscheinend anders nicht geändert werden will und kann.

Was vor uns liegt und was hinter uns liegt, ist nichts im Vergleich zu dem, was in uns liegt. Wenn wir das, was in uns liegt, nach außen in die Welt tragen, geschehen Wunder. Henry David Thoreau

Jeder Mensch hat einen originären Kern. Eine Identität, die nur ihm zu eigen ist. Edward Hopper

Wo die Bedürfnisse der Welt mit deinen Talenten zusammentreffen, dort liegt deine Berufung. Aristoteles

Die einzige Möglichkeit Großes zu leisten ist, das zu lieben, was man tut. Wenn du das noch nicht gefunden hast, dann suche weiter. Gib dich nicht zufrieden. Wie bei allen Herzensangelegenheiten wirst du wissen, wenn du es gefunden hast. ….. Und am Wichtigsten ist: habe den Mut deinem Herzen und deiner Intuition zu folgen. Sie wissen irgendwie bereits, was du wirklich werden willst. Alles andere ist zweitrangig.

Steve Jobs

#120 „So schaut’s aus – die Erde brennt“

Während die Urwälder in den naturgeschützten Reservaten am und um den Tafelberg bei Kapstadt in Südafrika lichterloh brennen, was, gut möglich, diverse Immobilienspekulanten in helle Freude versetzen mag, macht ein Spielzeughubschrauber der Nasa unter viel medialem Getöse einen 40 Sekundenflug am Mars, als ob es dort ausser „wishful thinking“ tatsächlich etwas zu holen, zu säen oder zu sehen gäbe. Ach ja, Bodenschätze en masse, nachdem es hier bald nichts mehr zu holen und auszubeuten geben wird.

wishful thinking…..

„Unser“ ehemaliger, bis vor kurzem „Hausarzt“ um die Ecke in der Gemeinschaftspraxis Mariahilf, die er sehr erfolgreich als die erste ihrer Art aus dem Boden gestampft hat, ist heute als neuer Gesundheits- und Sozialminister von „meinem Präsidenten“ in der Hofburg angelobt worden während es im Bregenzerwald, im angeblichen Corona Vorzeigeland Vorarlberg, von dem die Tourismusministerin gestern Abend in der ZiB2 noch behauptete, dass man dort die letzten Wochen mit den dortigen Öffnungen sehr viel wertvolle Erfahrung gesammelt hätte, inzwischen eine Ausreise Testpflicht gibt und zugleich das Impfen bei den Wiener Hausärzten aus Impfstoffmangel erneut um eine Woche nach hinten verschoben werden musste.

Die Windräder und die von Ihnen medial bewegte „heisse Luft“ werden immer gigantischer, während die smarten, verantwortungsbewussten und um Nachhaltigkeit bemühten (ja, die gibt es tatsächlich) Wirtschafts-, Landwirtschafts- und Umweltschutzexperten auf immer kleinere Strukturen zu setzen beginnen, während die mit unvorstellbaren Milliardenbeträgen weit jenseits unser aller Vorstellungskraft ausgestattete Mega Super League einiger europäischer Fussballvereine, quasi als Konkurrenz Unternehmen zur Champions League, mit viel Pomp und Trara und massenweise Kohle als gäbe es keine Krise und kein Morgen, aus der Taufe gehoben werden soll. In Österreich grassiert zeitgleich eine, ebenso unvorstellbar riesige, unaufhaltsame Insolvenz- und Kündigungs- bzw. Delogierungswelle, weil Menschen ihre Betriebe nicht mehr länger aufrechterhalten und ihre Mieten nicht mehr bezahlen können. Ausserdem herrscht hierzulande eklatante Kinderarmut während die Weltbörsen und Anleger zeitgleich in Anbetracht ihrer Traumquoten in langjährigen Jahreshochs jubeln und sich ihre profitgierigen Hände reiben.

Wald….. meine Welt

Ist das meine Welt? Nein. Ist das deine Welt? ich weiss es nicht. Ist das unsere Welt, in der wir uns anscheinend mit diesen Headlines und Entwicklungen herumschlagen müssen? So scheint es auf jeden Fall sehr wohl zu sein. Was für ein riesiges Schlamassel, was für ein Chaos – die Erde brennt, und wir bekämpfen nach wie vor ein Symptom mit dem „Impfen, Impfen, Impfen“ Slogan, der, nur so nebenbei bemerkt, hauptsächlich in den Industriestaaten unter täglichem Medienterror und Angstmache herum posaunt wird, während viele wesentlich ärmere Länder, auch innerhalb der EU, weit bis in das nächste Jahr auf Impfstoffe werden warten müssen. Ziemlich genau jene Länder, die von ersteren seit Jahrhunderten gezielt und vorsätzlich erst zwangskolonialisiert , in weiterer Folge entwicklungsgeholfen und missioniert um dann schamlos, bis zum heutigen Tag, ausgebeutet zu werden, was in erster Linie die wahre Ursache unseres inzwischen alle betreffenden Dilemmas ist:

das uns alle betreffende Dilemma…..

Dass man der Natur in einer beispiellosen und zugleich unglaublichen Arroganz, auf einen sogenannten Fortschritt pochende Dummheit sowie einer unfassbaren, unersättlichen Gier buchstäblich Grund und Boden und die Luft zu atmen und Sein abgegraben hat, indem man so nebenbei Tausende Tier und Pflanzenarten, als wären wir in einer Gärtnerei oder einem Gewächshaus, wo man alles beliebig und jederzeit alles und jedes wieder reproduzieren könnte,was natürlich kompletter Quatsch ist, ausgerottet hat, was die Tiere wiederum dazu gezwungen hat, nachdem man Ihnen ihre natürlichen Lebensräume mutwillig zerstört hat, näher an die sich wie ein Krebsgeschwür ausbreitende, sogenannte Zivilisation zu nähern und heranzumachen, worauf diverse Viren, von Ebola bis Sars und Covid, erst eine Chance bekamen, direkt von den Tieren auf den Menschen überzuwechseln, der mittels seiner all inclusive Urlaube und Billig Flugtickets den ganzen Scheiss im Nu wiederum extrem erfolgreich weltweit verteilt und verbreitet hat. Bravo! Da können wir uns als angeblich so verdammt fortschrittliche, zivilisierte, hochintelligente und wahnsinnig innovative wie kreative und unglaublich kluge Spezies wirklich nur gratulieren. Sarkasmus off.

Ente gut, alles gut…..

„Tiere sind die ersten, die unter den rücksichtslosen Eingriffen des Menschen leiden. Zerstören wir ihren Lebensraum, zerstören wir ihr Leben. Beuten wir sie aus, gefährden wir unsere eigene Existenz. Darum: Schützen wir sie, schützen wir uns. Wir sind nicht unverwundbar. Umwelteinflüsse, Klimawandel, Epidemien bringen Krankheit und Tod. Konsequenzen unseres Hungers nach Macht, Wachstum, Profit. Es braucht weitreichendes Erkennen der Zusammenhänge, radikales Umdenken und rasches Tun.“

rasches Tun…..

WER AUF EINE HEISSE HERDPLATTE GREIFT, LERNT AUS DER ERFAHRUNG.

SCHMERZHAFT.

WIR MÜSSEN ENDLICH AUS COVID-19 LERNEN!

SONST IST DIE NÄCHSTE KRISE HAUSGEMACHT.

Doch: Fehlanzeige! Neben dem Virus grassieren derzeit akute Symptombehandlung und Zahlenbetäubung: Wie viele Erkrankte? Wie lange noch? Kinder zur Schule? Wirtschaft retten! Masken rauf! Hände waschen! Weiter brav sein.

Das alles ist wichtig – geht aber am Kern vorbei. Wir liegen momentan bei knapp 2 Millionen Toten, unzählige zerstörte Existenzen und Milliardenrettungspakete. 5 vor 12 für die Erkenntnissuche:

WARUM KAM ES ZU DIESER PANDEMIE?

COVID-19 hat – wie zuvor EBOLA, SARS, MERS oder HIV – seinen Ursprung im rücksichtslosen Handel lebender und getöteter Wildtiere. Unter grausamen, unhygienischen Bedingungen, die die Entstehung zoonotischer Viren begünstigt, werden sie gehalten und geschlachtet. Auf kleinen Märkten ebenso, wie im großen Stil über internationale Handelsdrehscheiben. Tiere als Nahrung, als Souvenir, als dubioses „Heilmittel“, als Zeitvertreib. Als strategische Geldquelle, als internationale Handelsware…

Die Konsequenzen: Weltweit. Dramatisch. Tödlich.

Wir fordern Politik und EntscheidungsträgerInnen auf: Stellt euch endlich der unbequemen Frage nach dem WARUM und behandeln wir gemeinsam die Ursachen.

DIE NÄCHSTEN KATASTROPHEN SIND IN DEN STARTLÖCHERN.

UNSER 5-BRENNPUNKTE-PLAN FÜR DEN WANDEL.

Laut Welt-Tiergesundheitsorgansiation OIE steigt die Zahl der zoonotischen Infektionskrankheiten wie COVID-19. Die Gründe dafür sind längst bekannt. Wir haben 5 Brennpunkte definiert, die weitere Katastrophen wie diese Pandemie verhindern sollen. Neben der Eindämmung zoonotischer Viren können wir vom Aussterben bedrohte Arten retten und unbeschreibliches Tierleid verhindern. Für die Natur hängt alles miteinander zusammen. Und auch wir sind ein Teil davon. Handeln wir endlich entsprechend, nach dem Motto:

SCHUTZ FÜR SIE = SCHUTZ FÜR UNS. UND UMGEKEHRT.

  1. SCHLIESSUNG VON WILDTIERMÄRKTEN
    Die Schließung von Wildtiermärkten, auf denen Viren leicht die Artenbarriere überspringen können, ist ein erster wichtiger Schritt um diesem Trend entgegenzuwirken.
  2. NACHHALTIGE HILFE FÜR BETROFFENE
    Ein ganzheitliches Maßnahmenpaket, das den Menschen in Afrika und Asien, die oft keine andere Möglichkeit sehen ihre Familien zu ernähren, nachhaltig neue Optionen bietet. Nur das kann langfristig zum Erfolg führen.
  3. GLOBALES VERBOT VON ILLEGALEM WILDTIERHANDEL
    Ein globales Verbot von illegalem Wildtierhandel und strenge Maßnahmen zur Einhaltung der Gesetze. Wildtiere dürfen nicht mehr illegal als Nahrung, als Souvenir, als Zeitvertreib, als strategische Geldquelle, als internationale Handelsware benutzt werden.
  4. STRENGERE GESETZE BEI DER MASSENTIERHALTUNG
    Zoonotische Krankheiten treten auch dort auf, wo Tiere in Massentierhaltung unter fürchterlichen, unwürdigen Bedingungen gehalten werden.
  5. GLOBALES VERBOT DER ABHOLZUNG NATURNAHER WÄLDER
    Stopp der Entwaldung zur Nutzung für intensive Landwirtschaft, die zum Verlust von tierischem Lebensraum führen. Je mehr wir den Lebensraum vieler Tiere rauben, umso größer wird die Schnittstelle zwischen Mensch und Tier, bei der zoonotische Krankheiten übertragen werden.
Jane Goodall Institut-Austria

As Biden prepares for climate summit, U.N. says the world is ‚on the verge of the abyss‘

Just days before President Biden kicks off a climate summit with world leaders, the United Nations World Meteorological Organization released a report Monday warning that “time is fast running out” to keep global temperatures in check. 

Titled “State of the Global Climate 2020,” the report finds that concentrations of greenhouse gases in the atmosphere continued to climb in 2020, despite lockdowns imposed to slow the spread of COVID-19.  Last year, the report notes, was the third warmest on record, worsening the melting of glaciers and sea ice, the acidification of the world’s oceans and the severity of wildfires and hurricanes.  A key goal of the Paris Agreement on climate change is to keep global temperatures from rising above 1.5 degrees Celsius, and the U.N. report warns that doing so will require a massive effort from the governments of the world. 

“The data in this report show that the global mean temperature for 2020 was around 1.2 degrees Celsius warmer than pre-industrial times, meaning that time is fast running out to meet the goals of the Paris Agreement,” U.N. Secretary-General António Guterres said in a foreword to the report. “We need to do more, and faster, now.”

In an interview with Reuters, Guterres was even more direct, saying, “We are on the verge of the abyss.” On Thursday, Biden will host leaders from around the world for a virtual summit, which is expected to include representatives from 40 countries who are responsible for the overwhelming majority of global carbon emissions. Among the leaders invited to the summit are Indian Prime Minister Narendra Modi, Russian President Vladimir Putin and Chinese President Xi Jinping.  “The Leaders Summit on Climate will underscore the urgency — and the economic benefits — of stronger climate action. It will be a key milestone on the road to the United Nations Climate Change Conference (COP26) this November in Glasgow,” the White House said in a statement. 

With greenhouse gases like carbon dioxide and methane continuing to build up in the Earth’s atmosphere, the planet has begun to experience the ravages of climate change predicted for decades. Sea levels continue to rise as polar ice caps and glaciers continue to melt. In the U.S. in 2020, wildfires set records, as did the number of hurricanes making landfall. Heat waves on land, as well as in the oceans, increasingly threaten life on Earth. If a concerted global effort isn’t mounted to bend the current trend line, an estimated one-third of all plants and animals on the planet will be at risk of mass extinction in the next 50 years, according to a 2020 study conducted by the University of Arizona. 

“In recent years, scientists have underscored the need to limit planetary warming to 1.5 degrees Celsius in order to stave off the worst impacts of climate change,” the White House said in its statement. “A key goal of both the Leaders Summit and COP26 will be to catalyze that effort to keep that 1.5-degree goal within reach.”

At the summit, Biden is expected to announce that the U.S. will seek to cut emissions by at least 50 percent from 2005 levels. He will also pressure other world leaders to sign on to similar pledges, though those will be nonbinding. 

While 200 nations signed onto the Paris accord, the U.S. pulled out of the agreement under former President Donald Trump, a strident climate-change skeptic. The U.S. and China produce the largest carbon emissions of any nations on Earth, and Biden was quick to rejoin the Paris Agreement upon being sworn in to office. But scientists have been warning that the nonbinding commitments made under the agreement will not be enough in order to keep global temperatures from rising above 1.5 degrees Celsius. 

“The worst risk is that we don’t reach 1.5 degrees as a limit, that we go over it, and that we precipitate the world into a catastrophic situation,” Guterres told Reuters. 

But the World Meteorological Organization itself acknowledged last year that keeping temperatures below the 1.5 degree threshold was increasingly unlikely. A report it issued in July stated that there was a 20 percent chance the world could see global average yearly temperatures rise above that mark in the next five years. 

#119 „So schaut’s aus…..!“

Während die Urwälder in den naturgeschützten Reservaten am und um den Tafelberg bei Kapstadt in Südafrika lichterloh brennen, was, gut möglich, diverse Immobilienspekulanten in helle Freude versetzen mag, macht ein Spielzeughubschrauber der Nasa unter viel medialem Getöse einen 40 Sekundenflug am Mars, als ob es dort ausser „wishful thinking“ tatsächlich etwas zu holen, zu säen oder zu sehen gäbe. Ach ja, Bodenschätze en masse, nachdem es hier bald nichts mehr zu holen und auszubeuten geben wird.

wishful thinking…..

„Unser“ ehemaliger, bis vor kurzem „Hausarzt“ um die Ecke in der Gemeinschaftspraxis Mariahilf, die er sehr erfolgreich als die erste ihrer Art aus dem Boden gestampft hat, ist heute als neuer Gesundheits- und Sozialminister von „meinem Präsidenten“ in der Hofburg angelobt worden während es im Bregenzerwald, im angeblichen Corona Vorzeigeland Vorarlberg, von dem die Tourismusministerin gestern Abend in der ZiB2 noch behauptete, dass man dort die letzten Wochen mit den dortigen Öffnungen sehr viel wertvolle Erfahrung gesammelt hätte, inzwischen eine Ausreise Testpflicht gibt und zugleich das Impfen bei den Wiener Hausärzten aus Impfstoffmangel erneut um eine Woche nach hinten verschoben werden musste.

Die Windräder und die von Ihnen medial bewegte „heisse Luft“ werden immer gigantischer, während die smarten, verantwortungsbewussten und um Nachhaltigkeit bemühten (ja, die gibt es tatsächlich) Wirtschafts-, Landwirtschafts- und Umweltschutzexperten auf immer kleinere Strukturen zu setzen beginnen, während die mit unvorstellbaren Milliardenbeträgen weit jenseits unser aller Vorstellungskraft ausgestattete Mega Super League einiger europäischer Fussballvereine, quasi als Konkurrenz Unternehmen zur Champions League, mit viel Pomp und Trara und massenweise Kohle als gäbe es keine Krise und kein Morgen, aus der Taufe gehoben werden soll. In Österreich grassiert zeitgleich eine, ebenso unvorstellbar riesige, unaufhaltsame Insolvenz- und Kündigungs- bzw. Delogierungswelle, weil Menschen ihre Betriebe nicht mehr länger aufrechterhalten und ihre Mieten nicht mehr bezahlen können. Ausserdem herrscht hierzulande eklatante Kinderarmut während die Weltbörsen und Anleger zeitgleich in Anbetracht ihrer Traumquoten in langjährigen Jahreshochs jubeln und sich ihre profitgierigen Hände reiben.

Wald….. meine Welt

Ist das meine Welt? Nein. Ist das deine Welt? ich weiss es nicht. Ist das unsere Welt, in der wir uns anscheinend mit diesen Headlines und Entwicklungen herumschlagen müssen? So scheint es auf jeden Fall sehr wohl zu sein. Was für ein riesiges Schlamassel, was für ein Chaos – die Erde brennt, und wir bekämpfen nach wie vor ein Symptom mit dem „Impfen, Impfen, Impfen“ Slogan, der, nur so nebenbei bemerkt, hauptsächlich in den Industriestaaten unter täglichem Medienterror und Angstmache herum posaunt wird, während viele wesentlich ärmere Länder, auch innerhalb der EU, weit bis in das nächste Jahr auf Impfstoffe werden warten müssen. Ziemlich genau jene Länder, die von ersteren seit Jahrhunderten gezielt und vorsätzlich erst zwangskolonialisiert , in weiterer Folge entwicklungsgeholfen und missioniert um dann schamlos, bis zum heutigen Tag, ausgebeutet zu werden, was in erster Linie die wahre Ursache unseres inzwischen alle betreffenden Dilemmas ist:

das uns alle betreffende Dilemma…..

Dass man der Natur in einer beispiellosen und zugleich unglaublichen Arroganz, auf einen sogenannten Fortschritt pochende Dummheit sowie einer unfassbaren, unersättlichen Gier buchstäblich Grund und Boden und die Luft zu atmen und Sein abgegraben hat, indem man so nebenbei Tausende Tier und Pflanzenarten, als wären wir in einer Gärtnerei oder einem Gewächshaus, wo man alles beliebig und jederzeit alles und jedes wieder reproduzieren könnte,was natürlich kompletter Quatsch ist, ausgerottet hat, was die Tiere wiederum dazu gezwungen hat, nachdem man Ihnen ihre natürlichen Lebensräume mutwillig zerstört hat, näher an die sich wie ein Krebsgeschwür ausbreitende, sogenannte Zivilisation zu nähern und heranzumachen, worauf diverse Viren, von Ebola bis Sars und Covid, erst eine Chance bekamen, direkt von den Tieren auf den Menschen überzuwechseln, der mittels seiner all inclusive Urlaube und Billig Flugtickets den ganzen Scheiss im Nu wiederum extrem erfolgreich weltweit verteilt und verbreitet hat. Bravo! Da können wir uns als angeblich so verdammt fortschrittliche, zivilisierte, hochintelligente und wahnsinnig innovative wie kreative und unglaublich kluge Spezies wirklich nur gratulieren. Sarkasmus off.

Ente gut, alles gut…..

„Tiere sind die ersten, die unter den rücksichtslosen Eingriffen des Menschen leiden. Zerstören wir ihren Lebensraum, zerstören wir ihr Leben. Beuten wir sie aus, gefährden wir unsere eigene Existenz. Darum: Schützen wir sie, schützen wir uns. Wir sind nicht unverwundbar. Umwelteinflüsse, Klimawandel, Epidemien bringen Krankheit und Tod. Konsequenzen unseres Hungers nach Macht, Wachstum, Profit. Es braucht weitreichendes Erkennen der Zusammenhänge, radikales Umdenken und rasches Tun.“

rasches Tun…..

WER AUF EINE HEISSE HERDPLATTE GREIFT, LERNT AUS DER ERFAHRUNG.

SCHMERZHAFT.

WIR MÜSSEN ENDLICH AUS COVID-19 LERNEN!

SONST IST DIE NÄCHSTE KRISE HAUSGEMACHT.

Doch: Fehlanzeige! Neben dem Virus grassieren derzeit akute Symptombehandlung und Zahlenbetäubung: Wie viele Erkrankte? Wie lange noch? Kinder zur Schule? Wirtschaft retten! Masken rauf! Hände waschen! Weiter brav sein.

Das alles ist wichtig – geht aber am Kern vorbei. Wir liegen momentan bei knapp 2 Millionen Toten, unzählige zerstörte Existenzen und Milliardenrettungspakete. 5 vor 12 für die Erkenntnissuche:

WARUM KAM ES ZU DIESER PANDEMIE?

COVID-19 hat – wie zuvor EBOLA, SARS, MERS oder HIV – seinen Ursprung im rücksichtslosen Handel lebender und getöteter Wildtiere. Unter grausamen, unhygienischen Bedingungen, die die Entstehung zoonotischer Viren begünstigt, werden sie gehalten und geschlachtet. Auf kleinen Märkten ebenso, wie im großen Stil über internationale Handelsdrehscheiben. Tiere als Nahrung, als Souvenir, als dubioses „Heilmittel“, als Zeitvertreib. Als strategische Geldquelle, als internationale Handelsware…

Die Konsequenzen: Weltweit. Dramatisch. Tödlich.

Wir fordern Politik und EntscheidungsträgerInnen auf: Stellt euch endlich der unbequemen Frage nach dem WARUM und behandeln wir gemeinsam die Ursachen.

DIE NÄCHSTEN KATASTROPHEN SIND IN DEN STARTLÖCHERN.

UNSER 5-BRENNPUNKTE-PLAN FÜR DEN WANDEL.

Laut Welt-Tiergesundheitsorgansiation OIE steigt die Zahl der zoonotischen Infektionskrankheiten wie COVID-19. Die Gründe dafür sind längst bekannt. Wir haben 5 Brennpunkte definiert, die weitere Katastrophen wie diese Pandemie verhindern sollen. Neben der Eindämmung zoonotischer Viren können wir vom Aussterben bedrohte Arten retten und unbeschreibliches Tierleid verhindern. Für die Natur hängt alles miteinander zusammen. Und auch wir sind ein Teil davon. Handeln wir endlich entsprechend, nach dem Motto:

SCHUTZ FÜR SIE = SCHUTZ FÜR UNS. UND UMGEKEHRT.

  1. SCHLIESSUNG VON WILDTIERMÄRKTEN
    Die Schließung von Wildtiermärkten, auf denen Viren leicht die Artenbarriere überspringen können, ist ein erster wichtiger Schritt um diesem Trend entgegenzuwirken.
  2. NACHHALTIGE HILFE FÜR BETROFFENE
    Ein ganzheitliches Maßnahmenpaket, das den Menschen in Afrika und Asien, die oft keine andere Möglichkeit sehen ihre Familien zu ernähren, nachhaltig neue Optionen bietet. Nur das kann langfristig zum Erfolg führen.
  3. GLOBALES VERBOT VON ILLEGALEM WILDTIERHANDEL
    Ein globales Verbot von illegalem Wildtierhandel und strenge Maßnahmen zur Einhaltung der Gesetze. Wildtiere dürfen nicht mehr illegal als Nahrung, als Souvenir, als Zeitvertreib, als strategische Geldquelle, als internationale Handelsware benutzt werden.
  4. STRENGERE GESETZE BEI DER MASSENTIERHALTUNG
    Zoonotische Krankheiten treten auch dort auf, wo Tiere in Massentierhaltung unter fürchterlichen, unwürdigen Bedingungen gehalten werden.
  5. GLOBALES VERBOT DER ABHOLZUNG NATURNAHER WÄLDER
    Stopp der Entwaldung zur Nutzung für intensive Landwirtschaft, die zum Verlust von tierischem Lebensraum führen. Je mehr wir den Lebensraum vieler Tiere rauben, umso größer wird die Schnittstelle zwischen Mensch und Tier, bei der zoonotische Krankheiten übertragen werden.
Jane Goodall Institut-Austria

https://www.yahoo.com/news/as-biden-prepares-for-climate-summit-un-says-the-world-is-on-the-verge-of-the-abyss-194222171.html?.tsrc=fp_deeplink

#118 „genug ist nicht genug…..“

Das ist der perfekte Slogan, diese tiefste innere Überzeugung viel zu vieler Irrer und Verirrter, diese tausende Jahre alte, inzwischen immer perfekter inszenierte und permanent optimierte Konditionierung, der schmerzhafte Dorn und der stotternde Motor einer stets zu weiterem Wachstum verdammten Wirtschaft und eines ins Unermessliche wachsenden Bruttonational Produkts und Bruttonational Unglücks, der Fluch der Unbewussten, der permanent von sich und allem anderen Abgelenkten und Unglücklichen in der Geiselhaft ihres Verstandes und ihrer unentbehrlichen Apps und alles leichter und bequemer machenden Tools und immer spannenderen, vielversprechenderen Gimmicks und Games, der optimierteste und besteste Motor und das optimalste, grössten Erfolg versprechende Businessmodell für stetig und immer rasanter wachsenden Gewinn und Profit jeder erdenklichen bis abscheulichen Unart, der alles in unserer Welt von Tag zu Tag, von Stunde zu Stunde – Zeit ist angeblich Geld – besser, optimierter, effizienter, gepimpter, operierter, korrigierter, schneller und gnadenlos konsequenter und voll ausgecheckt am Laufen hält als je in der relativ erbärmlich kurzen aber umso aufregenderen Geschichte der Menschheit zuvor.

Zeit ist angeblich Geld

An einem immer schnelleren und rasanteren Laufen in unseren individuellen und kollektiven Absturz, einen inzwischen glasklar wie Wasser vorhersehbaren Unfall und, wenn wir nicht wirklich aufzuwachen bereit sind, einen unaufhaltsamen Untergang, Hand in Hand mit unserer zurechtgebogenen Geschichte , zurechtgelogenen Vergangenheit und unseren Interpretationen der eigenen Geschichten, Traumata, Befindlichkeiten, Schaum -, Scham- und Opferollen und anscheinend schier unüberwindbaren Defiziten in der einen Hosentasche und der ewigen Jagd nach dem nächst Besseren „was auch immer“ und vor allem in ein virtuelles, wesentlich vielversprechenderes, wesentlich „glücklicheres“ „dann“ als es ein wahrhaftiges HIER und JETZT angeblich je sein könnte, in eine Zukunft, in der noch nie zuvor jemand war, nie jemand je sein wird und aus der mich auf jeden Fall noch nie jemand angerufen hat, in der anderen Hosentasche. Verstöpselt, Verkabelt, permanent On – Line, verbunden mit dem heiligen Nichts, mit Freisprecheinrichtung, Navi, Google goggles und in eine permanente Bewusstlosigkeit ge – Appt, gehypt, gelockt, verunsichert, verträumt, verpennt, verbohrt und verbockt. Guten Morgen !

Nicht genug! Nicht schön genug, nicht gut genug, nicht fit genug, nicht gescheit genug, nicht talentiert genug, nicht genug gefördert, nicht genug gefordert, nicht genug verstanden, nicht genug zugehört, nicht erfolg – reich genug, nicht jung genug, nicht intelligent genug, nicht einfühlsam genug, nicht genug Geld, nicht genug Liebe, nicht genug Freiheit, nicht genug Unabhängigkeit, nicht genug Mut, nicht gesund genug, nicht kompetent genug, nicht reich genug, nicht oft genug gewonnen, nicht oft genug bekommen, nicht oft genug erhalten, nicht oft genug beschenkt worden, nicht stark genug, nicht kompromisslos genug, nicht diplomatisch genug, nicht kompromissbereit genug, nicht sozial genug, nicht kaltschneutzig genug, nicht macho genug, nicht genug Führungskompetenz, nicht genug geschafft, nicht sozial genug, nicht teamfähig genug, nicht genug geholfen, nicht genug gegeben, nicht genug unterstützt, nicht einfühlsam genug, nicht konsequent genug, nicht kreativ genug, nicht innovativ genug, nicht wettbewerbsfähig genug, nicht genug dicke Haut, nicht sensibel genug, nicht genug Unterstützung und Unterstützer, nicht gut genug beraten, nicht gut genug gecoacht, nicht offen genug, nicht fortschrittlich genug, nicht phantasievoll genug, nicht romantisch genug, nicht schlank genug, nicht gross genug, nicht fesch genug, nicht charismatisch genug, nicht authentisch genug, nicht liebenswert genug, nicht liebevoll genug, nicht genug Liebe, nicht genug Verständnis, nicht genug Beachtung, nicht genug! Die meisten fühlen, dass irgendetwas mit ihnen, in ihnen, in ihrer Geschichte, mit sich und ihrem“Selbst“ nicht genug ist und was somit in Zukunft aber er – füllt werden könnte, unbedingt muss, auf jeden Fall soll, ohne Zweifel: darf. Nicht genug genug!

Nicht genug genug! Gnus…..

Für jedes einzelne der unzähligen „Nicht Genug“s, ich nenne sie mal Spasshalber „Gnus“, gibt es eine schier unüberschaubare Zahl an profitträchtigen Konzepten, Start Ups, Entrepreneurs, Produkten, Coachings, Pillen, Medikamente, Pharmaindustrien, Beraterinnen und Berater, Psychologinnen und Psychologen, Therapeuten, Apps, Online Kurse, Kuren, Lehrerinnen und Professoren, Gurus, Schönheitschirurgen, Politikerinnen und Politiker, kosmetische und alchemistische sowie esoterische Produkte, Homöopathie, Schönheitsindustrien, Eliteschulen, OPs, Lebens- und Partnerschaftsberatungen, Absaugungen, Einflüsterungen und Ex – Tensions, Kurse, Optimierungen, Effizienz steigernde Massnahmen, Workshops, Schulen, Universitäten, Meisterklassen, Klamotten, Möbel, Autos, Reisen, Ölindustrien, Wohnungen, Häuser, Immobilienbranchen, Aktiengesellschaften, Börsen und Geldbörsel, Spekulanten, CEOs, Lotterien, Freizeitaktivitäten, Partnervermittlungen, Einrichtungsberaterinnen, Klamotten, Zucker, Schokolade, Fast Food, Friss Dich Schlank Kurse, Agrarindustrien, Schuldnerberatungen, Bankkredite, Fitness-und Yogaclubs, Sport- und Unarten, Hobbies, Kochkurse, Ernährungsberatungen, Schlankheits- und Wohlfühlrezepte, Selfmade Millionär Seminare, Freizeitbeschäftigungen und Tätigkeitsfelder, Heilversprechen, Heiler, den Heller, Mooji, Deepak Chopra und Eckhart Tolle, Erfolgsgarantien, Welten, Himmel, das Universum, sämtliche vorstellbaren und bislang unvorstellbaren Paradiese und die verschiedensten Höllen, was bei genauerer Betrachtung oft das ein und selbe ist.

Heute morgen, auf meinem morgendlichen Radausflug bei leichtem Nieseln zur Donau habe ich, wie fast jeden Tag, bei der kleinen aber feinen K&K Bäckerei oben in Döbling halt gemacht, um mir einen heissen Kaffee und ein frisch gebackenes, ebenso herrlich duftendes, knackiges Salzstangerl zu genehmigen und kaufte mir zugleich einen Striezel mit Rosinen für später, mit der Bemerkung „den mit Rosinen bitte. Warum manche Menschen Rosinen nicht mögen habe ich noch nie verstanden“ Worauf die Bäckersfrau meinte: “ Ja, stellen sie sich vor – wir müssen inzwischen sogar Topfengolatschen ohne Rosinen machen, weil viele Leute, besonders Kinder und Jugendliche die mit Rosinen nicht mögen“ worauf es aus mir herausbrach:“ Ja, irgendetwas passt immer ned“, was einem neben mir stehenden, älteren Herren ein Schmunzeln zu entlocken vermochte, was selbst durch seinen Mund- und Nasenschutz glasklar erkennbar war.

…..bei der kleinen und feinen K&K Bäckerei oben in Döbling

„Irgendetwas passt immer ned“. Dieser Stachel einer permanenten Unzufriedenheit mit jedem und allem, vor allem mit unserem „Selbst“, mit der kaum Vergleichen stand haltenden und konstant verunsicherten Wahrnehmung der aktuellen Version von uns selbst, wird heute weltweit als das geilste Businessmodell aller Zeiten wie der heilige Kral des noch heiligeren Gottes „Profit“ prächtiger genährt, gehegt, gedüngt, verbessert, optimiert, verfeinert, permanent verstärkt und in voller Hingabe und bis zur vollkommenen Selbstaufgabe gepflegt als je zuvor. Und damit zugleich unser inzwischen pandemisches Unvermögen, im HIER & JETZT anzukommen und zu sein, bei „uns“ anzukommen und einfach einmal nur bei uns zu bleiben und einfach „zu Sein“, ohne dem Drang, immer etwas tun zu müssen, in der Angst, irgendetwas zu versäumen und nicht permanent mehr der weniger verloren im permanenten Geschnatter unserer Gedanken vollkommen ausser uns zum nächst besseren Moment zu rasen oder zu schlafwandeln.

Irgendwas passt immer ned…..

Man spricht in Marketingkreisen und im Kreise der zumeist weit überbezahlten Werbefuzzies und ihren Arbeitgebern, den sogenannten, ebenso weit über ein massvolles Ziel hinaus überbezahlten, weil eben rein Profit orientierten sowie selbigen garantierenden, aber oft menschlich vollkommen inkompetenten Top – Managern, oft von „künstlicher Bedarfserzeugung“ was in Wahrheit viel mehr eine „künstliche Bedürfniserzeugung“ ist, eine vollkommene und möglichst restlose Zerstörung unseres Selbstwertgefühls, unserer Achtung vor uns selbst und damit n einem Atemzug der, dem und den anderen gegenüber. Achtsamkeit, würde das Gegenmittel heissen. Mit Slogans wie „Geiz ist geil“ oder einem in den 80igern im Fernsehen rauf und runterlaufenden Werbespot der Allianz: „Mit einem Nachbarn voller Neid ist nicht gut Kirschen essen, vom Zaun bricht dann auch noch ein Streit, so kommt es zu Prozessen…“

Achtsamkeit

Die systematische Vernichtung des Vertrauens in das Leben , „wie ES IST“ und damit zugleich in unser „Selbst“, in die uns innewohnenden Kräfte, Schöpfer- und Heilungskräfte, friedensstiftende und vermittelnde, helfende, unterstützende, kreative Kräfte und ja: in die Liebe. Die Liebe , die wir erst einmal unserem „Selbst“ gegenüber entdecken, fühlen, verinnerlichen , unserem „Selbst“ schenken und, inklusive aller angeblichen Mängel und Fehler, die oft nur extrem gut getarnte Diamanten sind, offenbaren, gestehen und zeigen sollten, bevor wir überhaupt in der Lage sind, sie jemand anderem weiter zu schenken, ja: zu schenken, zu ver – schenken, nicht zu verkaufen.

ja: schenken, nicht verkaufen…..

In einer vor ein paar Tagen „bei Stöckl“ spätabendlichen Gesprächsrunde mit dem Hormonexperten und Theologen Johannes Huber und dem Künstler André Heller zum Thema „was ist ein gute Mensch?“ einigten sich einmal beide Mitsiebziger einstimmig darauf, dass das Leben „ein Kurs“ ist, wo es darum geht, zu lernen, was ich wundervoll fand. Und da geht es auch nicht um Tipps und Tricks, wo man dann gerne mal mit „Ja, ich weiss eh“ antwortet, sondern da geht es darum, das zu Lernende und gelernte täglich zu vertiefen und sich täglich im „guten Mensch Sein“ zu üben und täglich darin besser zu werden. Ich möchte euch diese Diskussion, solange sie noch in der ORF Videothek abrufbar ist, nicht vorenthalten und bitte euch, sie euch bei Gelegenheit unbedingt anzusehen.

Ich denke ja, es geht nicht darum die oder der zu sein, die wir gerne sein „wollen“ oder glauben sein zu müssen, worauf eben unzählige Coaching- und Beratungsmodelle basieren, sondern die oder der wir immer schon waren, zu ent – decken, zu „werden“ und „zu Sein“, ohne eben der Angst, „nicht genug“ zu sein. Sondern stattdessen einmal den status Quo, „wie man eben ist“, voll und ganz zu akzeptieren und liebevoll und behutsam zu umarmen, das Leben, wie es „JETZT“ und „HIER“ eben ist bzw. sich uns darzustellen vermag oder wie wir es wahrzunehmen vermögen, liebevoll, in Dankbarkeit für alles „was ist“ und eben nicht auf der Jagd nach dem, was wir zu vermissen glauben und glauben noch in uns reinstopfen oder draufpacken zu müssen, um „genug sein zu können“, zu akzeptieren und achtsam zu umarmen.

JETZT und HIER

Damit öffnen sich, alleine durch den liebevolleren Umgang mit dem „nicht perfekten, aber gerade deshalb perfekten“ Selbst und dem Leben, wie von Geisterhand und sozusagen „im Nu“ vollkommen neue, friedvolle, glückselige Türen, Scheunentore und Grossflächen Fenster in des Hier und Jetzt. „You don’t have to be perfect to be great“ , John J. Dipietro. Dann sind wir erst einmal bei uns und mitten im Leben „angekommen“, damit dann sein darf, was immer schon war und schon immer sein wollte, damit wir im Hier und Jetzt mit etwas täglicher Übung auch wahrzunehmen imstande sind, was eigentlich alles direkt vor unseren Augen und Sinnen und Wahrnehmungen immer schon vor uns liegt und lag und in uns vor sich dahin schlummert, was wir aber in der Raserei zum Nächstbesten permanent über – hört, über – rochen, über- sehen, ignoriert und missachtet haben. Das Beste.

Grossflächen Fenster

Es scheint mir sehr ähnlich wie bei diversen Krankheiten oder anderen scheinbaren Katastrophen und Herausforderungen, die uns plagen, zu sein: aus eigener, jahrelang extrem schmerzvoller Erfahrung als Morbus Crohn Patient mit zwei lebensrettenden Darm Operationen, beide male schon um einiges nach der buchstäblich letzten Minute, kann ich euch folgendes berichten: damals, in den 80igern und Anfang der 90iger, gab es jede Menge Morbus Crohn Selbsthilfegruppen, wo sich alle Opfer dieser grauslichen, psychosomatisch getriggerten Erb Krankheit in ihrem Opferbewusstsein versammelten um sich gegenseitig von einem mal auf das andere auf die Opferschultern zu klopfen. Das kann man schon so machen und das darf auch sicher so sein, nur ist man dann sehr leicht tagtäglich im Bewusstsein des armen , kranken Opfers gefangen. Ich habe mich nie als Opfer gefühlt, sondern immer als Gestalter empfunden, als Gestalter eines Lebens, welches ich bis zum heutigen Tage bedingungslos liebe, immer mit extremer Neugierde und Lernbereitschaft erfüllt, ja, als Kurs, dem ich auf direktem Kurs zu mir und in die Welt begegne und aufgrund dessen bis zum heutigen Tage extrem aufregend, bereichernd, erfüllend und spannend finde.

aufregend, bereichernd, erfüllend und spannend

In diesem Bewusstsein, habe ich diese Krankheit nicht „zu besiegen“ oder „zu bekämpfen“ versucht, sondern ich habe sie einmal vollen Herzens als Teil von mir und meiner Gene akzeptiert und buchstäblich geistig und innerlich umarmt. Und dann sind wir beide nicht miteinander schnurstraks in die Krankheit oder zu den Selbsthilfegruppen marschiert, sondern ich habe sie an der Hand genommen und sie bis heute an der Hand in und durch unser „Leben“ begleitet und geführt. Und seit diesem , mir damals so gar nicht voll bewussten Aufbruch in das von mir heiss geliebte Leben, begleitet sie mich täglich still und leise und hat sich seither nicht mehr bemüssigt gefühlt, sich lautstark oder auch nur leise zu Wort melden zu müssen. Damit „Sein“ sein kann , was ohnedies schon immer war, und damit wir werden können, wer wir immer schon sind. Das Leben, der Kurs, der Mensch zu werden, der mit sich in Frieden ist indem er sich täglich bemüht die best mögliche Version von der oder dem zu werden, die sie oder er einfach ist und sich mutig zu sein und werden traut, und wie wir, so bewusst wie möglich, sein sollen dürfen.

Damit Sein kann, was ohnedies immer schon war

Ich werde dann manchmal und eigentlich immer wieder öfter von durch ihren Verstand geplagten, der all das kaum bis gar nicht zu verstehen vermag und dem das auch nicht gefällt, gefragt, ob ich denn dann überhaupt noch etwas „will“ oder ob ich dann überhaupt noch weiss, wozu ich lebe und da bin. Ob ich denn keine Wünsche, keine Ziele mehr hätte und was denn das für ein merkwürdiges Leben ohne Ziele, noch etwas schaffen, im Sinne von „ich habe es geschafft“ und anscheinend ohne innere Wettbewerbsbereitschaft und den „nötigen“ Drive sein soll?

Nun: das Tor und der Schlüssel der Dankbarkeit, dem Bewusst werden und dem mir täglich Bewusst machen, was ist, wofür ich dankbar sein kann, darf und will, ermöglichen mir in aller Stille, in der Musik und in der Natur und in der Gemeinschaft mit meinen Liebsten einmal ein Grundgefühl des Friedens, der Freude und der inneren Ruhe, aus der ich erst die Dinge im Hier und Jetzt wahrzunehmen imstande bin, die meine Aufmerksamkeit und Achtsamkeit gerade brauchen. Ich werde sicher noch viele Konzerte spielen und Musik durch mich strömen lassen dürfen und damit etwas beitragen, das uns alle verbindende Erlebnis Musik und die ihr innewohnende Magie spürbar, greifbar und erlebbar zu machen und Menschen in Ihrer und meiner, unserer gemeinsamen Essenz dadurch zu berühren, wo wir gemeinsam in eine Energie eintauchen um unsere Verbundenheit zu feiern und uns ihrer gewahr werden zu können, sie damit werder zu vergessen noch zu ignorieren.

Menschen in unserer Essenz berühren…..

Aber wozu ich hauptsächlich nach wie vor am Start bin ist gewiss meine Bestimmung, als Katalysator anderen Menschen zu helfen, in Ihre eigene Kraft zu kommen und sie zu ermutigen, ihre Träume und Talente nicht nur geheim zu lieben sondern sie voller Freude, Dankbarkeit, Liebe und Lebenslust sanft und behutsam zu umarmen, zu akzeptieren und, allem voran: zu Leben.

in ihre und unsere eigene Kraft bringen – Foto © Sandra B. Mauerhofer

Danke an mein Herz , das mich durch dieses wundervolle Leben schlägt, Danke an meine Lungen, die Dich ein- und mich ausatmen, Danke an meine Füsse die mich mitten im Leben stehen lassen und an meine Beine, die mich zu all den spannenden Orten, Plätzen, Tieren, Meeren, Bergen, Quellen und Menschen tragen, danke für mein Gehirn, das mich denken, lernen, träumen und fühlen lässt und unter vielem anderen meine Organe steuert, Danke an mein Bewusst „Sein“ dürfen, Danke an meine Haut, die mich beschützt und mich Dich spüren lässt, Danke an meine Arme, die mich fliegen, Halt finden und dich umarmen lassen und an meine Hände, die mich gestalten, Dich halten, berühren und miteinander musizieren lassen, Danke an meine Wirbelsäule, die mich aufrecht durch das Leben trägt, Danke an meine Schultern, die Lasten zu tragen wissen und meinen Hals, der meinen Kopf zu tragen weiss, Danke für meine vollkommene Heilung, Selbstheilung und Gesundheit, Danke für die Liebe und Gesundheit meiner Kinder und deren Mütter und Enkelkinder und deren Papa, meiner Mutter und ihrem Liebsten, meiner Liebsten und ihren Kindern und Familie, meiner Familie und meiner guiding, guardian, helping, protecting and supporting angels, if i know them or not, if i am aware of them or not, meinen soul brothers and sisters, Danke an meine Ohren, die mich Hören und Verstehen lassen, an meine Augen, die mich Sehen und Erkennen lassen, an meine Nase , die mich Atmen und gut Riechen lässt und für meinen Mund, der mich essen, trinken, schmecken, sprechen, singen und uns küssen lässt….

selfie © AleX

Auf dem Grabstein des Kapitalismus wird einmal stehen: »Zu viel war nicht genug!«
—Volker Pispers. Danke Moreau, lieber Freund, für diesen genialen Spruch .

#117 „Kultur ist keine Branche, Herr Kanzler“

….und Kulturschaffende sind keine „Künstler“. WIR ALLE sind „Kultur Schaffende“, auch Sie, Herr Kanzler, wir alle schaffen und bestimmen gemeinsam die Kultur in der wir leben

Alle Kultur ist Erweiterung unseres Bewusstseins.    Carl Gustav Jung

Kulturbegriff
Die UNESCO definiert Kultur als die
„Gesamtheit der unverwechselbaren
geistigen, materiellen, intellektuellen und
emotionalen Eigenschaften, die eine
Gesellschaft oder eine soziale Gruppe
kennzeichnen.“

„‚Kultur‘ ist ein vom Standpunkt des Menschen aus mit Sinn und Bedeutung bedachter endlicher Ausschnitt aus der sinnlosen Unendlichkeit des Weltgeschehens.“ Max Weber

Helmuth Plessner hält gar das deutsche Wort „Kultur“ für fast nicht übersetzbar. In seiner „empathischen“ Bedeutung sieht er eine religiöse Funktion: „Kultur, der deutsche Inbegriff für geistige Tätigkeit und ihren Ertrag im weltlichen Felde, ist ein schwer zu übersetzendes Wort. Es deckt sich nicht mit Zivilisation, mit Kultiviertheit und Bildung oder gar Arbeit. Alle diese Begriffe sind zu nüchtern oder zu flach, zu formal, bzw. ›westlich‹ oder an eine andere Sphäre gebunden. Ihnen fehlt das Schwere, die trächtige Fülle, das seelenhafte Pathos, das sich im deutschen Bewußtsein des 19. und 20. Jahrhunderts mit diesem Wort verbindet und seine oft empathische Verwendung verständlich macht.“

„Kultur“ bezeichnet ebenso die Gestaltung des Zusammenlebens zwischen Menschen. So hat der Mensch im Laufe der Evolution eine Kultur ausgebildet, indem er zum Beispiel die Jagd oder andere Formen der Nahrungsbeschaffung geplant und durchgeführt, Kleidung, Werkzeuge oder Schmuck hergestellt, Siedlungen gebaut und das gemeinschaftliche Leben organisiert hat. Auch Rituale und Glaubensweisen sowie Verständigungsformen zählen zur Kultur des Menschen. Die gesamte Kultur einer Gemeinschaft umfasst also die Regeln des Zusammenlebens, Sprache und Schrift, Religion, Bräuche, Sitten und alle Formen der Kunst – eben all jene Dinge, die von den Menschen geschaffen, gestaltet und geformt wurden. Im engeren Sinne fasst man vor allem künstlerische Ausdrucksformen unter dem Begriff „Kultur“ zusammen. Spricht man zum Beispiel vom „kulturellen Angebot“, bezieht man das häufig auf die Bereiche Kunst, Literatur, Theater, Musik oder Film.#

Kultur ist die kollektive Programmierung des Geistes, die die Mitglieder einer Gruppe oder Kategorie von Menschen von einer anderen unterscheidet.
Geert Hofstede, 1991


Kultur ist die Weise, in welcher Menschen sich verständigen, ihre Kenntnisse über die Einstellungen zum Leben weitergeben und entwickeln. Kultur ist das Muster der Sinngebung, in dessen Rahmen Menschen ihre Erfahrungen deuten und ihr Handeln lenken.
Clifford Geertz, 1973

Kultur ist ein universelles Phänomen. Alle Menschen leben in einer spezifischen Kultur und entwickeln sie weiter. Kultur strukturiert ein für die Bevölkerung spezifisches Handlungsfeld, das von geschaffenen und genutzten Objekten bis hin zu Institutionen, Ideen und Werten reicht. Kultur manifestiert sich immer in einem für eine Nation, Gesellschaft, Organisation oder Gruppe typischen Orientierungssystem.
Alexander Thomas, 1996

Man soll alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen. Johann Wolfgang von Goethe

Daß die großen Momente eine Kette bilden, daß sie als Höhenzug die Menschheit durch Jahrtausende hin verbinden, daß für mich das Größte einer vergangenen Zeit auch groß ist und daß der ahnende Glaube der Ruhmbegierde sich erfülle, das ist der Grundgedanke der Kultur.

Kultur ist vor allem Einheit des künstlerischen Stiles in allen Lebensäußerungen eines Volkes.

beide Friedrich Nietzsche (1844 – 1900), Friedrich Wilhelm Nietzsche, deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

In Zeiten, in denen jede Nation immer weniger Kultur für ihren eigenen Bedarf zur Verfügung hat, machen alle Nationen wütende Anstrengungen, um ihre Kultur zu exportieren, um einander ihre Leistungen im Bereiche der Kunst aufzudrängen. George Eliot

Kultur war immer etwas, das nur wenige Leute verstanden. Vivienne Isabel Westwood

„Wo die Kultur stirbt, beginnt die Barbarei“ Das Zitat von Henrich Böll ist stark und plakativ, deshalb wird der Satz auch gern und oft zitiert – von Politikern ebenso wie von Künstlerinnen und Künstlern. Aber er bedarf der Interpretation, denn er stimmt ebenso, wenn statt der Kultur etwas anderes stirbt: etwa Freiheit, Toleranz oder Liebe. 

Von den Kulturen zählt nur eine:
das Sich Bemühen
Mensch zu sein

© Hans-Christoph Neuert (1958 – 2011), deutscher Aphoristiker und Lyriker

Die Kultur: Gras, das immer wieder niedergetreten wird und sich wieder aufrichtet.

Robert Musil (1880 – 1942), seit 1918 auch Robert Edler von Musil, österreichischer Novellist, Dramatiker und Aphoristiker

ohne Schliff sind wir wie Steine
wir funkeln nicht
wenn Licht darauf fällt

© Anke Maggauer-Kirsche (*1948), deutsche Lyrikerin, Aphoristikerin und ehemalige Betagtenbetreuerin in der Schweiz

Kultur ist schon lange nur noch der Versuch, den Niedergang der Kultur aufzuhalten.

© Markus M. Ronner (*1938), Schweizer Theologe, Autor und Aphoristiker

Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen Schatten.Karl Kraus (1874 – 1936) war einer der bedeutendsten österreichischen Schriftsteller des beginnenden 20. Jahrhunderts.

#116 „Fragen wir doch nicht immer gleich Google, Wikipedia &Co. Lernen wir wieder der Stimme unserer Herzen zu vertrauen“

Ja! Genau! Was meine ich denn nun mit dieser nur auf den ersten Blick verwegenen Ansage im so viel gelobten und gehypten Informationszeitalter? Könnte es sein dass wir mitten im Informationszeitalter und der künstlichen Intelligenz gezwungen werden, immer mehr und mehr zu verblöden und zu verdummen? Was bedeutet es denn genau bzw. was passiert denn da genau hinter den virtuellen und digitalen Kulissen, wenn wir uns vertrauensvoll immer sofort, weil es unter anderem eben so „bequem“ ist, an Google, Wikipedia und Co. wenden? Wie viele Apps benutzen wir denn tagaus tagein, weil auch das einfach so „bequem“ ist und welche Areale unserer Gehirne werden denn da in diesem „Informationszeitalter“ auf die eine oder die andere, inzwischen zu einer Gewohnheit verkommenen Bequemlichkeit, nach und nach krass vernachlässigt bzw. Schritt für Schritt still und lahm gelegt? Was weiss das Herz und seine Stimme uns mitzuteilen, was unser Verstand, Google, Wikipedia und Co. und alle zur Verfügung stehenden Apps schlicht und einfach nicht können, nicht wissen und nie können oder wissen werden, künstliche Intelligenz hin oder her?

hin oder her

Das sind meines Erachtens, davon bin ich der festen Überzeugung, einige der essentiellen und wesentlichen, der für uns als Menschheit überlebenswichtigen und als „Mensch“ existentiellen Fragen unserer Zeit, like it or not, believe it or not. Wagen wir doch einmal folgendes Experiment: was meinen Google und Wikipedia zu „Stimme des Herzens“ ? Bei „Google“ geht es, Überraschung, Überraschung als allererstes bis auf weiteres und in weiterer Folge eigentlich ausschliesslich um Kaufen und Verkaufen, eine nicht enden wollende Reihe an Kaufempfehlungen in Form von Buch- und Filmtips, grossteils , bzw. von Anfang an bei, ebenfalls Überraschung, Überraschung – Amazon – wer und wo sonst – sowie Verweise auf Fernsehserien. dann, auf Seite 2, unter weiteren Amazon Verweisen Buchtips auch von lokalen Anbietern wie Thalia und Morawa, ein Verweis auf Netflix Serien und das bleibt dann grossteils genau so . Ein Bauchladen, ein Marktplatz, oder wie unser Kanzler sagen würde: ein Amazon-, Bücher-, Fernsehserien- und Film Bazar.

Überraschung

Wikipedia meint zu „die Stimme des Herzens“ folgendes: Der Artikel „Die Stimme des Herzens“ existiert in der deutschsprachigen Wikipedia nicht. Du kannst den Artikel erstellen (Quelltext-EditorAnleitung).
Wenn dir die folgenden Suchergebnisse nicht weiterhelfen, wende dich bitte an die Auskunft oder suche nach „Die Stimme des Herzens“ in anderssprachigen Wikipedias. Und im Weiteren der genau gleiche Bauchladen, Marktplatz und Bazar wie auf Google.

Das überrascht mich jetzt natürlich überhaupt nicht und ist zugleich sehr bezeichnend. Weder Google noch Wikipedia, die gigantischen Informations – Titaniks auf den angeblich grenzenlosen Ozeanen des virtuellen und digitalen Informationszeitalters verstehen diese Frage offensichtlich nicht bzw. wollen, bzw. können sie gar nicht verstehen. Wen wundert das? Mich sicher nicht. Wie soll Verstand etwas verstehen, wo es nichts zu verstehen sondern nur etwas zu erkennen gibt, bzw. es gilt, sich etwas bewusst zu werden und zu „lernen“.?

Informations – Titaniks

In Zeiten, wo wir in einer kollektiven Geiselhaft und unter einer bisweilen noch gefährlich stillen Diktatur des Verstandes gefangen zu sein scheinen, braucht uns das auf keinen Fall weder zu verwundern noch zu entsetzen. Es erklärt sich mehr oder weniger von selbst: Was ich hier mit der „Stimme des Herzens“ meine, kann der Verstand und seine von seinen zahllosen Anbetern und Jüngern einschliesslich ihrer extrahierten, überhöhten, arroganten Informationen weder nachvollziehen, noch kennen, noch wissen, weil es dabei eben nicht um kognitives, logisches Wissen noch um Informationen geht, sondern um ein wesentlich tiefer liegendes Wissen weit jenseits der Jagdgründe des Verstandes, und um, ja, ich wage es zu sagen ohne rot zu werden: um Weisheit. Damit können Google und Wikipedia schlicht und einfach nicht dienen. Sonst würden wir uns ja in einem „Wissens- oder Weisheitszeitalter“ befinden, doch davon sind wir einschliesslich unserer Weisheitszähne leider weiter entfernt als je zuvor. Die Tatsache, dass es eine unglaubliche Vielzahl an Informationen gibt heisst ja weder, dass wir plötzlich intelligenter wären oder wesentlich mehr wüssten als je zuvor. Da ist wohl eher das Gegenteil der Fall.

An dieser Stelle möchte ich gerne, wen immer es interessieren mag, auch auf meinen Blog #71 „Wir leben in einer Diktatur des Verstandes“ verweisen. https://pimpmyband.live/2021/01/22/71-wir-leben-in-einer-diktatur-des-verstandes/

das Weisheitszeitalter ist gleich um die Ecke…..

Soweit, so ungut. Was passiert jetzt jedes mal wirklich hinter den digitalen Kulissen, wenn wir uns, wie gesagt, „vertrauensvoll“ an Google und/oder Wikipedia mit unseren Fragen, die ein Anrecht auf gute Antworten hätten, wenden? Wir füttern jedes einzige mal einen Algorithmus zur extrem präzisen und möglichst genauen Evaluierung unseres nur im Internet befindlichen, von niemandem einsehbaren, persönlichen Profils, und zwar nicht als Wert – voller Mensch, denn das interessiert herzlich niemanden, sondern als Profit – trächtiger Konsument und Nutz – barer Datenträger. Denn wir dürfen eines auf keinen Fall vergessen: es geht hinter den Informationskulissen ausschliesslich um Kaufen, möglichst grosse Profite und Verkaufen – koste es was es wolle. Zu nichts anderem ist , wie inzwischen viele ähnliche und zahlreiche andere „intelligente“ tools, zu denen auch unsere alles andere als „smart“ phones gehören, auch Amazon’s AleXa da und gut, und auf nichts anderem basieren die zahllosen, uns immer gründlicher und weitreichend sowie täglich entmündigenden Apps auf dem Jahrmarkt und dem virtuellen Gefängnis unserer rasant fortschreitenden, inzwischen erschreckend gefährlich, vieles bis fast alles, vor allem unsere Lebendigkeit und unsere Intelligenz und unser „Mensch Sein“ lähmende pandemische Bequemlichkeit.

Unser Gehirn ist keine Festplatte, das heisst: je mehr wir es fordern, je mehr wir es bemühen und je mehr wir zu lernen bereit sind, desto mehr hat Platz und umso grösser wird sein Speicher durch die stete Arbeit der Synapsen bei jedem Lern- und Denkprozess. Je mehr und je öfter wir nun angehalten werden genau darauf zu verzichten desto weniger Speicher bilden die Synapsen und wir sind am besten Weg zu einer systematischen Verdummung. Zugleich füttern wir permanent und frei – willig die künstlichen Gehirne von Google, Wicky Wacky, Amazon, facebook und Co mit unseren gigantischen Datenmengen, unseren Fragen und immer grösser werdenden Wissenslöchern sowie unserem Kommunikations- und Konsumverhalten.

die Bequemlchkeit….

Was ist nun die Stimme des Herzens, was meine ich damit? meine ich damit das sogenannte „Bauchgefühl“? oder die sogenannte „Intuition“ ? „Moment, vom Bauchgefühl zur Intuition?“ meint da der deutsche Autor, Speaker und Wissenschaftler Dr. Florian Ilgen. „Bedeutet das nicht dasselbe? Nicht ganz. Beide werden von unserem Unterbewusstsein gefüttert. Das kann nämlich in der gleichen Zeit deutlich mehr Informationen verarbeiten als unser Bewusstsein – einer der Gründe, warum intuitive und Bauchentscheidungen manchmal fast gespenstisch gezielt sind. Der Unterschied liegt in der Art der zu Rate gezogenen Informationen. Das Bauchgefühl arbeitet – unter anderem mit unserem zweiten Gehirn im Bauch – mit Ihren Erfahrungen und damit mit Informationen, die Ihr Gehirn bereits verarbeitet hat und kennt.“

„Intuition, vom lateinischen „intueri“ für „anschauen“,“ meint Ilgen weiter, „betrachtet Informationen, die vor dem Gehirn schon beim Herzen angekommen sind. Wissenschaftler fanden nämlich heraus, dass das Herz ein eigenes „Gehirn“ hat. (Und zwar ein wesentlich grösseres, präziseres und wacheres als jenes im Kopf! sic!) Und das greift Informationen schon vor dem Großhirn ab. Die Intuition bedient sich also neben Erfahrungen auch neuer Informationen, indem sie Situationen oder Menschen eben „anschaut“. Dieser Vorgang dauert nur Bruchteile von Sekunden, ist also abgeschlossen, noch bevor er im Bewusstsein ankommt.“ Soweit Dr. Florian Ilgen, ein Wissenschaftler. https://www.florianilgen.de/wissenschaft/intuition-das-unterbewusstsein-redet-mit 

Stimme des Herzens oder Bauchgefühl?

Es ist der Verstand, der fragt: Wie erkenne ich denn die Intuition? Die Antwort lautet: Du? Gar nicht! Intuition ist weder eine Funktion des Verstandes, noch kann sie von ihm begriffen werden. Der Intuition folgen bedeutet, einer Ebene zu vertrauen, die tiefer liegt als der Verstand, die als feines Spüren eines tiefen Wissens unterhalb all der Gründe, Einwände, Überlegungen, Zweifel und Erklärungen existiert. Der Intuition zu folgen bedeutet tatsächlich in vielen Fällen, Dinge zu tun, die der Verstand eben überhaupt nicht begreift, die nach allem was wir wissen vielleicht überhaupt keinen Sinn ergeben.

Schon Einstein stellte fest: „Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Verstand ein treuer Diener. Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat.“ Finde ich einen ziemlich treffenden Gedanken vom Herrn Einstein, auch ein Wissenschaftler. Da scheiden sich inzwischen allerdings schon seit längerem selbst die wissenschaftlichen Geister. Die einen, denen auch der liebe Albert Einstein angehörte und auch der vorher zitierte Herr Dr. Ilgen anzugehören scheint, sehen im Menschen ein in sich abgeschlossenes System mit dem Verstand einerseits und dem intuitiven Geist andererseits, und als ein Gebilde von verschiedenen miteinander korrespondierenden und aufeinander reagierenden Teilchen, wie Billardkugeln das auch sind. Aber inzwischen ist ein anderer Teil der Wissenschaften, wie die Biosemiotik und auch die Quantenphysik schon wesentlich weiter bzw. schon ganz wo anders gelandet.

das Märchen von den aufeinander reagierenden Teilchen

„Die neuzeitlichen Naturwissenschaften sind vor 400 Jahren mit der Vorstellung entstanden, dass die Welt eine große Maschine sei, die sich vom Menschen beherrschen ließe. Man glaubte, dass alles in der Natur auf den Stößen von sehr kleinen billardkugelartigen Teilchen beruhe und sich daher berechnen ließe wie der Flug von Kanonenkugeln. Die moderne Physik hat aber gezeigt, dass im Innersten dessen, was wir Materie nennen, gar nichts Festes existiert, sondern nur ein schwingendes Gewebe von Energiefeldern, die das ganze Universum durchziehen und sich merkwürdiger verhalten als die Figuren in Alice im Wunderland.

Zugleich musste man in der Biologie erkennen, dass der mechanistische Ansatz nicht dazu geeignet ist, Leben wirklich zu verstehen. Leben ist, das lehrt uns der junge Forschungsbereich der Biosemiotik, durch den Austausch von Botschaften organisiert, nicht durch mechanische Stöße. Nimmt man das alles zusammen, dann zeigt sich, dass die Naturwissenschaften keineswegs eine trostlose mechanische Natur entdeckt haben, sondern eine Welt der Verbundenheit und Selbstorganisation. Sie haben die Natur auch keineswegs „entzaubert“, sondern im Gegenteil die Rätsel unserer Existenz immer deutlicher hervortreten lassen. Der Physik-Nobelpreisträger Richard Feynman drückte es so aus: „Die Wissenschaft kann dem Mysterium einer Blume nie etwas wegnehmen, sondern immer nur etwas hinzufügen.“ soweit Daniel Scheidler, der Verfasser des sehr empfehlenswerten Buches „Der Stoff aus dem wir sind“.

die Rätsel unserer Existenz

Ein wissenschaftlicher Grund, warum wir auf unser Herz hören sollten, ist, dass unser Herz elektromagnetische Felder ausstrahlt, welche sich auf Basis unserer Gefühle verändern. Wir denken unser Gehirn sei mächtig und ja, das ist es auch. Es erzeugt auch elektromagnetische Felder, aber unser Herz ist 100.000 Mal elektrisch stärker und 5.000 Mal magnetisch stärker, als unser Gehirn.

Ein weiterer, wissenschaftlich belegter Grund ist, dass unser Herz mehr Informationen unserem Gehirn sendet, als das Gehirn dem Herzen. Haben wir in der Schule nicht beigebracht bekommen, dass unser Gehirn den ganzen Körper und all seine Abläufe und Prozesse steuert? Das „Kontrollzentrum“ unseres Körpers bekommt tatsächlich mehr Informationen von unserem Herzen, als es diesem sendet. Wer hält die Show also wirklich am Laufen? Ist es unser Gehirn oder ist es unser Herz? Unser Herz weiss bereits, oft schon lange im Voraus, oder sagen wir noch besser, es ist ihm schon lange vor der hin- und her Denkerei bewusst, wovon unser Gehirn, unser Verstand, nur träumen können.

Das war ein Auszug meines Blogs #93 „Was meint das Herz?“ https://pimpmyband.live/2021/03/05/93-was-meint-das-herz/

Wer hält die Show also wirklich am Laufen?

Die Stimme des Herzens ist in meinem Bewusstsein kein blosses Gefühl und auch kein schnöder Gedanke, sondern schöpft aus einem fast archaischen, tieferen Bewusstsein, welches „weiss“ – nein, eben nicht im „Unter – Bewussten“, das uns oft bis meistens vollkommen un – bewusst ist und zugleich voll aktiv ist, wenn wir träumen, sondern welches immer still, glasklar, hellwach und stets, besonders im Hier und Jetzt präsent ist. Ein tieferes Wissen, a knowing, jenseits der Gedanken und Gefühle , im Reich der Stille – dort, wo man nicht träumt oder schläft, aber wo man zugleich auch nicht mehr denken muss, wo die Gedanken und unser wertvolles Werkzeug, der Verstand, endlich Pause haben dürfen und nichts mehr „zu sagen“ haben. Wo man jedoch vollkommen konzentriert, bewusst und aufmerksam ist, wo man sich seiner und aller Essenz vollkommen klar und bewusst ist und zugleich mit dem Wissen und der Weisheit des gesamten Universums verbunden ist. Wo man oft im Nachhinein vollkommen folgerichtig sagt: „ich (mein Herz) habe es ja gleich gewusst“.

…..gleich gewusst

Wenn man der „Stimme des Herzens“ vertraut, muss man keine einfachen oder komplizierten Entscheidungen treffen, sondern ihr eben einzig und allein „vertrauen“, ohne 1% Zweifel. Wer der Stimme des Herzens allerdings misstraut oder sie nicht hören will oder kann, oder glaubt bei jeder ersten Gelegenheit zu allem und jedem den Verstand konsultieren zu müssen, weil das eine Art Schein – Sicherheit vorgaukelt, muss sich stattdessen mit den Pro & Kontra Listen des Verstandes, mit Taktik, Strategie, Meinungsforschung, Evaluierungen, Informationen, Gutachten, unter „gut und schlecht“ gespeicherten Erfahrungen, Google, Wikipedia, Navis, Alexa’s, allen möglichen Apps für alles Unmögliche und Co herumschlagen, um zu sogenannten „guten“ Ent – Scheidungen zu kommen. Wofür in wirklich brenzligen Situationen obendrein ja meistens überhaupt keine Zeit ist. Wo oft in Sekundenbruchteilen das „Richtige“ getan oder eben unterlassen werden muss. So treffend, wie unter anderem auch Mooji und Eckhart Tolle tieferes „Bewusstsein“ versuchen zu definieren: der Himmel hinter den Gefühlen und Gedanken, bei denen ein stetes Kommen und Gehen herrscht, der Himmel dahinter aber im Gegensatz dazu in der Ruhe des tieferen Wissens ständig präsent, klar, still und einfach IST.

“True intelligence operates silently. Stillness is where creativity and solutions to problems are found.”–Eckhart Tolle

# 115 „Zeit“

Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen. Lucius Annaeus Seneca

Wir haben ja noch Zeit. Das machen wir „dann“. Warten bis zum St. Nimmerleinstag. Kommt Zeit, kommt Rat. Schneller und als möglichst „Erster“ dort sein, wo immer „dort“ sein soll – da gehen ja besonders derzeit aus den besten Gründen sowohl die Wahrnehmungen, die Erkenntnisse, die Zwänge und damit zu glauben sobald wie nur irgendwie möglich, unter allen Umständen oder eben auf keinen Fall und unter keinen Umständen in diverse alte Gewohnheiten, Verhaltensmuster, Glaubenssätze und Normalitäten wieder zurückkehren zu müssen oder zu können, die Wissenschaften, die Vorstellung von der Art und Weise weiter wirtschaften zu müssen oder auf gar keinen Fall mehr so weiter wirtschaften zu dürfen und zu können, die Art und Weise wie wir Mensch, die Natur, das Leben, und zwar aller bis dato noch nicht ausgerotteter Lebewesen und ein würdiges Menschenleben definieren wollen, diametral auseinander.

„dann“

Ich habe gerade, jetzt, keine Zeit, was ja durchaus richtig ist, denn wer im JETZT lebt und zu sein weiss, braucht sich um die Illusion Zeit weder zu sorgen, noch zu kümmern, weil sie im JETZT, diesem winzigen Punkt, dem Moment, diesem Augenblick auf der Zeitachse schlicht und einfach als Strecke zwischen zwei verschiedenen, angenommenen Zeit – Punkten, nicht ist. Die Zeit zerrinnt mir zwischen den Fingern. Wo ist die Zeit nur hin? Die Zeit vergeht viel zu schnell und scheinbar immer schneller. Die ganze Zeit habe ich mit diesem und jenem vergeudet oder in dieses oder jenes sinnvoll investiert. Was für eine schöne Zeit wir hatten und was für schwierigen Zeiten das jetzt sind. Zeit im Bild.

„Zeit im Bild“

Das wertvollste in diesem Leben soll ja angeblich Zeit sein. Kann man so sehen: ich finde allerdings: das wertvollste im Leben ist das lebendige Wunder Leben selbst, und wenn man liebt und in dem aufgeht, womit und mit wem man dieses Leben verbringt, egal wie lange es auch dauern mag, und sei man es nur mit einem selbst in bester Gesellschaft, scheint auch die Zeit kaum bis gar nicht zu vergehen, ja: still zu stehen. Ein Umstand, den wir alle kennen und warum eigentlich jede und jeder weiss, dass Zeit eine zwar perfekt getarnte Illusion aber eben nichts anderes als eine Illusion ist, weil sie sich eben im Nu in genau das auflösen kann, was sie ist: Nichts.

„Nichts“

Für mich einer der nach wie vor tollsten und besten Songs, den die Singer Songwriterin und Künstlerin Anna F., jetzt http://www.friedbergmusic.com , mit der ich jahrelang als Artist Developer, Musical director, Produzent, Manager und als Mentor zusammenarbeiten durfte, je geschrieben hat, hiess „Time stands still“.

„Time stands still“

Als Schlagzeuger, der von sich selbst lange behauptet und geglaubt hat, unter anderem auch so etwas wie ein Zeit Experte, ja sogar etwas wie ein regelrechter Zeit – Messer oder Vermesser zu sein, jemand, der durch die Kenntlichmachung des, wie man zu sagen pflegt: Pulses der Zeit diese spür- , hör, und fühlbar machen zu können, ist es , und dessen bin ich mir schon voll bewusst, eine sehr verwegene Herangehensweise, zu behaupten bzw. darauf hinzuweisen, dass Zeit nichts anderes als eine zwar messbare, aber nichts desto Trotz hartnäckige Illusion ist. Vielleicht mag das auch daran liegen, dass man besonders als Schlagzeuger, als Musiker im Allgemeinen in den der – Zeit immer noch vorhandenen Ausbildungsmodellen man extrem angehalten wird, die Zeit sozusagen „zu halten“ auf englisch: „to keep the time“, am besten in feinster Abstimmung mit einem mathematischen Zeitmesser namens „Metronom“, analog oder digital: egal!

egal!

Da darf und muss ich jetzt allen angehenden Schlagzeugern, Musik Studierenden und ein Instrument oder Gesang lernenden der von ihren Ausbildnern, Lehrenden und Unter – Richtenden mit Angst, Verzweiflung, Terror und Panik aufgeblasenen Segel durch die schlimmsten metronomischen Stürme nehmen und zur Beruhigung einmal folgendes feststellen und sagen: die Zeit muss niemand halten, die hält sich, wenn überhaupt, schon selbst. „you don’t have to keep time, time simply keeps itself. Lasst das mal in aller Ruhe sickern, und zwar ganz auf den Erdboden eurer nackten, menschlichen Realität.

die Zeit hält sich selbst…..

Die Zeit hat keinen Puls, also kann man ihn auch weder veranschaulichen, noch messen, noch sonst irgendetwas. Die Uhr tickt – ja, aber das tun manche bis viele von uns auch, und viele von uns meistens , zumindest bei Zeiten, auch „nicht ganz richtig“ 😉 Aber alles, was lebt, hat einen Puls, egal um welche Lebewesen es sich handelt. Und genau dieser Puls, dieser Beat, der Rhythmus des Lebens ist es , was man tatsächlich hör-, spür- und fühlbar machen kann. Ein Bach, ein Rinnsal, ein Bächlein, ein Fluss, ein Strom fliessen und zwar mit verschiedenster Intensität, Lautstärke, Energie und verschiedenstem Tempo. Das Bächlein eher wie eine Fuge von Johann Sebastian Bach, ein Klarinetten – Fagott Divertimento oder eine kleine Nachtmusik von Mozart, ein Fluss eher breit und gemächlich wie eine „Moldau von Friedrich Smetana“ oder „Another Brick in the Wall“ von Deep Purple oder der relativ neue Titel „Higher“ von Eminem.

der Puls des Lebens

Die Kunst, oder sagen wir besser: die Aufgabe oder Herausforderung ist, sich einfach , möglichst ohne viel rumzudenken oder zu zweifeln, in den Flow, in das jeweilige Tempo eines Baches oder Flusses, in die Musik einer Band, eines Chores oder einem Orchester, einzuklinken, oder in einen Zug mit einer gewissen Geschwindigkeit einzusteigen und in dem selben Fluss und Zug einfach bis zur Ankunft in breiteren Gewässern oder am Bahnhof mit zu schwimmen, mit zu fahren – drinnen zu bleiben, ausser es soll, darf, und will – Accellerando – Ritartando – schneller oder langsamer werden, wie das bei den diversen Pulsen und Rhythmen eben immer wieder der Fall ist. Bei Aufregung, Gefahr, Angst, emotionaler Erregung jeder Art wird der Puls eben schneller, bei Beruhigung, im Schlaf, Entspannung , Meditation, Yoga und Fernsehen wird er wieder langsamer. Nicht mehr und nicht weniger.

„the flow“ – im selben Fluss bis zu den ruhigeren Gewässern mitschwimmen

Die irre Annahme, besonders als Schlagzeuger, als drummer so etwas wie ein Zeit – Messer und Halter zu sein oder sein zu müssen, um als dezidierte Hauptaufgabe die „Illusion“ Zeit – die „time“, „timing“, das Tempo unter allen Umständen halten zu müssen, kann durchaus als musikalische Zwangsneurose bezeichnet werden. Seit scheinbar ewigen Zeiten als Opfer des analogen Zeitmessers, der Uhr und dem Zeitzerhacker namens Metronom. mechanisch oder digital. egal!

„keep the time“

Der Oberstress und Überhorror kam mit der Erfindung der Drum Computer, den digitalen, elektronischen, angeblich perfekten Zeitzerhackern. Da hat man uns analogen Schlagzeugern prophezeit, dass unsere „Zeit“ jetzt endgültig vorbei sei, und man uns über kurz oder lang in allen Studios der Welt mit diesen programmierbaren und wesentlich kostengünstigeren Zeit – Haltern ersetzen wird. Das war in den 80igern, also vor inzwischen über 40 Jahren. Eine endlose Zahl von Studiosessions als analoger drummer, Tausenden von Live Konzerten später, wo ich mir zwar immer wieder mit Drumcomputern und Sequenzern die Bühne teilen, aber nie bis kaum Computern auf der Bühne Platz machen musste, kann ich sagen, dass diese Prophezeiungen, wie viele andere auch, reinster Bullshit waren. Menschen lieben nach wie vor Live! Konzerte, heute mehr denn je, lieben wahrhaftige Musiker mit echten Instrumenten, und einzigartige Stimmen, und diese auch tatsächlich beherrschen, mit Bravour singen und spielen können, die noch wirklich voller Begeisterung und Enthusiasmus sic dem Musik machen hingeben können, „real people doing real things really good „- und ich freue mich immer wieder, nach wie vor einer dieser real people sein zu dürfen.

„real people“ – Foto © Eckhart Derschmidt

Der Groove ist ja noch ein ganz eigenes, regelmässig unregelmässiges , rhythmisches Monster ganz für sich. Fast alles, was richtig böse groovt ist zwar nicht perfekt, aber es versetzt eure Ärsche und Beine in Bewegung und lässt euch tanzen bis der Arzt kommt. Mit all den genialen Jam Bands, von „Pink Inc.“ mit dem genialen Basser und Buddy Jamaaladeen Tacuma, dem Saxophonisten George Garzone und später mit dem Keyboarder und Sänger Delmar Brown, mit denen wir eine ganze Europa Tour für die Groove und Funk Monster “ George Clinton und Parliament Funkadelic“ als Opening Act in den 90ies durch riesige Konzerthallen eröffnen und begleiten durften, wo ich allabendlich die most funky Beatz on this planet des „Motherships“ und deren einzigartige Groove in mich reinrauchen, reinsaufen, reinfressen, eintauchen und assimilieren durfte…..

„Pink Inc.“ mit Jamaaladeen Tacuma & Delmar Brown – Foto © Gernot Muhr

…..über „Funky Groove Jet“ mit den Bassern Yossi Fine & Freddie Cash, meinem NYC Buddy Teddy Kumpel an der Gitarre, dem späteren Prince Posaunisten Greg Boyer, Uli Drechsler am Tenorsax , der Sängerin Arnaé, dem Grazer DJ Turnmaster Tim und dem Ex Arrested Development Member und aktuellen Produzenten von Alicia Keys und Eminem, Mark Batson als Freestyle Rapper und Keyboarder bis zu „Café Drechsler“ mit meinen Freunden Uli Drechsler und Oliver Steger, wo wir gerade an unserem 20jährigen Jubiläumsalbum basteln, ist das neben meiner Liebe zur Klassik, zum Jazz und zu meinen Irdninger, obersteirischen Kindheits – Roots in der richtigen, echten Volksmusik noch immer mein Teich, mein Pond, in dem ich bis heute, neben der Donau, am liebsten bade und schwimme, ohne dass auch nur eine einzige, mir tatsächlich bewusste Sekunde Zeit je dabei ver – gangen wäre. Bitte checkt dazu meinen Blog #18: „Was ist eigentlich der Groove und wie kickt er uns in den Arsch?“ https://pimpmyband.live/2018/02/25/18-was-ist-eigentlich-der-groove-wie-wann-kickt-er-uns-in-den-arsch/

„Funky Groove Jet“ – Foto © Gernot Muhr

Dann kam die nächste, mächtige und vieles verändernde Geschäftsidee einer riesen Welle der Homestudios, Studio Equipment, welches immer günstiger und billiger wurde und beinahe jedem die Möglichkeit gab, zu Hause aufzunehmen , zu programmieren und zu produzieren. Computerprogramme wie Cubase, Pro Tools und wie sie alle heissen sowie unzählige, ebenfalls immer erschwinglichere Sound Daten Banken, wo nach geraumer Zeit alles immer ähnlicher zu klingen begann, weil ja alle die mehr oder weniger selben Programme und Sounds verwendeten und alle sich gefangen nehmen liessen in den Rastern der zerhackten Zeit, sich die Ohren an eigentlich qualitativ beschissenen Sound via mp3s, earplugs und Handies zum einen und die Seele an eine technoide, technokratische, programmierte, groove und seelenlose Zeitzerhackung gewöhnen lernen mussten, was inzwischen in diverse für jeden noch so billigen, belanglosen Schrott selbst komponierende Musikprogramme und Apps mündete, nur weil wir gezwungen wurden uns in kleinen Schritten auf die drastische Reduktion und Minimierung von Qualität, Sound, Seele, Wahrhaftigkeit und Groove in der Musik zu gewöhnen, damit schlussendlich derartige Menschen-, Herz-, Seelen- und Musik- sowie Lebensfeindliche, aber Kassen – und Profitfreundiche Geschäftsmodelle überhaupt eine Chance bekommen konnten, Platz zu greifen. Digitalisierung schau owa!

…..ein analoger Raum © Jazz Fest Wien / Solokonzert im Alten Rathaus 2019

Zeit ist Geld. Zeitzonen, Jahreszeiten, Zeitmangel, es wird Zeit, Lebenszeit, zeitlos, Zeitmanagement, Zeitvergeudung, reine Zeitverschwendung, gerade noch in der Zeit sein, Bestzeit, Herbstzeitlosen – nicht umsonst eine meiner Lieblingsblumenarten, das war eine andere Zeit, Neuzeit, Hochzeit, es kostet ja nicht die Welt, spare in der Zeit, dann hast Du in der Not, Zeitnot, jetzt wäre es aber an der Zeit, das waren noch Zeiten, ich wünschte, ich hätte mehr Zeit – hast Du! Ich , Du, jede und jeder von uns hat alle Zeit der Welt, wenn wir lernen, sooft, soviel und so hingebungsvoll und achtsam wie möglich im JETZT zu leben, der einzige Zeit – Punkt, an dem sie nie vergeht , weil sie dort nicht ist – die Zeit. Der Punkt ausserhalb von jedem „dann“, jedem später, jedem nachher – denn „dann“ ist es leider oft zu spät für ein JETZT.

„JETZT“

„Die Zeit vergeht nicht schneller als früher, wir laufen nur eiliger an ihr vorbei.“ George Orwell